Sponsoren

Diese Sponsoren unterstützen derzeit den VfL Sindelfingen.

Informationen zum Sponsorenpool

Presse | Judo | 26.11.2014

Ernste Gesichter bei der Siegerehrung

Der VfL Sindelfingen betrauert den Tod von Julia Knosp / Die U18-Männer erkämpfen bei der süddeutschen Meisterschaft Platz zwei und lösen damit ihr Ticket für Osnabrück

Von Wilfried Vilz

Die Judoka des VfL Sindelfingen betrauern den plötzlichen Tod ihrer Vereinskollegin Julia Knosp. Die 19-Jährige, die im Jugendbereich Pokale und Medaillen von deutschen Titelkämpfen mit nach Hause brachte und eine Stütze des Frauenteams war, ist überraschend in der vergangenen Woche an den Folgen einer Lungenembolie gestorben.

Bei den süddeutschen Mannschafts-Meisterschaften der U18-Männer am Samstag in Kirchberg/Murr trat das VfL-Team deshalb mit Trauerflor an. Sie erkämpften sich die Vizemeisterschaft und damit das Ticket für die deutschen Mannschafts-Meisterschaften am 6. Dezember in Osnabrück. Zu Veranstaltungsbeginn hatten die in Kirchberg angetretenen Kämpferinnen und Kämpfer der Verstorbenen mit einer Schweigeminute gedacht.

Die Kämpfe um den süddeutschen Mannschaftsmeister-Titel begannen für die VfL-Judoka mit der Begegnung gegen das Team des TSV Altenfurt. Tom Meiling, Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm, startete hier mit einem Sieg per Haltegriff über den Altenfurter Johannes Nutz. Anschließend siegte Alexander Schmitt (bis 50 Kilogramm) über den Altenfurter Vitus Schlieper und VfL-Schwergewichtler Milot Jusufi kam mangels Gegner kampflos zu Sieg.

Dann aber musste VfL-Kämpfer Oliver Richter (bis 55 Kilogramm) eine Niederlage gegen den Altenfurter Dominik Röder hinnehmen. Die restlichen drei Kämpfe dieser Mannschaftsbegegnung waren dann wieder eine klare VfL-Angelegenheit: Nikita Pak (bis 60 Kilogramm), Anton Widlroither (bis 66 Kilogramm) und Philipp Haug (bis 81 Kilogramm) brachten vorzeitige Siege nach Hause und schrieben so das 6:1-Schlussergebnis fest.

Zweiter Gegner der Sindelfinger im Pool war die Kampfgemeinschaft BC Karlsruhe/JSC Heidelberg. Hier siegten Tom Meiling und Alexander Schmitt. Dann verlor überraschend VfL-Schwergewichtler Milot Jusufi gegen den Heidelberger Viktor Driller. Dejan Vujaklija (bis 55 Kilogramm) musste anschließend gegen seine badischen Gegner passen und verlor. Anton Widlroither (bis 66 Kilogramm) und Philipp Haug (bis 81 Kilogramm) stellten dann aber mit ihren vorzeitigen Siegen das 5:2-Endergebnis für den VfL sicher.

Im letzten Kampf der Vorrunde hieß Sindelfingens Gegner München-Großhadern. Die favorisierten Bayern begannen allerdings wenig erfolgreich: Zu Beginn mussten sie ein Unentschieden, das Tom Meiling seinem bayerischen Gegner abtrotzte, hinnehmen. Dem folgten zwei Sindelfinger Siege, die von Alexander Schmitt und Milot Jusufi erzielt wurden. Danach unterlagen die Sindelfinger Dejan Vajuklija und Nikita Pak ihren Gegnern. Damit stand es 2:2-Unentschieden. Doch anschließend sorgten Anton Widlroither und Philipp Haug für Klarheit. Die beiden Sindelfinger beendeten ihre Kämpfe vorzeitig und stießen mit dem 4:2-Endergebnis das Tor zur Finalrunde für ihr Team auf.

Als Sieger in Pool B trafen die Sindelfinger nun im Halbfinale den Pool-Zweiten aus Pool A, die Mannschaft des JC Ettlingen. Tobias Wirt, der für Tom Meiling ins VfL-Team kam, besiegte Dominik Krittian mit einem Fußfeger. Alexander Schmitt gewann mit einem Haltegriff. Milot Jusufi kam zweimal mit einem Hüftwurf durch und siegte vorzeitig. Oliver Richter gewann anschließend kampflos, so dass es bereits 4:0 für das VfL-Team �– dem nun der Mannschaftssieg nicht mehr zu nehmen war �– stand. Jan Mollet vom JC Ettlingen blieb es vorbehalten, mit seinem Sieg über den Sindelfinger Nikita Pak den Ehrenpunkt für sein Team zu holen. Anton Widlroither und Philipp Haug machten anschließend mit ihren vorzeitigen Siegen für den 6:1-Endstand und für den Einzug ins Finale.

Dort trafen die Sindelfinger wieder auf Großhadern. Die Münchner waren diesmal besser eingestellt als in der Vorrunde. Tobias Wirt verlor seine Begegnung ebenso wie anschließend Alexander Schmitt. Milot Jusufi siegte zwar anschließend mit einem Schulterwurf und Dejan Vujaklija landete einen Überraschungssieg. Doch dann verlor Anton Widlroither seinen Kampf und obwohl Philipp Haug seinen letzten Kampf ebenfalls gewann, waren die Träume von der Südmeisterschaft beendet: Die VfL-Kämpfer hatten das Finale gegen Großhadern mit 3:2 verloren. Als Trost blieb die Vizemeisterschaft.