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Geschäftsstelle der Schwimmabteilung

Die Geschäftsstelle der Schwimmabteilung ist in der Klosterstraße 12 in 71063 Sindelfingen. Die Geschäftsstelle hat Montag und Mittwoch von 17.00 bis 19.00 Uhr und Freitag von 08.00 bis 11.00 Uhr geöffnet. Sie erreichen die Geschäftsstelle telefonisch unter 07031 / 804342.
 

Presse | Schwimmen | 03.03.2016

Die letzte Rekordjagd mit Peter Dlucik

Im Badezentrum Sindelfingen ist viel Bewegung drin. Die Stadt plant Umbau und Sanierungen, der VfL Sindelfingen schickt seine Schwimmer ins Becken. Zum 22. Mal fanden die Internationale Sindelfinger Swimming Championships (ISSC) statt. Das bedeutete 496 Teilnehmer aus Finnland, Tschechien, Schweiz, Holland, Mazedonien und Deutschland gingen auf die Jagd nach Bestzeiten und Medaillen.

Für Peter Dlucik (Bild: z) war es eine besondere Veranstaltung. Es war das letzte Mal, dass er seine Schützlinge als Cheftrainer am Beckenrand im heimischen Badezentrum beobachten konnte. Nach seiner erfolgreichen, langjährigen Tätigkeit wird er Ende dieser Saison in den Ruhestand gehen (die SZ/BZ berichtete).

Aber jetzt hieß es erst noch einmal Start, Tauchphase, Wende und Schlussspurt in Freistil, Brust, Rücken und Schmetterling. Obwohl Dlucik schon so Einiges erlebt hat, wurde er wieder aufs Neue überrascht. Besonders von seinen jungen Schwimmerinnen war er sehr angetan.

In der Sprint-Trilogie werden die besten 50-Meter-Strecken der Schwimmer zusammenaddiert und so der beste Sprinter oder Sprinterin ermittelt. In der Jugend C war das Annika Huber gelungen. Sie erzielte 1658 Punkte und war damit nicht zu schlagen. Laura Durst erkämpfe sich in der Jugend B mit 1509 Punkten einen hervorragenden dritten Platz. Marc Nüter fischte hier Gold aus dem Becken, der mit 1223 Punkten in der Jugend C die Nase vorne hatte.

In der offenen Klasse werden traditionell die besten Sprinter im ISSC-Cut Off ermittelt. Dabei müssen die Schwimmer bis zu vier Mal hintereinander antreten, wobei von anfänglich acht Startern nur zwei übrig bleiben. Ajka Ockert schwamm sich souverän ins Finale und musste sich dort nur der Holländerin Rieneke Terink geschlagen geben. Dennoch war sie glücklich und begeistert von dieser Art des Wettbewerbs. „Ich mag die hohe Belastung“, sagt Ockert. Bei den Herren hieß der Sieger Tony Fitterer von der SC Freiburg. Eine Goldmedaille fügte Ockert später über die 100 Meter Schmetterling in 1:06,09 Minuten und zwei Silbermedaillen über 100 Meter Freistil in 1:00,13 Minuten und 400 Meter Lagen hinzu.

Weiteres Sindelfinger Edelmetall fischte Tatjana Schmid aus dem Becken. 1:08,97 Minuten über 100 Meter Rücken bedeuteten für sie Rang zwei. Bronze gab es noch über 50 Meter Rücken in 32,81 Sekunden.

Die 50 Meter Brust der Damen gewann Vanessa Grimberg in 32,41 Sekunden. Die mehrmalige Deutsche Meisterin von der SV Region Stuttgart setze aber zuvor über ihre Paradedisziplin 200 Meter Brust eines der Highlights. In 2:28,65 Minuten sicherte sie sich unangefochten den Sieg und unterbot um fast fünf Sekunden den bis dato gültigen Veranstaltungsrekord von Birte Steven, ihres Zeichens selbst Deutsche Meisterin.

Ein Sindelfinger Alleinstellungsmerkmal ist das Verfolgungsrennen, in dem acht Schwimmer und Schwimmerinnen versetzt nach ihren Vorlaufzeiten ins Becken geschickt werden. Somit herrscht unabhängig von Alter und Geschlecht Chancengleichheit. Dies nutzte die Sindelfinger Anja Krastel und bestieg das oberste Treppchen vor Tomás Ludvík aus Tschechien und Paul Achtelik von der SSG Reutlingen/Tübingen.

Lukas Hüsing zeigte, dass nicht nur die Jungen Edelmetall erschwimmen können. In 56,84 Sekunden erkämpfte er im starken Starterfeld über die 100 Meter Schmetterling Bronze.

Bedauerlicherweise fanden gleichzeitig die Süddeutschen Langen Strecken und das Züricher Schwimmfest statt. Deshalb blieben dieses Jahr die Gäste aus der Schweiz und Österreich fern sowie einige deutsche Vereine, die sich zwischen den Meisterschaften und den ISSC entscheiden mussten. So ging es auch vier Schwimmern des VfL, die mit ihrer Trainerin Susanne Huber am selben Tag noch nach Offenbach gefahren sind und dafür sogar auf ihre Finals verzichten mussten.

Marc Nüter darf sich nun Süddeutscher Meisters im Jahrgang 2003 über 1500 Meter Freistil nennen. In einem packenden Rennen mit dem Konstanzer Konkurrenten hatte er auf den letzten 100 Metern noch mehr Reserven und sicherte sich die Goldmedaille in starker Bestzeit von 17:54,43 Minuten.

Fast so erfolgreich war Annika Huber im gleichen Jahrgang über die 400 Meter Lagen. Hinter ihrer ewigen Konkurrentin und Freundin Kim Herkle aus Waiblingen erkämpfe sie sich den zweiten Platz. Dabei erzielte sie noch eine persönliche Bestzeit von 5:23,97 Minuten. Nur denkbar knapp verfehlte Noam Chrobok über die 1500 Meter Freistil einen Medaillenplatz. Ein wenig wird ihn seine neue Bestzeit von 17:21,0 Minuten trösten. Carolin Bek konnte ihre Leistungen von den baden-württembergischen Meisterschaften von vor vier Wochen um 16 Sekunden steigern und erreichte mit einer persönlichen Bestzeit von 18:27,22 den 14. Platz in der offenen Wertung.

Etwas besser dürfte es am Sonntag den Gästen im Sindelfinger Badezentrum gegangen sein. Durch die etwas geringe Teilnehmerzahl war der Wettkampf früh beendet und insbesondere die ausländischen Gäste dürften sich über eine frühe Abreise gefreut haben.

Peter Dlucik erinnert sich da an seine eigenen langen An- und Abreisen in seiner Trainerkarriere. Er freut sich jetzt schon auf die Zeit ohne lange Wochenenden am Beckenrand. Die Jagd nach immer neuen Höchstleistungen wird ihm aber sicher fehlen. Das wird in Zukunft aber ein anderer tun. Auch hier kommt Bewegung in den Schwimmverein.

Presse | Schwimmen | 17.02.2016

Der VfL steigt in die 2. Bundesliga auf

Die talentierten Schwimmerinnen des VfL Sindelfingen haben es geschafft. Mit der Punktzahl von 14 652 Zählern sicherten sich die Schützlinge von Cheftrainer Peter Dluczik die Oberliga-Meisterschaft. Zum Lohn steigen die Blau-Weißen in die 2. Bundesliga auf. Begleitet wird der VfL Sindelfingen dabei vom SV Würzburg, der es auf 14 533 Punkte bei dem Oberliga-Wettkampf brachte. – z –

Presse | Schwimmen | 12.02.2016

Schweizer Hilfe für Sindelfingen

Bei den Sindelfinger Schwimmern geht Ende August eine Ära zu Ende. Cheftrainer Peter Dlucik wird nach 25 Jahren die Stoppuhr aus der Hand legen. Dass sein Nachfolger ein Zweitliga-Team übernehmen wird, ist einer Regeländerung und einem ehemaligen Schützling von Peter Dlucik zu verdanken.

1972 startete Peter Dlucik für Polen bei den Olympischen Spielen in München. Knapp 19 Jahre später heuerte er bei den VfL-Schwimmern an. „Am 1. Februar habe ich Silberhochzeit mit dem Verein gefeiert“, sagt Peter Dlucik.

Dass es bei diesem Jubiläum keine Katerstimmung gab, liegt an einer Regeländerung des Deutschen Schwimmverbands. „Seit 2014 dürfen ausländische Schwimmer mit sofortiger Wirkung an den deutschen Meisterschaften teilnehmen“, sagt der VfL-Trainer. 2008 war das anders. Damals schwammen die Sindelfinger noch in der Bundesliga und hatten mit dem amerikanischen Schwimmer William Viana ein Ass im Ärmel. Doch das stach nicht.

Peter Dlucik: „Der Sportler hatte damals mit seinen Eltern ein Jahr in Heidelberg gelebt. Danach ging es mit der Familie zurück in die USA. Als er wieder in Deutschland war, schwamm er für uns.“ Auch bei der deutschen Meisterschaft.

„Ich hatte das so interpretiert, dass er starten darf, doch die Lobby mit den Vereinen aus dem Westen Deutschlands machte uns einen Strich durch die Rechnung“, sagt der 61-Jährige. Der Rest ist bekannt: Sindelfingen verabschiedete sich aus der ersten Etage der Schwimmer. Nutznießer des Sindelfinger Regelverstoßes war damals pikanterweise Vianas ehemaliger Verein Nikar Heidelberg.

Ein Generationswechsel beim VfL war die Folge. Nicht der erste in der langen Amtszeit von Peter Dlucik. Die Bundesliga geriet für die Blau-Weißen außer Reichweite. Schlimmer noch für den ehemaligen Olympia-Teilnehmer: Auch Liga zwei war in Gefahr. „Ich will mich nicht als Trainer einer Oberliga-Mannschaft verabschieden“, sagt Peter Dlucik.

Im vergangenen September setzte er sich daher mit Christoph Schönleber und Reiner Schneider zusammen, die beim VfL Sindelfingen für den Leistungssport zuständig sind. „Wir haben gemeinsam überlegt, wie wir den drohenden Abstieg verhindern können“, sagt Peter Dlucik.

Und da kommt Paul Alexander Kutscher ins Spiel. Der ehemalige VfL-Schwimmer und Schützling von Peter Dlucik trainiert mittlerweile den Schweizer Schwimmklub Uster. „Zwischen beiden Vereinen gibt es schon seit Längerem einen regen Austausch. Die Schweizer haben schon häufig an unserem internationalen Sportfest teilgenommen“, sagt der 61-Jährige.

Deshalb benötigte es auch keine größeren Verhandlungen. Paul Alexander Kutscher schickte seine sechs besten Schwimmer zum VfL, um das Unternehmen Klassenverbleib zu unterstützen. Peter Dlucik: „Ohne die Schweizer hätten wir das nicht geschafft.“ Dabei lief die schwäbisch-eidgenössische Zusammarbeit nicht reibungslos. Vor dem Wettkampf in Bamberg meldeten sich zwei Leistungsträger krank.

Doch der Rest der Truppe kämpfte für den scheidenden Trainer. Allen voran Lukas Hüsing, der die 400 Meter Lagen in starken 4,29,00 Minuten schwamm. Der Schweizer Barnabé Charmey war in 4,30,36 Minuten nur merklich langsamer als sein Sindelfinger Teamkollege.

Mit 15 803 Punkten erreichte der VfL den achten Platz im Zwölferfeld und damit den Klassenverbleib. Rechnung aufgegangen. Peter Dlucik kann sich daher Ende August beruhigt aufs Altenteil zurückziehen. Bis dahin steht er aber noch an sechs Tagen in der Woche mit der Stoppuhr am Beckenrand und das schon seit 25 Jahren.

Info

Mehr zu den anderen erfolgreichen Teams des VfL Sindelfingen lesen Sie kommende Woche in der SZ/BZ.

Presse | Schwimmen | 03.02.2016

Der VfL fischt 14 Medaillen

In Freiburg wurden die offenen baden-württembergischen Meisterschaften über die langen Strecken ausgetragen. Das bedeutete anstrengende 400 Meter Lagen, 800 Meter Freistil und den Schwimmmarathon über 1500 Meter Freistil auf der 50-Meter- Bahn.

Für die jungen Schwimmer sind die langen Strecken eine vom Deutschen Schwimmverband vorgegebene Pflichtaufgabe, um auch an den deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Sommer teilnehmen zu dürfen.

Entsprechend motiviert ging eine junge Sindelfinger Mannschaft im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren in Begleitung von Trainerin Susanne Huber in Freiburg an den Start. Die Schwimmer kehrten mit fünf baden-württembergischen Meistertiteln in den Jahrgangswertungen erfolgreich nach Sindelfingen zurück. In den Altersklassenwertungen holte der VfL insgesamt 14 Medaillen, davon fünfmal Gold, sechsmal Silber und dreimal Bronze. In der offenen Wertung aller Schwimmer war der VfL Sindelfingen neunmal in den Top-Ten aus Baden-Württemberg vertreten.

Die beste Ausbeute des Wochenendes gelang Marc Nüter (Jahrgang 2003) mit zwei Meistertiteln. Er startete in der Altersklasse C (Jahrgang 2003/2004) über 1500 Meter Freistil und 400 Meter Lagen und gewann beide Strecken. Annika Huber aus demselben Jahrgang belegte bei den Frauen bei allen ihren drei Starts über 400 Meter Lagen, 800 Meter Freistil und 1500 Meter Freistil jeweils einen sehr guten zweiten Platz.

In der offenen Wertung erreichte sie über 400 Meter Lagen mit einer Zeit von 5:25,73 einen hervorragenden neunten Platz. Ebenfalls in der Altersklasse C verpasste Ella Bathurst (Jahrgang 2003) über 400 Meter Lagen und 800 Meter Freistil als jeweils Fünfte knapp einen Platz auf dem Podest.

Martin Brand (Jahrgang 2001) startete in der Altersklasse B (2001/2002) und wurde über 800 Meter Freistil mit einer Zeit von 9:20,02 Minuten Baden-Württembergischer Meister in seiner Altersklasse. Über 400 Meter Lagen belegte er den dritten Platz, und auf 1500 Meter Freistil schwamm er als Vierter knapp an der Bronzemedaille vorbei.

Sein gleichaltriger Teamkollege Noam Chrobok erzielte hier den zweiten Platz in seiner Altersklasse in 17:28,50 Minuten, wobei er seine Bestzeit um 14 Sekunden verbessern konnte. Dies bedeutete in der offenen Wertung den neunten Platz. Ebenfalls im Jahrgang 2001 holte Anja Krastel über 400 Meter Lagen in 5:28,15 Minuten Silber. Über 800 Meter und 1500 Meter Freistil kam sie nur auf den undankbaren vierten Platz.

Die 1500 Meter Freistil bedeuteten in der offenen Wertung den neunten Platz.

Paula Ernst (Jahrgang 2000) ging in der Altersklasse A (1999/2000) an den Start. Sie belegte über 400 Meter Lagen in 5:21,23 Minuten und 800 Meter Freistil in 9:40,10 Minuten jeweils den zweiten Platz in der Altersklassenwertung und war auf beiden Strecken in der offenen Wertung Fünfte in Baden-Württemberg.

Ihre Teamkollegin Carolin Bek (1999), die in derselben Altersklasse A startete, erschwamm sich über 400 Meter Lagen in 5:22,74 Minuten und 800 Meter Freistil in 9:44,44 Minuten jeweils den dritten Platz und in der offenen Klasse auf beiden Strecken den siebten Platz. Über 1500 Meter Freistil gewann Carolin Bek in sehr guten 18:43,19 Minuten und wurde Baden-Württembergische Meisterin ihrer Altersklasse, was den fünften Platz in der offenen Klasse bedeutete.

Simon Herold (Jahrgang 2000) belegte über 400 Meter Lagen in 5:01,87 Minuten den undankbaren vierten Platz in der Altersklassenwertung und gleichzeitig den zehnten Platz in der offenen Wertung. Über 1500 Meter Freistil reichte es für ihn nur zum zwölften Platz in der Altersklassenwertung. Sein jüngerer Teamkollege Marek Jahn (Jahrgang 2002) startete in der Altersklasse B über 1500 Meter Freistil und 400 Meter Lagen. Auf beiden Strecken erreichte er in seiner Altersklasse den siebten Platz. Über 1500 Meter Freistil belegte Marc Sauer (Jahrgang 2002) in derselben Altersklasse Rang acht. Sina Ockert (Jahrgang 2001) erschwamm sich über 800 Meter Freistil in der Jugend B den 14. Platz. Chiara Ziegler (Jahrgang 2002) wurde über 800 Meter Freistil 29. in der Jahrgangswertung.

Trainerin Susanne Huber (links) mit ihren erfolgreichen Sindelfinger Schwimmerinnen und Schwimmern bei den Landesmeisterschaften in Freiburg. Bild: z

Presse | Schwimmen | 29.01.2016

Das Warten auf die Konkurrenz

Die Schwimmerinnen des VfL Sindelfingen stehen kurz vor der Rückkehr in die 2. Bundesliga. In trockenen Tüchern ist das aber erst, wenn auch die Ergebnisse der Wettkämpfe in den anderen Landesligen vorliegen, die zum Teil erst im Februar stattfinden.

Bei diesem Mannschaftswettbewerb werden alle Stilarten der olympischen Strecken von jeweils zwei Schwimmern der Mannschaft auf der Kurzbahn geschwommen. Die geschwommenen Zeiten werden in Punkte umgerechnet. Aus der Gesamtpunktzahl der Strecken ergibt sich dann die Rangfolge in den Ligen.

Die Sindelfingerinnen starteten mit Ajka Ockert (Jahrgang 1999), Carolin Bek (Jahrgang 1999), Tatjana Schmid (Jahrgang 1999), Ariana Lewis (Jahrgang 1999), Paula Ernst (Jahrgang 2000), Anja Krastel (Jahrgang 2001) und Annika Huber (Jahrgang 2003) in der Oberliga. Zusammen mit Trainerin Susanne Huber waren die Schwimmerinnen in Villingen angereist.

Hier konnte der VfL das Ergebnis des letzten Jahres (13 801 Punkte) deutlich steigern und sich mit 14 652 Punkten an die Spitze der Liga vor dem SSV Ulm (14 552) und dem SV Schwäbisch Gmünd (14 404) setzen. Die meisten Punkte sammelten Ajka Ockert (2491), Ariana Lewis (2327) und Annika Huber (2281). Ajka Ockert erzielte auf 100 Meter Freistil mit einer Zeit von 0:58,41 Sekunden auch die höchste Einzelwertung der Mannschaft (666 Punkte).

Die zweite Männermannschaft des VfL Sindelfingen trat in Leonberg in der Württemberg-Liga an. Die Schwimmer wollten für ihren Coach Peter Dlucik, der im Sommer seinen Abschied beim VfL nimmt, die Rückkehr in die Oberliga erschwimmen.

Bereits nach dem ersten Durchgang konnten die Sindelfinger Harald Maisch (Jahrgang 1971), Maximilian Kagerer (1998), Marcel Bögle (1998), Lasse Eberwein (1999), Simon Herold (2000), Martin Brand (2001), Noam Chrobok (2001), Philip Steinmüller (2001), Marek Jahn (2002) und Marc Nüter (2003) mit einem deutlichen Vorsprung von 434 Punkten in die Pause gehen.

Dieser wurde auch im zweiten Durchgang gefestigt und weiter ausgebaut. Dabei erwiesen sich als eifrigste Punktesammler Martin Brand mit 2053 Punkten und Simon Herold mit 2026 Punkten. Die höchste Punktzahl für einen Einzelstart erreichten Harald Maisch für seinen Start über 50 Meter Freistil in 0:24,10 Sekunden mit 594 Punkten sowie Noam Chrobok über 1500 Freistil in 16:55,74 Minuten mit 586 Punkten.

Das ergab am Ende hervorragende 13 059 Punkte und wurde damit Zweite in der Württemberg-Liga hinter der Neckarsulmer Sport-Union (13 736). Nachdem bei den zeitgleich ausgetragenen Wettkämpfen der Badischen Liga jedoch noch eine Mannschaft besser (14 001 Punkte) war, reichte es mit diesem Ergebnis nicht für den begehrten Wiederaufstieg in die Oberliga. Cheftrainer Peter Dlucik war dennoch zufrieden mit den Leistungen seiner Jungs.

Die Schwimmerinnen des VfL Sindelfingen steigerten sich deutlich gegenüber dem Vorjahresergebnis. Bild: z

Presse | Schwimmen | 30.12.2015

Jung trifft Alt, Klein trifft Groß

Am 4. Adventswochenende fand in guter Tradition die Vereinsmeisterschaft der Schwimmabteilung des VfL Sindelfingen im heimischen Klostergartenhallenbad statt.

Geschwommen wird dabei stets ein Mehrkampf, bestehend aus allen 50-Meter-Strecken (Delfin, Rücken, Brust und Freistil) und 100 Meter Lagen.

Dabei geht es in erster Linie nicht um Höchstleistung, sondern darum, den Sportlern aller Trainingsgruppen die Möglichkeit zu bieten, ihre sportliche Leistung zu zeigen. So entwickelten sich die Vereinsmeisterschaften in den letzten Jahren zu einem beliebten Event bei Sportlern und Trainern.

Hier treffen Jung und Alt, Groß und Klein, Leistungssportler und Breitensportler aufeinander. Die Schwimmabteilung hat aktuell über 1000 Mitglieder. Davon sprangen am Samstag vor Weihnachten 119 ins kühle Nass.

Für die Trainer der Nachwuchsgruppen ist dies eine besondere Herausforderung. Gilt es doch die Jüngsten unter den Schwimmern bei ihrem oft ersten Wettkampf zu begleiten. Sicherzustellen, dass keiner vor Aufregung seinen Start verpasst, ihnen zu zeigen, bei welchem Pfiff des Schiedsrichters auf den Startblock gestiegen werden darf und wann man beim Rückenschwimmen ins Wasser springen muss.

Es kann aber auch zu durchaus kuriosen Starts kommen. Wenn schwimmbegeisterte Väter, die noch aktiv in den Mastersgruppen der Abteilung trainieren und hier auf ihre sportlichen Söhne treffen.

An erster Stelle stehen bei dieser Veranstaltung der Spaß und die Begeisterung für das Schwimmen. Das Hallenbad Klostergarten ist dann Kulisse für stolze Eltern, Großeltern und Freunde und unterstreicht wieder einmal die Wichtigkeit für die Schwimmabteilung des VfL Sindelfingen.

Für das Organisationsteam der Abteilung sind diese Meisterschaften eine erste Probe, für einen der kommenden Höhepunkte im neuen Jahr – das 22. ISSC (International Sindelfingen Swimming Championships).

Wenn sich die Schwimmer des VfL Sindelfingen zur Vereinsmeisterschaft treffen, wird es eng im Klostergartenbad. Bild: z

Presse | Schwimmen | 18.11.2015

Die VfL-Jugend fischt 32 Medaillen

Vergangenes Wochenende fanden die württembergischen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen in Schwäbisch Gmünd statt. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die vom Schwimmverband geforderten Pflichtzeiten erbracht werden müssen. Vom VfL Sindelfingen konnten sich trotz verschärfter Zeiten 26 Sportler für den ersten Höhepunkt der Saison 2015/16 qualifizieren.

Der Leistungs-Nachwuchs der Gruppe L1a um Trainerin Susanne Huber reiste frisch aus dem Trainingslager in Innsbruck an, in dem sie in einer Woche erfolgreich anstrengende 55 Kilometer Schwimmtraining absolviert haben. Die jungen Athleten und Athletinnen stellten hier ihre gute Form unter Beweis und erwiesen sich als fleißige Medaillensammler. Insgesamt erschwamm der Sindelfinger Nachwuchs eine Gesamtbilanz von 18 Gold-, neun Silber- und fünf Bronzemedaillen.

Annika Huber (Jahrgang 2003) ging sieben Mal an den Start und konnte jedes Rennen für sich gewinnen. Sie wurde Württembergische Meisterin über 100 und 200 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Rücken, 100 und 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen.

Bei den Jungs fischte Marc Nüter (Jahrgang 2003) bei sieben Starts sieben Medaillen aus dem Wasser (Gold über 100 und 200 Meter Rücken, 200 Meter Freistil, 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen, Silber über 100 Meter Freistil und 100 Meter Brust).

Simon Herold (Jahrgang 2000) holte Gold über 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen, Silber über 100 Meter Schmetterling, 200 Meter Freistil und 200 Meter Rücken.

Jeweils drei Medaillen erschwammen sich Marek Jahn (Jahrgang 2002/Gold über 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil, Silber 100 Meter Freistil) und Marc Sauer (Gold 200 Meter Lagen, Silber 200 Meter Freistil und 200 Meter Rücken).

Weitere Medaillen errangen Lucy Arndt (Jahrgang 2001/Bronze über 100 und 200 Meter Rücken), Sina Ockert (Silber über 100 Meter Freistil, Bronze über 200 Meter Freistil), Torben Twachtmann (Bronze über 100 Meter Rücken), Bastian Kömpf (Jahrgang 2002/Gold über 200 Meter Rücken, Bronze über 100 Meter Rücken). Weitere Teilnehmer waren Noam Chrobok (Jahrgang 2001) und Chiara Ziegler (Jahrgang 2002).

Trainerin Susanne Huber war sehr zufrieden mit ihren Schützlingen. Denn neben den Medaillen schwammen die Sportler Bestzeiten mit riesigen Sprüngen von bis zu zehn Sekunden pro Strecke. Mit diesem überaus positiven Ergebnis starten nun die Vorbereitungen für die kommenden Langbahnwettkämpfe.

Die Sindelfinger Trainerin Susanne Huber (Zweite von rechts) mit ihren erfolgreichen Schützlingen bei den württembergischen Kurzbahnmeisterschaften in Schwäbisch Gmünd. Bild: z

Presse | Schwimmen | 23.10.2015

Sindelfingen schwimmt vorne weg

Im Hallenbad in Stuttgart-Feuerbach wurde der deutsche Mannschaftswettbewerb der Jugend (DMSJ) des Schwimmverbandes Württemberg ausgetragen. Am Start war auch ein großes Team des VfL Sindelfingen.

Wie in den letzten Jahren war der VfL Sindelfingen mit seinen Jugendmannschaften außerordentlich gut vertreten. Nahezu alle Jugendmannschaften erreichten Platzierungen auf dem Treppchen.

In der Altersklasse Jugend A der Schwimmerinnen und Schwimmer der Jahrgänge 1998 und 1999 erreichten die Schwimmerinnen Ajka Ockert, Carolin Bek, Tatjana Schmid, Sophia-Luisa Hohnloser und Maya Ducke den zweiten Platz auf Landesebene.

In der Altersklasse Jugend B (Jahrgänge 2000 und 2001) platzierte sich die Mannschaft mit den Schwimmerinnen Paula Ernst, Sina Ockert, Lucy Arndt, Anja Krastel, Benita Türk und Rosaly Mäule als drittbeste Mannschaft des württembergischen Verbandes. Bei den Jungs derselben Altersklasse kamen die Sindelfinger Martin Brand, Philip Steinmüller, Luca Steinmüller, Simon Herold, Noam Chrobok und Torben Twachtmann auf den zweiten Platz.

Herausragende Leistungen zeigten die VfLer in der Jugend C (Jahrgänge 2002 und 2003). Die Mädchen und die Jungs erschwammen sich jeweils souverän den Meistertitel des Schwimmverbandes Württemberg. Bei den Mädchen waren dies Annika Huber, Laura Durst, Alexia Symak, Ella Bathurst, Chiara Ziegler und Nadine Bögle, bei den Jungs Marc Nüter, Marek Jahn, Bastian Kömpf, Marc Sauer und Kevin Patrick Speck. Ein weiterer Beweis für die gute Nachwuchsarbeit des VfL Sindelfingen.

In der Jugend D (Jahrgänge 2004 und 2005) kamen die Jungs mit Jan Sauer, Moritz Breitenbach, Denis Speck, Noah Döttling, Lars Durst, Mikolaj Dzierzanowski und Kevin Blecha auf einen guten dritten Platz. Bei den Mädchen reichte es aufgrund starker Konkurrenz leider nur zu einem fünften Rang. Hier waren am Start: Celina Fischinger, Ayet Afifi, Luna Dworak, Lilli Dworak, Lea-Sophie Preissler und Bibiana Uhl.

Die erfolgreichen Nachwuchs-Schwimmer des VfL Sindelfingen. Bild: z

Presse | Schwimmen | 13.06.2015

VfL: Bestzeiten-Jagd in Berlin

Sindelfinger überzeugen bei der DM in der Hauptstadt

Die diesjährigen deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen wurden wie in den letzten Jahren in Berlin ausgetragen. Vom VfL Sindelfingen konnten sich in diesem Jahr acht Schwimmerinnen und sechs Schwimmer qualifizieren.

Von unserem Mitarbeiter Simon Kunz

Die VfL-Schwimmer zeigten durchwegs gute Leistungen und scheiterten teilweise nur knapp an der Finalteilnahme. Brustspezialistin Lea Ehret (Jahrgang 2002) erreichte über 200 Meter Brust in 2:51,39 Minuten Platz 15. Anja Krastel (2001) ging über sieben Strecken an den Start. Ihre beste Leistung zeigte sie mit Platz 17 über 800 Meter Freistil (9:47,72 Minuten). Ihre Teamkollegin Carolin Bek trat über 200, 400 und 800 Meter Freistil an und schwamm durchweg Bestzeiten. Auch ihr gelang die beste Platzierung mit Platz 13 über 800 Meter Freistil (9:42,69).

Paula Ernst (2000) hatte sich knapp für die Teilnahme über 200 Meter Rücken qualifiziert und belegte mit 2:30,04 Minuten Platz 20. Ebenso knapp hatte sich auch Sina Ockert (2001) über 100 Meter Freistil qualifiziert. Mit ihrer Zeit von 1:03,02 Minuten landete sie auf Rang 29. Etwas weiter vorne konnte sich ihre Schwester Ajka Ockert (1999) über die gleiche Strecke platzieren. Sie blieb in 0:59,70 Minuten unter der Ein-Minuten-Marke. Damit wurde sie Elfte und scheiterte damit nur knapp an der Teilnahme am Finale, für das sich die jeweils zehn besten Schwimmerinnen qualifizieren.

Genauso knapp wie Ockert scheiterte auch Christian Huber (2000) an der Finalteilnahme über 100 Meter Freistil (0:54,98). Auch er belegte Platz elf. Über 50 Meter Freistil gelang Huber als Achter der Einzug ins Finale. Mit neuer persönlicher Bestzeit (25,03 Sekunden) belegte er Platz neun. Martin Brand (2001) ging über vier Strecken an den Start und schaffte immer den Einzug ins Finale. Seine beste Platzierung erreichte er über 200 Meter Schmetterling. Hier schwamm er nur knapp am Siegerpodest vorbei und wurde mit 2:14,07 Minuten Vierter. Noam Chrobok (2001) nahm zum ersten Mal an den deutschen Jahrgangsmeisterschaften teil. Über seine Spezialstrecke 1500 Meter konnte er seine persönliche Bestzeit auf 17:40,77 Minuten verbessern und erzielte bei seinem Debüt Platz 13. Die gleiche Platzierung erreichte auch Aleksandar Stosik (1997) über 100 Meter Rücken (1:05,19).

Die Jüngsten können nur in einem Mehrkampf in ihrer jeweiligen Hauptdisziplin antreten. Für den VfL Sindelfingen bestritten Annika Huber (2003) und Mark Nüter (2003) den Mehrkampf in Rücken. Den Mehrkampf in Freistil absolvierten Ella Bathurst (2003) und Mark Jahn (2002). Jahn zeigte seine beste Leistung über 400 Meter Freistil (4:50,53) und wurde in der Gesamtwertung Zwölfter. Marc Nüter zeigte seine beste Leistung ebenfalls über 400 Meter Freistil (4:51,41) und erreichte Platz acht in der Gesamtwertung. Die beste Strecke von Ella Bathurst war 100 Meter Freistil (1:03,27). Hier wurde sie Vierte. In der Mehrkampfwertung belegte sie Platz sechs. Huber zeigte über 400 Meter Freistil (4:48,33) und 200 Meter Lagen (2:32,91) sehr gute Leistungen und wurde insgesamt Siebte.

Presse | Schwimmen | 25.03.2015

Ohne Walze gibt es keine Schraube

Die Turmspringer, Taucher und Meerjungfrauen sitzen wegen zweier defekter Umwälzpumpen im Badezentrum auf dem Trockenen

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Die Turmspringer des VfL Sindelfingen sitzen derzeit auf dem Trockenen. Grund: Die Umwälzpumpen im Sprungbecken des Badezentrums sind defekt und der Ersatz lässt noch auf sich warten.

Anfang Februar hob der VfL Sindelfingen seine Turmsprung-Sparte aus der Taufe. „Das habe ich mir schon lange auf die Fahne geschrieben. Das Springen hat in Sindelfingen eine lange Tradition“, so Schwimm-Abteilungsleiter Mark Mohr. Mit Franz Panzer und Rainer Markwirth, Mitglied des Springausschusses im Schwimmverband Württemberg, hat Mark Mohr auch zwei kompetente Unterstützer für sein Projekt gefunden.

Panzer und Markwirth machten sich mit Elan an die Sache und bereits nach wenigen Trainingseinheiten hatten sich vier Neueinsteiger gefunden. Doch vor zwei Wochen machten die defekten Pumpen dem Sprung-Training einen Strich durch die Rechnung. „Unsere Kassierin Silvia Meinl wurde von den Tauchern informiert, dass das Becken gesperrt ist“, so Mark Mohr.

Für ihn ist nun das Badenzentrum ohne Sprungbecken nur ein „halbes Schwimmbad“. Der Chef der Sindelfinger Schwimmer hofft, dass die Pumpen so schnell wie möglich ausgetauscht werden. Bei seinem Trainer Franz Panzer rennt er mit dieser Forderung offene Türen ein. Bereits seit zwei Wochen muss er das Training ausfallen lassen. „Wenn das so weiter geht, werde ich mit meinen Schützlingen in den Kraftraum gehen“, so Franz Panzer.

Neben den Springern sind aber auch die Taucher und die Meerjungfrauen von der Sperrung betroffen. Deshalb drückt Thomas Steegmüller, Verwaltungsleiter Bäder bei der Stadt Sindelfingen, beim Pumpenaustausch aufs Tempo. „Wir haben einen guten Draht zu dem Lieferanten und haben ihn auf die Dringlichkeit hingewiesen.“ Eine verlässliche Aussage, wann die Springer, Taucher und Meerjungfrauen wieder ins Becken dürfen, kann Thomas Steegmüller nicht machen.

Franz Panzer hofft, dass seine Springer Anfang April wieder auf den Turm dürfen. „Am Mittwoch nach Ostern wollen wir wieder trainieren“, sagt der Coach.

Info

Weitere Informationen zu den VfL-Schwimmern unter www.schwimmen.vfl-sindelfingen.de im Internet.

Presse | Schwimmen | 26.02.2015

Doppelter Abstieg für Sindelfingen

Die VfL-Männer steigen sowohl aus der Bundesliga als auch der Oberliga ab

Von Simon Kunz

Ein Höhepunkt der Wettkampf-Saison der Schwimmer sind in jedem Jahr die deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS). Die erste Herrenmannschaft des VfL Sindelfingen startete in der 1. Bundesliga in Essen, die Damenmannschaft und die zweite Herrenmannschaft ging in der Oberliga in Tübingen an den Start.

Nach dem knappen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga im vergangenen Jahr, war bereits bei der Saisonplanung klar, dass der Klassenerhalt schwierig werden würde. Nach dem Ausfall einiger Leistungsträger wie Lukas Hüsing (Jahrgang 1990), der zurzeit sechs Monate in Australien trainiert und Christoph Borek (1991), der verletzungsbedingt pausieren muss, war deutlich, dass der Klassenerhalt nicht möglich sein würde.

Und so wurde die Mannschaft mit Robin Arb (1995), Christoph Beteg (1996), Marcel Bögle (1998), Martin Brand (2001), Christian Huber (2000), Maximilian Kagerer (1998), Antonin Klingler (1995), Justus Kuhn (1996) und Aleksandar Stosik (1997) trotz sehr guter Leistungen und Bestzeiten Letzter. Der VfL Sindelfingen geht also in der kommenden Saison – genauso wie der zweite Absteiger aus Darmstadt – in der 2. Bundesliga an den Start.

Auch der Klassenerhalt in der Oberliga sollte sich für die zweite Herrenmannschaft als schwierig erweisen. Nachdem die Mannschaft auch hier durch einige Ausfälle stark geschwächt war, schaffte es die Mannschaft aus Niko Amanatidis (1994), Noam Chrobok (2001), Lasse Eberwein (1999), Matthias Epple (1993), Thomas Mucks (1992), Peter Oberglock (1969), Christoph Schönleber (1983) und Philip Steinmüller (2001) nicht, den Abstieg zu verhindern.

Ungefährdet vom Abstieg war dagegen die Frauenmannschaft des VfL Sindelfingen. Vielmehr gab es hier im Vorfeld sogar die Hoffnung, in die 2. Bundesliga aufsteigen zu können. Das Team mit Carolin Bek (1999), Laura Durst (2002), Paula Ernst (2000), Laura Fischinger (1999), Melanie Hornikel (2000), Michelle Kempa (1998), Anja Krastel (2001), Ajka Ockert (1999) und Laura Ziegler (1997) war die jüngste Mannschaft, die in der Oberliga angetreten war. Die Schwimmerinnen konnten sich im Vergleich zum Vorjahr um 558 Punkte auf insgesamt 13�€�801 Punkte steigern.

Eifrigste Punktesammlerinnen waren Laura Fischinger (2266 Punkte), Anja Krastel (2193 Punkte) und Paula Ernst (2155 Punkte). Die höchste Einzelwertung erzielte Ajka Ockert mit 637 Punkten über 100 Meter Freistil in 0:59,27 Minuten. Allerdings reichten diese Top-Leistungen nicht aus, um sich einen Aufstiegsplatz zu ergattern. Zum Schluss fehlten 900 Punkte zur Mannschaft aus Freiburg, die den Aufstieg mit 14730 Punkten schaffte.

Trainerin Susanne Huber war dennoch sehr zufrieden und hofft auf den Aufstieg der Damenmannschaft in die Zweite Bundesliga in der kommenden Saison.

Auch Chef-Trainer Peter Dlucik ist zuversichtlich, obwohl die Situation in der ersten Herrenmannschaft sehr schwierig ist. Viele Leistungsträger haben die Schule abgeschlossen und werden mit dem Studium in Karlsruhe, München oder im Ausland beginnen und daher den Verein verlassen.

Presse | Schwimmen | 19.02.2015

Höchstleistungen vor einer tollen Kulisse

Organisatoren und Teilnehmer vom 21. Sindelfinger ISSC gleichermaßen begeistert

Bei den 21. International Sindelfingen Swimming Championships - kurz ISSC - im Badezentrum in Sindelfingen absolvierten am Wochenende 645 Schwimmer aus sechs Nationen an zwei Tagen über 3000 Starts. Auch Gäste aus Ägypten waren in diesem Jahr wieder mit einer starken Mannschaft vertreten.

Wie in der Vergangenheit wurden auch wieder besondere Wettkampfformen ausgetragen: Die ISSC-Sprint-Trilogie für den Nachwuchs, das ISSC-Cut-Off für die Spitze oder das einzigartige Pursuit-Race. Für letzteres qualifizieren sich die besten weiblichen und männlichen Schwimmer verschiedener Schwimmstrecken. Um ein faires Rennen zu ermöglichen, starten die Schwimmer im Pursuit-Race unter Berücksichtigung der zeitlichen Differenzen aus der Qualifikation: Ein Ampelsystem signalisiert jedem der acht Finalteilnehmer den jeweiligen Startzeitpunkt. Diese Wettkampfformen machen das ISSC für viele Sportler attraktiv und werden auch in Zukunft weiterentwickelt. Dafür Sorge trägt auch Chef-Organisator Roman Huber, der diesen Posten von seinem Vorgänger im vergangenen Jahr übernommen hat.

Auch bei der 21. Auflage sorgten die Sindelfinger Organisatoren dafür, dass die Finalteilnehmer und Medaillenträger angemessen präsentiert wurden. Die Finalisten betraten die Startbrücke über eine Doppeltür und wurden von Licht- und Nebeleffekten in Szene gesetzt. Auch mit geringen Budgets gelingt so den Sindelfingern etwas, das man sonst eher von Großereignissen wie Weltmeisterschaften gewohnt ist. Dies ist natürlich nur durch die große Anzahl ehrenamtlicher Helfer möglich. Die Schwimmer waren von der Organisation sowie von der Kulisse begeistert und brachten zum Dank dafür Höchstleistungen. Am erfolgreichsten war Lisa Zaiser (Jahrgang 1994) aus Linz (Österreich), die über 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen einen neuen Veranstaltungsrekord aufstellte. Doch auch die Sindelfinger als Gastgeber konnten ihre Leistung unter Beweis stellen und erschwammen in den Jahrgangswertungen zahlreiche Medaillen. Zudem schaffte es Ajka Ockert (1999) als einzige Sindelfingerin in das ISSC-Cut-Off, das Ausscheidungsrennen über 50 Meter Freistil. Hier rettete sie sich bis in das dritte Rennen und belegte knapp Platz vier.

Der VfL Sindelfingen mit Abteilungsleiter Mark Mohr war mit dem Wettkampfverlauf der 21. ISSC sehr zufrieden und hofft auch im kommenden Jahr wieder auf eine so positive Resonanz bei Schwimmern, Trainern und Zuschauern.

Presse | Schwimmen | 28.01.2015

Die Infrastruktur passt, nur der Nachwuchs fehlt

Turmspringen: VfL Sindelfingen will Sparte der Schwimmabteilung aus ihrem Schattendasein befreien - Neuer Trainer steht bereit

Bist du mutig und traust dich was? Kannst du theoretische Anweisungen dank guter körperlicher Koordinationsfähigkeit auch in die Praxis umsetzen? Ist Höhenangst ein Fremdwort für dich? Und gehört auch Beweglichkeit zu deinen Stärken? Dann bist du hier genau richtig - beim Turmspringen.

VON MICHAEL SCHWARTZ

So, oder so ähnlich könnte sie aussehen - die Stellenausschreibung des VfL Sindelfingen für die Wiederbelebung einer Sparte der Schwimmabteilung, die zuletzt ein Schattendasein fristete.

"Ich habe es mir seit einigen Monaten persönlich auf die Fahnen geschrieben, wieder eine schlagkräftige Truppe aufzustellen", weiß Abteilungsleiter Mark Mohr, dass er eine gewisse Verantwortung für alle Sparten hat. "Bevor die ganz aufhören, muss man was machen." Nach 50 Jahren des Bestehens in Sindelfingen waren es lediglich die Senioren, die dem Turmspringen die Stange hielten. Als dann auch noch der 82-jährige Emil Bayer nach 45 Jahren aus Altersgründen als Trainer aufhörte, wusste Mark Mohr, dass etwas getan werden muss. Schließlich hat die Sportart eine erfolgreiche Vergangenheit beim VfL. Ein Hans Kruska holte von 1984 bis 2003 insgesamt 60 Titel bei deutschen Masters-Meisterschaften, war zehnmal Europa- und zweimal Weltmeister. Eine Ruth Jenssen krönte sich zweimal zur Weltmeisterin, holte bei diesem Wettbewerb zudem vier zweite Plätze und war 21-mal deutsche Meisterin. Weitere Könner waren Matthias Widmayer, Sabine Albrecht und Petra Gersonde, die ebenso aufs DM-Podest sprangen.

Bis der Verein wieder eine derartige Titelflut vermelden kann, wird es noch ein Weilchen dauern. Das ist den Verantwortlichen auch bewusst, dennoch gehen sie zuversichtlich an den Plan heran. "Spaß und Freude stehen im Vordergrund", sagt Mark Mohr. "Der Fokus geht aber schon Richtung Wettkampf und Leistungssport." Wäre ja auch schade, wenn man die vorzügliche Infrastruktur brachliegen ließe. Ein Fünfer unter dem Hallendach wie im Badezentrum Sindelfingen ist eine Seltenheit. Zudem steht hinter den Turmspringern eine starke Schwimmabteilung, die über die nötigen Kontakte verfügt. Auf diese Weise kennt Mark Mohr auch Rainer Markwirth, beim Württembergischen Schwimmverband zuständig fürs Springen. Der wiederum engagiert sich dafür, dass es in der gesamten Region Stuttgart eine Kooperation verschiedener Vereine geben kann. Springer, die an einem bestimmten Tag nicht zum Training in ihrer Heimatstadt können, dürfen einfach an einem anderen Tag zu einem anderen Klub. Weiterer Vorteil: Wer mehrere Trainer kennenlernt, bekommt eventuell auch verschiedene Tricks und Kniffe beigebracht. Auch der VfL Sindelfingen ist deshalb bei dieser Bündelung von Ressourcen dabei. Rainer Markwirth war es auch, über den der Kontakt zum neuen Trainer Franz Panzer zustande kam.

Der heute 55-Jährige Coach war selbst ein Spätzünder. Erst mit 38 kam Franz Panzer zum Turmspringen. "Man kann in diesem Alter schon noch was bringen, aber zu Höchstleistungen reicht es nicht mehr", räumt der Fellbacher ein. Daher richtet sich der Fokus beim VfL Sindelfingen auf den Nachwuchs. Denn auch beim Turmspringen gilt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. "Mit drei, vier Jahren können die Kinder schon zu uns kommen", hofft Franz Panzer auf regen Zuspruch. "Eigentlich, sobald sie schwimmen können."

Zweimal Training in der Woche sollten die Interessenten schon einplanen. "Mit einmal kommt man über Freizeitsprünge nicht hinaus", weiß der Trainer, der seine Schützlinge selbstverständlich behutsam aufbauen will. "Wir fangen auf dem Einser an. Wenn sie es dann beherrschen, geht es hoch auf den Dreier. Dann erst auf den Fünfer." Schließlich seien das schon vier Meter Höhenunterschied, "und die Sprungbretter werfen auch ganz anders als früher". Was er damit meint: Heutzutage kommt man dank Fiberglas deutlich höher hinaus als noch früher mit Holz. "Viereinhalb Salti waren zum Beispiel früher nie machbar", schüttelt Franz Panzer den Kopf.

Stefan Raab dankbar, dass er die Randsportart ins TV gebracht hat

Vorführen kann er derartige Kunststücke eh nicht, dafür in der Theorie am Boden erklären. Zum Beispiel mit Videomaterial von Wettkämpfen, die im TV laufen. Apropos: Stefan Raab ist der Fellbacher durchaus dankbar für "Das große TV Total Turmspringen". So wurde die Randsportart auch ins Mainstream-Fernsehen gehoben. "Das Interesse bei uns war schon da", schildert Christoph Schönleber aus der VfL-Schwimmabteilungsleitung. "Eine Handvoll Leute haben pro Jahr nachgefragt." Und die haben jetzt wieder eine Anlaufstelle beim VfL Sindelfingen.

Presse | Schwimmen | 27.11.2014

Deutsche Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen

Am vergangenen Wochenende fanden die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen in der Schwimmoper in Wuppertal statt. Der VfL Sindelfingen war mit vier Schwimmerinnen und vier Schwimmern angereist.

Durchweg gute Leistungen über die Einzelstrecken zeigten Christoph Borek (Jahrgang 1991), Björn Hornikel (1992), Tobias Schneeberg (1993), Justus Kuhn (1996) und Ajka Ockert (1999). Sprintspezialistin Ockert ging über 50m Schmetterling an den Start. Ihre Zeit von 0:29,54 reichte nicht zum Einzug in das A- oder B-Finale. Auch Tobias Schneeberg über 200m Brust (2:21,81) und Justus Kuhn über 100m Rücken (0:58,89) und 200m Rücken (2:04,51) verpassten den Einzug ins B-Finale. Dies gelang dem Teamkollegen Borek schließlich über 100m Lagen. Mit der Zeit von 0:56,59 belegte er insgesamt den zehnten Platz. Allroundtalent Borek ging über weitere vier Strecken an den Start, konnte in allen Rennen gute Platzierungen erreichen. Eine weitere Finalteilnahme blieb ihm aber verwehrt.

Gespannt waren alle auf Hornikel, der als amtierender Deutscher Meister über 50m Freistil (Langbahn) an den Start ging. Er startete über 50m Freistil, 100m Freistil und 200m Freistil. Ihm gelang erwartungsgemäß über alle Strecken der Einzug ins A-Finale. Über 200m Freistil belegte er im A-Finale in 1:46,00 den achten Platz. Über 100m Freistil (0:47,76) und 50m Freistil (0:21,94) schaffte er es beide Male als dritter auf das Siegerpodest. Hornikel erfüllte mit seinen Leistungen zudem die Normen für die Teilnahme bei den Weltmeisterschaften in Katar. Leider kann Hornikel dort nicht an den Start gehen, da er in den USA studiert und in diesem Zeitraum seine Prüfungen schreiben muss.

Auch in zwei Staffelwettbewerben gingen die Frauen des VfL Sindelfingen an den Start die junge Mannschaft in der Besetzung Ajka Ockert, Carolin Bek (1999), Melanie Hornikel (2000) und Paula Ernst (2000). Über 4x50m Freistil belegten sie einen guten 26. Platz in 1:50,85. Über 4x50m Lagen hatten sie Pech: Laut der elektronischen Zeitmessanlage startete eine Schwimmerin beim Wechsel eine Hundertstelsekunde zu früh, was die Disqualifikation zur Folge hatte. Cheftrainer Peter Dlucik war mit den Leistungen der Schwimmerinnen und Schwimmer insgesamt trotz dieses Missgeschicks sehr zufrieden.

Presse | Schwimmen | 13.11.2014

Württembergische Kurzbahnmeisterschaften im Schwimmen

Am Wochenende fanden die Württembergischen Kurzbahnmeisterschaften im diesen Jahr neu eröffneten Sportbad des Aqua Toll in Neckarsulm statt. Das 50-Meter-Schwimmbecken dieses Neubaus kann mit Hilfe einer Trennwand auf 25 Meter verkürzt werden, um dort auch Kurzbahnwettkämpfe wie am vergangenen Wochenende durchführen zu können. Insgesamt gingen für den VfL Sindelfingen 44 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Start, von denen sich viele in ihrer Altersklasse einen Platz auf dem Siegerpodest sichern konnten. In den Altersklassen sind immer zwei Jahrgänge zusammen gefasst: Von der D-Jugend (Jahrgänge 2003/2004) bis zu den Junioren (1995/1996).

Die jüngste Sportlerin des VfL Sindelfingen war Ella Bathurst (Jahrgang 2003). Sie konnte ich vier Vizemeistertitel und zwei Meistertitel über 200m Lagen (2:51,49) und 200m Freistil (2:23,46) sichern. Der jüngste Sportler des VfL Sindelfingen Marc Nüter (2003) war gleichzeitig der erfolgreichste. Nüter errang insgesamt sechs Württembergische Meistertitel über 200m Lagen  (2:46,75), 100m Rücken (1:16,89), 200m Kraul (2:27,56), 50m Rücken (0:35,18), 200m Rücken (2:41,25) und 100m Kraul (1:07,91).

In der C-Jugend konnten sich vier Schwimmerinnen und zwei Schwimmer des VfL Sindelfingen einen Platz auf dem Podest sichern. Bastian Kömpf (2002) erschwamm sich über 200m Rücken (2:32,16) die Bronzemedaille. Laura Durst (2002) konnte sich den Meistertitel über 50m Brust (0:35,76) sichern. Gleiches gelang ihrer Teamkameradin  Sina Ockert (2001) über 50m Kraul (0:28,96). Sie erreichte zudem den Vizemeistertitel über 200m Freistil (2:15,77). Philip Steinmüller (2001) konnte einen kompletten Medailliensatz mit nach Hause bringen. Er wurde dritter über 100m Lagen (1:10,67), Vizemeister über 200m Brust (2:47,06) und Württembergischer Meister über 50m Brust (0:35,54). Zwei Vizemeistertitel über 100m Rücken (1:12,36) und 200m Rücken (2:33,56) und einen Meistertitel über 50m Rücken (0:32,94) konnte die Rücken-Spezialistin Lucy Arndt (2001) für sich verbuchen. Über 100m und 200m Rücken musste sie sich nur ihrer Teamkameradin Anja Krastel (2001) geschlagen geben, die somit auf 100m Rücken (1:10,33) und  200m Rücken (2:30,19) den Meistertitel gewann. Gleiches gelang ihr über 200m Lagen (2:30,11), 200m Freistil (2:14,21), 100m Lagen (1:10,44) und 100m Freistil (1:03,07). Zu ihren sechs Goldmedaillen kam über 200m Brust (2:50,82) eine Silbermedaille und damit ein Vizemeistertitel hinzu.

Auch in der B-Jugend war der VfL Sindelfingen stark vertreten. Laura Fischinger (1999) erreichte hier über 200m Rücken (2:30,69) den dritten Platz und damit die Bronzemedaille. Paula Ernst (2000), Carolin Bek (1999) und Lasse Eberwein (1999) gewannen jeweils zwei Medaillen: Ernst siegte über 200m Rücken (2:25,14) und wurde über 50m Rücken Zweite. Bek errang zwei Vizemeistertitel über 100m Rücken (1:08,77) und 200m Rücken (2:26,99). Gleiches gelang dem Brust-Spezialist Eberwein über 50m Brust (0:32,11) und 100m Brust (1:11,66). Insgesamt sechs Mal auf das Siegerpodest schaffte es Christian Huber (2000), der über 100m Rücken (1:04,95) und 200m Rücken (2:17,69) jeweils Dritter wurde. Über 50m Freistil (0:25,41), 50m Rücken (0:30,07), 100m Lagen (1:04,89) und 100m Freistil (0:55,82) wurde Huber Vizemeister. Auch Ajka Ockert (1999) sammelte ebenso fleißig Medaillen. Sie wurde über 100m Schmetterling (1:07,30) Dritte und errang über 200m Lagen (2:27,58), 200mFreistil (2:11,11) und 100m Freistil (0:59,54) den Vizemeistertitel. Über 50m Freistil (0:27,37), 50m Schmetterling (0:29,46) und 100m Lagen (1:08,31) war sie in ihrer Altersklasse nicht zu schlagen und wurde jeweils württembergische Meisterin. Mit ihrer Leistung konnte Ockert zudem in der Offenen Klasse den dritten Platz belegen.

Bei den Junioren ging vom VfL Sindelfingen nur Justus Kuhn (1996) an den Start. Er konnte über 50m Rücken (0:27,65), 100m Lagen (0:59,96) und 100m Brust (1:10,03) den Vizemeistertitel erringen. In der Offenen Klasse waren neben Ockert drei Schwimmer erfolgreich. Tobias Schneeberg (1993) konnte seinen Titel über 200m Brust (2:22,29) verteidigen. Christoph Borek (1991) errang über 50m Rücken (0:26,19) und 100m Brust (1:02,98) den Vizemeistertitel. Für eine kleine Überraschung sorgte Dominique Lendjel (1985), der seine Schwimmkarriere vor einigen Jahren eigentlich schon beendet hatte: Lendjel musste sich im Finale über 100m Lagen (0:57,39) nur um zwei Zehntelsekunden geschlagen geben und errang den Vizemeistertitel.

Auch an bei den Staffelwettkämpfen war der VfL Sindelfingen erfolgreich. Hier schafften es die Schwimmerinnen des VfL Sindelfingen über 4x50m Freistil (1:53,03) in der Besetzung Paula Ernst, Laura Fischinger, Ajka Ockert und Carolin Bek als Drittplatzierte auf das Siegerpodest. Die Staffel war zugleich Abschluss eines äußerst erfolgreichen Wochenendes für den VfL Sindelfingen.

Presse | Schwimmen | 21.10.2014

Landesentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) im Schwimmen

Am Wochenende fand der Landesentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend – kurz DMSJ – im Schwimmen im Stadtbad Bad Cannstatt statt. Bei diesem Wettbewerb der in den Altersklassen Jugend D, C, B und A ausgetragen wird, müssen die teilnehmenden Mannschaften jeweils fünf Staffeln schwimmen: 4x100m Freistil, 4x100m Brust, 4x100m Rücken, 4x100m Schmetterling – die D-Jugend schwimmt nur 4x50m Schmetterling – und 4x100m Lagen. Die in den einzelnen Staffeln erreichten Zeiten werden addiert und so der Gesamtsieger beziehungsweise Landessieger der jeweiligen Jugend ermittelt. Der VfL Sindelfingen ging mit drei weiblichen Mannschaften in der Jugend D, C und B und mit zwei männlichen Mannschaften in der Jugend D und C an den Start.

Der VfL Sindelfingen konnte mit den Leistungen der fünf Mannschaften insgesamt sehr zufrieden sein, so schafften es alle Mannschaften bis auf eine aufs Siegerpodest. Die weibliche D-Jugend verpasste nach fünf packenden Staffeln und einem harten Kampf den dritten Platz in einer Gesamtzeit von 25:22,25 Minuten um gerade mal eine Sekunde. Obwohl die D-Jugend in der Besetzung Charlotte Mc Gregor (Jahrgang 2003), Annika Huber (2003), Anja Kricheldorf (2003) und Anna Menz (2003) alles gegeben hat, blieb somit nur der undankbare vierte Platz. Glücklicher verlief der Landesentscheid bei der gleichaltrigen männlichen D-Jugend: In der Besetzung Noah Döttling (2004), Marwin Hornikel (2003), Andre Tim Kroschwald (2003), Mark Nüter (2003) und Jan Sauer (2004) erschwamm diese sich in der Gesamtzeit von 27:08,81 hinter der Konkurrenz aus Schwäbisch Gmünd den zweiten Platz und damit vor der SSG Reutlingen/Tübingen den Vizemeistertitel.

In der weiblichen und männlichen C-Jugend dominierte der VfL Sindelfingen das Feld. Unangefochten errangen sowohl die Mädchen in der Besetzung Lucy Arndt (2001), Laura Durst (2002), Lea Ehret (2002), Anja Krastel (2001), Rosaly Mäule (2001), Sina Ockert (2001), Alessia Säuberlich (2001), Alexia Symak (2002) und Constanze Zimmermann (2002) mit einer Gesamtzeit von 24:51,84 als auch die Jungen in der Besetzung Martin Brand (2001), Noam Chrobok (2001), Marek Jahn (2001), Bastian Kömpf (2002), Mark Sauer (2002), Luca Steinmüller (2001), Philip Steinmüller (2001) und Torben Twachtmann (2001) mit einer Gesamtzeit von 24:00,98 jeweils den Landesmeistertitel und damit die Goldmedaille. Die Mädchen konnten dabei die Konkurrenz der SSG Reutlingen/Tübingen über eineinhalb Minuten hinter sich lassen, die Jungen die Konkurrenz des SV Schwäbisch Gmünd sogar knapp zwei Minuten. Die Leistung der männlichen C-Jugend könnte mit ein wenig Glück ausreichen, um sich für das Bundesfinale zu qualifizieren, das am 15. Und 16. November in Essen stattfinden wird. Hierfür qualifizieren sich die besten zwölf Mannschaften der C-Jugend aus dem gesamten Bundesgebiet. Da die Landesentscheide in den anderen Landesverbänden noch nicht ausgetragen wurden, stehen die qualifizierten Mannschaften erst Anfang November fest.

Die weibliche B-Jugend in der Besetzung Carolin Bek (1999), Maya Ducke (1999), Paula Ernst (2000), Laura Fischinger (1999), Sophia-Luisa Hohnloser (1999), Melanie Hornikel (2000), Ajka Ockert (1999) und Sophia Schneider (1999) konnte sich mit einem Vorsprung von 30 Sekunden vor der Konkurrenz aus Ulm in einer Gesamtzeit von 23:37,70 ebenfalls die Goldmedaille und damit den Landesmeistertitel sichern. Auch für die weibliche B-Jugend ist mit dieser Leistung eine Qualifikation für das Bundesfinale nicht ausgeschlossen, auch wenn diese ungleich schwieriger ist, da sich in der B-Jugend nur die sechs besten Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet qualifizieren.

Zwei Schwimmerinnen und zwei Schwimmer des VfL Sindelfingen können sich nicht nur über diese tollen Mannschaftsergebnisse freuen: Seit dem Wochenende steht fest, dass Laura Durst und Annika Huber sowie Bastian Kömpf und Marc Nüter für den Süddeutschen Jugendländervergleich nominiert sind. Bei diesem treten Auswahlmannschaften der Bundesländer aus dem Bereich des Süddeutschen Schwimmverbandes gegeneinander an.

Presse | Schwimmen | 15.10.2014

Bezirksmeisterschaften im Schwimmen

Am Wochenende fanden die Bezirksmeisterschaften des Bezirks Mittlerer Neckar im Schwimmen statt.

Wie üblich wurden diese Meisterschaften auf zwei Veranstaltungsorte aufgeteilt. Während die älteren Schwimmer ab Jahrgang 2001 in Mühlacker starteten, gingen die jüngeren Schwimmer im neu renovierten Hallenbad in Leonberg an den Start. Nachdem lange Unklarheit über die Zukunft des Leonberger Hallenbades geherrscht hatte und die Schließung gedroht hatte, wurde im letzten Jahr mit der Renovierung des Bades begonnen, die 2014 abgeschlossen wurde.

Insgesamt waren unter den 700 Schwimmerinnen und Schwimmern bei den Bezirksmeisterschaften 32 Schwimmerinnen und 25 Schwimmer des VfL Sindelfingen am Start. Die Medaillenausbeute des VfL Sindelfingen bei 313 Starts war beeindruckend: 72x Gold, 53x Silber und 37x Bronze.

Bei den Schwimmerinnen konnten Bibiana Uhl (Jahrgang 2005) über 100m Rücken, Constanze Zimmermann (2002), Melanie Hornikel (2000) über 50m Rücken, Michelle Kempa (1998) über 200m Brust und Laura Ziegler (1997) über 200m Delfin jeweils einen Meistertitel erringen. Jeweils zwei Meistertitel erschwammen sich Anna Menz (2003) über 200m Lagen und 100m Schmetterling, Lucy Arndt (2001) über 100m Rücken und 200m Freistil sowie Sina Ockert (2001) über 50m Freistil und 200m Lagen. Drei Meistertitel konnten Lea Ehret (2002) über 200m Lagen, 100m Rücken und 100m Lagen und Sophia-Luisa Hohnloser (1999) über 200m Brust, 200m Freistil und 200m Schmetterling erreichen. Die erfolgreichsten Schwimmerinnen des VfL Sindelfingen waren mit jeweils fünf Meistertiteln Annika Huber (2003) über 50m Brust, 200m Brust, 100m Rücken, 200m Freistil und 200m Rücken, Laura Durst (2002) über 50m Brust, 200m Brust, 50m Schmetterling, 100m Freistil und 100m Brust, Anja Krastel (2001) über 50m und 200m Rücken, 100m Lagen, 100m Freistil und 200m Schmetterling, Paula Ernst (2000) über 100m und 200m Rücken, 50m und 200m Freistil und 50m Schmetterling sowie Carolin Bek (1999) über 100m und 200m Rücken, 50m und 100m Freistil sowie 200m Lagen.

Auch die Schwimmer des VfL Sindelfingen konnten viele Meistertitel erschwimmen. Einen Meistertitel erreichten Lasse Eberwein (1999) über 50m Brust und Lorenzo Lombreschi (1996) über 50m Rücken. Zwei Niko Amanatidis (1994) wurde über 50m Brust und 100m Brust Bezirksmeister. Marc Sauer (2002) gelang dies über 50m Freistil und 50m Schmetterling. Bastian Kömpf (2002) erreichte drei Meistertitel über 100m Rücken, 50m Rücken und 200m Rücken. Sogar vier Meistertitel erschwamm sich Martin Brand (2001) über 50m Schmetterling, 100m Schmetterling, 100m Freistil und 200m Brust. Die erfolgreichsten Schwimmer des VfL Sindelfingen bei den Bezirksmeisterschaften waren aber Marc Nüter (2003) mit sechs Meistertiteln über 200m Lagen, 100m Rücken, 200m Freistil, 50m Rücken, 200m Rücken und 100m Freistil und Christian Huber (2000) mit sieben Meistertiteln über 200m Brust, 50m Rücken, 100m Rücken und 200m Rücken sowie auf 50m Freistil, 100m Freistil und 200m Freistil.

Folgende Schwimmerinnen und Schwimmer des VfL Sindelfingen schafften es zwar nicht auf den ersten Podestplatz, konnten jedoch viele zweite und dritte Plätze erreichen: Ayet Afifi (2005), Denis Speck (2005), Noah Döttling (2004), Celina Fischinger (2004), Jan Sauer (2004), Charlotte McGregor (2003), Marek Jahn (2002), Chiara Ziegler (2002), Noam Chrobok (2001), Alessia Säuberlich (2001), Philip Steinmüller (2001), Sascha Wüst (2000), Tatjana Schmid (1999) und Alexander Hübner-Hecker (1996).

Auch in den Staffelwettkämpfen war der VfL Sindelfingen sehr erfolgreich. Insgesamt erreichten die Mannschaften des VfL Sindelfingen sechs von acht möglichen Meistertiteln. Über 4x50m schaffte es die zweite Mannschaft des VfL Sindelfingen hinter der ersten Mannschaft auf Platz zwei. Die guten Ergebnisse in den Staffelwettkämpfen geben Anlass zur Vorfreude auf das nächste Wochenende: dann stehen in Stuttgart-Bad Cannstatt die Bezirks- und Landesentscheidungen des Deutschen Mannschaftswettbewerbes im Schwimmen der Jugend (DMSJ) an. Hier werden die Mannschaften des VfL Sindelfingen sicher wieder um die ersten Plätze kämpfen.

Presse | Schwimmen | 04.06.2014

Süddeutsche Meisterschaften/Süddeutsche Jahrgangsmeisterschaften - vergangenes Wochenende in Dresden/Wetzlar

Am vergangenen Wochenende fanden die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften und die Süddeutschen Meisterschaften statt. Die älteren Jahrgänge gingen in Wetzlar und die jüngeren Jahrgänge in Dresden an den Start. Die Süddeutschen Meisterschaften stellen zudem auch die letzte Möglichkeit dar, sich für die Deutschen Meisterschaften in Berlin zu qualifizieren, die Mitte Juni in Berlin stattfinden.

In Dresden ging der VfL Sindelfingen mit zwölf Schwimmern an den Start. Für die jüngsten Schwimmer gibt es keine Wertung über Einzeldisziplinen. Sie müssen den  Schwimmerischen Mehrkampf (SMK) absolvieren: 400m Freistil, 200m Lagen, 50m Beinbewegung, 100m und 200m in der jeweiligen Spezialdisziplin. Im SMK gingen für den VfL Sindelfingen Martin Brand (Jahrgang 2001, Spezialdisziplin Schmetterling), Bastian Kömpf (2002, Rücken), Marc Sauer (2002, Freistil), Laura Durst (2002, Brust) und Lea Ehret (2002, Brust). Während Bastian Kömpf den SMK aus gesundheitlichen Gründen leider nicht beenden konnte, belegten Lea Ehret und Laura Durst in der Gesamtwertung einen sehr guten zehnten beziehungsweise siebten Platz. Noch besser lief es bei Marc Sauer und Martin Brand: Marc Sauer musste sich nur zwei starken Konkurrenten geschlagen geben und belegte den dritten Platz. Für Martin Brand war sogar der Sieg in Reichweite. Er war schnellster über seine Spezialstrecken 100m Schmetterling (1:03,10) und 200m Schmetterling (2:23,45), über die 50m Beinbewegung schwamm ihm aber sein Konkurrent davon, so dass es in der Gesamtwertung trotzdem nur für den hervorragenden zweiten Platz reichte.

In den Einzelwertungen erreichten die jüngeren Schwimmern trotz guter Leistungen kein Podestplatz konnten sich aber fast immer unter den besten 20 platzieren. Anja Krastel (2001) und Christian Huber (2000) erreichten sogar Platzierungen unter den besten zehn: Anja Krastel erreichte über 200m Freistil (2:18,61) Platz sieben und Christian Huber über 100m Freistil (0:58,00) Platz fünf sowie über 200m Freistil (2:07,81). Mit ihren sehr guten Leistungen konnten sich Krastel und Huber für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifizieren. Ebenfalls qualifizieren konnte sich Paula Ernst (2000) über 200m Rücken (2:35,86). Lucy Arndt (2001) erreichte ihre beste Platzierung über 200m Rücken (2:38,14), Rosaly Mäule wurde über 200m Freistil (2:20,40) vierzehnte und Sina Ockert schwamm über 100m Freistil (1:04,64) auf Platz 17.

In Wetzlar ging der VfL Sindelfingen mit neun Schwimmern an den Start, von denen Lukas Hüsing (1990) und Tobias Schneeberg (1993) in der offenen Klasse antraten. Hüsing erreichte insgesamt dreimal das Finale und gewann über seine Spezialdisziplin 200m Schmetterling (2:05,34) die Silbermedaille. In den Jahrgangswertungen konnte der VfL Sindelfingen sechs Medaillen mit nach Hause bringen: Ajka Ockert (1999) gewann über 50m Freistil (27,85) den Vizemeistertitel. Gleiches gelang auch Antonin Klingler (1995) über 100m Freistil (52,92). Klingler wurde zudem über 50m Freistil (24,27) Dritter. Gleich zwei Vizemeistertitel erschwamm sich Justus Kuhn (1996) über seine Spezialstrecken 100m Rücken (1:00,27) und 200m Rücken (2:10,31). Gute Platzierungen erreichten auch Laura Fischinger über 50m Freistil (5. Platz, 0:28,07), Aleksandar Stosik über 50m Rücken (7. Platz, 0:29,49) und Carolin Bek über 400m Freistil (15. Platz, 4:46,41).

Von den älteren Schwimmern konnten sich somit Markus Barna, Laura Fischinger, Antonin Klingler, Justus Kuhn, Ajka Ockert und Aleksandar Stosik für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifizieren.

Presse | Schwimmen | 07.05.2014

Der Goldfisch pendelt über den Atlantik

Der frisch gebackene Deutsche Meister Björn Hornikel studiert in den USA und steigt trotzdem für den VfL Sindelfingen ins Wasser / Olympia 2016 ist das große Ziel

Von Roland Popp und Jürgen Wegner

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Bis Sonntag war Björn Hornikel ein relativ unbeschriebenes Blatt. 50 Meter und 22,36 Sekunden in Berlin reichten aus, um das schlagartig zu ändern. Nicht der haushohe Favorit Steffen Deibler schlug über die Freistil-Sprintstrecke als Erster an, sondern der Schwimmer des VfL Sindelfingen. Seitdem darf er sich Deutscher Meister nennen (die SZ/BZ berichtete).

Von Null auf Hundert? Nicht ganz. Schon tags zuvor hatte Hornikel über die 100 Meter ein Ausrufezeichen gesetzt und hinter Weltmeister Paul Biedermann und Steffen Deibler in 49,29 Sekunden Bronze geholt. Die Presse stand Schlange und wollte wissen, wer dieser Teufelskerl aus Sindelfingen ist. Nach der Siegerehrung bestand Björn Hornikel die Feuertaufe. Ruhig und gelassen gab er der ARD ein erstes Interview.

Gestatten: Björn Hornikel. Seit Dienstag 22 Jahre jung, USA-Student und Schwimmer für den VfL Sindelfingen. Ein guter Typ mit interessanter Vita. Eines der jetzt offenen Geheimnisse trägt er auf der Badekappe und hat einen furchtbaren Hintergrund. Servati ist da zu lesen. Dahinter verbirgt sich Björn Hornikels Freund und Trainingspartner in der Uni-Mannschaft John Servati, der vor neun Tagen im Alter von 21 Jahren starb, als ein Tornado durch Tuscaloosa wütete. Es waren dramatische Sekunden. John Servati wurde von einer umstürzenden Betonmauer begraben, nachdem er seine Freundin davor gerettet hatte.

In Alabama ist Björn Hornikel mittlerweile zuhause. Dort nennen sie ihn „BJ“, weil sie Björn nicht aussprechen können. Und deshalb heißt er jetzt auch im Sindelfinger Verein so, verrät Justus Kuhn, der mit Antonin Klingler, Christoph Borek und eben Björn Hornikel die Freistil-Staffel bildete, die Silber mit nach Sindelfingen brachte. Damit nicht genug. Natürlich war Hornikel auch feste Größe im Lagen-Team, das auch noch Bronze holte. Hier war für Antonin Klinger Lukas Hüsing ins Wasser gegangen.

Björn Hornikel ist ein echter Teamplayer: Im Kollektiv funktioniert er besonders gut, seine Sindelfinger Kollegen mögen ihn und schauen gerne zu ihm auf. Und wenn er über seine zweite Heimat Tuscaloosa in Alabama spricht, bekommt er einen anderen Gesichtsausdruck, auch wenn es selbst dort Verbindungen nach Sindelfingen gibt: Sein Vater arbeitet in den USA für eine schwäbische Automobilmarke. „Meine Eltern, mein Bruder und ich leben seit zehn Jahren in Alabama. Ich habe meinen Bachelor in Gesundheit- und Sportwissenschaften abgeschlossen und will dort an der Uni noch meinen Master machen“, sagte er.

Das bedeutet weitere vier Semester Studium und mindestens zwei Jahre lang regelmäßiges Reisen. Denn für den VfL Sindelfingen will er weiterhin Wettkämpfe bestreiten. Über seine sportlichen Ziele sagt Björn Hornikel: „In Berlin habe ich einige kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht.“ Gerne würde er an den Europameisterschaften im Sommer in Berlin teilnehmen. Aber Olympia steht über allem: „Rio 2016 wäre ein absoluter Traum.“ Dafür muss er allerdings noch zulegen. „Auf die 100 Meter-Distanz ist eine 48er Zeit drin“, prophezeit er. Und mittelfristig will er erst einmal die 48,70 Sekunden angreifen.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg mit vielen harten Trainingseinheiten. Einen ersten Lohn dafür hat Björn Hornikel jetzt eingefahren. Wie ihn das emotional bewegt hat, schilderte er so: „Nach dem Gewinn der Bronzemedaille auf dem Podium zusammen mit den großen Paul Biedermann und Steffen Deibler zu stehen, das war absolut überwältigend.“

Dafür wirkte er nach seinem bisher größten Triumph in seiner noch jungen Karriere – dem Gewinn der Goldmedaille über 50 Meter Freistil – ausgesprochen ruhig und gelassen. Er erfüllte alle Interview-Wünsche und bewegte sich sicher auf neuem Terrain. Fast schon wie ein alter Hase – und das, obwohl es nach seinem Rennen nicht wie gewünscht lief: Wie alle Goldmedaillengewinner musste auch er zur Dopingkontrolle. Über eine Stunde zog sich das hin, der Sindelfinger musste noch eine Runde mit dem Dopingagent drehen, dann hat es endlich geklappt. Der ganze Rummel hatte ihm offensichtlich auf die Blase geschlagen.

Nächsten Mittwoch ist seine erfolgreiche Deutschlandtour schon wieder vorbei. Dann geht es für Björn Hornikel wieder über den Atlantik Richtung Alabama. Das wiederum nicht mehr als unbeschriebenes Blatt, sondern mit reichlich Geschichten im Gepäck.

Presse | Schwimmen | 05.05.2014

Vier Medaillen für den VfL Sindelfingen in Berlin

In Berlin haben die 125. deutschen Meisterschaften in Schwimmen stattgefunden. Der VfL Sindelfingen war mit acht Teilnehmern am Start.

Der erfolgreichste Schwimmer des VfL Sindelfingen war Björn Hornikel (Jahrgang 1992). Der 21-Jährige, der derzeit in den USA studiert, ging über 50 und 100 Meter an den Start. Zwar musste er sich über 100 Meter den beiden Schwimmgrößen Paul Biedermann und Steffen Deibler geschlagen geben, doch in 0:49,29 Minuten sicherte er sich die Bronzemedaille. In einem packenden Rennen über 50 Meter ließ Hornikel dann aber die gesamte Konkurrenz hinter sich und wurde im packenden Anschlag-Finale deutscher Meister (0:22,36). Die Stärke der Sindelfinger wurde auch wieder in den Staffelwettbewerben unter Beweis gestellt mit den Plätzen zwei (4 x 100 Meter Freistil), drei (4 x 100 Meter Lagen) vier (4 x 200 Meter Freistil).

Mit einer Meisterschaft und einer Vizemeisterschaft im Einzel sowie zwei Staffelmedaillen kann der VfL Sindelfingen eine erfolgreiche Bilanz vorweisen. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle Schwimmer ihre persönliche Bestzeiten verbessern. Björn Hornikel erfüllte über 50 und 100 Meter Freistil sogar die Normzeiten für die Europameisterschaften.