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Presse | Ju-Jutsu / Kung-Fu | 25.02.2012

„Gewalt gehört nicht in den Sport“

Von unserer Mitarbeiterin Saskia Drechsel

Auf dem Papier gehören sie zusammen, doch darüber hinaus gibt es viele Unterschiede zwischen den beiden Sportarten. Die Ju-Jutsu/Kung-Fu-Abteilung des VfL Sindelfingen wird von dem Fotografen Michael Frick und seinem Stellvertreter Hoang Dang angeführt. Frick, selbst ein langjähriger Ju-Jutsu-Kämpfer, ist seit fast zwölf Jahren Trainer, Hoang Dang betreut ebenfalls regelmäßig seine Schützlinge und ist Inhaber des zweiten Dan im Kung-Fu.

Unter einem Dach beim VfL Sindelfingen untergebracht, unterscheiden sich die beiden Kampfsportarten deutlich. Das wird schon auf den ersten Blick klar. Schließlich tragen die Kung-Fu-Kämpfer schwarz, beim Ju-Jutsu sind die Sportler weiß gekleidet.

Hoang Dang bringt seinen Athleten neben Schlag-, Tritt- und Hebeltechniken auch die traditionellen Bewegungen eines Kung-Fu-Kämpfers näher. „Mein Vater hat mich Kung-Fu gelehrt, als ich acht Jahre alt war", beschreibt Dang seine Ausbildung in seiner vietnamesischen Heimat. Im Alter von zwölf Jahren wechselte er auf eine Kampfsportschule, trainierte fünfmal pro Woche. 1979 kam der heute 51-Jährige nach Deutschland. An der Universität Hohenheim unterrichtete er seine ersten Schüler.

Als immer mehr Neugierige die asiatische Kampfsportart für sich entdeckten, eröffnete Dang eine Kung-Fu-Schule in Böblingen. Zum VfL Sindelfingen kam Hoang Dang schließlich auf den Rat einiger seiner Studenten. „Sie haben mir vorgeschlagen zum VfL zu gehen, weil es da mehr Platz für meinen Sport gibt."

Dienstags und Donnerstags bietet die Kung-Fu-Abteilung Übungseinheiten für Sportler ab zwölf Jahren an. Für jüngere Interessenten wird gerne mal eine Ausnahme gemacht. Bis zu 22 Sportler besuchen die Übungseinheiten regelmäßig, die Abteilung zählt deutlich mehr als 40 Mitglieder.

An Wettkämpfen nehmen die Sportler von Hoang Dang nicht teil. Denn der Kampfsportlehrer lehnt die Gewalt im Kung-Fu ab. „Ich habe gesehen, dass die Leute aggressiv waren und es bei Wettkämpfen Verletzungen gab. Das gehört nicht in den Sport", sagt der 51-Jährige. Auch im Training steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Körper und Geist sollen gestärkt, der Alltag ausgeblendet werden. „Ich möchte, dass die Leute selbstbewusster werden und mit Spaß dabei sind", sagt Dang.

Regelmäßig üben seine Schützlinge Choreografien ein und treten bei Benefizveranstaltungen auf. Zuletzt waren die Kung-Fu-Sportler im Januar in Rodelshausen beim Neujahrsfest im Einsatz und spendeten die Gage für einen guten Zweck.

Ju-Jutsu wird montags und mittwochs im Hinterweil und am Goldberg gekämpft. Abteilungsleiter Michael Frick fasziniert besonders die Verhältnismäßigkeit im Sport. „Wenn mich jemand nur leicht angreift, kann ich das mit harmloser Technik beantworten", sagt der Abteilungsleiter.

„Der große Unterschied zum Kung-Fu ist, dass es bei uns Wettkämpfe gibt", hebt Michael Frick hervor. Der VfL Sindelfingen selbst hat im letzten Jahr zum vierten Mal in Folge einen Wettkampf ausgetragen. 2011 fanden die Ju-Jutsu-Landesmeisterschaften in der Sporthalle der Realschule Hinterweil statt. Über eigene Athleten, die bei solchen Wettbewerben absahnen, verfügt der VfL Sindelfingen weniger. Einzig Ferdinand Bayhurst kämpfte mit und wurde Dritter.

„Wir bieten kein wettkampforientiertes Training an", sagt Michael Frick, seit über 20 Jahren im Ju-Jutsu aktiv. Dennoch ist die VfL-Abteilung für viele Athleten attraktiv und umfasst immerhin 85 Mitglieder. „Manche jungen Leute machen sogar beides, Ju-Jutsu und Kung-Fu", sagt Michael Frick. Die Übergänge zwischen den Sportarten sind fließend. Nur eines lässt sich genau sagen: Anders als im Kung-Fu gibt es im Ju-Jutsu zusätzlich noch den Bodenkampf, viele Griff- und Hebeltechniken können aber in beiden Kampfsportarten angewendet werden. „Deswegen ergänzen sie sich gut", meint Michael Frick.

Bei allen Unterschieden: Weihnachten feiern die Ju-Jutsu- und Kung-Fu-Kämpfer des VfL Sindelfingen gemeinsam. Zusammen hat man auch eine gesonderte Abteilung gegründet, als 2001 zuerst Michael Frick mit seinen Ju-Jutsu-Kämpfern und wenig später auch Hoang Dang mit seiner Kung-Fu-Truppe aus der VfL-Judo-Abteilung ausgetreten waren. „Wir wollten etwas Eigenes machen, mussten aber bei null anfangen, weil wir überhaupt kein Geld zur Verfügung hatten", blickt Frick auf die Gründungszeit der noch jungen Ju-Jutsu/Kung-Fu-Abteilung des VfL Sindelfingen zurück.

Presse | Ju-Jutsu / Kung-Fu | 07.02.2008

Das Kampfsport-Sportabzeichen

In dem Selbstverteidigungssport Jujutsu gibt es, wie in den meisten anderen Kampfsportarten auch, farbige Gürtel zu erwerben, die den technischen Leistungsstand eines Schülers darstellen. Beim VfL Sindelfingen kann man nun auch ein Jujutsu-Sportabzeichen erwerben.

Normalerweise sind Prüfungen im Jujutsu im Abstand von sechs bis zwölf Monaten abzulegen und erfordern ein relativ breit gefächertes Wissen und Können an Techniken. Trainiert der interessierte Schüler von einem Gürtel auf den nächsten, ist allerdings der Wissenshorizont lediglich auf den Prüfungskatalog beschränkt. "Als Trainer versucht man natürlich diesem Trend durch ein abwechslungsreiches Training entgegenzuwirken", sagt Michael Frick von der Jujutsu-Abteilung des VfL Sindelfingen.

Der deutsche Jujutsu-Verband gibt nun seinen Trainern hierfür ein optimales Mittel in die Hand: das Ju-jutsu Sportabzeichen. Hier kann der Jujutsuka seine Lieblingstechniken zeigen und seine Individualität zum Ausdruck bringen. Aber auch wer einen regelmäßigen Fitnesstest im Jujutsu sucht, ist hier genau richtig: Das DJJV-Sportabzeichen kann jährlich abgelegt werden, umfasst sechs Aufgaben aus verschiedenen Bereichen und ist durch seine abgestuften Leistungsanforderungen für alle Alters- und Graduierungsstufen geeignet.

Wer in den Disziplinen Pratzenarbeit, Wurfausdauer, Verkettungen, Gleichgewichtsschulung, Freie Darstellung und Randori seine Fitness unter Beweis gestellt hat, erhält eine Urkunde und kann dazugehörige Aufnäher für seinem Gi bekommen. Bei den ersten beiden erfolgreichen Teilnahmen wird das DJJV-Sportabzeichen in Bronze, beim dritten und vierten Mal in Silber und ab dem fünften Mal in Gold verliehen.

"Das Sportabzeichen ist also geeignet für Sportler, die zwischen ihren Gürtelprüfungen mal etwas anderes machen möchten, ohne dabei gleich die Sportart wechseln zu müssen", sagt Frick.

Die beiden VfL-Trainer Werner Elischer und Michael Frick haben die Ausbildungslizenzen hierfür erworben und können somit das Sportabzeichen auch im VfL Sindelfingen anbieten.

Wer in diesen Sport reinschnuppern will, darf auch gerne beim Anfängerkurs am Mittwoch, dem 13. Februar, in der Realschule Hinterweil vorbeischauen. Infos gibt es bei Michael Frick unter der Telefonnummer (07031) 87 93 40 oder der Adresse www.ju-jutstu-sindelfingen.de im Internet.

Presse | Ju-Jutsu / Kung-Fu | 23.03.2007

Reichert holt sich den Sieg

Bereits zum zweiten Mal hat die Ju-Jutsu-Abteilung des VfL die Landesmeisterschaften nach Sindelfingen geholt. 200 Kämpfer aus über 50 Vereinen traten zwei Tage in Sindelfingen gegeneinander an.

Die gut organisierte Ausrichtung überzeugte sowohl den Württembergischen Landesverband als Veranstalter, als auch die 54 teilnehmenden Vereine.

Insofern darf davon ausgegangen werden, dass auch in den kommenden Jahren Sindelfingen Zentrum für Ju-Jutsu-Wettkampf sein wird. Doch die Lorbeeren für diese Leistung gab der Abteilungsleiter der Ju-Jutsu-Abteilung VfL Sindelfingen an die vielen freiwilligen Helfer weiter. Ziel ist es, ein neues Sportliches Zentrum für Ju-Jutsu in Baden-Württemberg zu etablieren.

Insgesamt erfährt dadurch Sindelfingen als Sportstadt eine weitere Aufwertung. In Sindelfingen gibt es zwei Ju-Jutsu-Vereine die miteinander kooperieren: Der VfL macht Breitensport und richtet die Wettkämpfe aus, Arashi hat sich schwerpunktmäßig die Ausbildung von Wettkämpfern zur Aufgabe gemacht.

Erfolgreich war bei den diesjährigen Landesmeisterschaften Alexander Reichert, der den ersten Platz in der Klasse bis 69 Kilogramm im Senioren Fighting erreichte.

Daniel Oswald aus Sindelfingen holte sich einen zweiten Platz (bis 60/B), Marc Schmid (bis 60/B) wurde Fünfter.

Weitere Infos gibt es unter der Adresse www.ju-jutsu-sindelfingen.de oder unter www.arashi-sindelfingen.de im Internet.