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Training allgemein
Im Winterhalbjahr (November bis März) findet das Training im Glaspalast sowie in verschiedenen Sporthallen statt.
Im Sommerhalbjahr (April bis Oktober) wird im Floschenstadion trainiert.

Hard Reset

Presse | Leichtathletik | 27.04.2016

Bestleistungen und Podestplätze

Angesichts der Witterungsverhältnisse bei der Bahneröffnung in Nagold sollte man eher nicht glauben, dass es sich um die Eröffnung der Sommersaison der Leichtathleten handelte, sondern lediglich um die Verlängerung der Wintersaison. Erwärmen konnte man sich an einigen Leistungen der Sindelfinger Leichtathleten.

Gleich zu Anfang durften die Staffeln der U14 über 4x75 Meter ran. Die Jungs vom VfL in der Besetzung Walther, Burkhardt, Toscano, Bohn hatten noch leichte Wechselprobleme und kamen als Dritte nach 42,48 Sekunden ins Ziel. Etwas besser machten es die Mädchen, hier konnten sich Cvetnic, Bialdyga, Stähle, Klein in 40,90 Sekunden auf dem zweiten Platz einsortieren.

Auch in den Einzelwettbewerben reichte es für die Schützlinge von Anna Wiesner und Andrea Bohn zu guten Platzierungen. Axel Walther überzeugte bei den M13, er erzielte über 75 Meter in 10,53 Sekunden Platz drei und holte sich im Hochsprung den Sieg mit deutlicher Steigerung seiner Bestleistung auf nunmehr 1,50 Meter. Einen weiteren Sieg für den VfL holte Carlos Toscano im Kugelstoßen mit 8,20 Metern, Dritter wurde Alexander Krebs mit 7,70 Metern.

Bei den M12 konnte sich Carter Lindsey über 800 Meter auf dem zweiten Rang platzieren in 2,48,50 Minuten. Knapp an einer Medaille vorbei schrammte Arne Dümmler als Vierter im Kugelstoßen mit 6,89 Metern.

Erfreuliches von den W12, Senta Eissler verbesserte ihre Hochsprung-Bestleistung erheblich und siegte mit 1,36 Metern vor Vereinskameradin Antonia Jörg mit 1,24 Metern. Neuzugang Chioma Lenson überzeugte im Kugelstoßen als Zweite mit 6,30 Metern. Nicht ganz nach vorne reichte es für Marie Müller über 75 Meter in 11,23 Sekunden. Nika Cvetnic lief bei den W13 die 75 Meter 10,75 Sekunden. Dritte im Kugelstoßen wurde Sophia Stähle mit 7,21 Metern.

Auch die Jugendgruppen von Aleksandra Gacic und Agata Jankova nutzten Nagold zur Standortbestimmung. Einen guten Eindruck hinterließ Aleksandar Gacic als Sieger des 100-Meter-Laufes der U18 in 11,48 Sekunden. Bei den U20 siegte Cyrus Ford in 11,54 Sekunden. Sein Arbeitstag nahm allerdings kein gutes Ende, er musste beim Weitsprung verletzt aufgeben. Eine lange Verletzungspause bereits hinter sich hat Max Behrendt, der im Weitsprung der U18 mit seinem Siegsprung auf 5,99 Meter wieder ein vorzeigbares Ergebnis stehen hat.

Ebenfalls vorzeigbar die Leistung der 4x100 Meter-Staffel der U18 mit Gacic, Behrendt, Dick, Mayer, die den Stab nach 47,21 Sekunden als Sieger ins Ziel trugen. Die Mädchenstaffel wurde Zweite in 56,76 Sekunden in der Besetzung Kurrle, Klaiber-Blasco, Dietz, Klein.

Die U16-Trainingsgruppe von Birgit Hamann hat das Wochenende bei den Mehrkampfmeisterschaften in Ulm verbracht, dort startete die Truppe mit der Zielsetzung der Qualifikation für die württembergischen Mehrkampfmeisterschaften.

Speziell für die Jungs war es der erste Neunkampf ihrer bisherigen Laufbahn, was durch die überaus widrigen Wetterbedingungen nicht leichter wurde. M15-Starter Manuel Krebs nahm die Qualifikations-Hürde von 4200 Punkten souverän, stark seine 1,60 Meter im Hochsprung und 11,20 Meter im Kugelstoßen, insgesamt konnte er 4439 Punkte aufaddieren. Auch seine M14-Mitstreiter, Benjamin Fischer und Valentin Specht, bewältigten die erforderlichen 3800 Punkte. Fischer konnte sich die meisten Punkte beim 100-Meter-Lauf holen, hier erzielte er starke 12,10 Sekunden. Für Specht wiederum waren die 80-Meter-Hürden mit 12,55 Sekunden am ergiebigsten, insgesamt erzielten die jungen VfL-Athleten 4167 beziehungsweise 4099 Punkte.

Die Mädchen waren im 7-Kampf gefordert. Hier lag die Norm für die W15 bei 3100 und für die W14 bei 2800 Punkten. Auch hier kein Problem für den VfL-Nachwuchs. Im älteren Jahrgang kam Nina Nawroth auf 3353 Punkte, der Speerwurf mit 35,17 Metern und der Weitsprung mit 4,90 Metern brachten ihr die meisten Punkte. Kim Bödi summierte 3297 Punkte. Die 800 Meter in 2,24,27 Minuten waren ihre beste Disziplin.

Auch die beiden Jüngeren wussten zu überzeugen. Jacqueline Hamanns 12,94 Sekunden über 80-Meter-Hürden brachten ihr die meisten der 3273 Punkte. Pia Kohler erzielte 2958 Punkte, davon die meisten durch ihre 13,86 Sekunden über 100 Meter.

Sieger unter sich: Die beiden Sindelfinger Carlos Toscano (links) und Axel Walther trotzten im Nagolder Stadion erfolgreich den widrigen Wetterbedingungen. Bild: Burgstahler

Presse | Leichtathletik | 20.04.2016

Bergdolt: Rücktritt vom Rücktritt

Als Quereinsteiger kam Johannes Bergdolt zum VfL Sindelfingen, erst als Teenager begann er mit der Leichtathletik. Von da an ging es steil nach oben für den Läufer. Doch dann, im frühen Sommer des letzten Jahres, verkündete das Nachwuchstalent überraschend seinen Ausstieg aus dem laufenden Trainingsbetrieb. Nun ist Bergdolt wieder zurück.

Rund ein Jahr ist es her: Im April 2015, kurz nach einem zweiwöchigen Trainingslager in Milano Marittima, spürte Johannes Bergdolt einen plötzlichen Leistungseinbruch. Mit der Norm für die Junioren-Europameisterschaften hatte er geliebäugelt, nun ging plötzlich nichts mehr.

Ende Mai entschloss er sich das Training abzubrechen und seine Starts bei Meisterschaften abzusagen, hinterherzulaufen war für den 21-jährigen Sportler keine Option. Lediglich bei Läufen im Rahmen des Schönbuch Cups zeigte er sich noch. Von Ende Mai bis Mitte September hängte der Athlet des VfL Sindelfingen die Laufschuhe fast vollständig an den Nagel. Eine Pause, die natürlich einen erheblichen Einbruch der Leistungsfähigkeit bedeutete.

„Optisch hat die Pause nicht viel verändert, allerdings war mein Leistungsniveau direkt danach natürlich im Keller“, sagt Bergdolt. Über die Zehn-Kilometer-Strecke war der Sindelfinger plötzlich mehr als vier Minuten langsamer unterwegs. Doch für den Studenten kam nie in Frage ganz mit seinem Sport aufzuhören.

Mitte September absolvierte Johannes Bergdolt dann den Dagersheimer Waldlauf. „Die Tage danach hatte ich mega Muskelkater, was ich sonst überhaupt nicht kenne. Das hat mir aber gezeigt, dass mein Körper zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht an so eine Belastung gewöhnt war. Der Wettkampf an sich war auch mega hart, da ich damals um den Schönbuch-Cup-Sieg mitgelaufen bin“, erzählt Bergdolt.

„Ich habe dort sehr gekämpft, um eine vordere Platzierung zu erreichen“, so der Sportler weiter. Mit seinem fünften Platz konnte er sich immerhin den Schönbuch-Cu-Gesamtsieg sichern. „Von der körperlichen Verfassung her habe ich mich wie zu meinen Anfängen in der Leichtathletik gefühlt, also wie einer, der gerade frisch mit dem Sport begonnen hat“, erzählt Bergdolt. Nach dem Dagersheimer Waldlauf begann er wieder zu laufen und entwickelte den Ehrgeiz erneut zu alter Stärke zu gelangen.

Bald machte sich das Training bezahlt. „Der Leistungsaufbau geht nach einer Pause deutlich schneller, und so war ich im Dezember nicht einmal mehr eine Minute hinter meiner persönlichen Bestleistung über die zehn Kilometer zurück. Momentan würde ich mein Leistungsniveau als fast ähnlich zu den Vorjahren bezeichnen.“

Der Trainingsrückstand nimmt immer weiter ab, je länger Bergdolt trainiert. Der Sportler weiß aber auch: Ohne die Pause wäre er sicherlich schon schneller unterwegs. „Ich denke, dass es sehr schwierig oder vielleicht sogar unmöglich ist, eine so lange Pause zu machen und trotzdem irgendwann einmal die absolute Obergrenze des Leistungsniveaus zu erreichen, so wie es ohne Pause möglich wäre.“

Anfang März gab es schon wieder die ersten starken Ergebnisse zu vermelden. Bei den deutschen Crossmeisterschaften in Herten belegte Johannes Bergdolt bei den Junioren den sechsten Platz. Ein Sturz in Runde drei an einem Hindernis warf ihn um fünf Plätze zurück, in der letzten Runde drehte er noch einmal richtig auf und konnte vom dreizehnten auf den sechsten Platz nach vorne laufen. „Johannes hat sich nach einem kritischen Jahr wieder zurückgekämpft“, so das zufriedene Fazit von Trainer Harald Olbrich. Johannes Bergdolt selbst war eher überrascht vom starken Ergebnis. „Ich wusste aber, dass ich wieder die alten Leistungsniveaus erreichen kann. Ich bin ja auch nicht der erste Sportler, der einmal eine längere Pause gemacht hat.“

Nach zuletzt starker Leistungssteigerung folgte im diesjährigen Trainingslager dann ein kleiner Rückschlag. Gleich am zweiten Tag bekam Bergdolt einen Schlag mit einem Stock auf seine entzündete Achillessehne. „Ich konnte nicht mehr schmerzfrei laufen. Deshalb bin ich die Tage darauf sehr viel Fahrrad gefahren.“ Kurz vor Ende des Trainingslagers konnte der Athlet wieder schmerzfrei laufen und zwei Tage intensiv trainieren. „Das Trainingslager bestand so aus sehr viel Ausdauertraining und kaum Tempotraining.“

In diesem Jahr will sich Johannes Bergdolt voll auf die 5000 Meter konzentrieren, die Form ist nach dem unglücklichen Unfall im Trainingslager allerdings noch nicht die allerbeste. „Die Tempohärte wird noch fehlen, aber bis zum Saisonhöhepunkt sind es auch noch dreieinhalb Monate“, sagt der Läufer, der die deutschen Juniorenmeisterschaften anpeilt.

Zunächst steht aber ein erster Formtest bei den baden-württembergischen Langstreckenmeisterschaften an. Bergdolt startet über die 5000 Meter. Anfang Mai ist ein Staffelwettkampf über 3 x 1000 Meter geplant, dann folgt das Meeting in Pliezhausen. Das große Saisonziel ist es, bei den deutschen U23-Meisterschaften eine Medaille zu gewinnen und damit nahtlos an frühere Erfolge anzuknüpfen. Seine Trainingspause will Johannes Bergdolt auf jeden Fall schnell vergessen machen.

Presse | Leichtathletik | 13.04.2016

Die Europareise der Sindelfinger Asse

Die Vorbereitung auf die kommende Freiluftsaison ist in vollem Gange, die Leichtathleten des VfL Sindelfingen wollen auch in diesem Jahr Vollgas geben und haben sich deswegen intensiv vorbereitet. Weil das im warmen Süden noch besser geht, haben sich zahlreiche Trainingsgruppen auf nach Italien, Spanien oder Portugal gemacht.

Nach Magaluf auf Mallorca ging es für das Sindelfinger Sprintteam unter Trainer Sebastian Marcard. Langhürdensprinter Yannik Frers hat gute Trainingseinheiten und viel Motivation mitgenommen. Nun steht einer guten Freiluftsaison des DM-Finalisten von Nürnberg nichts mehr im Wege. „Mein Trainingslager lief super. Wir hatten perfekte Bedingungen, somit konnte ich optimal trainieren“, sagt Frers.

„Wir haben den Schwerpunkt auf die Rhythmisierung gelegt, da ich in dieser Saison ein bisschen was umstellen möchte“, so das 400-Meter-Hürden-Ass, das für seinen Saisoneinstieg das Läufermeeting in Pliezhausen Anfang Mai im Auge hat.

Auch Vereinskamerad Alexander Schif genoss die guten Bedingungen in Magaluf. „Wir haben hauptsächlich an meinen schwachen Grundlagen gearbeitet“, sagt der 400-Meter-Läufer.

Johannes Wiesner verbrachte mit seiner Trainingsgruppe um Trainer Peter Wiesner eine Woche in Monte Gordo. Wiesner musste lange seine Verletzungen auskurieren, nun arbeitet der Sprinter an seinem Comeback. „Damit konnte ich im Trainingslager sehr gute Fortschritte machen“, so Wiesner. Bei guten Trainingsbedingungen absolvierte er die ersten läuferischen Einheiten, auch Kraft und Sprungeinheiten standen auf dem Programm.

Auf deutschem Boden blieb Tobias Dahm. Wie schon in den letzten Jahren nutzte er die erstklassigen Trainingsbedingungen in Kienbaum, nahe Berlin, für seine Saisonvorbereitung. Anstrengende Einheiten standen auf dem Programm und der Sindelfinger meint: „Mir geht es gut, ich bin aber noch ziemlich tot vom Training.“ Nachdem er in der vergangenen Hallensaison erstmals die 20 Meter übertreffen konnte und es zu einem achten Platz bei den Hallen-Weltmeisterschaften und dem deutschen Meistertitel schaffte, will Tobias Dahm nun nahtlos an seine starken Leistungen anknüpfen.

„Ich hoffe, ich fahre die Linie aus dem Winter weiter“, sagt Tobias Dahm, der seinen Saisoneinstieg noch nicht geplant hat. „Das mache ich von meinem Befinden abhängig.“

Auch Simon Bayer feilte in Kienbaum an seiner Form. „Ich konnte meine Grundlagen im Bereich Kraft und Technik weiter ausbauen und werde in Nürtingen einen Test-Wettkampf machen. Mein offizieller Einstieg ist dann in Wiesbaden.“

Pech hatte dagegen Patrick Oehler. Er war mit der Sindelfinger Läufergruppe um Trainer Harald Olbrich wieder einmal in Milano Marittima. Doch der 26-Jährige wurde krank und musste mit Fieber das Bett hüten. „Deswegen habe ich mich verschlechtert“, so Oehler, der beim Pliezhausener Läufermeeting in die Saison einsteigen will.

Den größten Abstand zum Sindelfinger Trainingsalltag nahm Eva Baur. Die Sprinterin hatte sich in den letzten Jahren immer wieder mit größeren und kleineren Verletzungsproblemen herumschlagen müssen, ein Trainingslager in Arizona im US-Bundesstaat Phoenix sollte nun der Startschuss in eine neue Zeit sein.

Gleich vier Wochen verbrachte die Sindelfingerin vor Ort und ist von den Resultaten begeistert. „Es hat superviel Spaß gemacht und ich habe extrem viel gelernt.“ Die 24-Jährige stellte ihre Beschleunigungstechnik um und startet nun noch schneller in ihre Rennen. „Da ist noch viel Luft nach oben. Mit der neuen Technik habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt, allerdings wird es natürlich noch ein paar Wochen brauchen, bis das so klappt, wie ich will“, sagt Baur. Ihr Einstieg in die Freiluftsaison wird vermutlich Anfang Mai sein.

Daheimgeblieben ist dagegen Florian Gaul. Auch er blickt zuversichtlich auf die kommende Saison. „Das Training läuft so weit ganz gut und ich bekomme meinen Rücken so langsam in den Griff“, sagt Gaul, der in der Hallensaison 2015 noch von einem Bandscheibenvorfall außer Gefecht gesetzt wurde, 2016 aber schon die Bronzemedaille holte.

Presse | Leichtathletik | 23.03.2016

Olympische Spiele im Miniformat

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro veranstaltete die Kreissparkasse Böblingen zusammen mit der Leichtathletikabteilung des VfL Sindelfingen im Sindelfinger Glaspalast zum fünften Mal die Knaxiade.

Insgesamt nahmen 540 Jungen und Mädchen zwischen fünf und elf Jahren aus dem Landkreis Böblingen an der „Mini-Olympiade“ im Glaspalast in Sindelfingen teil. Dabei durften die Kinder in den vier Disziplinen Zonenweitsprung, Weitwurf, Hindernisspringen und Hochsprung aus dem Stand antreten.

Alle Teilnehmer erhielten als Auszeichnung für die erbrachte sportliche Leistung eine Urkunde sowie ein kleines Geschenk. Die Siegerehrung, bei der die drei jahrgangsbesten Mädchen und Jungen zusätzlich geehrt werden, findet im kommenden Monat in der Kreissparkasse Böblingen statt.

Unterstützt und professionell betreut wurden die Kinder von den national und international erfolgreichen Sportlern des VfL Sindelfingen Nadine Hildebrand, Sabrina Lindenmayer und Florian Gaul.

Verkürzt wurde den Kindern die Wartezeit zwischen den einzelnen sportlichen Stationen durch Kinderschminke und Bubblefußball.

Die Knaxiade ist eine Veranstaltung für Kinder, bei der es keine Verlierer gibt, sondern nur Gewinner nach dem olympischen Gedanken: „Allein das Mitmachen zählt“. Ziel ist es, dem Bewegungsmangel bei Kindern entgegenzuwirken und sie für den Sport zu begeistern.

Als „Olympia Partner Deutschland“ unterstützt die Kreissparkasse Böblingen den Spitzensport und die Eliteschulen des Sports. Dabei gelten die Schulen als Bindeglied zwischen dem Breitensport und dem Spitzensport.

Zusätzlich werden das Deutsche Sportabzeichen und die Sportvereine im Kreis Böblingen gefördert und somit der Breitensport. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz setzt sich die Kreissparkasse Böblingen auf regionaler Ebene in der Breite und auf nationaler Ebene an der Spitze für den Sport ein.

Die Kinder konnten sich bei der Knaxiade am Wochenende im Sindelfinger Glaspalast auch im Ballwurf versuchen. Bild: z

Presse | Leichtathletik | 21.03.2016

Tobias Dahm überzeugt bei der Hallen-WM

Tobias Dahm feierte in der Nacht auf Samstag den größten Erfolg seiner Karriere. Der Kugelstoßer des VfL Sindelfingen schaffte es bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Portland im US-Bundesstaat Oregon sogar bis in den Endkampf. Der Zwei-Meter-Mann der Blau-Weißen überzeugte bei seinem zweiten Auftritt im Nationaltrikot. Und trotz seiner Top-Leistung, ganz zufrieden war Tobias Dahm nicht mit den Bedingungen vor Ort und seinem Ergebnis.

Alles begann bei einem Kugelstoßmeeting im Februar. Tobias Dahm, der endlich die 20-Meter-Marke übertrumpfen wollte, nach- dem er in den letzten Jahren wieder und wieder gescheitert war, gelang der Befreiungsschlag. Es hatte sich schon in den vorherigen Wettkämpfen angekündigt, dass Dahm ganz nah dran war sein großes Ziel zu erreichen. In Rochlitz wurden 19,99 Meter gemessen, ein verflixter Zentimeter an der großen Zwanzig vorbei.

Beim Kugelstoßmeeting in Sassnitz hatte der Fluch dann ein Ende. Gleich mehrmals durchbrach Tobias Dahm seine persönliche Schallmauer und das mehr als deutlich. Der weiteste Stoß wurde mit 20,56 Metern gemessen. Seine Bestleistung steigerte der 28-Jährige um mehr als einen halben Meter. Vor allem aber knackte Tobias Dahm die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften. Ein Ziel, das der Sportler so gar nicht auf dem Zettel hatte.

Am Freitag um 18.45 Uhr Ortszeit trat der Sindelfinger in den Kugelstoßring. Wer seinen Auftritt in Deutschland verfolgen wollte, musste sich um kurz vor drei Uhr nachts vor den Fernseher setzen. Im hochklassigen Kugelstoß-Feld befanden sich gleich acht Athleten, die eine Bestweite jenseits der 21-Meter-Marke aufzuweisen hatten. Mittendrin Tobias Dahm, erst seit gut einem Monat in der Szene zum „richtigen Kugelstoßer“ und 20-Meter-Stoßer geadelt.

Auch deswegen war Dahm vor seinem Auftritt mächtig nervös. In Versuch eins ging noch nichts so recht zusammen. 19,40 Meter. Zu wenig, um im Top-Feld bestehen zu können. Im zweiten Durchgang dann zeigte Tobias Dahm, dass er sich zu Recht im hochklassigen Kugelstoßer-Feld befindet. Die schwere 7,26-Kilogramm-Kugel flog und flog und landete erst jenseits der 20-Meter-Marke. Dahm jubelte mächtig, dieser Stoß war ihm gelungen. Gemessen wurden starke 20,22 Meter. Eine Weite, die zeigt: Der Sportler der Blau-Weißen behält auch bei großen Wettkämpfen die Nerven und kann sein Leistungspotential abrufen.

Auch einem anderen gelang im zweiten Durchgang ein ganz weiter Stoß. Der Neuseeländer Tomas Walsh lies die Kugel auf 21,60 Meter fliegen und setzte sich damit an die Spitze des Feldes. Mit seinem ersten 20-Meter-Stoß auf internationalem Parkett schaffte es Tobias Dahm sogar in den Endkampf der besten acht Stoßer. Auch wenn Dahm in seinen verbleibenden Versuchen nicht mehr über seine Tagesbestweite hinauskam, den achten Platz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften konnte ihm keiner mehr nehmen. Ärgerlich aber ist, dass auf die Plätze sieben und sechs nur ein, beziehungsweise zwei Zentimeter fehlen.

Gold gewann der Neuseeländer Tomas Walsh, der sich im sechsten Versuch auf 21,78 Meter steigerte. Dahinter wurden die Medaillen an den Rumänen Andrei Gag und Filip Mihaljevic aus Kroatien vergeben. Etliche starke Athleten ließ Tobias Dahm aber auch hinter sich. „Der Wettkampf war nicht sehr einfach. Das hat man auch daran gesehen, dass etliche 21-Meter-Stoßer bereits im Vorkampf rausgeflogen sind. Ich selbst war sehr nervös“, gesteht Dahm nach seinen ersten Weltmeisterschaften.

Auch wenn der Athlet des VfL Sindelfingen mit seiner Leistung voll und ganz zufrieden sein darf, er hat sich immerhin in die Top Acht der Welt gestoßen und erneut beweisen, dass die Zwanzig-Meter-Marke kein Hindernis mehr darstellt, ein wenig hadert der 28-Jährige doch. „Die Stimmung war o.k, nicht überragend. Was mich viel mehr gestört hat war, dass der Ring im Prinzip sehr rutschig war und ich vorne links immer gerutscht bin“, sagt Dahm. Durch den rutschigen Ring hatte Dahm Probleme, sein Stemmbein zu setzen, der Druck auf die Kugel fehlte. Nur in Versuch zwei klappte das Durchdrücken des Stoßes. „Die Stöße waren nicht so besonders, nur der über 20,22 Meter hat sich ganz gut angefühlt“, so Dahm. Er weiß aber auch: „Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass ich Achter werde hätte ich es nie geglaubt.“

Info

Mehr zu Tobias Dahm und die Sindelfinger Leichtathleten steht im Internet unter www.leichtathletik-sindelfingen.de

Der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm im Trikot der deutschen Nationalmannschaft beim Endkampf in Portland. Bild: John G. Mabanglo / picture alliance / dpa

Presse | Leichtathletik | 18.03.2016

Tobias Dahm betritt die WM-Bühne

Im US-Bundesstaat Oregon haben die Hallen-Weltmeisterschaften bereits gestern mit den Stabhochsprung begonnen. Heute betritt auch Tobias Dahm zum zweiten Mal in seiner Karriere das internationale Parkett bei Meisterschaften. Im Kugelstoßen der Männer sind 19 Athleten aus 15 Ländern vertreten. Dahm hält die deutschen Farben hoch, verzichtet doch Dauerkonkurrent David Storl in diesem Jahr auf eine Hallensaison. Gleich sechs Sportler im Feld konnten die 21-Meter-Marke bereits übertreffen. Tobias Dahm ordnet sich mit seiner Bestweite von 20,56 Metern im Mittelfeld ein. Um 18.50 Ortszeit gilt: Ring frei für die Kugelstoßer. Wer den Wettkampf in Deutschland verfolgen will, muss allerdings lange wach bleiben. Acht Stunden Zeitverschiebung lassen das Finale in Sindelfingen erst um 2.50 Uhr in der Nacht zum Samstag beginnen. Tobias Dahm ist guten Mutes. Die Anreise verlief sehr gut. Die Bedingungen stimmen: „Die Anlage und die Halle sind sehr schön. Ich will mich gut präsentieren und Spaß haben. Außerdem Erfahrung sammeln und mich gut gegen die starke Konkurrenz verkaufen.“ – sd – / Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 16.03.2016

Vier VfL-Mädchen knacken den Rekord

Die regionalen Schüler-Meisterschaften im Glaspalast sorgten wieder für einen stimmungsvollen Ausklang der Wintersaison für die jungen Leichtathleten der Region.

Neu eingeführt wurden die 6x50m, die für die gemischten U12-Teams in Bahnen gelaufen wurden. Nicht zu schlagen war das Sindelfinger Sextett mit Eucheria Lenson, Hannah Gotsch, Jannik Zügel, Silas Wahl, Lennart Specht und Lia Hage, welches nach 46,15 Sekunden ins Ziel kam. Die 800 Meter waren die einzige Einzeldisziplin dieser Altersklasse, auch hier konnte der VfL durch Jannik Zügel eine Medaille sichern, seine 2:39,13 Minuten reichten für Bronze.

Auch die beiden U14 Staffeln über 4x50 Meter waren fest in Sindelfinger Hand. Felix Krauß, Axel Walther, Michael Bergdolt und Florian Burkhardt reichten solide 28,28 Sekunden zum Sieg. Nika Cvetnic, Darja Halawani, Sophia Stähle und Luca Bialdyga waren eine Klasse für sich und erreichten mit 27,31 Sekunden eine Zeit, die seit sechs Jahren nicht mehr von einer Sindelfinger Mädchenstaffel gelaufen wurde.

Nika Cvetnic durfte sich über die 60 Meter bei den W13 in 8,64 Sekunden über Silber freuen vor Sophia Stähle in 8,78 Sekunden. Silber gab es auch bei den Jungs, hier kam Axel Walther nach 8,70 Sekunden ins Ziel vor Timo Schnermann vom SV Nufringen mit 8,74 Sekunden. Im Weitsprung wurde der Nufringer Zweiter mit guten 5,04 Metern. Beim Kugelstoßen ging der zweite Platz an Ole Schittenhelm von der Spvgg Holzgerlingen mit 8,57 Meter vor VfL-Starter Alexander Krebs mit 8,20 Meter.

Zwei Podestplätze gab es für die Mädchen des VfL, Sophia Stähle wurde Zweite mit 7,98 Metern vor Janine Girmond mit einer persönlichen Bestleistung von 7,68 Metern. Ihr wurde auch eine besondere Ehre zuteil. Sie gewann den Disziplin-Cup 2015, der vom Leichtathletikkreis Böblingen zur Förderung bestimmter Disziplinen initiiert wurde. Sie durfte sich daher über eine Siegerehrung mit Pokal und T-Shirt für den Gesamtsieg beim Kugelstoßen W12 freuen. Die beiden anderen Geehrten waren Luis Messner vom SV Nufringen für den Sieg beim Kugelstoßen der M13 sowie Toni Zimmermann von der Spvgg Renningen bei den M12.

Im Weitsprung und über die 60 Meter der Altersklasse W12 dominierte Seraphina Schaber von der Spvgg Holzgerlingen, im Weitsprung siegte sie mit 4,49 Metern, über 60 Meter in 8,61 Sekunden.

Dritter des Weitsprungs bei den Jungs wurde Leon Reichardt von der Spvgg Holzgerlingen mit 4,25 Metern. Er wurde auch Zweiter über 60 Meter in 8,83 Sekunden und Zweiter über 800 Meter in 2:33,68 Minuten.

Exklusiv für die älteren Schüler U16 wurde der Stabhochsprung angesetzt, allerdings nur mit insgesamt drei Teilnehmern. Jeweils mit persönlichen Bestleistungen gingen die VfL-Starter Paul Specht mit 2,50Metern bei den M14 und Jacqueline Hamann bei den W14 mit 2,90 Metern aus dem Wettbewerb. Deutlich höher ging es für Luca Jakob, der M15-Starter des TSV Dagersheim meisterte 4,10 Meter. Zudem wurde er Zweiter über 60 Meter in 8,12 Sekunden. Manuel Krebs wurde im Hochsprung mit 1,55 Metern Dritter. Mit neuer Bestleistung im Kugelstoßen von 10,59 Metern wurde Krebs ebenfalls Dritter.

Ein Jahrgang darunter konnte Benjamin Fischer seine starke Sprintform als Zweiter mit 7,92 Sekunden unter Beweis stellen. Über 800 Meter gab es einen Start-Ziel-Sieg von Ron Eckenbach von der Spvgg Holzgerlingen. Er siegte in 2:11,64 Minuten vor Henri Stöckermann vom SV Nufringen mit 2:15,28 Minuten.

Neuzugang Nina Nawroth konnte ihren ersten Sieg im VfL-Trikot feiern. Das Kugelstoßen der W15 ging mit 9,12 Metern an sie, eine weitere Medaille für den Kreis sicherte Emely-Sue Rudolf als Dritte mit 8,82 Metern. Silber holte Nawroth im Hochsprung mit 1,45 Metern höhengleich vor Vereinskameradin Franziska Lang. Marietta Kauer vom SV Nufringen wurde mit neuer Bestzeit von 8,23 Sekunden Zweite.

Bei den W14 konnte sich Pia Kohler vom VfL mit 8,52 Sekunden den Silberrang holen. Dritte wurde Jacqueline Hamann in 8,69 Sekunden. Eine weitere Bronzemedaille holte Hamann im Hochsprung mit 1,45m.

Allerdings musste das VfL-Quartett der U16-Mädchen über die 4x100 Meter trotz schnellster Zeit wegen Überschreitung der Wechselmarke disqualifiziert werden. Hier siegte die StG Schönbuch-Nord in 54,35 Sekunden vor dem SV Nufringen in 54,62 Sekunden.

Presse | Leichtathletik | 11.03.2016

Gaul springt auf Wolke sieben

Florian Gaul ist einer der Überflieger des VfL Sindelfingen. Der Stabhochspringer ließ sich auch von einem schweren Rückenleiden nicht stoppen und krönte seine starke Wettkampfserie bei den deutschen Meisterschaften mit Bronze.

Der 24-Jährige ist Sportler durch und durch. Neben seinem Studium an der Universität Stuttgart steckt er viel Zeit in seine Leidenschaft, das Stabhochspringen. Daran änderte der letzte schwere Rückschlag nichts. Ende 2014 wird bei Gaul ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

Es folgt eine lange Pause, die Hallensaison 2015 muss der Athlet des VfL Sindelfingen auslassen. Doch schon im Sommer meldet sich Florian Gaul zurück. Dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeut Martin Kober sind die Rückenprobleme bald Geschichte. Mit dem Springen beginnt Gaul früher als erwartet. „Die Saison lief dann den Umständen entsprechend gut. Ich habe mir hauptsächlich wieder die Sicherheit erarbeitet“, sagt Gaul. Im August schwingt er sich sogar auf eine neue persönliche Bestleistung von 5,53 Metern.

Seitdem klappt es wie am Schnürchen. Gaul trainiert beschwerdefrei. Am wichtigsten aber: Gaul springt seit dem letzten Jahr ohne größere Unterbrechungen. „Die Vorbereitung lief sehr gut. Der Gesamtablauf wird immer sicherer und es fällt einem leichter, die Technik zu verbessern“, sagt der Stabhochspringer, der damit eine gute Grundlage legte. Gaul arbeitet nun aktiver am Stab und kann so auch mit weicheren Stäben hohe Höhen überwinden. „Den Sprung über 5,60 Meter habe ich zum Beispiel mit einem Stab gemacht, mit dem ich in der vergangenen Saison gerade mal 5,40 Meter geschafft habe. Das zeigt, dass die Technik auf einem guten Weg ist.“

Florian Gauls neue Stärke zeigt auch ein Blick auf die Ergebnislisten. In fünf von sechs Wettkämpfen springt Gaul 5,50 Meter oder höher. Seinen besten Flug zeigt er beim Hallenmeeting in Chemnitz eine Woche vor den deutschen Meisterschaften. Der VfL-Athlet überquert 5,60 Meter und stellt eine starke neue Bestleistung auf. Damit kommt auch eine Medaille in Reichweite. Und tatsächlich: Leipzig bleibt ein gutes Pflaster für den 24-Jährigen. 2014 gab es für ihn Silber, nun springt für Gaul die Bronzemedaille heraus.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Hallensaison. Ich bin so konstant wie noch nie über 5,50 Meter gesprungen und konnte auch endlich meine Bestleistung auf 5,60 Meter steigern. Die Bronze-Medaille war dann noch ein schöner Abschluss“, freut sich Florian Gaul. Doch lange wird sich der Sportler nicht auf den Lorbeeren ausruhen können. Nach einer kurzen Pause steht die Vorbereitung für die Sommersaison an. Im Training soll vor allem die Sprungtechnik im Fokus stehen. Auch die Zubringerleistungen, wie etwa Sprintzeiten oder Kraftwerte, sollen sich verbessern. „Die sind nämlich noch nicht da, wo ich sie gerne hätte.“

Für die Wettkämpfe im Freien hat sich Florian Gaul einiges vorgenommen. Er will die 5,70 Meter überfliegen und sich weiter in die deutsche Spitze vorarbeiten. „Wenn ich gut durch die Vorbereitung komme, kann ich das schaffen.“ Und er denkt noch weiter: Langfristig ist es ihm am wichtigsten verletzungsfrei zu bleiben: „Als Stabhochspringer hat man das Glück, dass es sehr viele schöne Wettkämpfe gibt. Ich bin diesen Winter im Zirkuszelt in Merzig und im Einkaufszentrum in Potsdam gesprungen. Und im Sommer finden viele Meetings auf Marktplätzen oder in Sindelfingen sogar im Freibad statt. Das macht einen riesen Spaß.“

Hat in diesem Winter viele Höhen übersprungen und bei der deutschen Meisterschaft die Bronzemedaille gewonnen: der Sindelfinger Florian Gaul. Bild: Drechsel/A

Presse | Leichtathletik | 03.03.2016

DLV nominiert Tobias Dahm für WM

Mit einem sehr jungen Team von zwölf Athleten nimmt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) an den bevorstehenden Hallen-Weltmeisterschaften vom 17. bis 20. März in Portland im US-Bundesstaat Oregon teil. Einer davon ist der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm. Jüngstes Teammitglied ist U20-Sprinterin Chantal Butzek (LC Paderborn). DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska: „Wir werden ein junges Team zur Hallen-WM nach Portland schicken, das dort Erfahrung sammeln soll und sich zu großen Teilen erstmals in einem harten internationalen Wettbewerb auf Weltniveau beweisen kann.“ Der deutsche Kader besteht aus Tobias Dahm (VfL Sindelfingen), Hürdensprinter Martin Vogel (LAC Erdgas Chemnitz), Stabhochspringer Carlo Paech (TSV Bayer 04 Leverkusen), Dreispringer Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz) und Siebenkämpfer Mathias Brugger (SSV Ulm 1846) bei den Männern. Bei den Frauen am Start: die Sprinterinnen Tatjana Pinto und Chantal Butzek (beide LC Paderborn), Mittelstrecklerin Christina Hering (LG Stadtwerke München), Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (TSV Bayer 04 Leverkusen), Weitspringerin Alexandra Wester (ASV Köln), Dreispringerin Kristin Gierisch (LAC Erdgas Chemnitz) und Kugelstoßerin Lena Urbaniak (LG Filstal). – z –

Tobias Dahm ist bei der WM in Portland dabei. Bild: Drechsel/A

Presse | Leichtathletik | 02.03.2016

Die blau-weißen Bronze-Girls überzeugen

„Das Stadtwerke Hallensportfest im Glaspalast ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Wettkampfkalenders.“ Diese Aussage von Veranstaltungschef Dieter Locher wird unterstrichen von der hohen Meldezahl von über 660 Nachwuchssportlern, darunter auch zahlreiche junge VfL-Athleten, die sich bei ihrem Heimspiel präsentieren wollten.

Traditionell stark ist der VfL bei den Staffeln vertreten, wo bei allen angetretenen Teilnehmern auch Medaillenränge heraussprangen. Angefangen bei den Jüngsten der U12. Hier wurde der Sieg der 6x40-Meter- Pendelstaffel durch den Verlust des Ringes kurz vor Schluss verschenkt, doch Tammes Ripke, Eucheria Lenson, Lennart Specht, Milena Fritsch, Hannah Gotsch und Lia Hage durften sich zumindest noch über Platz drei freuen. Denselben Rang erreichten die Jungs der U14-Staffel über 4x50-Meter. Felix Krauß, Axel Walther, Carlos Toscano und Florian Burkhardt wechselten solide und erreichten nach 28,03 Sekunden das Ziel.

Noch besser machten es die Mädchen. Nika Cvetnic, Darja Halawani, Sophia Stähle und Aliyah Klein konnten nach 27,82 Sekunden zeitgleich mit den Zweitplatzierten den Sieg ins Ziel retten. Nicht ganz so stark die Vorstellung der jungen Sindelfinger in den Einzeldisziplinen. Die beste Platzierung erzielte Nika Cvetnic als Fünfte über 60 Meter der W13 in 8,59 Sekunden. Sophia Stähle als Zweite des B-Finales konnte sich auf 8,76 Sekunden verbessern. Sein B-Finale gewann bei den gleichaltrigen Jungs Axel Walther in 8,72 Sekunden. Felix Krauß wurde hier Fünfter in 8,96 Sekunden. Als einziger Kreisvertreter im A-Finale stand Timo Schnermann vom SV Nufringen als Dritter in 8,55 Sekunden.

Gute Leistungen auf der Mittelstrecke zeigten gleich vier verschiedene Jahrgänge des VfL-Nachwuchses. Felix Krauß landete über 800 Meter bei den M13 in 2,44,73 Minuten auf Platz zehn. Carter Lindsey erreichte bei den M12 als Siebter nach 2,42,46 Minuten die Ziellinie und bei den M11 absolvierte Jannik Zügel die vier Runden in 2,41,78 Minuten, was für Silber reichte. Bei den M10 wurde Silas Wahl mit 2,54,43 Minuten Vierter.

Bei den M12 zeigten zwei Jungs von der SV Böblingen eine starke Vorstellung, die sogar noch dem Jahrgang 2005 angehören. Timo Häusel wurde Fünfter über 60 Meter in 8,69 Sekunden und Luca Novodomsky konnte mit starken 4,92 Metern den Weitsprung für sich entscheiden.

Auch bei den U16 konnte der VfL wieder ein gutes Staffelergebnis vorweisen. Platz drei war die Ausbeute von Nina Nawroth, Jacqueline Hamann, Kim Bödi und Franziska Lang. Sie liefen die 4x100 Meter in 53,77 Sekunden. Aus gutem Grund absolvierten die Mädchen nur wenige Einzeldisziplinen. Nina Nawroth wurde mit 8,74 Metern Siebte im Kugelstoßen der W15. Hier konnte sich ein Trio vom TSV Dagersheim weit vorne platzieren, Nina Papazoglou wurde Fünfte mit 8,90 Metern. Auf Platz vier kam Julia Pusskeiler mit 8,96 Metern und Platz zwei erreichte Emely-Sue Rudolf mit 10,13 Metern.

Franziska Lang konnte im Hochsprung der W15 mit 1,45 Metern eine neue Bestleistung aufstellen und wurde dort Vierte. Jacqueline Hamann gelang im Stabhochsprung mit 2,80 Metern ebenso eine Bestleistung und erreichte Rang zwei. Weitere gute Ergebnisse für den Kreis erzielte Kathrin Binder von der Spvgg Holzgerlingen, die bei den W14 über 800 Metern nach 2,47,57 Sekunden als Vierte ins Ziel kam. Über die 60 Meter der W15 wurde Marietta Kauer vom SV Nufringen Dritte in 8,35 Sekunden. Julia Pusskeiler landete auf Platz fünf in 8,51 Sekunden.

Ihr Dagersheimer Vereinskamerad Luca Jakob war wieder viel beschäftigt, wurde bei den M15 Vierter über 60 Meter in 8,13 Sekunden und sorgte beim Stabhochsprung für den höchsten Sprung des Tages mit neuer Bestleistung von 4,11 Metern. Im Hochsprung wurde Jakob Vierter mit 1,60 Metern. Hier musste er sich Manuel Krebs vom VfL geschlagen geben, der seine starke Form bestätigen konnte und mit 1,65 Metern gewann. Zudem wurde er Fünfter im Kugelstoßen und pulverisierte mit 10,14 Metern seine Bestleistung. Ein Jahrgang darunter hieß der Sieger im Hochsprung Ron Eckenbach von der Spvgg Holzgerlingen, er überwand 1,55 Meter. Auch zwei Sindelfinger waren bei den M14 am Start, Paul Specht überwand im Stabhochsprung als Dritter 2,30 Meter und Finn Roller wurde Zehnter über 800 Meter in 2,37,48 Minuten.

Der Grund für die samstägliche Zurückhaltung einiger VfL-Athleten waren die württembergischen Mehrkampfmeisterschaften, die am Sonntag in den Ulmer Messehallen stattfanden. Hier zeigte ein Mädchen-Trio beim Fünfkampf der U16 was in ihnen steckt. Bei den W14 konnte sich Jacqueline Hamann mit 2353 Punkten als Neunte einreihen. Im Kugelstoßen verbesserte sie sich auf 8,61 Meter. Bei den W15 konnte sich Kim Bödi durch ihre abschließenden 800 Meter in starken 2,29,31 Minuten noch um etliche Plätze verbessern und landete mit 2378 Punkten auf Rang elf.

Ein Platz dahinter rangierte Nina Nawroth mit 2362 Punkten. Ihr brachten die 10,02 Sekunden über 60-Meter-Hürden die meisten Zähler. Trainerin Birgit Hamann: „Die Mädels haben bis zuletzt tapfer gekämpft. Besonders freut mich, dass sie, obwohl sie körperlich der Konkurrenz unterlegen waren, in der Teamwertung die Bronzemedaille erzielt haben.“

Nur knapp neben den Medaillen lag Nico Hamann beim Siebenkampf der U20. 4486 Punkte bedeuteten Rang vier. Herausragend hierbei seine Verbesserung im Stabhochsprung um 18 Zentimeter auf nunmehr 4,40 Meter.

Eine lange verletzungsbedingte Durststrecke zu überwinden hatte der ein Jahr jüngere Niklas Burkhardt, der seinen ersten Mehrkampf seit anderthalb Jahren erfolgreich bestritt.

Einige persönliche Bestleistungen fielen hierbei, über einen halben Meter konnte er sich im Weitsprung auf 6,12 Meter steigern. Er wurde mit 4207 Punkten am Ende Sechster.

Strahlende Gesichter: Jacqueline Hamann, Kim Bödi und Nina Nawroth freuen sich über die Bronzemedaille bei den württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Ulm. Bild: Burgstahler.

Presse | Leichtathletik | 29.02.2016

Alle VfL-Trümpfe stechen in Leipzig

Gold, Silber und Bronze. Einmal den kompletten Medaillensatz haben die Leichtathleten des VfL Sindelfingen, namentlich Tobias Dahm (Gold im Kugelstoßen), Nadine Hildebrand (Silber über 60 Meter Hürden) und Florian Gaul (Bronze im Stabhochsprung) am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig abgesahnt.

Alle Medaillenhoffnungen haben sich erfüllt, und die Blau-Weißen haben mit der maximalen zu erwartenden Ausbeute die Heimfahrt angetreten. „Das ist ein tolles Ergebnis für Sindelfingen. Alle Athleten konnten ihre Leistung abrufen“, freut sich Harald Olbrich, beim VfL Sindelfingen verantwortlich für den Leistungssport.

Der neue deutsche Meister im Kugelstoßen heißt Tobias Dahm. Der 28-jährige Sindelfinger siegte am Samstag souverän. Sein Vorsprung betrug mehr als einen Meter. Dahm wurde mit seinem starken Auftritt in Leipzig seiner Favoritenrolle gerecht und zeigte einmal mehr, dass er in den letzten Wochen einen großen Schritt nach vorne gemacht hat.

In Leipzig stand der Sindelfinger dann im Mittelpunkt des Kugelstoßwettkampfes. Eine ungewohnte Situation für den Sindelfinger. Doch Tobias Dahm blieb nervenstark. Schon im zweiten Versuch standen die zwanzig Meter. Exakt 20,00 Meter wurden gemessen. Diese Weite konnte kein Stoßer annähernd übertreffen. Dahm durfte sich über die Goldmedaille und seinen ersten deutschen Meistertitel überhaupt freuen. Zweiter wurde mit 18,74 Metern Robert Dippel. „Der deutsche Meistertitel bedeutet mir sehr viel. Der Wettkampf verlief aber nicht wie erhofft. Die vielen Unterbrechungen haben uns außerdem etwas aus dem Rhythmus gebracht“, sagt Dahm. Für ihn waren die zwanzig Meter das Minimalziel. „Aber Titel ist Titel“, so der Sindelfinger. Nun wird sich Dahm auf die Hallen-Weltmeisterschaften in Portland vorbereiten.

Für noch mehr gute Laune bei den Sindelfingern sorgte Nadine Hildebrand (Bild: Drechsel/A). Die Hürdensprinterin ist von ihrem schweren Eingriff vor gut dreizehn Monaten inzwischen wieder vollständig genesen und zog nach einem Ergebnis von 8,11 Sekunden im Vorlauf souverän ins Finale über die 60-Meter-Hürdenstrecke ein. Im Finale entwickelte sich ein spannendes Rennen zwischen den schnellsten deutschen Hürdensprinterinnen. Am Ende hatte die jahresbeste Deutsche, Cindy Roleder, die Nase vorne. Direkt dahinter folgte Nadine Hildebrand. Sie rannte in starken 8,01 Sekunden ins Ziel und unterbot damit sogar die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften. Wieder einmal ist bewiesen, dass die Sindelfingerin ein Wettkampftyp ist. Wie so oft steigerte sie sich im Endlauf von deutschen Meisterschaften. „Ich habe mit meinem Trainer eine neue Zeitrechnung aufgemacht: nach der Knie-Operation. So gesehen bin ich heute Bestzeit gelaufen und Zweite geworden, habe alles rausgeholt, was möglich war“, sagt Nadine Hildebrand.

„Ich bin natürlich zufrieden. Mehr war nicht drin, vielleicht das eine oder andere Hundertstel wenn rechts von ihr noch eine Athletin gelaufen und nicht eine freie Bahn gewesen wäre“, so Trainer Werner Späth. Nun wird Hildebrand nach einigen Tagen Pause den Aufbau für die Sommersaison 2016 beginnen. Es gilt die Qualifikation für die olympischen Spiele in Rio de Janeiro anzugehen. Die Hallen-Weltmeisterschaften sind kein Thema. „Sie finden zu spät statt“, so Späth.

Für einen starken Schlusspunkt sorgte Florian Gaul (Bild: Drechsel/A). Der Stabhochspringer hat in dieser Saison schon die 5,60 Meter gemeistert und hatte für die deutschen Meisterschaften hohe Ambitionen. „Ich hatte im Vorfeld gedacht, dass mit 5,60 Metern die Bronzemedaille möglich ist“, so Gaul. Raphael Holzdeppe, Favorit des Wettkampfes verletzte sich dann aber im Einspringen. „Damit sind die Chancen auf eine Medaille natürlich gestiegen“, so Gaul. Der Sindelfinger zeigte einen guten Wettkampf, überquerte 5,50 Meter und scheiterte nur knapp im ersten Versuch an den 5,60 Metern. Hinter Daniel Clemens und Carlo Paech gewann der VfL-Athlet die Bronzemedaille. „Dass am Ende 5,50 Meter und der dritte Platz zu Buche stehen, ist ein versöhnliches Ende. Ich wäre allerdings gerne höher gesprungen“, sagt Gaul.

Presse | Leichtathletik | 27.02.2016

Tobias Dahm greift heute nach Gold

Der erste Höhepunkt der Leichtathletiksaison 2016 steht vor der Tür. Die deutschen Hallenmeisterschaften werden heute und morgen in Leipzig ausgetragen. Die zweitägige Veranstaltung ist für viele Athleten gleichzeitig auch der Saisonabschluss.

Nur wenige haben sich entschlossen, in der Olympiasaison an den Hallen-Weltmeisterschaften, die in Portland stattfinden, teilzunehmen. Schließlich findet die WM erst Mitte März statt, zu dieser Zeit stecken die meisten Athleten schon wieder in der Vorbereitung auf die Sommersaison.

Tobias Dahm hat sich dennoch entschieden, mit den Hallen-Weltmeisterschaften zu planen. Der Kugelstoßer des VfL Sindelfingen hat eine wahre Leistungsexplosion hinter sich. Nach fast drei Jahren des Wartens knackte er vor einigen Tagen erstmals die 20-Meter-Marke und auch die Norm für die Weltmeisterschaften.

Vor einer Woche bestätigte er in Bukarest diese Leistung. Es steht fest: Dahm ist zurzeit in Top-Form. Weil der beste Deutsche des letzten Jahres, David Storl, keine Hallensaison absolviert und die Konkurrenz die Kugeln bis jetzt eher verhalten durch die Hallen fliegen ließ, wäre am Wochenende also der Weg frei für Tobias Dahm. Der Sindelfinger stand zwar schon mehrfach bei deutschen Meisterschaften auf dem Podest, die Goldmedaille fehlt ihm allerdings noch in seiner Sammlung.

Doch Dahm will sich bei den nationalen Meisterschaften ganz auf sich konzentrieren. Die Technik soll stimmen, dann klappt der Rest schon von ganz alleine. „Ich möchte durch langes Zuhalten die Kugel maximal lange beschleunigen“, hat sich der 28-Jährige vorgenommen. Heute um 14.15 Uhr heißt es Daumen drücken.

Auch Florian Gaul konnte sich zuletzt erheblich steigern. Der Stabhochspringer schwang sich am vergangenen Wochenende beim Hallenmeeting in Chemnitz erstmals über die 5,60 Meter und stellte eine neue Bestleistung auf. Damit hat der Sindelfinger in dieser Saison die drittbeste Höhe aller Meisterschaftsteilnehmer zu bieten.

Bei den Frauen startet Martina Schultze für die Blau-Weißen im Stabhochspringen. Sie sprang nach einem schwierigen Sommer zuletzt wie befreit auf und will ihre Erfolgsserie auch in Leipzig fortsetzen. Ein Platz unter den Top Acht ist auf jeden Fall in Reichweite.

Nach einer langen Verletzungspause feierte Nadine Hildebrand bei den Landesmeisterschaften im Januar ihr Comeback und zeigte zwei weitere starke Auftritte. Die Sindelfingerin konnte in den letzten Jahren schon fünf Meistertitel sammeln, gleich zwei davon holte sie, 2009 und 2014, bei deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Die schnelle Innenbahn dort ist also ein gutes Pflaster für die Hürdensprinterin.

Trotz des schweren Eingriffs ist Hildebrand inzwischen wieder in guter Form und könnte sogar um eine Medaille mitlaufen. „Sie ist gut drauf. Eine Saisonbestzeit und das Treppchen sind schon drin“, sagt Trainer Werner Späth, der sich sehr über die positive Entwicklung seiner Athletin freut. „Die ursprüngliche Hoffnung für die Hallensaison war eigentlich nach der Operation überhaupt wieder die Hürden wettkampfmäßig laufen zu können.“

Gleich zwei Sindelfinger Nachwuchs-Männer werden bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven am Start sein. Kugelstoßer Simon Bayer gehört der Juniorenklasse an, hat sich inzwischen aber auch die Leistungsfähigkeit erarbeitet, bei den Erwachsenen mitstoßen zu können. „Ich will einfach die Atmosphäre genießen und versuchen das zu verbessern, was ich in den letzten Wettkämpfen falsch gemacht hab. Also ruhig und konzentriert bleiben.“

Nachdem Deniz Almas am letzten Wochenende im 60-Meter-Finale der deutschen Jugendmeisterschaften unglücklich stolperte und damit eine erträumte Medaille verpasste, will er nun in Leipzig einen versöhnlichen Saisonabschluss schaffen. „Ich möchte meine Hallensaison mit einem guten Lauf und gutem Gefühl anschließend, bevor es dann in die Vorbereitung geht“, sagt Almas.

Neben Almas haben auch Romed Guischard und Carsten Theurer die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften geschafft. Beide feiern am Wochenende ihre Premiere bei den nationalen Meisterschaften. „Ich will die gute Hallensaison nun noch zu einem super Abschluss bringen“, sagt Guischard voller Vorfreude auf den Wettkampf.

Auf der 400-Meter-Strecke vertritt Alexander Schif bei seiner DM-Premiere den VfL Sindelfingen.

Eine Silbermedaille hat Tobias Dahm schon im Schrank. Heute soll die goldene Ausführung dazukommen. Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 22.02.2016

Dahm stößt schon wieder über 20 Meter

Tobias Dahm vom VfL Sindelfingen darf sich seit einer Woche 20-Meter-Stoßer nennen, als er seine Bestleistung im Kugelstoßen um mehr als einen halben Meter auf 20,56 Meter steigerte (die SZ/BZ berichtete). In Bukarest bestätigte er jetzt seine Form. Hier startete er mit dem nächsten Stoß über die 20-Meter-Marke in den Wettkampf. 20,30 Meter wurden gemessen, anschließend ließ er 20,17 Meter folgen. „Der Wettkampf war ganz gut, ich war aber vom Training und der Anreise doch etwas müde“, sagt Dahm. „Ich wollte unbedingt zeigen, dass es kein Ausrutscher war.“ – dre –

Presse | Leichtathletik | 22.02.2016

Pechvogel Almas verstolpert Edelmetall

Zwei Mal die Holzmedaille, ein Stolpern im Sprintfinale: Die deutschen Meisterschaften der Jugendlichen in Dortmund und Bochum-Wattenscheid boten für die Leichtathleten das VfL Sindelfingen einiges an Spannung. Die ganz großen Hoffnungen erfüllten sich aber nicht.

Für die besten beiden Platzierungen aus Sindelfinger Sicht sorgte am Wochenende Eric Bundschuh. Der Werfer trat im Kugelstoßen an, wagte sich für das Diskuswerfen der U20 aber auch nach draußen. In den letzten Wochen hatte der Athlet stets mit seinen Leistungen gehadert, eigentlich topfit hatte Bundschuh außerdem mit Schmerzen im linken Fußgelenk zu kämpfen, nachdem er im Training umgeknickt war.

Bei den Jugendmeisterschaften startete er mit einem Stoß auf 16,83 Meter in den Wettkampf. Im Vorkampf konnte er sich noch auf 17,44 Meter steigern, doch erst im Endkampf der besten acht Stoßer drehte er auf. Im vierten Durchgang flog die Kugel zum ersten Mal über die 18-Meter-Marke, Bundschuh arbeitete sich im Gesamtklassement weiter nach vorne. Im letzten Versuch wurde dann eine neue Bestleistung von 18,55 Metern gemessen. Damit sicherte sich der Athlet des VfL Sindelfingen einen guten vierten Platz.

Die Medaillenränge blieben deutlich außer Reichweite. Der drittplatzierte Athlet stieß mehr als einen Meter weiter. „Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Am Anfang habe ich etwas Probleme gehabt, in den Wettkampf zu finden, aber im Finale ging es dann gut weiter“, sagt Bundschuh. Der Drehstoßer hat in den letzten Wochen seine Stoßtechnik verändert, hat nun ein höheres Tempo beim Drehen und setzt das linke Bein schneller. „Deswegen war ich noch sehr unsicher. Es wäre gefühlt noch mehr drin gewesen.“

Am Sonntag dann hatte Bundschuh seinen zweiten Auftritt, diesmal im Diskuswurfring. Der Sindelfinger startete mit einem guten zweiten Versuch in den Wettkampf und steigerte sich in Durchgang drei auf 49,94 Meter. Bei dieser Weite blieb es auch. Erneut verpasste Bundschuh damit die Podestplätze, kann aber mit einem vierten Platz sehr zufrieden sein, hatte er doch eine Endkampfteilnahme als Ziel ausgegeben. Bundschuh hatte sich zuletzt auf das Kugelstoßen spezialisiert und deswegen in den vergangenen Monaten den Diskus zum Training kaum in die Hand genommen.

Platz neun im Diskuswurffinale der U20 belegte Mario Scheufele mit 46,56 Metern.

Pechvogel der Meisterschaften ist Deniz Almas. Der Sprinter war mit großen Ambitionen angereist, schließlich führte er die Meldeliste der männlichen U20-Sprinter an und war die deutschlandweit zweitschnellste Zeit eines Jugendlichen gelaufen. Am Sonntag startete er vielversprechend in seinen Wettkampftag. Mit 6,96 Sekunden gewann er seinen 60-Meter-Vorlauf mit deutlichem Abstand.

Weiter ging es mit dem Zwischenlauf. Hier lies es Almas locker angehen, hatte wohl schon das Sprintfinale im Hinterkopf und schaffte die Qualifikation für den Endlauf als Zweitplatzierter seines Zwischenlaufes. Bei 6,91 Sekunden blieb die Uhr stehen. Erneut eine starke Zeit vom Sindelfinger Sprinter.

Im Finale der besten jugendlichen Sprinter Deutschlands ging es dann um die Mittagszeit um alles. Nach einem schnellen Start passierte dann aber das Unglück: Deniz Almas kam in der Beschleunigungsphase ins Stolpern, die Konkurrenz zog davon und der Sindelfinger hatte das Nachsehen. Er musste hinterherlaufen und kam als geschlagener Achter nach immerhin beachtlichen 6,98 Sekunden ins Ziel. „Vorlauf und Zwischenlauf waren gut, ich war super drauf und bin dann im Finallauf gestolpert und dann war der Lauf schon vorbei“, ärgert sich der Sprinter, der sich eine Medaille ausgemalt hatte. Nun musste Almas ausgerechnet im wichtigen Sprintfinale erfahren, dass speziell über die 60 Meter kein Fehler verziehen wird.

Hunter Ficenec qualifizierte sich mit Platz fünf und neuer Bestleistung im 1500-Meter-Vorlauf für das Finale und erreichte dort am Sonntag Platz zehn mit einer neuen Bestleistung von 4:02,85 Minuten.

Hier sah alles noch gut aus: Seinen Vorlauf gewann Deniz Almas (links) locker, den Zwischenlauf überstand er fast schon im Vorbeigehen – aber das Finale ging komplett in die Hosen. Bild: Görlitz

Presse | Leichtathletik | 19.02.2016

Bundschuh hat zwei Chancen

Die besten Jugendlichen Leichtathleten Deutschlands werden sich am Wochenende spannende Wettkämpfe liefern, in Dortmund und in Bochum-Wattenscheid werden die Titelkämpfe der männlichen und weiblichen U20 ausgetragen. Bei den deutschen Winterwurfmeisterschaften werden in den Altersklassen U18 und U20 in den Disziplinen Speerwurf, Diskuswurf und Hammerwurf die Meister gesucht.

Erneut kann der VfL Sindelfingen nur eine kleine Mannschaft zu den Hallenmeisterschaften schicken. Doch mit Deniz Almas hat der VfL Sindelfingen auch einen Medaillenkandidaten in seinen Reihen. Almas wird im 60-Meter-Sprint an den Start gehen.

Mindestens das Finale will Eric Bundschuh erreichen. Der Werfer plagte sich zuletzt etwas mit seinem linken Fußgelenk herum, ist an sich aber topfit. Bundschuh tritt gleich in zwei Disziplinen, dem Kugelstoßen und dem Diskuswerfen an. „Ich will eine Bestleistung stoßen, und wenn es klappt Platz eins bis drei erreichen“, steckt er sich die Ziele für den Kugelstoßwettkampf hoch, sind doch viele hochkarätige Konkurrenten bei den nationalen Meisterschaften am Start.

Auch im Diskuswurf soll es mindestens ein Platz im Finale der besten acht Werfer sein. Mit Mario Scheufele ist ein zweiter Sindelfinger im Diskuswerfen der U20 am Start. Für den Sindelfinger Neuzugang ist der Endkampf ebenfalls in Reichweite, ist er doch mit der neuntbesten Weite gemeldet.

Finec Hunter hat sich als neuer Athlet in den Sindelfinger Reihen auf Anhieb für die Jugend-Meisterschaften qualifiziert und wird im 1500-Meter-Lauf an den Start gehen.

Wieder einmal ist es Johanna Beyerle, die die Sindelfinger Fahne bei der weiblichen Jugend hochhält. Die Diskuswerferin ist am Sonntagnachmittag auf der Winterwurfanlage an der Reihe und kann es bis in den Endkampf schaffen.

Auf die Meisterschaften verzichten muss Stabhochspringerin Tamara Schaßberger. Als große Sindelfinger Nachwuchshoffnung gehandelt muss sie aufgrund von Verletzungsproblemen die Hallensaison auslassen.

Will bei der deutschen Meisterschaft im Kugelstoßen eine Medaille holen: der Sindelfinger Eric Bundschuh. Bild: Drechsel

Presse | Leichtathletik | 19.02.2016

Die Hoffnung auf den perfekten Lauf

In einem rasanten Tempo hat Deniz Almas seine Leichtathletiksaison 2016 begonnen. Der Sindelfinger Sprinter hat bei seinen ersten Wettkämpfen in diesem Jahr gleich mehrere Bestleistungen aufgestellt und sich mit seinem schnellen 60-Meter-Lauf bei den baden-württembergischen Meisterschaften in die deutsche Spitze der jugendlichen Sprinter katapultiert. Am Wochenende stehen nun die deutschen Jugendmeisterschaften an.

Schon in der letzten Saison war Deniz Almas einer der erfolgreichsten Sportler seines Vereins. Er schaffte es, sich mit der deutschen Staffel für die U20-Europameisterschaften im schwedischen Eskilstuna zu qualifizieren und durfte sowohl im Vorlauf als auch im Finale antreten, hier belegte das deutsche Quartett Platz fünf. In einem starken Jahr mit einer neuen 100-Meter-Bestzeit von 10,74 Sekunden war dieser erste Einsatz bei internationalen Meisterschaften die Krönung für den Sprinter.

Mit entsprechend großer Motivation ging es in die Vorbereitung auf die nächste Saison. Endlich konnte der Sindelfinger ohne Verletzungsprobleme durchtrainieren. Nachdem er in der letzten Hallensaison noch mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte und von Krankheiten ausgebremst wurde, lief das Training nun ohne Hindernisse ab. Nach Weihnachten stand dann noch ein einwöchiges Trainingslager in Saarbrücken an. „Wegen der Fußballtuniere konnten wir zu dieser Zeit ja nicht in den Glaspalast“, sagt Almas. Er ist nach dieser gelungenen Saisonvorbereitung topfit. „Auch beim Krafttraining habe ich mich steigern können. Deswegen habe ich eine Steigerung meiner Leistung erwartet“, sagt Deniz Almas.

Dass er gleich im ersten Wettkampf als Jugendlicher die Norm für die deutschen Meisterschaften der Aktiven unterbieten würde, hätte der 18-Jährige aber wohl kaum gedacht. Doch beim Sindelfinger Hallenmeeting lief alles wie am Schnürchen, die Uhr blieb nach 60 Metern bei 6,92 Sekunden stehen. Nur eine Woche später schaffte es der Athlet, seine Bestleistung erneut zu unterbieten. Bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Karlsruhe stand das Duell mit Philipp Corucle an, das Almas knapp für sich entschied. Der Sindelfinger war überragende 6,85 Sekunden schnell und setzte sich erst einmal an die Spitze der deutschen Jugend-Bestenliste. „Meine Saison läuft bis jetzt sehr gut. Ich bin gut eingestiegen, bei den süddeutschen Meisterschaften war ich aber leider etwas verkrampft.“

Gerade hier sieht er noch Verbesserungspotenzial. „Ich muss lockerer werden. Meine Beweglichkeit ist noch ausbaufähig. Außerdem hat zurzeit meine Reaktion am Start etwas nachgelassen“, gibt sich der Sprinter selbstkritisch.

Nun stehen die deutschen Jugendmeisterschaften vor der Tür. Am Sonntag geht es für Almas auf der 60-Meter-Strecke um alles. Um 10.45 Uhr starten die Vorläufe, eine gute Stunde später finden die Zwischenläufe statt, um 12.35 Uhr steigt dann das Finale der besten acht Jugendlichen der Altersklasse U20.

Und genau zu dieser Zeit möchte auch Deniz Almas in die Startblöcke steigen. Sein großes Ziel ist es, das 60-Meter-Finale zu erreichen. Der Leichtathlet des VfL Sindelfingen hat hierfür eine recht gute Ausgangsposition. Aktuell steht er auf Platz zwei der deutschen Jugend-Bestenliste. Nur Mehrkämpfer Manuel Eitel war in diesem Winter schneller. Der wird in Dortmund aber nicht über die kurze Sprintstrecke an den Start gehen, somit ist Almas schnellster gemeldeter Sprinter.

Dass der Platz auf der Meldeliste aber nichts über das Wettkampfergebnis aussagen wird, ist sich der 18-Jährige im Klaren. Almas weiß, dass selbst die Qualifikation für das Sprintfinale ein ganzes Stück Arbeit wird.

Aber genau das ist es auch, was der Athlet so am Sprinten liebt: „Der direkte Vergleich mit den anderen Sprintern. Man darf sich keine Fehler erlauben, sonst ist das Rennen gelaufen. Man versucht natürlich immer weniger Fehler zu machen, bis man den perfekten Lauf erwischt.“

Presse | Leichtathletik | 18.02.2016

„Olympia ist und bleibt ein Traum“

Er hat sich seinen großen Traum erfüllt: Tobias Dahm vom VfL Sindelfingen hat am Sonntag die 20-Meter-Marke geknackt und damit die Schallmauer in Kugelstoßer-Kreisen durchbrochen. Obendrauf gab es, quasi als Zugabe, die Erfüllung der Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Portland.

Die SZ/BZ hat mit dem Kugelstoßer aus Ostelsheim über seinen erfolgreichen Wettkampf auf Rügen und die weitere Saisonplanung gesprochen.

Tobias Dahm, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer starken Leistung und dem Stoß auf 20,56 Meter beim Kugelstoß-Meeting in Sassnitz. Wie haben Sie Ihren Wettkampf erlebt?

Tobias Dahm: „Beim Einstoßen hat alles schon ganz gut angefangen. Ich habe technisch sauber und weit gestoßen. Das war aber auch bei den letzten Wettkämpfen immer der Fall. Ich habe das gute Einstoßen aber nie in den Wettkampf retten können. Am Sonntag habe ich gedacht: Jetzt fängt das schon wieder an.“

Es kam aber alles anders: Schon im ersten Versuch haben Sie die 20-Meter-Marke geknackt. Die Kugel ist bei 20,46 Metern eingeschlagen.

Tobias Dahm: „Ich habe mich gleich nach dem Stoß schon ziemlich gefreut, die Kugel ist ja deutlich über die 20-Meter-Linie geflogen. Ich war mir aber dann unsicher. Nicht das es wieder 19,99 Meter sind. Als der Kampfrichter dann die Weite gemessen hat, war ich richtig erleichtert, dass ich es endlich geschafft habe.“

Sie haben schon vor gut zweieinhalb Jahren zum ersten Mal nahe an die 20 Meter herangestoßen, seitdem warten Sie auf diesen Stoß. Wie sind Sie damit umgegangen?

Tobias Dahm: „Das war tatsächlich eine ziemliche Belastung für mich. Ständig hat jemand gefragt, wann ich denn endlich die 20 Meter stoße und dann waren es am letzten Wochenende in Rochlitz tatsächlich 19,99 Meter. Mir war aber immer klar, wenn ich es endlich schaffe, stoße ich deutlich über die Marke. Dass es gleich so weit wird, hätte ich nie im Leben gedacht.“

Nach Ihrem ersten Versuch haben Sie im zweiten Durchgang mit einem Stoß auf 20,56 die Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im März in Portland überboten, im dritten Versuch waren es noch einmal 20,35 Meter. Was ist dann passiert?

Tobias Dahm: „Im vierten Durchgang wollte ich voll auf die Kugel gehen. Dabei bin ich leider am Balken hängen geblieben und habe leichte Kapselschmerzen im Knie bekommen. Deswegen habe ich als Vorsichtsmaßnahme den Wettkampf abgebrochen. Es ist aber nichts Ernstes passiert. Die drei Stöße über die 20 Meter zeigen aber: Das war kein Ausrutscher, ich konnte meine Leistung mehrfach bestätigen.“

Meine Trainingsplanung sieht Portland nicht vor

Nun haben Sie die WM-Norm in der Tasche, die deutschen Hallenmeisterschaften stehen vor der Tür. Wie geht die Saison für Sie weiter?

Tobias Dahm: „Ich hatte am kommenden Wochenende einen Start in Bukarest eingeplant. Das haben wir aber vor meinem Wettkampf in Sassnitz beschlossen. Ich habe mich inzwischen entschieden dort auch zu starten. Dann kommen die deutschen Meisterschaften in Leipzig. Ob ich an den Weltmeisterschaften teilnehme, kann ich noch nicht sagen. Ich hatte die 20,50 Meter erst für die Sommersaison im Visier. Meine Trainingsplanung sieht Portland nicht vor, aber ich muss das alles erst einmal sacken lassen, dann sieht man weiter.“

Bei den deutschen Meisterschaften in Leipzig gelten Sie nach Ihrer Leistung nun als Favorit. David Storl lässt die Hallensaison aus, Sie sind zurzeit der beste Kugelstoßer Deutschlands. Was ist in der Sachsenmetropole für Sie drin?

Tobias Dahm: „Ich mache mir da keinen Kopf. Viele sagen mir, dass ich nun der Favorit bin, aber die deutschen Meisterschaften sind wie ein Pokalfinale. Am Tag X wird alles neu entschieden. Da muss ich topfit sein und meine Leistung auf den Punkt bringen.“

Nach dem Wettkampf in Sassnitz wissen Sie, dass Sie die Norm für die Olympischen Spiele, die 20,50 Meter beträgt, stoßen können. Ist Rio de Janeiro damit ein Stück näher gekommen?

Tobias Dahm: „Ich muss die Weite erst einmal draußen stoßen, um eine Chance auf ein Olympia-Ticket zu haben. Nun hat man gesehen, dass es machbar ist. Aber wenn ich die Weite im Sommer nicht bringe, bringt das alles nichts. Ich habe kein anderes Gefühl, Olympia ist und bleibt ein Traum.“

Presse | Leichtathletik | 15.02.2016

20,56 Meter - Dahm fliegt zur WM

Der Sindelfinger Kugelstoßer Tobias Dahm hat beim Meeting in Sassnitz auf Rügen 20,56 Meter gestoßen und damit nicht nur die magische 20-Meter-Marke geknackt, sondern auch die Qualifikation für die Hallen-WM in Portland (USA) geschafft.

Sollte er diese Weite auch im Freien bestätigen können, dürfte er auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei sein. „Ich kann es immer noch nicht glauben. Endlich sind die 20 Meter da und das gleich mit 20,56“, postete er am Sonntag auf seiner Facebook-Seite. Das Meeting in Sassnitz scheint dabei ein gutes Pflaster für Dahm zu sein. Im Vorjahr schaffte er auf Rügen die EM-Qualifikation, jetzt machte er mit seinen 20,56 Meter einen großen Schritt in Richtung Weltspitze.

Auch Markus Graßmann, Abteilungsleiter der Sindelfinger Leichtathleten, war völlig aus dem Häuschen: „Im Namen der gesamten Sindelfinger Leichtathletik gratulieren wir sehr herzlich. Hut ab vor dieser Leistung. Dieses Resultat ist der verdiente Lohn jahrelanger, harter Arbeit. Wir sind stolz auf Tobias.“

Dabei beeindruckte Graßmann nicht nur die pure Weite: „Er hat in Sassnitz ganze dreimal über 20,30 Meter gestoßen, jetzt ist der Knoten endgültig geplatzt. Bei der Hallen-WM ist er auf jeden Fall dabei und ich traue ihm auch zu, dass er diese Weite im Freien bestätigt, dann geht es sogar zu den Olympischen Spielen nach Brasilien.“

Völlig überraschend kam die Leistungsexplosion von Tobias Dahm für Markus Graßmann nicht: „Das lag in der Luft. Er hat sich technisch kontinuierlich verbessert, neulich hat er die 19,99 Meter gebracht. Mir war klar, dass er die 20-Meter-Schallmauer durchbrechen wird. Mit diesem 20,56 Meter-Stoß ist Tobias Dahm in der Weltspitze angekommen.“

Die Hallenweltmeisterschaften werden vom 17. bis 20. März in Portland in den Vereinigten Staaten stattfinden, die Olympischen Spiele bekanntlich im August in Rio de Janeiro: „Die Qualifikationsweite für Rio steht noch nicht fest. Erfahrungsgemäß dürfte sie aber bei 20,50 Meter, vielleicht auch darunter liegen“, so Graßmann.

Presse | Leichtathletik | 10.02.2016

Nadine Hildebrand steigert sich

Nadine Hildebrand war beim Meeting in Karlsruhe im zweiten Vorlauf über die 60-Meter-Hürdenstrecke im Einsatz. Sie hatte bei ihrem zweiten Wettkampf nach langer Abstinenz weniger unter ihrer Nervosität zu leiden und zeigte ein gutes Rennen. Nach 8,15 Sekunden stürmte sie ins Ziel und stellte eine neue Saisonbestleistung auf. „Jetzt ging es ein Hundertstel schneller als letzte Woche. Zweiter Hürdenstart, diesmal im internationalen Feld. Weniger Nervosität, keine Knieschmerzen. Es geht in die richtige Richtung“, sagt Nadine Hildebrand.

Presse | Leichtathletik | 10.02.2016

Kim Bödi stürmt ins Ziel

Im Rahmen des Indoor-Meetings in Karlsruhe gab es auch einige Wettbewerbe für Nachwuchssportler. So bekamen die Sindelfingerinnen Kim Bödi und Pia Kohler im 800-Meter-Lauf der U16 die Gelegenheit sich vor großem Publikum zu präsentieren. Im Einlagelauf nahm Bödi das Heft in die Hand und stürmte vorneweg. Sie zeigte ein schnelles Rennen, konnte sich auch noch auf der Zielgeraden durchsetzen und siegte in 2:22,15 Minuten. Damit stellte die Sindelfingerin eine neue Bestleistung auf. Auch Pia Kohler lief in 2:33,35 Minuten zu einer neuen Bestleistung. Max Behrendt war für den Einlagelauf über 60 Meter der U18 geladen und lief mit 7,40 Sekunden auf einen guten vierten Rang. – sd –