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Training allgemein
Im Winterhalbjahr (November bis März) findet das Training im Glaspalast sowie in verschiedenen Sporthallen statt.
Im Sommerhalbjahr (April bis Oktober) wird im Floschenstadion trainiert.

Hard Reset

Presse | Leichtathletik | 03.02.2016

Tobias Dahm fehlt noch ein Zentimeter

So knapp war es noch nie: Tobias Dahm ist am Sonntag hauchdünn an der 20-Meter-Marke vorbei geschrammt. Es ist wie verhext. Seit vielen Monaten versucht der Kugelstoßer des VfL Sindelfingen sein Wettkampfgerät über die entscheidende Marke zu wuchten. In den letzten beiden Jahren war er jeweils knapp davor. In diesem Winter sollten die 20 Meter endlich fallen. Nach den süddeutschen Meisterschaften reiste Dahm deswegen weiter zum hochklassigen Wettkampf nach Rochlitz. Dort bekam er es mit starker Konkurrenz zu tun. Doch der Sindelfinger zeigte seinen stärksten Wettkampf überhaupt. Der einzige Wehmutstropfen. Wieder wollte keine Zwanzig vor dem Komma stehen. Dahms weitester Stoß wurde mit 19,99 Metern gemessen. Eine neue Bestleistung für den Zwei-Meter-Mann. „19,99 Meter. Muss ich mehr sagen?“, so Tobias Dahm, der sein knappes Scheitern mit Humor nimmt und auch in den nächsten Wettkämpfen die magische Grenze von 20 Metern angreifen will. – sd – /Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 02.02.2016

Nico Kappel knackt die zwölf Meter

Außer Wertung startete der Behinderten-Vizeweltmeister im Kugelstoßen, Nico Kappel. Der kleinwüchsige Athlet schaffte es zum ersten Mal in einem Hallenwettkampf mit seiner Vier-Kilogramm-Kugel über die Zwölf-Meter-Marke. Sein Wettkampfgerät landete gleich im ersten Versuch bei 12,27 Metern. – sd –

Presse | Leichtathletik | 02.02.2016

Sabrina Lindenmayer hat Luft nach oben

Der Vizemeistertitel im Hürdensprint bei den süddeutschen Meisterschaften im Glaspalast ging an Nachwuchsmann Aleksandar Gacic. Der U18-Athlet präsentierte sich schon im Vorlauf in starker Form, im Finale legte er dann noch eine Schippe drauf und lief in 8,19 Sekunden ins Ziel. Nur der Offenburger Raphael Thoma war schneller. Danach durfte sich Gacic eine weitere Medaille umhängen lassen. Gemeinsam mit Max Behrendt, Maximilian Frohnmüller und Velten Schneider sicherte er sich die Bronzemedaille über die 4x200-Meter-Strecke. Bei 3:38,39 Minuten blieb die Uhr stehen.

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Im 1500-Meter-Lauf der Männer schlug Patrick Oehler zu: Der Mittelstreckler lief in 3:52,48 Minuten auf den dritten Platz hinter zwei starken Konkurrenten. Die Sindelfinger Bronzesammlung erweiterte auch Leo Lohre. Der Stabhochspringer schaffte es zum ersten Mal in dieser Hallensaison die Fünf-Meter-Marke zu überwinden und schwang sich auf exakt fünf Meter. Hinter Pascal Koehl und Jakob Köhler-Baumann bedeutete das Rang drei.

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Simon Bayer stieg in Sindelfingen in den Kugelstoßring. Hinter Vereinskamerad Tobias Dahm zeigte auch er eine gute Leistung. Nachdem Bayer in den letzten Monaten intensiv an seiner Drehstoßtechnik gearbeitet hat, fehlt nun noch die Wettkampferfahrung. In Sindelfingen reichten seine 17,30 Meter zur Bronzemedaille. „Ich bin zufrieden, obwohl ich weiß, dass ich noch viel mehr draufhabe“, so Bayer.

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Auch für Sabrina Lindenmayer blieb im Hürdenfinale der dritte Platz. Hinter dem spannenden Duell zwischen Trainingskameradin Nadine Hildebrand und Ricarda Lobe an der Spitze sicherte sich die Sindelfingerin mit Vorsprung auf das restliche Feld Bronze in 8,49 Sekunden. Doch nach der erfolgreichen Hallensaison 2015 mit Bronze bei den deutschen Hallenmeisterschaften will Lindenmayer mehr. „Bei Sabrina ist momentan etwas der Wurm drin. Sie läuft im Training mal Bestzeiten und dann wieder schlecht. Und in den Wettkämpfen läuft es nicht“, sagt Trainer Werner Späth. Er weiß aber auch: „Wir haben noch ein paar Wochen bis zu den deutschen Meisterschaften. Ich bin zuversichtlich, dass wir sie noch besser hinbekommen.“

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Eine Medaille war sein erklärtes Ziel, am Ende scheiterte er knapp: Velten Schneider war im 1500-Meter-Lauf der männlichen U18 lange auf einem guten Weg. Nachdem er sich zuerst im Hintergrund gehalten hatte, stürmte er nach vorne. „Ich bin 400 Meter vor Schluss nach vorne gegangen. Im Endeffekt habe ich mich damit aber ein bisschen übernommen“, sagt der Sindelfinger. Die letzten Meter waren dann schmerzhaft. „Ich denke der Grund dafür ist, dass ich am Anfang des Rennens zu weit hinten war und dadurch zu weite Wege hatte und nicht gleichmäßig laufen konnte.“ So blieb ihm mit 4:15,19 Minuten nur Platz vier.

Doppelten Grund zur Freude hatte Alexander Schif. Der Viertelmeiler versucht sich schon seit zwei Wettkämpfen an der Norm für die deutschen Meisterschaften in Leipzig. Nun, beim dritten Versuch, klappte es endlich. Im 400-Meter-Finale drehte Schif voll auf und pulverisierte seine Bestleistung. Zum ersten Mal überhaupt unter dem Hallendach unterbot er die 49-Sekunden-Marke und das gleich deutlich. Nach 48,60 Sekunden erreichte der Sindelfinger Athlet das Ziel. In einem spannenden Kampf ergatterte er die Bronzemedaille.

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Ganz besonders freute sich Carsten Theurer über sein Vorlauf-Ergebnis über die 60-Meter-Strecke. Mit seinen 6,94 Sekunden hatte ein weiterer Sindelfinger Athlet die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften unterboten. Im 800-Meter-Finale der Männer landeten Hunter Ficenec und Leonard Baranski in 1:58,11 und 2:00,13 Minuten auf den Plätzen fünf und sechs.

Fußball

Michael Steger bleibt ein weiteres Jahr Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Deckenpfronn. Trainer und Abteilungsleitung haben sich getroffen und nach fünf Minuten war das Thema besprochen.

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Das für kommenden Samstag vorgesehene Stadtduell zwischen Verbandsligist VfL Sindelfingen und Landesligaaufsteiger GSV Maichingen wurde um einen Tag vorgezogen. Gespielt wird nun am Freitag ab 19.30 Uhr im Allmendstadion. Für den scheidenden GSV-Trainer Wolfgang Lamitschka das letzte Derby gegen den VfL.

Handball

Es ist geschafft: Mit dem 29:25-Auswärtserfolg beim TV Beyeröhde feierten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2KU Herrenberg den ersten Sieg in diesem Jahr und halten damit Anschluss an die Spitzengruppe. Trainer Hagen Gunzenhauser: „Wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen.“

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Ganz anders ist die Gefühlslage bei den Herrenberger Männern in Liga drei. Nach der 20:27-Heimniederlage gegen die TGS Pforzheim ist der Klassenverbleib in weite Ferne gerückt. Jeweils fünf Tore für die SG warfen der Sindelfinger Felipe Soteras-Merz, der Böblinger Alexander Zürn und Lukas Fischer.

Sabrina Lindenmayer (Zweiten von rechts) will sich bis zur deutschen Meisterschaft noch steigern. Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 01.02.2016

Gastgeber mit starken Leistungen

Die besten Leichtathleten Süddeutschlands versammelten sich am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast. Die süddeutschen Meisterschaften wurden in den Altersklassen der Jugend U18 und der Aktiven ausgetragen.

Bei ihrem Heimspiel im Glaspalast glänzten einige Leichtathleten des VfL Sindelfingen mit starken Leistungen. Zahlreiche Medaillen gingen auf das Konto der Blau-Weißen.

Ein erstklassiges Comeback nach langer Verletzungspause zeigte Nadine Hildebrand. Die in der letzten Saison stark vermisste Hürdensprinterin streifte sich am Wochenende erstmals seit vielen Monaten wieder das blau-weiße Wettkampftrikot über. Am Samstag war sie gleich drei Mal über die 60-Meter-Strecke zu sehen, am Sonntag dann standen die 60-Meter-Hürden auf dem Programm. Ihren Wettkampf begann Hildebrand mit schnellen 7,56 Sekunden und dem Sieg im 60-Meter-Vorlauf. Auch in ihrem Zwischenlauf war sie mit 7,46 Sekunden am schnellsten. Erst im Endlauf wurde Hildebrand gestoppt und zwar von keiner geringeren als der Mannheimerin Nadine Gonska, die das Duell zu ihren Gunsten entschied. Nadine Hildebrand landete in 7,50 Sekunden auf Platz drei. Einzig mit ihrem Start haderte die Sindelfingerin: „Da fehlt mir noch die Schnelligkeit.“ Mit ihrer Zeit war sie recht zufrieden.

Am Sonntag dann Hildebrands erster Wettkampf in ihrer Paradedisziplin. Die Sportlerin ließ sich die Nervosität nicht ansehen und siegte im Vorlauf souverän mit 8,23 Sekunden. Im Endlauf war das ganze dann schon etwas spannender. Die Mannheimerin Ricarda Lobe ist zurzeit in einer starken Verfassung und machte Hildebrand auch bei ihrem Comeback das Leben schwer. Kopf an Kopf stürmten die beiden Hürdensprinterinnen nach den 60 Metern mit Hindernissen ins Ziel. Beide durchquerten zeitgleich die Lichtschranke und teilten sich den Titel. Die Siegzeit betrug 8,16 Sekunden. Blickt man auf ihre Bestleistung aus dem Jahr 2014, die bei 7,91 Sekunden liegt, ist zwar noch viel Luft nach oben, für einen ersten Wettkampf nach monatelanger Abstinenz kann sich Hildebrands Ergebnis aber durchaus sehen lassen. „Ich bin voll zufrieden mit der Leistung. Es ist super, dass es überhaupt geht und dass sie schon in diesem Bereich laufen kann. Es fehlen noch ein paar Körner hinten heraus. Zudem hatte sie auch noch von gestern die 60-Meter-Läufe in den Beinen“, sagte Trainer Werner Späth.

Ein Sindelfinger Trio sorgte für Silber in der Medaillensammlung. Auch über die 3x1000-Meter-Distanz wurde der süddeutsche Meister in der Halle gesucht. Die Brüder Erik und Bastian Franz sowie Patrick Oehler griffen in den Titelkampf ein. Sie lieferten sich ein hochklassiges Duell mit den Läufern der LG Karlsruhe und der Startgemeinschaft Gomaringen/Schwäbisch Hall. Am Ende hatte Schlussläufer Patrick Oehler zwar das Nachsehen hinter seinem Karlsruher Kontrahenten, er sicherte den Sindelfingern aber den Vizemeistertitel in 7:33,43 Minuten.

Tobias Dahm darf man auf Landes- und süddeutscher Ebene getrost als Titelabonnenten bezeichnen. In den letzten Jahren war die Konkurrenz eher mau und Dahm stets überlegen. An diesem Wochenende stimmte zumindest die Leistungsdichte im Sindelfinger Kugelstoßring. Die beiden Rumänen Andrei Toader und Andrei Gag nahmen außer Wertung am Wettkampf teil. Und so fiel die 20-Meter-Marke schon im ersten Stoß. Gag wuchtete die 7,26-Kilogramm schwere Kugel auf 20,25 Meter. Andrei Toader, noch U20-Athlet, stand seinem Landsmann mit 19,57 Metern in nichts nach. Auch der Sindelfinger Tobias Dahm griff an. Sein erster Stoß flog auf 19,46 Meter. Im zweiten Durchgang wurde für den 2-Meter-Mann dann ein noch besserer Stoß gemessen: 19,54 Meter. Es folgten mehrere missglückte Stöße, weiter sollte es für Dahm an diesem Samstag nicht gehen. Der süddeutsche Meistertitel war ihm mit der Siegweite von 19,54 Metern aber nicht mehr zu nehmen. „Ich war nicht so spritzig“, erklärt Dahm, der sich in der letzten Woche mit einer Erkältung herumschlagen musste.

Ein weiterer süddeutscher Meistertitel ging an Stabhochspringerin Martina Schultze. Sie hatte in den letzten Wettkämpfen mit deutlichen Problemen zu kämpfen und blieb bei den baden-württembergischen Meisterschaften gar ohne einen gültigen Versuch. In Sindelfingen aber durchbrach sie diese Negativserie und schwang sich im zweiten Versuch über die 4,25 Meter. Da waren schon alle weiteren Teilnehmerinnen aus dem Rennen. An den 4,35 Metern scheiterte Schultze dann aber drei Mal. Die Goldmedaille und der Meistertitel gingen dennoch an die Sindelfingerin.

Einen starken Schlusspunkt unter das Meisterschaftswochenende setzte wie so oft die 4x400-Meter-Staffel der Männer. Hier ist der VfL Sindelfingen so gut wie schon lange nicht mehr aufgestellt. Luca Randazzo, Yannic Krings, Yannik Frers und Alexander Schif sicherten sich in der besten Hallenzeit, die eine Sindelfinger Viertelmeilerstaffel in den letzten sechs Jahren in der Halle gelaufen ist, den Titel. Bei 3:18,74 Minuten blieb die Uhr stehen, der letzte Titel der Meisterschaften ging an den gastgebenden VfL Sindelfingen.

Hürdensprinterin Nadine Hildebrand (blaues Trikot) zeigte ein erstklassiges Comeback nach ihrer langen Verletzungspause.

Kugelstoßer Tobias Dahm durfte sich mit der Siegweite von 19,54 Metern über den süddeutschen Meistertitel freuen. Bild: Photo 5

Presse | Leichtathletik | 30.01.2016

Außenseiter und Favoriten

Am Wochenende finden die süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten statt. In diesem Jahr ist der Sindelfinger Glaspalast der Schauplatz der Wettkämpfe, die zahlreiche hochklassige Leistungen versprechen.

Besonders freuen darf man sich auf das Comeback von Nadine Hildebrand. Die Hürdensprinterin war nach einer Knieoperation die gesamte vergangene Saison außer Gefecht gesetzt. Nun greift sie wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Bei ihrem Heimspiel im Glaspalast wird sie gleich mehrmals zu sehen sein. Zuerst am Samstag ab 12.35 Uhr mit einem Start im 60-Meter-Lauf, am Sonntag dann in ihrer Paradedisziplin.

Um 15.10 Uhr beginnen die Vorläufe über die 60-Meter-Hürdenstrecke. Eine erste Bewährungsprobe für die Sindelfinger EM-Teilnehmerin. Ebenfalls im Hürdenlauf an den Start gehen wird Sabrina Lindenmayer.

Bei den Männern müssen die Blau-Weißen auf den Auftritt von Niklas Rippon verzichten. Der DM-Finalist von Nürnberg hatte den Start im Glaspalast fest eingeplant, der Flug war schon gebucht, dann passierte der Unfall. „Niklas hat sich letzte Woche beim Wettkampf den Knöchel gebrochen“, sagt Trainer Werner Späth.

Von Kugelstoßer Dahm kann man schon nach zwei Wettkämpfen sagen, dass er seinem Ziel immer näher kommt. Der VfL-Athlet hat schon seit Monaten die 20-Meter-Marke im Blick und weiß spätestens nach seinem starken Auftritt am letzten Wochenende und seiner Weite jenseits der 19,70 Meter, dass die Form stimmt. Nach umgestellter Technik fügt sich so langsam eins zum anderen. Am Wochenende steht für den Athleten des VfL Sindelfingen das volle Programm an. Zuerst wird er bei den süddeutschen Meisterschaften an den Start gehen. Einen Tag später zieht Dahm schon weiter. In Rochlitz findet ein erstklassiges Kugelstoßmeeting statt, bei dem der Sportler nicht fehlen will. „Ich versuche da weiter zu machen, wo ich aufgehört habe“, sagt Dahm.

400-Meter-Läufer Alexander Schif will die Norm für die deutschen Meisterschaften angreifen. Sein nächstes Ziel: „der Titel mit der 4x400-Meter-Staffel.“ Dabei will das Sindelfinger Quartett Schif, Yannik Frers, Luca Randazzo und Yannic Krings den Titel in der Rekordzeit des Jahrzehnts erringen. In den letzten zehn Jahren war nur die Sindelfinger Staffel im Winter 2013 mit 3:19,11 Minuten schneller als das letzte Ergebnis der baden-württembergischen Meisterschaften des aktuellen Sindelfinger Teams. „Am Sonntag toppen wir das“, sagt Trainer Sebastian Marcard. Auch eine 3x1000-Meter-Staffel schicken die Sindelfinger ins Rennen.

Deniz Almas stürmte bei den Landesmeisterschaften so schnell wie noch nie ins Ziel. Aktuell befindet er sich auf Platz eins der deutschen Bestenliste der männlichen Jugend U20 über die 60-Meter-Strecke. Bei den süddeutschen Meisterschaften wird Almas allerdings in der Männerklasse an den Start gehen müssen. Heute um 11.45 Uhr wird es ernst für Almas, der sich im 81-Mann-Feld befindet und den Endlauf erreichen kann. Viel wichtiger ist dem Sprinter aber sein Wettkampf-Ergebnis: „Ich laufe nur die 60 Meter und es wäre optimal, wenn ich meine Zeit aus Karlsruhe bestätigen könnte“, sagt das Sprint-Talent.

Im Stabhochsprung der Frauen sind Martina Schultze und Marie-Sophie Hindermann gemeldet, bei den Männern geht Leo Lohre an den Start. Florian Gaul verzichtet auf die Meisterschaften und tritt in Zweibrücken an. Im 60-Meter-Hürden-Rennen der U18 geht Aleksandar Gacic an den Start und kann mit um eine Medaille kämpfen.

Presse | Leichtathletik | 28.01.2016

Philipp Pflieger: nur noch ein Schritt bis Olympia

Was war das für ein Aufschrei der Empörung, der Ende September durch die sozialen Medien hallte: Philipp Pflieger hatte bei seinem Marathon-Debüt in Berlin restlos überzeugt, wurde damals zum zweitschnellsten Deutschen des Jahrzehnts. Nur die Olympia-Norm verpasste er um 35 Sekunden. Doch das Reglement kannte keine Gnade: Deutschlands neuer Langstrecken-Überflieger sollte nicht nach Brasilien abheben dürfen. Drei Monate später hat der DOSB eingelenkt: Der Sindelfinger ist schnell genug für Rio de Janeiro.

„Danke an euch liebe Lauf- und Marathon-Fans für euren großartigen Support!“, schreibt der Sindelfinger auf seiner Facebook-Seite und wird überhäuft von Gratulationen. Damit schließt sich der Kreis im weltweiten Netz. Denn nachdem Philipp Pfliegers 2:12:50 Stunden über die Marathonstrecke nicht reichen sollten, wurden Stimmen für eine Petition gesammelt.

„Ich habe in Berlin alles gegeben und bin mit meinem Debüt super zufrieden. 35 Sekunden sind natürlich nichts. Das ist nicht einmal eine Sekunde pro Kilometer schneller laufen“, sagte der 28-Jährige damals. „Natürlich hatte ich die Norm im Hinterkopf, aber schneller ging nicht. Mich haben diese Petitionen völlig überrascht, jetzt ist richtig Druck dahinter“, so Pflieger weiter.

Allerdings ist Philipp Pflieger noch nicht ganz am Ziel. Um endgültig in Rio dabei sein zu dürfen, muss er noch einen Leistungsnachweis über die Halbmarathonstrecke im Frühjahr ablegen. Und hoffen, dass nicht mehr als noch ein deutscher Läufer in diesem Jahr schneller ist als er. Das ist laut Aussage seines Trainers Kurt Ring aber nicht sehr wahrscheinlich. „Philipps Zeit ist absolut olympiawürdig“, wurde Kurt Ring gestern Nachmittag vom Bayerischen Rundfunk zitiert. Nur einer war nach Pfliegers Paukenschlag von Berlin noch schneller: Arne Gabius knackte im Oktober in Frankfurt am Main in 2:08:33 Stunden den deutschen Rekord.

Zum Salto rückwärts kam es, weil der Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf seiner Sitzung am Dienstagabend einem entsprechenden Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) „vollumfänglich“ zustimmte. Der DLV hatte nach dem Doping- und Korruptionsskandal beantragt, zahlreiche der Einzelnormen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu senken.

Zwei Wochen vor der Entscheidung hatte Philipp Pflieger zur Süddeutschen Zeitung gesagt: „Hier geht es nicht nur um mich, sondern um alle Leichtathleten. Wenn wir einfach die internationalen Normen nehmen würden, wie sie sind, dann hätten wir diese ganze Diskussion nicht.“ Jetzt jubelte er: „Es ist offiziell: Auf 2:14 Stunden und 2:30 Stunden wurden die Olympia-Normen im Marathon für Männer und Frauen gesenkt. Das bedeutet nun nachträglich die Olympia-Quali!“ Dann packte der Läufer der LG Telis Finanz Regensburg die Sportschuhe ein und machte sich auf ins Training.

„Wir begrüßen es sehr, dass der DOSB-Vorstand nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit uns seit Dezember des letzten Jahres unseren Vorschlägen gefolgt ist“, sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kur-schilgen. Die in den zurückliegenden Jahren stetig gewachsene kooperative Zusammenarbeit mit der Dachorganisation habe auch in dieser bedeutsamen Frage für die Athleten zu einer einvernehmlichen Lösung geführt. „Wir haben uns vor dem Hintergrund der massiven Dopingverfehlungen in der internationalen Leichtathletik in der Verpflichtung gesehen, einen Ausgleich der Interessen und der Chancen für unsere ehrlichen Athleten vorzunehmen.“ Insgesamt hat der DOSB 17 der 43 Einzelnormen für die deutschen Leichtathleten vor den Spielen in Rio gesenkt.

Philipp Pflieger schreibt jetzt auf Facebook: „Es war die letzten Wochen mitunter ein zähes Ringen hinter den Kulissen, und ich hätte sehr gerne in allen 43 Disziplinen Anpassungen gesehen. Trotzdem denke ich, dass dieser Schritt als außergewöhnlich bezeichnet werden kann und wünsche allen Athleten auf ihrer persönlichen ‘Road to Rio’ alles Gute!“

Philipp Pflieger beim Zieleinlauf in Berlin. In 2:12:50 Stunden wurde er zum damaligen Zeitpunkt zum zweitschnellsten Deutschen des Jahrzehnts. Für den Deutschen Olympischen Sportbund war das nicht genug, um ihm das Ticket für Olympia zu geben. Jetzt senkte der DOSB die Normen – und der Sindelfinger ist so gut wie in Rio de Janeiro. Bild: dpa/A

Presse | Leichtathletik | 25.01.2016

Der Goldstoß des Tobias Dahm

Ein tolles Meisterschaftswochenende mit vielen Medaillenerfolgen liegt hinter den Leichtathleten des VfL Sindelfingen. In der Karlsruher Messehalle strahlten die Blau-Weißen um die Wette. Die baden-württembergischen Meisterschaften wurden als wahre Mammut-Veranstaltung in den Altersklassen der Aktiven und der Jugendklassen U18 und U20 ausgetragen.

Für eine der stärksten Leistungen der Meisterschaften sorgte Deniz Almas im blau-weißen Trikot. Der Jugendeuropameisterschafts-Teilnehmer war über die 60-Meter-Strecke so schnell unterwegs wie noch nie und pulverisierte seine Bestleistung aus der Vorwoche. Schon beim Stadtwerke Sindelfingen Hallenmeeting war der Jugendliche mit seinem schnellen Vorlauf unter der Norm für die deutschen Meisterschaften der Aktiven geblieben. Nun setzte der Sprinter noch eins drauf.

In Karlsruhe zeigte der Sindelfinger einen souveränen Vorlauf. Er zog nicht voll durch, dennoch war sein Ergebnis mit 6,96 Sekunden erstklassig. „Ich konnte ganz locker laufen und die Zeit, die rauskam, war auch gut“, sagte Almas. Im Finale stand ein Duell mit den schnellen Württembergern Philipp Corucle und Emanuel Stubican an. In einem spektakulären Endlauf entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Almas und Corucle. Doch der Sindelfinger konnte das Duell für sich entscheiden und siegte in 6,85 Sekunden. Nach dem hart erkämpften Meistertitel konnte sich Deniz Almas auch über eine starke Siegerzeit freuen. „Im Finale hab ich dann Gas gegeben und einen einigermaßen guten Start hingelegt.“ Besonders eine Tatsache begeistert den Sprinter: „Es freut mich, dass ich Philipp Corucle geschlagen habe. Er gehört auf jeden Fall zu den besten 60-Meter-Läufern in der U20 in Deutschland.“

Auch Deniz Almas darf sich nun, nach seinen jüngsten Leistungen zu diesem Kreis zählen. In den nächsten Wettkämpfen will sich der Sprinter weiter steigern. Sollte er von Verletzungen verschont bleiben, ist vieles möglich: „Landestrainerin Valerie Bauer hat gemeint, eine 70er-Zeit ist in diesem Jahr noch drin, aber wir schauen mal, wie die Saison sich entwickelt“, sagt Deniz Almas.

Auch Tobias Dahm hat in der Karlsruher Messehalle begeistert und seine Saisonbestleistung weiter gesteigert. Erneut kam es zu einem Duell mit dem starken Rumänen Andrei Toander, der außer Wertung bei den Meisterschaften startete. An diesem Wochenende konnte Dahm den Wettkampf aber für sich entscheiden.

Mit einem weiten Stoß auf 19,70 Meter startete der Sindelfinger in den Wettkampf und zeigt, dass für ihn die Landesmeisterschaften keine Pflichtübung sind. Im zweiten Durchgang dann konnte Dahm seine Bestweite erneut verbessern. Die 7,26-Kilogramm-Kugel schlug bei 19,77 Metern ein. Nach einem dritten Stoß über die 19-Meter-Marke missglückten die letzten drei Versuche, doch weder Andrei Toander noch Nachwuchs-Mann Bodo Göder, der knapp unter den 19 Metern blieb, konnten Dahm den Sieg noch nehmen. „Mit 19,77 Metern und dem Landesmeister-Titel kann ich zufrieden sein. Es passen immer mehr Teile des Puzzles zusammen, bis zur Fertigstellung ist es aber noch ein langer und harter Weg“, sagt Dahm, der sich für die Saison vorgenommen hat, die 20-Meter-Marke zu knacken und eigens dafür seine Technik umgestellt hat. In den nächsten Wochen stehen nun die süddeutschen Meisterschaften im heimischen Glaspalast und ein Meeting in Rochlitz an.

Schnellster Mann über die 1500 Meter war Patrick Oehler, der trotz durchwachsener Saisonvorbereitung vorneweg lief. Für den Sindelfinger wurden 3:51,37 Minuten gestoppt. Für die nächste Goldmedaille der Blau-Weißen sorgte Velten Schneider in der Altersklasse U18. Der Nachwuchs-Mann war ebenfalls über die siebeneinhalb Hallenrunden unterwegs und siegte mit deutlichem Vorsprung von fast sieben Sekunden und einer neuen Bestleistung von 4:13,81 Minuten. „Ich habe mein Ziel erreicht und souverän gewonnen. Auf die Zeit lässt sich aufbauen“, sagt Schneider.

Eine weitere Goldmedaille in der U18 ging an Hürdensprinter Aleksandar Gacic. Er meisterte die 60-Meter-Hürden-Distanz blitzschnell und siegte in 8,29 Sekunden. Im Vorlauf hatte er sich mit einer Zeit von 8,43 Sekunden noch unter Wert verkauft.

Im Stabhochsprungwettkampf wurde Florian Gaul seiner Favoritenrolle gerecht und gewann Gold. Seine Höhe von 5,25 Metern wird den Athleten allerdings nicht zufriedenstellen, konnte er doch in dieser Saison schon 5,50 Meter überspringen. Für den Sindelfinger Doppelschlag sorgte Leo Lohre mit 4,95 Metern und dem Silbermedaillengewinn.

Im letzten Wettbewerb der Meisterschaften waren gleich zwei Sindelfinger 4x400-Meter-Staffeln erfolgreich. Yannik Frers, Yannic Krings, Patrick Oehler und Alexander Schif setzten sich in 3:19,34 Minuten durch und gewannen Gold. Platz drei ging an die zweite Sindelfinger Staffel in 3:29,92 Minuten.

War bei den baden-württembergischen Meisterschaften eine Klasse für sich: VfL-Kugelstoßer Tobias Dahm. Bild: Photo 5

Presse | Leichtathletik | 23.01.2016

Leo Lohre hat fünf Meter im Visier

Jetzt wird es richtig ernst für die Leichtathleten: Auf der Rundbahn und im Inneren der Karlsruher Messehalle geht es für zahlreiche Sportler am Wochenende nicht nur um Zeiten, Weiten und Leistungen, sondern auch um Titel und Medaillen. Die baden-württembergischen Meisterschaften stehen an.

Am Samstag und am Sonntag wird gleich in drei Altersklassen alles gegeben. Wettkampfbeginn ist jeweils um 10:30 Uhr. Die aktiven Athleten, aber auch die der beiden Jugendklassen U18 und U20 treten in vielen Disziplinen gegeneinander an. Vorne mitmischen können zahlreiche Athleten des VfL Sindelfingen.

Zu den absoluten Titelfavoriten gehört in der Messehalle Tobias Dahm. Der Kugelstoßer ist am Samstag um 17:30 Uhr am Start. In der vergangenen Woche zeigte er in Sindelfingen einen passablen Saisoneinstieg und wuchtete seine Kugel so weit wie noch nie im ersten Wettkampf der Saison auf 19,37 Meter. Nun will er an diese Leistung nahtlos anknüpfen. Nachdem er in der Vorbereitung seine Technik umgestellt hat, soll sich diese Umstellung nun auch im Wettkampf zeigen und große Weiten bringen. „Ich möchte locker bleiben und nicht verkrampfen. Außerdem möchte ich gerne die Trainingsleistung im Wettkampf abrufen“, sagt Tobias Dahm.

Auch Deniz Almas begeisterte am letzten Samstag mit einer starken neuen Bestzeit von 6,92 Sekunden über die 60-Meter-Strecke. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften wollte der U20-Mann eigentlich so richtig durchstarten, aktuell bremsen ihn aber starke Leistenbeschwerden im Training. Nach einem schnellen Vorlauf und einem missglückten Finale beim Hallenmeeting in der vergangenen Woche gibt sich Almas aber trotz der Schmerzen ehrgeizig: „Ich will zeigen, dass ich es besser kann als beim Meeting.“

Nach einem durchwachsenen Saisoneinstieg hofft Hürdensprinterin Sabrina Lindenmayer auf Besserung und will um eine Medaille laufen. Disziplinkollegin Nadine Hildebrand versucht sich, nach ihrer Knieoperation im vergangenen Jahr, zum Einstieg auf der 60-Meter-Strecke ohne Hindernisse.

Im Stabhochsprung der Frauen können sogar zwei Sindelfingerinnen eine Medaille holen. Martina Schultze und Neuzugang Marie-Sophie Hindermann sind am Start. Im Stabhochsprung der Männer sieht es ähnlich aus. Florian Gaul überquerte in der vergangenen Woche 5,50 Meter (die SZ/BZ berichtete) und gilt als klarer Favorit. „Ich will locker, kontrolliert und technisch schön springen. Wenn ich das hinbekomme, dann sollte eigentlich eine gute Höhe am Ende rauskommen“, sagt Gaul. Leo Lohre will die fünf Meter überqueren.

Über die 60 Meter der Männer wird es zu einem spannenden Sindelfinger Duell kommen. Sebastian Neumann will die Norm für die deutschen Meisterschaften der Aktiven unterbieten, nachdem er am vergangenen Wochenende nur knapp an diesem Ziel vorbeigeschrammt ist.

Romed Guischard hat dieselbe Norm im Blick. Immer noch verletzt passen muss Johannes Wiesner, der unter einem Ödem im Sprunggelenk leidet.

Sechs Sindelfinger sind für die 400 Meter der Männer gemeldet. Darunter auch Yannik Frers, Yannic Krings und Luca Randazzo. Patrick Oehler wird mit einem 1500-Meter-Lauf heute und einem 800-Meter-Lauf sowie seinem Staffeleinsatz über die 400 Meter am Sonntag das volle Programm absolvieren. „Meine Form scheint nicht besonders gut zu sein, aber hinterher wissen wir mehr“, sagt Oehler.

Außerdem planen die Blau-Weißen über 4x200-Meter eine und über die 4x400-Meter zwei Staffeln an den Start zu schicken. Über die 800 Meter der männlichen U18 kann Velten Schneider um eine Medaille laufen, ebenso sieht es bei Aleksandar Gacic über die 60-Meter-Hürden aus.

Fünf Meter will der Sindelfinger Stabhochspringer Leo Lohre bei der Landesmeisterschaft in Karlsruhe knacken. Das könnte für eine Medaille reichen. Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 21.01.2016

Florian Gaul: Knapp hinter dem WM-Zweiten

Auch abseits des Wettkampfgeschehens im Sindelfinger Glaspalast gibt es Erfreuliches für die VfL-Leichtathleten zu vermelden. Stabhochspringer Florian Gaul ist mit einer starken Leistung in die Saison eingestiegen. In Merzig trat er gegen die deutsche Stabhochsprung-Spitze an und konnte sich behaupten. Nach einer durchwachsenen vergangenen Saison mit starken Rückenproblemen scheint Gaul schon früh in der Saison topfit zu sein. In Merzing überquerte er 5,50 Meter. „Der Wettkampf in Merzig ist gut gelaufen. Ich konnte zwar nur aus verkürztem Anlauf mit 14 statt 16 Anlaufschritten springen, aber mit 5,50 Metern bin ich sehr zufrieden“, sagt Gaul. Er schaffte es auf den zweiten Platz hinter Vizeweltmeister Raphael Holzdeppe. – sd – / Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 18.01.2016

Niko Kappel sprengt den Rekord

Gleich zu Beginn der Leichtathletiksaison haben einige Sindelfinger Leichtathleten beim Stadtwerke-Meeting Top-Leistungen gezeigt. Besonders die Sprinter auf der grünen Bahn des Glaspalastes wussten zu überzeugen.

Das Meeting bot rund zehn Stunden lang spannende Wettkämpfe. Viele Sportler aus Baden-Württemberg aber auch Rumänien, Frankreich oder Österreich nutzten die Gelegenheit, um in die Hallensaison zu starten.

Eine richtig starke Leistung gab es beim 60-Meter-Vorlauf der männlichen Jugend U20. Deniz Almas, schon im letzten Jahr erfolgreich, lief allen Konkurrenten davon und kam nach sehr schnellen 6,92 Sekunden ins Ziel. Damit unterbot der Jugendliche gleich in seinem ersten Rennen der Saison die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven.

Doch für Almas lief der schnelle Vorlauf trotzdem nicht optimal. „Meine Vorlaufzeit ist sehr gut, aber hintenraus habe ich Vorlage bekommen“, sagt der Sportler kritisch. Im Finale dann wollte nichts so recht zusammenpassen. Als Favorit startete der Sindelfinger ins Rennen und erwischte einen mäßigen Start. Die Konkurrenten zogen vorbei, für Almas war das Rennen gelaufen. „Im Finale war der Start richtig schlecht. Ich bin nicht ins Laufen gekommen und habe dann auch irgendwann aufgehört Gas zu geben, als ich gemerkt habe das wird nichts mehr.“ Für den Sprinter wurden 7,05 Sekunden gestoppt, er lief auf Platz drei. „Hauptsache meine Zeit von 6,92 Sekunden steht und in der nächsten Woche bei den baden-württembergischen Meisterschaften zählt es dann.“

In der Männerklasse zeigte Sebastian Neumann nach langer Verletzungszeit ein starkes Comeback über die 60 Meter und die 200 Meter. Im Halleninneren war er 6,99 Sekunden schnell, die Hallenrunde absolvierte er in starken 22,31 Sekunden und sicherte sich den Sieg. „Die 60 Meter waren gut, ich versuche in der nächsten Woche die deutsche Norm zu laufen und mit den 200 Metern bin ich echt glücklich. Es war mein erster 200-Meter-Lauf seit drei Jahren und bin gut durchgekommen“, sagt Neumann.

Über die 400-Meter-Strecke war Alexander Schif in 49,73 Sekunden schnell unterwegs, Neuzugang Luca Randazzo lief 50,26 Sekunden. „Er hat ein paar taktische Fehler gemacht und ist das Rennen zu schnell angegangen. Das geht noch besser“, so Trainer Sebastian Marcard. Über die 60-Meter-Hürden-Strecke konnte sich Sabrina Lindenmayer über einen guten Saisoneinstieg in 8,51 Sekunden freuen.

Einen spannenden Kugelstoßwettkampf zeigte Tobias Dahm. Der 2-Meter-Mann hatte sogar ordentlich gegen die Konkurrenz zu kämpfen und musste sich schlussendlich dem Rumänen Andrei Toader geschlagen geben. Mit seiner starken Weite von 19,37 Metern ist Dahm aber mehr als zufrieden und freut sich über seinen gelungenen Saisoneinstieg.

Auch Behinderten-Vizeweltmeister Niko Kappel trat in den Kugelstoßring. Bei seinem ersten Auftritt im Sindelfinger Trikot schaffte es der kleinwüchsige Athlet auf Anhieb, den deutschen Hallenrekord seiner Klasse zu brechen. Um fast einen halben Meter steigerte Kappel den Rekord auf 11,97 Meter, gestoßen mit einer Vier-Kilogramm-Kugel, und zeigte eine starke Stoßserie. „Für den ersten Wettkampf war das gut und ich weiß, dass noch einiges mehr möglich ist.“

Der Behinderten-Vizeweltmeister Niko Kappel pulverisiert bei seinem ersten Auftritt im Sindelfinger Trikot den deutschen Hallenrekord seiner Klasse. Bild: Photo 5

Presse | Leichtathletik | 15.01.2016

Kappel debütiert, Dahm ohne Druck

Am Samstagvormittag um 10 Uhr fällt der Startschuss für die Hallensaison der Sindelfinger Leichtathleten. Das Stadtwerke Sindelfingen Hallenmeeting im Glaspalast bietet mit über 600 Teilnehmern aus aller Welt spannende Wettkämpfe. Neben zahlreichen französischen Startern und Schweizer Athleten sind auch Sprinter aus Südafrika oder Rumänien am Start. Besonders gespannt dürfen die Sindelfinger auf ihre zahlreichen Neuzugänge sein.

Den Auftakt um zehn Uhr machen die Sprinterinnen der weiblichen Jugend U20. 82 Athletinnen an der Zahl sind für den 60-Meter-Lauf gemeldet. Um 20 Uhr endet das Hallenmeeting mit dem Duell der Männerstaffeln über die 4x100 Meter.

Ein Highlight des Hallenmeetings wird der Kugelstoßwettkampf um 16.30 Uhr sein. Hier tritt mit Tobias Dahm der Sindelfinger Leichtathlet des Jahres in den Ring. Im vergangenen Jahr konnte Dahm zwei deutsche Vizemeistertitel erringen und stieg denkbar gut in die Hallensaison ein. Schon in seinem zweiten Wettkampf in Sassnitz erzielte der Kugelstoßer 19,76 Meter und überbot die Norm für die Hallen-Europameisterschaften. Seinen ersten Wettkampf der Saison 2016 will Dahm nun etwas langsamer angehen. „Vorgenommen hab ich mir nichts, da ich noch voll im Krafttraining bin“, erklärt der Sindelfinger. Anders als im letzten Jahr liegt Dahms Fokus voll auf der Freiluftsaison, deswegen erwartet er keinen ähnlich guten Saisoneinstieg. Doch vielleicht zeigt die Technikumstellung des Athleten Wirkung. „Im Training sieht man die neue Technik schon. Ich hoffe im Wettkampf auch. Aber da ist es immer anders, weil man dort ja Weite will.“

Ebenfalls im Sindelfinger Dress in den Ring steigen wird Neuzugang Niko Kappel. Der Silbermedaillengewinner der Behinderten-Weltmeisterschaften in Doha freut sich auf seinen ersten Einsatz im Sindelfinger Dress. „Für Samstag ist für mich einfach erst mal nur wichtig, dass die neue Technik passt und ich diese im Wettkampf abrufen kann. Der Stellenwert des Wettkampfs ist trotzdem hoch für mich. Es ist die erste Überprüfung der Leistung“, sagt Kappel. Der kleinwüchsige Athlet konnte eine intensive Vorbereitung absolvieren. „Das Training läuft sehr gut und wir sind auf einem guten Weg.“ Im Kugelstoßen der U20 sind mit Eric Bundschuh Mario Scheufele und Manuel Bacsgony gleich drei VfL-Athleten am Start.

Gleich 16 Athleten des VfL Sindelfingen sind für den 60-Meter-Sprint der Männer gemeldet. Gespannt sein darf man auf Romed Guischard, der schon in der vergangenen Woche in Ulm mit 6,98 Sekunden eingestiegen ist. Sein schnellster Einstieg überhaupt. Es fehlt nicht mehr viel zu einer Bestleistung. „Am Samstag soll die Norm für die deutschen Meisterschaften von 6,95 Sekunden abgehakt werden“, sagt Trainer Sebastian Marcard. Ein weiterer Neuzugang wird über die 800 Meter der männlichen Jugend U20 antreten. Velten Schneider hat sich für seinen ersten Auftritt im Sindelfinger Dress große Ziele gesetzt. „Der 800-Meter-Lauf ist ein Einstiegswettkampf und da soll einfach mal richtig durchgeputzt werden. In Form bin ich momentan sehr gut und ich will Bestzeit rennen, also die 2:03-Minuten aus dem Sommer“, sagt Schneider.

Auch im 400-Meter-Rennen der Männer sind gleich drei Sindelfinger Neuzugänge vertreten. Luca Randazzo, Yannic Krings und Michael Neitzel.

Info

Mehr zu den VfL-Leichtathleten unter sifi-athletik.de im Internet.

Presse | Leichtathletik | 05.01.2016

Christian Kunisch gibt das Tempo vor

Das mit dem Jahresendspurt haben viele Läufer aus dem Kreis wörtlich genommen und an einem Silvesterlauf teilgenommen. Das beliebteste Ziel war der Silvesterlauf in Weilimdorf, welcher sein 25-jähriges Jubiläum feierte. Unter den 563 Finishern der 11,1 Kilometer-Strecke belegte Martin Moroff (GSV Maichingen) Platz 26 in 41:49 Minuten, Rua Martinez (VfL Sindelfingen) benötigte 43:56 Minuten. Luisa Moroff (GSV Maichingen Tria) gewann die U19-Wertung in 44:04 Minuten. Über 5555 Meter gab der Böblinger Christian Kunisch das Tempo vor und gewann den Lauf in 18:02 Minuten. – tv –

Presse | Leichtathletik | 02.01.2016

Vom Turnen zum Stabhochsprung

Von der erfolgreichen Turnerkarriere hin zu neuen Herausforderungen: Marie-Sophie Hindermann hat vor gut drei Jahren diesen Schritt gewagt und sich im Stabhochsprung versucht. Nun startet die Olympiateilnehmerin im Turnen für die Leichtathleten des VfL Sindelfingen.

Im Jahr 2012 war es, als Hindermann zum ersten Mal einen Stabhochsprung-Stab in die Hand genommen hat, die Faszination für die leichtathletische Disziplin begann aber schon viel früher. „Der kürzeste Weg von der Turnhalle hin zu den Physiotherapeuten führte immer direkt an der Stabhochsprungmatte vorbei und ich habe immer gerne zugeschaut“, sagt die 24-Jährige, die im Kunst-Turn-Forum des Olympiastützpunkts Stuttgarts turnte.

Im Alter von vier Jahren begann Marie-Sophie Hindermann mit dem Turnen. Langsam steigerte sie ihr Training, schon mit elf Jahren waren es häufig zwei Trainingseinheiten pro Tag. Früh folgten die ersten Erfolge. Besonders gern erinnert sich Marie-Sophie Hindermann an ihren fünften Platz bei den Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart oder ihre Olympiateilnahme im Alter von siebzehn Jahren zurück. In Peking war sie damals Mitglied des deutschen Turnteams.

Doch irgendwann sah sich die Vollblut-Sportlerin an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. „Ich habe gemerkt, dass ich meine Möglichkeiten im Turnen voll ausgeschöpft habe. Ich habe gesehen: Ich bin an einen Punkt gekommen, an dem es nicht mehr besser wird. Und das kann im Turnen auch schon mit 21 Jahren der Fall sein“, sagt Hindermann.

Der Abschied fiel weniger schwer, zum einen, weil die Athletin noch einige Jahre im Bundesliga-Team mitturnte, zum anderen, weil sie schon längst eine neue Herausforderung gefunden hatte. „Ich wollte etwas Neues ausprobieren. Die Stabhochspringer am Olympiastützpunkt haben mir gut zugesprochen und mich super aufgenommen.“ Schon nach einigen Trainingseinheiten stellten sich erste Erfolge ein und Hindermann setzte sich ambitionierte Ziele. Sie will es ein zweites Mal zu den Olympischen Spielen schaffen, in ihrer zweiten Karriere als Stabhochspringerin. „Wenn man einmal bei Olympia war, hat man natürlich den Traum wieder teilzunehmen“, sagt Hindermann, die an der Universität Tübingen Humanmedizin studiert, nun lachend.

Gleich in den ersten Wettkämpfen 2013 konnte die damalige Athletin der LAV Tübingen jubeln. Sie schraubte ihre Bestleistung auf starke 4,10 Meter. Eine bemerkenswerte Höhe für eine Quereinsteigerin. Seitdem ist sie zwar mehrfach ebenso hoch geflogen, eine Steigerung gelang in den folgenden Jahren aber nicht.

„Im vergangenen Jahr hatte ich eine Verletzung im Sprunggelenk und habe nur im Sommer noch einige Wettkämpfe gemacht. Mein Körper hat nun mal all die Jahre im Leistungssport durchgemacht, ich muss aufpassen“, sagt Marie-Sophie Hindermann.

Inzwischen ist die 24-Jährige in ihrer Zielsetzung für das kommende Jahr etwas zurückhaltender. Deswegen ist ihr größtes Ziel nun ein verletzungsfreies Aufbautraining. Bis jetzt ist Hindermann auf einem guten Weg, schon in diesem Winter will sie sich, dann im Trikot der Blau-Weißen, wieder über die vier Meter schwingen. Intensiv arbeitet die spät berufene Leichtathletin gerade am läuferischen Teil, um noch höher hinauszukommen. Hier hat sie die größten Defizite aufzuholen.

„Zum Glück ist die Bewegung am Stab turnerisch geprägt, mir fehlt aber gerade das Bewegungsgefühl im Anlauf mit dem Stab, deswegen springe ich auch noch so unkonstant.“

Ihren Sportarten-Wechsel hat sich Marie-Sophie Hindermann „irgendwie einfacher“ vorgestellt. Doch spätestens mit ihren hohen Sprüngen über die 4-Meter-Marke ist die 24-Jährige zu einer erfolgreichen Stabhochspringerin geworden. „Im Herzen bleibe ich aber immer Turnerin, ich bin auch die Einzige, die bei einem Wettkampf mit einer Glitzerhose herumläuft“, sagt Hindermann.

Marie-Sophie Hindermann im Sommer 2013 bei der deutschen Meisterschaft im Ulmer Donaustadion. Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 29.12.2015

Ein kleiner Mann mit großen Zielen

Seine Leistungssteigerung in der vergangenen Saison war groß, die Motivation riesig – wenn Niko Kappel in den Kugelstoßring steigt, sind die Augen auf ihn gerichtet. Ab 2016 wird der Ausnahme-Sportler im Trikot des VfL Sindelfingen antreten.

Dass sein Auftritt viel Aufmerksamkeit erzeugt, liegt neben den starken Leistungen auch daran, dass der 20-Jährige aus der Masse der Kugelstoßer hervorsticht. Kappel misst genau 1,40 Meter, der Gegensatz zu Disziplinkollegen und neuem Vereinskamerad Tobias Dahm könnte kaum größer sein. Niko Kappel reicht Dahm, selbst 2,03 Meter groß, gerade einmal bis knapp über den Bauchnabel.

Der VfL-Neuzugang ist Behindertensportler, der erste in der Leichtathletikabteilung, und gehört der Startklasse F41 an. Das ist die Startklasse der Kleinwüchsigen, die maximal 1,45 Meter messen und eine maximale Armlänge von 60 Zentimetern haben. „Es ist genial, dass mir der VfL Sindelfingen diese Möglichkeit gibt. Es ist ein gewisser Stolz dabei, dass ich für einen guten Leichtathletikverein starten kann und ich werde mein Bestes geben“, sagt Niko Kappel.

In seiner Startklasse gehört Kappel spätestens seit dieser Saison zu den besten Kugelstoßern der Welt. In 2015 steigerte er seine Bestleistung mit der Vier-Kilogramm-Kugel in vielen Wettkämpfen, auch beim Hallenmeeting im Sindelfinger Glaspalast. Inzwischen liegt sie bei 12,85 Metern, das ist gleichzeitig der deutsche Rekord. Damit hat sich der Sportler in einem Jahr um mehr als zwei Meter gesteigert.

Einen großen Anteil daran hat Trainer Peter Salzer. Er nahm Kappel 2014 in das Wurfteam am Stuttgarter Olympiastützpunkt auf, dem neben der Sindelfinger Werferriege um Tobias Dahm auch WM-Teilnehmerin Lena Urbaniak angehört. Der Umgang ist kameradschaftlich, Kappel einer der Leistungsträger. „Wenn ich neben Tobi stehe habe ich natürlich nichts von der Sonne, aber damit kann ich leben. Er hat seine Nachteile ich habe meine“, witzelt der Kugelstoßer. Im Sport sind eben alle gleich, das hat Kappel ganz besonders erfahren. „Die anderen denken gar nicht mehr dran, das finde ich richtig cool.“ Der Bankkaufmann der Welzheimer Volksbank hat vom Sport profitiert.

Nachdem er die Paralympics von Peking 2008 im Fernsehen gesehen hatte, dachte sich Kappel: „So etwas kann ich auch.“ Er trat der Welzheimer Leichtathletikabteilung bei. 2009 nahm er zum ersten Mal eine Kugel in die Hand und spezialisierte sich schnell auf den Wurfbereich. Fünf Jahre später holte er bei den Junioren-Weltmeisterschaften in seiner Klasse Doppel-Gold im Kugelstoßen und Speerwerfen. „Der Sport ist für mich mehr als ein Hobby. Er macht mir großen Spaß und ist wichtig für mich, gerade weil ich ein Handicap habe. Ich habe viel Selbstbewusstsein und Ehrgeiz entwickelt. Das beeinflusst auch mein Privatleben“, sagt der 20-Jährige.

Trainer Peter Salzer stellte den Neu-Sindelfinger auf eine ganz besondere Drehtechnik um. Üblich ist, dass Drehstoßer eine Sechs/Viertel-Drehung machen. Kappel war der erste Kleinwüchsige Drehstoßer, der sich an der Vier/Viertel-Drehung versucht hat. Diese Drehung wird von anderen Kugelstoßern oft im Training verwendet, weil sich sehr gute Weiten erzielen lassen, doch jeder größere Kugelstoßer schafft es nicht, die Bewegung auf dem kleinen Raum, den der Kugelstoßring bietet, durchzuführen.

Deswegen eignet sich diese Drehung generell nicht für Wettkämpfe. Außer bei Niko Kappel: „Ich habe mich durch die Technikumstellung unglaublich gesteigert und war der erste Kleinwüchsige, der die von Peter entwickelte Technik im Wettkampf gezeigt hat. Ein halbes Jahr später haben bei den paralympischen Weltmeisterschaften fast alle mit unserer Technik gestoßen“, sagt der 20-Jährige ein wenig stolz.

Denn wenn er sich an die Weltmeisterschaft in Doha zurückerinnert, leuchten seine Augen sowieso. Zum ersten Mal auf der großen Bühne der Erwachsenen war Kappels Auftritt ein voller Erfolg. „In meinem letzten Versuch im Kugelstoßfinale habe ich Bestleistung gestoßen und die Silbermedaille gewonnen“, so der Vize-Weltmeister. Einzig Bartosz Tyszkowski aus Polen war nicht zu schlagen. Er sicherte sich mit einem Weltrekord den Titel und beherrscht zurzeit das Kugelstoßen der Kleinwüchsigen. „Ihm will ich im nächsten Jahr gehörig Druck machen, es gilt die 13-Meter-Marke anzugehen“, hat sich Niko Kappel vorgenommen. Außerdem peilt er seine ersten Paralympischen Spiele an. „Rio sind mein großes Ziel. Die Norm steht bei 11,80 Metern. Das müsste klappen.“

Presse | Leichtathletik | 17.12.2015

Dahm ist Sportler des Jahres

Leichtathletik: Der VfL Sindelfingen ehrt seinen Kugelstoßer

So gut besucht wie schon seit vielen Jahren nicht mehr war die Weihnachtsfeier der Leichtathleten des VfL Sindelfingen im Mercure-Hotel. Gemeinsam erinnerte man sich an die vergangene Saison, viel zur Vorfreude auf 2016 trugen die zahlreichen Neuzugänge bei – und ein motivierter Sportler des Jahres.

Besonders die Männer waren es, die in der vergangenen Saison für die Erfolge der Sindelfinger Leichtathleten sorgten. Neben dem herausragenden Tobias Dahm mit seinen zwei deutschen Vizemeistertiteln und Platz acht bei den Hallen-Europameisterschaften in Prag waren auch die beiden Nachwuchs-Kugelstoßer Simon Bayer und Eric Bundschuh für Medaillen gut.

Die Stabhochspringer Florian Gaul und Leo Lohre, die beiden Langstreckenläufer Johannes Bergdolt und Bastian Franz sowie die Sprinter Romed Guischard, Patrick Saile und Johannes Wiesner zeigten ebenfalls starke Leistungen. Für ein überraschendes Highlight bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg sorgte Langhürdensprinter Yannik Frers mit seinem sechsten Platz. Mit Martina Schultze, Sabrina Lindenmayer und Johanna Beyerle sind die Top-Leichtathletinnen deutlich in der Unterzahl.

20 Neuzugänge konnte Abteilungsleiter Markus Graßmann nach abgelaufener Wechselfrist verkünden. „Das zeigt, dass wir ein interessanter Verein sind, zu dem man gerne wechselt.“ Die erfolgreiche Nachwuchs-Stabhochspringerin Tamara Schaßberger wird im nächsten Jahr ebenso ein blaues Trikot tragen wie ihre Disziplinkollegin Marie-Sophie Hindermann. Die beiden Werfer Manuel Bacsgony und Mario Scheufele, die Sprinter Ereme und Nager und die Langsprinter Michael Netzel, Lukas Maier und Julian Reese verstärken den Verein ebenfalls.

Mit dem letzten Neuzugang bewegt sich die Leichtathletikabteilung des VfL Sindelfingen nun auf unbekanntem Terrain. Der Vizeweltmeister im Kugelstoßen der Paralympics-Weltmeisterschaften Niko Kappel startet fortan im VfL-Trikot. Ebenfalls neu dabei: Wurftrainer René Strunsee und Sprinttrainerin Stefanie Kampf.

Ein Dank ging an Helmut Valentin, der als ehemalige Gewichtheber inzwischen zu weiten Teilen das Krafttraining der Leichtathleten übernommen hat. „Er hat unseren Kraftraum umgemodelt und investiert viel Zeit, um jedem Trainer und Athleten Unterstützung zu bieten“, sagt Graßmann.

Eine frohe Nachricht konnte Dieter Gauger verkünden. „Mit etwas Glück bekommen wir bald einen neuen Vereinsbus, es wird wahrscheinlich ein Erdgasfahrzeug sein.“ Damit wäre die fast zehnjährige Suche beendet und eine gemeinsame Fahrt zu Meisterschaften wieder möglich.

Die Silberne Ehrennadel des Württembergischen Leichtathletikverbands erhielt Jörg Niethammer, die Ehrennadel des Deutschen Leichtathletikverbandes in Silber ging an Markus Graßmann.

Zum Sportler des Jahres 2015 wurde Tobias Dahm gekürt. Er gehört seit 2006 dem VfL an und wechselte damals von Ostelsheim zu den Blau-Weißen. Im Laufe von neun Jahren hat sich die Leistung des Kugelstoßers rasant verbessert. „Tobias Dahm leistet Teamarbeit, ist bei allen Vereinsevents dabei und bei jedem Wettkampf sowieso. Ich kann mich nicht erinnern, dass er einmal verletzt war. Er ist eine Identifikationsfigur. Wir sind stolz ihn in unseren Reihen zu haben“, sagt Markus Graßmann.

Sindelfingens Leichtathletik-Abteilungsleiter Markus Graßmann und sein Vorzeigesportler Tobias Dahm (links). Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 16.12.2015

Das schnelle Sindelfinger Quartett

Leichtathletik: Schenk, Wiesner, Almas und Neumann sind die zweitbeste Staffel in Deutschland

Mit den Ranglisten der U23 und der Aktiven schließt der Deutsche Leichtathletikverband seine Veröffentlichung der Jahresranglisten 2015 ab. Überaus zufrieden kann man mit der hohen Zahl von Bestenlistenrängen im Leichtathletik-Kreis Böblingen sein. Vor allem die Sindelfinger Athleten trumpfen auf.

Als Mitte Mai das Sindelfinger Juniorenquartett mit Jan Schenk, Johannes Wiesner, Deniz Almas und Sebastian Neumann im Pliezhäuser Schönbuch-Stadion im Ziel war, blieb die Uhr für die 4x100-Meter bei 41,11 Sekunden stehen. Nur der TV Wattenscheid war in diesem Jahr schneller. Diese Zeit der Sindelfinger war zudem zwölftbeste Zeit einer deutschen Vereinsstaffel überhaupt.

Wenn sie in der Männer-Rangliste trotzdem nicht erfasst ist, so nur deshalb, weil Deniz Almas auch in der Sindelfinger Mannschaft stand, die bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg mit 40,95 Sekunden eine noch schnellere Zeit einfuhr.

In der Altersklasse U23 kam Johannes Wiesner mit 10,52 Sekunden über 100 Meter auf Rang sieben und mit 21,67 Sekunden über 200 Meter auf Rang 26. Für weitere Topplatzierungen der Junioren sorgten die Kugelstoßer Simon Bayer und Markus Reichle auf Rang sechs und sieben mit 17,55 beziehungsweise 17,15 Metern. Yannik Frers landete mit 52,78 Sekunden über 400-Meter-Hürden auf Rang elf. Johannes Bergdolt kam über 5000 Meter und im 10-Kilometer-Straßenlauf mit 14:53,49 beziehungsweise 31:38 Minuten auf die Ränge 24 und 26. Rang 21 gab es mit 6389 Punkten für den Sindelfinger Zehnkämpfer Maik Merle und Rang 26 für den Hammerwerfer Jens Böttinger mit 44,93 Metern. Schließlich kam bei den Junioren auch ein Eltinger zu Bestenlistenehren. Tassilo Hassert liegt mit seinen 2,04 Metern im Hochsprung von Eberstadt auf Rang 24 der U23.

Einen Teil dieser guten Juniorenleistungen findet man auch in der 50-Bestenliste der Männer wieder, wo es insgesamt nicht weniger als 24 Platzierungen für den Kreis Böblingen gab, darunter fünf Top-10-Ränge. Über 100 Meter kam Johannes Wiesner mit seinen 10,52 Sekunden auf Rang 24, auf Rang 35 folgte mit 10,60 Sekunden Romed Guischard. Neunte ist die Sindelfinger 4x 100-Meter-Staffel mit Almas, Guischard, Saile, Schif in 40,95 Sekunden. Über 4x400-Meter wurden Frers, Ewinger, Schif, Oehler mit 3:16,20 Minuten Elfte.

Dafür konnte sich die 3x1000-Meter-Staffel des VfL Sindelfingen (Krauth, Franz, Oehler) mit ihren 7:16,76 Minuten bei der deutschen Meisterschaft in Jena auch in der Jahresbilanz auf den sechsten Platz laufen. Patrick Oehler setzte sich zudem über 800 Meter mit seinen in Belgien gelaufenen 1:48,68 Minuten auf den guten zwölften Platz, während über 1500 Meter Bastian Franz mit 3:48,28 Minuten auf Rang 29 kam.

Auch Hürden und Hindernisse konnten die VfL-Athleten auf dem Weg in die deutsche Rangliste nicht stoppen: Über 110 Meter Hürden kam Niklas Rippon in 14,11 Sekunden auf Rang 14, Yannik Frers war über 400 Meter Hürden auch bei den Männern auf Rang 18 gut platziert, während über 3000 Meter Hindernis Simon Dörflinger in 9:28,61 Minuten auf Rang 25 landete.

Junioren-Hochspringer Tassilo Hassert aus Eltingen kam in der Männerwertung zusammen mit drei weiteren 2,04-Meter-Leuten auf Rang 36. Einen hervorragenden 6. Rang sicherte sich im Stabhochsprung Florian Gaul mit 5,53 Metern. Mit genau 5,00 Metern folgte sein Vereinskamerad Leo Lohre – zusammen mit sechs weiteren Springern – auf Rang 26.

Das Kugelstoßen war auch 2015 eine Sindelfinger Paradedisziplin: Mit 19,93 Metern landete Tobias Dahm auf Rang vier, mit 18,68 wurde Artur Hoppe Elfter, mit 17,55 Metern landete Simon Bayer auf Rang 18 und mit 17,15 Meter Markus Reichle auf Rang 20.

Zehnter im Diskuswurf wurde Michael Salzer mit 57,78 Metern, auf Rang 26 kam hier Artur Hoppe mit 51,90 Metern. Im Speerwurf setzte sich Peter Esenwein als bester Württemberger mit 71,81 Metern auf Rang 16. Gleich vier Sindelfinger Zehnkämpfer findet man unter den 50 Besten des DLV: Auf Rang 36 liegt mit 6643 Punkten Johannes Carl, auf Rang 40 mit 6551 Punkten Manuel Retzbach, auf Rang 47 mit 6429 Punkten Christoph Ewinger und auf Rang 49 mit 6389 Punkten Junior Maik Merle.

Natürlich schaut man in Böblingen auch auf die Platzierungen des Ex-Sindelfingers Philipp Pflieger, der nicht nur mit seinem tollen Marathon-Debut in Berlin in 2:12:50 Stunden als zweitbester Deutscher für Schlagzeilen gut war, sondern auch auf anderen Strecken bestens platziert ist. Philipp ist über 3000 Meter Sechster in 8:08,86 Minuten, über 5000 Meter Siebter in 13:48,89 Minuten, über 10 000 Meter Zweiter in 28:43,33 Minuten, die er im holländischen Leiden gelaufen ist. Im Zehn-Kilometer-Straßenlauf ist Pflieger Vierter in 28:54 Minuten und im Halbmarathon Dritter in 1:03:50 Stunden.

Acht Platzierungen gab es für den LA-Kreis Böblingen in der DLV-Rangliste der Frauen. Im Stabhochsprung teilte sich Martina Schultze vom VfL Sindelfingen mit zwei weiteren 4,40-Meter-Springerinnen Rang sieben. Gleich zwei Platzierungen gab es für ihre Teamkameradin Tamara Serr. 11, 64 Sekunden über 100 Meter brachten sie auf Rang 16 der deutschen Jahresrangliste, die 200-Meter-Zeit von 23,95 Sekunden auf Rang 18.

Über 100 Meter Hürden lief Sabrina Lindenmayer bei den Süddeutschen Meisterschaften in Kaiserslautern 13,45 Sekunden, die Rang acht im DLV bedeuten. Rang 45 im Speerwurf nimmt Saskia Drechsel (VfL Sindelfingen) mit 45,15 Metern ein.

Die 47,63 Meter der Sindelfinger Diskuswerferin Johanna Beyerle reichten für den neunten Platz in der Altersklasse U20 und den 17. Rang bei den Juniorinnen U23 und einen ebenso guten 25. Rang in der Frauenwertung. Ähnlich erging es dem 4x400-Meter-Staffelquartett der StG Schönbuch-Nord (Keller, Schwarz, Schittenhelm, Arbter), dessen 4:07,30 Minuten nach dem 18. Rang U20 einen 29. Rang U23 und schließlich einen 39. Rang bei den Frauen ergaben.

Presse | Leichtathletik | 13.12.2015

20-Meter-Marke soll 2016 fallen

Leichtathletik: Der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm hofft auf Rio

2016 soll es endlich klappen, mit dem großen Ziel, das Tobias Dahm schon seit Jahren verfolgt. Der 28-Jährige Kugelstoßer des VfL Sindelfingen biss sich bislang die Zähne an der 20-Meter-Marke aus, nach Umstellungen der Stoßtechnik ist Tobias Dahm nun optimistisch und hofft außerdem auf einen internationalen Einsatz.

Vier Stunden Training und das beinahe jeden Tag, davor der Arbeitsalltag in einem Vollzeit-Job in der Pkw-Entwicklung. Tobias Dahm ist einer der wenigen deutschen Spitzenathleten, die Sport und einen arbeitsreichen Beruf unter einen Hut bekommen. Und als deutschen Spitzenathleten darf sich Tobias Dahm nicht zuletzt nach der vergangenen Saison bezeichnen.

Unter dem Hallendach stellte er mit 19,97 Metern eine neue Hallen-Bestleistung auf. Für die Hallen-Europameisterschaften in Prag qualifizierte er sich schon in einem seiner ersten Wettkämpfe. Es folgte als weiterer Höhepunkt der Gewinn des deutschen Vizemeistertitels bei den Hallenmeisterschaften in Karlsruhe.

Auch in der tschechischen Hauptstadt wusste Dahm zu überzeugen. Mit einer neuen Bestleistung von 19,97 Metern stieß er sich in einer Zitterpartie ins Finale der besten acht Stoßer Europas. Dort bestätige er dann seine konstante Form und wurde Achter.

Auch in der Freiluftsaison fing Tobias Dahm gut an und stieß Wettkampf für Wettkampf weiter. Bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg wurde Dahm erneut Vizemeister.

„Der Schnitt meiner zehn besten Stöße ist so hoch wie noch nie und liegt bei 19,88 Metern. Das zeigt meine große Konstanz. Das Problem: Ich hatte keinen Ausreißer nach oben“, sagt Tobias Dahm. Und so ging auch die erfolgreichste Saison in Dahms Kugelstoßkarriere zu Ende, ohne dass die 20-Meter-Marke gefallen wäre.

„Die letzte Saison hat eigentlich ganz gut angefangen. Auch national habe ich mit zwei Silbermedaillen das Maximale rausgeholt. Aber nach all den Stößen knapp unter der 20-Meter-Marke war auch viel Frust dabei“, sagt Dahm.

Doch das hat dem Kugelstoßer zusätzliche Motivation für die kommende Saison mitgegeben. „Der Anreiz ist da, an mir zu arbeiten, es gibt immer etwas zu verbessern. Wenn man komplett zufrieden ist, muss man aufhören.“

Der Sindelfinger hat begonnen an seiner Technik zu feilen und versucht mehrmals pro Woche die verschiedenen Bausteine zu einem guten Stoß zusammenzufügen. „Mein Problem war, dass ich zu früh angefangen habe zu stoßen.“

Deswegen will Dahm vor allem schneller in den Beinen und leichter werden. „Und natürlich den Stoß später gestalten, damit ich einen längeren Beschleunigungsweg habe“, so der Leichtathlet. Noch funktioniert nicht alles zusammen. „Aber wenn das klappt, dann müsste ich 20 Meter stoßen“.

Und ein Stoß über diese Marke ist auch für 2016 Dahms erklärtes Ziel. Zurzeit läuft das Training gut, keine größeren Beschwerden bremsen den Kugelstoßer aus, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Entsprechend sind Hallenwettkämpfe geplant. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften hat Dahm sogar Chancen auf den Titel, sollte, wie angekündigt, David Storl auf eine Hallensaison verzichten. Der Fokus liegt allerdings auf der Sommersaison.

„Mein großes Ziel sind die Europameisterschaften in Amsterdam. Die Norm des Weltverbandes ist 19,75 Meter, die deutsche Norm kenne ich noch nicht“, sagt Dahm. Die Olympischen Spiele in Rio die Janeiro hat der Athlet des VfL Sindelfingen zwar im Hinterkopf, er weiß aber auch, dass die Olympia-Norm weit über 20 Meter betragen kann und auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit wird. Doch damit kennt sich Tobias Dahm ja aus.

Presse | Leichtathletik | 04.12.2015

Die Experten für die Stadionrunde

Von Quereinsteigern zu Überfliegern, so lassen sich Yannic Krings und Luca Randazzo gut beschreiben. Nun haben die zwei 400-Meter-Asse noch etwas gemeinsam: Beide werden in der kommenden Saison im blau-weißen Trikot des VfL Sindelfingen an den Start gehen.

Mit knapp 18 Jahren entschied sich Yannic Krings, es mit der Leichtathletik zu versuchen. Im Oktober 2011 war das. Bei der LG Weinstadt fand Krings ein Zuhause und begann mit dem Training.

Erst 2013 tauchte der Erzieher erstmals auf der Wettkampfbühne auf. Im Rahmen eines Fünfkampfes absolvierte er einen 400-Meter-Lauf und lies die Vereinskameraden staunen: Bei 52,13 Sekunden blieb die Zeit stehen. An sich nicht bemerkenswert, hätte sich Krings von da an nicht in jedem Wettkampf erheblich gesteigert. Bald waren es nur noch 50 Sekunden, die der Sportler für die Stadionrunde benötigte.

2014 dann, beim erst vierten Wettkampf über die 400-Meter-Strecke pulverisierte er seine Bestzeit erneut. Seitdem steht die Bestmarke bei starken 48,64 Sekunden. „Und zu dieser Zeit habe ich überhaupt erst ein Mal die Woche spezifisch Lauf trainiert. Deswegen bin ich sehr optimistisch, dass ich bald schnellere Zeiten stehen habe“, sagt der 21-Jährige.

Denn mit dem Vereinswechsel hat sich der Trainingsalltag von Yannic Krings vollkommen verändert. Nun trainiert er sechs Mal in der Woche bei Sebastian Marcard und hat sogar im Verein starke Konkurrenz. „Wir machen gerade drei Mal in der Woche Krafttraining das ist komplett neu für mich. Aber alles läuft prima. Basti passt auf, dass ich mich nicht überlaste“, sagt Krings. Auch im Schnelligkeitsbereich sieht er noch viel Potenzial. „Ich habe endlich ein professionelles Training in einem professionellen Team“, freut sich der 21-Jährige, der nach Sindelfingen gezogen ist und im Hort Sommerhofen darauf hinarbeitet, ein staatlich anerkannter Erzieher zu werden.

In der Hallensaison will Krings unbedingt seinen baden-württembergischen Meistertitel über die zwei Hallenrunden verteidigen und auch bei den süddeutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen stehen. „Ich traue mir zu, unter 48 Sekunden zu laufen und will einen festen Platz in der Sindelfinger 4x400-Meter-Staffel haben“, so Krings. Und dieser Platz wird hart umkämpft sein.

Neben den etablierten Sindelfinger Kräften kommt mit Luca Randazzo ein ernsthafter Konkurrent aus Tübingen dazu. Der Viertelmeiler feierte im Jahr 2012 seine größten Erfolge. Über die 200 und die 400 Meter nahm Randazzo 2011 erstmals bei deutschen Jugendmeisterschaften teil. Ein halbes Jahr später rannte er bei den deutschen Hallenmeisterschaften zum Vize-Meistertitel in der Jugend.

Zum ersten Mal ins Nationaltrikot schlüpfte er dann beim Länderkampf in Frankreich. Seine erfolgreiche Saison 2012 krönte Randazzo mit einer Teilnahme bei den U20-Weltmeisterschaften mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel. Das überraschende an der rasanten Entwicklung: Erst Ende 2010 war Luca Randazzo vom Fußball zur Leichtathletik gekommen. „Ich war immer der Schnellste in der Mannschaft und habe dann einfach mal mittrainiert. Nachdem man meine Zeiten gesehen hat, hat man mir gesagt, ich habe Talent.“

Seit dem Jahr 2013 steht die Bestleistung des 400-Meter-Läufers bei 47,81 Sekunden. In 2014 konnte er sich nicht verbessern, im Oktober begann er mit einer Ausbildung zum Krankenpfleger und hatte ein Zeitproblem. „Für die Ausbildung ging viel Zeit drauf. Ich war nicht mehr in Form und habe ab 2014 keine Wettkämpfe mehr gemacht, das wäre nur Frust gewesen“, sagt Randazzo, den nun aber wieder der Ehrgeiz gepackt hat. „Ich will wieder angreifen und an meine alte Bestleistung ranlaufen.“ Zurzeit läuft das Vorbereitungstraining optimal, für die Grundlagen wird gesorgt, für den Muskelkater auch. „Ich habe einfach den Ehrgeiz immer schneller zu laufen und möchte noch einmal vorne mitspielen.“

Luca Randazzo (links) und Yannic Krings steigen 2016 für den VfL Sindelfingen in den Startblock. Grafik: Buscemi, Bilder: Drechsel, vladakela/

Presse | Leichtathletik | 27.11.2015

Der VfL angelt sich zwei Sprinter

In die neue Leichtathletiksaison wird der VfL Sindelfingen mit der vollen Sprint-Power starten. Mit Michael Nager und Israel Ereme durften sich die Blau-Weißen gleich über zwei hochkarätige Neuzugänge freuen. Besonders rosig sieht die Zukunft der Juniorenstaffel über die 4x100 Meter aus.

Gerade absolviert das Sprinter-Doppelpack eine harte Vorbereitung für den Erfolg. Michael Nager und Israel Ereme trainieren am Olympiastützpunkt Stuttgart unter Trainer Marlon Odom, der auch Top-Athlet Gregor Traber unter seinen Fittichen hat.

In fünf Einheiten pro Woche steht gerade der Kraftraum im Mittelpunkt, aber auch Tempoläufe gilt es zahlreiche zu absolvieren. Und so plagt das Duo gerade kräftiger Muskelkater. „Wir stellen im Training Qualität über Quantität. Wir machen weniger aber das dann sauberer und besser. Das wird natürlich ziemlich anstrengend“, weiß Israel Ereme aus dem Trainingsalltag zu berichten.

Der 19-Jährige steigt im kommenden Jahr in die Juniorenklasse auf und hat sich schon im Jugendalter einen Namen als Sprinter gemacht. Seine Bestzeit steht bei 10,77 Sekunden, bei baden-württembergischen Meisterschaften, ist der Student stets vorne mit dabei.

Seinen größten Erfolg feierte er aber Seite an Seite mit Michael Nager. Beide waren in 2015 im Trikot des LAZ Kornwestheim-Ludwigsburg unterwegs und trumpften bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Jena auf. Im Quartett mit Josué Ndombasi und Henrik Hannemann rannten sie zur Goldmedaille und zum deutschen Jugendmeistertitel mit der Staffel.

Ein tolles Erlebnis für Ereme, der schon mit sieben Jahren zur Leichtathletik kam. „Da gab es eine Kinderserie mit einem blauen Igel, der unglaublich schnell rennen konnte. Ich wollte das auch und habe dann mit der Leichtathletik angefangen“, sagt der Mechatronik-Student. Inzwischen rennt er mit seinen großen Schritten über die 100 und die 200 Meter der Konkurrenz davon. „Weil ich so einen langen Schritt habe, hat mein Trainer auch gemeint, dass ich mich im nächsten Jahr mal über die 400 Meter versuchen soll.“ Doch auch an der Kurzsprint-Technik wird kräftig getüftelt. „Ich muss auf meine Hüftstellung achten, ich laufe oft zu tief und am Start muss ich auch noch feilen.“

Mit einem großen Traum vor Augen fällt Israel Ereme das tägliche Training umso leichter. „Mein Traum ist, es im nächsten Jahr zu den Olympischen Spielen in Rio zu schaffen, aber ich weiß, dass das utopisch ist. Hauptsache ich habe ein Ziel vor Augen.“

Ganz konkret sind auch die Ziele von Michael Nager. Der angehende Abiturient konzentriert sich ganz auf die 100-Meter-Strecke und hat eine Bestzeit von 10,76 Sekunden vorzuweisen. Im kommenden Jahr soll eine Fünf hinter dem Komma stehen. „Ich will unbedingt unter 10,60 Sekunden laufen und es bei den deutschen Juniorenmeisterschaften ins Finale schaffen.“ Nager konnte schon im U18-Bereich Erfolge feiern und rannte auf den Bronzeplatz bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Potenzial hat er noch in den Bereichen Kraft und Ausdauer. „Außerdem habe ich Probleme in der Übergangsphase, ich komme oft erst nach 60 Metern so richtig ins Rennen und hole auf“, sagt der VfL-Neuzugang. Auch er hat die ganz großen Ziele im Kopf, will unbedingt einmal bei einer Weltmeisterschaft oder bei Olympischen Spielen starten.

Nach einem intensiven Vorbereitungstraining werden beide Neulinge ihre ersten Wettkämpfe im VfL-Trikot schon unter dem Hallendach bestreiten. „Ich will auf jeden Fall einige Hallenwettkämpfe machen, damit ich sehe, wo ich stehe. Außerdem brauche ich die Wettkämpfe für meine Motivation“, so Michael Nager.

Ähnliche Staffelerfolge wie in diesem Sommer hat man auch beim VfL Sindelfingen mit den beiden vor. Schließlich gehören sowohl Johannes Wiesner und Sebastian Neumann als auch Deniz Almas 2016 der Juniorenklasse an.

Alle drei sind schon unter 10,80 Sekunden gelaufen. Eine Staffel-Medaille für ein Sindelfinger Quartett bei den deutschen Juniorenmeisterschaften ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Presse | Leichtathletik | 18.11.2015

25 Jahre Unterstützung für den VfL

Ein Vierteljahrhundert lang volle Unterstützung für den VfL: Die Freunde der Sindelfinger Leichtathletik haben am Sonntag ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Beim traditionellen Martinsgans-Brunch wurde in Erinnerungen an vergangene Erfolge geschwelgt, aber auch in die Zukunft geschaut.

Man schrieb das Jahr 1990, als sich Eberhard Dengler, Herbert Bohr und Ernst Gießler zusammensetzten. „Es ging darum, wie man der Leichtathletik in Sindelfingen helfen kann. Heraus kam die Idee eines Freundeskreises“, sagt Ernst Gießler, das damalige Zugpferd der Freunde.

Seitdem sind die Freunde der Sindelfinger Leichtathletik stetig gewachsen, begleiten die Sportler zu Wettkämpfen und machen mit ihrer finanziellen Unterstützung vieles möglich. Mit den Jahren sind es 42 Mitglieder geworden. „Unser Beitrag ist wesentlich, deswegen fühlen wir uns an der Leistungsentwicklung vieler Athleten beteiligt“, sagt Herbert Bohr.

Dem kann Abteilungsleiter Markus Graßmann, der selbst schon seit zehn Jahren dem Freundeskreis angehört, nur zustimmen: „Ohne diese Unterstützung würde es die Leichtathletik-Abteilung in dieser Form nicht geben. Mit den Spenden werden Trainingslager finanziert und die Athleten unterstützt.“

Und so haben die Freunde der Sindelfinger Leichtathletik ihren Teil zu den Erfolgen der vergangenen Saison beigetragen. Im Jahr 2015 schafften es Hürdensprinterin Sabrina Lindenmayer, Hammerwerfer Lars Böttinger und Diskuswerfer Eric Bundschuh bei einer deutschen Meisterschaft aufs Treppchen. Kugelstoßer Tobias Dahm sogar bei den deutschen Hallen- und den deutschen Freiluftmeisterschaften. Außerdem erreichte Dahm bei den Hallen-Europameisterschaften das Finale und stieß sich auf Platz acht.

Einen weiteren internationalen Einsatz gab es für Sprinter Deniz Almas. Er war bei der U20-Europameisterschaft im schwedischen Eskilstuna Teil der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Und auch ein Blick in die Leichtathletiksaison 2016 gibt Grund zu großen Hoffnungen. Dem guten Ruf des VfL Sindelfingen sind zahlreiche erfolgreiche Athleten aus der Region gefolgt. Aus Ludwigsburg kommen die Sprinter Israel Ereme und Michael Nager. Sie gewannen 2015 mit der Staffel die deutschen Jugendmeisterschaften. „Ich habe gemerkt, hier in Sindelfingen geht es sehr familiär zu und die Staffel, die wir mitlaufen können, war auch ein Grund zu wechseln“, sagt Nager.

Internationale Erfahrung von einer Jugend-EM bringt 400-Meter-Ass Luca Randazzo mit, der aus Tübingen stammt. Mit starken Leistungen aus den letzten Jahren hat sich der zweite Viertelmeiler Yannic Krings einen Namen gemacht. Aus Weinstadt kommend freut er sich auf das professionelle Training unter Sebastian Marcard bei den Blau-Weißen. Der Nachwuchs für die 4x400-Meter-Staffel ist also gesichert.

Auch Stabhochspringerin Tamara Schaßberger wird schon ab der Hallensaison im blau-weißen Trikot antreten. Trainer René Strunsee folgt seinem Schützling Eric Bundschuh zum VfL Sindelfingen. Seinen zweiten Top-Athleten bringt der Verbandstrainer gleich mit: Mario Scheufele wird nun für den VfL in den Diskusring steigen.

Anette Bronder, die Präsidentin des VfL Sindelfingen freut das: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir beim VfL Sindelfingen auch Leistungssport betreiben. Das schafft Ideale und treibt die jungen Athleten nach vorne. Der Freundeskreis hat hier eine Basis geschaffen, die fördert und fordert. Das ist ein Aushängeschild in unserem Verein.“

Dass der VfL schon eine lange Geschichte im Leistungssport hat, zeigte das Schaulaufen der ehemaligen deutschen Meister im Sindelfinger Trikot. Viele waren der Einladung gefolgt, darunter auch zwei, deren Erfolge gar nicht weiter auseinanderliegen könnten. Im Jahr 1972 lief Anita Berens zu Gold über die 800-Meter-Strecke und gewann den ersten deutschen Meistertitel für den VfL. Zuletzt wurde 2014 vergoldet und das gleich zwei Mal: Hürdensprinterin Nadine Hildebrand sicherte sich den Titel unter dem Hallendach und im Freien.

Damit auch in der Zukunft viele weitere Goldmedaillen dazukommen, ist die Unterstützung der Freunde gewiss. Über 13 000 Euro durfte sich die Leichtathletikabteilung in diesem Jahr freuen.

VfL-Präsidentin Anette Bronder und VfL-Abteilungsleiter Markus Graßmann gratulieren Ernst Gießler (rechts) und Herbert Bohr (links) zum 25-jährigen Jubiläum. Bild: Photo 5