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Presse | Triathlon | 03.08.2013

VfL-Triathletin Hanna Philippin auf dem Weg zur Weltspitze

Hanna Philippin vom VfL Sindelfingen ist auf dem Weg zur Weltspitze / Platz neun beim Weltcup in Hamburg soll erst der Anfang für die Renningerin gewesen sein

Von Philipp Gerber

Wer morgens zerknirscht aufsteht, hat am Tage die besten Entfaltungsmöglichkeiten." - Zitat von Hanna Philippin auf der Homepage ihres Triathlon-Teams.

Es ist Freitagmorgen. Punkt acht Uhr. Trainingsfrei. Am Tag vor ihrem Geburtstag, den Hanna Philipp heute feiert, spricht einiges dafür, einfach mal zerknirscht zu sein und mit Kaffee in der Hand seiner Morgenmuffeligkeit nachzugehen. Pustekuchen. Doch die Renningerin, die heute 22 Jahre alt wird, macht den Eindruck, als ob die Morgenstunde ihr zum Frühstück eine Portion Gold in den Mund geschoben hätte. Quietschfidel ist Hanna Philippi und fängt an zu erzählen. Wie sehr es ihr am Olympiastützpunkt in Saarbrücken gefällt. Dass die Stadt zwar kleiner sei als Stuttgart und Umgebung, aber „alles hat, was man braucht".

Das französische Flair an der Saar hat es der Studentin von der Fern-Uni Ansbach angetan: Man kann sich in der Stadt durchaus gemütlich in ein Café setzen." Der Grund, weit weg von Daheim neue Zelte aufzuschlagen, war vor vier Jahren dennoch ein anderer. Bis heute ist er gleich geblieben: „Das ist ganz was anderes als früher. Wo ich früher eine halbe Stunde zum Badezentrum in Sindelfingen gebraucht habe, gehe ich heute einfach die Treppe runter." Deshalb ist Hanna Philippin auch noch tiefenentspannt, obwohl sie in 15 Minuten zur Massage muss - Physiotherapeut und Arzt sind selbstverständlich auch im Haus. „Ich habe mir das hier ja nach einer Probewoche ganz bewusst ausgesucht, erzählt die Triathletin vom VfL Sindelfingen.

Sportlich war der Schritt genau richtig. Das kann man zwei Wochen nach Platz neun beim ITU World Triathlon in Hamburg gar nicht anders konstatieren. Salopp gesprochen: Hanna Philippin hat einen rausgelassen. Nicht nur den nächsten Schritt auf der sportlichen Karriereleiter gemacht, sondern vom Küken der Nachwuchssportler auf Augenhöhe mit den bunten Vögeln der internationalen Dreikampf-Szene gestiegen. Die Junioren-Europameisterin ist mit Platz neun im Top-Starterfeld mehr als flügge geworden. Nach einem wie sie selbst sagt durchwachsenen Saisonstart" mit Verletzung, vierwöchiger Oberschenkelzerrungs-Zwangspause und einer ersten Laufeinheit danach"bei der U23-Europameisterschaft hat das heutige Geburtstagskind vor unklarer Prognose in der Hansestadt ein starkes Resultat erzielt: Das Ergebnis war der Hammer. Als eine der jüngsten Starterinnen im Feld war das Ziel moderat: Unter den besten 25 wäre optimal gewesen.

Es reichte zu weit mehr. Und dabei hat Philippin neben der ersten Top-10-Platzierung in der Elite noch an Erfahrung gewonnen: Das Schwimmen ist schon anders. Härter, der Kampf um die Wendeboje beispielsweise. Da wurde richtig gekloppt. Zwischen Platz zwölf und 15 lag die Studentin des Internationalen Managements in Laufrunde eins (da hat sich alles gut angefühlt). In der zweiten Runde ging dann unter dem „unglaublichen Applaus der Zuschauer"noch mehr: Da ist der Turbo gekommen. Nach dem Zieleinlauf war ihr das Erreichte dann gar nicht wirklich bewusst: Ich hatte mich gefreut, klar. Aber bis ich den Erfolg realisiert hatte, ist eine Weile vergangen."

In ihrer langen Saison tat es gut, etwas Gas aus dem Training nehmen zu dürfen und noch mehr Ruhe zu finden. Dann kommt am 24. August der Triathlon in Stockholm, bevor bei der deutschen Meisterschaft in Hannover „ein intensives Training" angesetzt ist und es Richtung Jahreshöhepunkt geht: der U23-Weltmeisterschaft Mitte September in London. Für das Championat waren die Ziele im April moderat gesetzt erst mal qualifizieren. Jetzt hat sich die Anspruchshaltung schon verändert, sagt Hanna Philippin mit breiter Brust: Eine Platzierung unter den ersten Zehn erscheint nach Hamburg als fast logische Schlussfolgerung.

Zu den aktuellen Doping-Enthüllungen hat die junge Sportlerin eine klare Haltung: „Schade, dass sich manche so weiterhelfen müssen. Auch wenn das Thema auf ihrer olympischen Distanz derzeit nicht hochkocht. Hanna Philippin bekämpft den Verdacht aktiv mit drei bis vier Kontrollen im Monat. Gerne mal morgens um sechs Uhr. Auch das klappt gut in Saarbrücken: Hier bleibe ich noch eine Weile, bin richtig, wenn ich weiter nach vorne will. Jetzt muss sie aber auch los, den Tag sich entfalten lassen. Es ist trainingsfrei. Also ab zur Massage. Danach etwas Athletik in der Gruppe. Vielleicht noch vier Kilometer schwimmen. Am freien Nachmittag ein bisschen waschen und putzen. Ach ja, und einen Kuchen backen. Für den Geburtstag.

Info

Mehr zum Thema unter anderem bei der Triathlon-Abteilung des VfL Sindelfingen unter Hanna Philippin im Internet.

Presse | Triathlon | 23.06.2012

Die Dreikampf-Grippe ist längst chronisch

Seit 1988 hat der Virus den 57-jährigen Hans-Joachim Rérat fest im Griff / SZ/BZ-Serie zum 150-jährigen Jubiläum des VfL Sindelfingen

Von unserem Mitarbeiter Philipp Gerber

Es ist Mittwochvormittag. Mitten im Juni. Doch durch das Fenster von Hans-Joachim Rérats Büro zeigt der Sommer seine wüste Fratze. Ab und zu spritzt Freund Wetter die Kollegen des 57-jährigen Polizisten auf dem Gelände der Böblinger Wildermuth-Kaserne durch seine Wolken ein bisschen nass. Schön ist anders.

Das war es auch damals. 1988, als Rérat bei seinem ersten Triathlon ins Wasser sprang. 16 Grad hatte das und war alles andere als einladend. Doch der gebürtige Freiburger mit Schweizer Pass kämpfte sich durch. Als Zweitletzter kletterte er aus dem Becken und schaffte es irgendwie bis ins Ziel. Zwei Jahre später wurde er dann beim gleichen Wettkampf Zweiter. Hajo Rérat war infiziert - eine schlimme Triathlon-Grippe, die über die Jahre chronisch geworden ist. Seit der Hauptkommissar 1995 in der Böblinger Kaserne beruflich Station gefunden hat, mischt Rérat bei den Sindelfinger Triathleten mit. Nicht ohne Folgen für die Abteilung: „Ich bin hier sehr bald ins Trainergeschäft eingestiegen."

Die Zeiten waren schlecht für die Ausdauerdreikämpfer. Familie Stahl, voran mit den beiden Brüdern Axel und Michael, hatte sich aus der Führung gelöst. Insbesondere war davon der Trainingsbetrieb betroffen. Hajo Rérat erinnert sich: „Da hätten wir fast zumachen müssen." Doch statt den Kopf in den Sand oder ins Schwimmbecken zu stecken und auf organisatorische Tauchstation zu gehen, schüttelten sich Rérat und die restlichen Triathleten und probierten ihre Strukturen auf Neu.

Für den passionierten Skifahrer, der sowohl eine Lizenz als Coach für Alpin wie für Langlauf besitzt, bedeutete das: Nicht mehr nur zum Schwimmen ins Badezentrum springen, sondern gleich noch ins VfL-Trainergeschäft. Für den ehemaligen Leichtathleten auch eine Art ausgelebter Passion. Und eine konsequente Weiterentwicklung seiner beruflichen Tätigkeit in Böblingen im Privatleben. Neben Öffentlichkeitsarbeit und Sportsachbearbeitung bekleidet Hajo Rérat auch den aktiven Part im Bereich Gesundheitsmanagement. Sprich, den Übungsleiterposten im Kreis der Kollegen füllt er ebenso aus wie im Verein. „Lehrer, Trainer, Übungsleiter", sagt der lizensierte Ernährungsberater, „das ist meine Welt."

War sie schon zu Zeiten des Studiums in Freiburg. Warum das so ist? „Zum Pädagogen ist man geboren", stellt Rérat nüchtern, aber mit einem Lächeln im Gesicht fest. Damit meint er, dass man von seiner Persönlichkeit quasi ab Werk einiges an Sonderausstattung mitbringen sollte: „Man muss gut mit Leuten umgehen können." Alter darf da keine Rolle spielen. Kind und Kegel sollten keine Rolle spielen: „Wichtig ist, jeden so zu akzeptieren, wie er ist." Und das gehe am besten, wenn man authentisch sei und „Spaß daran hat Inhalte zu vermitteln".

Hajo Rérats Tür zum Flur steht offen, während er erzählt. Immer wieder schaut ein Kollege herein und grüßt. Der 57-Jährige ist merklich in seinem Element, als er von seiner Trainertätigkeit bei den VfL-Triathleten erzählt: „Da hat sich bezüglich Trainingslehre einiges getan in den letzten Jahren. Auch in der Spitze werden nicht mehr die Umfänge von früher abgespult."

In der Abteilung hat das Vorteile: „Bei uns machen Leute vom Freizeitsportler bis hin zu Talenten wie Christian Löhner mit." Sowohl als auch, die Mischung gefällt Hajo Rérat: „Und im Winter bei der Funktionsgymnastik platzt die Halle aus allen Nähten." Ob beim Bahntraining fürs Laufen oder im Schwimmbad - „wir haben Freizeitsportler dabei und Leute, die abgehen wie Schmidts Katze". Im Gegensatz zu vielen anderen Triathleten, die eindeutige Lieblingsdisziplinen haben oder einen Teilbereich des fortwährenden persönlichen Ungemachs, freut sich Hajo Rérat über jeden Abschnitt des Dreikampfs: „Über die Jahre habe ich alle Disziplinen gleichermaßen zu schätzen gelernt. Ich freue mich deshalb auf jede Trainingseinheit."

Einen Trainingsplan hat er trotzdem nicht. Nicht mehr. Denn seit einiger Zeit startet der Polizist nur noch zum Spaß bei Wettkämpfen. „Ambitionen habe ich keine mehr", sagt er trocken. Er lobt lieber den Nachwuchs und motiviert den. Nicht ohne Stolz verfolgt er inzwischen die Erfolge anderer: „Wenn man unsere Spitzenathletin Hanna Philippin fragt, warum sie so gut ist, nennt sie drei Faktoren. Ihre Mutter Jutta, die VfL-Abteilung und mich." Die hässliche Fratze des Sommers verschwindet kurz. Ein Sonnenstrahl dringt durchs Fenster.

Presse | Triathlon | 21.06.2012

Großer Vorsprung für Friedrich

Die Sindelfinger Starter überzeugen in Schömberg

Von unserem Mitarbeiter Peter Maier

Zum ersten Mal in der Saison war das Windschattenfahren freigegeben. So galt es für die Athleten der drei Sindelfinger Mannschaften sich beim Schwimmen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, um eine gute Radgruppe zu erreichen.

In der zweiten Landesliga war die erste Herrenmannschaft am Start. Wie gewohnt konnten hier Peter Kraut und Elmar Schneider ihre Stärke beim Schwimmen ausspielen und mit der Spitze aus dem Wasser steigen. Michael Walker und Ronald Friedrich folgten mit einem geringen Abstand von etwa 45 Sekunden. Friedrich konnte durch einen schnellen Wechsel und mit einem starken Radfahrer von den Triathleten aus Calw die Lücke zur Spitzengruppe um Kraut und Schneider schnell schließen. Walker folgte in der zweiten Radgruppe, Rolf Schwarz schaffte es in die dritte Radgruppe. Die Radgruppen hatten etwa 40 Sekunden Abstand, jedoch schaffte es die erste Radgruppe den Vorsprung auf der zweiten Radrunde um nochmals 30 Sekunden zu vergrößern.

Friedrich setzte sich nach dem Wechsel auf die Laufstrecke an die Spitze und dies sollte sich bis ins Ziel nicht mehr ändern. Mit knapp 30 Sekunden Vorsprung gewann er. Die weiteren Mannschaftsmitglieder tauschten noch munter ihre Plätze. Michael Walker kam nach einer guten Laufleistung als zweiter Sindelfinger auf Gesamtplatz 19 ins Ziel. Im folgten Elmar Schneider als 36., Rolf Schwarz 44. und Peter Kraut 62. Das bescherte dem Team den vierten Platz in der Tagesabrechnung. Wie schon im Vorjahr belegt der VfL in der Tabelle den dritten Platz, welcher zum Aufstieg in die erste Landesliga berechtigt. In der dritten Landesliga starteten Philipp Tiedt, Martin Fickert, Florian Ihler und Amin Khalsi für die zweite Mannschaft der Triathlonabteilung.

Die Damenmannschaft um Anne Schadek, Gaby Maisch, Julia Leye und Kerstin Harrer war als letztes der drei Sindelfinger Teams am Start. Nach zwei Rennen der Eingewöhnung im Ligabetrieb startete die Mannschaft in Schömberg durch. Gute Resultate im Einzelnen ergeben ein gutes Ergebnis für die Mannschaft. In der Reihenfolge Schadek, Leye, Maisch und Harrer kamen die Damen ins Ziel.

Presse | Triathlon | 22.05.2012

Hanna Philippin ganz schnell auf den Beinen

Platz eins in Forst über doppelte Distanzen

Nachdem die ersten Triathlonveranstaltungen im Mai für den VfL Sindelfingen gut gelaufen waren, ging es am Sonntag an den Rand des Kraichgaus nach Forst. Beim Heidesee-Triathlon waren sowohl die Ligamannschaften des VfL als auch einige Einzelstarter dabei.

Über die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 3,8 Kilometer Laufen) ging die ehemalige Bundesligastarterin Swantje Friedrich für den VfL an den Start. Über die etwas längere Kurzdistanz (1000 Meter Schwimmen, 33 Kilometer Radfahren, 7,5 Kilometer Laufen) trat die amtierende Europameisterin, Dritte der Weltmeisterschaft der Juniorinnen und aktuelle B-Kaderathletin der Deutschen Triathlon-Union, Hanna Philippin, an.

Swantje Friedrich konnte sich beim Schwimmen weit vorne positionieren und sich als erste Frau auf die Radstrecke begeben. Hier büßte sie einiges von ihrem komfortablen Vorsprung ein, wechselte jedoch als Führende auf die Laufstrecke. Friedrich konnte dann aber bei einer Tempoverschärfung nicht mitgehen und beendete ihren ersten Triathlon 2012 auf dem zweiten Rang.

Hanna Philippin wollte den Heidesee-Triathlon als Formtest für die deutsche Meisterschaft nutzen. Für sie steht der Sprung von den Juniorinnen zur U23 an. Dies bedeutet auch eine Verdoppelung der Distanzen. Weg von der Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) hin zur Olympischen (1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen). Kurz nach dem Startschuss reihte sie sich weit vorne ein und war Zweite in der Wechselzone. Auf dem Radkurs überholte Philippin ihre Konkurrentin und setzte sich um 1:15 Minuten ab. Nach einem sehr schnellen Wechsel in die Laufschuhe zeigte sie in ihrer Paradedisziplin ihr ganzes Können, zog auf und davon zum ungefährdeten Sieg.

Umstrittene Zeitstrafe wegen unerlaubtem Windschattenfahren

Die fünf Männer des VfL Sindelfingen schwammen beim Teamwettkampf in der 2. Landesliga zusammen 1000 Meter, wechselten danach geschlossen auf die 22 Kilometer lange Radstrecke und mussten abschließend 7,5 Kilometer laufen. Nach einer soliden Schwimmleistung machte das Team um Ronald Friedrich, Michael Walker, Uli Mutscheller, Rolf Schwarz und Elmar Schneider auf dem Rad ordentlich Druck und lag nach der ersten von zwei Runden knapp in Führung. Auf dem zweiten Teil der Radstrecke kam es zu einigen Führungswechseln. Im Zuge der Überholmanöver wurde der Sindelfinger Mannschaft Windschattenfahren bei einem anderen Team unterstellt und eine umstrittene Zeitstrafe von einer Minute ausgesprochen. Beim Lauf kämpfte sich die Mannschaft bis zum Ziel wieder auf Platz drei vor, landete durch die Zeitstrafe aber letztlich nur auf dem enttäuschenden achten Platz.

Ähnlich bescheiden lief es für die Frauenmannschaft. Gaby Maisch, Anne Schadek, Sandra Streckert und Christina Krause landeten nur dank einer Zeitstrafe für ein anderes Team auf dem vorletzten Platz. Die zweite Männermannschaft (Peter Kraut, Benjamin Dürrschnabel, Christian Berken und Kevin Stewart) war aufgrund von Ausfällen nicht homogen aufgestellt. Das bedeutete Platz 25 in der 3. Landesliga.

Presse | Triathlon | 22.05.2012

Hanna Philippin läuft allen davon

Die Malmsheimerin im Trikot des VfL Sindelfingen feiert eine gelungene Generalprobe

Von unserem Mitarbeiter Peter Maier

Bei den Einzelstartern über die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 3,8 Kilometer Laufen) ging bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 18 Grad Celsius Wassertemperatur die ehemalige Bundesligastarterin Swantje Friedrich für den VfL an den Start. Über die etwas längere Kurzdistanz (1000 Meter Schwimmen, 33 Kilometer Radfahren, 7,5 Kilometer Laufen) war die amtierende Europameisterin der Juniorinnen Hanna Philippin am Start.

Der erste Freiwasserwettkampf für die Sindelfinger begann um 8.45 Uhr mit der Volksdistanz. Swantje Friedrich konnte sich auf der Schwimmstrecke weit vorne positionieren und ging als erste Frau auf die Radstrecke. Dort büßte sie allerdings einiges ihres Vorsprungs ein, wechselte jedoch immer noch als Führende auf die Laufstrecke. Dicht gefolgt von der späteren Siegerin. Friedrich konnte bei einer Tempoverschärfung der Konkurrenz nicht mitgehen und beendete ihren ersten Triathlon im Jahr 2012 auf dem zweiten Gesamtrang.

Anschließend durfte die erste Herrenmannschaft den Wettkampf beginnen. In Forst sieht der Ligamodus einen Teamwettkampf vor. Dies bedeutet die Athleten schwimmen zusammen 1000 Meter, wechseln danach geschlossen auf die 22 Kilometer lange Radstrecke. Im eigenen Team ist das Windschattenfahren erlaubt, wie bei einem Mannschaftszeitfahren. Abschließend müssen 7,5 Kilometer gelaufen werden. Der VfL durfte als viertes Team ins Wasser. Nach einer soliden Schwimmleistung machte das Team um Ronald Friedrich, Michael Walker, Uli Mutscheller, Rolf Schwarz und Elmar Schneider auf dem Rad ordentlich Druck und lag nach der ersten von zwei Radrunden in Führung.

Jedoch folgten in kurzen Abständen drei weitere Teams. Auf dem zweiten Teil der Radstrecke kam es zu einigen Führungswechseln zwischen den vier Mannschaften an der Spitze. Im Lauf der Überholmanöver wurde der Sindelfinger Mannschaft Windschattenfahren bei einem anderen Team unterstellt, und eine Zeitstrafe von einer Minute ausgesprochen.

Beim abschließenden Lauf kämpfte sich die Mannschaft auf Platz drei. Durch die Zeitstrafe landete man letztlich auf einem enttäuschenden achten Platz in der Tageswertung. Ähnlich bescheiden lief es bei der Damenmannschaft. Gaby Maisch, Anne Schadek, Sandra Streckert und Christina Krause landeten nur dank einer Zeitstrafe für ein anderes Team auf dem vorletzten Platz in der Damenliga. Die zweite Herrenmannschaft um Peter Kraut, Benjamin Dürrschnabel, Christian Berken und Kevin Stewart war aufgrund von Ausfällen leistungstechnisch nicht gerade homogen aufgestellt. Dies bedeutete am Ende Platz 25. In der dritten Landesliga.

Der letzte Start erfolgte um kurz vor 14 Uhr. Für den VfL startete Hanna Philippin. Im Vorfeld der in knapp drei Wochen stattfindenden deutschen Meisterschaft in Darmstadt wollte die Malmsheimerin den Heidesee Triathlon als Formtest und Wegweiser nutzen. In der Saison 2012 steht für sie der Sprung von den Juniorinnen zur U23 an. Dies bedeutet auch eine Verdoppelung der Distanzen.

Schon kurz nach dem Startschuss konnte sich Hanna Philippin weit vorne einreihen. Sie trat als zweite Frau den Weg in die Wechselzone an. Auf dem Radkurs, der dreimal zu umfahren war, konnte Philippin ihre Konkurrentin überholen und sich 1:15 Minuten absetzen. Nach einem sehr schnellen Wechsel in die Laufschuhe zeigte sie in ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, ihr ganzes Können. Auf dem 7,5 km langen Laufkurs zog Philippin der Konkurrenz auf und davon. Letztlich konnte sie einen ungefährdeten, souveränen Sieg einfahren.

Presse | Triathlon | 15.05.2012

Ronald Friedrich weit vorne im starken Feld

Erfolgreicher Start in die Liga-Saison für den VfL Sindelfingen in Waiblingen

Beim Auftakt der LBS-Cup-Triathlonliga in Waiblingen galt es für die drei Mannschaften des VfL Sindelfingen, die Sprintdistanz über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren mit Windschattenverbot und 5,4 Kilometer Laufen zu bewältigen.

Im Jagdstartverfahren wurde alle 20 Sekunden ein Athlet ins Wasser geschickt.

Der VfL Sindelfingen bildete bei den Frauen eine Startgemeinschaft mit dem TSV Frickenhausen. Es galt, sich gegen starke Konkurrenz in der einzigen Frauenliga Baden-Württembergs durchzusetzen. Schnellste der Startgemeinschaft war Anne Schadek vor Sandra Streckert, Julia Leye und Ramona Bellers. In der Mannschaftswertung reichte es für den 14. Rang.

Die Männermannschaft gab im Winter das Aufstiegsrecht zurück und entschied sich, wie im Vorjahr in der 2. Landesliga anzutreten. 20 Mannschaften mit jeweils fünf Triathleten gingen an den Start, einige Teams verstärkt mit Profis oder Bundesligastartern. Wie erwartet konnte sich VfL-Triathlet Ronald Friedrich als Sprint- und Kurzdistanzspezialist in 57:51 Minuten auf dem siebten Platz weit vorne im starken Feld einreihen. Ihm folgten auf Sindelfinger Seite Uli Mutscheller (19./1:00:03 Stunden), Michael Walker (33./1:01:09), Elmar Schneider (36./1:01:14) und Rolf Schwarz (64./1:02:47). Die mannschaftliche Geschlossenheit und die schnelle Zeit von Ronald Friedrich bescherten dem VfL den vierten Platz in der Tageswertung. Schon am nächsten Sonntag gilt es in Forst, dieses gute Resultat zu bestätigen. In der 3. Landesliga belegte die zweite Männermannschaft des VfL Sindelfingen mit Thomas Berger (1:01:54 Stunden), Andreas Gebert (1:03:21), Sebastien Pilot (1:09:28) und Stephan Weber (1:06:56) Platz acht unter 35 Teams. Sigrid Mutscheller, Gewinnerin des Calwer Triathlons in der Woche davor, benötigte für die Sprintdistanz 1:06:17 Stunden. Nach dem Schwimmen lag sie noch deutlich hinter der Konkurrenz zurück, spielte aber ihre Stärken auf dem Rad und beim Laufen aus.

Der Nachwuchs der VfL-Triathlonabteilung startete in Buchen. In der Jugend B belegte Maximilian Vetter den 31. Platz, Marcel Davia kam auf Rang 44. Bei den Juniorinnen verpasste Lydia Bellers knapp das Podium und kam als Vierte ins Ziel. Felix Ebner startete bei den Junioren und landete auf dem 23. Platz.

Presse | Triathlon | 09.05.2012

Sigrid Mutscheller ist die Schnellste

Triathlon: Saisonauftakt in Calw

Am Samstag fand in Calw-Stammheim die 25. Auflage des Calwer ENCW Triathlons statt. Mit mehr als 500 Teilnehmern war der Saisonauftakt sehr gut besucht. Eine Woche vor dem Ligaauftakt in Waiblingen war der VfL Sindelfingen traditionell mit vielen Startern vertreten. Im Kinder- und Erwachsenenbereich starteten 25 Athleten. Für die kleinen Starter galt es, 50 Meter zu schwimmen, 100 auf dem Rad zu fahren und abschließend 200 zu laufen. Die Erwachsenen mussten 500 Meter im Wasser zurücklegen, 19 Kilometer auf der Radstrecke und im Anschluss fünf laufen, alle 20 Sekunden wurde ein Athlet ins Rennen geschickt.

Bei den Frauen war die Triathlonabteilung des VfL mit sechs Starterinnen vertreten. Nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr sicherte sich Sigrid Mutscheller dieses Mal in einer Zeit von 1:03,15 Stunde den Sieg. Tanja Hohmann verpasste das Podest als Vierte nur knapp. Christina Krause (10.), Sandra Streckert (14.), Simone Otto (26.) und Nicole Klingert (48.) rundeten das gute Ergebnis ab. Das Männerfeld wurde von 14 Triathleten des VfL bereichert. Schnellster Sindelfinger war Ronald Friedrich. Er konnte die Konkurrenz in 55:15 Minuten für sich entscheiden. Er verwies Florian Dunst (TC Backnang) und Julian Mutterer (AST Süßen) auf die Plätze zwei und drei. Uli Mutscheller als Zehnter in 58:59 blieb ebenfalls unter einer Stunde. Mit Elmar Schneider (18.), Philipp Tiedt (19.), Thomas Berger (26.) und Philipp Glauner (29.) schafften es vier weitere Athleten unter die ersten 30. Die weiteren Sindelfinger Triathleten: Stephan Weber (71.), Thorsten Schlipf (89.), Jürgen Karrer (106.), Hans-Peter Burckhardt (107.), Alexander Brand (133.), Florian Ihler (143.), Thorsten Legler (159.) und Mario Thiel (161.).

Für den Nachwuchs war es teilweise der allererste Wettkampf überhaupt. Simon Klingert (7.), Levent Özgür (13.) und Rouven Michalika (15.) bei den Jungs sowie Paula Dörich (9.), Stella Legler (17.) und Romy Michalika (19.) bei den Mädchen bewältigten die Distanz mit Bravour.

Presse | Triathlon | 28.09.2011

Das nächste Ziel heißt Olympia

Nachdem die Malmsheimerin bei den Junioren-Europameisterschaften im spanischen Pontevedra bei einem spannenden Wettbewerb im abschließenden fünf Kilometer-Lauf an allen Konkurrentinnen vorbeizog und als Erste das Ziel erreichte, war das Saisonziel der 19-Jährigen schon übertroffen.

Doch es kam noch besser, mit ihrem Sieg hatte sich Philippin das Ticket zur Weltmeisterschaft im Triathlon gesichert. Im September ging es für die Schülerin nach Peking. Zehn Tage hat sie in der chinesischen Hauptstadt verbracht. „Wir mussten uns erst einmal an die hohe Luftfeuchtigkeit und den Smog gewöhnen“, sagt Hanna Philippin. Doch das half alles nichts: „Neun Tage lang war es total heiß, aber an meinem Wettkampftag hatte es 14 Grad und Dauerregen“, erzählt sie.

Während Konkurrentinnen aus Australien verzweifelten, war sie die widrigen Bedingungen von vielen Trainingseinheiten gewohnt. „In Saarbrücken gehen wir auch bei jedem Wetter raus und trainieren. Nur beim Fahrradfahren musste man richtig aufpassen.“ Auf einer Strecke, die teilweise aus Tartanbelag bestand, war insbesondere in den Kurven technisches Können gefragt, einige Triathletinnen stürzten sogar. „Ich habe aber nichts riskiert und bin immer vorne gefahren, denn wenn vor einem jemand hinfällt, hat man keine Chance mehr auszuweichen“, erklärt Hanna Philippin.

Nach 750 Metern schwimmen noch in der zweiten Radgruppe, startete die Malmsheimerin nach 20 Kilometern Radfahren als Erste auf die Laufstrecke. „Ich habe mich richtig auf das Laufen gefreut und wollte einfach schauen, was geht“, sagt sie. Als die 19-Jährige schließlich als Dritte ins Ziel kam, war die Freude riesig.

Und auch daheim in Malmsheim wurde gejubelt. Morgens um vier Uhr hatten sich Freunde und Verwandte der Triathletin versammelt, um trotz Zeitverschiebung den Wettkampf über einen Live-Ticker zu verfolgen. Doch viel Zeit, um ihren Erfolg zu realisieren, blieb der 19-Jährigen nicht. Im Ziel wartete das chinesische Fernsehen.

„Ich musste auf Englisch Interviews geben und kurz nachdem ich ins Ziel kam, gab es auch schon die Siegerehrung“, erzählt Hanna Philippin. Ihren Trainer Christian Weimer kostete der unerwartete Erfolg seines Schützlings allerdings die Haarpracht. „ Er hat gemeint, wenn einer von uns eine Medaille holt, dürfen wir ihm die Haare abrasieren und das haben wir dann auch gleich getan“, erzählt Hanna Philippin lachend.

Doch nach dem großen Erfolg in Peking hatte der Alltag die Schülerin schnell wieder eingeholt. „Ich musste gleich in die Schule, weil ich sehr viel verpasst habe“, so die 19-Jährige, die im Saarland auf ein Sportinternat geht.

„Ich habe die Saison Revue passieren lassen und genossen, dass der ganze Druck weg ist, aber so langsam bin ich auch froh, wenn es wieder losgeht, ganz ohne Sport geht es einfach nicht“, meint die Malmsheimerin. Kein Wunder, schließlich ist sie von Kindesbeinen an aktiv. „Ich wurde von klein auf von meiner Mutter mit ins Triathlontraining geschleppt“, erzählt sie.

Im Alter von fünf Jahren bestritt Hanna Philippin dann ihren ersten Triathlon. Mutter Jutta, früher erfolgreiche 100-Kilometer-Läuferin, hat sie unterstützt. Am Anfang war die Malmsheimerin noch als Leichtathletin für die Spvgg Renningen aktiv, später entschied sie sich für den Triathlon beim VfL Sindelfingen. Vor zwei Jahren entschied sich die 19-Jährige für den nächsten Schritt. „Ich wollte leistungsorientierter Triathlon machen und habe mich nach einer Probewoche dann dafür entschieden, auf ein Sportinternat nach Saarbrücken zu gehen.“

Dort wohnt, lernt und trainiert sie nun seit zwei Jahren und ist mit ihrem Entschluss vollends zufrieden. Bemerkenswert ist allerdings, dass Hanna Philippin, obwohl sie in Saarbrücken lebt und trainiert, immer noch für den VfL Sindelfingen Triathlon startet: „Der VfL ist für mich ein Stück Heimat geworden und der Baden-Württembergische Triathlonverband hat mich von klein auf gefördert, deswegen wollte ich weiter im Verein bleiben.“

In der nächsten Saison steigt Hanna Philippin nun von der Juniorenklasse in die der unter 23-Jährigen auf. Die Schwimm-, Rad- und Laufstrecken verdoppeln sich jeweils, außerdem geht es für die Gymnasiastin in das letzte Jahr ihrer Schulausbildung. „Mein Abitur geht 2012 vor, aber ich will in der nächsten Saison Erfahrungen sammeln und mich mit den längeren Distanzen anfreunden“, sagt Philippin. Denn die Athletin hat noch viel vor. „Olympia ist natürlich der Traum jedes Sportlers, ich hätte nichts dagegen“, sagt sie mit einem Grinsen. Um weiter unter perfekten Bedingungen trainieren zu können, wird Philippin deswegen wohl auch nach ihrem Abitur in Saarbrücken bleiben. „Ich kann ins Haus der Athleten umziehen und die Uni ist direkt neben dem Trainingsgelände“, sagt die Triathletin. Hanna Philippin hat dann vor Sportmanagement zu studieren.

Presse | Triathlon | 12.09.2011

Philippin: Paukenschlag in Peking

Der Himmel über Peking weinte, doch davon ließ sich Hanna Philippin nicht stören. Nach einem tollen Wettkampf sicherte sich die Triathletin Bronze im WM-Rennen der Juniorinnen. Sieben Sekunden vor ihr wurde Mikayla Nielsen aus Neuseeland Weltmeisterin, Silber errang die Australierin Ashlee Bailie.

Am Samstagmorgen durfte die Malmsheimerin Hanna Philippin, die für den VfL Sindelfingen startet, die Früchte einer bisher glänzenden Saison ernten. Bei den Weltmeisterschaften in Peking stand das Rennen der Juniorinnen auf dem Plan. Nach dem Titel bei den deutschen Meisterschaften und den Europameisterschaften war man gespannt, wie sie sich im Vergleich mit der interkontinentalen Konkurrenz schlägt.

Der Start erfolgte um fünf Uhr mitteleuropäischer Zeit, die Juniorinnen hatten 750 Meter im Wasser zurückzulegen. Als 18. mit 56 Sekunden Rückstand zur Spitze verließ die Malmsheimerin das Wasser. Auf dem Weg zur Radstrecke konnte sie weitere drei Plätze aufholen. Nun galt es, die Verfolgung auf dem Rad zu organisieren. Die 20 Kilogramm lange Radstrecke war ein mehrfach zu umfahrender Rundkurs. Nach der ersten von drei Runden hatte sich Hanna Philippin auf den achten Platz nach vorne gearbeitet. Der Rückstand zur Spitze betrug zu diesem Zeitpunkt nur noch 46 Sekunden, die sie auf der zweiten Runde aufholte. An der Spitze veränderte sich bis zum Ende des Radfahrens nichts mehr. So kamen knapp 20 Athletinnen zeitgleich zum Wechsel.

Die letzte Disziplin, das Laufen, war ein Rundkurs über zwei 2,5 Kilometer lange Runden. Dabei konnte sich Hanna Philippin auf ihre schnellen Beine verlassen. Nachdem sie als Erste die Wechselzone verlassen hatte, liefen die Neuseeländerin Mikayla Nielsen und die Australiern Ashlee Bailie an ihr vorbei. Nach der ersten von zwei Runden kam Philippin knapp hinter Bailie durch die Zeitnahme. Bis zum Zieleinlauf sollte sich daran nichts mehr ändern. Mit sieben Sekunden Rückstand auf Weltmeisterin Nielsen und fünf Sekunden hinter Ashlee Bailie sicherte sich Hanna Philippin bei ihrem ersten WM-Start die Bronzemedaille. Als schnellste Europäerin hatte sie eine Endzeit von 1:03:47 Stunden.

Presse | Triathlon | 01.08.2011

Hanna Philippin weiter auf Goldkurs

Am vergangenen Wochenende hat in Braunschweig der letzte Triathlon-Deutschland-Cup stattgefunden, in dessen Rahmen auch die deutsche Meisterschaft der A- und B-Jugend sowie der Junioren und Juniorinnen ausgetragen wurde. Die Malmsheimer Triathletin Hanna Philippin, die für den VfL Sindelfingen an den Start geht, setzte ihre Erfolgsserie fort und sicherte sich nach dem Europameistertitel vor vier Wochen in Spanien nun auch noch den deutschen Meistertitel.

Das Wetter im niedersächsischen Braunschweig zeigte sich allerdings nicht von der besten Seite. Sowohl bei den Einzelwettkämpfen am Samstag als auch bei den Staffelwettkämpfen am Sonntag herrschte Dauerregen. Dennoch waren zahlreiche Athleten aus ganz Deutschland angereist, um die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen zu bewältigen. Hanna Philippin stieg nach einer guten Schwimmleistung mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Auf der Radstrecke bildete sich bereits von Beginn an eine sechsköpfige Spitzengruppe, mittendrin die Malmsheimerin Hanna Philippin. Da die Radstrecke nass und rutschig war, nahmen die Athletinnen Tempo heraus, um mögliche Stürze zu vermeiden. Somit konnten sich alle für das abschließende Laufen schonen.

Genau das kam Hanna Philippin am Ende auch zugute. Mit einer tollen Leistung ließ sie alle Konkurrentinnen hinter sich und kam als Erste völlig geschafft, aber überglücklich ins Ziel. Platz zwei erkämpfte sich Sophie Drews aus Brandenburg, auf Platz drei landete die Gewinnerin des diesjährigen Deutschland-Cups, Desiré Elting aus Nordrhein-Westfalen.

Nach ihrer tollen Leistung ging Hanna Philippin einen Tag später beim Staffelwettkampf nochmals für Baden-Württemberg an den Start. Zusammen mit Laura Sprießler, Uli Hagmann und Max Fetzer (alle TV Mengen) belegte sie bei diesem verkürzten Triathlon einen guten dritten Platz.

Nach diesem erfolgreichen Wochenende muss die Malmsheimer Sportlerin erst einmal durchschnaufen, doch eines ist inzwischen gewiss: Der Triathlon-Weltmeisterschaft in Peking im September steht nun nichts mehr im Wege.

Presse | Triathlon | 07.07.2011

Hanna Philippin und der Präsident von Paraguay

Ende Juni feierte die Malmsheimer Triathletin Hanna Philippin den bisher größten Erfolg ihrer Karriere: Im spanischen Pontevedra wurde sie Junioren-Europameisterin. Ihm Rahmen eines gebührenden Empfangs trug sich die junge Frau nun ins Goldene Buch von Renningen ein.

Die Malmsheimerin setzte nicht nur sorgfältig eine Unterschrift auf die ihr gewidmete Seite, sondern hatte auch noch schriftlichen Dank für die Stadt Renningen und den Sportverein parat, der den Grundbaustein ihrer Karriere gelegt habe. "Ich fühle mich hier immer noch heimisch, meine Eltern, Freunde, Verwandte und Bekannte sind hier und ich bemühe mich, den Kontakt zu halten", lächelte die Europameisterin und fügte hinzu: "Das hier ist mein Zuhause, das Sportinternat in Saarbrücken nenne ich anders." Jetzt auch im Goldenen Buch ihrer Heimatstadt verewigt zu sein - direkt hinter dem Präsidenten von Paraguay und neben anderen landesweiten Berühmtheiten - sei eine große Ehre, "sowas macht man schließlich nicht jeden Tag."

Bis zur kommenden Woche kann die sympathische Vollblutsportlerin ihren vom Trainer genehmigten Heimaturlaub noch genießen, dann steigt die junge Triathletin wieder ins Training ein, schließlich stehen schon bald die deutschen Meisterschaften und die WM an. Auf ihren Lorbeeren ausruhen wolle sie sich nicht, da sie eine Top-Ten-Platzierung bei den globalen Wettkämpfen als großes Ziel anstrebe: "Das weltweite Umfeld ist anders einzuschätzen als das europäische. Vor allem die Australier sind sehr stark."

Bei sich selbst schätzt Hanna Philippin das Laufen als beste Teildisziplin ein. Das habe sie von ihrer Mutter Jutta in die Wiege gelegt bekommen. Diese war selbst erfolgreiche 100-Kilometer-Läuferin, holte sich im Team den Europa- und Weltmeistertitel und ergatterte bei der EM den Einzelvizetitel. "Da hat mich Hanna schon überholt", so die stolze Mama schmunzelnd, die für ihre Errungenschaften "nur" eine Ehrenplakette der Stadt erhielt.

Ihrer Mutter verdankt Hanna Philippin auch den Einstieg beim Triathlon. "Sie hat mich als Trainerin einfach mal mitgeschleppt und ich freue mich, dass ich dabei geblieben bin, denn es macht immer noch einen Riesenspaß", schwärmte die fitte Malmsheimerin. Sonst hätte sie vielleicht nie den großen Moment erlebt, als sie bei der Europameisterschaft im spanischen Pontevedra die Ziellinie als Erste überquerte. Diesen Augenblick bezeichnete sie als "Mischung aus Freude, Erleichterung und Erschöpfung." Erst in den Tagen danach habe sie ihren großen Erfolg wirklich realisieren können. "Ich hatte mir eine Platzierung unter den besten acht erhofft, richtig gut wäre eine Medaille gewesen", erinnerte sich Hanna Philippin an ihre Erwartungen, "dann hat aber alles an meiner Tagesform gestimmt und es lief perfekt."

Es sei ein ergreifender Moment gewesen, als auf dem Podest die deutsche Nationalhymne für sie gespielt wurde. "Der Organisator hat mich vor der Siegerehrung sogar noch gefragt, ob das auch wirklich die deutsche Hymne ist", erzählte die Triathletin und sorgte mit ihrer Anekdote für ein breites Grinsen bei den Empfangsgästen. Renningens Bürgermeister Wolfgang Faißt wünschte dem Ehrengast nach dem "dank der Rahmenbedingungen in der Sportschule Saarbrücken nicht ganz überraschenden, aber dafür überragenden Erfolg", alles Gute für die anstehenden Aufgaben. Die jüngste Person im Goldenen Buch solle auch im Interesse der eigenen Gesundheit ihre Erfolge weiter mit eigenen Kräften feiern.

Faißt lobte auch die Bodenständigkeit der ehrgeizigen Sportlerin: "Trotz ihrer Erfolge läuft sie immer noch bei uns in Renningen mit, wenn eine Veranstaltung im Kalender steht." Der sportliche Schultes, der täglich 45 Minuten auf dem Hometrainer verbringt, erhoffte sich dabei augenzwinkernd ein wenig Windschatten von der Europameisterin.

Presse | Triathlon | 02.07.2011

„Dieses Gefühl nimmt mir keiner“

„Ich konnte es erst gar nicht realisieren“, erzählt die neue Junioren-Europameisterin im Triathlon Hanna Philippin. Nachdem sie aber im spanischen Pontevedra das Zielband zerriss, war der Jubel groß und das Ticket für die Weltmeisterschaften in Peking sicher.

Schon in der ersten Disziplin dem Schwimmen, zeigte Hanns Philippin ihr Können. Im Wasser hatte sie gegen 55 Mitstreiterinnen zu kämpfen. „International wird viel mehr geprügelt, da wird man an der Boje schon mal unter Wasser gedrückt“, sagt Hanna Philippin. Der 18-Jährigen gelang es trotzdem, mit der Verfolgergruppe der schnellen Britin Lucy Hall aufs Rad zu steigen. Auf der 20 Kilometer langen Strecke hielt sich die Triathletin allerdings zurück, um Kräfte zu sparen.

Als Fünfte ging sie auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke. „Ich war froh vom Fahrrad runter zu sein, weil dann nicht mehr viel passieren kann.“ Gemeinsam mit der Deutschen Annika Vössing gab sie auf dem Rundkurs bald das Tempo vor und konnte sich in der zweiten Runde an einem Berg, 2,5 Kilometer vor dem Ziel, absetzen. „Das Laufen ist mir dann wirklich schwergefallen und ich hatte immer Angst, dass die anderen noch von hinten an mich heranlaufen“, gibt sie zu.

Doch keine Triathletin konnte bei 40 Grad Hitze Hanna Philippin auf der Laufstrecke das Wasser reichen und so lief sie als neue Europameisterin ins Ziel. „Es war wirklich ein cooles Gefühl als Erste über die Ziellinie zu kommen, ich war total fertig, musste dann aber gleich Interviews geben und das auch noch auf Englisch“. Bei der Siegerehrung konnte Hanna Philippin ihren Triumph aber dann noch einmal richtig genießen. „Die Siegerehrung mit der Deutschlandhymne war toll. Dieses Gefühl nimmt mir keiner mehr.“

Mit ihrem Titel hat sich die Schülerin gleichzeitig auch für die Triathlon-Weltmeisterschaften qualifiziert. Gemeinsam mit den Top 8 der Europameisterschaften geht es für sie im September nach Peking. „Die Quali war mein Ziel. Ich habe gedacht: Wenn es richtig gut wird, kann eine Medaille bei den Europameisterschaften rauskommen. Dass es gleich Gold wird, hätte ich nie geglaubt“, freut sich Hanna Philippin. In vier Wochen geht es für sie zu den deutschen Meisterschaften nach Braunschweig, dann stehen als nächster Wettkampf auch schon die Weltmeisterschaften an. Auf der Olympiastrecke von 2008 wird die Triathletin gegen sechzig bis siebzig Konkurrentinnen antreten. „Es ist eine große Ehre bei den WM starten zu dürfen, ich denke ein Platz unter den Top 20 dürfte drinsein“, meint sie selbstbewusst.

Am Sonntag ging es für Hanna Philippin in Spanien dann gleich weiter: Bei den Team-Wettkämpfen startete sie in einem gemischten Vierer-Team. Als Startläuferin übergab sie nach 300 Metern Schwimmen, acht Kilometern Radfahren und zwei Kilometern Laufen das Staffelholz als Führende, ihre Mannschaftskameraden fielen auf den fünften Platz zurück.

Um weitere Erfolge feiern zu können, trainiert Hanna Philippin hart und vor allem häufig: bis zu 25 Stunden bringt sie in der Woche mit Training zu. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Grundlagenausdauer, schließlich sind Triathleten lange unterwegs. 1:05:42 Stunden benötigte die Malmsheimerin für die Schwimm-, Rad- und Laufstrecke in Spanien.

Besonders im Schwimmen hat sich die Athletin durch intensive Übungsstunden deutlich steigern können. „Ich gehöre inzwischen zu den guten Schwimmern, das Training hat sich wirklich bewährt“, weiß Philippin. Für den Sport ist die 18-Jährige vor zwei Jahren vom heimischen Malmsheim in das Saarland gezogen. Dort besucht sie in Saarbrücken ein Sportinternat und kann sich am Olympiastützpunkt unter perfekten Bedingungen vorbereiten.

2012 steht für Hanna Philippin nicht nur das Abitur an, sie steigt auch in die U23-Klasse auf und muss bei Wettkämpfen in allen Disziplinen die doppelte Strecke bewältigen. „Da muss ich noch einmal deutlich mehr trainieren“, weiß die Triathletin. Schon im April nächsten Jahres finden die U23-Europameisterschaften in Israel statt. Und bei der neuen Europameisterin geht es nicht nur um das dabei sein. Im Wettkampf ist bei Philippin alles möglich, wie im spanischen Pontevedra deutlich zu sehen war.

Presse | Triathlon | 28.06.2011

VfL Sindelfingen freut sich über Rang vier

Beim vierten Wettkampftag der LBS-Cup-Triathlonliga Baden-Württemberg in Erbach bei Ulm hatte sich die erste Mannschaft des VfL Sindelfingen viel vorgenommen, nachdem sie davor in Schömberg bei widrigsten Bedingungen ihr bisher schlechtestes Ergebnis eingefahren hatte. Auf dem Programm stand die Olympische Distanz mit 1500 Meter Schwimmen im 20,6 Grad warmen Badesee, 45 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer Laufen. Der Wetterbericht versprach ein heißes Rennen bei Spitzenwerten von fast 30 Grad.

Für die erste Mannschaft am Start waren wie in Schömberg Michael Walker, Rolf Schwarz, Eike Holz, Peter Kraut und Elmar Schneider. Eine Besonderheit in Erbach ist, dass die Triathleten außerhalb des Sees starten und die ersten Meter rennend bewältigen. Der Dreieckskurs musste zweimal umschwommen werden. Wie üblich stieg Peter Kraut mit der Spitze aus dem Wasser, in kleinen Abständen von etwa jeweils 30 bis 40 Metern folgten Elmar Schneider, Eike Holz und Michael Walker. Rolf Schwarz kam mit der dritten Gruppe aus dem Wasser.

Auf dem Rad gehörten Peter Kraut und Elmar Schneider zur sechsköpfigen Spitzengruppe. Eike Holz und Michael Walker folgten in einer etwa 15-köpfigen Verfolgergruppe, die den Abstand immer mehr verkürzen konnte, aber von hinten kam auch eine mit einigen Radspezialisten gespickte dritte Gruppe näher. In dieser Gruppe befand sich Rolf Schwarz. Etwa zehn Kilometer vor dem zweiten Wechsel kam es zum Zusammenschluss der drei Radgruppen.

Vor dem Wechselbereich ging es darum, eine günstige Position zu erlangen, um schnell in die Laufschuhe schlüpfen zu können. Durch die große Radgruppe stand fest, dass die Sindelfinger Athleten eine Zeit unter 40 Minuten laufen mussten, um ihr Mannschaftsergebnis nicht zu gefährden. Es galt also alles zu riskieren. Elmar Schneider wechselte als Erster, Rolf Schwarz folgte. Dritter war Eike Holz vor Michael Walker und Peter Kraut. Bis etwa Kilometer drei führte Eike Holz die Sindelfinger an, dann schob sich Michael Walker an ihm vorbei. Rolf Schwarz und Elmar Schneider folgten mit geringem Abstand. Diese Reihenfolge wurde bis eineinhalb Kilometer vor dem Ziel beibehalten. Dann lief Rolf Schwarz an Eike Holz vorbei, und auch Michael Walker kam näher. Viel wichtiger als die einzelnen Positionen war jedoch die Tatsache, dass mit Walker, Schwarz, Holz und Schneider am Ende vier Athleten innerhalb von 40 Sekunden ins Ziel kamen. Peter Kraut folgte mit etwas Abstand.

Somit erreichten die Sindelfinger in der Tageswertung den vierten Platz und haben sich auf Rang drei der 2. Landesliga festgesetzt. Bei noch einem ausstehenden Wettkampf am 16. Juli am Schluchsee ist der Aufstieg zum Greifen nahe.

Die zweite Mannschaft in der 3. Landesliga mit Thomas Berger, Benjamin Dürrschnabel, Philipp Tiedt und Jörg Nagel erkämpfte sich mit Platz 18 ebenfalls ein respektables Ergebnis. Starker Dritter wurden die Tria Kayh mit Timo Petersen, Gebhard Süsser und Christhard Henning. Als Einzelstarter waren Jürgen Karrer, Jens Mackscheidt und Dieter Landenberger (alle VfL Sindelfingen) auf der Olympischen Distanz am Start. Den Wettbewerb über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und fünf Kilometer Laufen entschied Ronald Friedrich mit einem Vorsprung von fünf Minuten für sich.

Presse | Triathlon | 27.06.2011

Paukenschlag von Hanna Philippin

Am Freitagabend durfte Hanna Philippin bei der Triathlon-Europameisterschaft der Juniorinnen im spanischen Pontevedra die Früchte einer bisher glänzenden Saison ernten. Bereits vor zwei Wochen hatte die Malmsheimerin beim Europacup in Cramona (Italien) einen sensationellen achten Platz im Feld der Seniorinnen belegt. Doch in Pontevedra sollte es noch besser kommen.

Der Start erfolgte pünktlich um 17.45 Uhr. Die Juniorinnen hatten auf der halben olympischen Distanz zunächst 750 Meter Schwimmen zurückzulegen. Als Erste stieg die Britin Lucy Hall aus dem Wasser, Hanna Philippin von der Triathlonabteilung des VfL Sindelfingen wies genau 41 Sekunden Rückstand auf. Nun galt es, die Verfolgung auf dem Rad zu organisieren. Die 20 Kilometer lange Strecke war ein mehrfach zu umfahrender Rundkurs. Lucy Hall führte das Feld der Juniorinnen mit einer kleinen Gruppe an, doch die Verfolgerinnen mit Hanna Philippin verkürzten den Abstand stetig. Auf den letzten Kilometern erfolgte der Zusammenschluss, 28 Triathletinnen kamen zeitgleich in die Wechselzone. Das bedeutete, dass das Rennen auf der Laufstrecke entschieden werden musste.

Dort gaben die Deutschen Philippin und Annika Vössing das Tempo vor, so dass sie als Führende auf die letzte Runde des fünf Kilometer langen Kurses gingen. Dicht auf den Fersen war ihnen die Ungarin Eszter Dudas. Auf den letzten 2,5 Kilometern konnte Hanna Philippin ihre Konkurrentinnen um den Europameistertitel abschütteln. Sie kam nach 1:05:42 Stunde als Erste im Ziel an und ist somit neue Europameisterin der Juniorinnen. Eszter Dudas schloss ihre Verfolgungsjagd auf Platz zwei mit 19 Sekunden Abstand ab. Die übrigen deutschen Starterinnen Vössing und Gomez-Islinger kamen auf den Plätzen sechs und zehn ins Ziel.

"Das war eine absolute Spitzenleistung des gesamten Teams", freute sich Sportdirektor Wolfgang Thiel von der Deutschen Triathlon-Union (DTU). Hanna Philippin konnte im Ziel ihr Glück kaum fassen. "Mein Sieg überrascht mich schon ein wenig", meinte sie. "Einen Platz unter den ersten zehn hatte ich mir zugetraut, obwohl das Schwimmen nicht meine beste Disziplin darstellt." Dafür hielt sie sich auf dem schwierigen Radkurs recht geschickt im Hintergrund, sparte dadurch Kraft für den Lauf. "Und das hat dann super geklappt, wie man sehen konnte."

Presse | Triathlon | 22.06.2011

Die Tabellenführung ist dahin

Wie im vergangenen Jahr ließ der Wetterbericht für die dritte Veranstaltung der LBS-Cup-Triathlonliga in Schömberg bei Balingen nichts Gutes erahnen. Jeder erinnerte sich an die kalten Füße beim Radfahren, die erst nach einigen Kilometern beim Laufen wieder warm wurden. Der vergangene Sonntag zeigte den Athleten des VfL Sindelfingen allerdings, dass es noch schlimmer geht.

Neben kalten acht Grad hatte Schömberg im Vorfeld Hagel und während des Rennens Starkregen und Wind zu bieten. So war der Kilometer, der geschwommen werden musste, der angenehmste Teil des Tages. Die 30 Kilometer auf dem Rad waren sehr kalt und nass, beim 7,2 Kilometer langen Lauf hörte es auf zu regnen. Die erste Mannschaft des VfL Sindelfingen, die vor drei Wochen in Rheinfelden mit Elmar Schneider, Michael Walker, Rolf Schwarz, Peter Kraut und Eike Holz den zweiten Platz im Tagesranking und die Führung in der Tabelle der 2. Landesliga übernommen hatte, trat in gleicher Besetzung an. Da in Schömberg das Windschattenfahren auf dem Rad erlaubt ist, galt es, möglichst schnell das Wasser zu verlassen, um eine gute Radgruppe zu erwischen.

Vom VfL Sindelfingen kam Peter Kraut als erster aus dem Wasser, zweiter war Elmar Schneider gefolgt von Eike Holz und Michael Walker. Rolf Schwarz kam als fünfter VfL-Triathlet aus dem See. Elmar Schneider und Eike Holz erwischten gute und starke Radgruppen und arbeiteten sich nach vorne. Beide wechselten unter den besten zehn der Liga auf die Laufstrecke, konnten die Positionen jedoch nicht halten und kamen letztlich als 13. und 21. von etwa 90 Startern ins Ziel.

Michael Walker folgte mit etwas Abstand und arbeitete sich auf den 27. Rang vor, Rolf Schwarz lief noch an Peter Kraut vorbei. Am Ende landete die Mannschaft auf einem eher enttäuschenden achten Platz in der Tageswertung. Die Führung in der Tabelle ist nun dahin, gemeinsam mit den Neckarsulmer Triathleten liegt der VfL Sindelfingen auf dem zweiten Platz. Am kommenden Sonntag in Erbach gilt es, Schömberg vergessen zu machen und durch ein gutes Mannschaftsergebnis den Aufstiegsplatz zu sichern.

Die zweite Mannschaft schaffte es am Sonntag nicht in die Wertung, da vom VfL Sindelfingen lediglich Kevin Stewart und Frank Glittenberg das Ziel am Marktplatz in Schömberg erreichten. In der 3. Landesliga müssen mindestens drei von vier gestarteten Athleten im Ziel gewertet werden.

Presse | Triathlon | 24.05.2011

Aufstieg ins Visier genommen

Eine Woche nach dem erfolgreichen Start in die Ligasaison mit Platz drei in Forst stand für die Triathleten des VfL Sindelfingen der Wettbewerb in Rheinfelden an. Während der Nachwuchs im Freibad schwamm, mussten die älteren Athleten ihre Schwimmstrecke im Rhein zurücklegen. Nach den 1500 Metern im Rhein begaben sie sich auf den 21,7 Kilometer langen Radkurs, ehe noch 5,4 Kilometer durch Rheinfelden zu laufen waren.

Nach dem Erfolg der Vorwoche war die Anspannung deutlich zu spüren. Michael Walker, Elmar Schneider, Rolf Schwarz, Peter Kraut und Eike Jens Holz wollten das Ergebnis bestätigen, ein Platz unter den ersten fünf wurde angepeilt, auch wenn es in Rheinfelden über die Sprintdistanz ging und das Schwimmen im Fluss ungewohnt war. In einem Abstand von sieben Sekunden wurden die Triathleten ins Wasser geschickt. Anders als beim Schwimmen im See konnte man nicht erkennen, welches der ideale Weg zum Schwimmausstieg ist. Durch die Strömung wurden viele verschiedene Wegvarianten gewählt. Vom Schwimmausstieg musste ein halber Kilometer in die Wechselzone zurückgelegt werden, von dort ging es mit dem Rad auf die anspruchsvolle Strecke. Hier galt es Anstiege mit einer Steigung von bis zu 15 Prozent zu bewältigen - ein wahrer Kraftakt. Der anschließende Lauf über 5,4 Kilometer war flach und gut zu bewältigen. Als Besonderheit musste man die Rheinseite wechseln und den Wendepunkt auf der Schweizer Seite von Rheinfelden umlaufen. Die Sindelfinger zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich Michael Walker in den Topten der 2. Liga platzieren konnte. Mit Platz zwei in der Gesamtwertung übernahm der VfL die Führung in der 2. Landesliga, womit alle Türen für einen möglichen Aufstieg offen stehen.

Martin Fickert, Frank Glittenberg, Stephan Weber und Christian Berken gingen für die zweite Mannschaft an den Start. Sie hatten dasselbe Programm zu absolvieren und landeten in der Endabrechnung auf dem 21. Platz in der 3. Landesliga.

Bereits einen Tag früher fand der Triathlon-Nachwuchscup statt. Die jugendlichen Starter schwammen im Freibad von Rheinfelden. Karsten Butsch als jüngster VfL-Starter (Jahrgang 2000) musste 100 Meter schwimmen, drei Kilometer auf dem Rad zurücklegen und 400 Meter laufen. In der Endabrechnung belegte er in seiner Altersklasse Rang zwölf. Längere Distanzen hatten die älteren Lutz Hüsing (Jahrgang 1995) und Lydia Bellers (1994) in der Jugend A zu bewältigen (750 Meter schwimmen, 21,7 Kilometer auf dem Rad, 5,4 Kilometer laufen). Bellers wurde Siebte, Hüsing Elfter.

Presse | Triathlon | 17.05.2011

Feine Leistung in Forst

Nach der gelungenen Generalprobe in Calw stand für die Sindelfinger Triathleten der Auftakt der Triathlon-Liga vor der Tür. Der erste Wettkampf wurde als Teamwettbewerb ausgetragen. In der 1. und 2. Landesliga gehen fünf Starter und in der 3. Landesliga vier Athleten gemeinsam an den Start. Die Zeit des jeweils Letzten zählt nicht. In Forst warteten 1000 Meter im Heidesee, 22 Kilometer auf dem Rad und 7,5 Kilometer Laufen auf die Sindelfinger.

Die erste VfL-Mannschaft mit Uli Mutscheller, Peter Kraut, Eike Jens Holz, Michael Walker und Elmar Schneider startete in der 2. Landesliga. Durch eine geschlossene Schwimmleistung wechselten sie als zweites Team der 18 angetretenen Mannschaften auf die Radstrecke. Hier musste wie bei einem Teamzeitfahren im Profiradsport agiert werden. Durch einen guten Rhythmus verließen die Sindelfinger die Radstrecke als Dritte und wollten diesen Platz auf der Laufstrecke halten. Mit viel Kampf, Ehrgeiz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung rannte das Team als drittschnellste Mannschaft der 2. Landesliga in 1:15:39 Stunde ins Ziel.

In der 3. Landesliga schickte der VfL Philipp Tiedt, Andreas Gebert, Thomas Berger und Martin Fickert ins Rennen. Die Athleten gaben ihr Bestes beim Schwimmen, um auf der Radstrecke Druck auf die anderen Teams auszuüben. Richtige Harmonie kam jedoch erst auf der zweiten Radrunde auf. Beim abschließenden Lauf kämpfte das Team um eine gute Platzierung im 33 Mannschaften umfassenden Feld. Letztlich sprang ein guter elfter Platz heraus (Gesamtzeit 1:21:24) und rundete den erfolgreichen Wettkampftag in Forst ab. 35 Sekunden schneller auf Platz neun war Tria Kayh mit Timo Petersen, Klaus Schenk und Thomas Mornhinweg.

Bereits einen Tag früher fand in Buchen der dritte LBS-Triathlon-Nachwuchscup statt. Nachdem das Teilnehmerfeld bei den ersten beiden Veranstaltungen in Mengen und Neckarsulm von Sindelfinger Seite wesentlich höher war, erkämpften sich die drei Teilnehmer in Buchen respektable Ergebnisse. Lutz Hüsing (Jahrgang 1995) wurde in der Jugend A 17., Felix Ebner beendete den Wettkampf in der Jugend A auf dem 26. Platz und Lydia Bellers (Jugend A) wurde Zehnte.

Am kommenden Wochenende sind die Sindelfinger Triathleten in der Liga und im Nachwuchscup in Rheinfelden im Einsatz. Dabei stürzen sich die Liga-Teilnehmer in die Fluten des Rheins, bevor sie sich auf die Radstrecke begeben und anschließend noch die Laufschuhe schnüren.