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Presse | Leichtathletik | 06.07.2015

Der VfL besteht in der Hitzschlacht

Die Sportler des VfL Sindelfingen treten mit acht Medaillen in den Taschen die Heimreise von den süddeutschen Meisterschaften in Kaiserslautern an

Von unserer Mitarbeiterin Saskia Drechsel

Bei der Hitzeschlacht in Kaiserslautern schlugen sich die Leichtathleten des VfL Sindelfingen beachtlich. Gleich acht Medaillen sahnten die Blau-Weißen bei den süddeutschen Meisterschaften der Aktiven und der Jugendlichen der Altersklasse U18 ab.

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Die Laufbahn glühte an beiden Tagen förmlich, Sprinter verbrannten sich, in ihren Startblöcken sitzend, die Finger. In der Sonne bewegten sich die Sportler trotzdem freiwillig und erzielten erstaunlich gute Leistungen.

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Die erste von vier Sindelfinger Goldmedaillen holte am Samstag Sabrina Lindenmayer. Die Hürdensprinterin konnte in dieser Saison noch nicht an ihre Bestzeit vom letzten Jahr anknüpfen. Die fehlende Spritzigkeit ist einer der Knackpunkte, woran das liegt, darüber kann Trainer Werner Späth auch nur rätseln. Auch mit ihrem Vorlauf am Samstagmittag war Lindenmayer nicht zufrieden. Für das 100-Meter-Hürdenfinale qualifizierte sie sich trotzdem nach ihrem Vorlaufsieg. Im Finale klappte alles dann schon deutlich besser. Lindenmayer schaffte eine Saisonbestleistung und war nach 13,45 Sekunden im Ziel. Da konnte keine Konkurrentin dagegen halten. Die Stuttgarterin Bianca Marten wurde recht deutlich auf Platz zwei verwiesen und die Sindelfinger Athletin holte sich zum wiederholten Mal den Titel bei süddeutschen Meisterschaften. „Das Finale war in Ordnung. Das war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. „Jetzt will ich schauen, was noch geht. Nächste Woche starte ich in der Schweiz und dann kommen auch schon die Deutschen“, so Lindenmayer.

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Drei weitere Meistertitel folgten am Sonntag. Im Kugelstoßen der Männer ging Tobias Dahm als haushoher Favorit in den Wettkampf. Er erzielte im dritten Versuch 19,67 Meter und war in Kaiserslautern nicht zu schlagen. Mit seiner Tagesbestweite schnappte er sich die Goldmedaille.

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Auch Trainingskamerad Michael Salzer durfte sich die Goldmedaille umhängen lassen. Der Diskuswerfer ist nach einer langwierigen Rückenverletzung wieder zurück im Ring und ließ sein Wettkampfgerät am Sonntag auf 55,02 Meter fliegen. Damit sicherte er sich in einer knappen Entscheidung den Meistertitel.

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Für den krönenden Abschluss der Titelkämpfe aus Sindelfinger Sicht waren Joachim Krauth, Patrick Oehler und Bastian Franz zuständig. Sie waren über die 3x1000-Meter-Strecke die schnellsten und nahmen der Konkurrenz aus Schorndorf fast sieben Sekunden ab.

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Für weitere Medaillen wurde auf den Rundbahnen gesorgt. Im 1500-Meter-Rennen stürmte Anna-Karina Becker zur Bestleistung und zum Sieg. Recht langsam war das Rennen gestartet, auf den letzten Metern konnte auch Becker Gas geben und schaffte es auf den dritten Platz. Mit 4:41,74 Minuten durfte sie sich die Bronzemedaille umhängen lassen. „Ich bin ziemlich zufrieden, die Bestzeit hatte ich mir vorgenommen aber bei diesen Temperaturen ist das natürlich nicht einfach“, sagt Becker.

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Silber ging über die 400-Meter-Hürdenstrecke an Yannik Frers. Gerade für die Langhürdenläufer waren die Bedingungen anspruchsvoll und so konnte sich Frers erst später über seine Vizemeisterschaft freuen, zu erschöpft war er im Ziel. In einem couragierten Lauf ging Frers nach zweihundert Metern in die Offensive und lief ein sauberes Rennen. An Quentin Seigel kam Frers nicht vorbei. Hinter dem Offenburger wurden für den Sindelfinger Langhürden-Spezialisten aber sehr gute 53,43 Sekunden gestoppt. „Damit ist Yannik wieder im Bereich seiner Bestzeit gelaufen, ein guter Lauf, die Form stimmt. In Nürnberg will er nun an die 53 Sekunden heranlaufen“, sagt Trainer Sebastian Marcard.

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Lautstark jubelte Peter Esenwein nach seinem fünften Versuch im Speerwurfwettkampf der Männer. Der Sindelfinger Neuzugang ist in dieser Saison noch nicht so richtig in Erscheinung getreten. Er laborierte lange an Ellenbogenbeschwerden, nach der Pause fehlen dem Speerwurf-Routinier die Würfe. Deswegen hatte er es auch in Kaiserslautern nicht einfach. Als Siebter qualifizierte er sich für den Endkampf der besten Acht. Dann gelang ihm ein sauberer Wurf, der auf starke 71,82 Meter flog, pure Erleichterung bei Esenwein, der sich damit die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften gesichert hat, die er schon im letzten Jahr knapp verpasste. „Die Würfe fehlen, aber so langsam geht es wieder und heute hab ich eine Idee davon bekommen, wie weit es gehen könnte“, sagt Esenwein.