Sponsoren

Diese Sponsoren unterstützen derzeit den VfL Sindelfingen.

Informationen zum Sponsorenpool

Presse | Leichtathletik | 29.10.2014

Der Mehrkämpfer übernimmt Verantwortung

Der 23-jährige Manuel Retzbach ist beim VfL Sindelfingen als Sportler und als Trainer voll gefordert / Sein Motto: „Wer Spaß hat, hat auch Erfolg“

Von Saskia Drechsel

Die Saisonvorbereitung der Leichtathleten des VfL Sindelfingen läuft zurzeit auf Hochtouren. Da sind Athleten und Trainer gefordert. Gleichzeitig mit dem Beginn der anstrengenden Zeit im Herbst hat das VfL-Trainerteam Zuwachs bekommen: Manuel Retzbach ist ein neues Gesicht in der Riege der Sindelfinger Übungsleiter, doch bei den Blau-Weißen bestens bekannt.

Der Mehrkämpfer brachte in den letzten Jahren beinahe jeden Abend im Floschenstadion oder Glaspalast zu, ob beim Hürdensprint, beim Weitsprung oder Stabhochsprung. Nun wechselt er teilweise auf die Trainerseite, wo Retzbachs Aufgaben ähnlich vielfältig erscheinen. Der 23-Jährige hat die komplette Altersklasse U18 übernommen, etwa zehn talentierte Athleten und Athletinnen, die im kommenden Jahr erstmals in der Jugendklasse starten. Dazu kommt noch die Betreuung bei der Jugendklasse, U18 und U20 in den Bereichen Mehrkampf und Sprung und die Aufgabe, die U-18-Staffel männlich zu koordinieren.

Manuel Retzbach bleibt also auch in der Trainerrolle ein echter Mehrkämpfer mit vielen verschiedenen Aufgaben. Der Neu-Trainer selbst freut sich auf die neuen Herausforderungen und kann reichlich Erfahrung in seine Tätigkeit einbringen. Vor drei Jahren begann er ein freiwilliges Soziales Jahr bei der Spvgg Holzgerlingen. Dort übernahm er ein Jahr lang das komplette Training vieler Altersklassen im Turnen und in der Leichtathletik. „Das hat mir viel Spaß gemacht, auch deswegen wollte ich wieder anfangen“, sagt Retzbach.

Inzwischen studiert er bereits im fünften Semester Sportwissenschaften. Den C-Trainer hat der 23-Jährige ebenfalls inne. Durch eine langwierige Verletzung im Vorjahr konnte Retzbach nur einen Zehnkampf absolvieren, hielt sich aber in der Zwischenzeit nicht von der Leichtathletik fern, sondern übte sich als Coach. „Ich habe die Jugend bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften betreut, auch im Zehnkampf-Team coachen wir uns eigentlich immer gegenseitig“, sagt Manuel Retzbach, der durch sein Sportstudium auch im Bereich der Trainingsplanung viel dazugelernt hat.

Nicht zuletzt profitiert der Mehrkämpfer auch von seinen vielen Jahren als Athlet. Mit sieben Jahren begann er beim VfL mit der Leichtathletik. Schon seit sechzehn Jahren ist er damit auf der Rundbahn aktiv und hat schon von vielen Trainern gelernt. Insgesamt waren es dreizehn an der Zahl. „Ich habe vor allem viele motivierende Sprüche mitgenommen und natürlich den Spaß am Sport. Auch wenn ich wegen meiner körperlichen Entwicklung lange nicht mit den anderen mithalten konnte, habe ich trotzdem gemerkt, dass ich vorankomme“, sagt Manuel Retzbach. Das will er weitergeben. „Wer Spaß hat, hat auch Erfolg. Ich will, dass alle wissen, sie trainieren nicht für mich, der Spaß soll nicht zu kurz kommen.“ Deswegen war der Sportstudent sofort Feuer und Flamme als von Vereinsseite angefragt wurde, ob er die U-18-Klasse übernehmen könne. „Ich habe sofort ja gesagt. Ich will weitergeben, was ich selbst erfahren habe.“

Auch selbst findet Retzbach noch genug Zeit für das eigene Training. In bis zu sechs Einheiten pro Woche bereitet er sich auf die Mehrkämpfe in der kommenden Saison vor und hat sich nach zwei Jahren, geprägt von Verletzungen, viel vorgenommen. „Ich will schon lange die 7000 Punkte knacken.“

Bei der Zielsetzung für seine Athleten ist Retzbach da etwas zurückhaltender. Mit der Staffel der männlichen U18 peilt er die Qualifikation für die süddeutschen Meisterschaften an, ansonsten hofft er eine Fünfkampf-Mannschaft stellen zu können. „Die meisten machen am liebsten Weitsprung oder sprinten. Aber ich sehe bei allen das Talent für den Mehrkampf.“

Für den VfL ist Manuel Retzbach eine Idealbesetzung, er ist im Verein groß geworden, ist eng mit den meisten Trainern vernetzt und bringt viel Erfahrung und Fachwissen für die neue Aufgabe mit.

Gerade in Zeiten des Trainermangels ist man froh über Trainernachwuchs „Es ist wirklich super, dass sich Manuel nicht nur als aktiver Athlet, sondern auch als Trainer für unseren Verein engagiert. Damit wird ein neues Kapitel in der jahrzehntelangen Sindelfinger Trainergeschichte aufgeschlagen“, sagt Abteilungsleiter Markus Graßmann.