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Presse | Turnen | 27.03.2013

Seitpferd als Motivationshilfe

Landesligamannschaft des VfL Sindelfingen feiert ersten Sieg

Von Christian Böhm

Die zweite Mannschaft musste sich in der Bezirksliga dem SGV Murr mit 249:273 Punkten deutlich geschlagen geben.

Das Angstgerät verlieh dieses Mal Flügel: Am Seitpferd turnte die Landesliga-Riege konstant wie in der kompletten Saison nicht. Damit war am Pauschengerät zwar dennoch kein Blumentopf zu gewinnen. Ein Rückstand von „nur" 1,7 Punkten reichte aber, um einen ordentlichen Motivationsschub für den restlichen Wettkampf gegen Spaichingen zu setzen.

Und noch etwas wurde dieses Mal nicht vermisst, fand Trainer Felix Hug, der mit sauber geturnten Übungen seinen Teil zum Erfolg beitrug: „Heute waren alle voll mit dem Kopf dabei", lobte der Trainer, „der Wille zum Sieg war spürbar."

Vor dem letzten Gerät, dem Reck, lautete der Vorsprung vier Punkte. Da das Reck ebenfalls nicht gerade zu den Vorzeigegeräten der VfL-Turner zählt, wurde es noch einmal spannend. Reicht das Polster? Dank einer souveränen Leistung ohne Absteiger und Hänger reichte es dicke - so dicke, dass sogar ein Sieben-Punkte-Vorsprung unter dem ersten Sieg stand.

Ist die Landesligatauglichkeit damit gesichert? Felix Hug zeigte sich vorsichtig optimistisch: „Wir gehörten nicht dorthin", sagte er. Endgültig entschieden wird dies am 20. April. Dann finden in Spaichingen die Relegationswettkämpfe statt, um die die VfL-Turner als Zweitletzte in der Tabelle nicht umhinkommen.

Dort müssen auch die Turner der zweiten Mannschaft nochmals ran. Als Schlusslicht in der Bezirksliga bangen auch sie um den Klassenerhalt. Nach der deutlichen 25-Punkte-Niederlage gegen Murr bleiben sie ohne Sieg. Der war am Sonntag gegen den Tabellenzweiten nie in Reichweite. Die Gäste traten mit zwei Turnern an, die auch in der Oberliga keine schlechte Figur gemacht hätten und der zweiten VfL-Mannschaft nicht den Hauch einer Chance ließen. „Die Mannschaft hat dennoch gut geturnt", lobte Felix Hug, der mit Zuversicht in den Kampf um den Klassenerhalt geht. „Wir haben bis dahin noch 16 Trainingseinheiten. Die werden wir nutzen."

Die Landesliga-Turnerinnen der Spvgg Holzgerlingen schafften in der Relegation den Aufstieg in die Verbandsliga. Tamea Friedl, Tabea Preisendanz, Marie Kier, Katharina Schuhl und Monika Teuber legten am Stufenbarren den Grundstein und machten am Boden dann ihr Meisterstück.

Presse | Turnen | 07.03.2013

Ein Wechselbad der Gefühle

Die großen Schwierigkeiten mit dem Schwebebalken

Von Christian Böhm

Nach dem ersten Wettkampftag lag die Mannschaft, mit Turnerinnen aus Sindelfingen, Böblingen und Öschelbronn, noch abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Grund für diese Platzierung war das Zittergerät Schwebebalken. Während man an den anderen Geräten problemlos mit der Konkurrenz mithalten konnte, verlor die Riege am Schwebebalken aufgrund einiger unfreiwilliger Absteiger viele wertvolle Punkte.

Am zweiten Wettkampftag präsentierte sich dann ein ganz anderes Bild. Nach drei von vier Geräten lagen die jungen Turnerinnen auf einem hervorragenden vorderen Tabellenplatz.

Abschließend folgte dann der Schwebebalken, wo die Turnerinnen dann plötzlich zeigten, was tatsächlich in ihnen steckt. Sicher vorgetragene Übungen bescherten dem 4. Team der WKG knapp zehn Punkte mehr als noch vor einer Woche. Am Ende des zweiten Wettkampftages sprang dann ein hervorragender zweiter Platz heraus. Der Sieg ging an die Kaderturnerinnen aus Böckingen.

In der Verbandsliga, der zweithöchsten Liga in Württemberg, spielt sich ein ähnliches Bild wie in der Bezirksliga ab. Hier belegt die dritte Mannschaft der WKG nach zwei Wettbewerben Platz sieben. Was nach Abschluss der Saison einen weiteren Wettkampf um den Verbleib in dieser Klasse bedeuten würde.

Zum Start in Esslingen-Berkheim zeigten die Turnerinnen eine geschlossene Mannschaftsleistung im Rahmen ihrer Möglichkeiten. An keinem der vier Geräte kam es zu größeren Patzern und so belegte das Team am Ende Tabellenplatz sechs. Am zweiten Wettkampftag in Ingelfingen starteten die jungen Turnerinnen am Schwebebalken. Dieser Auftakt ging völlig daneben. Gleich neun unfreiwillige Absteiger sorgten für einen ordentlichen Punkterückstand auf die anderen Mannschaften.

Nach einer kurzen Schockphase rappelte sich das junge Team aber wieder auf und kämpfte sich Punkt für Punkt wieder zurück. Nach Abschluss aller 4 Geräte lag die Riege auf dem letzten und achten Tabellenplatz, konnte aber bis auf einen Punkt wieder an die siebtplatzierte Mannschaft rankommen. Dieser Kampfgeist zeigt, dass in der Verbandsliga noch nicht alles verloren ist. Die Turnerinnen haben es noch selbst in der Hand die Relegationsplätze zu verlassen. Mit ein wenig Glück und sicheren Übungen sollte dies auch zu schaffen sein.

Presse | Turnen | 25.02.2013

Ergebnisse werden immer knapper

VfL Sindelfingen

So langsam kommen die Turner des VfL Sindelfingen auf Wettkampftemperatur. Auch wenn dieses Ligawochenende für beide Riegen noch keinen Sieg einbrachte, werden die Gegner schlagbarer und die Ergebnisse knapper. So knapp, dass das Bezirksligateam nur mit 0,7 Punkten gegen den GSV Erdmannshausen unterlag.

"Das war sieben Mal die Zehen nicht gestreckt", haderte VfL-Trainer Felix Hug mit dem Schicksal. Denn die Leistung am dritten Wettkampfwochenende stimmte. "Die Übungen werden immer besser", freute sich Hug. Luft nach oben gibt es dennoch, aber die zwei dringend nötigen Siege in den verbleibenden drei Wettkämpfen könnten durchaus drin sein.

Die sollte auch das Landesligateam schaffen. Gegen die TSG Backnang II fehlten beim 257,45:278,0 noch einige Punkte. "Aber wir waren immer knapp am Gegner dran", betonte Felix Hug. Erneut erwies sich das Seitpferd als Problemgerät. Aber auch an den übrigen Geräten sieht Felix Hug noch Optimierungsmöglichkeiten. Zu oft passiere es noch, dass die Übungen im Training bestens klappen, sobald die Kampfrichter aber zuschauten, sei das Verlassen des Gerätes programmiert. Den Aufwärtstrend erkennt Hug bei beiden Riegen, der Klassenerhalt ist das Ziel. Für die Dramaturgie der Saison wäre das nicht schlecht: Die beiden letzten Wettkämpfe finden im März vor heimischem Publikum gegen bezwingbare Riegen im Ligafeld statt.

Presse | Turnen | 22.02.2013

Felix Hug verbreitet Zuversicht

Knappe Niederlagen für die Riegen des VfL Sindelfingen

Von Christian Böhm

„Das war sieben Mal die Zehen nicht gestreckt": VfL-Trainer Felix Hug haderte mit dem Schicksal, das seine Nachwuchsriege so knapp um den ersten Sieg gebracht hatte. Denn die Leistung am dritten Wettkampfwochenende stimmte dieses Mal.

„Die Übungen werden immer besser", freute sich Hug. Heißt: Das Endergebnis hätte auch zugunsten der Sindelfinger lauten können. Dennoch bedeutet dies nicht, dass keine Luft mehr nach oben ist: „Wir können uns noch an allen Geräten verbessern", meinte der Coach. Deshalb sieht er auch der zweiten Saisonhälfte mit Zuversicht entgegen: „Wir sind in der Bezirksliga angekommen", sagte er. Die zwei notwendigen Siege in den letzten drei Wettkämpfen könnten da durchaus noch drin sein.

Die sollte auch die erste Mannschaft in der Landesliga schaffen. Am Wochenende haben hierzu gegen die TSG Backnang II mit 257,45:278,0 noch einige Punkte gefehlt. „Aber wir waren immer knapp am Gegner dran", betonte Felix Hug. Und vielleicht hätte es auch zum Sieg gereicht - wenn, ja wenn da das Seitpferd nicht gewesen wäre. Viele Patzer am Dauer-Problemgerät kosteten auch dieses Mal wieder wichtige Punkte. Aber auch an den übrigen Geräten sieht Felix Hug noch Optimierungsmöglichkeiten. „An der Schwierigkeit der Übungen liegt es nicht, das Problem ist die Stabilität", lautete seine Analyse. Zu oft passiere es noch, dass die Turner ihre Übungen im Training bestens absolvieren, sobald die Kampfrichter aber zuschauten sei das Verlassen des Gerätes programmiert.

Den Aufwärtstrend erkennt Hug indes bei beiden Riegen deutlich. Der soll nun durch intensives Training erhalten werden, damit die für den Klassenerhalt wichtigen Siege sich noch einstellen. Für die Dramaturgie der Saison wäre das nicht schlecht: Die beiden letzten Wettkämpfe finden Mitte März vor heimischem Publikum statt. Gegner: die am ehesten bezwingbaren Riegen im Ligafeld.

Presse | Turnen | 08.02.2013

Probleme mit dem Pauschenpferd

Die Sindelfinger Riegen verpatzen den Saisonstart

Von Peter Maier

Die Landesliga-Mannschaft musste sich mit 267,5:279,05 Punkten den Gästen aus Wernau geschlagen geben. Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen. „Wir haben den Wettkampf am Pauschenpferd verloren", analysierte Trainer Felix Hug anschließend die Niederlage. Sechs Mal stiegen die vier VfL-Turner an diesem Gerät ab. Zu oft, um am Ende die Nase vorne zu haben. Hinzu kam, dass auch an den Ringen nicht alles optimal lief. „Dumm verturnt", lautete der Kommentar Hugs zur Leistung seiner Turner in diesem Durchgang.

Gute Leistungen, die für die nächsten Begegnungen hoffen lassen, gab`s hingegen an Sprung und Boden. „Wenn wir am Seitpferd noch stabiler werden, dann sind wir landesligatauglich", lautete das Fazit des Trainers. Den Beweis kann das VfL-Team am Samstag, 16. Februar erbringen, wenn es auswärts gegen die TSG Backnang II antritt.

Mit einer ausgedünnten Mannschaft trat die zweite VfL-Mannschaft gegen Ingersheim-Sersheim an. Sechs Punkte fehlten am Schluss zum Sieg, der von Beginn an in weiter Ferne lag, da die Sindelfinger Turner an sämtlichen Geräten nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Felix Hug erkannte dennoch eine Verbesserung gegenüber dem ersten Wettkampf und sprach von „steigender Tendenz". Die kann die Riege auch gut gebrauchen. Denn erst im März wird sie in Vollbesetzung an die Geräte gehen. Den nächsten Wettkampf in Erdmannshausen am 17. Februar müssen die Turner noch in reduzierter Besetzung absolvieren.

Presse | Turnen | 31.01.2013

Alles neu in der neuen Saison

Der VfL Sindelfingen startet am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum

Von Christian Böhm

Neue Ligen, neue Gegner, neue Turner: Trainer Felix Hug und seine Mannen betreten in dieser Saison Neuland. Deshalb kann der Coach auch wenig darüber sagen, was seine Riegen erwarten wird.

Nur so viel ist klar und realistisch: Der Blick der VfL-Turner wird nicht nach oben in die nächsthöheren Ligen zeigen. Klassenerhalt ist angesagt. Schließlich ist es eine ambitionierte Sache, mit zwei Riegen im Ligabereich mitzuturnen.

Hug hat deshalb junge Turner aufgebaut, die noch über wenig Wettkampferfahrung verfügen, vorwiegend in der zweiten Riege zum ersten Mal Ligaluft schnuppern und zusammen mit den altbewährten Kräften zu einem Team zusammenwachsen sollen. Der jüngste Gerätekünstler des VfL ist gerade mal zwölf Jahre alt. „Wir sind gespannt, wie wir uns schlagen werden", meint Felix Hug. Im Training legten die rund 15 Turner in den vergangenen Wochen zumindest einen gewissen Fleiß an den Tag.

„Auch wenn es immer noch etwas mehr sein könnte", wie Hug anmerkt. So ist es zum Beispiel noch nicht gelungen, die Dauerschwäche am Seitpferd zu bekämpfen. Dafür gibt es Fortschritte vor allem am Sprung und an den Ringen, die den Trainer mit Zuversicht in die Saison gehen lassen.

Auch wenn die VfL-Gegner noch die großen Unbekannten sind, hat Felix Hug schon einen Feind geortet, der seinen Riegen das Leben schwer macht: Die hohe Ausfallquote - sei es durch Verletzung oder weil der eine oder andere Turner an bestimmten Terminen nicht zur Verfügung steht.

Schwierige Situationen entstehen vor allem dann, wenn zu wenige Leute anwesend sind, die an allen sechs Geräten antreten können. Mit diesem Problem hatte die Bezirksligamannschaft am vergangenen Wochenende beim vorgezogenen Auftakt in Schmiden zu kämpfen. Mit nur fünf Turnern setzte es eine 236,85:263,4-Niederlage, die ohne Ersatzschwäche sicherlich nicht so hoch ausgefallen wäre.

Am Sonntag geht es für beide Mannschaften dann vor heimischem Publikum richtig los. Ab 15 Uhr turnt die erste Mannschaft gegen den TSV Wernau, die zweite Mannschaft empfängt zeitgleich die TG Ingersheim/Sersheim. Die Begegnungen werden als Doppelwettkampf in einem Durchgang geturnt, sodass für die Zuschauer in der bewirteten Halle jede Menge Kunstturnen geboten sein wird.

Info

Die beiden Riegen des VfL Sindelfingen bestreiten ihre Heimwettkämpfe am Sonntag, 3. Februar, am Sonntag, 17. März und Sonntag, 24. März jeweils Doppelwettkämpfe in der Halle des Goldberggymnasiums. Beginn ist dabei immer um 15 Uhr.

Presse | Turnen | 31.01.2013

Alles neu vor dem Ligastart

VfL Sindelfingen erstmals mit zwei Riegen an den Geräten

Am Sonntag beginnt für die Turner des VfL Sindelfingen die Ligasaison mit einem Heimwettkampf in der Sporthalle des Goldberggymnasiums. Erstmals gehen zwei Riegen in der Landes- und der Bezirksliga an die Geräte.

Neue Ligen, neue Gegner, neue Turner: Trainer Felix Hug und seine Mannen betreten in dieser Saison Neuland. Deshalb kann der Coach auch wenig darüber sagen, was seine Riegen erwarten wird. Nur so viel ist klar und realistisch: Der Blick der VfL-Turner wird nicht nach oben in die nächst höheren Ligen zeigen. Klassenerhalt ist angesagt. Schließlich ist es eine ambitionierte Sache, mit zwei Riegen im Ligabereich mitzuturnen. Hug hat deshalb junge Turner aufgebaut, die noch über wenig Wettkampferfahrung verfügen, vorwiegend in der zweiten Riege zum ersten Mal Ligaluft schnuppern und zusammen mit den altbewährten Kräften zu einem Team zusammenwachsen sollen. Der jüngste Gerätekünstler des VfL ist gerade erst zwölf Jahre alt. "Wir sind gespannt, wie wir uns schlagen", meint Felix Hug. Im Training legten die rund 15 Turner in den vergangenen Wochen zumindest einen gewissen Fleiß an den Tag. "Auch wenn es immer noch etwas mehr sein könnte", wie Hug anmerkt. So ist es zum Beispiel noch nicht gelungen, die Dauerschwäche am Seitpferd zu bekämpfen. Dafür gibt es Fortschritte vor allem am Sprung und an den Ringen, die den Trainer mit Zuversicht in die Saison gehen lassen.

Auch wenn die VfL-Gegner noch die großen Unbekannten sind, hat Felix Hug schon einen Feind geortet, der seinen Riegen das Leben schwer macht: die hohe Ausfallquote, sei es durch Verletzung oder weil der eine oder andere an bestimmten Terminen nicht zur Verfügung steht. Schwierige Situationen entstehen vor allem dann, wenn zu wenige Leute anwesend sind, die an allen sechs Geräten antreten können. Mit diesem Problem hatte die Bezirksligamannschaft am vergangenen Wochenende beim vorgezogenen Auftakt in Schmiden zu kämpfen. Mit nur fünf Turnern setzte es eine 236,85:263,4-Niederlage, die ohne Ersatzschwäche sicherlich nicht so hoch ausgefallen wäre. Am Sonntag geht es für beide Mannschaften vor heimischem Publikum richtig los. Ab 15 Uhr turnt die erste Mannschaft gegen den TSV Wernau, die zweite Mannschaft empfängt zeitgleich die TG Ingersheim/Sersheim. Die Begegnungen werden als Doppelwettkampf in einem Durchgang geturnt, so dass die Zuschauer in der bewirteten Halle jede Menge Kunstturnen geboten bekommen.

Heimwettkämpfe als Doppelwettkampf:
Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr: VfL Sindelfingen - TSV Wernau (Landesliga); VfL Sindelfingen - TG Ingersheim/Sersheim (Bezirksliga)
Sonntag, 17. März, 15 Uhr: VfL Sindelfingen - TSV Dunningen (Landesliga); VfL Sindelfingen - VfL Waiblingen (Bezirksliga)
Sonntag, 24. März, 15 Uhr: VfL Sindelfingen - WKG Spaichingen/Gölsdorf I (Landesliga); VfL Sindelfingen - SGV Murr (Bezirksliga)
Auswärtswettkämpfe Landesliga:
16. Februar bei der TSG Backnang II
2. März gegen WKG Villingendorf-Rottweil I
9. März gegen KTV Heilbronn II
Bezirksliga:
17. Februar gegen GSV Erdmannshausen
2. März gegen MTV Ludwigsburg II.

Presse | Turnen | 14.12.2012

„Es hat halt nicht sollen sein“

Die WKG Gäu-Schönbuch steigt aus der 3. Bundesliga ab

Von Christian Böhm

„Die Mädels haben ihr Bestes gegeben und dennoch hat es am Ende halt nicht sollen sein", sagte Trainer Carsten Stenitschka.

Gleich zum Auftakt bewiesen die Damen kein glückliches Händchen, als vier Turnerinnen das Gerät unfreiwillig verlassen mussten. Besser lief es dann am Schwebebalken. Hier zeigten sich die Turnerinnen der WKG von ihrer besten Seite und glänzten mit sicher gezeigten Übungen.

Am Boden, einem der Paradegeräte lief es genau so reibungslos weiter: Eine Schraube nach der anderen wurde sicher in den Stand gestellt. Den krönenden Abschluss einer tollen Bodenübung zeigte Sarah Nolle, die ihren Doppelsalto rückwärts sicher in den Stand stellte.

Vor dem abschließenden Sprung lag die WKG allerdings schon ein gutes Stück hinter den führenden Mannschaften zurück. Aber fünf sicher geturnte Tsukaharas am Sprungtisch sorgten dann nochmals dafür, dass die Riege den letzten Tabellenplatz noch verlassen konnte und sich an der TG Vaitshöchheim vorbei auf Rang sechs vorbeischieben konnte.

„Alles in allem war es ein toller Wettkampf, die Mädels haben alles gezeigt, was sie drauf hatten. Leider mussten wir uns am Ende Mannschaften geschlagen geben, die einfach in eine andere Liga gehören und sich mit internationalen Spitzenturnerinnen verstärkt haben", lautete die Bilanz von Carsten Stenitschka.

Jetzt gilt alle Konzentration der Regionalliga. „Dort werden wir weiter auf Turnerinnen aus den eigenen Reihen setzen und versuchen dort ein gehöriges Wörtchen mitzureden", erklärte Carsten Stenitschka nach dem Abstieg.

Presse | Turnen | 07.11.2012

„Nguyen und Hambüchen sind Ansporn“

Heinrich Reidelbach, Abteilungsleiter der Sindelfinger Turner, über den Deutschland-Pokal in der Sommerhofenhalle und den Turn-Nachwuchs

Von unserer Mitarbeiterin Jessica Gehring

Es war ein erfolgreiches Wochenende für den VfL Sindelfingen. Insgesamt schauten über die Tage verteilt 600 Zuschauer den rund 200 aktiven Nachwuchsturnern beim Deutschland-Pokal zu. Spektakuläre Übungen an den sechs Geräten und die perfekte Organisation des VfL sorgten für eine gelungene Jubiläums-Veranstaltung im Rahmen von 150 Jahre VfL Sindelfingen.

Die SZ/BZ führte am Rande der Veranstaltung ein Gespräch mit dem Abteilungsleiter Turnen Heinrich Reidelbach.

Herr Reidelbach, sind Sie zufrieden mit den Zuschauerzahlen und der Veranstaltung allgemein?
Heinrich Reidelbach: „Wir sind hier alle wirklich sehr zufrieden. Mit der Resonanz von den Turnern und natürlich mit den Zuschauerzahlen. Das alles zeigt, was für ein hochkarätiges Sportereignis das hier ist."

Wie aufwendig war es das Event zu organisieren und wie haben Sie es gestemmt?
Heinrich Reidelbach: „Das geht nur mit Freiwilligen, die mit anpacken. Wir organisieren seit Mai und hatten für das Wochenende etwa 120 hoch motivierte, ehrenamtliche Helfer."

Wie musste man sich als Turner für diese Veranstaltung qualifizieren?
Heinrich Reidelbach: „Eine besondere Qualifizierung gibt es nicht, aber hier turnen nur die besten Nachwuchsturner aus Ländermannschaften und Jugendaltersklassen des Deutschen Turnerbunds. Jede Auswahl hat ihre besten Turner geschickt, man kann also sagen: Hier ist Deutschlands zukünftige Elite vor Ort."

Wie beurteilen Sie die Leistungen am Turnierwochenende?
Heinrich Reidelbach: „Ich war extrem überrascht, wie weit unsere jüngeren Turner im Schüler-Alter sind. Ihre Körperspannung und die Technik waren begeisternd. Sie haben einfache Übungen mit größter Präzision und sehr fundierter Arbeit geturnt."

Wie steht es denn allgemein um den Turn-Nachwuchs? Gibt es einen Mangel?
Heinrich Reidelbach: „Nein, die Nachwuchs-Arbeit ist breit angelegt. Die Chancen sind groß hier die wirklich großen Talente von morgen zu entdecken - unter anderem bei Veranstaltungen wie dieser. Speziell wir beim VfL erleben eine permanent steigende Nachfrage, die wir gar nicht bedienen können. Soviel Hallen- und Übungsleiterkapazität haben wir leider nicht."

Was bedeutet es für die Sportler, bei dieser Veranstaltung erfolgreich zu sein?
Heinrich Reidelbach: „Erstens Mal den Titel Deutschland-Pokal-Sieger. Aber vor allem für die jungen Talente ist entscheidend, dass die hier erzielten Ergebnisse als Richtwert im Bereich der Talentsichtung dienen und zur Qualifikation für den Bundeskader. Am Samstag hat der Deutsche Turnerbund-Chef Andreas Hirsch den ganzen Tag zugeschaut und Turner beobachtet. Das ist für alle hier eine Ehre - und Motivation."

Was motiviert gerade 15- bis 18-Jährige zu dieser trainingsintensiven Sportart?
Heinrich Reidelbach: „Es sind Menschen wie Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen. Sie inspirieren und sind den Jungen Vorbilder. Besonders nach den erfolgreichen Olympischen Spielen in London. Das ist der größte Ansporn. Hier konnten sie sehen, was sie erreichen können - und mit Sicherheit auch werden."

Info

Weitere Informationen zum Turnen in Sindelfingen und zum Deutschen Turnerbund gibt es unter den Adressen www.vfl-sindelfingen-turnabteilung.de und unter www.dtb-online.de im Internet.

Presse | Turnen | 06.11.2012

Ums Pferd kreiseln wie Fabian Hambüchen

Beim Deutschland-Pokal in der Sindelfinger Sommerhofenhalle präsentierten sich die Besten des deutschen Nachwuchses

Drei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen - das hat es bei den deutschen Turnern schon lange nicht mehr gegeben. Wie geht`s nach diesem Erfolg weiter? Der Deutschland-Pokal in der Sindelfinger Sommerhofenhalle präsentierte am Wochenende, wie es um den männlichen Nachwuchs der Republik bestellt ist.

Von Michael Stürm

Von den neunjährigen Turnknirpsen bis zu den Musterathleten auf dem Sprung in den Nationalkader: Die Sommerhofenhalle war zwei Tage lang Arena für die besten Gerätturner aus den deutschen Turnverbänden. Die Turner gingen in vier Altersgruppen von neun bis 18 Jahren an den Start und demonstrierten, wer das Zeug besitzt, um in den nächsten Jahren vielleicht einmal die Hambüchens und Nguyens zu beerben.

Dass das Potenzial vorhanden ist, unterstrich dieser Wettbewerb. An den sechs Turngeräten war sowohl der junge Bursche zu beobachten, der mit voller Konzentration den Seitpferdpilz umkreiselte oder vom Minitrampolin senkrecht in die Höhe schnellte, als auch der gestandene Kunstturner, der in Sindelfingen an die Geräte ging, um einen der begehrten Plätze in der B-Nationalmannschaft zu ergattern.

Wer in dieser Liga turnt, muss den Kampfrichtern Kürübungen präsentieren, die bereits internationales Niveau bieten. So gab es für die rund 400 Zuschauer vor allem am Samstagabend bei den 15 bis 18-Jährigen manch` einen turnerischen Leckerbissen zu sehen, wie zum Beispiel am Sprung einen Handstützüberschlag mit anschließendem Dreifachsalto vorwärts - eine Höchstschwierigkeit, bei der der Körper mit maximaler Drehzahl um die eigene Achse dreht. Der Lohn für das aufwendige Training, das hinter solchen Übungen steckt, ist einer der begehrten B-Kader-Plätze. Damit zählen die Turner nicht nur zur erweiterten Nationalmannschaft, sondern gelangen auch in den Genuss der Sportförderung.

Für Andreas Hirsch, Cheftrainer der deutschen Gerätturner, war der Deutschland-Pokal deshalb ein Wettkampf, den er sich nicht entgehen lassen wollte. Der Jogi Löw der deutschen Kunstturner schaute sich zwei Tage lang genau an, was der Nachwuchs an den Turngeräten zu bieten hatte. "Das ist für mich eine wichtige Bestandsaufnahme", meinte er. Vor allem bei den Jüngsten. Die betreten beim Deutschland-Pokal zum ersten Mal das nationale Parkett und ermöglichen den Trainern erstmalig einen Leistungsvergleich der Basis.

Der Bundestrainer kommt zur Bestandsaufnahme

Für Andreas Hirsch war das aber nur ein Aspekt, der diese Veranstaltung so wichtig macht. Auch die pädagogische Komponente wollte der Bundestrainer aus Berlin nicht unterschätzen: "Für die jungen Turner", betonte er, "ist es auch sehr wichtig, dass sie sich zu einem Team zusammenfinden und einmal vor großer Kulisse turnen können".

Für diese war in der Sommerhofenhalle während beider Tage gesorgt. Das Publikum begleitete die Wettkämpfe mit Begeisterung und viel Applaus - egal, ob es sich um eine gewagte Schraubenkombination bei den "Großen" handelte oder einer der Jungstars mit bis in die Zehen gespanntem Körper am Barren ganz elegant einen Handstand in die Höhe drückte. Groß war der Jubel der Zuschauer vor allem, als bei den Jüngsten das Team des Schwäbischen Turnerbundes (STB) auf dem ersten Platz landete. Auch bei den Ältesten galten die Lokalmatadoren als Favoriten. Doch aus der Titelverteidigung des vergangenen Jahres wurde nichts: Verletzungsgründe zwangen zum Rückzug der Riege.

Nicht nur für die Turner an den Geräten bedeutete der Deutschland-Pokal zwei Tage lang Höchstleistungen. Auch die Turnabteilung des VfL Sindelfingen, die diesen Wettkampf anlässlich des 150. Geburtstages des Vereins an Land zog, musste drei Tage lang sämtliche Kräfte mobilisieren, um diesen Wettkampf über die Bühne zu bringen. Neben dem Geräteauf- und -abbau (die Turngeräte füllten alleine drei große Container) mussten neben den Besuchern rund 200 Turner und jede Menge Kampfrichter betreut werden.

VfL-Abteilungsleiter Heinrich Reidelbach zeigte sich dann auch sehr zufrieden, dass so viele Zuschauer in die Halle fanden, vom Deutschen Turnerbund gab`s viel Lob dafür, dass sich der Nachwuchs in Sindelfingen vor bestens organisierter Kulisse präsentieren konnte.