Sponsoren

Diese Sponsoren unterstützen derzeit den VfL Sindelfingen.

Informationen zum Sponsorenpool

Kontakte

Jugend:
Peter Czöppan und Wilhelm Schwab
Telefon: 07458/98 57 98

Presse | Tischtennis | 28.08.2014

Organisatorischer Kraftakt, sportliche Herausforderung

3. Tischtennis-Liga Frauen: Vorfreude ist groß beim VfL Sindelfingen

VON THOMAS HOLZAPFEL

20 Jahre ist es her, dass es in Sindelfingen Bundesliga-Tischtennis zu sehen gab. Nach der Saison 1993/94 verabschiedeten sich Hanna Placha, Ellen Sorg, Heike Hildebrandt und Ines Marquardt aus der 2. Liga. Am 6. September bricht für die VfL-Frauen in der 3. Liga ein neues Zeitalter an. Mit großer Vorfreude und ungewissem sportlichen Ausgang.

Mit der ungarischen Nummer eins Gabriella Zsemlye, den Eigengewächsen Jasmin Lorenz und Natalie Bacher sowie Nathalie Richter und Maria Schuller geht das VfL-Team das Abenteuer an. Dabei muss der Vizemeister der Regionalliga-Saison zuerst dreimal auswärts antreten, ehe er sich am 5. Oktober in der Sommerhofenhalle (gegen Rapid Chemnitz) präsentiert. "Da die meisten Heimspiele am Sonntagnachmittag ausgetragen werden, erhoffen wir uns einen höheren Zuschauerzuspruch. Zumal wir vor den Heimspielen kräftig die Werbetrommel rühren", verspricht der langjährige Trainer Oliver Appelt.

Sportlich gesehen zählt für ihn einzig und allein der Klassenerhalt. "Das wird eine große Herausforderung. Die Konkurrenz hat sich mächtig verstärkt, aber ich traue unserem Team zu, die notwendigen Punkte einzufahren. Dabei müssen wir vor allem den Teams aus Saarlouis, Schwarza und Hofstetten Paroli bieten, die mit uns auf Augenhöhe sind." Im Lager des VfL wird man alles versuchen, länger als ein Jahr in dieser neugegründeten dritten Liga bestehen zu können.

Neben der sportlichen Herausforderung müssen die Sindelfinger Verantwortlichen auch in punkto Organisation einige Hebel in Bewegung setzen, um den Kraftakt stemmen zu können. "Hier muss man ganz besonders Werner Bacher erwähnen, ohne den es nicht möglich gewesen wäre, das Team für die 3. Liga zu melden", findet Abteilungsleiter Carsten Seeger lobende Worte. "Allein der Schriftverkehr mit dem Deutschen Tischtennisbund und das ganze Drumherum wie Neuanschaffung der Spielmaterialien und das Sponsoring erfordern einen erheblichen Mehraufwand." Erst als Werner Bacher sich bereit erklärte, als Manager für die dritte Liga zu fungieren, entschied sich der VfL Sindelfingen, das Abenteuer einzugehen. Eine Entscheidung, die auf den letzten Drücker getroffen wurde, weil neben dem zusätzlichen Mehraufwand mit höheren Kosten kalkuliert werden muss. "Durch weitere Fahrten, Übernachtungskosten, die Erneuerung des Spielmaterials, den Einsatz von gleich drei Oberschiedsrichtern, das Erstellen von Infoflyern sowie das beträchtliche Startgeld müssen wir tiefer in den Geldbeutel greifen. Wir sind deshalb froh, dass wir bei der Sponsorensuche erfolgreich waren", schildert Werner Bacher die kontrollierbare, aber dennoch herausfordernde Situation. Er zeigt sich zudem dafür zuständig, dass bei den Heimspielen das Ambiente stimmt. "Man muss in der Bundesliga schon an einiges denken, das in der Liga darunter kein Thema war", sagt Bacher und meint beispielsweise die Musik, die zukünftig beim Einmarsch der Spielerinnen aus den Lautsprechern ertönt, die Einbindung eines Hallensprechers oder der Liveticker, der über eine WLAN-Verbindung dafür sorgt, dass die Fans vor dem Computer nach jedem Ballwechsel über den aktuellen Stand informiert werden. "Hätte ich im Vorfeld gewusst, welchen organisatorischen Aufwand es hier zu betreiben gilt, hätte ich mir das mit der Managerrolle vielleicht noch mal überlegt", meint Werner Bacher. Allerdings nimmt ihm das im Sindelfinger Lager keiner so richtig ab, zumal er auf die Unterstützung zahlreicher Mitglieder zählen kann.

Drittligasaison in Gedenken an Horst Loop bestreiten

Nicht in Vergessenheit geraten wird beim VfL der langjährige Abteilungsleiter Horst Loop, der im Frühjahr verstarb. Werner Bacher: "Vor 20 Jahren, als es zuletzt Bundesligatischtennis in Sindelfingen gab, war Horst Loop unser Abteilungsleiter. Die erste Frauenmannschaft war ihm in seiner langen Ehrenamtslaufbahn immer ein besonderes Anliegen. Die Mannschaft hat sich entschieden, die nun kommende Drittligasaison in Gedenken an Horst Loop zu bestreiten."

Presse | Tischtennis | 30.07.2014

Natalie Bacher hat in Weinheim Grund zum Strahlen

Platz eins beim baden-württembergischen Top-16-Turnier in der U18-Altersklasse - Weitere starke Platzierungen

Bei einem ihrer letzten Auftritte als Jugendspielerin erwischte die 17-jährige Natalie Bacher vom VfL Sindelfingen beim baden-württembergischen Top-16-Turnier einen Glanztag. In Weinheim gewann die Regionalligaspielerin des VfL die U18-Konkurrenz. Weitere starke Platzierungen ließen das Turnier zu einem großen Erfolg aus VfL-Sicht werden.

Dem Druck des Gewinnenmüssens hielt Natalie Bacher stand. In beeindruckender Manier marschierte sie mit sieben Siegen und nur zwei abgegebenen Sätzen durch die Vorrunde. Am zweiten Tag ging es gegen die besten vier der anderen Gruppe. Eine hauchdünne Fünfsatzniederlage gegen Kathrin Hessenthaler (Neckarsulm) und ein genauso knapper Erfolg gegen Lokalmatadorin Muriel Broschard (12:10, 11:4, 9:11, 11:13 und 12:10) sorgten im Sindelfinger Lager für großen Jubel. Natalie Bacher löste auf direktem Weg das Ticket für das deutsche Top-48-Turnier im November.

Bei den U15-Mädchen endete für Alina Frey (VfL Sindelfingen) die Vorrunde mit einer Fünfsatzniederlage gegen die Steinheimerin Wenna Tu. Trainer Oliver Appelt: "Da hat Alina nach einer 2:0-Satzführung etwas zu viel gewollt." Ansonsten hatte die quirlige Angriffsspielerin die Konkurrenz allerdings im Griff und schaffte es mit 6:1 Spielen souverän in die Runde der besten acht. In der Endrunde musste Frey nur noch Jana Kirner aus Emmendingen gratulieren, gegen die sie nicht ins Spiel kam. So blieb am Ende der dritte Platz und noch ein kleiner Hoffnungsschimmer auf eine Nachnominierung zum Top-48-Turnier am 18./19. Oktober in Osterburg/Sachsen-Anhalt. Sven Stolz und Mika Pickan schafften mit beherzten Auftritten den Sprung unter die besten acht. Betreuer Werner Bacher: "Mit ihren Abschlussplatzierungen fünf und sechs können sie sehr zufrieden sein, die vorne platzierten Spieler waren richtig stark." Mika Pickan zeigte gegen den späteren Sieger Sven Hennig (FT Freiburg) eine starke Leistung. Sven Stolz, der in der kommenden Saison im Männer-Bezirksligateam um Punkte schmettert, unterlag zwar im vereinsinternen Duell, dennoch konnte er sich auf Grund des besseren Satzverhältnisses vor Mika Pickan platzieren.

Ebenfalls bei den U15-Jungs ging der erst elfjährige Carlos Dettling vom VfL Herrenberg ins Rennen. Mit einer starken 4:3-Bilanz ging das Mitglied des DTTB-Kaders als Gruppendritter aus der Vorrunde hervor, dabei unterlag er dem späteren Turnierzweiten Dominik Reis (Waldkirch) nur knapp mit 6:11, 11:5, 11:8, 11:13, 5:11. Am zweiten Turniertag hatte die Konkurrenz zumeist die Nase vorn, dennoch freute er sich riesig über den achten Platz. Die Lehenweilerin Ann-Katrin Ziegler sorgte am ersten Tag mit einem glatten 3:0 über Muriel Broschard für das persönliche Glanzlicht, in der Endrunde landete die für den TSV Herrlingen (Bezirk Ulm) antretende Ziegler mit einer 3:4-Bilanz auf dem fünften Platz.

Presse | Tischtennis | 30.07.2014

Paukenschlag von Natalie Bacher

Die Sindelfingerin gewinnt das baden-württembergische Top-16-Turnier der U18-Jugend / Auch Alina Frey schafft es aufs Podium

Von Thomas Holzapfel

Weitere starke Platzierungen von Sindelfinger Youngsters ließen das Ranglistenturnier zu einem großen Erfolg aus Vereinssicht werden.

Dem Druck des Gewinnenmüssens hielt Natalie Bacher beim Top16-Turnier der besten baden-württembergischen Tischtennis-Mädchen gut stand. In beeindruckender Manier marschierte sie mit sieben Siegen und nur zwei abgegebenen Sätzen durch die Vorrunde. Am zweiten Tag ging es dann noch gegen die besten Vier der anderen Gruppe.

Eine hauchdünne Fünfsatzniederlage gegen Kathrin Hessenthaler (Neckarsulm) und ein genauso knapper Erfolg gegen Lokalmatadorin Muriel Broschard (12:10, 11:4, 9:11, 11:13 und 12:10) sorgten im Sindelfinger Lager für großen Jubel. Natalie Bacher löste somit auf direktem Weg das Ticket für das deutsche Top48-Turnier, das Anfang November in Kleve zur Austragung kommt.

Bei den U15-Mädchen endete für Alina Frey (VfL Sindelfingen) die Vorrunde mit einer Fünfsatzniederlage gegen die Steinheimerin Wenna Tu. Trainer Oliver Appelt: „Da hat Alina nach einer 2:0-Satzführung etwas zu viel gewollt.“

Ansonsten hatte die quirlige Angriffsspielerin die Konkurrenz allerdings im Griff und schaffte es mit 6:1-Spielen recht souverän in die Runde der besten Acht. In der Endrunde musste Frey nur noch Jana Kirner aus Emmendingen gratulieren, gegen die sie nicht so recht ins Spiel kam. So blieb am Ende der dritte Platz im Top16-Turnier und noch ein kleiner Hoffnungsschimmer auf eine Nachnominierung zum DTTB-Top48-Turnier (18./19.10.2014 in Osterburg/Sachsen-Anhalt).

Sven Stolz und Mika Pickan schafften mit beherzten Auftritten den Sprung unter die besten Acht. Betreuer Werner Bacher: „Mit ihren Abschlussplatzierungen fünf und sechs können unsere beiden Youngsters sehr zufrieden sein, die vorne platzierten Spieler waren richtig stark.“

Mika Pickan zeigte gegen den späteren Sieger Sven Hennig (FT Freiburg) eine starke Leistung. Sven Stolz, der in der kommenden Saison im Männer-Bezirksligateam des VfL um Punkte schmettert, unterlag zwar im vereinsinternen Duell, dennoch konnte er sich auf Grund des besseren Satzverhältnisses am Ende vor Mika Pickan platzieren.

Ebenfalls bei den U15-Jungs ging der erst elf-jährige Carlos Dettling vom VfL Herrenberg ins Rennen. Mit einer starken 4:3-Bilanz ging das Mitglied des DTTB-Kaders als Gruppendritter aus der Vorrunde hervor, dabei unterlag er dem späteren Turnierzweiten Dominik Reis (Waldkirch) nur knapp mit 6:11, 11:5, 11:8, 11:13 und 5:11. Am zweiten Turniertag hatte die Konkurrenz zumeist die Nase vorn, dennoch freute sich der junge Nachwuchsspieler riesig über den achten Platz im Endklassement.

Die Lehenweilerin Ann-Katrin Ziegler sorgte am ersten Tag mit einem glatten 3:0 über Muriel Broschard für das persönliche Glanzlicht, in der Endrunde landete die für den TSV Herrlingen (Bezirk Ulm) antretende Zielger mit einer 3:4-Bilanz auf dem fünften Platz.

Presse | Tischtennis | 23.07.2014

VfL-Trio überzeugt in Remshalden

Natalie Bacher, Nathalie Richter und Alina Frey belegen die Plätze zwei, drei und fünf

Von Thomas Holzapfel

Celine Gruber (TSV Herrlingen) und Sebastian Rühl (ESV Weil) hießen die Sieger beim Top-24-Turnier der Damen und Herren in Remshalden. Im Damenbereich hatte der hiesige Bezirk einige heiße Eisen im Feuer, die den hohen Temperaturen und der großen Luftfeuchtigkeit in der Halle trotzen und vordere Plätze belegten.

Verdienter Lohn für Nathalie Richter, Natalie Bacher und die erst 13-jährige Alina Frey: Alle drei Spielerinnen haben sich für das Ranglistenfinale Top12 am 21. September qualifiziert.

In vier Sechsergruppen galt es gute Voraussetzungen für die Zwischen- und Endrunde zu schaffen, um am Ende einen der ersten sechs Plätze zu belegen. Natalie Bacher und Nathalie Richter nahmen sich dies zu Herzen und wurden mit jeweils fünf Erfolgen Gruppensiegerin.

Somit entgingen sie der Kräfte zehrenden Zwischenrunde und spielten in der Endrunde gleich um die Plätze eins bis vier. Beide unterlagen der späten Siegerin Celine Gruber, im vereinsinternen Duell hatte diesmal die jüngere Natalie Bacher mit 11:7, 8:11, 11:7 und 11:9 die Nase vorn. Somit schafften es beide Sindelfingerinnen aufs Treppchen und konnten ein durchweg positives Turnierfazit ziehen.

Rundum glücklich war auch Alina Frey, die in der Vorrundengruppe Dritte wurde und danach durch die Mühlen der Zwischenrunde gehen musste. Nach der hauchdünnen Auftaktniederlage (10:12 im fünften Satz) gegen die ebenfalls sehr junge Wenna Tu trumpfte Alina Frey in den anschließenden Partien mächtig auf.

Der hart umkämpfte Fünfsatzerfolg gegen Kathrin Hessenthaler und das überraschend deutlich 3:0 gegen Lisa Mayer (beide NSU Neckarsulm) bescherten dem Sindelfinger Wirbelwind sogar noch den Gruppensieg, so dass bereits jetzt die Qualifikation für das Ranglistenfinale unter Dach und Fach war.

Im unbedeutenden Spiel um Platz fünf ging es ausgerechnet gegen Ann-Katrin Ziegler aus Lehenweiler, die für den TSV Herrlingen startet. Alina Frey: „Das war für uns beide eine etwas blöde Situation, da wir uns von zahlreichen gemeinsamen Trainingseinheiten in- und auswendig kennen.“ Nach zwischenzeitlichem 1:2-Satzrückstand drehte Alina Frey, die vom Südbadener Jugendspieler Tom Eise betreut wurde, die Partie mit 11:8 und 11:7 noch um und sicherte sich so den viel umjubelten fünften Platz. Einen Tag nach dem Turnier war Alina Frey noch leicht angeschlagen: „Nach den neun Spielen habe ich nun einen großen Muskelkater, mir tut alles weh. Letztes Jahr landete ich bei diesem Turnier auf dem letzten Platz. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich diesmal so weit vorne platziere und mich sogar für das nächste Turnier qualifiziere.“

Insgesamt auffällig im Damen-Feld: Fast alle Teilnehmerinnen gehörten noch den Schülerinnen- und Jugend-Jahrgängen an, beziehungsweise sind diesen erst in den letzten Jahren entwachsen. „Ein Grund könnte dabei der späte Termin in der zweiten Juli-Hälfte sein. Der wird von manchen älteren Spielern kritisch gesehen, weil der zeitliche Abstand zum letzten Saisonspiel doch sehr groß ist“, äußerte sich beispielsweise der zweitplatzierte Marlon Spieß vom ASV Grünwettersbach.

Presse | Tischtennis | 08.07.2014

Alina Frey marschiert durch

Sieg bei baden-württembergischer U15-Rangliste

Beim baden-württembergischen Tischtennis-Ranglistenturnier der U15- und U18-Jugend in Betzingen erspielten sich die Bezirkstalente hervorragende Platzierungen. Die 13-jährige Alina Frey (VfL Sindelfingen) landete in der U15-Konkurrenz ganz vorne, mit Sven Stolz und Mika Pickan gab's für zwei weitere Sindelfinger einen Platz auf dem Treppchen. Alle drei erfüllten so die Bedingung, unter die ersten fünf zu kommen, um die Fahrkarte für das baden-württembergische Top-16-Turnier in Weinheim-West zu lösen.

Alina Frey marschierte mit fünf 3:0-Siegen in die Zwischenrunde, dort wurde es nur beim Fünfsatzerfolg über Lisa Gäßler (TTC Emmendingen) knapp. Doch die quirlige Angriffsspielerin machte den 1:2-Satzrückstand wett und gewann die letzten beiden Durchgänge mit 11:2 und 11:5. Somit ging es gegen die Freiburgerin Annabelle Christ um die Verteidigung ihres Vorjahreserfolgs. Dies gelang beim 11:6, 9:11, 11:4, 11:8 in beeindruckender Manier.

Bei den U15-Jungs gaben sich Sven Stolz und Mika Pickan keine Blöße, beide wurden mit jeweils fünf Siegen Gruppensieger. Im weiteren Verlauf entpuppte sich Len Raake vom TTC Beuren für beide als unüberwindbares Hindernis. Mika Pickan musste dem Südbadener in der Zwischengruppe gratulieren, Sven Stolz im Finale. Dennoch konnten die Sindelfinger mit den Plätzen zwei und drei gut leben - die Qualifikation für das Folgeturnier geriet nie in Gefahr.

Deutlich schwerer hatten es die Bezirksvertreter in der U18-Konkurrenz. Thomas Barth (VfL Sindelfingen) gelang in der Vorrunde ein 3:2-Achtungserfolg gegen den Villinger Salomon Brugger, der Herrenberger Abwehrspieler Raphael Brakopp gewann ebenfalls in fünf Sätzen gegen Marius Heinemann (TTC Singen). Für beide reichte es allerdings nicht in die Zwischenrunde.

Presse | Tischtennis | 22.04.2014

Langeweile gibt es woanders

Bezirksklasse: VfL Sindelfingen II ist Meister

Die Tischtennisspieler des VfL Sindelfingen II befinden sich weiter auf dem Höhenflug. Das Team um Kapitän Peter Czöppan hatte sich nach der Vizemeisterschaft in der Kreisliga und dem Aufstieg in die Bezirksklasse zum Ziel gesetzt, mit verstärkter Aufstellung auch eine Etage höher eine gute Rolle zu spielen. Dies gelang in beeindruckender Manier: Mit 31:5 Punkten sicherte sich der VfL II den Titel.

Machten sich in der Winterpause neben den Sindelfingern noch weitere Teams wie Herbstmeister SV Böblingen III oder der FSV Deufringen Hoffnungen auf die Meisterschaft, setzten sich die Sindelfinger mit neun Siegen in der zweiten Saisonhälfte an die Spitze des Zehnerfelds und bejubelten beim abschließenden 9:4 in Renningen den Bezirksliga-Aufstieg.

Wirft man einen Blick auf die Tabellen der letzten Jahre, kommt die Meisterschaft nicht von ungefähr. Seit der Saison 2004/2005 verging kaum ein Jahr, in dem der VfL nicht im Titelrennen oder Abstiegskampf der jeweiligen Liga eingebunden war. Langeweile gab's woanders, bei den Sindelfingern musste meist bis zum letzten Spieltag gekämpft werden, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Dass der VfL die Liga diesmal wieder nach oben verlässt, liegt am verstärkten Kader, der vornehmlich der eigenen Jugendarbeit zu verdanken ist. Nachdem die Youngster Mika Pickan und Daniel Bacher in die Landesliga-Mannschaft integriert wurden, rutschten erfahrene Spieler wie Matthias Finkbeiner, Martin Goihl oder Peter Czöppan in die zweite Mannschaft. Neben dem starken Neuzugang Michael Gaa (kam aus Nusplingen) wurden in der zweiten Mannschaft die Jugendspieler Sven Stolz und Jannik Müller in den Erwachsensport eingegliedert.

Mit diesem Kader hat der VfL II das Potenzial, in der Bezirksliga eine gute Rolle zu spielen, primär will man schnellstmöglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einsammeln.
Für den Bezirksklasse-Meister spielten in der Rückrunde: Matthias Finkbeiner (10:7-Einzelbilanz), Tamim Amany (5:9), Michael Gaa (16:0), Sven Stolz (5:1), Daniel Stephan (9:3), Martin Goihl (3:1), Peter Czöppan (8:1), Jannik Müller (1:3) und Simon Günther (2:0). Die Doppel erreichten eine Bilanz von 22:6.

Presse | Tischtennis | 16.04.2014

Marcus Sieger fährt zur WM

Sindelfinger Behindertensportler offiziell nominiert

Von Christian Böhm

Nun ist es offiziell. Der für den VfL Sindelfingen spielende Rollstuhlspitzensportler Marcus Sieger aus Denkingen hat es tatsächlich geschafft und wurde nun auch in seiner zweiten Sportart – bis 2011 war er Curler – zu einer Weltmeisterschaft nominiert.

Vom 6. bis 15. September kämpft Sieger im Mutterland des Tischtennis in Peking/China um den Weltmeistertitel. Sieger ist sich sicher, dass es „der Wahnsinn“ werden wird, „diese Euphorie für den Volkssport Nummer eins in diesem Land einmal mit erleben zu dürfen“.

Der sportliche Werdegang des Rollstuhlspitzensportlers vom VfL Sindelfingen zeigt seit 2007 steil nach oben. So führt Marcus Sieger nun auch in seiner zweiten Sportart, dem Rollstuhltischtennis seinen Weg fort. Bevor es aber zu dieser Nominierung kam, musste Marcus Sieger vor allem dem Bundestrainer Volker Ziegler aus Aidlingen, sowie dem gesamten Bundestrainerteam erst beweisen, dass die Platzierung bei den Europameisterschaften 2013 keine Eintagsfliege war.

Dies gelang Sieger beim Weltranglistenturnier im März in Eger/Ungarn, bei dem er sowohl im Einzel als auch im Team-Wettbewerb die Bronze-Medaille gewinnen konnte. Da Marcus Sieger rein von seiner momentanen Weltranglistenposition zuerst keine Chance auf eine WM-Nominierung hatte, bekam er nun eine vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) und vom Bundestrainer beim Tischtennis-Weltverband beantragte Wildcard für die Weltmeisterschaft 2014 genehmigt.

Eine Wildcard ist schwer zu ergattern. Der Sportler muss mindestens zum erweiterten Medaillenkandidatenkreis gehören. Durch den Vize-Europameistertitel im letzten Jahr wurde auch diese Voraussetzung erfüllt.

Bis zur Weltmeisterschaft stehen noch die Turniere in Lasko/Slowenien sowie in Barcelona fest auf dem Plan. Ob noch weitere Turniere bis zur WM gespielt werden, wird erst in den nächsten Wochen zusammen mit dem Bundestrainerteam entschieden.

Zu den Turnieren stehen dann neben den fast täglichen Trainingseinheiten verschiedenste Landeskader- und Nationalkader- Lehrgänge in Deutschland sowie internationale Lehrgänge auf dem Programm. Das übliche Training im Olympiastützpunkt Stuttgart, beim VFL Sindelfingen und beim TTC Wehingen geht dabei ganz normal weiter.

Vielleicht kann das Team Sieger/Nikelis bei der WM, wenn alles optimal läuft, sogar für eine Überraschung sorgen. Das Ziel ist eine Medaille. Die auch im Bereich des Möglichen ist, da das Team Sieger/Nikelis im Doppel seit nun fast einem Jahr ungeschlagen ist. „Ein riesen Dank geht an unsere Sponsoren“, sagt Sieger, „ohne die wäre dieser Weg so sicherlich nicht möglich gewesen.

Info
Mehr zu Marcus Sieger gibt es unter www.marcus-sieger.com im Internet.
Marcus Sieger will mit Edelmetall aus China zurückkehren. Bild: z

Presse | Tischtennis | 15.04.2014

Neue Herausforderungen in der 3. Liga

Frauen des VfL Sindelfingen beenden Saison mit einem 8:2-Heimsieg als Vizemeister

Ganz so leicht wie von einigen erwartet, wurde es den Regionalliga-Tischtennisspielerinnen des VfL Sindelfingen gegen den TTV Rimlingen-Bachem nicht gemacht. Nach leichten Problemen fuhr das Sindelfinger Quartett aber doch einen standesgemäßen 8:2-Erfolg ein.

Nicht erst seit dem Wochenende steht fest, dass die VfL-Frauen als Vizemeister den Sprung in die neu eingeführte dritte Liga schaffen. Vom zweiten Platz war man bereits vor dem Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht aus dem Saarland nicht mehr zu verdrängen. Insofern ging der VfL, der ohne seine ungarische Spitzenspielerin Gabriella Zsemlye antrat, die Partie vielleicht etwas zu sorglos an. Nathalie Richter und Natalie Bacher verloren zu Beginn ihr Doppel, auch Maria Schuller musste im Einzel der Rimlinger Spitzenspielerin Katharina Palm gratulieren. "Auch dazwischen lief's nicht ganz so glatt, doch mehr und mehr nahmen wir das Heft in die Hand", analysierte Trainer Oliver Appelt, der erst richtig durchatmen konnte, als Natalie Bacher und Jasmin Lorenz ihre Einzel nach fünf hartumkämpften Sätzen für sich entschieden. Mit der daraus resultierenden 5:2-Führung im Rücken ließ der VfL nichts mehr anbrennen. Maria Schuller, Nathalie Richter sowie abermals Natalie Bacher sorgten für den klaren 8:2-Erfolg.

Beim anschließenden Abschlussessen wurden auch schon die Fäden für die kommende Saison gesponnen, in der sich einiges ändern wird. Zwar nicht personell, aber in punkto Organisation. In der neu eingeführten 3. Bundesliga steht man unter dem Dach des Deutschen Tischtennisbundes und muss vor allem beim Drumherum einige Anpassungen vornehmen. Der Einsatz eines Hallensprechers, Einlauf der Spielerinnen, ein Liveticker - das alles gibt es fortan beim VfL Sindelfingen zu beachten. Trainer Oliver Appelt ist sich sicher, dass es den Verantwortlichen gelingen wird, die kommenden Herausforderungen zu meistern.

U18-DM mit Natalie Bacher

Daneben wird bis zur Sommerpause konzentriert weitertrainiert, vor allem auf die 16-jährige Natalie Bacher wartet in Bälde eine große Aufgabe: Am 26./27. April nimmt das VfL-Talent bei den deutschen Meisterschaften der U18-Jugend in Mühlhausen (Thüringen) teil.

Presse | Tischtennis | 10.04.2014

3. Bundesliga ist der verdiente Lohn

Regionalliga Frauen

Bei den Tischtennisspielerinnen des VfL Sindelfingen sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Bereits vor dem letzten Spieltag ist die Vizemeisterschaft in der Regionalliga perfekt, mit der zu Beginn wohl niemand gerechnet hätte. Verdienter Lohn ist die Qualifikation für die neue 3. Bundesliga. Zum Saisonabschluss will sich das VfL-Quartett um Trainer Oliver Appelt noch einmal mit einer konzentrierten Leistung vom heimischen Publikum verabschieden, auch wenn es am Samstag um 12 Uhr in der Sommerhofenhalle nur gegen das punktlose Schlusslicht TTV Rimlingen-Bachem geht.

Gut möglich, dass die Anreise der Saarländerinnen länger dauern wird als die Partie. Der Aufsteiger präsentierte sich in den wenigsten Fällen konkurrenzfähig und ziert sieglos das Tabellenende. Auch ohne die ungarische Spitzenspielerin Gabriella Zsemlye, die in der Rückrunde alle 16 Einzel gewann, sollte gegen die Gäste ein deutlicher Sieg möglich sein. VfL-Trainer Oliver Appelt: "Wir werden unseren Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die Rimlingerinnen haben mit Katharina Palm eine spielstarke Nummer eins, ihre Teamkameradinnen sollten wir hingegen in Schach halten können."

Presse | Tischtennis | 11.03.2014

Paukenschlag im Sommerhofen

Der VfL Sindelfingen besiegt die TTG Süßen mit 8:1 und hofft auf die Vizemeisterschaft
Von Thomas Holzapfel

Das Erfolgswochenende beim VfL Sindelfingen komplettierten die Landesliga-Männer, die gegen Bad Liebenzell den dringend notwendigen Erfolg einfuhren.

Bereits in den Doppeln kristallisierte sich bei den Regionalliga-Frauen heraus, dass es die Gäste aus Süßen am Sonntagvormittag nicht leicht haben würden. Gabriella Zsemlye und Maria Schuller gewannen deutlich in drei Sätzen, Jasmin Lorenz und Nathalie Richter lieferten sich beim 8:11, 11:7, 14:12, 10:12 und 13:11 gegen Celine Gruber/Katharina Binder einen wahren Krimi.

Mit einer 2:0-Führung im Rücken lief es bei den Sindelfingerinnen dann wie am Schnürchen. Gabriella Zsemlye (2) blieb nicht zum ersten Mal in dieser Saison ohne Satzverlust, zudem punktete eine starke Jasmin Lorenz zwei Mal am Spitzenpaarkreuz. Nathalie Richter sorgte am hinteren Paarkreuz für die zwischenzeitliche 5:1-Führung, den Schlusspunkt zum überraschend deutlich ausgefallenen 8:1 setzte Routinier Maria Schuller.

Da der TSV Betzingen parallel dem souveränen Spitzenreiter ESV Weil unterlag, ist der VfL Sindelfingen nunmehr erster Anwärter auf die Vizemeisterschaft. Trainer Oliver Appelt: „Heute lief es wieder einmal super. Nach den zuletzt gezeigten Auftritten kann ich nur meinen Hut vor der Mannschaft ziehen, die eine richtig starke Saison spielt.“

Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz:
Zsemlye - Volz 11:8, 11:5, 11:9; Lorenz - Gruber 7:11, 11:7, 11:6, 12:10; Zsemlye - Gruber 11:3, 11:9, 11:7; Lorenz - Volz 7:11, 11:6, 11:4, 11:7.

Den dringend nötigen Sieg im Abstiegskampf fuhren die Landesliga-Männer am Sonntag gegen Schlusslicht MUTTV Bad Liebenzell ein. Beim 9:6-Erfolg war der VfL-Ersten zwar phasenweise anzumerken, dass es in dieser Partie um viel geht, doch letztendlich wurde ein verdienter Sieg eingefahren.

Obwohl nach seinem Muskelfaserriss noch nicht auf der Höhe, gelang Patrik Schellhaus ein wichtiger Einzelsieg gegen Bad Liebenzells Topmann Markus Buck. Youngster Daniel Bacher punktete zwei Mal am hinteren Paarkreuz, außerdem sorgten Petr Machulka, Mika Pickan, Armin Bozenhardt, Martin Finkbeiner und zwei Doppel für Zählbares. Die 3:9-Niederlage am Vortag beim TTC Tuttlingen II ließ sich dadurch recht leicht verschmerzen, hier war Petr Machulka an allen drei Sindelfinger Punktgewinnen beteiligt.

Presse | Tischtennis | 25.02.2014

Natalie Bacher im Dauereinsatz

Mit starken Ergebnissen warteten die Tischtennis-Frauen des VfL Sindelfingen in der Regionalliga und Oberliga auf.

Team eins bleibt nach zwei Erfolgen auf Vizemeisterkurs, die Frauen II sicherten sich durch drei Punkte in zwei Begegnungen den Klassenerhalt. Spielerin des Wochenendes war Natalie Bacher, die alle vier Spiele bestritt. Zudem konnte sich ihre 7:2-Bilanz in den Einzeln sehen lassen. Trainer Oliver Appelt: "Sie hat sich voll reingehängt, ihre Leistung war aller Ehren wert." In der Regionalligapartie gegen den TSV Gau-Odernheim rückte Bacher für die angeschlagene Jasmin Lorenz ins Team. Neben Bacher blieb beim 8:3-Erfolg auch Spitzenspielerin Gabriella Zsemlye ungeschlagen. Am Sonntag beim TSV Herrlingen mit der Lehenweilerin Ann-Katrin Ziegler zeigte sich das VfL-Quartett ebenfalls von seiner besten Seite. Einzig Sonja Rembold brachte den VfL gelegentlich in Bedrängnis. Gabriella Zsemlye (3), Jasmin Lorenz (2), Maria Schuller und Natalie Bacher beeindruckten beim 8:3.

Das Oberliga-Team mit Natalie Bacher, Uschi Kohn, Jennifer Richter und Elke Philipp fuhr gegen Schlusslicht TTSV Mönchweiler einen 8:2-Pflichtsieg ein und fuhr danach locker zum Tabellenzweiten TTG Süßen II, entführte dort beim 7:7 überraschend einen Zähler. Sindelfingen verbuchte am hinteren Paarkreuz mit Jennifer Richter und Elke Philipp leichte Vorteile. Oliver Appelt: "Dieses Remis war für mich der Höhepunkt des Wochenendes. Mit 14:14 Punkten können wir für ein weiteres Oberliga-Jahr planen."

Ohne Patrik Schellhaus (Muskelfaserriss in der Wade), taten sich die Landesliga-Männer des VfL Sindelfingen schwer. Gegen den kommenden Meister TTC Ottenbronn gestalteten Petr Machulka (2), Armin Bozenhardt und das Doppel Machulka/Finkbeiner die 4:9-Niederlage etwas erträglicher. Schmerzhafter war das 5:9 gegen den Vorletzten TSV Betzingen. Dabei wurde der erste Einzeldurchgang verschlafen, als nur Martin Finkbeiner punktete. Danach ergatterten Machulka, Bozenhardt und Daniel Bacher weitere Zähler für den VfL, der sich in den restlichen fünf Spielen voll und ganz auf den Ligaerhalt konzentrieren muss.

Presse | Tischtennis | 20.11.2013

Zwei Sindelfinger ganz vorne dabei

Von der männlichen U15-Jugend des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern wurde das Qualifikationsranglistenturnier zu den baden-württembergischen Meisterschaften in Weinheim dominiert. Ganz weit vorne landeten auch die beiden Sindelfinger Nachwuchsspieler Mika Pickan und Sven Stolz, die sich über das souveräne Erreichen des großen Folgeturniers freuen konnten.

Hinter Marius Henninger (TGV Eintracht Beilstein) und Hugo Lopes-Teixeira (DJK Sportbund Stuttgart) landeten die beiden Sindelfinger auf den Plätzen drei und vier. Mika Pickan, der zurzeit am hinteren Paarkreuz im Männer-Landesligateam spielt, marschierte ohne Satzverlust durch die fünf Vorrundenpartien. In der Zwischenrunde musste sich der blonde Angriffsspieler lediglich dem späteren Sieger aus Beilstein nach fünf hart umkämpften Sätzen geschlagen geben. Sven Stolz setzte sich in seiner Gruppe mit 4:1 Spielen und dem leicht besseren Satzverhältnis gegenüber Abinayan Umapathisivam (Bad Rappenau) durch. Der Youngster aus dem U18-Team des VfL Sindelfingen in der Verbandsklasse erreichte mit einer 2:1-Bilanz in der Zwischenrunde ebenfalls das kleine Finale, in dem es dann zum vereinsinternen Aufeinandertreffen kam. Mika Pickan setzte sich in diesem mit 10:12, 11:4, 11:9 und 11:4 durch.

Die beiden Abschlussplatzierungen drei und vier berechtigen zur Teilnahme an den baden-württembergischen Einzelmeisterschaften, die am 7./8. Dezember im badischen Ettlingen zur Austragung kommen.

Mit Daniel Bacher nahm ein weiterer Sindelfinger am U18-Wettbewerb teil. Gegen starke Konkurrenz verpasste der 15-jährige Linkshänder mit zwei Siegen und drei Niederlagen nur knapp den Sprung in die Zwischenrunde. Ähnlich erging es Tim Holzapfel vom VfL Herrenberg, der sich zwar gegen Devin Aslan (SC Staig) in vier Sätzen durchsetzte, in den weiteren Vorrundenpartien allerdings gratulieren musste.

Presse | Tischtennis | 13.11.2013

Sieben Mal Gold für Sindelfingen

Bei den Bezirksmeisterschaften in Böblingen sammeln die Sindelfinger Spieler und Spielerinnen 17 Medaillen

Von Thomas Holzapfel

Lediglich 14 Teilnehmerinnen stellten die beiden Damen-Wettbewerbe. Vor allem in der Damen-A-Klasse war abzusehen, dass die Regionalligaspielerinnen des VfL Sindelfingen die Entscheidung untereinander ausmachen würden. Zufrieden waren die Veranstalter mit der Ausbeute, die SVB heimste vier Gold- und zehn Bronzemedaillen ein. Dies reichte im Medaillenspiegel zu Platz zwei hinter dem VfL Sindelfingen, der sieben Mal Gold, drei Mal Silber und weitere sieben Mal Bronze bejubeln durfte.

In der Damen-A-Konkurrenz setzten sich die drei Sindelfinger Regionalligaspielerinnen erwartungsgemäß durch, Diana Jocher von der Spvgg Weil der Stadt gesellte sich als überraschende Halbfinalistin dazu. Im Endspiel hatte Abwehrspielerin Jasmin Lorenz mit 9:11, 11:5, 11:9 und 11:8 gegen Teamkollegin Natalie Bacher die Nase vorn und setzte sich nach 2010 und 2011 abermals die Krone der Bezirksmeisterin auf. Die beiden Finalgegnerinnen im Einzel spielten dann im Doppel auf einer Seite und waren nicht zu bezwingen. Allerdings stand der Fünfsatzerfolg im Endspiel über Alina Frey/Nathalie Richter (Gärtringen/Sindelfingen) lange Zeit auf der Kippe.

In der Damen-B-Klasse wurde im Modus „Jede gegen Jede" gespielt. Da keine der sechs Spielerinnen eine weiße Weste behielt, entpuppte sich die Titelvergabe zu einem Krimi. Am Ende wiesen Vanessa Stierle (SV Böblingen), Myrna Frosch (VfL Sindelfingen) und Corinna Thiele (VfL Herrenberg) jeweils vier Siege und eine Niederlage auf, so dass das bessere Satzverhältnis den Ausschlag zu Gunsten der Böblingerin gab. Überschaubar war das Teilnehmerfeld im Doppelwettbewerb, hier setzten sich die Sindelfingerinnen Myrna Frosch/Vesna Richter gegen Jacqueline Pirk/Corinna Thiele vom VfL Herrenberg in drei Sätzen durch.

In der Königsklasse, dem Herren-S/A-Wettbewerb fanden die beiden topgesetzten Akteure Markus Wanek (TSV Kuppingen) und Julian Nüssle (VfL Oberjettingen) bereits im Achtelfinale ihre Meister. Positiv in Szene setzte sich Bezirksliga-Spieler Andrew Schönhaar (TSV Steinenbronn), der es bis ins Viertelfinale schaffte. In eindrucksvoller Manier sicherte sich Uwe Morjan, Neuzugang der Böblinger Landesliga-Männer, gegen Jens Seidel von der TTG Leonberg/Eltingen den Sieg. In der Doppelkonkurrenz sorgte mit Eberhard Schöffler/Jürgen Kieser (TTV Gärtringen/TTG Leonberg/Eltingen) eine nicht eingespielte, aber perfekt harmonierende Formation für Furore. Im Endspiel siegten sie gegen die Kuppinger Vater-Sohn-Formation Markus und Florian Wanek mit 11:8, 11:9, 7:11 und 11:3.

Mit Georg Gerlach vom VfL Herrenberg und Andrew Schönhaar vom TSV Steinenbronn standen sich im Finale des Herren-B-Wettbewerbs zwei Akteure gegenüber, die auch schon tags zuvor in der A-Klasse mitmischten. Georg Gerlach hatte im Vorjahr noch die A-Konkurrenz für sich entschieden und durfte sich noch mit dem Bezirksmeistertitel im B-Wettbewerb trösten. Für eine Überraschung sorgte der Sindelfinger Jugendspieler Sven Stolz, der es bis ins Halbfinale schaffte. Bezirksmeister im Doppel wurden Niklas Fomin/Carsten Nestele von der SVB, ihr 3:0-Sieg im Endspiel gegen Gerlach/Schönhaar fiel deutlich aus.

Mit 50 Teilnehmern stellte der Herren-C-Wettbewerb die größte Zahl an Spielern. Der Steinenbronner Damir Stefanac und der Warmbronner Fabian Wolf lieferten sich hier eines der spannendsten Endspiele dieser Meisterschaften. Nach 0:2-Satzrückstand setzte sich Stefanac doch noch mit 11:9, 11:5 und 11:9 durch. Im Doppel war die Warmbronn-Leonberger-Formation Mark Grunder/Tim-René Hagenlocher obenauf, sie setzten sich in drei hart umkämpften Sätzen mit 11:9, 11:9 und 14:12 gegen das Oberjettinger Brüderpaar Stefan und Thomas Haag durch.

Einzel-Bezirksmeister bei den Herren D wurde der Oberjettinger Michael Niethammer, der gegen den Schönaicher Jürgen Meerbrey glatt in drei Sätzen die Oberhand behielt. Im Doppel-Wettbewerb wurde im Grafenauer Lager gejubelt. Hier setzten sich Thomas Kornberger/Ekrem Yurdakul in vier Sätzen gegen Matthias Heckner/Jan Neumann vom TSV Kuppingen durch.

Besonders hart umkämpft war das Endspiel im Mixed-Wettbewerb, in dem die erst zwölfjährige Alina Frey (TTV Gärtringen) mit Vereinskollege Ingo Gotsch den Sieg schon auf dem Schläger hatte. Fünf Matchbälle blieben jedoch ungenutzt, so dass am Ende Natalie Bacher/Martin Finkbeiner vom VfL Sindelfingen glückliche neue Bezirksmeister wurden.

Presse | Tischtennis | 05.11.2013

"Diese Platzierung ist sensationell"

Natalia Bacher Achte beim Top-48-Turnier in Lehrte

Ein starkes Ergebnis auf nationaler Ebene erzielte die 16-jährige Tischtennisspielerin Natalie Bacher vom VfL Sindelfingen. Beim deutschen Top-48-Turnier im niedersächsischen Lehrte landete sie auf Platz acht. Landestrainerin Evelyn Simon war deutlich zufriedener als die selbstkritische Sindelfingerin selbst.

"Die Platzierung ist sensationell. Bei ihr hat auch der Kopf mitgespielt, sie war in den wichtigen Phasen sehr locker und löste ihre Aufgaben taktisch klug", war Evelyn Simon sichtlich angetan. "Manchmal steht sie sich bekanntlich selbst im Weg. Das war diesmal nicht der Fall, und sie wurde dafür auch mit dem achten Platz belohnt."

Bereits zum fünften Mal nahm Natalie Bacher an diesem nationalen Turnier teil. Und auch diesmal war für die Sindelfingerin die erste Partie richtungsweisend. Gegen Caroline Hajok (Hannover), eine Bundeskaderspielerin mit Heimvorteil, gelang Bacher mit 3:1 Sätzen ein wichtiger Auftaktsieg. Die folgende Viersatzniederlage gegen die spätere Siegerin Vivien Scholz (Internatsschülerin aus Berlin) ließ sich einigermaßen verschmerzen. Nach erfüllter Pflichtaufgabe gegen eine schwächere Gegnerin aus Mecklenburg-Vorpommern und einem Fünfsatzerfolg gegen Elisabeth Schanzer (Bayern) stand die Tür zum Einzug unter die besten 24 weit offen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste gegen die Thüringer Regionalligaspielerin Katharina Overhoff zumindest ein Satzgewinn her. Doch Natalie Bacher zeigte sich kompromisslos und gewann nach 1:2-Rückstand und Abwehr diverser Matchbälle die Partie. Als Zweitplatzierte in einer starken Vorrundengruppen hatte die 16-Jährige die Vorgabe übererfüllt.

In der Zwischenrunde gewann die hochkonzentriert agierende Natalie Bacher ihr drittes Fünfsatzspiel, durch das 5:11, 11:8, 11:7, 9:11, 11:9 über Jana Vollmert aus Holzbüttgen qualifizierte sie sich für die Endrunde um die Plätze fünf bis 18. Und die Erfolgsserie riss auch am zweiten Turniertag erst mal nicht ab. Nach einem Erfolg über die Heidelberger Oberligaspielerin Tabea Heidelbach kamen die Niederlagen gegen die topgesetzte Eva-Maria Maier (Bayern) und Amelie Rocheteau aus Niedersachsen aber nicht ganz unerwartet. Mit Rang acht war Natalie Bacher sehr zufrieden, mit der Leistung nicht immer: "Am zweiten Tag habe ich nicht mehr so gut gespielt", zeigte sie sich gewohnt kritisch. Dieser Einschätzung konnte Trainerin Evelyn Simon problemlos widersprechen, Natalie Bacher wurde zudem beste Baden-Württembergerin.

Einer der bislang größten Erfolge der 16-jährigen Sindelfingerin

Neben den drei Top-10-Platzierungen in ihrem letzten U15-Jahr stellt das Abschneiden in Lehrte einer der größten Erfolge in der noch jungen Laufbahn der Sindelfingerin dar. Ihr Vater Werner Bacher: "Wenn man bedenkt, dass sie verletzungsbedingt ein schwieriges Jahr hinter sich hat, ist dieser Erfolg sogar noch ein bisschen höher einzustufen." Am 23./24. November nimmt Natalie Bacher beim Top-24-Turnier der Jugend in Ostbevern bei Münster teil.

Presse | Tischtennis | 29.10.2013

In Süßen für saure Gesichter gesorgt - 7:7

Sindelfinger Regionalliga-Frauen nehmen Punkt mit

Auch ohne ihre Nummer eins Gabriella Zsemlye landeten die Tischtennis-Frauen des VfL Sindelfingen bei der TTG Süßen einen Achtungserfolg. Nach der über dreieinhalb Stunden währenden Regionalliga-Partie war Jasmin Lorenz an vier der sieben Zähler beteiligt.

"Sie erwischte einen echten Glanztag und war eine Klasse für sich", schwärmte VfL-Trainer Oliver Appelt von der 28-jährigen Abwehrspielerin. Das erste Ausrufezeichen setzte Lorenz zusammen mit Maria Schuller im Doppel, als sie gegen Gruber/Schuler glatt in drei Sätzen gewannen. Angespornt durch die 2:0-Führung aus den Doppeln gelang es Lorenz im Einzel zum ersten Mal, die Süßener Nummer zwei Verena Volz in Schach zu halten. Dies blieb allerdings der einzige Sindelfinger Erfolg im ersten Einzeldurchgang.

Im weiteren Verlauf das gleiche Bild: Jasmin Lorenz und die ebenfalls stark aufspielende Maria Schuller sorgten für die VfL-Punkte, die Youngsters Nathalie Richter und Natalie Bacher hatten am hinteren Paarkreuz weniger Glück. Einzig Natalie Richter schnupperte bei einer 10:8-Führung im fünften Satz gegen Martina Bechtel an einem Erfolg. So wurden beim 7:7 die Punkte geteilt. "Mit diesem Remis gegen einen spielstarken Gegner können wir sehr zufrieden sein", so Appelt. "Ich vermute, mal, die Süßenerinnen hatten mehr ausgerechnet."

Dank ihres "Juwels" Tamas Varbeli entging der VfL Herrenberg im Heimspiel der Männer-Landesliga gegen den VfL Sindelfingen einer Niederlage. Der starke Ungar in Reihen des Gäuteams gewann beide Einzel und Doppel und war maßgeblich am 8:8 in diesem Bezirksderby beteiligt. Auch Sindelfingens Spitzenspieler Petr Machulka musste zum wiederholten Mal die spielerische Stärke des Herrenbergers anerkennen. Beim VfL blieben Armin Bozenhardt und Matthias Finkbeiner in den Einzeln ohne Niederlage. Im Schlussdoppel hatten Petr Machulka und Patrik Schellhaus nach zwischenzeitlicher 2:1-Satzführung den Gesamtsieg auf dem Schläger, aber abermals Tamas Varbeli und Georg Gerlach sicherten den Herrenbergern das Remis.

Presse | Tischtennis | 15.10.2013

Das VfL-Quartett spielt groß auf

Sindelfingen besiegt den Ex-Bundesligisten Saarlouis-Fraulautern glatt mit 8:3-Punkten

Von Thomas Holzapfel

Während das Regionalligateam mit einem starken 8:3 über den TTSV Saarlouis-Fraulautern voll überzeugte, lieferte sich auch das Oberligateam mit der TTG Süßen II einen offenen Schlagabtausch, der allerdings beim 6:8 nicht von Erfolg gekrönt war.

„Manchmal ist es gut, wenn einen die Gegner nicht kennen. Gerade gegen routinierte Abwehrspielerinnen, wie wir sie haben, tun sich manche spielstarken Kontrahentinnen anfangs recht schwer", sagte VfL-Trainer Oliver Appelt nach der optimal verlaufenen Heimpartie seiner Regionalligafrauen gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern, den Verein, der in der vergangenen Saison noch in der Bundesliga spielte.

So holten die Defensivkünstlerinnen Gabriella Zsemlye, Jasmin Lorenz und Maria Schuller wichtige Punkte. Die Waliser Nationalspielerin Charlotte Carey, die bei der nunmehr zu Ende gegangenen Tischtennis-EM sogar den Sprung ins Hauptfeld schaffte, musste Gabriella Zsemlye und später auch Maria Schuller gratulieren.

Zudem zeigte sich Nathalie Richter am hinteren Paarkreuz in blendender Verfassung, als sie ihre beiden Einzel ohne Satzverlust für sich entschied. Mit jetzt 6:2-Punkten befindet sich das Regionalliga-Quartett des VfL nunmehr in aussichtsreicher Position. Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Zsemlye - Hartmann 11:9, 11:7, 12:14, 11:13, 11:2; Lorenz - Carey 11:8, 9:11, 11:13, 10:12; Zsemlye - Carey 8:11, 11:7, 11:7, 11:9; Lorenz - Hartmann 11:8, 11:8 13:11.

Bestens verkauften sich zuletzt auch die Oberliga-Frauen, die dem Favoriten TTG Süßen II in der Sommerhofenhalle alles abverlangten. „Ein Unentschieden wäre wohl ein gerechtes Ergebnis gewesen", meinte auch Nadine d€Elia vom Süßener Gästeteam, das beim 8:6 noch einmal haarscharf am Punktverlust vorbeischrammte.

Beim Stand von 5:5 hatte der VfL die Vorteile auf seiner Seite: Uschi Kohn hatte gegen Janine Scherer Matchball und Natalie Bacher führte nach starker Leistung gegen Nadine d€Elia mit 2:1 Sätzen und 9:7.

Doch es gelang nicht, den Sack zuzumachen und die beiden Partien gingen noch an die TTG, die sich mit 8:6 durchsetzte. Oliver Appelt: „Mit den zuletzt gezeigten Leistungen unseres Oberliga-Teams bin ich hochzufrieden. In dieser Verfassung werden wir auf jeden Fall die Liga halten."

Die Ergebnisse am Spitzenpaarkreuz: Bacher - Schuler 11:9, 11:8, 13:15, 6:11, 11:7; Richter - Scherer 8:11, 6:11, 10:12; Bacher - Scherer 6:11, 13:11, 11:13, 11:4, 11:2; Richter - Schuler 9:11, 5:11, 5:11.

Presse | Tischtennis | 08.10.2013

Sechs Stunden Fahrt für 90 Minuten - 8:0

Pflichtaufgabe erfüllt: Beim potenziellen Abstiegskandidaten TTV Rimlingen-Bachem setzten sich die Tischtennisspielerinnen von Regionalligist VfL Sindelfingen problemlos mit 8:0 durch. Bei nur vier abgegebenen Sätzen waren in der Partie bei den Saarländerinnen Spannungsmomente eher Mangelware.

Auch ohne die etatmäßige Nummer zwei Jasmin Lorenz, die im Urlaub weilte, dominierte das VfL-Quartett an der luxemburgischen Grenze das Geschehen nach Belieben. Schon die Doppel waren eine klare Sache, als der VfL ohne Satzverlust blieb. Eng wurde es im ersten Einzel zwischen Rimlingens Nummer eins Katharia Blum (VfL-Trainer Oliver Appelt: "Die Spitzenspielerin des Gegners besaß als Einzige Regionalliganiveau") und Abwehrroutinier Maria Schuller, die einen 1:2-Satzrückstand noch mit 11:7 und 11:8 in einen Sieg umwandelte. Im weiteren Verlauf waren die Gastgeberinnen bemüht, die Niederlage etwas freundlicher zu gestalte, doch ihre spielerischen Mittel reichten nicht. Gabriella Zsemlye (2), abermals Maria Schuller sowie Nathalie Richter und Natalie Bacher fuhren mit ihren Einzelerfolgen den klaren Auswärtssieg ein. Fazit: 90 Minuten Spielzeit standen sechs Stunden Autofahrt gegenüber.

In der Männer-Landesliga mussten die Sindelfinger beim MUTTV Bad Liebenzell eine 7:9-Niederlage einstecken. Ohne Patrik Schellhaus und dessen Sohn Mika Pickan tat sich der VfL im Nordschwarzwald schwer, führte allerdings nach dem ersten Einzeldurchgang mit 5:4. Dann jedoch mussten vier Einzel in Folge abgegeben werden, unter anderem gratulierte Spitzenspieler Petr Machulka nach fünf Sätzen (11:4, 4:11, 11:7, 11:13, 8:11) seinem Kontrahenten Markus Buck. Matthias Finkbeiner und Michael Gaa retteten den VfL zwar noch ins Schlussdoppel, dort setzten sich jedoch die Liebenzeller zum 9:7-Gesamtsieg durch. Von dem guten Satzverhältnis (35:33) konnte sich der VfL also nichts kaufen.

Presse | Tischtennis | 05.07.2013

Klamauk trifft auf sportlichen Ehrgeiz

Es war die perfekte Mischung aus Spitzensport und Show, die die sechs Weltklasse-Tischtennisspieler um Timo Boll am Mittwochabend in der Sindelfinger Sommerhofenhalle aufs Parkett zauberten. Knapp drei Stunden zelebrierten die Ausnahmekönner ihren Sport - und 600 Zuschauer waren hellauf begeistert.

Von Thomas Holzapfel

Es war zugleich ein Treffen der großen Tischtennis-Familie. Zahlreiche aktive Spieler und Spielerinnen aus dem Bezirk ließen es sich nicht nehmen und fuhren nach Sindelfingen, wo die Tischtennis-Abteilung des VfL Gastgeber des Munzer-Cups war, einer siebentägigen Turnierserie mit Starbesetzungsgarantie.

Und diejenigen, die kamen, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Schon allein die Auftaktpartie zwischen "Tischtennis-Idol" Timo Boll, so Co-Moderator Thomas Walter, Geschäftsführer des Tischtennisverbandes, und dem belgischen Ausnahmespieler Jean-Michel Saive war das Eintrittsgeld wert. Gebannt schauten die Fans in den Court, in dem die beiden Tischtennis in Perfektion ablieferten. Zeitweise wohl den Spielstand aus den Augen verlierend, packten Boll und Saive das ganze Repertoire aus. Sehenswerte, nicht enden wollende Ballwechsel, bei denen die Protagonisten bis zu fünf Meter hinter dem Tisch und zuweilen auch hinter der Spielfeldumrandung standen, wechselten sich ab mit rasanten Top-Spin-Duellen. War es während der Ballwechsel in der Halle mucksmäuschenstill, brandete nach erfolgtem Punktgewinn tosender Applaus auf. Vor allem der 34-jährige Belgier Jean-Michel Saive zeigte dabei - neben spielerischer Klasse - sein Talent für den Klamauk. Mal blieb er an der Tischecke hängen, mal winkte er dem Schiedsrichter zu, der mit erhobener Hand einen Punktgewinn angezeigt hatte. Bälle hinter dem Rücken anzunehmen, scheint für den belgischen Tischtennis-Komödianten dabei genauso eine Selbstverständlichkeit zu sein wie die Schlägerhand zu wechseln und den Ballwechsel fortzusetzen. Dem fachkundigen Publikum gefiel es.

Und dennoch kam der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Was sich auch im Ergebnis der Auftaktpartie widerspiegelte. Trotz zahlreicher Showelemente und viel Tischtennis-Comedy setzte sich Saive nach fünf sehenswerten Sätzen gegen den aktuellen Weltrangligstenfünften Timo Boll durch. Dennoch reichte es Boll in der Dreiergruppe mit dem Österreicher Robert Gardos noch zum Gruppensieg - und zum Einzug ins Endspiel.

In der anderen Gruppe, die am Paralleltisch spielte, wurde in gleichem Maße die hohe Kunst des Tischtennissports zelebriert. Wang Xi musste zwar zwei Mal gratulieren, doch sorgten seine Abwehrkünste für großes Erstaunen auf den Zuschauerrängen. Nicht minder begeisterte Schweden-Oldie Jörgen Persson, der trotz seines fortgeschrittenen Alters von 47 Jahren immer noch ein feines Händchen für den Tischtennissport hat. Ehrgeizig und konzentriert ging der aktuelle Olympia-Dritte Dimitrij Ovtcharov seine Aufgabe in Sindelfingen an - und setzte sich in der Gruppe durch.

So kam es zu später Stunde zum Traumfinale zwischen den beiden Nationalmannschaftskollegen Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov, in dem sich der acht Jahre jüngere Ovtcharov hauchdünn mit 11:9 im fünften Satz durchsetzte. Timo Boll nahm`s gelassen, als sein Gegenüber den großen Pokal in Empfang nahm. Schließlich war - ungeachtet der Ergebnisse - das Hauptziel dieser Veranstaltung erreicht, nämlich Werbung für die schnellste Rückschlagsportart der Welt zu machen und die Fans mit sehenswerten Darbietungen in ihren Bann zu ziehen.

Weltklassespieler touren mit einemNeunsitzer durch das Land

Vor dem Finale der deutschen Nationalspieler waren die sechs Weltklassespieler an den Autogrammtischen gefordert. Eine halbe Stunde lang signierten Timo Boll & Co. Trikots, Tischtennisutensilien und vieles mehr. Dabei konnten weitere Fähigkeiten von Timo Boll in Erfahrung gebracht werden. "Wir sind mit dem Kleinbus nach Sindelfingen gefahren, haben dazu einen Neunsitzer, mit dem wir im Rahmen dieser Turnierserie unterwegs sind", so der 32-Jährige. "Normalerweise wechseln wir uns als Fahrer ab, diesmal saß ich am Lenkrad." TTVWH-Geschäftsführer Thomas Walter dazu: "Das gibt es nur im Tischtennis, dass der Weltranglistenfünfte selbst am Steuer sitzt."

Abteilungsleiter Carsten Seeger war das Abfallen der Anspannung nach der Veranstaltung deutlich anzumerken. Der anfänglichen Skepsis ob des nicht ganz so flüssig gelaufenen Vorverkaufs wich dann doch die Zufriedenheit. "Es wurden viele Karten an der Abendkasse verkauft. Dass es am Ende 600 Zuschauer waren, hat uns sehr gefreut. Ein großes Dankeschön gilt den zahlreichen Helfern und dem Vorstandsteam, die diese Veranstaltung zu einem Erfolg werden ließen." Von den 180 Mitgliedern im VfL halfen rund 50 aktiv mit.

Presse | Tischtennis | 03.07.2013

Timo Boll spielt in Sindelfingen

Heute Abend wird die Sindelfinger Sommerhofenhalle beim Munzer Cup zum Mekka der schnellsten Ballsportart der Welt

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

5000 Zuschauer wurden in der vergangenen Woche Zeuge, wie Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll in China den Weltranglistenersten Xu Xin in die Knie zwang. Im Rahmen der Chinese-Super-League-Saison verschaffte sich der 32-jährige Ausnahmespieler wieder einmal Respekt im Reich der Mitte.

„Dass Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ihre Auftritte in China unterbrochen haben, zeigt den Stellenwert des Munzer Cups", so VfL-Abteilungsleiter Carsten Seeger, der die Veranstaltung zusammen mit der Stadt Sindelfingen organisiert.

Bis gestern waren rund 350 Eintrittskarten für den Auftritt von Boll und Co. heute Abend in der Sommerhofenhalle verkauft. „Wir hoffen auf 700 bis 800 Zuschauer", sagt der Sindelfinger Tischtennis-Chef.

In sieben deutschen Städten gibt es in dieser Woche Weltklasse-Tischtennis. Den Anfang machte am Montagabend Bad Neuenahr, gestern gastierten die Tischtennis-Asse im westfälischen Borken. In zwei Gruppen zu je drei Spielern spielt erst einmal jeder gegen jeden. Die Gruppensieger bestreiten im Anschluss das Finale über insgesamt vier Gewinnsätze. Dem Gesamtsieger der Serie winken 15000 Euro Preisgeld.

Für den VfL ist der Munzer Cup Neuland. „Eine Veranstaltung dieser Größe haben wir noch nie gehabt. Das ist unser absolutes Highlight", sagt Carsten Seeger. Knapp 50 Mitglieder der Abteilung sind heute auf den Beinen, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Um 15 Uhr beginnt der Aufbau. Dann werden auch die Stühle aus dem Glaspalast angeliefert.

Auch für die Verpflegung der sechs Tischtennis-Asse ist der VfL Sindelfingen verantwortlich. Carsten Seeger: „Vom Veranstalter wurden belegte Brötchen und Obst bestellt." Timo Boll und seine fünf Konkurrenten übernachten heute auch in Sindelfingen, schließlich ist das Finale erst gegen 21.45 Uhr angesetzt. „Anschließend gibt es für die Spieler noch ein spätes Abendessen im Mercure Hotel", so der Tischtennis-Abteilungsleiter.

Wenn heute ab 19.30 Uhr (Hallenöffnung 18 Uhr) der Zelluloidball übers Netz pfeift, ist Carsten Seeger auch Fan: „Ich freue mich vor allem auf Dimitrij Ovtcharov. Sein Spiel gefällt mir einfach." Doch der Sindelfinger drückt auch Jörgen Persson die Daumen: „Er ist doch das beste Beispiel, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch in der Weltspitze mithalten kann. Mir haben die schwedischen Spieler schon immer gefallen. Mikael Appelgren und Jan-Ove Waldner waren die Helden meiner Jugend."

Die Helden der Gegenwart sind Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. Sie geben heute Abend in der Sommerhofenhalle ihre Visitenkarte ab. Morgen ziehen sie schon weiter. Am Abend geht es im thüringischen Mühlhausen um Punkte und Siege. Bei der Tischtennis-Abteilung des VfL Sindelfingen kehrt dann wieder der Alltag ein.

Die Auftaktveranstaltung des Munzer Cups am Montagabend in Bad Neuenahr gewann Dimitrij Ovtcharov. Er setzte sich im Finale gegen den Chinesen Wang Xi klar mit 3:0 durch. Timo Boll hatte zuvor seine Gruppenspiele gegen Wang und den Schweden Jörg Persson verloren. Auch für Robert Gardos war nach den Gruppenspielen Schluss. Der Österreicher stand in Bad Neuenahr überraschend für Patrick Baum an der Platte. Die Nummer 31 der Weltrangliste feierte im vergangenen Jahr seinen bisher größten internationalen Erfolg. Zusammen mit Daniel Habersohn gewann Gardos die Europameisterschaft im Doppel.

Presse | Tischtennis | 02.07.2013

Ausrichter VfL Sindelfingen wirft alles in die Waagschale

Die Tischtennis-Abteilung des VfL Sindelfingen steht in den Startlöchern, der Kartenvorverkauf ist abgeschlossen - nun fehlen nur noch die Stars. Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov & Co. werden an diesem Mittwoch im Laufe des Nachmittags in Sindelfingen erwartet, ab 19.30 Uhr treten sie in der Sommerhofenhalle zum Munzer-Supercup an. Sechs Weltklassespieler sorgen für Tischtennissport auf allerhöchstem Niveau.

"Eins ist sicher: Die Stimmung in der Halle wird gut sein", prophezeit Carsten Seeger, Tischtennis-Abteilungsleiter des VfL Sindelfingen. Das emsige Organisationsteam des VfL unternahm im Vorfeld alle Anstrengungen, um den Munzer-Cup zu einem Erfolg werden zu lassen. Nicht nur die Zuschauer, auch die Spieler sollen sich in Sindelfingen wohl fühlen und den dritten Standort dieser Turnierserie in guter Erinnerung behalten. "Der Kartenvorverkauf verlief zwar etwas schleppend, aber wir sind guter Dinge, dass noch einige Tickets über den Kassentisch gehen", sagt Seeger, der insgeheim auf die stattliche Zahl von 500 Zuschauern hofft. "So ganz schlau werde ich nicht aus der zuweilen etwas dürftigen Tischtennisbegeisterung in unserer Region", so Seeger weiter. "Der Munzer-Cup hat in früheren Jahren an einem anderen deutschen Standort auch schon mal über 1000 Zuschauer in seinen Bann gezogen. In punkto Außendarstellung und Werbung müssen wir uns jedenfalls keine Vorwürfe machen. Das Gute ist, dass die Zuschauer nicht eng zusammengepfercht sitzen müssen. Es wird eine gute Atmosphäre herrschen." Neben der Vorfreude machte sich bei ihm zuletzt auch eine gewisse Nervosität bemerkbar, schließlich betritt er mit seinem VfL-Team Neuland, was die Durchführung eines Events dieser Größenordnung angeht. Seeger: "Die Organisation lief einwandfrei. Zahlreiche Helfer, auch aus dem Jugendbereich, haben mitgewirkt. Nun gilt es, während des Turnierabends noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, so dass wir am Ende von einer gelungenen Veranstaltung sprechen können."

Letzte Tickets am Mittwoch an der Abendkasse erhältlich

Der Munzer Super-Cup beginnt um 19.30 in der Sommerhofenhalle. Sindelfingen ist nach Bad Neuenahr und Borken der dritte Standort im Rahmen dieser siebentägigen Turnierserie mit Starbesetzungsgarantie. Die Weltklassespieler Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Wang Xi, Jörgen Persson, Jean-Michael Saive und Patrick Baum treten in zwei Gruppen zu je drei Spielern an. Die beiden Gruppensieger bestreiten dann das Finale. Karten gibt es ab 18 Uhr noch an der Abendkasse zum Preis von 17 (Erwachsene) und zehn Euro (Jugendliche).