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Presse | Triathlon | 23.06.2012

Die Dreikampf-Grippe ist längst chronisch

Seit 1988 hat der Virus den 57-jährigen Hans-Joachim Rérat fest im Griff / SZ/BZ-Serie zum 150-jährigen Jubiläum des VfL Sindelfingen

Von unserem Mitarbeiter Philipp Gerber

Es ist Mittwochvormittag. Mitten im Juni. Doch durch das Fenster von Hans-Joachim Rérats Büro zeigt der Sommer seine wüste Fratze. Ab und zu spritzt Freund Wetter die Kollegen des 57-jährigen Polizisten auf dem Gelände der Böblinger Wildermuth-Kaserne durch seine Wolken ein bisschen nass. Schön ist anders.

Das war es auch damals. 1988, als Rérat bei seinem ersten Triathlon ins Wasser sprang. 16 Grad hatte das und war alles andere als einladend. Doch der gebürtige Freiburger mit Schweizer Pass kämpfte sich durch. Als Zweitletzter kletterte er aus dem Becken und schaffte es irgendwie bis ins Ziel. Zwei Jahre später wurde er dann beim gleichen Wettkampf Zweiter. Hajo Rérat war infiziert - eine schlimme Triathlon-Grippe, die über die Jahre chronisch geworden ist. Seit der Hauptkommissar 1995 in der Böblinger Kaserne beruflich Station gefunden hat, mischt Rérat bei den Sindelfinger Triathleten mit. Nicht ohne Folgen für die Abteilung: „Ich bin hier sehr bald ins Trainergeschäft eingestiegen."

Die Zeiten waren schlecht für die Ausdauerdreikämpfer. Familie Stahl, voran mit den beiden Brüdern Axel und Michael, hatte sich aus der Führung gelöst. Insbesondere war davon der Trainingsbetrieb betroffen. Hajo Rérat erinnert sich: „Da hätten wir fast zumachen müssen." Doch statt den Kopf in den Sand oder ins Schwimmbecken zu stecken und auf organisatorische Tauchstation zu gehen, schüttelten sich Rérat und die restlichen Triathleten und probierten ihre Strukturen auf Neu.

Für den passionierten Skifahrer, der sowohl eine Lizenz als Coach für Alpin wie für Langlauf besitzt, bedeutete das: Nicht mehr nur zum Schwimmen ins Badezentrum springen, sondern gleich noch ins VfL-Trainergeschäft. Für den ehemaligen Leichtathleten auch eine Art ausgelebter Passion. Und eine konsequente Weiterentwicklung seiner beruflichen Tätigkeit in Böblingen im Privatleben. Neben Öffentlichkeitsarbeit und Sportsachbearbeitung bekleidet Hajo Rérat auch den aktiven Part im Bereich Gesundheitsmanagement. Sprich, den Übungsleiterposten im Kreis der Kollegen füllt er ebenso aus wie im Verein. „Lehrer, Trainer, Übungsleiter", sagt der lizensierte Ernährungsberater, „das ist meine Welt."

War sie schon zu Zeiten des Studiums in Freiburg. Warum das so ist? „Zum Pädagogen ist man geboren", stellt Rérat nüchtern, aber mit einem Lächeln im Gesicht fest. Damit meint er, dass man von seiner Persönlichkeit quasi ab Werk einiges an Sonderausstattung mitbringen sollte: „Man muss gut mit Leuten umgehen können." Alter darf da keine Rolle spielen. Kind und Kegel sollten keine Rolle spielen: „Wichtig ist, jeden so zu akzeptieren, wie er ist." Und das gehe am besten, wenn man authentisch sei und „Spaß daran hat Inhalte zu vermitteln".

Hajo Rérats Tür zum Flur steht offen, während er erzählt. Immer wieder schaut ein Kollege herein und grüßt. Der 57-Jährige ist merklich in seinem Element, als er von seiner Trainertätigkeit bei den VfL-Triathleten erzählt: „Da hat sich bezüglich Trainingslehre einiges getan in den letzten Jahren. Auch in der Spitze werden nicht mehr die Umfänge von früher abgespult."

In der Abteilung hat das Vorteile: „Bei uns machen Leute vom Freizeitsportler bis hin zu Talenten wie Christian Löhner mit." Sowohl als auch, die Mischung gefällt Hajo Rérat: „Und im Winter bei der Funktionsgymnastik platzt die Halle aus allen Nähten." Ob beim Bahntraining fürs Laufen oder im Schwimmbad - „wir haben Freizeitsportler dabei und Leute, die abgehen wie Schmidts Katze". Im Gegensatz zu vielen anderen Triathleten, die eindeutige Lieblingsdisziplinen haben oder einen Teilbereich des fortwährenden persönlichen Ungemachs, freut sich Hajo Rérat über jeden Abschnitt des Dreikampfs: „Über die Jahre habe ich alle Disziplinen gleichermaßen zu schätzen gelernt. Ich freue mich deshalb auf jede Trainingseinheit."

Einen Trainingsplan hat er trotzdem nicht. Nicht mehr. Denn seit einiger Zeit startet der Polizist nur noch zum Spaß bei Wettkämpfen. „Ambitionen habe ich keine mehr", sagt er trocken. Er lobt lieber den Nachwuchs und motiviert den. Nicht ohne Stolz verfolgt er inzwischen die Erfolge anderer: „Wenn man unsere Spitzenathletin Hanna Philippin fragt, warum sie so gut ist, nennt sie drei Faktoren. Ihre Mutter Jutta, die VfL-Abteilung und mich." Die hässliche Fratze des Sommers verschwindet kurz. Ein Sonnenstrahl dringt durchs Fenster.

Presse | Triathlon | 21.06.2012

Großer Vorsprung für Friedrich

Die Sindelfinger Starter überzeugen in Schömberg

Von unserem Mitarbeiter Peter Maier

Zum ersten Mal in der Saison war das Windschattenfahren freigegeben. So galt es für die Athleten der drei Sindelfinger Mannschaften sich beim Schwimmen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, um eine gute Radgruppe zu erreichen.

In der zweiten Landesliga war die erste Herrenmannschaft am Start. Wie gewohnt konnten hier Peter Kraut und Elmar Schneider ihre Stärke beim Schwimmen ausspielen und mit der Spitze aus dem Wasser steigen. Michael Walker und Ronald Friedrich folgten mit einem geringen Abstand von etwa 45 Sekunden. Friedrich konnte durch einen schnellen Wechsel und mit einem starken Radfahrer von den Triathleten aus Calw die Lücke zur Spitzengruppe um Kraut und Schneider schnell schließen. Walker folgte in der zweiten Radgruppe, Rolf Schwarz schaffte es in die dritte Radgruppe. Die Radgruppen hatten etwa 40 Sekunden Abstand, jedoch schaffte es die erste Radgruppe den Vorsprung auf der zweiten Radrunde um nochmals 30 Sekunden zu vergrößern.

Friedrich setzte sich nach dem Wechsel auf die Laufstrecke an die Spitze und dies sollte sich bis ins Ziel nicht mehr ändern. Mit knapp 30 Sekunden Vorsprung gewann er. Die weiteren Mannschaftsmitglieder tauschten noch munter ihre Plätze. Michael Walker kam nach einer guten Laufleistung als zweiter Sindelfinger auf Gesamtplatz 19 ins Ziel. Im folgten Elmar Schneider als 36., Rolf Schwarz 44. und Peter Kraut 62. Das bescherte dem Team den vierten Platz in der Tagesabrechnung. Wie schon im Vorjahr belegt der VfL in der Tabelle den dritten Platz, welcher zum Aufstieg in die erste Landesliga berechtigt. In der dritten Landesliga starteten Philipp Tiedt, Martin Fickert, Florian Ihler und Amin Khalsi für die zweite Mannschaft der Triathlonabteilung.

Die Damenmannschaft um Anne Schadek, Gaby Maisch, Julia Leye und Kerstin Harrer war als letztes der drei Sindelfinger Teams am Start. Nach zwei Rennen der Eingewöhnung im Ligabetrieb startete die Mannschaft in Schömberg durch. Gute Resultate im Einzelnen ergeben ein gutes Ergebnis für die Mannschaft. In der Reihenfolge Schadek, Leye, Maisch und Harrer kamen die Damen ins Ziel.

Presse | Triathlon | 22.05.2012

Hanna Philippin ganz schnell auf den Beinen

Platz eins in Forst über doppelte Distanzen

Nachdem die ersten Triathlonveranstaltungen im Mai für den VfL Sindelfingen gut gelaufen waren, ging es am Sonntag an den Rand des Kraichgaus nach Forst. Beim Heidesee-Triathlon waren sowohl die Ligamannschaften des VfL als auch einige Einzelstarter dabei.

Über die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 3,8 Kilometer Laufen) ging die ehemalige Bundesligastarterin Swantje Friedrich für den VfL an den Start. Über die etwas längere Kurzdistanz (1000 Meter Schwimmen, 33 Kilometer Radfahren, 7,5 Kilometer Laufen) trat die amtierende Europameisterin, Dritte der Weltmeisterschaft der Juniorinnen und aktuelle B-Kaderathletin der Deutschen Triathlon-Union, Hanna Philippin, an.

Swantje Friedrich konnte sich beim Schwimmen weit vorne positionieren und sich als erste Frau auf die Radstrecke begeben. Hier büßte sie einiges von ihrem komfortablen Vorsprung ein, wechselte jedoch als Führende auf die Laufstrecke. Friedrich konnte dann aber bei einer Tempoverschärfung nicht mitgehen und beendete ihren ersten Triathlon 2012 auf dem zweiten Rang.

Hanna Philippin wollte den Heidesee-Triathlon als Formtest für die deutsche Meisterschaft nutzen. Für sie steht der Sprung von den Juniorinnen zur U23 an. Dies bedeutet auch eine Verdoppelung der Distanzen. Weg von der Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) hin zur Olympischen (1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer Laufen). Kurz nach dem Startschuss reihte sie sich weit vorne ein und war Zweite in der Wechselzone. Auf dem Radkurs überholte Philippin ihre Konkurrentin und setzte sich um 1:15 Minuten ab. Nach einem sehr schnellen Wechsel in die Laufschuhe zeigte sie in ihrer Paradedisziplin ihr ganzes Können, zog auf und davon zum ungefährdeten Sieg.

Umstrittene Zeitstrafe wegen unerlaubtem Windschattenfahren

Die fünf Männer des VfL Sindelfingen schwammen beim Teamwettkampf in der 2. Landesliga zusammen 1000 Meter, wechselten danach geschlossen auf die 22 Kilometer lange Radstrecke und mussten abschließend 7,5 Kilometer laufen. Nach einer soliden Schwimmleistung machte das Team um Ronald Friedrich, Michael Walker, Uli Mutscheller, Rolf Schwarz und Elmar Schneider auf dem Rad ordentlich Druck und lag nach der ersten von zwei Runden knapp in Führung. Auf dem zweiten Teil der Radstrecke kam es zu einigen Führungswechseln. Im Zuge der Überholmanöver wurde der Sindelfinger Mannschaft Windschattenfahren bei einem anderen Team unterstellt und eine umstrittene Zeitstrafe von einer Minute ausgesprochen. Beim Lauf kämpfte sich die Mannschaft bis zum Ziel wieder auf Platz drei vor, landete durch die Zeitstrafe aber letztlich nur auf dem enttäuschenden achten Platz.

Ähnlich bescheiden lief es für die Frauenmannschaft. Gaby Maisch, Anne Schadek, Sandra Streckert und Christina Krause landeten nur dank einer Zeitstrafe für ein anderes Team auf dem vorletzten Platz. Die zweite Männermannschaft (Peter Kraut, Benjamin Dürrschnabel, Christian Berken und Kevin Stewart) war aufgrund von Ausfällen nicht homogen aufgestellt. Das bedeutete Platz 25 in der 3. Landesliga.

Presse | Triathlon | 22.05.2012

Hanna Philippin läuft allen davon

Die Malmsheimerin im Trikot des VfL Sindelfingen feiert eine gelungene Generalprobe

Von unserem Mitarbeiter Peter Maier

Bei den Einzelstartern über die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 3,8 Kilometer Laufen) ging bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 18 Grad Celsius Wassertemperatur die ehemalige Bundesligastarterin Swantje Friedrich für den VfL an den Start. Über die etwas längere Kurzdistanz (1000 Meter Schwimmen, 33 Kilometer Radfahren, 7,5 Kilometer Laufen) war die amtierende Europameisterin der Juniorinnen Hanna Philippin am Start.

Der erste Freiwasserwettkampf für die Sindelfinger begann um 8.45 Uhr mit der Volksdistanz. Swantje Friedrich konnte sich auf der Schwimmstrecke weit vorne positionieren und ging als erste Frau auf die Radstrecke. Dort büßte sie allerdings einiges ihres Vorsprungs ein, wechselte jedoch immer noch als Führende auf die Laufstrecke. Dicht gefolgt von der späteren Siegerin. Friedrich konnte bei einer Tempoverschärfung der Konkurrenz nicht mitgehen und beendete ihren ersten Triathlon im Jahr 2012 auf dem zweiten Gesamtrang.

Anschließend durfte die erste Herrenmannschaft den Wettkampf beginnen. In Forst sieht der Ligamodus einen Teamwettkampf vor. Dies bedeutet die Athleten schwimmen zusammen 1000 Meter, wechseln danach geschlossen auf die 22 Kilometer lange Radstrecke. Im eigenen Team ist das Windschattenfahren erlaubt, wie bei einem Mannschaftszeitfahren. Abschließend müssen 7,5 Kilometer gelaufen werden. Der VfL durfte als viertes Team ins Wasser. Nach einer soliden Schwimmleistung machte das Team um Ronald Friedrich, Michael Walker, Uli Mutscheller, Rolf Schwarz und Elmar Schneider auf dem Rad ordentlich Druck und lag nach der ersten von zwei Radrunden in Führung.

Jedoch folgten in kurzen Abständen drei weitere Teams. Auf dem zweiten Teil der Radstrecke kam es zu einigen Führungswechseln zwischen den vier Mannschaften an der Spitze. Im Lauf der Überholmanöver wurde der Sindelfinger Mannschaft Windschattenfahren bei einem anderen Team unterstellt, und eine Zeitstrafe von einer Minute ausgesprochen.

Beim abschließenden Lauf kämpfte sich die Mannschaft auf Platz drei. Durch die Zeitstrafe landete man letztlich auf einem enttäuschenden achten Platz in der Tageswertung. Ähnlich bescheiden lief es bei der Damenmannschaft. Gaby Maisch, Anne Schadek, Sandra Streckert und Christina Krause landeten nur dank einer Zeitstrafe für ein anderes Team auf dem vorletzten Platz in der Damenliga. Die zweite Herrenmannschaft um Peter Kraut, Benjamin Dürrschnabel, Christian Berken und Kevin Stewart war aufgrund von Ausfällen leistungstechnisch nicht gerade homogen aufgestellt. Dies bedeutete am Ende Platz 25. In der dritten Landesliga.

Der letzte Start erfolgte um kurz vor 14 Uhr. Für den VfL startete Hanna Philippin. Im Vorfeld der in knapp drei Wochen stattfindenden deutschen Meisterschaft in Darmstadt wollte die Malmsheimerin den Heidesee Triathlon als Formtest und Wegweiser nutzen. In der Saison 2012 steht für sie der Sprung von den Juniorinnen zur U23 an. Dies bedeutet auch eine Verdoppelung der Distanzen.

Schon kurz nach dem Startschuss konnte sich Hanna Philippin weit vorne einreihen. Sie trat als zweite Frau den Weg in die Wechselzone an. Auf dem Radkurs, der dreimal zu umfahren war, konnte Philippin ihre Konkurrentin überholen und sich 1:15 Minuten absetzen. Nach einem sehr schnellen Wechsel in die Laufschuhe zeigte sie in ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, ihr ganzes Können. Auf dem 7,5 km langen Laufkurs zog Philippin der Konkurrenz auf und davon. Letztlich konnte sie einen ungefährdeten, souveränen Sieg einfahren.

Presse | Triathlon | 15.05.2012

Ronald Friedrich weit vorne im starken Feld

Erfolgreicher Start in die Liga-Saison für den VfL Sindelfingen in Waiblingen

Beim Auftakt der LBS-Cup-Triathlonliga in Waiblingen galt es für die drei Mannschaften des VfL Sindelfingen, die Sprintdistanz über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren mit Windschattenverbot und 5,4 Kilometer Laufen zu bewältigen.

Im Jagdstartverfahren wurde alle 20 Sekunden ein Athlet ins Wasser geschickt.

Der VfL Sindelfingen bildete bei den Frauen eine Startgemeinschaft mit dem TSV Frickenhausen. Es galt, sich gegen starke Konkurrenz in der einzigen Frauenliga Baden-Württembergs durchzusetzen. Schnellste der Startgemeinschaft war Anne Schadek vor Sandra Streckert, Julia Leye und Ramona Bellers. In der Mannschaftswertung reichte es für den 14. Rang.

Die Männermannschaft gab im Winter das Aufstiegsrecht zurück und entschied sich, wie im Vorjahr in der 2. Landesliga anzutreten. 20 Mannschaften mit jeweils fünf Triathleten gingen an den Start, einige Teams verstärkt mit Profis oder Bundesligastartern. Wie erwartet konnte sich VfL-Triathlet Ronald Friedrich als Sprint- und Kurzdistanzspezialist in 57:51 Minuten auf dem siebten Platz weit vorne im starken Feld einreihen. Ihm folgten auf Sindelfinger Seite Uli Mutscheller (19./1:00:03 Stunden), Michael Walker (33./1:01:09), Elmar Schneider (36./1:01:14) und Rolf Schwarz (64./1:02:47). Die mannschaftliche Geschlossenheit und die schnelle Zeit von Ronald Friedrich bescherten dem VfL den vierten Platz in der Tageswertung. Schon am nächsten Sonntag gilt es in Forst, dieses gute Resultat zu bestätigen. In der 3. Landesliga belegte die zweite Männermannschaft des VfL Sindelfingen mit Thomas Berger (1:01:54 Stunden), Andreas Gebert (1:03:21), Sebastien Pilot (1:09:28) und Stephan Weber (1:06:56) Platz acht unter 35 Teams. Sigrid Mutscheller, Gewinnerin des Calwer Triathlons in der Woche davor, benötigte für die Sprintdistanz 1:06:17 Stunden. Nach dem Schwimmen lag sie noch deutlich hinter der Konkurrenz zurück, spielte aber ihre Stärken auf dem Rad und beim Laufen aus.

Der Nachwuchs der VfL-Triathlonabteilung startete in Buchen. In der Jugend B belegte Maximilian Vetter den 31. Platz, Marcel Davia kam auf Rang 44. Bei den Juniorinnen verpasste Lydia Bellers knapp das Podium und kam als Vierte ins Ziel. Felix Ebner startete bei den Junioren und landete auf dem 23. Platz.

Presse | Triathlon | 09.05.2012

Sigrid Mutscheller ist die Schnellste

Triathlon: Saisonauftakt in Calw

Am Samstag fand in Calw-Stammheim die 25. Auflage des Calwer ENCW Triathlons statt. Mit mehr als 500 Teilnehmern war der Saisonauftakt sehr gut besucht. Eine Woche vor dem Ligaauftakt in Waiblingen war der VfL Sindelfingen traditionell mit vielen Startern vertreten. Im Kinder- und Erwachsenenbereich starteten 25 Athleten. Für die kleinen Starter galt es, 50 Meter zu schwimmen, 100 auf dem Rad zu fahren und abschließend 200 zu laufen. Die Erwachsenen mussten 500 Meter im Wasser zurücklegen, 19 Kilometer auf der Radstrecke und im Anschluss fünf laufen, alle 20 Sekunden wurde ein Athlet ins Rennen geschickt.

Bei den Frauen war die Triathlonabteilung des VfL mit sechs Starterinnen vertreten. Nach ihrem zweiten Platz im Vorjahr sicherte sich Sigrid Mutscheller dieses Mal in einer Zeit von 1:03,15 Stunde den Sieg. Tanja Hohmann verpasste das Podest als Vierte nur knapp. Christina Krause (10.), Sandra Streckert (14.), Simone Otto (26.) und Nicole Klingert (48.) rundeten das gute Ergebnis ab. Das Männerfeld wurde von 14 Triathleten des VfL bereichert. Schnellster Sindelfinger war Ronald Friedrich. Er konnte die Konkurrenz in 55:15 Minuten für sich entscheiden. Er verwies Florian Dunst (TC Backnang) und Julian Mutterer (AST Süßen) auf die Plätze zwei und drei. Uli Mutscheller als Zehnter in 58:59 blieb ebenfalls unter einer Stunde. Mit Elmar Schneider (18.), Philipp Tiedt (19.), Thomas Berger (26.) und Philipp Glauner (29.) schafften es vier weitere Athleten unter die ersten 30. Die weiteren Sindelfinger Triathleten: Stephan Weber (71.), Thorsten Schlipf (89.), Jürgen Karrer (106.), Hans-Peter Burckhardt (107.), Alexander Brand (133.), Florian Ihler (143.), Thorsten Legler (159.) und Mario Thiel (161.).

Für den Nachwuchs war es teilweise der allererste Wettkampf überhaupt. Simon Klingert (7.), Levent Özgür (13.) und Rouven Michalika (15.) bei den Jungs sowie Paula Dörich (9.), Stella Legler (17.) und Romy Michalika (19.) bei den Mädchen bewältigten die Distanz mit Bravour.

Presse | Triathlon | 28.09.2011

Das nächste Ziel heißt Olympia

Nachdem die Malmsheimerin bei den Junioren-Europameisterschaften im spanischen Pontevedra bei einem spannenden Wettbewerb im abschließenden fünf Kilometer-Lauf an allen Konkurrentinnen vorbeizog und als Erste das Ziel erreichte, war das Saisonziel der 19-Jährigen schon übertroffen.

Doch es kam noch besser, mit ihrem Sieg hatte sich Philippin das Ticket zur Weltmeisterschaft im Triathlon gesichert. Im September ging es für die Schülerin nach Peking. Zehn Tage hat sie in der chinesischen Hauptstadt verbracht. „Wir mussten uns erst einmal an die hohe Luftfeuchtigkeit und den Smog gewöhnen“, sagt Hanna Philippin. Doch das half alles nichts: „Neun Tage lang war es total heiß, aber an meinem Wettkampftag hatte es 14 Grad und Dauerregen“, erzählt sie.

Während Konkurrentinnen aus Australien verzweifelten, war sie die widrigen Bedingungen von vielen Trainingseinheiten gewohnt. „In Saarbrücken gehen wir auch bei jedem Wetter raus und trainieren. Nur beim Fahrradfahren musste man richtig aufpassen.“ Auf einer Strecke, die teilweise aus Tartanbelag bestand, war insbesondere in den Kurven technisches Können gefragt, einige Triathletinnen stürzten sogar. „Ich habe aber nichts riskiert und bin immer vorne gefahren, denn wenn vor einem jemand hinfällt, hat man keine Chance mehr auszuweichen“, erklärt Hanna Philippin.

Nach 750 Metern schwimmen noch in der zweiten Radgruppe, startete die Malmsheimerin nach 20 Kilometern Radfahren als Erste auf die Laufstrecke. „Ich habe mich richtig auf das Laufen gefreut und wollte einfach schauen, was geht“, sagt sie. Als die 19-Jährige schließlich als Dritte ins Ziel kam, war die Freude riesig.

Und auch daheim in Malmsheim wurde gejubelt. Morgens um vier Uhr hatten sich Freunde und Verwandte der Triathletin versammelt, um trotz Zeitverschiebung den Wettkampf über einen Live-Ticker zu verfolgen. Doch viel Zeit, um ihren Erfolg zu realisieren, blieb der 19-Jährigen nicht. Im Ziel wartete das chinesische Fernsehen.

„Ich musste auf Englisch Interviews geben und kurz nachdem ich ins Ziel kam, gab es auch schon die Siegerehrung“, erzählt Hanna Philippin. Ihren Trainer Christian Weimer kostete der unerwartete Erfolg seines Schützlings allerdings die Haarpracht. „ Er hat gemeint, wenn einer von uns eine Medaille holt, dürfen wir ihm die Haare abrasieren und das haben wir dann auch gleich getan“, erzählt Hanna Philippin lachend.

Doch nach dem großen Erfolg in Peking hatte der Alltag die Schülerin schnell wieder eingeholt. „Ich musste gleich in die Schule, weil ich sehr viel verpasst habe“, so die 19-Jährige, die im Saarland auf ein Sportinternat geht.

„Ich habe die Saison Revue passieren lassen und genossen, dass der ganze Druck weg ist, aber so langsam bin ich auch froh, wenn es wieder losgeht, ganz ohne Sport geht es einfach nicht“, meint die Malmsheimerin. Kein Wunder, schließlich ist sie von Kindesbeinen an aktiv. „Ich wurde von klein auf von meiner Mutter mit ins Triathlontraining geschleppt“, erzählt sie.

Im Alter von fünf Jahren bestritt Hanna Philippin dann ihren ersten Triathlon. Mutter Jutta, früher erfolgreiche 100-Kilometer-Läuferin, hat sie unterstützt. Am Anfang war die Malmsheimerin noch als Leichtathletin für die Spvgg Renningen aktiv, später entschied sie sich für den Triathlon beim VfL Sindelfingen. Vor zwei Jahren entschied sich die 19-Jährige für den nächsten Schritt. „Ich wollte leistungsorientierter Triathlon machen und habe mich nach einer Probewoche dann dafür entschieden, auf ein Sportinternat nach Saarbrücken zu gehen.“

Dort wohnt, lernt und trainiert sie nun seit zwei Jahren und ist mit ihrem Entschluss vollends zufrieden. Bemerkenswert ist allerdings, dass Hanna Philippin, obwohl sie in Saarbrücken lebt und trainiert, immer noch für den VfL Sindelfingen Triathlon startet: „Der VfL ist für mich ein Stück Heimat geworden und der Baden-Württembergische Triathlonverband hat mich von klein auf gefördert, deswegen wollte ich weiter im Verein bleiben.“

In der nächsten Saison steigt Hanna Philippin nun von der Juniorenklasse in die der unter 23-Jährigen auf. Die Schwimm-, Rad- und Laufstrecken verdoppeln sich jeweils, außerdem geht es für die Gymnasiastin in das letzte Jahr ihrer Schulausbildung. „Mein Abitur geht 2012 vor, aber ich will in der nächsten Saison Erfahrungen sammeln und mich mit den längeren Distanzen anfreunden“, sagt Philippin. Denn die Athletin hat noch viel vor. „Olympia ist natürlich der Traum jedes Sportlers, ich hätte nichts dagegen“, sagt sie mit einem Grinsen. Um weiter unter perfekten Bedingungen trainieren zu können, wird Philippin deswegen wohl auch nach ihrem Abitur in Saarbrücken bleiben. „Ich kann ins Haus der Athleten umziehen und die Uni ist direkt neben dem Trainingsgelände“, sagt die Triathletin. Hanna Philippin hat dann vor Sportmanagement zu studieren.

Presse | Triathlon | 12.09.2011

Philippin: Paukenschlag in Peking

Der Himmel über Peking weinte, doch davon ließ sich Hanna Philippin nicht stören. Nach einem tollen Wettkampf sicherte sich die Triathletin Bronze im WM-Rennen der Juniorinnen. Sieben Sekunden vor ihr wurde Mikayla Nielsen aus Neuseeland Weltmeisterin, Silber errang die Australierin Ashlee Bailie.

Am Samstagmorgen durfte die Malmsheimerin Hanna Philippin, die für den VfL Sindelfingen startet, die Früchte einer bisher glänzenden Saison ernten. Bei den Weltmeisterschaften in Peking stand das Rennen der Juniorinnen auf dem Plan. Nach dem Titel bei den deutschen Meisterschaften und den Europameisterschaften war man gespannt, wie sie sich im Vergleich mit der interkontinentalen Konkurrenz schlägt.

Der Start erfolgte um fünf Uhr mitteleuropäischer Zeit, die Juniorinnen hatten 750 Meter im Wasser zurückzulegen. Als 18. mit 56 Sekunden Rückstand zur Spitze verließ die Malmsheimerin das Wasser. Auf dem Weg zur Radstrecke konnte sie weitere drei Plätze aufholen. Nun galt es, die Verfolgung auf dem Rad zu organisieren. Die 20 Kilogramm lange Radstrecke war ein mehrfach zu umfahrender Rundkurs. Nach der ersten von drei Runden hatte sich Hanna Philippin auf den achten Platz nach vorne gearbeitet. Der Rückstand zur Spitze betrug zu diesem Zeitpunkt nur noch 46 Sekunden, die sie auf der zweiten Runde aufholte. An der Spitze veränderte sich bis zum Ende des Radfahrens nichts mehr. So kamen knapp 20 Athletinnen zeitgleich zum Wechsel.

Die letzte Disziplin, das Laufen, war ein Rundkurs über zwei 2,5 Kilometer lange Runden. Dabei konnte sich Hanna Philippin auf ihre schnellen Beine verlassen. Nachdem sie als Erste die Wechselzone verlassen hatte, liefen die Neuseeländerin Mikayla Nielsen und die Australiern Ashlee Bailie an ihr vorbei. Nach der ersten von zwei Runden kam Philippin knapp hinter Bailie durch die Zeitnahme. Bis zum Zieleinlauf sollte sich daran nichts mehr ändern. Mit sieben Sekunden Rückstand auf Weltmeisterin Nielsen und fünf Sekunden hinter Ashlee Bailie sicherte sich Hanna Philippin bei ihrem ersten WM-Start die Bronzemedaille. Als schnellste Europäerin hatte sie eine Endzeit von 1:03:47 Stunden.

Presse | Triathlon | 01.08.2011

Hanna Philippin weiter auf Goldkurs

Am vergangenen Wochenende hat in Braunschweig der letzte Triathlon-Deutschland-Cup stattgefunden, in dessen Rahmen auch die deutsche Meisterschaft der A- und B-Jugend sowie der Junioren und Juniorinnen ausgetragen wurde. Die Malmsheimer Triathletin Hanna Philippin, die für den VfL Sindelfingen an den Start geht, setzte ihre Erfolgsserie fort und sicherte sich nach dem Europameistertitel vor vier Wochen in Spanien nun auch noch den deutschen Meistertitel.

Das Wetter im niedersächsischen Braunschweig zeigte sich allerdings nicht von der besten Seite. Sowohl bei den Einzelwettkämpfen am Samstag als auch bei den Staffelwettkämpfen am Sonntag herrschte Dauerregen. Dennoch waren zahlreiche Athleten aus ganz Deutschland angereist, um die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen zu bewältigen. Hanna Philippin stieg nach einer guten Schwimmleistung mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Auf der Radstrecke bildete sich bereits von Beginn an eine sechsköpfige Spitzengruppe, mittendrin die Malmsheimerin Hanna Philippin. Da die Radstrecke nass und rutschig war, nahmen die Athletinnen Tempo heraus, um mögliche Stürze zu vermeiden. Somit konnten sich alle für das abschließende Laufen schonen.

Genau das kam Hanna Philippin am Ende auch zugute. Mit einer tollen Leistung ließ sie alle Konkurrentinnen hinter sich und kam als Erste völlig geschafft, aber überglücklich ins Ziel. Platz zwei erkämpfte sich Sophie Drews aus Brandenburg, auf Platz drei landete die Gewinnerin des diesjährigen Deutschland-Cups, Desiré Elting aus Nordrhein-Westfalen.

Nach ihrer tollen Leistung ging Hanna Philippin einen Tag später beim Staffelwettkampf nochmals für Baden-Württemberg an den Start. Zusammen mit Laura Sprießler, Uli Hagmann und Max Fetzer (alle TV Mengen) belegte sie bei diesem verkürzten Triathlon einen guten dritten Platz.

Nach diesem erfolgreichen Wochenende muss die Malmsheimer Sportlerin erst einmal durchschnaufen, doch eines ist inzwischen gewiss: Der Triathlon-Weltmeisterschaft in Peking im September steht nun nichts mehr im Wege.

Presse | Triathlon | 07.07.2011

Hanna Philippin und der Präsident von Paraguay

Ende Juni feierte die Malmsheimer Triathletin Hanna Philippin den bisher größten Erfolg ihrer Karriere: Im spanischen Pontevedra wurde sie Junioren-Europameisterin. Ihm Rahmen eines gebührenden Empfangs trug sich die junge Frau nun ins Goldene Buch von Renningen ein.

Die Malmsheimerin setzte nicht nur sorgfältig eine Unterschrift auf die ihr gewidmete Seite, sondern hatte auch noch schriftlichen Dank für die Stadt Renningen und den Sportverein parat, der den Grundbaustein ihrer Karriere gelegt habe. "Ich fühle mich hier immer noch heimisch, meine Eltern, Freunde, Verwandte und Bekannte sind hier und ich bemühe mich, den Kontakt zu halten", lächelte die Europameisterin und fügte hinzu: "Das hier ist mein Zuhause, das Sportinternat in Saarbrücken nenne ich anders." Jetzt auch im Goldenen Buch ihrer Heimatstadt verewigt zu sein - direkt hinter dem Präsidenten von Paraguay und neben anderen landesweiten Berühmtheiten - sei eine große Ehre, "sowas macht man schließlich nicht jeden Tag."

Bis zur kommenden Woche kann die sympathische Vollblutsportlerin ihren vom Trainer genehmigten Heimaturlaub noch genießen, dann steigt die junge Triathletin wieder ins Training ein, schließlich stehen schon bald die deutschen Meisterschaften und die WM an. Auf ihren Lorbeeren ausruhen wolle sie sich nicht, da sie eine Top-Ten-Platzierung bei den globalen Wettkämpfen als großes Ziel anstrebe: "Das weltweite Umfeld ist anders einzuschätzen als das europäische. Vor allem die Australier sind sehr stark."

Bei sich selbst schätzt Hanna Philippin das Laufen als beste Teildisziplin ein. Das habe sie von ihrer Mutter Jutta in die Wiege gelegt bekommen. Diese war selbst erfolgreiche 100-Kilometer-Läuferin, holte sich im Team den Europa- und Weltmeistertitel und ergatterte bei der EM den Einzelvizetitel. "Da hat mich Hanna schon überholt", so die stolze Mama schmunzelnd, die für ihre Errungenschaften "nur" eine Ehrenplakette der Stadt erhielt.

Ihrer Mutter verdankt Hanna Philippin auch den Einstieg beim Triathlon. "Sie hat mich als Trainerin einfach mal mitgeschleppt und ich freue mich, dass ich dabei geblieben bin, denn es macht immer noch einen Riesenspaß", schwärmte die fitte Malmsheimerin. Sonst hätte sie vielleicht nie den großen Moment erlebt, als sie bei der Europameisterschaft im spanischen Pontevedra die Ziellinie als Erste überquerte. Diesen Augenblick bezeichnete sie als "Mischung aus Freude, Erleichterung und Erschöpfung." Erst in den Tagen danach habe sie ihren großen Erfolg wirklich realisieren können. "Ich hatte mir eine Platzierung unter den besten acht erhofft, richtig gut wäre eine Medaille gewesen", erinnerte sich Hanna Philippin an ihre Erwartungen, "dann hat aber alles an meiner Tagesform gestimmt und es lief perfekt."

Es sei ein ergreifender Moment gewesen, als auf dem Podest die deutsche Nationalhymne für sie gespielt wurde. "Der Organisator hat mich vor der Siegerehrung sogar noch gefragt, ob das auch wirklich die deutsche Hymne ist", erzählte die Triathletin und sorgte mit ihrer Anekdote für ein breites Grinsen bei den Empfangsgästen. Renningens Bürgermeister Wolfgang Faißt wünschte dem Ehrengast nach dem "dank der Rahmenbedingungen in der Sportschule Saarbrücken nicht ganz überraschenden, aber dafür überragenden Erfolg", alles Gute für die anstehenden Aufgaben. Die jüngste Person im Goldenen Buch solle auch im Interesse der eigenen Gesundheit ihre Erfolge weiter mit eigenen Kräften feiern.

Faißt lobte auch die Bodenständigkeit der ehrgeizigen Sportlerin: "Trotz ihrer Erfolge läuft sie immer noch bei uns in Renningen mit, wenn eine Veranstaltung im Kalender steht." Der sportliche Schultes, der täglich 45 Minuten auf dem Hometrainer verbringt, erhoffte sich dabei augenzwinkernd ein wenig Windschatten von der Europameisterin.