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Presse | Judo | 03.02.2016

Meiling und Turkovic nicht zu schlagen

Die Kämpfer der VfL-Judoabteilung haben bei den baden-württembergischen Einzelmeisterschaften in Pforzheim am Wochenende sehr gut abgeschnitten: Zwei erste, ein dritter und ein neunter Platz, so die Erfolgsbilanz der Sindelfinger.

Zu berücksichtigen ist, dass sich weitere Erfolg versprechende U21-Kämpfer der Sindelfinger, wie beispielsweise Philipp Haug und Lukas Klemm, die in der baden-württembergischen U21-Judo-Szene erfolgreich oben mitmischen, an diesen Titelkämpfen nicht beteiligten, da sie zu diesem Zeitpunkt auf einen Bundeslehrgang waren.

Tom Meiling (bis 81 Kilogramm) eröffnete in Pforzheim den Medaillenreigen der VfL-Kämpfer. Er schlug im ersten Kampf den Reutlinger Paul Freuer mit einem Innenschenkelwurf. Dann stand er Silas Kirschner, der für die Judoschule Roman Baur Leonberg am Start war, gegenüber und beendete auch diese Begegnung vorzeitig zu seinen Gunsten.

Nächste Hürde auf Tom Meilings Weg in das Finale war der Steinheimer Jan König, der sich ebenfalls dem starken VfL-Kämpfer beugen musste. Damit stand der Sindelfinger bereits im Finale, wo der Heubacher Tobias Wirth wartete. Doch auch dieser Gegner konnte den Sindelfinger nicht aufhalten, der sich mit einem Innenschenkelwurf den baden-württembergischen Meistertitel sicherte.

Denis Turkovic (bis 90 Kilogramm) hatte in seiner Gewichtsklasse gerade mal drei Gegner, denn auch hier wirkte sich der Bundeslehrgang aus, an welchem etliche Kämpfer aus dem Lande teilnahmen. Der Sindelfinger machte es auch so recht kurz: Gerade mal eineinhalb Minuten brauchte er, bis er im ersten Kampf den Schwäbisch Gmünder Artem Kilomov geschultert hatte.

Und auch der Freiburger Aliya Bayraktor stand nur eineinhalb Minuten gegen den Sindelfinger auf der Matte, ehe er geschlagen wurde. Extrem eilig hatte es der Sindelfinger dann im Finale gegen den Heitersheimer Marvin Mantey: Nur 30 Sekunden dauerte es, bis Turkovic seinen Innenschenkelwurf – der im den baden-württembergischen Titel sicherte – ansetzen und durchziehen konnte.

Dritter Medaillengewinner aus Sindelfingen war Inokennti Pak (bis 60 Kilogramm) der ebenfalls nur drei Gegner vor sich hatte. Nach zwei Niederlagen reichte ihm aber der Sieg über den SVB-Kämpfer Felix Schicke, um noch auf Platz drei und zur Bronzemedaille zu gelangen. Eine Medaille, die er sich mit dem Böblinger teilte, da dieser auf dem zweiten der beiden dritten Plätze gelandet war.

Julian Wegner (bis 73 Kilogramm) hatte dagegen in Pforzheim einen schlechten Tag erwischt: Nach seinem Auftaktsieg über den Kirchheimer Lukas Krone wurde er vom Backnanger Timon Zionn in die Trostrunde geschickt und schied dort nach einer unglücklichen Niederlage gegen den Albershausener Jan Lukas Menne aus. Das bedeutete am Ende Platz neun für den VfL-Kämpfer.

Fast schon ein gewohntes Bild: Tom Meiling (vorne) beherrschte bei den baden-württembergischen U21-Meisterschaften seine Gegner deutlich. Bild: Vilz

Presse | Judo | 28.01.2016

Katharina Mentz holt den DM-Titel

Von unserem Mitarbeiter Winfried Vilz

Weitere Hausnummern: Meike Wegner erkämpfte für den VfL Sindelfingen in der Klasse bis 70 Kilogramm die Bronzemedaille. Bei den Männern belegte Milot Jusufi in der Klasse bis 100 Kilogramm den siebten Platz. Dass die deutsche Nationalmannschaft in Kuba um Qualifizierungspunkte für die Olympischen Spiele kämpfte, hatte vor allem der zweiten Garde neue Chancen eröffnet. Die wiederum kann sich sehen lassen, denn die Leistungsdichte im deutschen Lager ist groß.

Katharina Mentz gewann im Finale der Klasse bis 48 Kilogramm gegen die Mönchengladbacherin Mira Ulrich vorzeitig. Meike Wegner bezwang im kleinen Finale die Leipzigerin Lisa Müller.

Weniger erfolgreich verlief der Auftritt der Sindelfinger Männer. Philipp Haug schied in der Vorrunde aus, genau wie sein Vereinskollege Nikita Pak. Lediglich Milot Jusufi von der VfL-Judoabteilung kam in die Platzierungsränge. Nachdem er seine Auftaktbegegnung gegen den Bayern Volker Klöß gewonnen hatte, scheiterte er am späteren Meister, dem Ettlinger Dino Pfeiffer.

In der Trostrunde schaffte es Milot Jusufi zwar noch den Niedersachsen Hans Claren zu besiegen, musste dann aber dem Brandenburger Viktor Semenko den Vortritt lassen und belegte so den siebten Platz.

Zum dritten Mal in Folge: Katharina Mentz (vorne) sichert sich in Hamburg den deutschen Meistertitel. Bild: Vilz

Presse | Judo | 27.01.2016

Drei Landesmeister für den VfL

Ein wahrer Medaillenregen prasselte bei den Landesmeisterschaften der U18-Judoka in Tübingen auf die Kämpfer des VfL Sindelfingen: Mit drei Titeln, drei Vizemeistern und einem Drittplatzierten sowie einem fünften und drei siebten Plätzen waren sie der erfolgreichste Verein dieser Titelkämpfe.

Hinzu kommt noch Anton Widlroither, der für die süddeutschen Titelkämpfe gesetzt ist. Dies gilt auch für SVB-Kämpfer Max Lauxmann, der dann in der 90-Kilogramm-Klasse kämpfen wird. Sein Bruder Paul Lauxmann (bis 81 Kilogramm) erkämpfte sich bei den Landesmeisterschaften den zweiten Platz.

Den Auftakt zum erfolgreichen Saisonstart der Sindelfinger U18-Kämpfer lieferte Linus Harsch (bis 43 Kilogramm). Er musste sich dafür allerdings nicht besonders anstrengen, denn in seiner Gewichtsklasse war kein anderer Kämpfer angetreten, sodass er kampflos zum Landestitel kam.

In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm war für den VfL Leon Peikert an den Start gegangen. Er war in seinem Pool zunächst erfolgreich gegen den Leonberger Joshua Schäfer und hatte im nächsten Kampf auch dem Ehinger Dominik Illes erfolgreich Paroli geboten. Lediglich der Heubacher Hannes Schmid erwies sich in dieser Vorrunde stärker als der Sindelfinger.

Doch die zwei Pool-Siege reichten zum zweiten Platz und damit für den Eintritt in die Finalrunde, was automatisch Platz drei und Bronze bedeutete. Ein weiterer Sieg, und Leon Peikert wäre im Finale gestanden. Doch der starke Esslinger Lukas Hayn bremste den Sindelfinger aus, der so mit der Bronzemedaille zufrieden sein musste.

Eine Gewichtsklasse höher, bis 60 Kilogramm, kämpfte sich VfL-Judoka Robin Siebert mit Siegen über den Reutlinger Philipp Beutler und den Heubacher Erik Kohler ins Halbfinale, schlug dort den Ravensburger Niklas Böhm und stand nun im Kampf um den Landestitel dem Tübinger Stefan Thiering gegenüber. Nach anfangs ausgeglichenem Kampfverlauf ließ beim Sindelfinger die Konzentration nach. Er wurde von dem Tübinger ausgekontert und belegte so Platz zwei.

In der Klasse bis 66 Kilogramm waren Niklas Göhler, Darius Siebert und Kevin Bissinger für Sindelfingen am Start, während Luca Slangen die Farben der SVB-Judoabteilung vertrat.

Kevin Bissinger kämpfte sich nach einem Freilos mit Siegen über den Ludwigsburger Lino Holl, den Schwieberdinger Rainer Haug und seinen ehemaligen Vereinskameraden Maxim Hebert, jetzt Freudenstadt, bis ins Finale gegen den Fellbacher Noel Pollak vor, verlor dort aber den Kampf um Gold und kehrte mit Silber nach Hause zurück.

Darius Siebert war zuvor bereits ausgeschieden. Niklas Göhler war nach einem Freilos und zwei Siegen von Maxim Hebert im Viertelfinale geschlagen und in die Trostrunde geschickt worden. Dort traf er auf den Böblinger Luca Slangen, wurde geschlagen und belegte so Platz sieben. Slangen stand im kleinen Finale dem Backnanger Andre Strässer gegenüber, dem er in der Vorrunde bereits unterlegen war, entschied aber den Kampf um Bronze für sich. Die Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm wurde klar von den beiden VfL-Kämpfern Dejan Vujaklija und Rokuya Lehnert beherrscht.

Fabian Twardon – ebenfalls vom VfL – kam hier auf Platz sieben, während sich seine beiden Vereinskollegen bis ins Finale vorkämpften. Dejan Vujaklija ließ dabei den Leonberger Lasse Matz, und den Fellbacher Marco Heims hinter sich, während Rokuya Lehnert den Einzug ins Finale mit Siegen über den Cannstatter Wenzel Pönisch und den Esslinger Kai Schmidt schaffte. Im anschließenden Finalkampf der beiden Vereinskollegen war Rokuya Lehnert der Glücklichere und behielt die Oberhand.

Paul Lauxmann von der SVB-Judoabteilung war in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm am Start, hatte zunächst den Albershausener Christian Wolf mit sattem Innenschenkelwurf geschlagen und anschließend den Steinheimer Sinan Yilmaz mit derselben Technik aus dem Weg geräumt. Auf dem Weg ins Finale stand dem Böblinger nun nur noch der Reutlinger Justin Vohrer im Wege. Doch auch dieses Hindernis räumte er zur Seite. Im Finale fand er dann allerdings gegen den Steinheimer Marvin Kurz kein Rezept, wurde kurz vor Kampfende mit einem Innenschenkelwurf geschlagen und belegte so Platz zwei. Jan Jaiser von der VfL-Judoabteilung belegte in dieser Gewichtsklasse noch den fünften Platz.

Den krönenden Schlusspunkt dieses Kampftages setzte in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm Vladislay Bashkatov von der VfL-Judoabteilung. Er sicherte sich mit überzeugenden Siegen über den Feuerbacher Benjamin Wagner, den Fellbacher David Florczak, den Esslinger René Deuschle und den Heubacher Jemin Velispahicv den Landestitel.

Presse | Judo | 02.01.2016

25 000 Euro für den Nachwuchs

Die VfL-Judoka dürfen sich freuen. Von den Sindelfinger Judo-Freunden gab es kurz vor den Feiertagen einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro. „Wir waren über die Höhe selber überrascht. Die Summe wurde allein über die Mitgliedsbeiträge und Spenden erwirtschaftet“, sagt Harald Widlroither, Vorsitzender des 1992 gegründeten Fördervereins. „Wir haben momentan 41 Mitglieder, die sich aus Eltern und Freunden sowie ehemaligen Sportlern der Abteilung zusammensetzen“, sagt Harald Widlroither. Das Geld können die VfL-Judoka gut gebrauchen, denn im kommenden ist eine Japanreise der U18-Kämpfer geplant (die SZ/BZ berichtete). Zudem wird beim VfL Sindelfingen eventuell über die Einstellung eines weiteren Trainers nachgedacht, um den Trainingsumfang und die Wettkampf-Betreuung auf hohem Niveau halten zu können. Harald Widlroither: „Bei den VfL-Judoka findet eine praktische Erziehung statt. Die Kinder und Jugendlichen lernen Regeln einzuhalten, tolerant zu sein und als Trainingspartner sind Verlässlichkeit und Verbindlichkeit notwendig.“ Im Förderverein der Sindelfinger Judo-Abteilung engagieren sich viele Mitglieder der ehemaligen Bundesligamannschaft von 1990. Darunter sind unter anderem Arnd Franz, Stefan Fischer und Oliver Wengert. Das Bild zeigt Stefan Fischer, Schatzmeister der Judo-Freunde (links) und seinen Kollegen von der Judo-Abteilung, Christian Hempel. Nähere Informationen zu den Judo-Freunden des VfL Sindelfingen gibt es auf der Homepage www.judofreunde.info im Internet. – phi – / Bild: Photo 5

Presse | Judo | 09.12.2015

Die Enttäuschung sitzt tief beim VfL

Judo: Die U18-Kämpfer des VfL Sindelfingen verlieren bei der deutschen Meisterschaft das kleine Finale gegen Großhadern und werden am Ende Fünfter

Die U18-Kämpfer des VfL Sindelfingen haben sowohl das Finale als auch die Bronzemedaille bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften ihrer Altersklasse in der Sigi-Sterr-Judohalle des TSV Großhadern am Samstag in München denkbar knapp verfehlt.

Die Enttäuschung im Team darüber war so groß, dass nicht einmal das obligatorische Mannschaftsfoto zustande kam. Und so blieb den VfL-Judoka wie bereits im Vorjahr nur der undankbare fünfte Platz. Und das nach wahren Schlachten auf der Matte, wie es der Sportvorstand der VfL-Judoabteilung, Marc Meiling, in seinem SMS-Ticker als Schlussnachricht „simste“.

Und es waren in der Tat Schlachten, die sich auf der Matte abspielten. Die erste entschieden die Sindelfinger - die zunächst ein Freilos hatten - klar für sich. Ihr Gegner, der PSV Eisenach, Zweiter der mitteldeutschen Meisterschaften, konnte in keiner Phase der Begegnung mithalten: Kim Ruf (Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm) benötigte gerade mal eine Minute, um den Eisenacher Oliver Schulz mit einem Schulterwurf von der Matte zu schicken. Mit derselben Technik schlug anschließend nach nur 30 Sekunden Kampfzeit Alexander Schmitt (bis 55 Kilogramm) den Eisenacher Jacob Pfeifer.

Matthias Müller, Sindelfinger Leichtgewicht (bis 50 Kilogramm), hatte sich ebenfalls für einen Schulterwurf entschieden, mit dem er den Eisenacher Nico Gasterstedt aus dem Wege räumte. Tom Meiling (bis 81 Kilogramm) sammelte beim Eisenacher Paul Gebhardt zwei große Wertungen, eine für einen Hüftfeger und die andere für einen Innensichelwurf ein und gewann so nach nur 48 Sekunden.

Noch kürzer machte es Anton Widlroither (bis 73 Kilogramm): Nach elf Sekunden hatte er den Eisenacher Tom Silchmüller per Innenschenkelwurf geschlagen. Jordi Klein (bis 60 Kilogramm) siegte per Schulterwurf über Fjodor Busik. Und Oliver Leins setzte im Schwergewicht mit seinem vorzeitigen Sieg über Konrad Gurk den Schlusspunkt zum deutlichen 7:0-Sieg seines Teams.

Diesem Auftakt nach Maß folgte im Halbfinale mit dem späteren Vizemeister Potsdam die Ernüchterung: Zwar konnte Kim Ruf den Potsdamer Wilhelm Baumgart per Haltegriff vorzeitig besiegen. Doch dann kam die nicht eingeplante Niederlage von Alexander Schmitt gegen Bennet Prahl. Der Potsdamer konterte den Sindelfinger souverän aus. Ebenso erging es anschließend Matthias Müller, der dem Potsdamer Schummel unterlag.

Der Schlüsselkampf dieser Begegnung war dann die Begegnung zwischen Tom Meiling und Tim Schmidt. Zweimal war der Sindelfinger im Bodenkampf dabei, den Potsdamer erfolgreich in die Mangel zu nehmen, aber jedes Mal unterbrach der Kampfrichter die Begegnung und ließ die Kontrahenten wieder im Stand weiterkämpfen. Das demoralisierte den Sindelfinger, der dann in einen Konterwurf hineinlief und seinen Kampf verlor.

Anton Widlroither holte zwar anschließend mit seinem Arbeitssieg gegen den Potsdamer Kilian Ochs wieder auf, und Jordi Klein (bis 60 Kilogramm) siegte über den Potsdamer Philipp Schummel. Aber damit war lediglich der Ausgleich erzielt und nun lag es am VfL-Schwergewichtler Oliver Leins, mit einem Sieg über den Potsdamer Erik Abraham das Blatt noch zu wenden und seiner Mannschaft zum Finaleinzug zu verhelfen. Aber es sollte nicht sein: Leins verletzte sich, musste danach zwei große Wertungen des Potsdamers hinnehmen und verlor. Damit hatte das VfL-Team 3:4 verloren und knapp das Finale verfehlt.

Was nun blieb, war das kleine Finale und die Chance auf Bronze. Und dieses Duell war die Neuauflage des Südfinales vor einigen Wochen in Pforzheim, in dem die Sindelfinger knapp mit 4:3 die Oberhand gegen Großhadern behielten.

Doch diesmal kam es anders: Kim Ruf siegte per Schulterwurf und anschließendem Haltegriff über den Münchner Julian Buck. Doch dann verlor Alexander Schmitt im Haltegriff des Münchners Manuel Mühlegger, und Matthias Müller wurde anschließend vom Münchner Simon Voglmeier per Würgegriff geschlagen.

Tom Meiling holte einen knappen Arbeitssieg gegen den Münchner Jerome Angene und Anton Widlroither konnte sich aus dem Haltegriff des Münchners Tobias Bergmeier nicht mehr befreien und verlor. Jordi Klein verließ anschließend als Sieger die Matte, weil sich sein Gegner Janno Brodnig verletzt hatte und nicht mehr weiterkämpfen konnte. Vladislav Bashtakov musste danach für den verletzten VfL-Schwergewichtler Oliver Leins einspringen. Mit einem Sieg über den Großhaderner Mario Günther hätte er das Blatt noch in Richtung Bronze für die Sindelfinger wenden können, aber der Münchner war zu stark und sorgte mit einem erfolgreichen Innenschenkelwurf für den 4:3-Sieg des Münchner Teams. Für die Sindelfinger hieß es deshalb: Knapp daneben und Platz fünf.

Chancenlos blieb der Eisenacher Tom Silchmüller (links) bei diesem Innensichelwurf des Sindelfingers Anton Widlroither. Da war die Welt der VfL-Judoka noch in Ordnung. Bild: Vilz

Presse | Judo | 03.12.2015

Zwei Vizemeister für Sindelfingen

Bei den deutschen Pokalmeisterschaften der Judoka in Künzell haben sich die Judoka der VfL-Judoabteilung sehr gut geschlagen: Philipp Haug (bis 90 Kilogramm) und Milot Jusufi (bis 100 Kilogramm) wurden in ihren Gewichtsklassen Deutsche Pokalvizemeister. Das gute Abschneiden der Sindelfinger komplettierte in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Yves Behr mit seinem fünften Platz.

Philipp Haug startete in seiner Gewichtsklasse mit einem vorzeitigen Sieg über den Berliner Valentin Kiesche. Fast die gesamte fünfminütige Kampfzeit brauchte er anschließend, um den Bonner Daniel Wegner vorzeitig in die Trostrunde zu schicken. Damit stand der Sindelfinger bereits im Viertelfinale, wo der Pfälzer Andreas Benkert auf ihn wartete. 30 Sekunden vor Kampfende konnte Philipp Haug einen Innenschenkelwurf bei seinem Gegner ansetzen und durchziehen. Damit war das Tor zum Halbfinale aufgestoßen.

Und in dieser Begegnung – gegen den Bremer Leonhard Schütz – gab dann der Sindelfinger eindeutig die Richtung an: Nur zwölf Sekunden benötigte er, um seinen Gegner zu werfen und so das Finale gegen den Eilbecker Julien Appelt zu erreichen.

Dort war dann nach etwas mehr als einer Minute Kampfzeit Endstation für den Sindelfinger. Er wurde geworfen und musste mit dem Vizemeister-Titel zufrieden sein.

Milot Jusufi hatte nach einem Freilos den Sachsen Martin Weiher nach einer Minute Kampfzeit geschlagen. Auch der Brandenburger Jörg Frischmann hatte an diesem Tag gegen den glänzend aufgelegten Sindelfinger keine Chance und verlor vorzeitig.

Etwas länger dauerte es dann anschließend, bis Milot Jusufi den Karlsruher Riadh Ben Sassi geschlagen und somit ins Finale eingezogen war. Dort konnte der Sindelfinger gegen den starken Potsdamer Philipp Galandi nicht punkten, verlor und verließ als Vizemeister die Matte.

Nicht ganz zur Medaille reichte es für den Sindelfinger Yves Behr. Er war zwar mit Siegen über den Berliner Benjamin Mollier und den Leverkusener Jan Philipp Resag bis ins Viertelfinale gelangt, hatte dort auch den Osnabrücker Felix Stöckel nach Punkten geschlagen.

Im anschließenden Halbfinale gegen den Beuler Devin-Ajanu Waldenburg musste der temperamentvolle Sindelfinger eine vorzeitige Niederlage einstecken.

In der Trostrunde im Kampf um die Bronzemedaille hatte der Sindelfinger dann auch noch das Pech, dass er in der letzten Sekunde der regulären Kampfzeit von seinem Gegner, dem Eilbecker Temuka Berozashvili punktreif geworfen wurde und so am Ende den undankbaren fünften Platz belegte.

Stark im Bodenkampf: Der frischgebackene Deutsche Pokal-Vizemeister Milot Jusufi (oben) Bild: Vilz

Presse | Judo | 09.11.2015

Kim Ruf behält die Nerven

Die U18-Kämpfer der VfL-Judoabteilung haben sich am Samstag in Pforzheim den süddeutschen Mannschaftsmeister-Titel erkämpft und wollen noch höher hinaus: Trainer Frixos Raidos wird mit seinem Team am 5. Dezember in München bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften an den Start gehen und hofft dort auf einen Medaillenplatz.

Die Sindelfinger legten in der Jahn-Halle in Pforzheim in der Vorrunde einen Bilderbuchstart hin: Mit einem glatten 7:0 (70:0) fegten sie das Team des PSV Karlsruhe von der Matte.

Nächster Gegner der Sindelfinger war die Kampfgemeinschaft ESV/MTV Ingolstadt. Hier gab es einen ebenso deutlichen 6:0-Erfolg für die Sindelfinger. In der letzten Begegnung der Vorrunde – gegen den JC Lauf – wollte VfL-Trainer Frixos Raidos weiteren Vfl-Nachwuchskämpfern eine Chance geben und änderte die Mannschaftsaufstellung entsprechend. Und das wäre beinahe schief gegangen: Dejan Vujaklija (bis 73 Kilogramm) schlug zwar den Laufer Tauras Kuvlag mit zwei Innenschenkelwürfen, aber anschließend wurde Vladislav Bashkatov vom Laufer Tim Winsloe ausgekontert. Tom Meiling und Jordi Klaien waren wieder sichere Punktelieferanten für ihr Team. Matthias Müller musste sich dem Laufer Peter Thomas geschlagen geben. Als Leon Peikert seine Begegnung gegen Dominik Röder verloren hatte, stand es 3:3 und die Verantwortung lastete auf Kim Ruf – er wurde ihr gerecht: Mit einem Innensichelwurf zwang er seinen Gegner zu Boden, nahm ihn in den Haltegriff und sicherte so den Punkt zum 4:3-Gesamtsieg des VfL-Team. Die Sindelfinger waren damit Pool-Erste und zogen ungeschlagen in die Finalrunde ein.

Hier ging es gleich im ersten Kampf (gegen Jan Nürnberg) um den Einzug ins Finale. Und die Begegnung begann nicht gut für den VfL: Anton Widlroither wurde wegen einer für seinen Gegner gefährlichen Beintechnik disqualifiziert, stand somit auch für die restlichen Mannschaftskämpfe nicht mehr zur Verfügung. Vladislav Bashtakov, der als Schwergewichtler eingesetzt wurde, überraschte nicht nur seinen Gegner, sondern auch sein Team mit einem furiosen Auftritt: Mit einem Innensichelwurf glich er aus. Als anschließend Tom Meiling in gewohnter Weise seinen Gegner im Griff hatte, stand es 2:1 für den VfL. Jordi Klein erhöhte auf 3:1, dann mussten sowohl Mathias Müller als auch Leon Peikert Niederlagen hinnehmen – es stand 3:3: Wieder war es Kim Ruf, der mit einem Fußfeger den knappen 4:3-Sieg des VfL und damit die Finalteilnahme sicherte.

Im Finale wartete das als Favorit gehandelte Team von München Großhadern auf die Sindelfinger. Den ersten Einzelsieg holte der Sindelfinger Dejan Vujaklija (bis 73 Kilogramm). VfL-Schwergewichtler Oliver Leins verlor, Tom Meiling schlug den Münchner Jerome Angewe. Jordi Klein hielt gegen Kanno Brodnik ein achtbares Unentschieden und Mathias Müller siegte knapp. Leon Peikert verlor knapp. Beim Stand von 3:3 war es wieder an Matchwinner Kim Ruf, der den Münchner Julian Buck knapp besiegte und somit den Südmeister-Titel für sein Team sicherte.

Die süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften kosteten eine Menge Nerven. Am Ende reichte es für das Team um Trainer Frixos Raidos zum Titel. Bild: Vilz

Presse | Judo | 09.11.2015

Medaillen am Fließband

SINDELFINGEN (wiv). Für die jüngsten Judoka der U10-Altersgruppe ist es immer etwas Besonderes, zum ersten Mal bei einem Wettkampf auf der Matte zu stehen. So auch für 21 Nachwuchskämpfer der vor einem Jahr eingerichteten Leistungsgruppe beim VfL Sindelfingen, die bei den in Sindelfingen ausgerichteten U10-Bezirksmeisterschaften tolle Erfolge einheimsten.

Erste Plätze erkämpften Laura Krutsch, Nelly Specht, Maren Keck, Domenick Wilhelm, Tillmann Jauß, Luka Fuchs, Lucas Hauch, Leon Koch, Lennox Pointner, Noah Keller, Jonathan Schröck, Johannes Urban, Ilja Pak, Marvin Sanz und Fabio Spinder. Zweiter wurden Roko Vrbljan, Apollonas Raidos, Martin Renner, David Kempf und Niklas Schröck. Auf Rang drei landete Sofie Gonzales-Martinez.

Sie alle sind für die nordwürttembergischen Titelkämpfe am 22. November in Besigheim qualifiziert.

Presse | Judo | 28.10.2015

Zwei Medaillen für Sindelfingen

Mit vier Kämpfern gingen die Sindelfinger U15-Judoka bei den süddeutschen Meisterschaften im bayerischen Mainburg an den Start. Zwei von ihnen – Linus Harsch (bis 40 Kilogramm) und Niklas Göhler (bis 60 Kilogramm) – standen zum Schluss auf dem Treppchen.

Das VfL-Trainerteam – Regina Schneider und Frixos Raidos – hatte in Mainburg bei den Südmeisterschaften der U15-Judoka keinen Grund zur Klage: Linus Harsch, Landesvizemeister seiner Alters- und Gewichtsklasse, enttäuschte auch in Bayern nicht. Nach taktisch gut durchdachten Kämpfen erreichte er auch hier souverän das Finale.

Dort traf er, wie schon im Finale der Landesmeisterschaften, auf den Backnanger Karl Bschlanggaul.

Und wie bei den Landesmeisterschaften musste er auch bei den Südmeisterschaften dem Backnanger den Vortritt lassen und wurde immerhin Vizemeister.

Niklas Göhler, Fünfter der Landesmeisterschaften, gelangte in Mainburg eine Stufe höher auf das Treppchen. Mit Kampfgeist und Technik arbeitete er sich bis zur Bronzemedaille vor.

Patrick Oliveira (bis 55 Kilogramm) und Matthias Müller (bis 50 Kilogramm) landeten in ihren Gewichtsklassen in Mainburg jeweils auf den neunten Plätzen.

Strahlen um die Wette: VfL-Trainerin Regina Schneider sowie Linus Harsch (rechts) und Niklas Göhler. Bild: Vilz

Presse | Judo | 26.10.2015

Kurz berichtet

Mit seinem überzeugenden Sieg beim Bamberger Domreiter-Turnier in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm hat U17-Kämpfer Anton Widlroither vom VfL Sindelfingen beim Deutschen Judobund auf sich aufmerksam gemacht. Dejan Vujaklija belegte Platz sieben, in der 66-Kilogramm-Klasse sammelten Rokuya Lehnert (Platz sieben) und Kevin Bissinger (Platz neun) wertvolle Erfahrungen. Nach zwei Siegen per Innenschenkelwurf und Haltegriff beendete Widlroither auch den Halbfinalkampf nach drei Minuten. Im Finale warf er den Stolberger Ben Ihrlich nach nur 50 Sekunden mit einem Innenschenkelwurf und sicherte sich so den Turniersieg.

Starkes Sindelfinger U12-Quartett

Alle vier U12-Judoka des VfL Sindelfingen haben sich bei den nordwürttembergischen Meisterschaften in Kirchhausen für die Titelkämpfe auf württembergischer Ebene qualifiziert. Im Leichtgewicht bis 34 Kilogramm war für Alexander Stromberger erst im Finale Endstation, er verlor mit einem Wazari. In der Klasse bis 43 Kilogramm musste Luca Vrbljan in die Trostrunde und wurde Siebter, Adrian Koch benötigte im Finale nur 40 Sekunden, um den Kampf mit einem Haltegriff für sich zu entscheiden. Als einziges VfL-Mädchen sicherte sich Christina Hammer in der Klasse bis 48 Kilogramm mit zwei schnellen Siegen die Goldmedaille.

TSV Kuppingen bleibt Zweiter

Beim letzten von vier Durchgängen zur württembergischen Volkslauf-Mannschaftsmeisterschaft, ausgerichtet von der TSG Steinheim und SKV Oberstenfeld, verteidigte die Kuppinger Mannschaft mit Petra Kopp, Tanja Ruppert, Markus Weisse, Hagen und Katrin Zelßmann in der Mixed-Kategorie ihren zweiten Platz. Weisse wurde mit einer Zeit von 38:28 Minuten belohnt, Hagen Zelßmann lief nach 42:10 über die Ziellinie. Tanja Rupperts Zeit von 46:29 bedeutete gleichzeitig Rang zwei in der Frauen-Konkurrenz, kurz danach kamen Petra Kopp (48:24) und Katrin Zelßmann (52:36) ins Ziel.

Presse | Judo | 24.10.2015

Linus Harsch erst im Finale gestoppt

SINDELFINGEN (wiv). Mit vier Kämpfern gingen die U15-Judoka des VfL Sindelfingen bei den süddeutschen Meisterschaften im bayrischen Mainburg an den Start. Zwei von ihnen - Linus Harsch (bis 40 Kilogramm) und Niklas Göhler (bis 60 Kilogramm) - standen zum Schluss auf dem Treppchen. Linus Harsch auf Platz zwei und Niklas Göhler auf Platz drei.

So hatten die VfL-Trainer Regina Schneider und Frixos Raidos in Mainburg bei den Südmeisterschaften keinen Grund zur Klage. Linus Harsch - Landesvizemeister seiner Alters- und Gewichtsklasse - enttäuschte auch in Mainburg nicht.

Niklas Göhler schafft es mit Technik und Kampfgeist aufs Treppchen

Nach taktisch gut durchdachten Kämpfen gelangte er bis ins Finale. Dort traf er - wie schon im Finale der Landesmeisterschaften - auf den Backnanger Karl Bschlanggaul. Harsch musste erneut dem Backnanger den Vortritt lassen und wurde Vizemeister.

Niklas Göhler - Fünfter der Landesmeisterschaften - gelangte in Mainburg aufs Treppchen. Mit Kampfgeist und Technik arbeitete er sich bis zur Bronzemedaille vor.

Patrick Oliveira (bis 55 Kilogramm) und Matthias Müller (bis 50 Kilogramm) landeten in ihren Gewichtsklassen jeweils auf den neunten Plätzen.

Presse | Judo | 21.10.2015

Kristens Strategie geht nur in einem Kampf nicht auf

KREIS BÖBLINGEN (wiv/red). Die dritte Mannschaft der Judoabteilung des VfL Sindelfingen ist bei der Bezirksliga-Runde am letzten Kampftag in Ludwigsburg knapp an Bronze vorbeigeschrammt und belegt in der Abschlusstabelle hinter SV Feuerbach, Randori Stuttgart II und dem KSV Esslingen III Platz vier. Das Judoteam des KSV Holzgerlingen mit Coach Uwe Heim konnte von seinen insgesamt vier Begegnungen an diesem Kampftag keine für sich entscheiden und landete auf Platz sieben.

VfL-Coach Simon Kristen mischt als Trainer und Coach mit seinem ersten Team nicht nur ganz oben in der zweiten Bundesliga mit - viel weiter unten, in der Bezirksliga, geht er auch selbst auf die Matte. So auch am letzten Kampftag. Die Sindelfinger hatten nur vier von fünf möglichen Kämpfern am Start. "Das reicht zur Not, wenn drei siegen, haben wir die Begegnung gewonnen", so Coach Kristen zu seiner Strategie. Und diese schien aufzugehen. Die Sindelfinger schlugen zunächst das Team der Sportvereinigung Feuerbach mit 3:2, wobei Simon Kristen (bis 90 Kilogramm), Andreas Kratz (bis 81 Kilogramm) und Fabian Staber (bis 66 Kilogramm) jeweils die Oberhand behielten und nur Roland Hüben (bis 66 Kilogramm) gratulieren musste. Der Kampf im Schwergewicht ging mangels Gegner an die Feuerbacher. Mit demselben Ergebnis wurde auch der MTV Stuttgart besiegt. Gegen Randori Stuttgart ging das Konzept allerdings nicht auf. Zwar gewannen Kristen und Kratz ihre Kämpfe, Hüben und Staber verloren aber. Und da es keinen Sindelfinger Schwergewichtler gab, fiel dieser Punkt an die Stuttgarter.

Gegen den Kreisrivalen KSV Holzgerlingen starteten die Sindelfinger erfolgreich: Simon Kristen schlug Tim Stoll vorzeitig, und Andreas Kratz ließ dem Holzgerlinger Marvin Heim keine Chance. Zwar wurde anschließend Roland Hüben vom Holzgerlinger Patrick Friedrich geschlagen, aber Fabian Staber machte diese Niederlage mit einem Sieg über Pirmin Heim wieder wett. Anschließend siegte Holzgerlingens Schwergewichtler Kray Ayhan mangels Sindelfinger Gegner kampflos, konnte aber die 2:3-Niederlage seines Teams nicht verhindern. Die Sindelfinger standen damit zunächst auf dem dritten Tabellenplatz, doch da die Stuttgarter gegen die Gastgeber siegten, zogen sie noch an Sindelfingen vorbei.

Mit vielen Nachwuchskämpfernin die Runde gestartet

Der KSV Holzgerlingen kassierte vor seinem Kampf gegen Sindelfingen eine 0:5-Klatsche gegen den TSV Schwieberdingen. Tim Stoll (bis 90 Kilogramm) verlor zunächst im Haltegriff, ehe Marvin Heim (bis 73 Kilogramm) gekontert und Jonas Bleher (bis 81 Kilogramm) entscheidend geworfen wurden. Auch Arthur Merdian (bis 66 Kilogramm) sowie Kevin Kaspar (bis 90 Kilogramm) hatten ihren Kontrahenten nichts entgegenzusetzen. Der SpVgg Feuerbach unterlagen die Holzgerlinger ebenfalls mit 0:5. Patrick Kaspar, Marvin Heim, der KSV-Amerikaner John Hollis, Arthur Merdian und Kevin Kaspar mussten gratulieren.

In der letzten Begegnung standen die Holzgerlinger den Kämpfern der Sportschule Roman Baur gegenüber. In der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm kam Patrick Friedrich kampflos zum Sieg. Pirmin Heim war für diesen Kampf aufgerückt und schaffte in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm - etatmäßig ist er bis 60 Kilo im Einsatz - einen Arbeitssieg. Patrick Kaspar (bis 81 Kilogramm) und Arthur Merdian (bis 66 Kilogramm) musste sich geschlagen geben. Schwergewichtler Eray Ayhan wurde disqualifiziert, weil er seinem Gegner im Reflex ans Bein fasste.

Die Holzgerlinger sind mit ihrem siebten Platz zufrieden, zumal sie etliche Nachwuchskämpfer im Einsatz hatten.

Presse | Judo | 21.10.2015

Durchstarten nach schwierigem Jahr

René Schneider - zweistärkster deutscher Judoka in der 66-Kilogramm-Klasse - hat eine schwierige Zeit hinter sich. Ein Formtief im Frühjahr hat den Kämpfer des VfL Sindelfingen im Rennen um die Olympia-Qualifikation gegen Konkurrent Sebastian Seidl zurückgeworfen. Doch der 25-Jährige gibt nicht auf.

VON WILFRIED VILZ

SINDELFINGEN. René Schneider ist ein echtes Eigengewächs der VfL-Judoabteilung. Als Neunjähriger absolvierte er beim damaligen Trainer Jan Steiner die erste Trainingsstunde. Derzeit feilt er täglich zweimal im Sindelfinger Judo-Olympiastützpunkt bei Cheftrainer Wolf-Rüdiger Schulz an seiner Form. Bundestrainer Detlev Ultsch hat ebenfalls ein wachsames Auge auf den Sindelfinger und ihn noch längst nicht abgeschrieben: Der 25-Jährige sitzt derzeit gewissermaßen auf gepackten Koffern, denn bei einer der drei Turnierreisen der deutschen Nationalmannschaft zum Jahresende - entweder nach Japan, Korea oder China - ist er als Teilnehmer fest gebucht.

Nicht nur die VfL-Judoabteilung, auch das Bundesliga-Team des KSV Esslingen weiß die Leistungen von René Schneider zu schätzen. Für den KSV steht er bereits seit fünf Jahren bei den Kämpfen in der 1.Bundesliga auf der Matte. So auch beim Liga-Finale in Esslingen, bei dem er sich mit seinem Nationalmannschaft-Kollegen Igor Wandtke ein packendes Duell lieferte und erst im letzten Moment in einen Konter lief. Die Esslinger verloren am Ende mit 3:10, und René Schneider wurde somit zum fünften Mal mit den Esslingern deutscher Vizemeister.

Doch warum steht der Top-Kämpfer nicht beim Sindelfinger Zweitliga-Team auf der Matte? Der 25-Jährige hört diese Frage häufig und hat eine einleuchtende Antwort parat: "Die VfL-Judoabteilung hat in meiner Gewichtsklasse zahlreiche gute Nachwuchskämpfer am Start. Die Brüder Chris und Yves Behr sowie Marcel Schleer und Alex Frank machen ihre Sache sehr gut und können Erfahrung und Kampfroutine sammeln. Wäre ich mit dabei, würde ich ihnen gewissermaßen die Erfolge klauen. Ich dagegen kann in Esslingen gegen nationale und internationale Top-Kämpfer antreten, was in der zweiten Liga nicht so häufig der Fall ist."

Das sieht man übrigens auch im Vorstand der Sindelfinger Judoabteilung so. "Trotzdem ist und bleibt der VfL mein Verein, und wann immer es geht, unterstütze ich ihn und gehe für ihn bei großen Turnieren, zuletzt beim Europacup im Juli im Glaspalast, auf die Matte." Zuletzt hat Schneider beim vorletzten Kampftag der zweiten Bundesliga vor zwei Wochen für den VfL auf die Pauke gehauen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Beim Heimkampf gegen den SV Halle in der Eschenried-Sporthalle stand der 25-Jährige am Mattenrand und gab auf der Pauke den Takt für die Anfeuerungsrufe des Publikums vor.

Bachelorarbeit beenden, sechs Kilo abspecken und dann nach Asien

Vor dem Asienturnier des Deutschen Judobundes zum Jahresende warten auf den Sindelfinger noch einige Anforderungen. Nicht nur, dass er sein normales Trainingsgewicht von 72 bis 73 Kilogramm auf die erforderlichen 66 abtrainieren muss (Schneider: "Das ist inzwischen Routine für mich geworden, und das machen alle Kader-Athleten so."), in seinem Studium zum Wirtschafts-Ingenieur an der FH Esslingen steht außerdem noch die Bachelor-Arbeit ins Haus. "Mein Engagement für den Leistungssport hat mein Studium nicht immer positiv beeinflusst", gibt er selbstkritisch zu, ist aber zuversichtlich, den Abschluss mit achtbarem Ergebnis zu schaffen. Eines aber findet er schade: Von der kürzlich zwischen der FH Esslingen und dem Olympia-Stützpunkt Stuttgart, zu dem auch der Judo-Stützpunkt Sindelfingen gehört, getroffenen Vereinbarung, mehr Flexibilität für die Athleten zu schaffen, profitiert er nur noch kurz vor seinem Studienabschluss.

Presse | Judo | 12.10.2015

Ein Erfolg auf dem letzten Drücker

Kein Sieg in den bisherigen fünf Kämpfen der zweiten Judo-Bundesliga Süd, lediglich ein Unentschieden gegen Wiesbaden – mit dieser Negativbilanz wollten die VfL-Zweitligisten am letzten Kampftag gegen Samurai Offenbach in der Eschenried-Halle ihre erste Bundesliga-Saison nach mehr als 18 Jahren nicht abschließen und das gelang auch eindrucksvoll.

Entsprechend motiviert, mit Biss und Selbstbehauptungswillen, traten sie deshalb am letzten Kampftag auf heimischer Matte gegen das Team von Samurai Offenbach an. Den bisherigen Tabellendritten deklassierten sie mit 10:4 und gaben damit die Rote Laterne an den JC Wiesbaden ab.

Während sein Bruder René Schneider in Esslingen im Team des KSV Esslingen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaften kämpfte, stand Robin Schneider (Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm) in der Escheried-Halle gegen den Offenbacher David Tsousis auf verlorenem Posten und wurde mit einem Hüftfeger geschlagen. VfL-Schwergewichtler Akos Joos sorgt anschließend gegen den Offenbacher Schönfeld für den ersten Paukenschlag aus VfL-Sicht, als er den Hessen nach nur 50 Sekunden Kampfzeit mit einem Fußfeger von den Beinen holte.

Tilmann Sutor (bis 73 Kilogramm) besiegte mit zwei mittleren Wertungen für Innensichelwürfe den Offenbacher Lukas Sonne. VfL-Leichtgewichtler Lukas Klemm stand Brian-Miles Smith gegenüber und tat sich anfangs etwas schwer, bis er den Offenbacher in einen Haltegriff bekam und so den Kampf vorzeitig beenden konnte.

Philipp Haug (bis 90 Kilogramm) Sindelfingens zuverlässigster Kämpfer in der diesjährigen Saison, enttäuschte auch diesmal nicht: Mit einem sauberen Innenschenkelwurf besiegte er den Offenbacher Max Sonne. Yves Behr (bis 66 Kilogramm) sicherte sich mit zwei Innensichelwürfen den Sieg über den Offenbacher Sascha Pazik.

Zwar verlor anschließend VfL-Halbschwergewichtler Milot Jusufi gegen den Offenbacher Florian Lindner, aber nach diesem letzten Kampf des ersten Durchganges stand es bereits 5:2 (42:15) für das von Coach Simon Kristen betreute VfL-Team und die Hoffnung keimte auf, im zweiten Durchgang den ersten Sieg in dieser Saison klar machen zu können.

Allerdings musste anschießend eine Niederlage verkraftet werden: David Lin unterlag dem Offenbacher Tsokouris knapp. Dafür konnte anschließend Schwergewichtler Akos Joos einen kampflosen Sieg verbuchen. Danach traf Tillmann Sutor abermals auf den Offenbacher Lukas Sonne und wieder war es ein Innenschenkelwurf des Sindelfingers, der den Sieg brachte.

Fabian Hässner (bis 60 Kilogramm) hatte gegen den Offenbacher Brian-Miles Smith einen schweren Stand und verlor knapp. Dann kam wiederum der Auftritt des VfL-Kämpfers Philipp Haug: Mit einem sauberen Innenschenkelwurf samt Haltegriff bezwang er den Offenbacher Georgios Simidis. Und als Chris Behr (bis 66 Kilogramm) den Offenbacher Philipp Schönfeld mit einem Armhebel zur Aufgabe zwang, stand der Sieg der Sindelfinger bereits fest, und Milot Jusufi besserte dieses Ergebnis noch mit einem vorzeitigen Sieg über den Offenbacher Alex Schönfeld auf 10:4 (92:27) auf. Sein Team rutschte damit vom siebten und damit letzten Tabellenplatz auf Platz sechs.

Absteigen hätte das VfL-Team ohnehin nicht gemusst –gleichgültig wie dieser letzte Kampftag ausgegangen wäre. Denn Erstligist Abensberg hatte nach Start der Saison zurückgezogen. Das bedeutete, dass von oben keiner nach unten absteigen musste.

Verbissener Kampf zwischen dem Sindelfinger David Lin (hinten) und dem Offenbacher Tsokouris. Bild: Vilz

Presse | Judo | 12.10.2015

Die HSG ziert das Tabellenende

Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Im Kellerduell gegen den TV Rottenburg unterlag die Mannschaft von Harry Adler mit 28:29 und ziert nun das Tabellenende der Landesliga.

Aufgrund des Nichterscheinens des eingeteilten Unparteiischen begann das Kellerduell zwischen der HSG Böblingen/Sindelfingen und dem TV Rottenburg mit einer Viertelstunde Verspätung. Nach dem 26:21-Erfolg mit der zweiten Männermannschaft der HSG Böblingen/Sindelfingen gegen Rottenburg stellte sich HSG-Akteur Sebastian Heinkele zur Verfügung und übernahm die Leitung des Spiels – und erledigte seine Aufgabe exzellent. Gleich zu Beginn der Partie hatte der HSG-Schiedsrichter eine heikle Situation zu lösen, als er einen vermeintlichen Treffer der Gäste vollkommen zurecht nicht anerkannte. Es sollte aber die einzige Kontroverse an diesem Abend bleiben.

An der 28:29-Niederlage „seiner“ Mannschaft traf Sebastian Heinkele indes überhaupt keine Schuld. Die HSG startete zwar durchaus ansehnlich in das richtungsweisende Duell und lag bis zum 5:4 in der achten Minute durch Kristina Maurer durchgehend in Führung. Dann aber übernahmen die Gäste aus Rottenburg das Kommando auf dem Feld und legten nun ihrerseits immer wieder vor.

Das Spiel der HSG war geprägt von Unaufmerksamkeiten in der Defensive, welche die Rottenburgerinnen wiederholt zu leichten Toren nutzten. Abschütteln ließ sich das Team von Harry Adler aber nicht. Zur Pause lag die HSG mit 15:16 in Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Auf und Ab im Spiel der HSG Böblingen/Sindelfingen fort. Mit kleinen Zwischenspurts konnte die Adler-Sieben immer wieder das Spiel ausgleichen, jedoch selbst nie in Führung gehen. Zumindest ein Zähler schien nach dem 28:28-Ausgleich von Linda Wilke greifbar. Ein letzter Abwehrfehler ermöglichte aber Helen Fritsch neun Sekunden vor der Schlusssirene den 29:28-Siegtreffer für Rottenburg.

„28 Tore sind in Ordnung“, konstatierte Harry Adler nach der Partie. „Aber in der Abwehr haben wir überhaupt keinen Zugriff bekommen. 29 Tore gegen uns geht gar nicht. Dabei hatten wir ein sehr gutes Abschlusstraining, das wir leider nicht umsetzen konnten. Nach dieser Niederlage stehen wir nun früh in der Saison schon mit dem Rücken zur Wand. Verloren ist aber noch nichts, die Saison ist noch lang.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Martinewsky, Riester; Bihlmaier (3 Tore), Horn (1), Knoll (3), Wilke (4), Leibfried (5), Reiser (1), Weinhardt (4/davon 1 Siebenmeter), Maurer (4), Schüler (1), Dorschner (2/1)

Redebedarf: HSG-Trainer Harry Adler mit seinen Schützlingen. Bild: Zvizdiç

Presse | Judo | 07.10.2015

Stolz auf gutes Ergebnis in starkem Feld

Fünf junge Judoka des VfL Sindelfingen haben sich bei den U15-Landesmeisterschaften in Ellwangen für die süddeutschen Titelkämpfe am 17. Oktober in Mainburg qualifiziert. Ein Ergebnis, auf das die VfL-Trainer und -Betreuer Regina Schneider und Matthias Gaal stolz sein können, mussten sich ihre Schützlinge doch in einem starken Feld bewähren.

Den ersten Paukenschlag lieferte in der Klasse bis 40 Kilogramm Linus Harsch, der auf seinem Weg ins Finale gegen den Vaihinger Karl Bschlangaul alle Gegner vorzeitig besiegte. Im Finale riss allerdings die Erfolgssträhne, Harsch wurde geworfen und musste mit Platz zwei zufrieden sein.

Seiner ausgefeilten Bodenkampftechnik hatte Matthias Müller (bis 50 Kilogramm) seinen Erfolg zu verdanken. Nur vom Stuttgarter Leonhard Philipps ließ er sich überrumpeln, in der Trostrunde kämpfte er sich aber noch zu Bronze durch. In bestechender Form ist Patrick Oliveira (bis 55 Kilogramm), der mit Schnelligkeit und einer ausgereiften Technik beim Übergang vom Stand- in den Bodenkampf überzeugte und unangefochten Landesmeister wurde. Niklas Göhler war zusammen mit seinem Vereinskollegen Andrijan Vujaklija in der Klasse bis 60 Kilogramm am Start. Während sich Vujaklija im Finale an der Schulter verletzte und Platz zwei belegte, kämpfte sich Göhler in der Trostrunde ins kleine Finale vor, unterlag dort, sicherte sich als Fünfter aber auch den Start bei den Südmeisterschaften. Kevin Markiewitsch (über 66 Kilogramm) belegte Platz sieben.

Bei den U15-Kämpferinnen sicherte sich Kiana Speer (bis 30 Kilogramm) Silber, hat aber das Pech, dass ihre Gewichtsklasse bei den Südmeisterschaften nicht vertreten ist. Livia Speer (bis 48 Kilogramm) kam auf Rang sieben

Presse | Judo | 07.08.2015

Volles Programm für Gäste aus Kanto

VfL Sindelfingen nimmt am deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch teil

Als nahezu perfekte Gastgeber erweisen sich in diesen Tagen die U18 Judoka des VfL Sindelfingen. Im Rahmen des deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausches betreuen sie bis zum 15. August zehn Jugendliche aus der japanischen Region Kanto. Und sie bieten den jungen Japanern samt deren Delegationsleitung ein Programm, das von einer Grillparty über die Stocherkahn-Fahrt in Tübingen, einen ausgiebigen Stadtbesuch in Stuttgart und einer Wanderung im Schwarzwald bis hin zu Besuchen im Sindelfinger Daimler-Werk, im Porsche-Museum und der Burg Beilstein bei Heilbronn samt der dort gebotenen Greifvogelschau der Burgfalknerei reicht.

Beim offiziellen Empfang der Stadt waren der Freundschaftsbrunnen auf dem Marktplatz und die angebotenen Butterbrezeln die Tages-Highlights. Mit dazu gehörten auch ein Besuch in den Gemeinnützigen Werkstätten, der die Gäste sehr beeindruckte, und ein Gespräch mit den Verantwortlichen dieser sozialen Einrichtung.

Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer hieß die jungen Gäste aus Fernost und ihre Begleitung im Rathausfoyer willkommen und überreichte ihnen Gastgeschenke der Stadt. Mehr als 10000 junge Menschen hätten im Rahmen dieses Austausches, den es seit 42 Jahren gibt, die Gelegenheit bekommen, Kultur, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des Partnerlandes kennen zu lernen und die freundschaftlichen Verbindungen zu vertiefen. Der Sport biete hierfür eine hervorragende Plattform. Vöhringer stellte "seine Stadt" vor, beglückwünschte die VfL-Judoabteilung zur Teilnahme an diesem Austauschprogramm und dankte Harald Widlroither von der VfL-Judoabteilung sowie Regionalbetreuerin Christina Schwarz, die das Programm organisiert hatten, und den Gastfamilien für ihr hohes Maß an Engagement und Mühe.

Die Gäste aus Fernost sind bei den Familien der jungen Judoka untergebracht. Und die waren im Vorfeld des Besuchs gründlich gebrieft worden: Eine Gastfamilien-Fibel und eine Sprachfibel wurde jeder Gastfamilie überreicht. Die darin enthaltenen Tipps sollen Handlungssicherheit für einen achtsamen und respektvollen Umgang mit dem Gast aus der fremden Kultur geben. In der Sprachfibel waren die häufigsten Redewendungen aufgelistet und illustriert.

Unkomplizierte Japaner machen Gastfamilien-Fibel überflüssig

Doch als die japanischen Gäste eintrafen, konnten die Gastgeber die Tipps ( "Japaner sind sehr zurückhaltend und höflich, verbeugen sich bei der Begrüßung, vielleicht geben sie auch die Hand") und ihre Fibel bald aus der Hand legen. Die jungen Japaner erwiesen sich als unkomplizierte, fröhliche Menschen, gingen auf ihr Gegenüber zu und waren nicht viel anders als andere Jugendliche in diesem Alter. Mit einigen englischen Sprachbrocken und mit Händen und Füßen klappte die Verständigung. Und wenn bei den gemeinsamen Aktivitäten gar nichts mehr geht, springen japanische Germanistik-Studenten, die die Delegation begleiten, als Dolmetscher ein. Harald Widl-roither und Christina Schwarzer, die das Programm organisierten, waren denn auch sehr angetan von ihren Gästen.

Durchgeführt wird dieser Simultanaustausch von der Deutschen Sportjugend, der Jugendorganisation im Deutschen Olympischen Sportbund, sowie ihrer Partnerorganisation in Japan. Die Sindelfinger Judoka hatten sich dafür beworben und den Zuschlag erhalten. Und da das Ganze ein Simultan-Austausch ist, dürfen sich die Sindelfinger im nächsten Jahr Hoffnungen machen, ihr Land in Japan zu repräsentieren.

Presse | Judo | 07.08.2015

Bettentausch für die Gäste aus Fernost

Die U-18-Kämpfer des VfL Sindelfingen beherbergen für zwölf Tage eine Delegation aus Japan / Gestern Vormittag Besuch bei der SZ/BZ und im Z-Druck

Von Philipp Hamann und Wilfried Vilz

Als perfekte Gastgeber erweisen sich in diesen Tagen die U-18-Judoka des VfL Sindelfingen. Im Rahmen des deutsch-japanischen Sportjugend-Austausches betreuen sie zehn japanische jugendliche Sportler aus der Region Kanto. Und sie bieten den jungen Japanern samt deren Delegationsleitung ein umfangreiches Programm, das von der gemeinsamen Grillparty am ersten Abend (Sonntag) bis zu einem Besuch der Burg Beilstein bei Heilbronn samt der dort gebotenen Greifvogelschau reicht.

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Am Mittwochabend waren die Japaner zu Besuch im Sindelfinger Rathaus. Dabei gab es warme Worte und Butterbrezeln. Mit dazu gehörte auch ein Besuch in den Gemeinnützigen Werkstätten in Sindelfingen, der die Gäste sehr beeindruckte, und ein Gespräch mit den Verantwortlichen dieser sozialen Einrichtung.

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Mehr als 10 000 junge Menschen haben im Rahmen dieses Austausches, den es seit 42 Jahren gibt, die Gelegenheit bekommen, die Kultur, die Gesellschaft, die Politik und die Wirtschaft des Partnerlandes kennenzulernen und die freundschaftlichen Verbindungen zu vertiefen. Der Sport biete hierfür eine hervorragende Plattform. Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer stellte „seine Stadt“ vor, beglückwünschte die VfL-Judoabteilung zur Teilnahme an diesem Austauschprogramm und dankte Harald Widlroither von der VfL-Judoabteilung und Regionalbetreuerin Christina Schwarz die das Programm organisiert hatten, sowie den Gastfamilien für ihr hohes Maß an Engagement und Mühe.

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Die Gäste aus Fernost sind bei den Familien der jungen Judoka untergebracht. Jede Gastfamilie erhielt eine Fibel für den Umfang mit den Gästen aus Fernost. Dort sind die häufigsten Redewendungen aufgelistet und illustriert. Die jungen Japaner erwiesen sich als unkomplizierte fröhliche Menschen, gingen auf ihre Gegenüber zu und waren nicht viel anders als andere Jugendliche in ihrem Alter. Und wenn bei den gemeinsamen Aktivitäten gar nichts mehr ging, sprangen japanische Germanistik-Studenten, die die Delegation begleiteten, als Dolmetscher ein.

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Organisiert wird dieser Simultanaustausch von der deutschen Sportjugend, der Jugendorganisation im Deutschen Olympischen Sportbund sowie ihrer Partnerorganisation in Japan. Die Sindelfinger Judoka hatten sich für diesen Austausch beworben und den Zuschlag erhalten. Seit vergangenem Sonntag beherbergen sie nun die Gäste aus Fernost.

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Gestern statteten die Judoka aus Fernost der SZ/BZ einen Besuch ab. Chefredakteur und Verlagsleiter Hans-Jörg Zürn führte die japanische Delegation durch die Verlagsräume und den Z-Druck. Davon war nicht nur der japanische Gruppenleiter Tomohiko Watanabe begeistert. Auch die anderen machten bei der einzigen Zeitungsdruckmaschine im Landkreis Böblingen große Augen. Dabei war auch natürlich ein Dolmetscher.

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Tomohiko Watanaba wohnt während seines Aufenthalts bei Harald und Petra Widlroither. Der VfL-Funktionär hat für die Gäste aus Asien eigens zwei Wochen Urlaub genommen. „Wir verständigen uns mit Händen und Füßen. Das klappt ganz gut“, sagt Harald Widlroither. Nur beim Frühstück hatte die deutsch-japanische Wohngemeinschaft Anlaufschwierigkeiten. Petra Widlroither: „Wir haben ihm anfangs immer einen Kaffee serviert, da blieb die Tasse stets halb voll. Jetzt haben wir auf Tee umgestellt und den mag er offenbar deutlich lieber.“

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Anton Widlroither schläft während des Besuchs von Tomohiko Watanaba bei seinem Judo-Kumpel Tom Meiling. Doch das ist nicht der einzige Umzug. Leon Peikert musste sein Zimmer für einen Japaner räumen. „Ich wohne derzeit bei meiner 21-jährigen Schwester und ihrem Freund“, sagt der Sindelfinger Judoka. Daran wird sich bis Freitag, 14. August nichts ändern, denn so lange bleibt die japanische Delegation noch in Sindelfingen.

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Heute steht ein Ausflug in den Schwarzwald auf dem Tagesplan mit Wanderung und gemeinsamem Picknick sowie dem anschließenden Besuch des Thermalbads in Bad Liebenzell. Das Programm für die Sindelfinger Gruppe hat Harald Widlroither zusammengestellt. Im kommenden Jahr dürfen dann die VfL-Judoka zum Gegenbesuch nach Japan. Dann wird sicherlich auch dort der ein oder andere sein Zimmer räumen müssen.

Presse | Judo | 28.07.2015

Erinnerung und Feingefühl

Interessantes beim 15. internationalen Turnier in Sindelfingen

VON WILFRIED VILZ

Beim 15. internationalen Judo-Turnier im Glaspalast hat sich der VfL Sindelfingen nicht nur als Ausrichter, sondern auch als Gewinner des Vereinspokals hervorgetan. Bei mehr als 640 Athleten war aber nicht nur auf der Matte einiges geboten.

OB schiebt Dienst: Schon am frühen Samstagvormittag war Sindelfingens Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer im Glaspalast erschienen. Nicht als Ehrengast, der ein Grußwort sprechen sollte, sondern als Rot-Kreuzler. Der Chef der Sindelfinger Stadtverwaltung ist ausgebildeter und geprüfter Rettungssanitäter. Und so konnten sich verletzte Kämpferinnen und Kämpfer von prominenter und sachkundiger Hand verarzten lassen. Birgit Bux, als Bereitschaftsleiterin des DRK Sindelfingen die Chefin von Rettungssanitäter Vöhringer, war mit ihrem freiwilligen Helfer sehr zufrieden. Zu tun gab es nur wenig. Hier mal eine Prellung, da eine kleine Risswunde. Vöhringer bewies dabei nicht nur Feingefühl, sondern füllte, ganz Verwaltungsmann, anschließend die Dokumentations-Formulare für jede einzelne Hilfeleistung akribisch aus.

Erinnerung an Julia Knosp: Vor etwas mehr als einem Jahr ist Julia Knosp, eine der erfolgreichsten Nachwuchskämpferinnen des VfL Sindelfingen, überraschend gestorben. Zu ihrem Gedenken organisierte die VfL-Judoabteilung im Rahmen des Turniers im Glaspalast ein Mixed-Mannschaftsturnier, den Julia-Knosp-Cup. Das Motto lautete: "So wie Du warst, bleibst Du hier. Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Du wirst immer in unserer Erinnerung bleiben". Fünf Mannschaften nahmen teil, das erste der beiden VfL-Teams holte sich den Sieg.

Zeltplatz: Unbürokratische und kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten gab es auch in diesem Jahr wieder. Gegen einen geringen Obolus konnten die Teilnehmer ihre Zelte auf dem Rasen vor dem Glaspalast aufschlagen. Zum Glück blieb der für Samstag angekündigte Sturm aus.

Presse | Judo | 28.07.2015

VfL Sindelfingen erkämpft sich den Vereinspokal zurück

Acht Punkte Vorsprung beim 15. internationalen Turnier im Glaspalast vor Yorkshire/Humberside - Mehr als 640 Athleten auf der Matte

VON WILFRIED VILZ

Mit 44 Judoka war das Team aus Yorkshire/Humberside angereist, um den im Vorjahr beim 14. internationalen Judoturnier im Sindelfinger Glaspalast gewonnenen Vereinspokal zu verteidigen. Am Ende reichte es nicht ganz für sie. Die Kämpferinnen und Kämpfer des gastgebenden VfL behielten knapp die Oberhand: Mit 168 Punkten eroberten sie die Trophäe zurück, die Briten mussten sich mit 161 Punkten geschlagen geben. Insgesamt nahmen mehr als 640 Athleten aus sieben Nationen teil.

U15-Jugend: Das erste Gold für den VfL Sindelfingen gewann am Samstag in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm Andrijan Vujaklija. Der Sindelfinger entschied das Finale gegen den Briten Sean Tooby klar für sich. Sein Vereinskollege Niklas Göhler kam in dieser Klasse auf Platz sieben. Patrick Oliveira (bis 55 Kilogramm) drang bis ins Halbfinale vor, unterlag dort aber dem späteren Turniersieger Vache Adamyan (Stuttgart), holte sich dafür im kleinen Finale gegen den Heilbronner Paul Seebach die Bronzemedaille.

Eine Gewichtsklasse tiefer (bis 50 Kilogramm) kam VfL-Kämpfer Matthias Müller ebenfalls ungestreift ins Halbfinale, unterlag dem späteren Sieger Ninus Kiel (Kleinmachnow), siegt aber im kleinen Finale gegen den Nürtinger Jason Wolfer. Knapp an einer Medaille vorbei schrammte in der Klasse bis 40 Kilogramm der Sindelfinger Linus Harsch als Fünfter. Auf diesen Rang kam im Schwergewicht auch Fabian Geiselhart, sein Vereinskollege Kevin Markiewitsch belegte den siebten Platz.

U13-Jugend: Als einzige Starterin in der Klasse bis 28 Kilogramm war Kiana Speer gemeldet, die damit kampflos Turniersiegerin wurde. Aus sportlichen Gründen trat sie dann noch eins höher (bis 30 Kilogramm) an und gewann Bronze. Bei den 28-Kilogramm-Jungs belegte Benjamin Böklen Platz fünf.

U21-Jugend: Bei den Frauen landete Aylin Mill in der Klasse über 70 Kilogramm auf Platz zwei. Sie unterlag nur der Britin Tanith Spencer. Bei den Männern marschierte in der Klasse bis 90 Kilogramm Philipp Haug stramm auf das Finale zu. In seinem Pool wurde er mit zwei Siegen Erster, in der Finalrunde kämpfte er sich mit einem Sieg über den Dortweiler Felix Herbst ins Finale gegen den Steinheimer Guido Kramere, der erst vor einer Woche beim Europacup auf Platz drei gelandet war. Dort machte dem Sindelfinger das angeschlagene Knie zu schaffen. Deshalb konnte er seinem Gegner nichts Entscheidendes entgegensetzen und wurde Zweiter.

Furios startete in der Klasse bis 66 Kilogramm Marcel Schleer. Mit sehenswerten Schulterwürfen schaltete er den Ettlinger Simon Fischer und den Geisenheimer Jakob Latschinjan aus. Das Finale gegen den Heubacher Kai Klein verlief dramatisch. Schleer lag mit einer großen Wertung zurück, glich aus, wurde aber mit dem Schlussgong von dem Heubacher punktreif geworfen. Das bedeutete Platz zwei für den Sindelfinger.

Julian Wegner (bis 73 Kilogramm) erwischte einen starken Tag, wurde Pool-Sieger, unterlag aber im Halbfinale dem Backnanger Leon Maier. Im kleinen Finale wurde der Sindelfinger Dritter. Bis zur Bronzemedaille schaffte es in der Klasse bis 60 Kilogramm auch Nikita Pak.

Frauen: Julia Starke (bis 57 Kilogramm) holte sich im Finale gegen die Altenfurterin Schirin Tolksdorf die Goldmedaille, und in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm war es Meike Wegner, die mit drei Siegen in Folge Erste wurde.

Männer: Marcel Pristl (bis 60 Kilogramm) eröffnete den Medaillenreigen für den VfL Sindelfingen, er schlug im Finale den Geisenheimer Latschinjan. Die Brüder Yves und Chris Behr (beide bis 66 Kilogramm) dominierten ebenfalls ihre Gewichtsklasse: Yves Behr schlug im Finale den Heubacher Kai Klein, Chris Behr gewann gegen den Niederländer Christian Riga Bronze. Philipp Haug (bis 90 Kilogramm) landete auf Platz drei, ebenso der Herrenberger Julian Stiebeling. Sven Markovic vom VfL Sindelfingen wurde hier Fünfter. Eine Platzierung, die in der Klasse über 90 Kilogramm auch Lokalmatador Milot Jusufi erreichte.

U18-Jugend: Der Sindelfinger Anton Widlroither blieb im Finale der 73-Kilogramm-Klasse über den Niederländer Daniel Bastens siegreich, Dejan Vujaklija kam hier auf Platz sieben. Knapp an der Goldmedaille vorbei schrammte in der Klasse bis 55 Kilogramm Alexander Schmitt: Im Finale unterlag er dem starken Eppelheimer Jonas Mollet und musste mit Platz zwei zufrieden sein. Über Bronze in der Klasse bis 81 Kilogramm freute sich die SV Böblingen. Paul Lauxmann siegte im kleinen Finale über den Leonberger Silas Kirschner. Vladislav Bashtakov vom VfL Sindelfingen wurde hier Siebter, sein Vereinskamerad Rokuya Lehnert scheiterte im Halbfinale der 66-Kilogramm-Klasse am Ulmer Kim Leon Ruf, holte sich aber im kleinen Finale gegen den Eppelheimer Raul Schneider die Bronzemedaille.