Presse | Radsport | 21.05.2012

Der Plan B bleibt in der Schublade

Von unserem Mitarbeiter Thomas Oberdorfer

Die zehn Mannschaften aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, der Tschechei und Frankreich boten den 250 Zuschauern mitunter Radball auf höchstem Niveau und zeigten, welche Vielseitigkeit bei dieser Sportart gefordert ist: Kraft, Kondition, Konzentration, Technik und taktische Finesse. „Diese besondere Mischung macht das Radball so interessant", sagt Sindelfingens Radsport-Abteilungsleiter Josef Erb.

Im Vorfeld dachte die VfL-Abteilung mit ihren 70 Mitgliedern darüber nach, den Deutschlandpokal auszurichten. „Wir wollten angesichts des 150-jährigen Bestehens des VfL Sindelfingen ein Radball-Großereignis durchführen", sagt Josef Erb. Er sprach das Thema in der Abteilung durch, holte sich das O.k. seiner Mitstreiter ein, bei der Vergabe des Deutschland-Pokals ging der VfL aber leer aus.

Damit war ein sportlicher Höhepunkt im Sindelfinger Veranstaltungskalender zunächst vom Tisch. Dann aber ereilte Erb eine E-Mail, und die Abteilung stand plötzlich unter Strom. „Uns wurde Anfang Februar mitgeteilt, dass das Europacup-Finale vom ursprünglich vorgesehen Veranstalter im tschechischen Zlin zurückgegeben wurde", erzählt Erb, der die Nachricht von Hilmar Heßler erhielt, Präsident der Europäischen Hallenradsport Kommission. „Wir wurden gefragt, ob wir die Veranstaltung austragen wollen." Erneut besprach sich Erb mit seinen Mitgliedern, diese waren bereit, den Wettbewerb zu stemmen. Eine Bedingung stellte Erb gegenüber der Europäischen Hallenradsport Kommission: Der ursprünglich geplante Termin vom 26. Mai musste auf den 19. Mai vorverlegt werden.

Was folgte, war ein reger E-Mail-Verkehr, der schließlich in der Zusage mündete, die dem VfL am 7. März erteilt wurde. „Normalerweise hat man ein Jahr Vorlauf, um so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Wir hatten weniger als elf Wochen Zeit", sagt Erb, der in den Wochen nach der Zusage gemeinsam mit seinen Mitstreitern einen „Kraftakt" vollführte, wie er betont.

„Die Aussicht, für die besten Radballteams weltweit ein Turnier ausrichten zu dürfen, hat die gesamte Radsportabteilung begeistert und motiviert", schreibt Erb im Programmheft der Veranstaltung. Das Organisationsteam um Thomas Neugebauer, Peter Kübler, Trixie Maurer, Uwe Bossert, Pawel Knapp und Johannes Müller-Roth habe Überdurchschnittliches geleistet.

Der große Einsatz aller Beteiligten hat sich gelohnt. „Ich bin mit dem Ablauf des Turniers rundum zufrieden. Von allen Seiten gab es ein dickes Lob für uns. Und dann haben auch noch die Lokalmatadoren gewonnen", sagt Erb. „Es sind keine Probleme aufgetreten. Wir hatten zwar noch vormittags die eine oder andere Schwierigkeit, die haben wir aber in den Griff bekommen." Entscheidend sei, dass er für jeden Bereich, der nicht so funktionierte wie vorgestellt, einen Plan B in der Tasche hatte. „Geht nicht, gibt`s nicht", sei das Motto gewesen. Erb rechnet mit einem finanziellen Plus beim Europacup-Finale, das auch durch die Unterstützung der Stadt Sindelfingen zustande kommt. Sie gab einen Zuschuss aufgrund des Vereinsjubiläums und verzichtete auf die Hallengebühren: „Das Geld wollen wir auch für die Anschaffung neuer Einräder verwenden", sagt Erb.

Die Sindelfinger Radsportler wollen mit dem Europacup-Finale auch Werbung in eigener Sache machen. Derzeit spielen vier Mannschaften in Konkurrenz. Jan Langenfeld und Marek Jahn bei den Schülern C in der Staffel II, Livia Sattler und Manuel Sattler bei den Schülern B in der Staffel III, Uwe Bossert und Josef Erb in der Bezirksklasse Staffel II sowie Pascal Bossert und Pawel Knapp in der Verbandsliga Staffel I.

Das ehrgeizige Ziel von Erb ist, in den kommenden Jahren in jeder Saison ein weiteres Team zu melden. „Vielleicht haben wir durch das Europacup-Finale bei dem einen oder anderen Jugendlichen das Interesse an unserer interessanten und vielseitigen Sportart geweckt", sagt Erb, der zugibt, dass die Sindelfinger Radballer wie anderen Randsportarten auch sehr viel investieren müssen, um Nachwuchs zu gewinnen.

Presse | Fußball (Männer) | 21.05.2012

Nach der Pause reißt der Faden

Von unserem Mitarbeiter Edip Zvizdiç

Nach den beiden Niederlagen gegen die Aufstiegskonkurrenten aus Bösingen und Nagold hatte der VfL Sindelfingen seinen Abwärtstrend durch den 4:3-Auswärtserfolg in Metzingen gestoppt und dabei Moral bewiesen. Entsprechend zuversichtlich ging der Tabellendritte das Spiel gegen den FC Rottenburg an und entfachte mit Anpfiff der Partie ein Offensivfeuerwerk, wie es die Zuschauer im Floschenstadion lange nicht gesehen hatten.

Im Minutentakt rollten die Angriffe auf das Tor des FC Rottenburg, Mathias Zuber vergab die ersten beiden Chancen. Noch näher dran war in der achten Minute Andreas Poser, der einen Freistoß an die Unterkante der Latte setzte, der Ball aber deutlich vor der Linie auftropfte.

Von Rottenburg war bis dahin gar nichts zu sehen. Erst eine Unachtsamkeit von Heiko Schmidt brachte die Gäste in der 13. Minute ins Spiel. Seinen zu kurzen Rückpass erkämpfte Fabian Grammer, der jedoch am hervorragend reagierenden VfL-Schlussmann David Kocyba scheiterte.

Sindelfingen spielte abgeklärt - und vor allem sauber. Jan Zajfert und Mathias Zuber beackerten die linke Seite und initiierten etliche gute Möglichkeiten. In der 28. Minute scheiterte Daniel Kniesel nach einer butterweichen Flanke von Mathias Zuber. Eine Minute später zog Jan Zajfert maßgenau auf Oliver Glotzmann, der jedoch statt selbst zu schießen auf Daniel Kniesel ablegte, doch der VfL-Kapitän wurde im letzten Moment abgeblockt. Wenig Glück hatte Daniel Kniesel auch in der 36. Minute. Eine Kombination über das starke Mittelfeldduo Oliver Glotzmann und Soner Özay landete nach Kniesels Schuss in den Armen von Rottenburgs Torwart Philipp Steck.

„Wenn sich das mal nicht rächt", schwante Ralf Kübler beim Gang in die Kabine ob der vergebenen Chancen Böses. Sindelfingens Co-Trainer sollte Recht behalten. Der VfL verlor seine Linie nach einem Zusammenprall von Mathias Zuber und Rottenburgs Torwart Philipp Steck. Letzterer musste mehrere Minuten behandelt werden, konnte schließlich aber weiterspielen und sah von seinem Strafraum aus einen blitzsauberen Angriff seiner Vorderleute. Die kombinierten sich mit drei Doppelpässen durch die Sindelfinger Abwehrreihe und gingen in der 52. Minute durch Fabian Grammer mit 1:0 in Führung.

Sindelfingen zeigte aber die richtige Reaktion und schnupperte bereits im Gegenzug am Ausgleich. Über Florian Baur und Oliver Glotzmann gelangte der Ball zu Andreas Poser, der aus der Drehung aber am auf der Linie stehenden Bernd Kopp hängen blieb. Der Rottenburger Abwehrchef rettete hinten - und legte vorne noch das 2:0 für die Gäste nach. Nach 66 Minuten senkte sich seine Kopfball-Bogenlampe über David Kocyba hinweg ins Tor.

Thomas Dietsche reagierte und beorderte Denis Gonsior in die Partie. Der lange verletzte Routinier übernahm Verantwortung und brachte den VfL für einen kurzen Moment zurück ins Spiel. Aus 28 Metern zirkelte Denis Gonsior in der 75. Minute einen Freistoß sehenswert in den Torwinkel.

Allerdings hatten die Hausherren ihr Pulver längst verschossen. Der Anschlusstreffer war nicht mehr als ein letztes Aufbäumen, welches der FC Rottenburg kurz vor dem Schlusspfiff endgültig beendete. Der eingewechselte Cihan Canpolat kochte Heiko Schmidt ab und bediente Marco Calderaro mustergültig, welcher den 3:1-Endstand markierte.

Thomas Dietsche war sichtlich angeschlagen nach der unerwarteten Niederlage, fasste aber treffend zusammen: „Ich habe selten ein Team gesehen, das so viele Chancen herausgespielt hat wie wir heute. Das war eine fast perfekte erste Halbzeit. Leider haben wir es verpasst, Tore zu erzielen."

VfL Sindelfingen:
Kocyba, Baur, Schuster, Schmidt, Zajfert, Sezayi Bayrak (62. Minute Gonsior), Zuber, Glotzmann (75. Minute Samet Öztürk), Özay, Kniesel, Poser.

Presse | Fußball (Männer) | 20.05.2012

Gegen Rottenburg die Relegation vermasselt

Landesliga, Staffel III: VfL Sindelfingen verliert daheim 1:3 (0:0)

Eine Lehrstunde in Sachen Effizienz bekam der VfL Sindelfingen bei seiner 1:3-Heimniederlage in der Fußball-Landesliga, Staffel III, gegen den FC Rottenburg geboten. Während die Gäste aus wenigen Möglichkeiten drei Treffer machten, ließen die Hausherren über ein halbes Dutzend Gelegenheiten ungenutzt.

Womit die Sindelfinger die Chance verpassten, den VfL Nagold (0:0 in Bösingen) in der Tabelle zu überflügeln. Im Rennen um den Relegationsplatz scheint damit zwei Spieltage vor Schluss eine Vorentscheidung gefallen, denn die um zwei Punkte führenden Nagold spielen noch daheim gegen Rottweil und in Dornstetten.

"Das ist einfach nur bitter", rang Trainer Thomas Dietsche nach dem Schlusspfiff um Fassung, während seine Spieler mit hängenden Köpfen vom Spielfeld schlichen. "Die Rottenburger schießen dreimal auf unser Tor, während wir mehr als zehn klare Möglichkeiten haben. Nur wir machen die Tore nicht. Eine total unverdiente Niederlage."

Vom FC Rottenburg, als torgefährlichste Mannschaft der Rückrunde angereist, war im ersten Durchgang kaum etwas zu sehen. Nur einmal roch es nach einem Treffer, und der wurde auch noch von Heiko Schmidt eingeleitet. Doch Fabian Grammer nahm das Geschenk freistehend nicht an, besser gesagt Torhüter David Kocyba bügelte den Fehler seines Vordermannes glänzend aus. "Abgesehen davon war die erste Hälfte fast perfekt", sah Dietsche, wie seine Mannschaft ein ums andere Mal das Rottenburger Gehäuse unter Beschuss nahm. Doch so glänzend die Angriffe vorgetragen wurden, so schwach war der Abschluss. Mathias Zuber und Andreas Poser hätten nach fünf Minuten bereits die Sindelfinger Nerven beruhigen können. Dann kam Pech dazu, als Poser einen Freistoß vehement ans Lattenkreuz nagelte. Kniesel schoss drüber, Oliver Glotzmann und Kniesel wurden im Fünfmeterraum abgeblockt, ehe Bernd Kopp einen Kniesel-Schuss von der Linie kratzte. Der Nachschuss von Soner Özay war eine Beute des guten FC-Keepers Philipp Steck. Und auch die letzte Möglichkeit vor der Pause von Kniesel verfehlte das Ziel. Es war zum Haareraufen. "Ich habe selten ein Landesligaspiel mit so vielen Möglichkeiten gesehen", schüttelte auch Dietsche den Kopf.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Sieben Minuten waren nach dem Wechsel wieder gespielt, als die Gäste ihren zweiten vernünftigen Angriff über Marco Calderaro starteten. Der legte den Ball quer auf Fabian Grammer - 0:1. Ein Treffer wie ein Stich ins Herz, vorbei war die Dominanz der Hausherren. "Diese Mentalität muss bei uns raus", haderte Dietsche. "Nach einem Rückschlag stecken wir den Kopf in den Sand." Dabei hätte der VfL das Blatt noch locker wenden können, doch weder Zuber noch Poser nutzten ihre Chancen. Zudem rettete Alexander Henn gegen Poser auf der Linie, den Nachschuss von Jan Zajfert schnappte sich Steck. Es fehlte dem VfL, der zusehends mutloser agierte, aber auch an Ideen. Da passte der zweite Gegentreffer (66.) ins Bild, denn Bernd Kopp durfte erneut reichlich unbedrängt einen Freistoß von Ender Akkus einköpfen. Der eingewechselte Dennis Gonsior hämmerte zwar noch einen Freistoß genau in den Winkel (80.), doch Calderaro (88.) machte mit einem Schlenzer zum 1:3 den Sack endgültig zu. "Die Mannschaft tut mir leid", war Dietsche am Ende genauso geknickt wie seine Spieler.

VfL Sindelfingen:
Kocyba, Zajfert, Schmidt, Özay, Baur, Poser, Bayrak (62. Gonsior), Zuber, Kniesel, Glotzmann (79. Öztürk), Schuster.
Tore: 0:1 (52.) Grammer, 0:2 (66.) Kopp, 1:2 (80.) Gonsior, 1:3 (88.) Calderaro.
Schiedsrichter: Specker (Heilbronn).
Zuschauer: 100.

Presse | Fußball (Frauen) | 20.05.2012

Freude pur bei den Sindelfinger Frauen

2. Frauen-Bundesliga-Süd: 1:2 gegen 1. FFC Frankfurt II nur eine Randnotiz

Die Fußballerinnen des VfL Sindelfingen waren während des Heimspiels gegen den 1. FFC Frankfurt II mit den Gedanken wohl schon bei der offiziellen Meisterfeier und unterlagen nach schwachen, tempoarmen 90 Minuten mit 1:2.

Die zweite Saisonniederlage tat der anschließenden Freude über die Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Bundesliga allerdings keinen Abbruch. Sindelfingens Spielführerin Merza Julevic nahm nach dem Schlusspfiff die Meisterschale entgegen.

"Schön, dass wir eine richtige Schale bekommen haben", freute sich hinterher Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis. "Beim letzten Mal gab`s nur einen Wimpel." Prompt wurde er von jubelnden Spielerinnen unterbrochen, die mit der Meisterschale in der Hand in die Stadiongaststätte stürmten. "Erste Liga, Sifi ist dabei", sangen sie im Chor. Rosalinde Kottmann, Mitglied des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, nahm nach dem Schlusspfiff die Ehrung des Süd-Meisters vor, gratulierte dem VfL zur Meisterschaft und überreichte die Schale. Von da an ließen die Fußballerinnen ihrer Freude freien Lauf. In einer Sindelfinger Pizzeria wurde die offizielle Meisterfeier im Anschluss fortgesetzt.

Die vorausgegangene Partie rückte dabei in den Hintergrund. Niko Koutroubis fand nach den 90 Minuten dennoch deutliche Worte: "Wir haben ohne Bewegung und ohne Tempowechsel gespielt, waren nicht aggressiv genug." Tatsächlich wirkte der Auftritt des Meisters über weite Strecken lustlos. Dabei räumte Sindelfingens Trainer eigene Fehler ein: "Ich hätte Spielerinnen aufstellen sollen, die sonst weniger zum Einsatz gekommen sind und heiß gewesen wären." Stattdessen schickte Koutroubis seine müden Stammspielerinnen aufs Feld, denen der Biss nach einer langen und erfolgreichen Saison fehlte.

Immerhin gingen die Gastgeber nach 15 Minuten in Führung: Elisabeth Tieber legte quer auf Natalia Mann, die sich frei vor Frankfurts Torspielerin Tara Zimmermann keine Blöße gab und ihren 16. Saisontreffer erzielte. Nach einer knappen halben Stunde hatte Julia Schneider das 2:0 auf dem Fuß. Ihren Schuss aus 20 Metern parierte Frankfurts Torhüterin zur Ecke.

In der 33. Minute gelang Jasmin Herbert der 1:1-Ausgleich per Distanzschuss aus etwa 30 Metern. Natalia Mann vergab drei Minuten später die Chance zur erneuten VfL-Führung. Nach Eckball und Kopfballvorlage von Susanna Höller schoss sie über die Latte. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel verfehlte Deniz Özer das Sindelfinger Tor bei ihrem Linksschuss aus aussichtsreicher Position nur knapp. In der Folge floss die Partie gemächlich vor sich hin, Torchancen hatten Seltenheitswert. Erst in der 84. Minute traf Deniz Özer nach Vorlage von Julia Losert zum entscheidenden 2:1 für die Gäste.

"Wir wissen, dass der VfL nicht mehr mit 100 Prozent gespielt hat. Dennoch ein Lob an meine Mannschaft, die nicht viel zugelassen hat", sagte Frankfurts Trainer Winfried Klein, der den Sindelfingerinnen ebenfalls zur Meisterschaft gratulierte. "Mit Sindelfingen hat sich die souveränste Mannschaft der Saison durchgesetzt. Ein verdienter Meister!", so Klein.

Janine Heck wird ab sofort neue hauptamtliche Geschäftsführerin

VfL-Trainer Niko Koutroubis wies unterdessen noch einmal darauf hin, dass dringender Bedarf an Verstärkung für die kommende Spielzeit in der 1. Bundesliga besteht. "Wir brauchen erfahrenere Spielerinnen, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen", sagte er. Namen? "Mit einigen Spielerinnen stehen wir kurz vor dem Abschluss. Im Laufe der nächsten Woche wird sich vieles entscheiden", so Abteilungsleiter Rudi Orban dazu. Die neue hauptamtliche Geschäftsführerin steht hingegen bereits fest: Janine Heck wird die Aufgabe übernehmen. Die 24-Jährige habe ihr Studium und ihre Ausbildung im Hauptverein absolviert. "Damit hat sie schon wichtige Kontakte geknüpft. Sie wurde uns vom Hauptverein empfohlen", so Orban.

VfL Sindelfingen:
Schnüll, Laich, Schwägler (74. Knöll), Tieber (66. Grimm), Mann, Julevic, Schneider, F. Dongus, Höller, Rädle (55. Loipersberger), T. Dongus.
Tore: 1:0 (15.) Mann, 1:1 (33.) Herbert, 1:2 (84.) Özer.
Schiedsrichterin: Plass (Augsburg).
Zuschauer: 250.

Presse | Fußball (Frauen) | 18.05.2012

Ganz heiß auf die Meisterschale

2. Fußball-Bundesliga Frauen: VfL Sindelfingen feiert am Sonntag offiziell den Aufstieg in die 1. Liga

Knapp drei Wochen ist es schon her, dass die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen die Meisterschaft mit dem 2:1-Sieg über Verfolger TSG Hoffenheim unter Dach und Fach gebracht und damit unter eine beinahe perfekte Saison den heiß ersehnten Schlusspunkt gesetzt haben.

Von Sandra Funk

Gebührend gefeiert wurde anschließend auf dem Stuttgarter Frühlingsfest, und gefeiert werden soll auch wieder am Sonntag, wenn es nach dem Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt II (Anpfiff 14 Uhr) von einem Vertreter des DFB die schwere Meisterschale gibt.

Seit der Titel und der damit verbundene Aufstieg klar ist, haben es die Sindelfingerinnen im Training weitaus lockerer angehen lassen. "Wir hatten vor allem eine Menge Spaß", sagt Trainer Niko Koutroubis, der gar nicht erst versucht, die Spannung vor dem letzten Saisonspiel hochzuhalten. "Der Druck ist weg. Wir wollen aber natürlich trotzdem gewinnen, denn mit einem Sieg lässt es sich noch besser feiern", so der Coach, der sich mit seiner Mannschaft unbändig auf die Schale freut, die der VfL nun endlich eingeheimst hat. Gegen wen es nächste Saison geht, konnten sich die Spielerinnen am vergangenen Wochenende beim DFB-Pokalfinale in Köln bereits anschauen, gestern war die Mannschaft mit ihrem Trainer beim Champions League-Finale zwischen Olympique Lyon und dem 1. FFC Frankfurt im Münchner Olympiastadion.

Während die Saison nun also zu Ende geht, laufen im Hintergrund die Drähte heiß, schließlich gilt es, für die 1. Bundesliga einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. "Von vier, fünf neuen Spielerinnen haben wir bereits mündliche Zusagen", verrät Abteilungsleiter Rudi Orban. Allerdings müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. So wäre die Jobfrage bei allen schon so gut wie geklärt, nur in Sachen Wohnung muss der Verein in den kommenden zwei Wochen noch ranklotzen. "Wir stehen auch noch mit weiteren Spielerinnen im Gespräch. Da wird sich noch zeigen, was passiert", so Orban. Auch die vom DFB in der 1. Bundesliga geforderte Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers ist so gut wie besetzt. "Wir werden sie am Sonntag vorstellen", verrät Orban nur so viel über die 24-Jährige, die sich dann gleich im Feiern üben kann, denn nach dem Spiel soll es in einer Sindelfinger Pizzeria mit DJ noch bis in die Morgenstunden gehen.

Einladung aufs Schloss Solitudeund auf die Insel Mainau

Nicht ganz so lange war die Mannschaft unterwegs, als sie das Trikot mit der Abendgarderobe tauschte und der Einladung des Stuttgarter Gastronoms Jörg Mink in den Business Club Schloss Solitude folgte. Mit Teammanager Peter Klotz, Torwarttrainer Andi Bellon samt Ehefrau sowie VfL-Marketingleiter Gerhard Kluge und Horst Thome, Vorstandsmitglied des Hauptvereins, verbrachten die Spielerinnen einen launigen Abend.

Kluge stellte die Abteilung Frauenfußball vor, und VfL-Torhüterin Simone Holder gab einen Einblick in ihren Alltag mit Training, Arbeit und Punktspielen. Natürlich musste die Sindelfinger Delegation nicht hungrig nach Hause gehen. Im "Gelben Salon" kredenzte der Hausherr Pasta, Spargel und Club-Burger. Anschließend bekamen die Spielerinnen von Gräfin Sandra Bernadotte noch eine Einladung auf die Insel Mainau, die die Aufstiegsheldinnen dankend annahmen.

Presse | Aikido | 18.05.2012

Prüflinge freuen sich über Urkunden

Aikido beim VfL Sindelfingen

Dionne Rother, Constanze Zimmermann, Feyza Aydin und Manuel Mezger vom Aikido-Club im VfL Sindelfingen waren zur Prüfung angetreten. Zuerst durften alle die rückwärtige Fallschule vor ihrem Prüfer Andreas Bartel (2. Dan) zeigen. Danach musste jeder mit seinem Partner die Technik Shionage aus den einzelnen Angriffen zeigen. Das klappte so gut, dass danach die Technik Udeosai begutachtet wurde. Die einzelnen Angriffe dabei sind Katate-tori, Ryote-tori, Katate-ryote-tori und Mune-tori. Jeder Prüfling, der auf Gelb geprüft wurde, musste die Techniken einmal in Irimi und einmal in Tenkan zeigen. Für Weiß-Gelb waren die Angriffe nur in Irimi erforderlich. Alle Prüflinge absolvierten die Prüfung erfolgreich.

Presse | Hauptverein | 18.05.2012

Johannes Mescher im VfL-Vorstand

Delegiertenversammlung des VfL Sindelfingen / Die 9000-Mitglieder-Marke rückt näher

Von unserem Mitarbeiter Frank Schoch

Der Vorstand des VfL Sindelfingen wurde auf der Delegiertenversammlung personell erweitert und neu gewählt. Die Finanzlage ist solide und die Mitgliederzahlen steigen. Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer kündigte eine Bilanzierung der Hallennutzungsgebühren und anschließende Gespräche an. Im Juli steigen die Höhepunkte der Festlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsjubiläum.

„Um auch in Zukunft große Projekte wie die Sportwelt angehen zu können, brauchen wir mehr tatkräftige und kompetente Mitarbeiter im Vorstand", so Präsidentin Anette Bronder. Die Satzung erlaubt nun neben dem Posten des Präsidenten zwischen fünf und neun Mitgliedern, zwei mehr als zuvor. Die nötige Änderung wurde im Voraus in einer ordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Die Wahlen des Vorstandes in der Delegiertenversammlung brachten Veränderungen. Hanno Kreuter konnte altersbedingt nicht mehr für das Amt des Vereinsjugendsprechers kandidieren. Für ihn rückt Felix Keck aus der Leichtathletikabteilung nach. Der ehemalige Finanzreferent Christian Michel führte persönliche Gründe an, die ihn nicht mehr für das Amt antreten ließen. Seinen Posten übernimmt Dr. Heinrich Reidelbach. Der Turn-Abteilungsleiter bringt aus seiner Tätigkeit bei einem großen Automobilhersteller viel Erfahrung im Umgang mit Finanzen mit. Anneliese Heyne, ehemalige Badminton-Abteilungsleiterin, und Johannes Mescher, bis vor Kurzem Baubürgermeister in Sindelfingen, sind ebenfalls neu im Vorstand. Die übrigen Mitglieder bleiben unverändert. Fast alle Wahlergebnisse waren einstimmig. Lediglich Johannes Mescher erhielt zwei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen. Er wurde in krankheitsbedingter Abwesenheit gewählt.

„Der Verein ist Teil einer sich verändernden Welt und muss sich daher auch verändern", so Anette Bronder. Die demographische Entwicklung sowie die Einführung des achtjährigen Gymnasiums und der Ganztagesschule sorgen dafür, dass weniger junge Menschen in den Verein kommen. „Wir müssen Trends setzen, um weiter attraktiv zu bleiben." Die Gründung und Entwicklung der Sportakrobatikabteilung sei ein gutes Beispiel. 2011 mit sieben Mitgliedern gestartet, sind es nunmehr 75.

Der Gemeinderat hat 2011 den Abbruch des Floschenstadions beschlossen. Die neuen Anlagen rund um den Glaspalast und das Allmendstadion sollen bis 2015 fertig sein. Es besteht aber weiter viel Gesprächsbedarf zwischen der Stadt, dem VfL Sindelfingen und dem GSV Maichingen. Die Hallennutzungsgebühren, die vor drei Jahren eingeführt wurden, sorgen beim Verein weiterhin für Unverständnis und Unmut. Immerhin kündigte Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer an, nach einer Bilanzierung wieder zu Gesprächen bereit zu sein.

Der Kassenbericht ist „insgesamt ganz erfreulich", so der scheidende Finanzreferent Christian Michel. Für das kommende Jahr stehen besondere Ausgaben im Bereich der Brandschutzinstandhaltung und dem Vereinsjubiläum an.

Die Mitgliederzahl stieg um 463 Mitglieder an und kratzt wieder an der 9000er Grenze. Im Jubiläumsjahr finden zahlreiche Veranstaltungen wie die deutschen Junioren-Meisterschaften im Badminton statt. Den Höhepunkt des Jubiläums bilden die Feierlichkeiten vom 13. bis 15. Juli. Rund um den Glaspalast wird es zu verschiedenen Aktionen kommen. „Es soll ein geselliger, aber auch würdiger Rahmen sein. Auf 150 Jahre VfL dürfen wir stolz sein", so Präsidentin Anette Bronder.

Hanno Kreuter erhielt die bronzene, Horst Thome sowie Christian Michel die silberne und Hermann Hornikel die goldene Verdienstnadel des VfL Sindelfingen aus den Händen von Präsidentin Anette Bronder.

Presse | Leichtathletik | 18.05.2012

Heiß auf Halle und Lust auf London

Von unserer Mitarbeiterin Saskia Drechsel

Am Samstag startet Marco Schmidt in die Olympiasaison. Beim Wettkampf in Halle betritt der 28-jährige Athlet des VfL Sindelfingen endlich wieder den Kugelstoßring. Mehr als acht Monate ist es her, dass der Kugelstoßer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu das Finale knapp verpasste.

Seitdem ist viel passiert: Im Herbst startete Marco Schmidt mit großen Zielen in das Vorbereitungstraining für die Hallensaison 2012. Nach langen, erfolgreichen Jahren unter Peter Salzer wagte Schmidt einen Trainerwechsel und wollte die Olympiasaison mit Trainerin Sabrina Werrstein angehen.

Bei der 31-Jährigen, die 2009 aus Berlin nach Stuttgart kam, absolvierte Marco Schmidt schon seit Längerem einzelne Einheiten. Nun hieß es für Sabrina Werrstein, früher selbst erfolgreiche Speerwerferin, neue Trainingsreize zu setzen.

Doch eine Verletzung machte der ehrgeizigen Saisonplanung von Marco Schmidt einen Strich durch die Rechnung. Im Trainingslager in Kienbaum kam der Sindelfinger Athlet im Januar unglücklich auf dem Abstoßbalken auf. Sein Knie hielt der Belastung nicht stand. Mit einem teilweisen Knorpelabriss musste Schmidt unter das Messer. Die Hallensaison war gelaufen.

Nach der unumgänglichen Operation folgte ein langer und mühsamer Aufbau. Zwar stand der Sportler schon 14 Tage nach dem Eingriff wieder im Kugelstoßring, doch sein Knie durfte er nur nach und nach weiter beugen. Das Training war lange Zeit lediglich eingeschränkt möglich. „Die Zeit nach der Verletzung war furchtbar, das wünscht man nicht einmal seinem größten Feind", blickt Schmidt zurück.

Auch beim Kugelstoßen musste der Athlet ganz von vorne anfangen. „Wenn man bei den ersten Stößen nur mit 16 oder 17 Metern anfängt, kommt man sich vor, wie die letzte Null", sagt Marco Schmidt.

Jetzt ist die Verletzung ausgeheilt und vergessen. Kugelstoßen kann der 28-Jährige wieder ohne Probleme oder Einschränkungen. „Von meinem Knie spüre ich überhaupt nichts. Gerade bin ich vollständig schmerzfrei", freut sich Schmidt.

An seiner Stoßtechnik und der Schnelligkeit muss der VfL-Athlet nun noch arbeiten. Die Trainingsfortschritte des Zwei-Meter-Mannes können sich aber sehen lassen: Über den Winter hat der Sportler hart an seinen Kraftwerten gearbeitet. Die sind deswegen deutlich höher als im letzten Jahr. „Auch meine Körperspannung habe ich verbessert, weil ich viele Stabilisationsübungen gemacht habe", weiß Marco Schmidt, der deutlich athletischer geworden ist.

Neben vielen guten Trainingseinheiten und zwei erfolgreichen Trainingslagern in Kienbaum, und zuletzt über Ostern in Portugal, gab es für den 28-Jährigen aber auch einige Tiefs zu überwinden. So waren die Trainingsbedingungen vor den Osterfeiertagen alles andere als optimal. Schließlich musste der Athlet des VfL Sindelfingen aufgrund von Bauarbeiten in der Molly-Schauffele-Halle seine Trainingsstätte wechseln. Doch der Sportspeicher, eine alten Fabrikhalle in Bad Cannstatt, hat sich inzwischen als guter Ersatz herausgestellt. Zuletzt absolvierte der Athlet auch an neuer Wirkungsstätte viele gute Kugelstoßeinheiten.

Jetzt ist Marco Schmidt heiß auf den ersten Wettkampf der Olympiasaison. In Halle wird er am Samstag in einem hochkarätigen Feld antreten. Neben Weltmeister David Storl sind mit Ralf Bartels, Candy Bauer und dem Sindelfinger Artur Hoppe weitere nationale Konkurrenten am Start. Dazu kommen mit Tomasz Majewski und Justin Rodhe zwei 21-Meter-Stoßer. Nach langer Wettkampfpause brennt Schmidt darauf, wieder ins Geschehen eingreifen zu können. „Ich freue mich, dass ich nach Monaten endlich wieder mitmachen kann."

Doch ohne die Wettkampfpraxis der Hallensaison fehlt dem Sindelfinger Kugelstoßer auch wertvolle Routine. Deswegen ist Marco Schmidt selbst am gespanntesten auf sein Ergebnis bei den Halleschen Werfertagen. „Ich will schnell im Ring sein und lange hinter der Kugel bleiben. Ich habe gut, viel und ehrgeizig trainiert, mehr kann ich nicht machen", sagt der Kugelstoßer.

Für sein Comeback in Halle hat sich der Athlet des VfL Sindelfingen bewusst keine Weite vorgenommen: „Ich will einen guten Wettkampf machen, Spaß haben und mit mir zufrieden sein", so Marco Schmidt.

Der nächste Wettkampf steht für den Olympiakandidaten schon in der nächsten Woche in Gotha an. Und möglichst bald sollen dann auch die 20 Meter fallen. „Natürlich will ich so schnell wie möglich die 20-Meter-Marke knacken", sagt Schmidt. Man darf also gespannt sein, wie weit die Kugel bei Marco Schmidt, nach der langen Wettkampfabstinenz, fliegen wird.

Presse | Radsport | 16.05.2012

Berner/König wollen weitere WM-Punkte

150 Jahre VfL Sindelfingen: Radball-Europacup am Samstag

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des VfL Sindelfingen erhielt die Radsportabteilung den Zuschlag zur Ausrichtung des Europa-Cup-Finales im Radball. Nachdem Tschechien kurzfristig als Veranstalter absagen musste, bekam Sindelfingen die Zusage.

Bewegt und ereignisreich war die Geschichte des VfL Sindelfingen und besonders die der Radballer schon immer.

Von den Anfängen bis heute: Von ehemals 170 Mitglieder im damaligen Radfahrverein Sindelfingen schrumpfte die Zahl bis Ende der 50er Jahre auf knapp 80. Die Verantwortlichen versuchten diesem Trend entgegenzuwirken und traten 1959 als damals drittkleinste Abteilung dem VfL Sindelfingen bei. Ebenso wechselte man im Dachverband von der RKB Solidarität zum Bund Deutscher Radfahrer. Viele Vereinsmitglieder engagierten sich vorbildlich, es stellten sich viele Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene ein. Erster Höhepunkt war der Aufstieg von Horst und Uwe Bossert in die 2. Bundesliga Ende der 80er Jahre. Sie stiegen zwar gleich wieder ab, aber die neue Formation Horst Bossert und Charles Berry kehrte wieder in die zweithöchste deutsche Spielklasse zurück, der sie einige Jahre angehörte. Außerdem sorgten Charles Berry und Carlos Prieto dafür, dass die Radballer aus der Daimlerstadt auch in internationalen Ergebnislisten auftauchten. 1985 bis 1988 sowie 2001 und 2002 nahm Charles Berry für die USA an der Weltmeisterschaft teil, Carlos Prieto war 2005 und 2006 für Spanien bei der WM.

Aber auch als versierter Veranstalter machten sich die Sindelfinger Radballer einen Namen. Viele Meisterschaften auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene wurden von ihnen ausgerichtet. Höhepunkt war zweifellos in den 80er Jahren im Glaspalast die Ausrichtung des Halbfinals im Europacup. Ende der 90er tat sich dann eine Lücke im Nachwuchsbereich auf, die aktuell durch viel Engagement wieder geschlossen werden soll. Die Sindelfinger können auch feiern: Im Jahr 2000 "100 Jahre Radsport in Sindelfingen" und 2009 "50 Jahre Radball im VfL".

Am Samstag ist die Radsportabteilung, mit Abteilungsleiter Josef Erb an der Spitze, Ausrichter des Finals um den Europapokal. In der Sporthalle Stadtmitte treten ab 14 Uhr die besten zehn Mannschaften aus sechs Nationen an. Der Europacup zählt zur sechsteiligen Qualifikationsserie zur Weltmeisterschaft, die außerdem aus Deutschlandpokal, der Bundesliga, die am 2. Juni in Ehrenberg und Kassel beendet wird, den beiden Final-Five-Turnieren, unter anderem am 3. Oktober in Gärtringen, und der deutschen Meisterschaft am 13. Oktober besteht. An den drei letzten Events nehmen die besten fünf Teams der Bundesliga teil. Bei allen Turnieren werden Wertungspunkte vergeben, wer am Ende vorne liegt, qualifiziert sich für die Weltmeisterschaft.

Vorrundengruppe eins: Favorit in der Gruppe eins ist der amtierende Weltmeister Höchst I aus Österreich (Dietmar Schneider/Patrick Schnetzer). Die Vorarlberger treffen dabei auch auf ihre Vorgänger, denn die beiden Gärtringer Uwe Berner/Matthias König gewannen 2010 in der Stuttgarter Porsche-Arena den Titel. Quasi vor der Haustüre gelten sie als Lokalmatador und werden sicherlich von einer großen Fangemeinde unterstützt. Als augenblicklicher Tabellenzweiter dürften sie die Fahrkarten für die beiden Final-Five-Turniere und für das Meisterschaftsfinale bereits in der Tasche haben. Zudem gewannen Berner/König im Frühjahr in Ehrenberg den Deutschlandpokal und haben damit schon drei Punkte auf ihrem WM-Konto

Lukas Schönenberger und Timo Reichen aus der Schweizer Radballhochburg Mosnang sind vergangenes Jahr jeweils Vierter im Schweizer Pokal und in der Meisterschaft geworden. Sie sollten keineswegs unterschätzt werden, zumal Reichen als damaliger Partner von Peter Jiricek auch schon den Weltmeistertitel gewann. Die beiden Belgier Damen Brecht und Niels Dirikx (HZG Beringen) rütteln gerade an der Vormachtstellung der Genter Teams und belegten bei der WM Rang sechs. Bei der Landesmeisterschaft reichte es schon zu Platz zwei.

Die Sindelfinger Aktiven hätten die Möglichkeit gehabt, mit einer Wildcard für den Ausrichter selbst an diesem Top-Turnier teilzunehmen. Aber sie verzichteten zugunsten des Bundesligisten RC Oberesslingen (Max Bläsi/Stefan Mannes), der seine Haut so teuer wir möglich verkaufen wird. Nach Expertenmeinung sollten Höchst I, Gärtringen und Mosnang die beiden Plätze in der Finalrunde unter sich ausmachen.

Vorrundengruppe zwei: In Gruppe zwei gilt der amtierende Vize-Weltmeister aus der Schweiz, Roman Schneider/Dominik Planzer vom RS Altdorf, von der Papierform her als heißer Anwärter aufs Weiterkommen. Genau wie Österreichs Nummer zwei, Höchst II (Simon König/Florian Fischer), die immer für eine Topleistung gut ist. Sie geht außerdem als Titelverteidiger an den Start und ist aktuell amtierender Vizemeister der Alpenrepublik. Dabei kann Simon König an der Seite von Dietmar Schneider auf mehrere WM-Teilnahmen zurückblicken.

Auch im tschechischen Nationaltrikot tritt ein weiterer Ex-Weltmeister an. Torwart-Hüne Jiri Hrdlicka vom tschechischen SV Svitavka wurde 2008 mit seinem damaligen Partner Radim Hason Weltmeister. In Sindelfingen versucht er zusammen mit Pavel Loskot sein Glück. Gespannt darf man auch auf die RSG Ginsheim sein. In der neuen Formation Roman Müller/Florian Reichert belegte sie im Frühjahr beim Deutschlandpokal hinter Gärtringen Rang zwei und löste damit nicht nur die Fahrkarte zum Europacup, sondern verbuchte auch die ersten beiden Punkte für die WM-Qualifikation. In der Bundesliga lief dafür bislang nicht alles nach Wunsch. Aktuell liegt Ginsheim nur auf Rang sechs und muss um die Teilnahme an den Final-Five-Turnieren und am Meisterschaftsfinale bangen. Komplettiert wird die Gruppe durch die neue Nummer eins aus Frankreich. Frederick Doell/Stephane Bauer vom elsässischen Verein VC Cronenbourg belegten im Vorjahr bei der WM Rang fünf und wollen in Sindelfingen mehr als nur Außenseiter sein.

Finalrunde: Während die beiden Vorrundengruppen ihre Spiele ab 14 Uhr parallel auf zwei Flächen austragen, steigt ab 18 Uhr die Finalrunde nur noch auf einem Spielfeld. Jeweils die beiden Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich dafür, die Vorrundenergebnisse werden mitgenommen. In einem Mini-Turnier werden Sieger und Plazierte ermittelt, die Plätze fünf bis zehn werden ebenfalls ausgespielt. Ab 21 Uhr sorgt dann eine "Aftershowparty" für den Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Mehr Infos unter: www.radball.vfl-sindelfingen.de/ec.php

Presse | Sportakrobatik | 16.05.2012

Trotz Lampenfieber stark

VfL Sindelfingen schneidet in Uhingen gut ab

Am Muttertag sammelten sieben Sportakrobatinnen des VfL Sindelfingen in Uhingen erste Wettkampferfahrungen, für zwei weitere Vereinskameradinnen war es der zweite Wettkampf in voll besetzter Halle. Das Lampenfieber war entsprechend groß.

Die 15-jährige Ann-Sophie Seitter und die zehnjährige Valerie Daßler erturnten sich in der Aufbaustufe A1 den neunten Platz, Celine Slamek (14) und Leonie Kühnel (8) kamen mit einer tollen Leistung auf Rang vier. In der A1-Gruppe zeigten Hanna-Madeleine Bross (11), Sophie Knisel (11) und Pauline Blessing (8) eine gelungene Übung und erkämpften sich den zweiten Platz. Für den kommenden Wettkampf in wenigen Wochen bereitet sich das Trio für die nächsthöhere Aufbaustufe A2 vor.

Da Michelle Henkies (11) und Cecilia Hutter (7) schon Wettkampferfahrung haben, gingen sie in der Aufbaustufe A2 an den Start. Hier waren schwierigere Elemente Voraussetzung. Verletzungsbedingt starteten sie allerdings mit einem geringeren Ausgangswert. Souverän zeigten sie ihre Balance- und Dynamikelemente mit entsprechender Sicherheit und freuten sich über den dritten Platz.

Für die neu gegründete Abteilung des VfL Sindelfingen war es ein erfolgreicher Wettkampf, hatten die Sportlerinnen doch nur wenig Zeit, sich vom ersten Training darauf vorzubereiten. Nun freuen sich alle auf den nächsten Wettkampf im Juli.

Presse | Fußball (Frauen) | 16.05.2012

Ein guter Schluss ziert alles

Oberliga, B-Juniorinnen: Sindelfingen besiegt Nürtingen im Saisonfinale deutlich mit 3:0

Die U17-Juniorinnen des VfL Sindelfingen schlossen die Saison in der Fußball-Oberliga mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den FV 09 Nürtingen ab.

Von Anfang an erspielten sich die Sindelfingerinnen Chancen beinahe im Minutentakt. Sie spielten dabei sehr variabel und suchten ihre Möglichkeiten nicht nur über lange Bälle aus der sicher stehenden Defensive, sondern kamen auch über sehenswerte Ballstafetten vor das gegnerische Tor. Doch eine in der ersten Hälfte gut agierende Nürtinger Torhüterin konnte die bis dahin mehr als verdiente Führung verhindern. Nach der Pause schalteten die Sindelfingerinnen noch einen Gang höher und drängten weiter auf die Führung. Kurz darauf war es Innenverteidigerin Bianca Blöchl vorbehalten nach einem Eckball von Hilal Genc per Kopfball das lang erwartete 1:0 zu markieren. Nun ging es Schlag auf Schlag, und Anna Vidovenyecz konnte mit zwei Toren innerhalb weniger Minuten auf 3:0 erhöhen. Die Nürtingerinnen waren nun auch kräftemäßig nicht mehr in der Lage, dagegen zu halten und Sindelfingen konnte mit angezogener Handbremse dieses Ergebnis über die Zeit bringen.

Für den VfL Sindelfingen spielten:
Hanemann, Brösamle, Blöchl, Uhl, Vorbeck, Ballach, Laukemper, Böhringer, Vidovenyecz, Hofmann, Genc.