Deutsche Hallen-Meisterschaften 2013 in Dortmund
Samstag, 23.2.13
Dreisprung Männer: Über Gold jubelte Matthias Uhrig (VfL Sindelfingen; 16,15 m)
Der erste Deutsche Meistertitel - mega. Vorallendingen mit meiner Vorgeschichte. Ich hatte vergangenes Jahr im Sommer Borreliose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Lungenentzündung. Ich hatte vorgehabt, aufzuhören. Mein Trainer Tamas Kiss hat mich überredet, weiterzumachen. Er sagte, dass ich das Potenzial für 17 Meter habe. Das ist eine magische Marke. Wenn ich das schaffen kann, in diesen Kreis zu gehören, spornt mich das an. Von daher ist es für mich ein kleines Märchen. Ich habe dann zunächst mein Studium forciert und bin Mitte, Ende November wieder ins Training eingestiegen. Ich studiere jetzt Maschinenbau auf Master, vorher habe ich im Dezember meine Bachelorarbeit gemacht. Irgendwann hat Tamas mir gesagt, dass ich überraschend gut drauf bin. Ich habe gemerkt, dass meine Sprintwerte gekommen sind. Mir fehlt immer noch ein bisschen. Ich bin immer noch nicht da, wo ich im Frühjahr vergangenes Jahr war. Meine Sprintwerte sind aber deutlich schneller. Das macht für die Freiluftsaison Hoffnung. Ich wäre heute gerne weitergesprungen. Ich habe kein Sprung richtig getroffen, weder am Brett noch mit dem Körperschwerpunkt. Die Weite stimmt mich nicht zufrieden. Andreas Pohle ist bei den Deutschen Meisterschaften immer für einen richtig guten Sprung gut, du kannst ihn nie abschreiben. Ich wäre gerne noch die EM-Norm von 16,55 Meter gesprungen. Ich habe mich darauf konzentriert, die Spannung zu halten. Das war etwas schwierig in der kühlen Halle. Jetzt geht die Konzentration Richtung Sommer. Dort ist die Norm für die Universiade das Ziel, das sind 16,70 Meter.
Weitere Ergebnisse vom Samstag, 23.2.13:
Kugelstoßen Männer: Silber (19.71m) für Marco Schmidt (VfL Sindelfingen). Routinier Ralf Bartels (20,08 m) gewinnt Gold und holt seinen 6. Hallentitel.
Interview mit Marco Schmidt:
Ralf Bartels ist ein Mann für den letzten Stoß. Ich habe gewusst, dass der Wettkampf im letzten Stoß entschieden wird. Er kann das, ich habe schon zweimal gegen ihn verloren im letzten Durchgang. Ich habe es aber auch schon geschafft, und ihn im letzten Versuch geschlagen. Das war in Nordhausen. Im Einstoßen habe ich weit über 20 Meter gestoßen. Ich hoffe, dass ich es bei der EM in Göteborg zeigen kann. Zweimal 19,71 Meter sind in Ordnung, das war auch technisch okay. Einer ist mir ein bisschen unter der Hand durchgerutscht. Ich hatte mir aber 20 Meter vorgenommen. Das ging irgendwie nicht mehr. In Göteborg wird Ralf es aber nicht mehr so leicht haben. In Göteborg geht im Finale was. In Paris vor zwei Jahren war ich Fünfter, das könnte wieder passieren. Glückwunsch an Ralf.
Stabhoch Frauen: 4. Platz für Vitctoria von Eynatten (VfL Sindelfingen) mit 4.15m.
60m Hürden Frauen: Gold für Nadine Hildebrand (VfL Sindelfingen) in 8.07 Sekunden.
Interview mit Nadine Hildebrand:
Der Vorlauf ist nicht ganz optimal gelaufen. Ich wollte nicht alles vom Kopf her verschießen. Ich wollte mir noch etwas fürs Finale aufheben. Das ist zum Glück gut ausgegangen. Mein Trainer hat aber sicher noch irgendwas zu verbessern. Das Finale war auch nicht perfekt. Ich bin froh, dass ich aus dem Start gut rausgekommen bin. Das war in letzter Zeit immer ein kleines Problem. Denn was ich vorne verliere, hole ich hinten nicht mehr ein. Hinten ist es aber ganz gut. Ich hoffe, dass ich nächste Woche bei der EM noch etwas draufpacken kann. Ich hoffe, dass in Göteborg das Finale möglich ist. Ich muss ein bisschen schneller laufen. Aber ich denke, dass das möglich ist. Nach den ganzen Verletzungen vergangenes Jahr habe ich zwischendurch gedacht, dass ich vielleicht gar nicht mehr laufe. Und dann habe ich noch 12,94 Sekunden geschafft, das war schon okay. Die vergangenen Wochen bin ich gut durchgekommen, die letzten Aussetzer gab es im Dezember. Der Trainerwechsel hat sich ausgezahlt. Ich trainiere endlich mal auf normalem Niveau. Früher habe ich zu wenig gemacht.
Video mit Nadine Hildebrand auf www.leichtathletik.de: Video Hildebrand
Sonntag, 23.2.13
Weitsprung Frauen: Gold für Lisa Steinkamp (VfL Sindelfingen) mit 6.38 Meter.
Überraschende Podiums-Besetzung
Es war definitiv nicht der qualitativ beste Wettkampf einer Hallen-DM, aber er gehörte sicherlich zu den spannendsten. Die besten sieben Springerinnen lagen am Ende lediglich 14 Zentimeter auseinander. Und dabei sprangen Athletinnen auf das Podest, mit denen man zuvor nicht unbedingt gerechnet hatte. Lisa Steinkamp (VfL Sindelfingen) stand zwar schon zweimal bei Deutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Siegerpodest, allerdings war das bei der Jugend, und vor vier Jahren. Jetzt flog sie im vierten Versuch zur neuen Bestleistung von 6,38 Metern und gewann damit Gold. Ich bin nur knapp in den Endkampf gekommen und bin dadurch lockerer geworden, erklärte sie.
Video mit Lisa Steinkamp auf www.leichtathletik.de: Video Steinkamp
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Speedy Leichtathletikschule für Schüler/innen bis 13 Jahre
Birgit Hamann
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Training allgemein
Im Winterhalbjahr (November bis März) findet das Training im Glaspalast sowie in verschiedenen Sporthallen statt.
Im Sommerhalbjahr (April bis Oktober) wird im Floschenstadion trainiert.

Presse | Leichtathletik | 09.05.2013
VfL: Dreifach-Triumph mit der Kugel
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Beim traditionellen Sportfest der SV Renningen überzeugt der Sindelfinger Nachwuchs
Von Hans-Jürgen Burgstahler
Es begann mit einem Dreifach-Sieg der M14-Athleten im Kugelstoßen. Es gewann Jonas Mayer mit 9,38 Metern vor Lukas Müller mit 9,28 Metern und Leon Tacke (8,80 Meter). Die drei stellten damit jeweils eine neue persönliche Bestleistung auf. Im Speerwurf drehte Leon Tacke den Spieß um und erreichte Platz zwei mit 35,80 Metern vor Lukas Müller, der auf 33,97 Meter kam.
Die VfL-Schüler des Jahrgangs 1999 durften sich erstmals über 100 Meter messen, Julian Müller blieb dabei als Dritter in 12,90 Sekunden unter der 13-Sekunden-Grenze. Ebenfalls Dritter wurde er im Weitsprung mit 4,93 Metern. Sogar für Rang zwei reichte es in 13,89 Sekunden über die 80-Meter-Hürden Distanz. Vor ihm lag nur Johannes Kästner vom SV Nufringen in 13,21 Sekunden. Er war auch über 100 Meter in 12,52 Sekunden und im Weitsprung mit 5,37 Metern nicht zu schlagen.
Noch weiter sprang der ein Jahr jüngere VfL-Athlet Max Behrendt. 5,49 Meter sind für ihn persönliche Bestleistung und auch seine Siegerzeit von 9,70 Sekunden über die 75 Meter ist erstklassig. Mit 1,40 Metern im Hochsprung wurde er Zweiter hinter dem höhengleichen Renninger Henrik Hermann. Ein weiterer VfL-Sieg gelang Maximilian Frohnmüller über 800 Meter in 2:42,38 Minuten.
Diese Strecke sorgte noch für weitere Sindelfinger Podestplätze. So konnte M15-Starter Rouven Hesse in guten 2:18,23 Minuten Rang drei erlaufen, die ein Jahr jüngere Leonie Gomes-Ribeiro wurde Zweite in 2:38,51 Minuten. W11 Siegerin Jacqueline Hamann benötigte 2:56,88 Minuten für ihren Sieg. Zweite wurde Arina Blehm in 2:58,60 Minuten vor Nina Genger (3:01,56 Minuten). Auch im Dreikampf bestehend aus einem 50-Meter-Lauf, Weitsprung und Ballwurf siegte Hamann mit 1250 Punkten knapp vor Blehm mit 1231 Punkten.
Schon in der Halle war sie die Schnellste im Sprint und auch in der Freiluftsaison bleibt Susanne Ernst unbesiegt. Die 75 Meter absolvierte die Sindelfinger W12-Athletin in 10,87 Sekunden und wurde zudem noch Zweite über 60 Meter-Hürden in 12,24 Sekunden vor Vereinskameradin Kim Bödi in 12,95 Sekunden. Die holte auch im Ballwurf mit 31 Metern den dritten Rang ebenso wie Franziska Lang mit 1,30 Metern im Hochsprung und 4,08 Metern im Weitsprung. Hier gewann die Böblingerin Alina Plümer mit 4,25 Meter.
Dreifacher Sieger für die Gastgeber war der 15-jährige Luca Diekmann. Er gewann die 100 Meter um Haaresbreite in 11,52 Sekunden, den Hochsprung in guten 1,86 Meter und die 300 Meter in 38,05 Sekunden.
Im gleichen Jahrgang ging der Sieg im Kugelstoßen an Nils Froede aus Eltingen mit 13,12 Metern. Doppelsiege für die SV Renningen gab es im Jugendbereich U20 und U18 im Kugelstoßen und Speerwurf jeweils durch Christian Mergenthaler und Christopher Pflüger.
Der Sindelfinger Luis Haidt knackte mit 6,04 Metern die Sechs-Meter-Marke. Seine 11,69 Sekunden über 100 Meter waren ebenfalls persönliche Bestleistung. In diesem Lauf wurde die wohl beste Leistung der Veranstaltung erzielt, Michael Rempfer von der TSG Steinheim siegte in 10,97 Sekunden.
Der meistbeschäftigte Sindelfinger Athlet startete in der Altersklasse M12. Mark Bachner startete in sechs Disziplinen. Darunter waren Siege über 75 Meter in 10,93 Sekunden und 60 Meter-Hürden in 11,83 Sekunden und ein zweiter Platz im Weitsprung mit 3,92 Metern.

Presse | Leichtathletik | 04.05.2013
Sindelfinger Sprinttraining unter spanischer Sonne
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Die Sindelfinger Trainer Sebastian Marcard und Peter Wiesner scharten auf Mallorca 32 Athleten um sich
Von Saskia Drechsel
Für zwei Sindelfinger Top-Athleten ging es in die Schweiz. Die beiden deutschen Hallenmeister Matthias Uhrig und Lisa Steinkamp schlugen ihre Zelte in Tenero auf und waren mit dem Trainingslager hochzufrieden. Zwar war auch in der Schweiz das Wetter nicht optimal, aber eine neu erbaute Trainingshalle bot alle Möglichkeiten und so mussten die VfL-Athleten auch bei schlechtem Wetter nicht auf ihre Übungseinheiten verzichten. Lisa Steinkamp: „Ich bin sehr gut durchgekommen und fühle mich sehr fit - im Moment bin ich natürlich noch etwas müde, aufgrund der hohen Belastung, aber das ist ja ganz normal."
Matthias Uhrig konnte wegen eines Klausurtermins seiner Universität nur eine Woche in Tenero verbringen, doch auch er durfte sich über gute Trainingsleistungen freuen. Unter Trainer Tamas Kiss wurde intensiv trainiert und vor allem erfolgreich. „Das Training lief hervorragend und ich merke, dass ich zum ersten Mal keinen krankheitsbedingten Trainingsausfall zu kompensieren habe. So konnte ich unter Belastung sowohl im Sprint als auch Sprungbereich neue Trainingsbestleistungen aufstellen", freut sich der Dreispringer.
Doch auch im Kraftbereich fühlt sich Uhrig bärenstark und so klappte es in den letzten Wochen mit der Dreisprungtechnik immer besser. „Gerade im Sprungbereich macht sich die Technikumstellung bemerkbar, die wir nach der Halle durchgeführt haben. Mir gelingt es die Sprunggeschwindigkeit hochzuhalten", sagt der VfL-Athlet.
Eine große Gruppe mit 32 Leichtathleten des VfL Sindelfingen machte sich auf den Weg nach Mallorca. Die Sindelfinger Sprinter verbrachten eine, manche gleich zwei Wochen unter besten Trainingsbedingungen in Spanien. Unter den Trainern Sebastian Marcard und Peter Wiesner wurde eifrig trainiert.
„So etwas hab ich in 15 Jahren noch nie erlebt. Die Athleten haben prima mitgezogen. Aufgrund der guten Trainingsmöglichkeiten und des super Wetters konnten wir uns bestens auf die anstehenden Wettkämpfe vorbereiten", ist Sebastian Marcard begeistert vom erfolgreichen Trainingslager mit seinen Schützlingen.
Auch 400-Meter-Hürden-Läufer Yannik Frers war mit von der Partie. Der 18-Jährige durfte sich nach langer Trainingspause aufgrund einer Verletzung endlich wieder an seiner Spezialdisziplin versuchen und zeigte sich vom Trainingslager rundum begeistert. „Es war super, tolles Wetter, sehr gutes Stadion, leckeres Essen, super Gemeinschaft und natürlich auch gutes Training."
Die Sindelfinger Athleten der Wurfdisziplinen mussten in ihrem Trainingslager allerdings weitestgehend auf Sonne verzichten. Bei teils eisigen Temperaturen stand für Tobias Dahm, Markus Reichle, Simon Bayer, Artur Hoppe und Michael Salzer ein zweiwöchiger Aufenthalt im Bundesleistungszentrum Kienbaum auf dem Plan.
Besonders die beiden Nachwuchs-Kugelstoßer Markus Reichle und Simon Bayer profitierten von den anwesenden Trainerikonen. Unter den Fittichen von Rolf Österreich, einem ehemaligen DDR-Kugelstoßer, der elf Tage den inoffiziellen Hallenweltrekord im Kugelstoßen innehatte, feilten die beiden VfL-Sportler an ihrer Drehstoßtechnik und machten erhebliche Fortschritte.
Tobias Dahm bereitete sich ebenfalls hoch konzentriert auf die Sommersaison vor und sieht sich auf einem guten Weg, schließlich konnte er in Kienbaum viel an seiner Kugelstoßtechnik feilen und seine Kraftwerte deutlich verbessern.
Presse | Leichtathletik | 29.04.2013
Einige Fragezeichen für Blau-Weiß
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Leichtathletik: Der VfL Sindelfingen ist mit den Planungen rund ums Allmendstadion nicht zufrieden
Von Saskia Drechsel
Bernd Koschka übernahm es, das vergangene Jahr aus leistungssportlicher Sicht zu resümieren. Die Leichtathleten des VfL Sindelfingen konnten 2012 zahlreiche Erfolge feiern, in der Vereinsbestenliste haben sich die Blau-Weißen auf den 18. Rang bundesweit vorgearbeitet und konnten mit zahlreichen Einträgen in die deutsche Jahresbestenliste glänzen. „Das ist ein toller Erfolg und muss ein Ansporn sein, die Platzierung zu halten", so Bernd Koschka.
Trotz der überzeugenden Wettkampfergebnisse 2012 haben sich auch im letzten Jahr deutliche Schwächen der Sindelfinger Leichtathleten offenbart. So sieht es im Bereich der weiblichen U16 und U20 sehr mager aus, keine einzige Bestenlistenplatzierung konnte hier erreicht werden. „Wir sind uns der Problematik schon seit Längerem bewusst, aber uns fehlen Ideen, wie wir die Athletinnen nach vorne bringen können", so Bernd Koschka.
Geschäftsführerin Barbara Erath konnte mit konstanten Mitgliederzahlen aufwarten und auch die Bilanz von Kassier Jörg Niethammer ist durchweg positiv. Hinter dem VfL Sindelfingen liegt ein Umsatz-Rekordjahr, an dem die deutschen Jugendhallenmeisterschaften, die im Sindelfinger Glaspalast veranstaltet wurden einen großen Anteil haben. Mit etwa 4000 Euro Überschuss und einer gesunden und robusten Kassenlage konnte Jörg Niethammer das Jahr 2012 abschließen.
Der stellvertretende Abteilungsleiter und Wettkampforganisator Dieter Locher berichtete über den Planungsstand der Sportstätten am Allmendstadion in Maichingen. Hier gibt es aus Sicht der Leichtathleten nach wie vor noch viele Fragezeichen, die in den nächsten Wochen in den Arbeitsgruppen weiter diskutiert werden. Neben den Freiflächen geht es jetzt um die Gestaltung der Gebäude. Viele Entwicklungen sind aus Sicht der Abteilung nicht optimal.
Markus Graßmann lobte die guten Leistungen der Athleten. Der Abteilungsleiter brachte außerdem den Vorschlag ein, den Spiegelsaal im Glaspalast in Otto-Welker-Saal umzubenennen, um die Verdienste des verstorbenen, langjährigen Abteilungsleiters zu würdigen, der Antrag soll nun an die Stadt Sindelfingen gestellt werden. Einstimmig erfolgte die Entlastung der Abteilungsleitung, die auch einstimmig wiedergewählt wurde.
Leistungsmedaille Bronze: Markus Reichle, Daniel Sollich, Florian Bader, Benjamin Bartel, Eva Baur, Johannes Carl, Manuel Retzbach, Tobias Finkbeiner, Florian Gaul, Romed Guischard, Sophia Hablitzel, Isabelle Hehr, Stefan Heinz, Artur Hoppe, Alexander Korn, Michael Salzer, Martina Schultze, Fabian Slezak
Silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft: Margit Hartmann, Edeltraud Schurer, Bernd Koschka.

Presse | Leichtathletik | 25.04.2013
Die lange Leidenszeit ist vorbei
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Die Sindelfinger Sprinterin Eva Baur will in den kommenden Wochen durchstarten
Von Saskia Drechsel
Hat die Hoffnung auf eine erfolgreiche Sommersaison trotz der letzten Rückschläge noch nicht aufgegeben; die Sindelfinger Sprinterin Eva Baur (blaues Trikot). Bild: Drechsel
Es ist schon eine Weile her, seit man Eva Baur zuletzt über die Tartanbahn sprinten gesehen hat. Die 21-jährige Athletin des VfL Sindelfingen hat sich die letzten vier Monate mit einer hartnäckigen Verletzung herumgeschlagen, doch jetzt geht es bei der Leichtathletin wieder aufwärts.
In der vergangenen Leichtathletiksaison hatte Eva Baur, damals frisch im Trikot des VfL Sindelfingen, viele Erfolge feiern können. Mehrere baden-württembergische und süddeutsche Meistertitel und schließlich als Krönung der beeindruckenden Saison der deutsche Meistertitel über die 200-Meter-Distanz.
Zuversichtlich startete die Sprinterin die Vorbereitung auf die Winter- und Sommerwettkämpfe dieses Jahres. Bereits im Dezember zeigte sie sich wieder beim Sindelfinger Nikolausmeeting und präsentierte sich, noch mitten im Aufbautraining, in guter Frühform.
Alles sah danach aus, als könnte Eva Baur endlich einmal eine Hallensaison ohne Einschränkung hinter sich bringen. Doch wie schon seit einigen Jahren machte der Sprinterin eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung. In der Zeit nach dem Nikolausmeeting wurde es still um die 21-Jährige. „Mitte Dezember hat mein Fuß angefangen wehzutun. Erst dachte man, es sei eine Fußblockade", so Baur. Die Schmerzen wollten aber nicht verschwinden. Eine neuerliche Diagnose kam zu dem Ergebnis einer Entzündung. „Im Januar wurden dann leichte Ödeme im Fuß gefunden und mir wurde gesagt, ich könne wieder anfangen, als ich dann Steigerungen gemacht habe, war es nicht besser", so die VfL-Athletin.
Vier Monate Aquajogging
Und so stand eine neuerliche Belastungspause für die schmerzgeplagte Leichtathletin an. „Die Diagnosen gingen kreuz und quer, das war wirklich nicht so leicht. In den ersten Monaten haben die Ärzte gesagt, man sieht nichts, du kannst anfangen zu trainieren, aber es hat noch total wehgetan und wurde nicht besser", sagt Eva Baur.
Und so verbrachte die 21-Jährige fast vier Monate im Schwimmbad beim Aquajogging oder im Fitnessstudio zum Kraft- und Stabilisationstraining. „Zwischenzeitlich haben wir den Sommer sogar abgeschrieben, es war eben die Frage, ob ich rechtzeitig wieder so schnell bin", weiß die Sprinterin. Doch Eva Baur und ihr Trainer Sebastian Marcard haben den Mut niemals verloren. Anfang März, beim jüngsten MRT zeigte sich nur noch ein kleines Ödem im Fuß der VfL-Athletin. Im Trainingslager auf Mallorca wagte sich die Sindelfingerin an ihre erste Steigerung. Und steht seitdem wieder voll im Training. „Vielleicht wird es doch noch etwas mit dem Sommer." In einer guten Woche geht es für Eva Baur mit der deutschen U23-Sprintstaffel nach Teneriffa, wo sich die schnellen Athletinnen auf die Junioren-Weltmeisterschaften vorbereiten sollen.
„Im Trainingslager will ich dann richtig schnell werden und meinen ersten Wettkampf Ende Mai in Weinheim machen", plant Eva Baur. Und dass ihr auch eine kurze Vorbereitung reicht, um mit schnellen Zeiten ganz oben aufs Treppchen zu kommen, hat sie ja schon in der letzten Saison unter Beweis gestellt, da plagte die 21-Jährige lange entzündetes Gewebe an der Achillessehne, ehe sie im Sommer durchstartete.
Presse | Leichtathletik | 23.04.2013
„Auf dem richtigen Weg“
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Große Zuversicht beim VfL Sindelfingen
Von Saskia Drechsel
Mit Vorfreude auf die Wettkämpfe 2013 hat die Leichtathletik-Abteilung des VfL Sindelfingen ihren Jahresabschluss gefeiert. Neue Impulse regten die Veranstaltung an, so standen die Mitglieder der Abteilungsleitung um Markus Graßmann in einer Talkrunde Rede und Antwort.
Karl-Jörg Kerl, Mitglied des Teams Leistungssport und stellvertretender Abteilungsleiter, zog ein positives Fazit: „Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit unserer Trainer, ihr Einsatz ist unglaublich hoch", lobt Kerl. Auch Abteilungsleiter Markus Graßmann blickt guten Mutes in die Zukunft der Abteilung. „Wir sind auch für 2013 sehr gut aufgestellt. Mir gefällt das geschlossene Auftreten der Abteilung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit untereinander."
Das ist ein kleines Kunststück, schließlich präsentierte der VfL bei der letzten Weihnachtsfeier 30 Neuzugänge, darunter Hochkaräter wie Eva Baur, Michael Salzer oder Arthur Hoppe. Trotz der vielen neuen Gesichter, der Trainingsalltag verlief nahezu reibungslos und die VfL-Athleten heimsten bei Meisterschaften zahlreiche Titel und Medaillen ein.
In der Wechselfrist diesen Herbstes wollte es der VfL deswegen eigentlich etwas ruhiger angehen lassen, das Sprintteam um Trainer Sebastian Marcard aber zog gleich fünf neue Athleten an. Zusätzlich glückte der Wechsel von Top-Athletin Nadine Hildebrand und dem vielversprechenden Nachwuchstalent Simon Bayer. „Mich freut es sehr, dass wieder viele neue Athleten zu uns gekommen sind. Das liegt sicher auch daran, dass in Baden-Württemberg nur noch wenige Vereine leistungsorientierte Leichtathletik stemmen können", sagt Markus Graßmann.
Sorgen bereitet dem Abteilungsleiter dagegen eine andere Entwicklung. Das Auf- und Abbauteam für den Wettkampfbetrieb im Glaspalast, seit einigen Jahren bekannt als das Ü-70-Team, sorgt für reibungslose Hallenwettkämpfe, hat aber Nachwuchssorgen. „Wir haben bald ein Ü-80-Team, noch sind alle fit, aber wir brauchen dringend neue Helfer." Schließlich stehen auch in diesem Jahr so einige Wettkämpfe an. So steht in dieser Woche der erste vielversprechende Wettkampf an. Das Stadtwerke Sindelfingen Hallenmeeting startet am kommenden Samstag, 27. April, um 10 Uhr und zieht wie schon so oft hochkarätige Athleten in den Glaspalast. „Die Zahl der Meldungen ist exorbitant und die Qualität der Starter in diesem Jahr noch besser", freut sich Dieter Locher.
Nachdem im letzten Jahr die Auszeichnung „Sportler des Jahres" an Dieter Gauger vergeben wurde, fiel nun die Wahl auf ein Trainer-Athleten-Gespann. Hürdensprinter Andreas Dengler wurde gemeinsam mit Hans Niethammer geehrt. Nach drei Jahren Verletzungspech hatte sich der 32-Jährige in der Sommersaison eindrucksvoll zurückgemeldet, zog bei den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid ins Finale ein und belegte den sechsten Platz.

Presse | Leichtathletik | 20.03.2013
Darmsheimer mit schnellen Beinen
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Beim Speedy-Cup im Sindelfinger Glaspalast durfte der Nachwuchs zeigen, was er kann
Von Saskia Drechsel
Aus jeder Klassenstufe bekamen der schnellste Schüler und die schnellste Schülerin die Einladung zum Speedy-Cup. Durften im letzten Jahr noch die beiden Schnellsten jeder Schule und jedes Jahrgangs beim Talentwettbewerb antreten, war die Kinderschar nun deutlich reduziert. „Pro Jahrgang konnten wir nur den und die Schnellste mitnehmen, denn den Schülern und Lehrern ging es bisher immer zu lang", erklärt Birgit Hamann. Der verschlankte Speedy-Cup glänzte als Folge durch gute Organisation. Schon die Eröffnung des Speedy-Cups machte einiges her, so zeigten die schnellsten Kinder der neun Schulen einen olympischen Einlauf. Nach einer kurzen Ansprache gaben Bürgermeister Christian Gangl und der Filialdirektor der Sindelfinger Volksbank Martin Lenz den Startschuss.
Dann ging es an das gemeinsame Aufwärmen und Birgit Hamann hatte für die talentierten Schüler und Schülerinnen ein weiteres Highlight eingeplant. Denn die deutsche Meisterin im Weitsprung, Lisa Steinkamp war in den Glaspalast gekommen. Die 22-Jährige vom VfL Sindelfingen wärmte sich nicht nur gemeinsam mit den Kindern auf, sondern gab den kleinen Sportlern auch Tipps, wie es sich am besten aus einem Startblock starten lässt.
Den Wettkampf eröffneten die Mädchen der Altersklasse W07. 50 Meter sprinteten die Schülerinnen bis ins Ziel. Am schnellsten war Eucheria-Chin Lenson mit ihren 9,44 Sekunden. Doch weil die wenigsten der jungen Teilnehmer schon Erfahrung mit Leichtathletikwettkämpfen hatten, gab es zum Teil große Verwirrung. Das Starten aus dem Startblock und die Reaktion auf den Startschuss bereiteten einigen noch große Probleme und so blieb immer mal wieder ein kleiner Sportler im Startblock sitzen. Und auch die strikte Einteilung in Bahnen bereitete so manchem Schüler noch Schwierigkeiten. Deswegen passierten im Wettkampfbüro einige Fehler. Die sechsjährige Eucheria-Chin Lenson war eine der Leidtragenden. Sie war zwar beim Zieleinlauf ganz vorne, hatte aber die Bahn gewechselt und bekam ihre Trophäe erst nachträglich ausgehändigt.
Schnelle Zeiten hatten auch die beiden Schülerinnen der Grundschule Darmsheim zu bieten. Senta Eissler siegte in der Altersklasse W09 und spurtete nach 8,66 Sekunden ins Ziel. Das schnellste Mädchen des Tages war aber die neunjährige Sophia Stähle. Sie holte sich mit 8,33 Sekunden den Sieg in der Altersklasse W10. Auch bei den Siebenjährigen gewann eine Darmsheimerin den Pokal der schnellsten Schülerin. In der Altersklasse W08 ging es dabei aber besonders spannend zu. Im Ziel lagen Sophie Grantz und die Maichingerin Rosalie Seidl nahezu gleichauf. Am Ende hatte Sophie Grantz die Nase knapp vorne und siegte in 9,40 Sekunden.
Schnellster Sportler bei der M07 war German Walther von der Grundschule Königsknoll. Den Sieg bei den Siebenjährigen holte sich aber wieder ein Darmsheimer. Jonas Böhme war mit 8,82 Sekunden als Erster im Ziel. Deutlicher Sieger bei den Drittklässern war der Maichinger David Tvrdon in 8,27 Sekunden.
Einem jungen Sportler gelang es, über die 50 Meter unter acht Sekunden zu bleiben. Und wieder war ein Darmsheimer ganz vorne. Gianluca Trianni ließ seinen Altersgenossen keine Chance und stürmte mit der schnellsten Zeit des Speedy-Cups von 7,89 Sekunden durch die Lichtschranken.
Zum Abschluss des Talentwettbewerbes standen die Pendelstaffeln an. Jeweils fünf Vertreter einer Schule kämpften um den Staffelsieg. Hier lagen die drei besten Schulen eng zusammen. Knapp vorne war die Grundschule Darmsheim mit Jonas Böhme, Miro Geiger, Florian Schirmer, Gianluca Trianni und Senta Eissler. Dahinter lief die Johannes-Widmann-Schule Maichingen mit Tia Emma Barkhausen, Marcel Hudalla, Lennart Specht, David Tvrdon und Silas Wagner auf Platz zwei. Dritte wurden Tarkan Arkyol, Philipp Eppard, Livia Benita Schneider, Dennis Daniel Speck und German Walther von der Grundschule Königsknoll.
Nicht nur knapp beieinander, sondern genau punktgleich waren bei der Gesamtwertung der Schulen die Grundschule Darmsheim und die Johannes-Widmann-Schule Maichingen. Volksbank-Vertreter Martin Lenz machte aus einem Scheck über 150 Euro für die Klassenkasse der Siegerschule kurzerhand zwei.

Presse | Leichtathletik | 15.03.2013
Ein Höhenflug am falschen Ort
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Martina Schultze vom VfL Sindelfingen wird die EM-Teilnahme trotz übersprungener Qualifikationshöhe verwehrt
Von Saskia Drechsel
Ein schneller Anlauf, ein kraftvoller Sprung und Martina Schultze schraubt sich in ungeahnte Höhen. Die Stabhochspringerin des VfL Sindelfingen weilt gerade für ein Auslandssemester in den Vereinigten Staaten und springt so hoch wie noch nie. Zuletzt stellte sie vor zwei Wochen eine neue Bestleistung auf - und übersprang sogar die geforderte Qualifikationshöhe für die Hallen-Europameisterschaften in Göteborg.
Bei den Regionals in Blacksburg, Virginia präsentierte sich Martina Schultze, im Trikot der US-Universität Virginia Tech, in Topform. Von ihrer Anfangshöhe, bis zu den 4,27 Metern überquerte die Stabhochspringerin die Latte mühelos im ersten Versuch und stand mit dieser Leistung schon als Siegerin des Wettkampfes fest. Dann ließ Schultze die Latte auf 4,45 Meter auflegen. „Ich habe die Höhe die Woche vorher schon mal versucht, aber da war ich noch nicht so sicher und hab es mir nicht wirklich zugetraut", erzählt die VfL-Athletin.
Zweimal scheiterte Martina Schultze auch in Blacksburg an dieser Höhe, dann klappte es mit der neuen Bestleistung. Im dritten Versuch gab die 22-Jährige alles und flog über 4,45 Meter. Doch die 4,45 Meter sind nicht nur eine neue Bestmarke für Schultze, auch die geforderte Qualifikationsleistung für die Hallen-Europameisterschaften in Göteborg knackte die Sindelfingerin mit ihrem hohen Flug. Schade nur, dass der Sindelfingerin eine EM-Teilnahme verwehrt blieb. Zwar hatte Lisa Ryzih, die vierte deutsche Stabhochspringerin mit übersprungener Normhöhe angekündigt auf einen Start zu verzichten, doch trotz dreier Startplätze schickte der deutsche Leichtathletikverband nur zwei Athletinnen nach Schweden. „Ich bin bei den ACC die EM-Norm gesprungen und habe dann einen Tag später erfahren, dass Lisa nicht mitgehen wird, also wusste ich, dass eventuell noch ein Platz frei wäre", sagt Schultze.
„Im Prinzip war mir klar, dass ich nicht mitkann, weil ich bei den deutschen Meisterschaften nicht gesprungen bin, aber ich dachte eben, dass sich wenigstens jemand meldet, oder ich irgendwie informiert werde. Ich habe dann erfahren, dass bei den Deutschen entschieden wurde, dass ich wegen Jetlag-Gefahr und meiner Nichtteilnahme bei den deutschen Meisterschaften nicht nominiert werde", erzählt die Martina Schultze.
Die Sindelfingerin ist vom Verhalten des deutschen Leichtathletikverbandes enttäuscht. „Ich hatte das Gefühl, dass nur weil ich die Norm in den USA gesprungen bin, meine Leistung in Deutschland nicht anerkannt wird", sagt Schultze. Trotz verpasster Chance auf einen internationalen Einsatz im Deutschland-Trikot, zeigt die neue Bestmarke, wie gut sich die Stabhochspringerin auch fern der Heimat entwickeln konnte.
Für Martina Schultze kommt die Leistungssteigerung jedenfalls keinesfalls überraschend. Der Sindelfingerin kommen die guten Trainingsbedingungen in den Vereinigten Staaten sehr entgegen, das optimierte Umfeld hat der Athletin einen Schub nach vorne gegeben. Schon ihr zweites Semester absolviert Schultze an der Virginia Tech. Auch im letzten Jahr bestritt sie bis ins späte Frühjahr hinein Trainingseinheiten und zahlreiche Wettkämpfe für die amerikanische Universität. Inzwischen hat sich die Stabhochspringerin gut eingelebt: „Ich muss sagen, ich fühle mich hier wohl, habe mich an alles gewöhnt und bin im Training deutlich motivierter", sagt die 22-Jährige.
In diesem Jahr hat Schultze nicht nur ihr Krafttraining, sondern auch ihre Ernährung deutlich umgestellt und vier Kilogramm abgenommen. Das hat auch das Training der Athletin positiv beeinflusst. Nach der Umstellung klappt es bei Schultze wie am Schnürchen. Immer öfter könnte sie zuletzt, selbst ohne die zusätzliche Motivation eines Wettkampfes, im Training 4,30 Meter überqueren. Zuletzt gab eine weitere erfolgreiche Trainingseinheit der Sportlerin zusätzlich Selbstvertrauen. „Da ich im letzten Training mit einem relativ weichen Stab über 4,40 Meter gesprungen bin, weiß ich, dass auf jeden Fall noch mehr drin ist."
Nun muss Martina Schultze die überzeugenden Trainingsleistungen nur noch im Wettkampf umsetzten, dann steht neuen Höhenflügen nichts mehr im Wege. „Das einzige Problem ist, dass ich mich im Wettkampf manchmal verliere und nicht mehr wirklich auf technische Dinge achten kann", bemerkt die 22-Jährige selbstkritisch.
Bereits am vergangenen Samstag griff Martina Schultze erneut zum Stab. Bei den National Championships in Arkansas, dem bedeutendsten Wettkampf der Saison für Athleten der US-Universitäten wurde sie mit 4,40 Meter Zweite.
Nun stehen für Martina Schultze noch einige Freiluftwettkämpfe in den Vereinigten Staaten an, ehe sie Anfang Juni nach Deutschland zurückkehren wird, um im Trikot des VfL Sindelfingen noch einige Wettkämpfe zu bestreiten. Bei den deutschen Meisterschaften in Ulm ist eine erfolgreiche Teilnahme der 22-jährigen Überfliegerin fest eingeplant.

Presse | Leichtathletik | 14.03.2013
72 Schüler fiebern dem Sprint entgegen
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Speedy Cup
Wer sind die schnellsten Sindelfinger Schüler? Diese Frage wird am Freitag im Glaspalast beim Speedy-Cup beantwortet. Das Spektakel ist das Finale einer umfassenden Talentsichtung: Zum sechsten Mal seit der Premiere im Jahr 2005 hat die frühere Olympiateilnehmerin Birgit Hamann die Sprintzeiten aller rund 1900 Sindelfinger Grundschüler ermittelt, die Schnellsten messen sich nun über 50 Meter.
72 Schüler der Jahrgänge 2003 bis 2006 erhielten eine Einladung und fiebern dem Ereignis entgegen. Um 14.30 Uhr eröffnet Sindelfingens Erster Bürgermeister Christian Gangl die Veranstaltung. Ein Höhepunkt für die Zuschauer ist der Einmarsch der neun Schulmannschaften in den Glaspalast. Nach der gelungenen Premiere beim vergangenen Mal wird der Zug auch diesmal vom Jugendblasorchester Sindelfingen unter der Leitung von Markus Nau begleitet. "Das wird wieder ein Riesenerlebnis für die Kinder", sagt Birgit Hamann. Das Jugendblasorchester dabei zu haben, "zeigt die besondere Verbundenheit ganz unterschiedlicher Sindelfinger Institutionen", sagt die Leiterin der Speedy-Leichtathletik-Schule. Auch Markus Nau, der die Sindelfinger Schule für Musik, Theater und Tanz leitet, ist angetan vom Doppelpass zwischen Sport und Kultur: "Der Speedy-Cup ist eine tolle Sache. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder müssen genauso gefördert werden wie die musischen. Eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, speziell im Sportbereich, ist interessant und erweitert den Horizont."
Aus dem Speedy-Cup, der erstmals im Jahr 2005 ausgetragen wurde, sind viele Talente hervorgegangen, die heute beim VfL Sindelfingen erfolgreich sind. So wurden beispielsweise drei Schülerinnen der Staffel, die 2010 den noch immer gültigen württembergischen Schülerinnen-Rekord von 48,34 Sekunden über 4x100 Meter aufstellten, beim Speedy-Cup gesichtet: Christin Gonsior, Carolin Klein und Tabea Weber.
Für viele Sindelfinger Top-Athleten, die zuletzt bei den deutschen Meisterschaften Edelmetall holten, ist es eine Selbstverständlichkeit, bei der Veranstaltung zu helfen. "Wir sind eine große Familie und wissen, wie wichtig der Speedy-Cup für die Sindelfinger Leichtathleten ist", sagt Abteilungsleiter Markus Graßmann.
Zum Abschluss der Speedy-Cup-Wettbewerbe treten die Mannschaften der neun Grundschulen in Staffeln gegeneinander an. Wie bei den Einzelrennen gilt es auch hier, Punkte zu sammeln. Denn am Ende entscheidet sich, welche Schule diesmal den Siegergutschein gewinnt. Titelverteidiger ist die Maichinger Johannes-Widmann-Schule.

Presse | Leichtathletik | 02.03.2013
Marco Schmidt Siebter mit 19,63 Metern
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Der Sindelfinger bleibt bei der Halleneuropameisterschaft in Göteborg deutlich hinter seinen Erwartungen zurück
Von Holger Schmidt
Die sehnlichst erhofften 20 Meter blieben für Kugelstoßer Marco Schmidt vom VfL Sindelfingen im Finale der Halleneuropameisterschaft im schwedischen Göteborg aus. Mit 19,63 Metern, die der Sindelfinger im fünften Durchgang erzielte, belegte der Schwabe am Ende Rang sieben im Achter-Feld.
Nach der Qualifikation, bei der er ebenfalls als Siebter immerhin noch 19,77 Meter erreicht hatte, gab sich der 29-Jährige kämpferisch. "Jetzt ist der Druck weg. Ich hoffe jetzt, dass ich im Finale schöner arbeiten kann. Ich will unbedingt die 20 Meter stoßen", erzählte Marco Schmidt am Donnerstagabend, "beim Einstoßen ist mir das hier schon gelungen." Doch nur einen Tag später lief es dann überhaupt nicht mehr nach Wunsch. Drei der ersten Versuche waren ungültig, der zweite schlug bereits bei 19,50 Metern ein.
In Durchgang fünf gelang ihm immerhin eine Steigerung auf 19,63 Meter, doch dabei blieb es. Im letzten Versuch landete die Kugel bei 19,52 Metern. Den Halleneuropameistertitel holte sich mit 20,62 Metern und fast 30 Zentimetern Vorsprung der Serbe Asmir Kolasinac, Silber ging mit 20,34 an Hamza Alic aus Bosnien-Herzegowina, gefolgt vom Tschechen Ladislav Prásil mit 20,29. Für Schmidts Teamkollegen und Titelverteidiger Ralf Bartels (Neubrandenburg) blieb trotz Steigerung auf eine neue Saisonbestleistung von 20,16 Metern lediglich der undankbare vierte Platz, alle anderen Versuche waren unterhalb der 20-Meter-Marke gewesen.
Der Endlauf der besten acht war auch das Ziel von Marco Schmidts Vereinskameradin Nadine Hildebrand über 60 Meter Hürden. Schon die Vorläufe am Freitagmorgen, wo sie mit 8,12 Sekunden als 13. aufgrund ihrer Zeit weiterkam, machten nur allzu deutlich, dass die deutsche Hallenmeisterin schon ihre Saisonbestleistung bringen müsste, um das Halbfinale am frühen Abend zu überstehen. 8,11 Sekunden und Position sechs in der zweiten Vorentscheidung waren dann aber für diese Aufgabe zu wenig. Hinzu kam ein wenig Pech. 8,00 hätten es in ihrem Halbfinale sein müssen, während im ersten sogar 8,09 Sekunden ausgereicht hätten.
Überlegene Halleneuropameisterin wurde mit Landesrekord von 7,89 Sekunden die Türkin Nevin Yanit, die damit bereits ihren dritten kontinentalen Titel einheimste. Weitere deutsche Starterinnen außer Nadine Hildebrand waren über die Hürden nicht vertreten.

Presse | Leichtathletik | 02.03.2013
Bei der Hallen-EM war mehr drin
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Die Auftritte von Nadine Hildebrand und Marco Schmidt
Von Saskia Drechsel
Gleich zwei Leichtathleten des VfL Sindelfingen hatten am gestrigen Freitag Auftritte bei den Hallen-Europameisterschaften in Göteborg. Nadine Hildebrand und Marco Schmidt gaben im Scandinavium alles, erreichten aber beide nicht die erhofften Ziele.
Schon am Donnerstag stand für Kugelstoßer Marco Schmidt auf dem Marktplatz des Veranstaltungsgeländes der Vorkampf an. Der 29-Jährige startete gut in die Qualifikation und wuchtete seine Kugel 19,77 Meter weit. Dann war Zittern angesagt, denn weiter wollte Schmidts Kugel nicht fliegen. Als Siebter qualifizierte sich der Sindelfinger für das Finale der besten Acht.
Doch im Finale klappte es bei Marco Schmidt nicht so recht. Im zweiten Versuch kam er auf 19,50 Meter, im fünften Durchgang steigerte er seine Leistung auf 19,63 Meter. Damit sicherte sich Marco Schmidt den siebten Platz. Mehr wäre für den 29-Jährigen allerdings allemal drin gewesen, so wurde die Bronzemedaille an den Tschechen Ladislav Prasil vergeben, der sein Wettkampfgerät auf 20,29 Meter beförderte. Noch vor zwei Jahren hatten Schmidt, ebenfalls bei einer Hallen-Europameisterschaft exakt diese Weite gestoßen.
Nadine Hildebrand stand am Freitagmorgen zum ersten Mal in den Startblöcken. Im 60-Meter-Hürden-Vorlauf erwischte die VfL-Athletin einen guten Start, kam dann aber aus dem Rhythmus. Mit 8,12 Sekunden wurde die Sindelfingerin Vorlauf-Fünfte und musste um den Einzug ins Halbfinale zittern. Doch als eine der besten vier Läuferinnen, die über die Zeit weiterkamen, war Hildebrand auch im Halbfinale mit dabei.
Dort kam Nadine Hildebrand schwer aus dem Startblock. Der Rückstand war für die Hürdensprinterin nicht mehr aufzuholen. Hildebrand steigerte sich zwar auf 8,11 Sekunden, verpasste aber das Finale deutlich. „Das ist nicht das, was ich kann. Ich bin nicht gut rausgekommen, hinten raus war es okay", sagte die Athletin des VfL Sindelfingen hinterher.



