
Presse | Schwimmen | 15.05.2012
114. Deutsche Meisterschaften im Schwimmen
Quelle: Reiner Schneider
Am Wochenende gingen die 114. Deutsche Meisterschaften im Schwimmen in Berlin zu Ende und damit auch für viele die letzte Chance, sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Dieses Ziel verfolgt auch Björn Hornikel vom VfL Sindelfingen und er verfehlte es nur knapp.
Nach seinem starken Auftritt am Freitag über die 200m Freistil standen am Samstag zuerst einmal die 50m an. Auf der einzigen olympischen 50m Distanz hängen die Trauben allerdings sehr hoch. 22,09 gilt es hier als Normzeit zu unterbieten. Nach souveränem Vorlauf steigerte sich Hornikel im Finale auf 22,89, was Platz 5 bedeutet. Zwar deutlich die Normzeit verfehlt, allerdings nur 17 Hunderterstel Sekunden an einem Medaillenplatz vorbei.
Etwas überraschender, aber nicht desto weniger verdient, war Christoph Borek über die 200m Lagen. In neuer persönlicher Bestzeit von 2:05,27 schwamm er sich ins Finale der besten zehn. Cheftrainer Peter Dlucik meinte dazu: „Das war wohl mit die beste Vorstellung heute!".
Am Nachmittag konnte er seine Leistung nochmal bestätigen, kam aber nicht über den zehnten Rang hinaus. Auf der gleichen Strecke erreichte Vortagsfinalist Lukas Hüsing eine Zeit von 2:07,38.
Hüsing sprang außerdem noch auf die 100m Schmetterling ins Becken. Für den Mittelstreckenspezialist eigentlich schon fast zu kurz, hieß im Ziel 55,62 Sekunden und damit persönliche Bestzeit. Auf der gleichen Strecke waren auch die beiden Sindelfinger Schwimmerinnen unterwegs. Laura Walter schlug nach 1:04,08 und Laura Kienitz nach 1:07,56 an. Walter trat am selben Tag noch über 100m Freistil (58,72) an. Langstreckenspezialist Gerrit Dürre absolvierte seinen „Sprint" über 400m Freistil in 4:06,04.
Am Sonntag standen dann die 100m Freistil auf dem Programm und somit auch die letzte Chance für Hornikel das Ticket nach London zu lösen. Ein guter Vorlauf in 49,67 bedeutete Platz 4 und somit einen Platz auf den inneren Bahnen. Dass er im Finale keine Schmerzen scheut zeigte seine Angangszeit von 23,32, zweit schnellste im ganzen Feld. Nur leider fehlten ihm hinten raus ein paar Körner und es hieß zum Schluss trotz Steigerung auf 49,42 nur Platz 7. Vielleicht kann ihn die persönliche Bestzeit etwas trösten.
Wiederum ein Finale erreichte Lukas Hüsing über seine Paradestrecke, den 200m Schmetterling. Die erste Bestzeit legte er im Vorlauf vor (2:02,55) und steigerte sich im Finale sogar noch auf 2:01,97 und errang damit in einem starken Feld Platz 9.
Auf der gleichen Strecke debütierte Thomas Mucks. Die Trainingsumstellung wohl noch nicht ganz verarbeitet bedeute für ihn 2:21,42.
Sein Training besser verkraftet hat wohl Brustspezialist Florian Berger. Er startete auf die 100m Brust und beendete sie mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:05,46. Etwas weniger glücklich war da Rückenschwimmer Christoph Borek. Nach guter Vorstellung auf die 50m am Vortag, reichte es auf der doppelten Distanz nur zu einer 58,84. Dlucik dazu: „ Er hat morgen in der Lagenstaffel noch eine Chance und die soll er nutzten!".
Gesagt, getan. Am letzten Tag stehen traditionell die 4x100m Lagenstaffel auf dem Programm. Einst eine Spezialität des Sindelfinger Quartetts, musste man in den vergangen Jahren die Konkurrenz etwas ziehen lassen. Nach angekündigtem starkem Auftritt von Borek (57,89), bestätigte Berger (1:05,21) die Leistung vom Vortag. Nochmal etwas schneller als im Einzel, Hüsing (55,04) auf der dritten Teilstrecke. Schlussschwimmer Hornikel (49,35) brachte das Quartett mit einer Gesamtzeit von 3:47,58 dann als Fünfte ins Ziel und damit zeigten die Sindelfinger, dass sie wieder Anschluss nach ganz vorne haben.
Zum Abschluss standen noch drei Einzelstrecken auf dem Programm. Zweimal persönliche Bestmarke gab es beim 50m Brustsprint. Berger überraschente mit dem Finaleinzug. Seine Zeit von 28,86 bescherte ihm am Ende Platz 6. Die zweite Marke setzte Christoph Borek, der das erste mal die 30 Sekunde-Hürde nahm. Seine Zeit 29,96.
Den Abschluss der Einzelrennen machten die Langstreckenschwimmer. Gerrit Dürre näherte sich dabei immer weiter der Schallmauer von 16min. Seine Zeit am Ende 16:07,24. Dürre dazu:"Damit bin ich voll und ganz zufrieden!"
Nicht ganz zufrieden kann dagegen Valentin Finster sein. 17:06,42 am Ende für ihn, wobei er und sein Trainer damit gerechnet hatten, dass die 17min Grenze fallen würde.
Das abschließende Fazit für Cheftrainer Peter Dlucik fällt sicher gespalten aus. Einerseits die verpasste Olympia-Qualifikation von Björn Hornikel, anderseits viele neue persönliche Bestmarken, zehn Finalteilnahmen und wieder eine Medaille über die 4x200m Freistil-Staffel.

Presse | Schwimmen | 11.05.2012
114. Deutsche Meisterschaften im Schwimmen
Quelle: Reiner Schneider, Schwimmsport-Abteilung
Berlin, Tag 1 und 2
Ganz im Zeichen der Olympischen Spiele stehen die 124. Deutschen Meisterschaften vom 10. bis 14. Mai in Berlin. Dazu reiste Cheftrainer des VfL Sindelfingen Peter Dlucik mit einem 10-köpfigen Team in die Hauptstadt. Gleich am ersten Tag stehen mit den 4x100 und 4x200 Freistil für ihn und seine Mannen zwei Höhepunkte auf dem Programm.
Den Anfang am Donnerstag machten aber erst einmal die langen Lagenstrecken. Über die 400m trat Lukas Hüsing an um seinen dritten Platz aus dem Vorjahr zu wiederholen. Mit einem guten Vorlauf in 4:27,85 qualifizierte er sich auch souverän fürs Finale. Dort konnte er sich am späten Nachmittag leider nicht weiter steigern und schlug nach einem beinahe identischen Rennen in 4:27,67 als 7ter an.
Nächster Programmpunkt waren die 800m Freistil der Herren. Hier traten Valentin Finster und Gerrit Dürre an. Dürre erreichte einen sehr guten 13ten Platz und konnte mit 8:29,37 seine alte persönliche Bestzeit knapp unterbieten. Auch Finster stellte in 8:56,49 eine neue persönliche Bestmarke auf. Dlucik dazu: „Das war nahezu perfekt!".
Zu den angesprochenen Höhepunkten des ersten Tages zählte ohne Zweifel die Königsstaffel über 4x200m Freistil der Herren. Das Sindelfinger Quartett reiste als Süddt. Vizemeister an und wollte auch eine Medaille aus Berlin mit nach Hause bringen. In der Besetzung Florian Berger, Lukas Hüsing, Björn Hornikel und Gerrit Dürre konnte dies in 7:38,83 am Ende auch umgesetzt werden. Mit gutem Abstand auf den Vierten hieß es am Ende Bronze.
In der Freistilsprintstaffel konnte dieser Erfolg am Nachmittag nicht wiederholt werden. In beinahe gleicher Besetzung, Christoph Borek ersetzte hier Gerrit Dürre, reichte es in 3:29.21 am Ende nur zu Platz 7. Dabei sah es zwischenzeitlich nach mehr aus. Hornikel als 2ter Starter brachte das Sindelfinger Quartett in starken 49,45 sogar in Führung. Seine Zwischenzeit ist allerdings schon mal ein Fingerzeig auf die am Sonntag stattfindenden 100m Freistil im Einzelrennen. Das erklärte Ziel für den in Amerika trainierenden Athleten ist die Qualifikation für London über die Freistilstaffel des DSV.
Am zweiten Tag standen nur 6 Wettkämpfe auf dem Plan. Die 200m Freistil, 50m Rücken und 200m Brust, weiblich und männlich.
Sicher eines der meist erwarteten Rennen dürfte hier das 200m Freistil-Finale mit Weltrekordhalter Paul Biedermann sein. Im Vorlauf direkt neben dem Superstar des Deutschen Schwimmsports trat Björn Hornikel an. In seinem Wasserschatten blieb ihm Hornikel lang auf den Fersen und schlug nur knapp geschlagen in 1:49,59 als Fünfter an. Zwar war zu erwarten, dass Biedermann nachmittags noch eine Schippe drauflegen kann, aber dennoch bedeute dies den souveränen Finaleinzug und auch direkt die erste Chance zur Qualifikation.
Nur leider konnte Hornikel seine Leistung aus dem Vorlauf nicht wiederholen, zum Medaillenplatz hätte er sich sogar nochmal um ganze 2 Sekunden steigern müssen. 1:50,14 bedeutete am Ende Rang 9.
Der ehemalige Sindelfinger Schwimmer Martin Kutscher (jetzt SG Frankfurth), setzte sich seinerseits die Olympiaqualifikation zum Ziel, nur in seinem Fall für sein zweites Heimatland Uruguay. Vorrausetzung hier ist das Unterbieten der B-Norm, was ihm in 1:51.14 auch gelang. Bleibt abzuwarten, ob und wie viele andere Landsleute sich noch qualifizieren und wer in einem solchen Fall vom Verband nominiert wird.
Mit den 50m Rücken sprang nun auch die erste Frau für den VFL Sindelfingen ins Wasser. Laura Kienitz verfehlte ihre Bestmarke knapp und beendete den Rückensprint in 32,29. Etwas besser machte es Christoph Borek, der in 27,26 eine neue persönliche Bestzeit aufstellte.
Gute Leistungen im Training ließen hoffen, dass Brustschwimmer Tobias Schneeberg auf die 200m Brust die erste Schallmauer von 2:30.00 knacken würde. In einem unsicher wirkenden Rennen reichte es aber dann zum Schluss doch nur zu einer 2:32,49. Sein Trainer dazu: "Gestern machte er einen guten Eindruck, heute war er supernervös.".
Bleibt zu hoffen, dass die Athleten am Wochenende ihre Nerven im Griff haben. Dlucik ist sich sicher, dass es da einige sehr interessante Rennen geben wird.
Presse | Schwimmen | 22.03.2012
Viele Torchancen zu leichtfertig vergeben
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Wasserball: Oberliga
In ihrem sechsten Spiel der laufenden Saison trafen die Oberliga-Wasserballer des VfL Sindelfingen auf die WBG Villingen-Schwenningen.
Der WBG gelangen im ersten Abschnitt zwei Treffer, dem VfL Sindelfingen lediglich einer. Dann wurde Sindelfingen regelrecht vom Pech verfolgt. Die vielen Torchancen wurden leichtfertig vergeben. Die Gastgeber hingegen wussten auch kleinste Abwehrschwächen auszunutzen und spielten sich so einen deutlichen Vorsprung heraus. Im letzen Spielviertel kam beim VfL auch noch Hektik und Unruhe auf. So endete die Partie mit einem 11:3 für die Gastgeber. Am Samstag um 20.15 Uhr empfängt der VfL den Tabellenletzten SSV Ulm im Sindelfinger Badezentrum und hofft, dort die gewohnte Heimstärke zeigen zu können.
VfL Sindelfingen:Manzat, Eichler, Martic, Höfer, Krämer, Hakenjos, Hager (1), Kienitz (2), Schwan, Müller, Eppler, Beyer.

Presse | Schwimmen | 21.03.2012
Baden-Württembergische Meisterschaften der offenen Klasse und im Jugendmehrkampf
Quelle: Reiner Schneider - Öffentlichkeitsarbeit
Vergangenes Wochenende standen für die Aktiven und gleichzeitig für den Nachwuchs die Baden-Württembergischen Meisterschaften im Schwimmen an. Im Cannstatter Inselbad traten dabei die Jahrgänge 2000-2002 im Jugendmehrkampf an und zeigten den „Großen", dass sie die Jagd nach Titeln schon sehr gut beherrschen.
Die beiden jüngsten Jahrgänge absolvieren neben klassischen 100m-Strecken, 400m Freistil und 200 Lagen auch Disziplinen wie 50m Beineschwimmen, 15m Delphin-Kicks unter Wasser und einen 7.5m Gleittest. Der Jahrgang 2000 schwimmt dann noch in einer 100m-200m Kombination, die jeweils in der gleichen Lage absolviert werden müssen.
Dabei nicht zu schlagen war das Sindelfinger Duo Melanie Hornikel und Carlotta Keppler. Hornikel gewann die 100m in 1:21,18 und die 200m in 3:02,26 und schlug hier jeweils knapp vor ihrer Teamkameradin (1:25,31 und 3:03,09) an.
Wieder einmal erfolgreich war Christian Huber, der seinerseits in der Freistil-Kombination die Nase vorn hatte. Er siegte beim Sprint in 1:04,05 und über die doppelte Distanz in 2:21,07.
Ihren ersten Titel im Mehrkampf auf Landesebene holte sich Lucy Arndt im Jahrgang 2001. Ihre 100m Rücken in 1:25,55 brachten sie nach vorne. Über den Vizemeistertitel in der Endabrechnung durfte sich Lea Ehret aus dem Jahrgang 2002 freuen. In ihrer Paradedisziplin 100m Brust gewann sie in 1:45,09 und steuerte jeweils 2te Plätze über 400m Freistil, 200m Lagen, 15m Delphin-Kicks und 100m Freistil hinzu. Mit 2ten Plätzen über 100m Freistil, 100m Rücken, 200m Lagen und 50m Beine reichte es für Bastian Kömpf im selben Jahrgang am Ende noch zu einem dritten Platz.
Mitten in der Saison und deshalb voll aus dem Training trat die 1.Mannschaft in Stuttgart an. Zu persönlichen Bestleistungen reichte es zwar nicht, aber einige Medaillen konnten sich die Sindelfinger dennoch aus dem Wasser fischen.
Zwei Baden-Württembergische Titel in der offenen Klasse gingen an Brustspezialist Florian Berger. 0:30,28 im Sprint und 1:08,39 über 100m reichten für das oberste Treppchen. 1:59,55 bedeutete am Ende zudem Bronze über 200m Freistil. Eine Meisterschaft über die 100m Freistil (0:59,54) ging Laura Walter. Dazu kamen noch zwei zweite Ränge über 50m (0:28,76) und 100m Schmetterling (1:05,69), sowie ein dritter Platz über 200m Rücken in 2:25,85.
Über zwei Bronzemedaillen freute sich Laura Kienitz. Sie schlug über 200m Schmetterling (2:32,37) und über dieselbe Distanz in Brust (2:50,40) jeweils als Dritte an. Justus Kuhn rundete das ordentliche Gesamtergebnis mit einem dritten Platz auf 100m Rücken in 1:02,31 ab.

Presse | Schwimmen | 05.03.2012
Wettkampf vor der Haustür
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Von unserem Mitarbeiter Philipp Gerber
Ein Heimspiel ist zwar von der Begrifflichkeit eher mit dem Ballsport verbandelt. Trotzdem passt das Wort für Christoph Borek und Gerrit Dürre in Bezug auf ihre Starts in Sindelfingen. Die beiden 21 und 24 Jahre alten Studenten sind oft mit ihrem Sport in ganz Deutschland oder darüber hinaus unterwegs, um bei attraktiven Schwimmfesten mit den bestmöglichen Zeiten aus dem Becken zu steigen.
Schön, wenn man das auch mal im heimischen Trainings-Bassin machen kann. „Ich finde es total entspannt, wenn ich hier kaum eine Viertelstunde von meiner Wohnung an den Start gehen kann", sagt Gerrit Dürre über sein Empfinden beim ISSC. Schon Stunden vor seinem Rennen freut sich der Langstreckenschwimmer auf den Heimauftritt. Sein „Einschwimmen" über 200 Meter Kraul hat Lust auf mehr gemacht: „Unsere ganze Mannschaft wird da sein. Die sorgen für eine super Stimmung."
Sonst hat Dürre oft das Problem, dass seine Startzeiten nicht besonders attraktiv liegen und er deshalb oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit schwimmt. Nicht so in Sindelfingen, wo die Langstreckler direkt vor den sportlich reizvollen Höhepunkten - den 50 Meter-Ausscheidungsrennen, die der frühere VfL-Athlet Martin Kutscher gewann - ins Wasser springen.
Gerrit Dürre: „Sonst haben wir immer leere Hallen, wenn unsere Distanzen dran sind." Das sind natürlich optimale Voraussetzungen für gute Zeiten. Zudem ist das Sindelfinger Badezentrum ohnehin bekannt als schnelles Becken. Christoph Borek weiß das seit Langem und profitiert als Rückenschwimmer nicht nur von der guten Organisation der Veranstaltung insgesamt: „Das ist bombig, wie das hier geplant wird." In seiner Disziplin kommt Borek zusätzlich die Architektur der Halle entgegen. Das zahlte sich aus, denn Borek gewann beim Heimspiel die 50 Meter Rücken.
Mit den Holzstreben in der Decke fällt es leichter, sich zurecht zu finden und genau abschätzen zu können, wo man den Turbo zünden muss. „Die Orientierung ist hier für die Rückenschwimmer einfacher als anderswo", sagt auch Langstreckler Dürre.
Für Bestzeiten hat Sindelfingen zudem das richtige Wasser zu bieten. Beschreiben lässt es sich nicht genauer, wenn die beiden VfL-Athleten von gut greifbarem Wasser sprechen. Doch Schwimmer empfinden starke Unterschiede bei der Qualität ihrer Arbeitsumgebung. Sindelfingen fällt da insgesamt positiv auf. „Auch die Wassertemperatur ist für mich auf den langen Strecken sehr angenehm, ich fange hier nicht so an zu kochen", freut sich Gerrit Dürre über die Bedingungen in seinem Trainingsbecken.
Seit Jahren werden die auch von weit gereisten Startern geschätzt. Das betrifft inzwischen nicht mehr nur die schon traditionell teilnehmenden Schwimmer aus Griechenland oder den Niederlanden. Seit Paul Alexander Kutscher den VfL Sindelfingen verlassen hat und als Trainer in der Schweiz arbeitet, kommt er mit seiner Mannschaft auch gerne nach Sindelfingen.
Mit 24 Sportlern ist der frühere Olympiateilnehmer für Uruguay nach Sindelfingen gereist. Hotelkosten können sich die jungen Eidgenossen dabei sparen. Alle Schweizer wurden privat untergebracht. Schließlich sind die Bande in der Schwimmszene nicht nur aufgrund des Umstands eng geknüpft, weil Kutscher die Tochter seines ehemaligen Trainers Peter Dlucik geheiratet hat. „Wir sehen manche Leute eben auch jedes dritte Wochenende auf einem Wettkampf. Da knüpft man natürlich auch so seine Kontakte", weiß Gerrit Dürre zu berichten.
Da ist es natürlich enorm angenehm, wenn man nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung nicht mehr stundenlang nach Hause fahren muss, sondern ein Heimspiel hat und nur eine Viertelstunde braucht, um wieder nach Hause zu kommen. Das gibt es eben nur beim traditionellen Sindelfinger Schwimmfest.

Presse | Schwimmen | 02.03.2012
Kutscher kämpft ums London-Ticket
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Von Philipp Hamann und Reiner Schneider
Kommendes Wochenende finden nun schon zum 18. Mal die Sindelfinger internationalen Schwimm-Meisterschaften im Badezentrum Sindelfingen statt. Mit über 3600 Meldungen von über 800 Startern haben sich Cheforganisator Markus Ullrich und sein Team wieder ein Mammutprogramm vorgenommen.
Dabei dürfen die Sindelfinger wieder Athleten und Vereine aus aller Herren Länder begrüßen, oder zumindest aus den Ländern, die auch einreißen dürfen.
Wie in zahlreichen vergangenen Jahren wollten die Schwimmer ihre ägyptischen Freunde vom Al Ahly Schwimmklub aus Kairo hier willkommen heißen, nur hatte ihnen das Auswärtige Amt diesmal die nötigen Visa verweigert. Selbst ein beherzter Appell an Außenminister Guido Westerwelle persönlich wurde nur mit einem nichtssagenden Standardbrief zurückgewiesen.
Nichtsdestotrotz freuen sich die Veranstalter am Samstag und Sonntag auf tolle Wettkämpfe mit Schwimmern aus der Schweiz, Holland, Uruguay, Bosnien, Griechenland und natürlich aus Deutschland. Für Zuschauer und Aktive wird wieder eine Fülle an Events bereitgehalten.
Neben den seit Jahren etablierten Cut-Offs über 50 Meter Freistil, den 100 Meter-Finals über alle Lagen, gibt es am Samstag ab cirka 18 Uhr auch wieder das patentwürdige „Pursuit Race" für die 200 Meter-Finalisten und Nachwuchsschwimmer.
Dabei treten die Sieger und Siegerinnen der 200 Meter-Strecken in einem Rennen gegeneinander an. Um die Geschwindigkeitsunterschiede auszugleichen, werden die Athleten, je nach ihrer Einzelzeit versetzt, elektronisch gestartet und treffen dann erst kurz vor dem Anschlag wieder aufeinander. „Das ist der absolute Höhepunkt der Veranstaltung. Das ist vergleichbar mit einem Verfolgungsrennen beim Biathlon", sagt Sindelfingens Chef-Trainer Peter Dlucik.
Für einige Athleten im Olympiajahr ist zudem entscheidend, dass sie hier dank anerkanntem Fina-Wettkampf schon ihre Pflichtzeiten für London schwimmen können.
Dazu gehört auch der Ex-Sindelfinger Martin Kutscher. Er will für Uruguay bei den Olympischen Spielen starten. „Das wird schwer für ihn, aber nicht unmöglich", so Peter Dlucik über seinen ehemaligen Schützling, der mittlerweile in Frankfurt studiert.
Info
Weitere Informationen gibt es unter
www.schwimmen.vfl-sindelfingen.de im Internet.
Presse | Schwimmen | 29.02.2012
Sogar Fingerabdrücke für die Visa-Erteilung notwendig
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
International Sindelfingen Swimming Championships finden ohne den Al Ahly Klub aus Kairo statt - Auflagen der deutschen Botschaft sind nicht zu erfüllen
"Bestimmt schon fünf Mal waren unsere Freunde aus Kairo bei uns", blickt Markus Ulrich zurück, "wir haben dort selbst mal ein Trainingslager mit unserer Leistungsgruppe ausgerichtet." 2010 verhinderten die zeitgleich stattfindenden nationalen ägyptischen Meisterschaften den Besuch in Sindelfingen, und im vergangenen Jahr ließ die Protestbewegung gegen den inzwischen abgesetzten Diktator Mubarak die Teilnahme zur Nebensache werden.
Am Wochenende, bei der dann 18. Auflage des Sindelfinger Schwimmfestes, sollte es dafür wieder einmal klappen. "Die Vorfreude war groß", so Ulrich, "inzwischen haben sich schließlich auch viele Freundschaften entwickelt." Gleich zwei starke Teams kündigte der Al Ahly Klub an, insgesamt rund 75 Schwimmer und Funktionäre. Zuständig für die Betreuung der ausländischen Mannschaften im VfL-Organisationsteam: Gabi Jochmus. Und die verließ sich darauf, dass das Prozedere ähnlich ablaufen würde wie in der Vergangenheit. "Früher hat es gereicht, dass ein Vertreter des Vereins die Pässe aller Athleten und Trainer in die deutsche Botschaft gebracht und die Visa abgeholt hat." Doch inzwischen ist der Aufwand beträchtlich höher, sogar von einem "Bürokratie-Wirrwarr" spricht Markus Ulrich.
"Wir werden gnadenlos von der deutschen Botschaft ausgebremst", erklärt Gabi Jochmus. Für eine Visa-Erteilung sei mittlerweile ein Vorlauf von mehreren Monaten nötig. "Kein Sportler, egal in welcher Disziplin, weiß doch so lange im Voraus, ob er in der Lage sein wird, an einem Wettkampf im Ausland teilzunehmen. Dies entscheidet sich in der Regel vier Wochen vorher."
Direkt an AußenministerGuido Westerwelle gewandt
Doch das ist bei Weitem nicht alles. Weitere Voraussetzung ist, dass sich alle Antragsteller einen Termin bei der Botschaft geben lassen, um ihre Fingerabdrücke abzugeben - organisatorisch schier unmöglich zu bewältigen. "Das darf doch alles nicht wahr sein", schüttelte Gabi Jochmus nur den Kopf, "im konkreten Fall handelt es sich schließlich um einen Schwimmklub." Der bei seinen Deutschland-Besuchen übrigens nie für Ärger gesorgt hat, versichert Ulrich mit Nachdruck. "Im Gegenteil, einige von ihnen haben in der Zeit sogar mal ihren Mercedes beim Daimler gekauft."
"Äußerst schade, dass durch diese neuen Regelungen in den Botschaften ein sportlicher Austausch ganz und gar verhindert wird, obwohl die Teilnehmer bei unserem Wettkampf sogar die Qualifikation für die Weltmeisterschaft erreichen können", stellt Gabi Jochmus fest. Sie wollte sich überhaupt nicht damit abfinden und wandte sich sogar direkt an den Außenminister. "Wenn man durch zu starre Regeln verhindert, dass sich Sportler im Ausland messen können, schadet das jedwedem sportlichen Gedanken", schrieb sie an FDP-Politiker Guido Westerwelle. "Die Enttäuschung der engagierten Schwimmerinnen und Schwimmer aus Ägypten können Sie sicher verstehen." Die Antwort aus dem Ministerbüro? "Gesetzlich sicher einwandfrei", stellt Markus Ulrich klar, "die Frage, wie sinnvoll das alles ist, stellt sich trotzdem."
Von längeren Wartezeiten bei der Visa-Stelle war da die Rede aufgrund der hohen Anzahl von Antragstellern und nur begrenzten Kapazitäten. Deshalb, so die Empfehlung, sollten bereits drei Monate vor Reisebeginn entsprechende Anträge gestellt werden, Ausnahmetermine seien nicht möglich. Zudem verwies das Ministerium auf den EU-Visumkodex vom 11. Oktober des vergangenen Jahres, wonach Fingerabdrücke von jedem Einzelnen genommen werden müssen. "Deshalb ist es erforderlich, dass jeder Antragsteller persönlich zur Visum-Antragsstellung vorspricht", heißt es in dem Schreiben weiter. Ausnahmen gäbe es in nur sehr eng begrenzten Fällen, beispielsweise für Staats- und Regierungschefs, Monarchen und andere hochrangige Mitglieder einer königlichen Familie, die Schwimmerinnen und Schwimmer des Al Ahly Klubs fallen freilich nicht darunter. "Die deutsche Botschaft in Kairo hat uns sogar fast schon ein bisschen kleinlaut ermutigt, uns direkt an das Außenministerium zu wenden, um auf diese Unverhältnismäßigkeit hinzuweisen", so Ulrich, "offenbar ist es den Mitarbeitern dort selbst unangenehm."
Teilnahme in Sindelfingen hätte ein Schritt hin zur Normalität sein können
Am Ergebnis änderte das alles nichts, die International Sindelfingen Swimming Championships am kommenden Wochenende finden ohne die Delegation aus Ägypten statt. "Dabei wäre die Teilnahme gerade für den Al Ahly Klub ungemein wichtig gewesen", verweist Markus Ulrich auf die Katastrophe im Fußballstadion in Port Said, als am 1. Februar bei gewalttätigen Fan-Ausschreitungen beim Spiel des Al Ahly Klubs gegen seinen Erzrivalen Al-Masry über 70 Menschen getötet und knapp 1000 verletzt worden waren, nachdem regionale Medien die Begegnung bereits im Vorfeld als "Treffen der Vergeltung" bezeichnet hatten.
Viele Ägypter glauben bis heute, dass es sich bei den Vorfällen um eine von den Behörden gebilligte Gewaltorgie handelte, die als Steilvorlage für Repressionsmaßnahmen gegen die Bevölkerung herhalten sollte. Zudem wurden die Vorfälle als Einschüchterungsversuch gegen die Al-Ahly-Jugend interpretiert, die in den Tagen der Revolution bei den Protesten gegen Mubarak an vorderster Front anzutreffen war. Markus Ulrich: "Gerade für die jugendlichen Schwimmerinnen und Schwimmer des Vereins wäre deshalb die Teilnahme in Sindelfingen wichtig gewesen, um auch wieder ein Stück Normalität herzustellen."
Presse | Schwimmen | 26.02.2012
Vorbericht: ISSC im Badezentrum Sindelfingen
Quelle: Reiner Schneider - Öffentlichkeitsarbeit
Kommendes Wochenende finden nun schon zum 18. Mal die Sindelfinger Schwimming Championships powered by Arena im Badezentrum Sindelfingen statt. Mit über 3600 Meldungen von über 800 Startern haben sich Cheforganisator Markus Ullrich uns sein Team wieder ein Mammutprogramm vorgenommen.
Dabei dürfen die Sindelfinger wieder Athleten und Vereine aus aller Herren Länder begrüßen, oder zu mindestens aus den Ländern, die auch einreisen dürfen. Wie in zahlreichen vergangenen Jahren wollten die Schwimmer ihre ägyptischen Freunde vom Al Ahly Schwimmklub aus Kairo hier willkommen heißen, nur hatte ihnen das Auswärtige Amt diesmal die nötigen Visa verweigert. Selbst ein beherzter Appell an Herrn Westerwelle persönlich wurde nur mit einem nichtssagenden Standardbrief zurückgewiesen. Bedauerlich, dass politische Engstirnigkeit hier dem sportlichen Wettkampf im Wege steht.
Nichtsdestotrotz freuen sich die Veranstalter am 3. und 4. März auf tolle Wettkämpfe mit Schwimmern aus der Schweiz, Holland, Uruguay, Bosnien, Griechenland und natürlich aus Deutschland. Für Zuschauer und Aktive wird wieder eine Fülle an Events bereitgehalten. Neben den seit Jahren etablierten Cut-Offs über 50m Freistil, den 100m Finals über alle Lagen, gibt es auch wieder das patentwürdige Pursuit Race für die 200m Finalisten und Nachwuchsschwimmer/ -innen. Dabei treten die Sieger und Siegerinnen der 200m Strecken in einem Rennen gegeneinander an. Um die Geschwindigkeitsunterschiede auszugleichen, werden die Athleten, je nach ihrer Einzelzeit versetzt, elektronisch gestartet und treffen dann erst kurz vor dem Anschlag wieder aufeinander.
Für einige Athleten im Olympiajahr ist zudem entscheidend, dass sie hier dank anerkanntem Fina Wettkampf schon ihre Pflichtzeiten für London schwimmen können.
Für weitere Informationen wie Einlasszeiten, Wettkampfablauf, etc. können unter
http://www.schwimmen.vfl-sindelfingen.de
abgerufen werden.

Presse | Schwimmen | 17.02.2012
Schwimmhilfe mit Leib und Seele
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Von unserem Redakteur Jürgen Wegner
„Frag mal Renate.“ Bei den Schwimmern des VfL Sindelfingen ist das einer der Sätze, die am häufigsten fallen, sagt Mark Mohr. Der Abteilungsleiter weiß nur allzu gut, was er an Renate Ulrich hat. Sie ist das Mädchen für alles und seit 28 Jahren die gute Seele auf der Geschäftsstelle. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Die erzählenswerte Geschichte von der Abteilungsgründung kennt die 60-Jährige allerdings nur vom Hörensagen. Geht ja auch nicht anders, denn als die Schwimmer ihre Taufe haben, ist sie noch nicht einmal in Planung.
Sindelfingen hat 1955 noch kein Hallenbad und das Freibad ist der Klostersee, wo sich selbst die talentiertesten Bürger eher schlecht als recht über Wasser halten. „Einige beherzte Männer“, wie in der VfL-Chronik zum 100-jährigen Jubiläum steht, machen dem ein Ende und rufen am 22. April 1955 im Gasthaus Zum Hirsch zur Gründungsversammlung. Der Textil-Ingenieur Walter Sohnle wird Abteilungsleiter, Arthur Hörmann und Leopold Schäfer Stellvertreter, Hans Rein Geschäftsführer und Gottfried Ostertag Trainingsleiter.
Die Mädchen üben Startsprünge im Klostersee, die Jungs Beinschläge. Das Klostergartenbad ist noch ein Rohbau, ab September die Freisaison passé. Jetzt stehen für die Schwimmer Gymnastikstunden bei den VfL-Turnern auf dem Programm. Am 3. Februar 1956 ziehen sie endlich wieder Badehosen an und in ihr neues Zuhause ein, am 24. November 1956 gibt es den ersten Klubwettkampf gegen Böblingen und Stuttgart. Als Berthold Ostertag ein Jahr später die erste württembergische Jugendmeisterschaft nach Sindelfingen holt, beginnt die Erfolgsgeschichte des VfL.
Spätestens 1958, als unter dem neuen Abteilungsleiter Walter Keitel der abendliche Trainingsbetrieb Routine wird, startet die Jagd nach Titeln und Rekorden. Und die Abteilung wächst. Ab 1961 gibt es im Klostergartenbad Wasserball-Training, mit der Freibaderöffnung am 27. Juni 1964 ist der Weg auch für die Springer frei, die ein Jahr später hinzustoßen. Und als am 14. Dezember 1974 die Halle mit 50-Meter-Bahn im Badezentrum öffnet, ist das Glück perfekt.
Eine große Nummer
Schwimmen ist in Sindelfingen eine große Nummer. Die passende Adresse ist mit der Eröffnung der Geschäftsstelle 1982 im renovierten Klostergartenbad gefunden. Zwei Jahre später zieht hier Renate Ulrich ein und ist seitdem nicht mehr wegzudenken. Schuld daran ist Tochter Heike, die beim VfL ins Schwimmtraining einsteigt. Mama ist immer dabei und zieht bei den Senioren selbst ihre Bahnen. „Ich bin ein Vereinsmensch. Mein Vater war in Rottenburg begeisterter Schwimmer. Da lag das nahe“, erinnert sie sich. Auch ihr Sohn stößt später hinzu und bleibt den Schwimmern treu - ob als Organisator für Wettkämpfe oder Mann für die Zeitmessung.
Was sich Renate Ulrich abseits der Mitgliederverwaltung auf die Schultern legt, wird schon 1985 deutlich. Die baden-württembergischen Meisterschaften starten mit einem gewaltigen Puzzlespiel, als es gilt, anhand der Starterkarten die Bahnen einzuteilen. Und sie enden mit einem Schreibmaschinenmarathon, bei dem das Eintippen der Ergebnislisten und Siegerurkunden keine Fehler erlauben. „Jürgen, das machen wir nie wieder“, sagt sie zu ihrem damaligen Abteilungsleiter Jürgen Siesing.
Ein typischer Fall von denkste. Und es wird noch wilder, obwohl das Computerzeitalter Einzug hält. 1987 richtet der VfL Sindelfingen eine der schwierigsten Veranstaltungen aus, die der Deutsche Schwimmsport zu bieten hat: Bei der Schwimmwoche werden im Juni innerhalb von sieben Tagen sämtliche Deutsche Einzel- und Jahrgangsmeister gekürt. „Ein Jahr haben wir das vorbereitet“, so Renate Ulrich, die damals ständig umringt ist von den Omega-Spezialisten, die den digitalen Fehlerteufeln auf der Spur bleiben. Sindelfingen wird zum Schwimm-Mekka, „Albatros“ Michael Groß ist das Zugpferd. „Der war irgendwie unnahbar“, erinnert sie sich an den Superstar aus Offenbach. Im Hallenbad im Badezentrum werden zwei riesige Tribünen aufgebaut.
Nachts am Faxgerät
Die Grenzen fallen, die EM der Masters, also der Senioren, kommt ins Badezentrum und auch da hat Renate Ulrich allerhand zu tun. Mit Grausen erinnert sie sich an nächtliche Fax-Verabredungen mit Athleten aus Litauen und Estland, weil 1993 tagsüber im Osten die Telefonleitungen zusammenbrechen und die Schwimmer Visa brauchen.
Renate Ulrich erlebt die Höhen und Tiefen der Abteilung und mehrfach den Wechsel an der Spitze. Jürgen Siesing habe die Organisation beim VfL auf Touren gebracht, Willi Neidow den Spitzensport vorangetrieben. Annette Franke habe den Schwimmern gut getan, weil sie viel Wert auf Harmonie legte. Und Mark Mohr macht sich leidenschaftlich „für unser unverzichtbares Klostergartenbad“ stark.
Geschichten rund um die Becken gibt es ohne Ende. Das Mädchen für alles hat für jedes Problemchen ein offenes Ohr. Sie gibt den Gästen Tipps, wo man im Städtle die beste Pizza findet oder wie man an Kopfschmerztabletten rankommt. Sie achtet darauf, dass Journalisten die Überschuhe anziehen, bevor sie auf Fotosafari und Stimmenfang gehen. Egal, was auch kommt, es heißt immer wieder: „Frag mal Renate.“
Presse | Schwimmen | 03.02.2012
Vorkampf 2. Bundesliga Schwimmen
Quelle: Reiner Schneider
Mit großen Ambitionen reiste Peter Dlucik zum Vorkampf der diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) nach Tübingen an. Die 1. Und 2. Herren- sowie die 1. Frauenmannschaft starten dieses Jahr in der 2.Bundesliga und das erklärte Ziel für die Erstbesetzung ist der Wiederaufstieg in die 1. Liga.
Das Schiedsrichtergespann machte den Sindelfingern Schwimmern allerdings einen Strich durch die Rechnung. Beim einzigen Mannschaftswettbewerb der Schwimmer muss jede Mannschaft in insgesamt 15 Disziplinen jeweils zwei Schwimmer-/innen stellen. Die erzielten Leistungen werden in Punkte umgerechnet und addiert. Jeder Schwimmer darf keine Strecke doppelt bestreiten und nicht mehr als 5mal antreten. Die zwei Mannschaften mit den höchsten Punktzahlen des Vorkampfes und des in nur einer Woche stattfindenden Rückkampfes, darf im nächsten Jahr in der Königsklasse antreten.
Fleißigster Punktesammler war bei den Männern Florian Berger mit insgesamt 3917 Punkten. Er erzielte auch die punktbeste Einzelleistung mit 819 Zählern über 50m Brust in 29,04 und blieb auch über die doppelte Distanz in 1:03,25 über 800 Punkten. Mit 3530 Punkten knapp gefolgt von Lukas Hüsing, der erst gerade aus einem anstrengenden Höhentrainingslager zurückkehrte. Seine beste Leistung erzielte er über die 400m Lagen in starken 4:28,22. Mit gleichem Trainingsumfang in den Knochen trat Justus Kuhn an, zeigte mit 2843 Punkten sein Talent. Bestes Ergebnis 100m Rücken in 57,79. Dafür gab es 751 Zähler. Wie schon im letzten Jahr wurde die Mannschaft mit erfahrenen Schwimmern verstärkt. Reiner Schneider zeigte akzeptable 100m Brust in 1:05,06, Harald Maisch konstant gut auf den Rückensprints (50m in 27,21 und 100m in 59,13) sowie Christoph Schönleber auf der Delphinstrecke in 26,78. Langstreckenspezialist Gerrit Dürre bewies sein Können bei 1500m Freistil und blieb nur knapp über 16min. Zu seinen drei Freistilstarts kam dann noch ein ungeplantes, und wie sich später rausstellen sollte, brotloses 400m Lagen Nachschwimmen. Genau diese 400m Lagen erwiesen sich für Christoph Borek und damit der Mannschaft als Stolperstein im Rennen um den Aufstiegsplatz. Eine fragwürde Kampfrichterentscheidung führte zur Disqualifikation und schließlich sogar zur Nichtanerkennung des Nachholrennens. Dies kostete dem VfL Sindelfingen I die erzielten 735 Punkten und warf sie weit zurück.
Die 2te Mannschaft sabotierte ihr Ziel des Klassenerhalts hingegen selbst. Ein verpasstes Rennen über 50m Schmetterling und die damit verlorenen 600-700 Punkte könnten am Ende, trotz einiger guter Leistungen den Ausschlag geben. Dass er eigentlich in die 1.Mannschaft gehört bewies Valentin Finster, zu dessen Mammutprogramm die 1500m Freistil zählten. Diese absolvierte er in beachtlichen 16:33,88 und war damit der einzige Schwimmer der Zweitbesetzung, der einen Konkurrenten der ersten Garde hinter sich lassen konnte.Auch in guter Form zeigte sich Jens Kuhn, der zu den fleißigsten Punktesammlern im Team gehörte. Seine höchste Punktzahl erzielte er über 100m Rücken in 59,21. Ausschließlich Bestzeiten legten die Brustschwimmer Tobias Schneeberg und Dennis Griesel vor. Bestes Rennen bei beiden Athleten waren die 100m. Für Schneeberg standen hier 1:09,06 und für Griesel 1:11,46 zu Buche. Komplettiert wurde die Mannschaft durch Reza Amir-Alikhani, Robin Arb, Robin Beteg, Henning Frank, Simon Haas und Thomas Mucks. Durch den Abgang von Marcella Otto, Linda Rudisile und Katja Kunz geschwächte Frauenmannschaft hatte sich dennoch den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt.Wie über die Jahre konstant gute Leistung zeigte auch diesmal wieder Laura Walter. Mit insgesamt 3572 Zählern und den fünf punktbesten Einzelleistung unterstrich sie ihre Klasse. Bei ihren 3 Freistilstrecken (100m, 200m und 400m) blieb sie jeweils deutlich über 700Punkte. Schnellste Zeit hier die Mitteldistanz in 2:06,59, wofür sie 746 Zähler einheimste. Punktemäßig ihr knapp auf den Fersen, Laura Kienitz mit insgesamt 3240 Zählern. Ihre beste Leistung waren die 200m Brust in 2:41,40, was 655 Punkte bedeutet.In guter Form präsentiere sich auch Julia Volkmann, die mit ihren 4 Starts 2405 Punkte erzielte. Besonders erwähnenswert die 50m Rücken in 32,35. Ines Binder, Nathalie Gabor, Annika Graf, Michelle Kempa, Sarah Kienitz und Ajka Ockert vervollständigten die Mannschaft
Das stellenweise sehr junge Team musste zwar einige Mannschaften ziehen lassen, hat aber dennoch nur einen kleinen Rückstand von 200 Zählern auf einen Nichtabstiegsplatz. Cheftrainer Peter Dlucik meinte dazu, dass die Mannschaft sich in der Rückrunde noch enorm steigern kann und dieser Rückstand aufzuholen sei.



