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Informationen zum Sponsorenpool

SCHACH - Die Schachabteilung

  • Spiellokal an den Vereinsabenden: Gaststätte Floschenstadion, Rosenstraße, Vereinsabend mittwochs ab 19:30 Uhr.
  • Trainingsort für Schüler und Jugendliche: Haus der Familie, Corbeil-Essonnes-Platz 8 (Ende Ziegelstraße), Übungstag mittwochs ab 17:00 Uhr.
  • Spiellokal bei den Mannschaftskämpfen: Bürgerzentrum Ernst Schäfer-Haus, Corbeil-Essonnes-Platz 10 (Ende Ziegelstraße).
  • Mannschaftswettbewerbe:

  • Turniere an den Vereinsabenden:
    • Vereinsmeisterschaft
    • Pokalmeisterschaft
    • Monatsblitzcup (jeweils am letzten Mittwoch des Monats )

Schach - Aktuelle Ergebnisse

Bezirksliga Relegation am 08.05.2015

Landesliga und C-Klasse am 26.04.2015

A-Klasse am 19.04.2015

WJEM 2015 (07.04.-11.04.2015 in Würzburg): Zweiter Platz für Ferdinand Petzelberger in der Altersklasse U18

Presse | Schach | 05.02.2014

VfL-Talent trumpft bei Jubiläum auf

Zum 50. Mal veranstaltete der VfL Sindelfingen seinen traditionellen Jugend-Schachtag

Von Christian Böhm

Gespielt wurden sieben Runden nach Schnellschachregeln. Die Bedenkzeit beträgt pro Spiel und Spieler 20 Minuten.

Die größte Gruppe von 21 Kindern kam mit der Jugend des Deutschen Jugendmeisters SK Bebenhausen 1992 und Tübinger Grundschulen. Ihre Spitzenjugend konnte aber nicht teilnehmen, da sie in Verbandsspiele gebunden war. Auch eine Gruppe aus der Sindelfinger Hector-Kinderakademie und Fördergruppe der Grundschule spielte wieder mit.

Aus der Jahrgangsgruppe U16/U18 zeigte Simon Weber vom SV Stuttgart-Wolfbusch mit sieben Siegen aus sieben Partien eine tolle Leistung und wurde damit Sieger. Zweiter wurde Ferdinand Petzelberger mit sechs Siegen vom VfL Sindelfingen, vor dem talentierten Christian Gheng vom TSV Schönaich mit fünf Erfolgen. Der Böblinger Achim Groß erreichte Platz sechs und Enrico Trunk vom VfL Sindelfingen wurde Neunter.

In der Altersklasse U14 setzte sich nach harten Kämpfen der Favorit durch. Moritz Dallinger vom SV Stuttgart Wolfbusch siegte klar mit sieben Siegen in sieben Partien. Zweiter wurde Kuangda Zou vom SG Vaihingen-Rohr vor Arne Günther (SC Leinfelden). Die beiden Sindelfinger Dominik Ernst und Jonas Eppard landeten auf den Plätzen sechs und sieben.

Spitzenspieler Dominik Gheng (Schach-Kids Bernhausen) war bei der Altersklasse U12 mit 21 Teilnehmern klarer Favorit und wurde dieser Rolle auch gerecht. Mit sieben Siegen aus sieben Partien setzte sich der Tübinger auch durch.

Überraschend gingen die Plätze zwei und drei an Nils Richter (TSV/RSK Esslingen) und Joshua Korbel (SV Weil der Stadt). Die Mitfavoriten Lorenz Hofmann (SV Lauf a.d.P.) wurde Vierter. Der Sindelfinger Niklas Langer erreichte Platz sieben. Auf den Rängen zehn und zwölf beendeten die Sindelfinger Christian Cerny und Marcel Fuckan das Jubiläumsturnier des VfL Sindelfingen.

Die größte Gruppe war in der Altersklasse U10 am Start. 28 Teilnehmer kämpften hier um den Sieg. Danny Yi (SF 59 Kornwestheim) setzte sich knapp, nach Feinwertung, durch. Zweiter wurde der stark spielende Maxwell Gan, SK Kolbenmoor (Landkreis Rosenheim). Nils Afonso (SF 59 Kornwestheim) wurde Dritter vor Tim Aptyka (SG Königsk. Hohentübingen) und Philipp Eppard (Hector-Kinderakademie Sindelfingen).

Die weiteren Platzierungen der Sindelfinger Starter: Elfter, Tim Le Hektor (Kinderakademie), Zwölfte, Christien Mann (VfL) und 16., Amelie Berg (ebenfalls VfL).

Den Sonderpreis des besten Mädchens gewann mit Platz zehn Lara Hapke vom SC Bisingen-Steinhofen.

Die jüngste Altersklasse U8 gewann Oliver Schwartz vom Schachclub Ostfildern vor Brian Gan (SK Kolbenmoor) und Max Knopf (SK Ötigheim) sowie weiteren neun Spielern.

Presse | Schach | 02.09.2012

Strategen mit Händchen für die Jugend

Herbert Schwarzwälder engagiert sich seit Jahrzehnten

Von unserem Mitarbeiter Philipp Gerber

Der Strategie-Wettbewerb Schach ist Spiel und Sport zugleich. Die Schach-Abteilung des VfL Sindelfingen gibt es seit 1947. Herbert Schwarzwälder ist eines der Urgesteine der VfL-Brettspieler.

Es ist Dienstagabend. Stadiongaststätte des VfL Sindelfingen in der Rosenstraße. Die hat zwar offiziell geschlossen, trotzdem sind die Tische eingedeckt - die Sindelfinger Bundesliga-Fußballerinnen haben hier ihren VIP-Bereich eingerichtet.

Und dann steht mitten im großen Saal eine Tafel. 64 Felder sind drauf. Ein Schachbrett. Zwei Bauern liegen auf dem Tisch, der Rest der Magnet-Figuren haftet sauber in Reih und Glied. Gedankensport trifft in der Stadiongaststätte auf Fußball-Atmosphäre. Und das schon eine ganze Weile. „Wir haben diesen Raum gebraucht", sagt Herbert Schwarzwälder.

Zusammen mit seinem Stellvertreter Thomas Giricz kümmert der sich als Jugendleiter um die Nachwuchs-Geschicke der VfL-Brettspieler. Weil der Club früher keine Räumlichkeiten im Vereinsheim an der Tennishalle parat hatte, zog die Schachabteilung bei den Kickern ein. Doch weil die Kneipe besonders den Kindern in der Sparte nicht zugemutet werden sollte, quartierte sich die Abteilung zusätzlich noch im Ernst-Schäfer-Haus ein.

Der Umbruch ist ein Aufbruch

Vor rund 40 Jahren war das. Seitdem hat Herbert Schwarzwälder als Urgestein so einiges erlebt und mitgemacht. Heute haben die beiden Jugendleiter, die ihre Funktion gemeinschaftlich ausüben, etwa 20 Kinder und Jugendliche unter ihren Fittichen. Nach einigen schmerzhaften Abgängen talentierter Spieler befindet sich der VfL-Nachwuchs derzeit mal wieder im Umbruch. Wobei es mehr ein Aufbruch ist. Über seine Arbeitsgemeinschaft in der Königsknollschule hat Schwarzwälder inzwischen wieder einen beachtlichen Stamm aufgebaut: „Wir haben uns einige Kanäle erschlossen, über die Kinder zu uns finden." Dazu melden sich auch immer wieder interessierte Schüler, die Lust auf Schach haben.

Thomas Giricz: „Es ist immer wieder der Fall, dass Leute einfach so zu uns kommen. Viele bringen dann auch ihre Freunde mit." Schach ist spannend, deshalb muss Giricz den Eifer seiner Eleven ab und an sogar bremsen. „Bei unseren Jüngsten sind die Regeln gar nicht so entscheidend. Den Kindern gefallen die Figuren beim Schach und das reine Spiel." Da die Züge naturgemäß viel mit Taktik zu tun haben, werden die jungen Mitglieder der Abteilung in jedem Training zunächst eine halbe Stunde geschult, bevor es an die Bretter geht. „Ich glaube", sagt Herbert Schwarzwälder, „dass der Reiz für unsere Kinder darin liegt, etwas zu sehen, was der Gegner nicht sieht." Man kann Fallen stellen, und der Gegenüber tappt ahnungslos hinein. Je älter Schachspieler werden, desto mehr kommt die große Strategie ins Spiel.

Thomas Giricz: „Erwachsene agieren weitaus vorsichtiger als Jugendliche." Immer wieder weisen die beiden Jugendleiter darauf hin, wie wichtig der Spaß am Spiel erachtet wird. Denn anders, als man spontan meinen könnte, sitzen sich bei Schach nicht einfach nur zwei Gegner stumm gegenüber. „Da redet man dem anderen mal in sein Spiel hinein oder kommentiert eine Aktion am Nebentisch", erklärt Giricz, was bei den Trainings vor sich geht: „Wir achten sehr darauf, dass wir eine gute Gruppendynamik schaffen. Auch private Kontakte sollen sich bei uns ergeben dürfen."

Mit viel Herzblut

Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen ist die Abteilung in diesem Zusammenhang sehr ordentlich aufgestellt. Nur die Altersgruppe darüber, vor dem Eintritt in den vor Jahren sogar bundesligatauglichen Erwachsenen-Bereich, gestaltet sich aktuell etwas schwierig. Doch mit viel Herzblut schaffen es Schwarzwälder und Giricz, mit Kontinuität wie beim bald seit einem halben Jahrhundert existierenden Jugendschachtag jährlich im Januar, immer wieder gute Spieler hervorzubringen - das Risiko, Talente an höherklassige Vereine zu verlieren, schwingt dabei natürlich mit.

Damit hat Herbert Schwarzwälder gar kein Problem: „Ich freue mich zu sehen, was aus unseren Leuten wird, verfolge gerne ihren Weg." Damit passen die Schachspieler gut in die Stadiongaststätte, in der die erfolgreichen Fußballerinnen auch eine Heimat haben. Spielerinnen wie Nationalmanschafts-Kickerin Kim Kulig lassen grüßen. So gesehen verbindet Fußball und Schach mehr als nur die Nachbarschaft in der Rosenstraße.