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Presse | Handball | 02.05.2014

Finanziell spitze, sportlich dafür noch nicht ganz

Erste Hauptversammlung der HSG Böblingen/Sindelfingen auf dem Flugfeld - Marco Iker neuer Sportkoordinator

VON KORNELIUS FRITZ

Der große sportliche Erfolg ist zumindest bei den Männern im ersten Jahr noch ausgeblieben, trotzdem zog der Vorstand auf der ersten Hauptversammlung der HSG Böblingen/Sindelfingen eine positive Zwischenbilanz. Sowohl Ralf Mauer von der SV Böblingen als auch Heinz Hornikel vom VfL Sindelfingen werteten die Fusion der beiden Handballabteilungen als Erfolg. "Ich habe es bis jetzt keine Sekunde bereut", sagte Maurer.

Hatte es bei den Hauptversammlungen vor einem Jahr vor allem auf Böblinger Seite noch heftige Diskussionen über Sinn oder Unsinn einer Spielgemeinschaft gegeben, waren am Dienstagabend im IB-Bildungszentrum auf dem Flugfeld keine kritischen Stimmen mehr zu hören. Sowohl die separaten Abteilungsversammlungen von VfL und SVB als auch die sich daran anschließende erste gemeinsame Mitgliederversammlung der HSG gingen ohne größere Diskussionen über die Bühne. Die rund 70 erschienenen Mitglieder bestätigten das Vorstandsteam einstimmig im Amt. Lediglich Markus Martinewsky hatte sich auf Böblinger Seite nicht mehr zur Wahl gestellt. An seiner Stelle wurde Alexander Sandhoff neben Inge Heinkele zum stellvertretenden SVB-Abteilungsleiter gewählt, in der HSG ist er künftig für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ralf Maurer bezeichnete das Klima innerhalb der Spielgemeinschaft als "harmonisch und produktiv" und betonte auch die positive Außenwirkung der Fusion: "Egal ob man mit Vertretern der Stadt, des Gemeinderats oder aus der Wirtschaft spricht - überall gibt es viel Lob für unsere Entscheidung." Harald Link, der Vereinsmanager der SV Böblingen, kann das nur bestätigen: "Die HSG ist eine Erfolgsstory", meinte er. Sportlich stimmt das allerdings nur bedingt: Zwar hat die erste Frauenmannschaft den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga geschafft, und auch im Jugendbereich wurden drei Titel gefeiert, die erste Männermannschaft als Aushängeschild der HSG blieb mit Rang acht in der Landesliga jedoch hinter den Erwartungen zurück. "Da hatten wir uns sicher ein bisschen mehr erhofft", räumte Ralf Maurer ein. Angesichts von Verletzungen und personellen Problemen sei letztlich aber nicht mehr drin gewesen. In der kommenden Saison will man sich mit dem neuen Trainer Klaus Wanner dem mittelfristigen Ziel Württembergliga zumindest einen Schritt nähern. "Wir treten an mit dem Ziel, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen", sagte Maurer. Neu besetzt wurde auch die Position des Sportkoordinators: Marco Iker, der bisher Trainer der zweiten Männermannschaft war, übernimmt den Posten von Harald Deuß, der die HSG verlassen wird, um wieder als Trainer zu arbeiten. Marco Cece, der bisher die dritte Mannschaft trainiert hatte, rückt auf und betreut künftig die zweite Mannschaft in der Bezirksliga.

Weil man für jedes Handballspiel neben 14 Spielern auch ein oder zwei Schiedsrichter benötigt, ist die HSG Böblingen/Sindelfingen auch in diesem Bereich sehr aktiv. Von rund 2300 Punktspielen im Bezirk Achalm-Nagold wurden während der vergangenen Saison alleine 230 von Schiedsrichtern der HSG geleitet. Im vergangenen Jahr verstärkten noch einmal drei Neulinge das nun 18-köpfige Schiedsrichter-Team. "Damit sind wir in diesem Bereich absolut führend im Bezirk", freute sich Ralf Maurer

Finanziell steht die neue Spielgemeinschaft sehr gut da: Das erste Jahr wurde mit einem Plus von rund 16000 Euro abgeschlossen. Eine Zahl, die allerdings etwas täuscht, denn zum Start hatten die beiden Stammvereine eine Einlage in Höhe von jeweils 10000 geleistet. Künftig sei so etwas nicht mehr vorgesehen, betonte Schatzmeister Michael Eppard: "Ab jetzt muss die HSG auf eigenen Füßen stehen." Deshalb soll vor allem der Sponsoring-Bereich noch ausgebaut werden. Das derzeitige Plus in der Kasse will die HSG nutzen, um verstärkt in die Fortbildung ihrer Trainer zu investieren, denn zu große Überschüsse seien gar nicht wünschenswert, erklärte Eppard: "Je weniger Gewinn wir erzielen, desto weniger müssen wir versteuern."

Ähnlich positive Zahlen hatte zuvor bereits Klaus Hübl für die SVB-Kasse vorgelegt: Die Abteilung beendete das Jahr 2013 mit einem Plus von rund 9000 Euro. Für ihr umsichtiges Wirtschaften bekamen die Verantwortlichen von Vereinsmanager Link ein Sonderlob: "Das Gute an einer konservativ-vorsichtigen Planung ist, dass man am Ende meistens bessere Ergebnisse erzielt, als man vorher erwartet hat."

Ehrennadel in Gold vom Verband für Inge Heinkele und Klaus Hübl

Für ihr ehrenamtliches Engagement wurden auf der Jahreshauptversammlung Stefanie Zürn, Cornelia Fischer, Alexander Sandhoff, Sebastian Krüger und Sven Schneckenburger mit der bronzenen Ehrennadel des Handballverbands Württemberg ausgezeichnet. Eine silberne Ehrennadel erhielten Gaby Wilke und Ralf Maurer. Mit der Ehrennadel in Gold wurden Inge Heinkele und Klaus Hübl ausgezeichnet. Außerdem erhielten die Schiedsrichterbetreuer Manfred Stock und Klaus Heinkele eine Anerkennung vom HSG-Vorstand.

Presse | Handball | 10.04.2014

Im Angriff und in der Abwehr allererste Sahne

A-Jugend der HSG Böblingen/Sindelfingen ist Meister

Mit viel Respekt und einem eher flauen Gefühl in der Magengegend startete die weibliche Handball-A-Jugend der HSG Böblingen/Sindelfingen mit ihrem Trainergespann Sandra Fischer und Gernot Mooshammer in die Bezirksligasaison, standen doch auf dem Zettel gerade mal neun Spielerinnen. Damit war klar, dass nur durch Unterstützung aus der B-Jugend eine ordentliche Runde möglich sein würde.

Bereits beim Vorbereitungsturnier in Fridingen und beim Beach-Turnier in Renningen wurde deutlich, dass die B-Jugendlichen gebraucht werden. Nach zwei zweiten Plätzen musste die Teilnahme am eigenen Murkenburg-Cup abgesagt werden, da die Mannschaft nicht komplett war. Im ersten Punktspiel war die WSG Eningen-Pfullingen der Gegner, bekannt durch ihre sehr gute Jugendarbeit. Mit gehörigem Respekt gingen Julie Hovoritsch, Kim Steinlein, Juliane Dold, Julia Haller, Michelle Hovoritsch, Julia Bauer, Denise Knoll, Nathalie Krauß, Nicole Fangerow, Sandra Koch, Tamara Schmid, Valeska Schroth, Lisa Henres, Annika Tucher und Katrin Weiler in dieses Spiel, erreichten dann aber einen souveränen Sieg. In der Folge wurden fast alle Spiele deutlich gewonnen, keine Mannschaft konnte gegen den schnellen und zielstrebigen Handball der HSG-Mädels etwa ausrichten. Einzige Ausnahme war die SpVgg Mössingen, gleich beide Begegnungen wurden gegen diesen unbequemen Gegner verloren. Da aber Mössingen in anderen Spielen Punkte liegen ließ, stand die HSG Böblingen/Sindelfingen mit der besten Abwehr und dem mit Abstand besten Angriff (475:277) am Ende auf Platz eins der Bezirksliga und sicherte sich verdient den Titel. Ein schöner Abschied auch für die beiden Trainer, die aus beruflichen Gründen ihr Amt niederlegen.

Presse | Handball | 10.02.2014

HSG Böblingen/Sindelfingen bietet Spitzenreiter die Stirn

Landesliga: HSG Böblingen/Sindelfingen - HSG Fridingen 27:30 (11:15)

Von Daniel Krauter

Die Siegesserie der HSG Böblingen/Sindelfingen ist beendet. Nach zuletzt 7:1 Punkten in Folge setzte es für die HSG in der Sindelfinger Sommerhofenhalle gegen Tabellenführer HSG Fridingen eine 27:30-Heimniederlage.

Nach dem ungefährdeten Derbyerfolg gegen den SV Magstadt aus der Vorwoche trat die HSG Böblingen/Sindelfingen am Samstagabend mit breiter Brust gegen die HSG Fridingen an. Mit dem Tabellenführer aus dem Donautal stand allerdings ein Gegner von anderem Format auf der Platte. Nicht umsonst führen die Fridinger die Tabelle der Landesliga Staffel II mit 28:4 Punkten an. Das Team von Gästetrainer Martin Irion erwischte den besseren Start in der Sindelfinger Sommerhofenhalle und lag nach zehn Zeigerumdrehungen mit 6:3 vorne.

Nun knüpften die Gastgeber an die Leistungen aus den vergangenen Spielen an und egalisierten nach 15 Minuten zum 6:6. Vor allem die Manndeckung gegen Rückraumspieler Stefan Rebholz sollte sich bezahlt machen. „Freddy Todt hat das sehr gut gemacht. So haben wir den Fridingern eine Stärke genommen“, sagte HSG-Trainer Markus Schmid.

Die Gäste drehten wieder einige Gänge höher und erspielten sich bis zur Halbzeitpause eine 15:11-Führung. Die HSG Böblingen/Sindelfingen ließ sich in den ersten Minuten der zweiten Hälfte vom Tabellenführer nicht abschütteln. Nach 48 Minuten, beim Spielstand von 21:22, war die HSG wieder bei der Musik. „In dieser Phase haben wir so gespielt, wie ich es mir vorstelle“, sagte Markus Schmid.

Die Freude bei der HSG Böblingen/Sindelfingen währte allerdings nur kurz. Die Gäste machten sich eine Überzahl zunutze und zogen wieder auf 26:23 davon. „Das war der Knackpunkt der Partie. Dieser Drei-Tore-Vorsprung war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Gästetrainer Martin Irion. Nun schien auch bei den Gastgebern der Glaube an den Heimsieg gegen den Tabellenführer abhanden gekommen zu sein. Die HSG Böblingen/Sindelfingen konnte sich nicht mehr aufraffen und stand am Ende nach der 27:30-Heimniederlage mit leeren Händen da.

In einem körperbetonten Spiel, insgesamt gab es 13 Zwei-Minuten-Strafen, boten die Gastgeber dem Tabellenführer aus dem Donautal über weite Strecken Paroli. Da war auch Markus Schmid trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit der Leistung seiner jungen Truppe. „Die Niederlage gegen Fridingen ist kein Beinbruch für uns. Wir wussten vorher, dass es ganz schwer werden würde, gegen den Tabellenführer zu gewinnen. Wir haben uns immer wieder ins Spiel zurückgekämpft und haben nie aufgegeben. Was die Moral anbelangt, kann ich meinem Team überhaupt keinen Vorwurf machen.“ Am Samstag muss die HSG Böblingen/Sindelfingen nach Rottweil reisen. Mit einer ähnlich couragierten Leistung wie gegen Fridingen dürfte die Schmid-Sieben wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden.

HSG Böblingen/Sindelfingen:
Meyer, Gsell, Petri (3 Tore/3 Siebenmeter), Martinewsky, Zürn (5), Eichner (4), Schenker (3), Todt (2), Root (2), Raff, Leupolz (3), Hoppe (5).

Presse | Handball | 08.12.2013

Ausrufezeichen gesetzt im siebten Auswärtsspiel

28:27 für die HSG Böblingen/Sindelfingen
Alle Achtung, die Landesliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen kehrten am Samstag vom VfL Pfulingen II mit einem 28:27-Sieg nach Hause. Es war schon das siebte Auswärtsspiel für die Mannschaft von Trainer Markus Schmid, die erst dreimal zu Hause antreten durfte. Ein Missverhältnis, das vor Weihnachten wenigstens noch ein bisschen begradigt wird, kreuzen doch nacheinander die TG Nürtingen und die HSG Ostfildern in der Sindelfinger Sommerhofenhalle auf. Gelegenheit, das Punktekonto weiter aufzustocken und sich vollends im oberen Tabellendrittel zu etablieren.

Der VfL Pfullingen II stand vor dem Spiel mit 14:6 Zählern auf einem vorzeigbaren dritten Platz, hatte sich mit seiner jungen Mannschaft, in der viele 94er- und 95er-Jahrgänge standen, viel Respekt bei der Konkurrenz verdient. Doch davon ließ sich die HSG nicht beeindrucken. "Wir sind zurzeit ja eigentlich auch nicht schlecht drauf", meinte Markus Schmid, "auch wenn es in der Vorwoche gegen die HSG Schönbuch beim 22:23 nicht ganz gereicht hat." Auf das befürchtete Tempospiel des Kontrahenten hatte er seine Mannschaft eingestellt, doch das blieb weitgehend aus. "Die zweite Welle haben die Pfullinger nicht durchgezogen", wunderte sich Schmid fast ein bisschen, "vielleicht hat das zuletzt nicht immer geklappt, da es doch sehr fehleranfällig ist." Ihm blieb sogar genügend Zeit, das Wechselspielchen zwischen Manuel Elsäßer - nur Angriff - und Matthias Root - nur Abwehr - über 50 Minuten konsequent durchzuhalten. Mit Erfolg. "Gegen eine 3:2:1-Abwehr, wie sie die Pfullinger praktizieren, ergeben sich immer wieder Räumen, die man mit dem entsprechenden Spielwitz und einem druckvollen Rückraum für sich nutzen kann", so Schmid. Dafür ist Heimkehrer Manuel Elsäßer von der HSG Schönbuch prädestiniert. Seine Ausbeute am Kreis: sieben Tore, kein Fehlversuch. "Er hat einen richtig guten Tag erwischt", lobte der Trainer. Matthias Root hingegen wurde in der Abwehr gebraucht, wo die HSG aber speziell in der ersten Hälfte Probleme mit dem gegnerischen Kreisläufer hatte. "Auch im Angriff sind uns zu viele Fehler unterlaufen", so Schmid.

Sonst wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen als eine zwischenzeitliche 2-Tore-Führung (7:5 und 10:8), aus der die Pfullinger ein 13:12 machten, ehe es mit einem 14:13 für die HSG in die Kabinen ging. Von dort kamen die Gastgeber entschlossener zurück, erzielten drei Treffer in Folge zum 16:14. Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln, wendete das Blatt erneut, setzte sich bis in die Schlussphase hinein auf zwei Tore ab, hatte also immer ein bisschen Luft zum Durchschnaufen. Zu diesem Zeitpunkt war vor allem die Abwehr schier unüberwindbar. "Im normalen Angriffsspiel ist Pfullingen kaum noch durchgekommen", so Markus Schmid zufrieden. Dafür probierte es der VfL mit einem erfolgreich abgeschlossenen Kempa-Trick zum 26:27 und profitierte nach dem 26:28 von einer klitzekleinen Unachtsamkeit der Gäste, wodurch er auf 27:28 herankam. "Da waren aber nur noch zehn Sekunden zu spielen", so Schmid beim bangen Blick auf die Hallenuhr.

Wenig später war er erlöst - genau wie seine Mannschaft. Mit diesem Erfolg konnte nicht unbedingt gerechnet werden, erlaubt der HSG Böblingen/Sindelfingen aber den vorsichtigen Blick Richtung vorderes Drittel. Vor allem, wenn sie die beiden folgenden Heimspiele gegen TG Nürtingen (Samstag, 19.30 Uhr) und HSG Ostfildern (Mittwoch, 18. Dezember, 20.30 Uhr) ebenfalls für sich entscheidet. "Wir haben eine starke kämpferische Leistung gezeigt und sind geschlossen aufgetreten", lobte Markus Schmid, "noch ist aber Luft nach oben."

HSG Böblingen/Sindelfingen:

Meyer, Gsell; Zürn (3), Petri, M. Root, Schenker (6), Eichner, Leupolz (4), Elsäßer (7), Hoppe (2), Todt (2), Blume, Speidel, Schwab (4).

Presse | Handball | 29.11.2013

Ab der B-Jugend beginnen die Probleme

Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krauter

„Durch die Spielgemeinschaft wird in der A-Jugend nicht mehr von zwei Seiten an den Spielern gezerrt. Zudem müssen sich die Jugendspieler am Wochenende nicht mehr entscheiden, zu welchem Spiel der Aktiven sie gehen, sondern können jetzt gemeinsam die Spiele anschauen“, sagt HSG-Jugendleiter Max Bonhage (Bild: Krauter). Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass man nun ein Verein sei und man somit das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Teamgeist innerhalb der HSG stärken könne.

Dabei ist auch bei der HSG Böblingen/Sindelfingen nicht alles Gold, was glänzt: „In den unteren Jugendklassen haben wir keine Probleme. Ab der B-Jugend merkt man aber schon, dass sich die Interessen etwas verschieben. Das hat meiner Meinung nach aber nichts mit der Ganztagsschule zu tun, sondern mit dem riesigen Freizeitangebot in Sindelfingen und Böblingen. Wir konkurrieren da mit den anderen Abteilungen um die Kinder und Jugendlichen, sind aber sehr gut aufgestellt“, sagt Max Bonhage.

Dazu tragen auch die 40 Jugendtrainer bei, die für ein leistungs- und altersgerechtes Training sorgen. Großer Wert wird bei der HSG Böblingen/Sindelfingen auf die Ausbildung der Übungsleiter gelegt. So verfügen zahlreiche Jugendtrainer über die dezentrale Übungsleiterlizenz und haben erfolgreich den C-Trainer-Lehrgang des Handballverbands Württemberg absolviert.

Im Februar veranstaltete die HSG eine interne Fortbildung für die Nachwuchstrainer. Als Referent konnte der ehemalige Frauennational- und Bundesligatrainer Ekke Hoffmann gewonnen werden. Von den Minis bis zur A-Jugend waren alle Trainer eingeladen. Das Thema der Fortbildung war das individuelle Abwehrtraining, bei dem neben theoretischen Kenntnissen hauptsächlich in der Praxis geschult wurde.

Die Jugendtrainer erhielten viele Anregungen für ihre Trainingsarbeit mit den einzelnen Jugendmannschaften. „Michaela Baumgartl, Andrea Petri, Inge Heinkele und ich wollen einen Leitfaden entwickeln. So soll der Übergang zwischen den Altersklassen fließend sein und erleichtert werden“, sagt Max Bonhage.

Zwischen Sindelfingern und Böblingern gebe es überhaupt keine Probleme. So wird bei den verschiedenen Jugendteams stets eine Trainingseinheit in Sindelfingen und die andere in Böblingen durchgeführt. „Wir sind ein Verein. Die Rivalität gehört der Vergangenheit an und hat bereits in der Jugendspielgemeinschaft überhaupt keine Rolle gespielt“, so Max Bonhage.

Um die Nachwuchshandballer bei Laune zu halten, lassen sich die HSG-Verantwortlichen Einiges einfallen. Mit vielen gemeinsamen Aktionen wie etwa dem regelmäßigen Besuch des Sommerturniers in Fridingen (120 HSG-Jugendliche von der D- bis zur A-Jugend), als Ausrichter des Sensapolis Cups, der 1. Mai-Wanderung oder als großes Helferteam beim Kempa Cup im Glaspalast, wird das Zusammengehörigkeitsgefühl bei der HSG-Jugend weiter ausgebaut.

„Wichtiger als das sportliche Abschneiden bei den Turnieren ist das gemeinschaftliche Erlebnis mit den anderen Jugendlichen. An den Abenden in Fridingen hatten alle großen Spaß und wir sind als HSG weiter zusammengewachsen“, sagt Max Bonhage.

Beim Sensapolis Cup im September in Böblingen fand das Organisatoren-Team um Inge Heinkele die entspannte, fröhliche Atmosphäre während beider Turniertage und die Tatsache, dass die neu ausgebildeten Jungschiedsrichter der HSG Böblingen/Sindelfingen vor dem eigentlichen Rundenbeginn Praxiserfahrung sammeln konnten, besonders erfreulich.

„Was die Gewinnung von Nachwuchsschiedsrichtern anbelangt, haben wir bei der HSG im Gegensatz zu anderen Vereinen überhaupt keine Probleme. Wir sind in allen Bereichen auf einem sehr guten Weg. Die HSG hat nur Gewinner“, so Max Bonhage.

Presse | Handball | 23.09.2013

Gelungene Heimpremiere für die HSG Böblingen/Sindelfingen

HSG Böblingen/Sindelfingen - SG Hirsau 32:27 (17:14) / Gelungene Premiere in der Sommerhofenhalle

Von Daniel Krauter

Besser hätte die Heimpremiere in der Sindelfinger Sommerhofenhalle für die HSG Böblingen/Sindelfingen nicht laufen können. Gegen die ambitionierte SG Hirsau gewann das neu formierte Team mit 32:27.

Nach der Partie gratulierten sich Heinz Hornikel und Ralf Maurer gegenseitig. Die früheren Abteilungsleiter vom VfL Sindelfingen und der SV Böblingen tragen nun gemeinsam als HSG-Vorstand die Verantwortung. „Besser hätte es nicht laufen können. Die Jungs haben heute Werbung für die HSG gemacht", war sich das Führungsduo einig und strahlte gemeinsam mit den 350 Zuschauern um die Wette. HSG-Trainer Markus Schmid war ebenfalls begeistert: „Die HSG hat nur Gewinner. Ich habe nun viel größere Alternativen als früher."

Die Kompaktheit der HSG bekam Gegner SG Hirsau bei der 27:32-Niederlage in der Sindelfinger Sommerhofenhalle zu spüren. Verließ ein HSG-Spieler das Feld, kam gleichwertiger Ersatz auf die Platte und fügte sich gleich in die Partie ein. Da konnten die pomadigen Gäste nicht gegenhalten. Die Ein-Mann-Show von Michael Keller - der seine Mannschaft mit 13 Treffern im Spiel hielt - reichte am Samstagabend nicht, um die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen.

Die HSG fand gut in die Partie und knüpfte an die starke Endphase des Aixheim-Spiels aus der Vorwoche an. Der pfeilschnelle Außenspieler Alexander Zürn stellte seine Klasse unter Beweis und erzielte vier der ersten neun HSG-Treffer zur 9:4-Führung. „Unsere Anfangsphase war überragend und das Fundament für den Sieg", sagte Markus Schmid. Die Gäste hingegen verließen sich zu Beginn auf ihren starken Rückraum um Daniel Kollitz, vergaßen dabei aber, dass Tempospiel auch zum Handball dazugehört. Der Spielaufbau wirkte im Gegensatz zur HSG pomadig. Beim Stand von 17:14 für die Gastgeber wurden die Seiten gewechselt. „Immer wenn wir in Bewegung waren haben wir auch die Tore gemacht. Darauf habe ich meine Mannschaft in der Kabine hingewiesen", sagte Markus Schmid. Und seine Mannen nahmen sich die Worte ihres Trainers zu Herzen.

Mit Schwung kam die HSG aus der Kabine und enteilte bis zur 48. Minute auf 26:20. Einzig der überragende Michael Keller stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Der Rückraumspieler der Gäste konnte aber auch nicht verhindern, dass die junge HSG-Truppe Tor um Tor davonzog. Beim 28:20 durch ein Kontertor von Malte Blume, acht Minuten vor Ende der Partie, war der Drops gelutscht.

Nicht nur in der Offensive flutschte es, auch die Abwehr stand wie eine Eins. Und wenn sich einmal Lücken auftaten, war da immer noch HSG-Torhüter Daniel Meyer, der den Gästen mit zahlreichen Paraden den Zahn zog: „Dani hat klasse gehalten", durfte sich der Keeper über ein Sonderlob seines Trainers freuen. Die Gastgeber ließen nichts mehr anbrennen und schaukelten das Spiel locker mit 32:27 nach Hause. Nach der Partie lagen sich die Spieler in den Armen, aus den Lautsprecherboxen dröhnte: „Oh, wie ist das schön." Trainer Markus Schmid hatte ebenfalls nichts auszusetzen: „Man hat heute gesehen, was die Jungs leisten können. Bei uns wächst etwas zusammen. Mal schauen, wohin das noch führt. Jetzt warten drei Auswärtsspiele auf uns. Von daher war der Sieg heute Gold wert."

HSG Böblingen/Sindelfingen:
Meyer, Petri (5 Tore / 2 Siebenmeter), Zürn (5), Garvia (2), Root (1), Schenker (4), Eichner (3), Martinewsky (2), Leupolz (3), Todt, Blume (2), Speidel (3), Schwab (2).

Presse | Handball | 20.08.2013

"Die Integration war gar nicht so schwer"

Interview mit Sportkoordinator Harald Deuß zur neuen Spielgemeinschaft zwischen Böblingen und Sindelfingen

Was lange währt, wird endlich gut: Unter dieses Motto könnte man die neue Handballspielgemeinschaft zwischen der SV Böblingen und dem VfL Sindelfingen stellen. Während es in der Jugend schon lange eine Kooperation gibt, haben sich nun auch die Männer- und Frauenteams zusammengetan.

Erstmals werden die Spielerinnen und Spieler in dieser Saison gemeinsam auf Punktejagd gehen. Bei den Männern in der Landes- und Bezirksliga sowie in der Bezirksklasse, bei den Frauen in der Bezirksliga und der Kreisliga A. Im Interview spricht Sportkoordinator Harald Deuß über die Fusion.

Herr Deuß, Sindelfingen und Böblingen waren jahrzehntelang Konkurrenten, jetzt bilden sie eine Spielgemeinschaft. Worauf kommt es an, damit eine solche Fusion funktioniert?
Das Wichtigste ist, dass beide Seiten den Zusammenschluss wollen und bereit sind, uns künftig als Einheit zu sehen. Bei ihren Hauptversammlungen im Frühjahr haben beide Vereine gezeigt, dass sie zu diesem Schritt bereit sind. Jetzt liegt es an den Mannschaften, dass sie so schnell wie möglich zusammenfinden. Wenn sich die Teams auf dem Platz als Einheit präsentieren, bin ich überzeugt, dass die HSG auch vom Umfeld schnell angenommen wird.

Wie sind die Eindrücke nach den ersten Monaten? Wächst da bereits etwas zusammen?
Definitiv. Und da kann ich für alle Mannschaften sprechen. Schon jetzt merkt man im Training und in den Vorbereitungsspielen, dass es eigentlich keine Rolle mehr spielt, ob der Spieler neben mir früher in Böblingen oder in Sindelfingen gespielt hat. Ich denke, die Integration war letztlich gar nicht so schwierig wie es manche vielleicht befürchtet hatten. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass sich viele Spieler schon durch die Jugendspielgemeinschaft gekannt haben. Bei der SG Leonberg/Eltingen, bei der ich früher gespielt habe, lief der Zusammenschluss damals längst nicht so reibungslos.

Sie haben die neu geschaffene Position des sportlichen Leiters übernommen. Was sind Ihre Aufgaben?
Ich bin das Bindeglied zwischen der Abteilungsleitung und den Mannschaften. Deshalb war ich in der ersten Phase regelmäßig in den Hallen, um alle Trainer kennenzulernen und zu sehen, ob es irgendwo Probleme gibt. Daneben gab es auch viel Organisatorisches, von der Hallenbelegung bis zur Organisation der Trainingslager. Später werden dann auch noch konzeptionelle Aufgaben hinzukommen, etwa die Entwicklung eines Ausbildungskonzepts für unsere Jugendmannschaften.

Der Zusammenschluss der beiden Vereine hat dazu geführt, dass vor allem den Trainern der beiden ersten Männermannschaften sehr viele Spieler zur Verfügung stehen. Am Ende werden aber nicht alle von ihnen zum Zug kommen. Besteht da nicht die Gefahr, dass einige am Ende unzufrieden sein werden und die HSG vielleicht sogar verlassen?
Bis jetzt sehe ich da keine großen Probleme. Wir haben zu Beginn der Vorbereitung eine Fragebogenaktion gemacht und die Spieler dabei auch um eine Selbsteinschätzung gebeten. In den allermeisten Fällen hat die sich mit der Einschätzung der Trainer gedeckt. Und dass nicht alle 21 Spieler, die die erste Vorbereitungsphase in der Landesligamannschaft mitgemacht haben, auch dort spielen können, war ja jedem von Anfang an klar.

Die Landesligamannschaft der HSG ist zu großen Teilen identisch mit der ehemaligen ersten Mannschaft der SV Böblingen. Glauben Sie, dass die Sindelfinger Zuschauer sie dennoch auch als "ihre" Mannschaft annehmen werden?
Es wird die Aufgabe der Mannschaft sein, sich so zu präsentieren, dass sie von beiden Seiten akzeptiert wird. Unser Ziel ist, dass sich alle als HSGler fühlen. Wo einer vorher gespielt hat, braucht dann nicht mehr zu interessieren.

Wie sieht es bei den Frauen aus? Sindelfingen hatte ja zuletzt gar keine Frauenmannschaft mehr. Hat sich dort überhaupt etwas geändert, außer dass auf den Trikots statt SVB nun HSG steht?
Der VfL Sindelfingen hatte in der vergangenen Saison wieder begonnen, eine Frauenmannschaft aufzubauen. Deshalb gab es zunächst auch Überlegungen, drei Frauenteams zu melden. Inzwischen sind wir froh, dass wir es nicht getan haben, denn es standen zwar viele VfL-Spielerinnen auf dem Papier, in die Halle sind dann aber nicht mehr als fünf oder sechs gekommen. Zwei von ihnen werden künftig die Bezirksligamannschaft verstärken, der Rest wurde in die zweite Mannschaft integriert.

Ziel der Spielgemeinschaft ist es auch, sportlich einen Schritt nach vorne zu machen. Was trauen Sie den HSG-Teams in der kommenden Saison zu?
Wir sollten auf dem Teppich bleiben. Bei den Männern dürfen wir nicht vergessen, dass die Zahl der Landesliga-Staffeln von vier auf drei reduziert wurde. Das bedeutet nicht nur mehr Spiele, sondern auch eine stärkere Konkurrenz. Ein Platz im vorderen Mittelfeld wäre aus meiner Sicht deshalb schon ein Erfolg. Bei den Frauen sollte das Ziel natürlich irgendwann auch wieder die Rückkehr in die Landesliga sein, für die kommende Saison ist das aber wohl noch nicht realistisch.

Und wie sehen die mittelfristigen Ziele aus?
Unser Ziel muss es sein, dass die ersten Mannschaften beider Vereine in Zukunft eine Klasse höher spielen und auch einen entsprechenden Unterbau haben. Dieses Ziel wollen wir vor allem mit eigenen Leuten erreichen, denn das große Geld soll bei uns in der Spielgemeinschaft auch künftig nicht fließen. Um das zu schaffen, brauchen wir allerdings ein erfolgreiches Jugendkonzept. Die älteren Jugendmannschaften sollten möglichst alle auf Verbandsebene spielen. Denn nur dann bekommen wir aus der Jugend Spieler, die die Qualität haben, um unsere aktiven Mannschaften nach vorne zu bringen.

Presse | Handball | 23.04.2013

Letzter Meisterwimpel für den VfL Sindelfingen

Zweite Mannschaft die Nummer eins in der Kreisliga C

Nachdem die zweite Männermannschaft des VfL Sindelfingen in den vergangen Spielzeiten am letzten Spieltag stets die Übergabe des Meisterwimpels an den Gegner beklatschen musste, nahm die Truppe um Spielertrainer Jochen Klemm dieses Mal selbst den Wimpel für die Meisterschaft in der Handball-Kreisliga C von Staffelleiter Hermann Schmid in Empfang.

Im historisch letzten Derby vor Gründung der HSG Böblingen/Sindelfingen mussten die ohne fünf Stammspieler angetretenen Sindelfinger zwar eine verdiente 17:35-Niederlage bei der dritten Mannschaft des künftigen Partners einstecken, die Meisterschaft war den Sindelfingern aber bereits vor dem abschließenden Spiel nicht mehr zu nehmen. Die Klatsche war somit leicht zu verschmerzen. Die Grundlage für die vorzeitige Meisterschaft legten die Sindelfinger im Dezember und Januar mit zwei umkämpften Siegen gegen den Vizemeister Leonberg/Eltingen und die Böblinger. Am Ende standen 20:4 Punkte und 368:266 Tore zu Buche. Erfolgreichster Torschütze war der vergangene Saison noch bei der HSG Schönbuch in der Württembergliga aktive Rückkehrer Dennis Hoffmann mit 82 Toren, gefolgt vom A-Jugendlichen Stefan Seidler (58). Gerade in der gesunden Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielern zusammen mit der deutlich verbesserten Trainingsbeteiligung liegt das Erfolgsrezept.

Für die kommende Runde haben bereits alle Spieler der Meistermannschaft ihre Zusage gegeben. Nun blicken sie gespannt auf den Zusammenschluss mit der SV Böblingen. Mit dem vielleicht letzten Meistertitel als VfL Sindelfingen dürfte der Mannschaft ein Platz in den Geschichtsbüchern der VfL-Handballabteilung sicher sein.

Presse | Handball | 15.04.2013

Trikottausch nach dem letzten Duell

SV Böblingen II - VfL Sindelfingen 26:28 (13:12)

Von Edip Zvizdi�§

Das Beste zum Schluss: Nach sieben Niederlagen in Serie haben die Handballer des VfL Sindelfingen das vorerst letzte Spiel ihrer Vereinsgeschichte gewonnen. Ausgerechnet bei der zweiten Mannschaft der SV Böblingen, mit der der VfL zur HSG Böblingen/Sindelfingen fusioniert, siegte die Mannschaft von Torsten Merlitz mit 28:26.

Was auch immer im Vorfeld gemutmaßt wurde, wer denn alles gegen den Zusammenschluss der beiden Vereine zur neuen Runde sei - am späten Samstagabend wurden diese Pessimisten wohl endgültig eines Besseren belehrt. Das allerletzte Saisonspiel in der Bezirksliga zwischen der SV Böblingen II und dem VfL Sindelfingen bot sowohl sportlich als auch stimmungstechnisch Handball der gehobenen Klasse. Das zahlreich erschienene Publikum dankte das mit stehenden Ovationen nach dem Schlusspfiff, und einige der Protagonisten auf dem Feld übten sich in einer im Handball eher unüblichen Tradition: Sie tauschten nach dem Spiel mit ihren Gegenspielern die in Zukunft nicht mehr benötigten Trikots.

SVB-Abteilungsleiter Ralf Maurer war wie so viele in der Böblinger Murkenbachhalle begeistert. „Ein klasse Spiel, mit allem, was zum Handball dazugehört." Sprachs und bat gemeinsam mit seinem Sindelfinger Pendant Heinz Hornikel die Spieler und Trainer beider Teams zur ersten Lagebesprechung in die Kabine. Dort wurde unter anderem Harald Deuß als neuer Sportkoordinator der HSG vorgestellt. „Er wird den kompletten Aktivenbereich verwalten und Bindeglied zwischen den Mannschaften sein", stellte Ralf Maurer seinen neuen Mitarbeiter vor.

Die SVB gab sich in der Murkenbachhalle als generöser Gastgeber und überließ dem Kontrahenten die Punkte. Anstatt mit einem Sieg Platz vier zu sichern, rutschte die in Abwesenheit von Marco Iker von Karsten Zink und Kornelius Fritz betreute Böblinger Mannschaft auf Rang sieben ab. Sindelfingens Trainer Torsten Merlitz konstatierte einen „schönen Abschluss. Heute hat man gesehen, was eigentlich möglich gewesen wäre, wenn wir uns öfter als Team präsentiert hätten. Auf jeden Fall haben wir in den beiden Derbys unsere beste Saisonleistung abrufen können."

Zunächst hatte wenig auf einen Sieg der Gäste hingedeutet. SVB-Routinier Olaf Gauß spielte mit dem VfL zu Beginn Katz und Maus und legte fast im Alleingang ein 3:0 vor. Erst allmählich knieten sich die Sindelfinger rein, glichen nach zwölf Minuten durch Spielmacher Matthias Speidel zum 4:4 aus und gestalteten die Partie fortan offen. Mehr als zwei Tore konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Zur Pause führten die Hausherren mit 13:12.

Nach dem Seitenwechsel spitzte sich das Geschehen minütlich zu. Aufseiten der SVB dominierte der 53-jährige Olaf Gauß mit Unterstützung von Torhüter Alexander Sandhoff, der gleich mehrere Male mit Glanzparaden eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste verhinderte. Auf Sindelfinger Seite verteilten sich die entscheidenden Szenen auf mehreren Schultern. In der Abwehr erledigte Dennis Hoffmann einen exzellenten Job, vorne glänzten Marc Wankmüller und Felix Richter vor allem in der Schlussphase mit wichtigen Toren. Entscheidend war letztlich Dennis Hoffmann, der 20 Sekunden vor der Schlusssirene den 28:26-Auswärtssieg eintütete.

Carsten Zink und Kornelius Fritz nahmen die Niederlage gelassen zur Kenntnis. „Wir hätten gerne gewonnen." Die beiden freuten sich dafür umso mehr über die Torschützenkrone für Stefan Fischer. Das SVB-Rückraumass traf insgesamt 145 Mal ins Schwarze - Bestwert in der Bezirksliga.

SV Böblingen II:
Sandhoff; Kloos (3 Tore), Raff (3/davon 1 Siebenmeter), Herok (2), Radtke, Fecker, de Sensi, Batsching, Atalay (2), Gauß (10/1), Fischer (5), Julian Todt (1)
VfL Sindelfingen:
Gsell, Grob; Zimmert, Wankmüller (4), Huck (2), Marco Garvia (2), Speidel (7/1), Rippl (1), Propp, Richter (4), Köberling (1), Darren Faißt (3), Markus Schwab, Hoffmann (4).

Presse | Handball | 10.04.2013

Schlussstrich und Neuanfang

Aufbruchstimmung und Wehmut beim letzten Heimspiel der Männer des VfL Sindelfingen vor der Fusion mit der SV Böblingen

Von Edip Zvizdic

In würdigem Rahmen ist am vergangenen Samstagabend das letzte Heimspiel in der Geschichte der Handballabteilung des VfL Sindelfingen über die Bühne gegangen. Rund 300 Zuschauer wohnten der Bezirksligapartie gegen den VfL Pfullingen bei und bewiesen damit nachdrücklich: Den Sindelfingern dürstet es nach höherklassigem Handball.

Der Handball beim VfL Sindelfingen ist Geschichte, die HSG Böblingen/Sindelfingen steht in den Startlöchern. Zumindest in der Sommerhofenhalle wird man den VfL nie wieder zu Gesicht bekommen. Am kommenden Samstagabend endet dann sinnigerweise - so will es der Spielplan - in der Partie bei der SV Böblingen II endgültig die traditionsreiche, an Erfolgen und Skandalen wahrlich nicht arme Historie des einstigen Aushängeschilds der Sportstadt.

Einige der Protagonisten aus erfolgreicheren Zeiten ließen es sich nicht nehmen, dem finalen VfL-Akt beizuwohnen. Unter anderem Michaela Baumgartl, die lange Jahre in Sindelfingen aktiv war und nun Jugendkoordinatorin der JSG Böblingen/Sindelfingen ist. Für sie war der Zusammenschluss überfällig. „Wenn man sportlich wieder etwas erreichen will, dann war das der einzig logische Schritt." Während Baumgartl dem VfL keine Träne nachweint, kam bei ihrer Teamkollegin aus Bundesligazeiten, Claudia Klopfer, Wehmut auf. Aber auch die ehemalige Kreisläuferin des VfL sieht die Fusion als sinnvoll an. „Der Jugend muss man als Verein auch etwas anbieten, sowohl in der Breite als auch in der Spitze."

In dasselbe Horn stieß Manfred Stock. Der langjährige Abteilungsleiter des VfL ist ein Freund der HSG. „Man darf die Augen nicht vor der Realität verschließen. Die beiden Vereine könnten getrennt keinen Leistungshandball anbieten." Das sei nun möglich, und vor allem im Männerbereich sieht Stock einiges Potenzial. „Ziel muss es sein, hinter der SG Haslach zweitstärkster Verein im Landkreis zu werden."

Dafür bedarf es in erster Linie einer stabilen Jugendarbeit, die durch die Aktiven-Spielgemeinschaft nun gegeben sei. Das Geschacher um den ältesten Nachwuchs, der sich zwischen zwei Vereinen entscheiden musste, ist weg. „Das ist das Beste an der HSG", denkt Torsten Merlitz mit Grausen an das Vorgehen der Verantwortlichen zurück. „Das war ein Hauen und Stechen um die besten Spieler. Mir taten die Jungs leid, das gibt es jetzt zum Glück nicht mehr."

Den Zusammenschluss quittiert der Coach des VfL Sindelfingen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sportlich böte sich nun seinen Spielern die Möglichkeit, „sich vereinsintern für höhere Aufgaben zu empfehlen", legte aber nach dem letzten Heimspiel vielsagend hinterher: „So wie wir derzeit aber spielen, wird das nicht allzu vielen gelingen." Merlitz, der in 31 Jahren VfL von der Kreisliga bis zur Württemberg-Liga aktiv war, wird der HSG als Trainer erhalten bleiben. Gewöhnen muss er sich nur an einen Umstand: „Heimspiel hieß für mich bisher Sommerhofen und nicht Murkenbach." Einen Schritt weiter geht Denis Hoffmann. Der Routinier in Reihen des VfL findet die Murkenbachhalle „hässlich". Dennoch ist er von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt. „Jetzt hat der Nachwuchs wieder eine Perspektive."

Optimistisch wie kein Zweiter sieht Heinz Hornikel in die HSG-Zukunft. „Fast 90 Prozent der VfL-Stimmen waren eine klare Ansage. Ich freue mich vor allem, dass wir nun wieder in allen Leistungsstufen Handball anbieten können, der Unterbau ist vorhanden." Wo die Heimspiele der HSG stattfinden werden, wird in den kommenden Wochen geregelt. „Wir versuchen, die Heimspiele regional zu strukturieren. Geht es gegen Schönbuch oder Schönaich, wird in Böblingen gespielt. Sind Magstadt oder Leonberg die Gegner, ist Sindelfingen die Austragungsstätte." Die Spieltage sollen komplett in einer Halle durchgeführt werden. „Das ist für die Zuschauer attraktiver."

Als technische Leiterin wird sich Ingrid Hornikel im Wechsel mit ihrem Böblinger Pendant Inge Heinkele um die Bewirtung kümmern. Und nichts wünscht sich die gute Seele des VfL sehnlicher, als volle Hallen. „Heute im allerletzten Heimspiel war es schön, das erinnerte ein wenig an Bundesligazeiten. Vielleicht gelingt es uns ja, bei den Derbys die Halle ähnlich voll zu bekommen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Herausforderung HSG", so Ingrid Hornikel.

Presse | Handball | 08.04.2013

Kinogutscheine für die Meistermannschaften

Auszeichnung bei der JSG Böblingen/Sindelfingen

Von Uwe Geisert

Im Rahmen des letzten Heimspiels der Sindelfinger Bezirksliga-Handballer (20:34 gegen VfL Pfullingen II) hat die VfL-Handballabteilung die Jugendmannschaften der JSG Böblingen/Sindelfingen geehrt, die in ihren Ligen die Meisterschaft gewonnen haben.

Besonders erfolgreich war die Altersgruppe der Elf- bis Zwölfjährigen. Die männliche D1 sicherte sich die Meisterschaft in der Bezirksklasse und die männliche D3 in der Kreisliga. Außerdem errangen die D3-Jungs in der Endrunde um die Kreismeisterschaft auch noch Platz zwei. Bei den Mädchen sicherte sich die C-Jugend nach einer spannenden Saison den Titel in der Bezirksliga am letzten Spieltag. Die weibliche E-Jugendmannschaft der JSG kann ebenfalls auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Sie wurde Staffelsieger in der Bezirksliga, Talentiade-Sieger und erreichte auch das Final-Four-Turnier im Bezirkspokal. Hier haben die JSG-Mädchen in zwei Wochen noch die Chance, einen weiteren Erfolg zu erringen. Zur Belohnung gab es für alle beteiligten Spieler und Spielerinnen einen Kinogutschein vom VfL Sindelfingen.

Saisonabschluss für ein Trio beim internationalen Turnier in Arnheim

Bereits vor den Osterfeiertagen waren drei Jugendmannschaften der JSG zu ihrem Saisonabschluss zu einem internationalen Turnier nach Arnheim aufgebrochen. Busfahrer Hansi Schwab brachte die Truppe sicher ans Ziel, wo die drei Mannschaften in Klassenzimmern des Arnheim College Quartier bezogen. Noch am selben Abend besuchten sie den offiziellen Empfang im Valkenhuizen Sportzentrum und sahen sich anschließend das Eröffnungsspiel an.

Die männliche D-Jugend konnte in ihrer stark besetzten Fünfer-Gruppe nur Achtungserfolge erzielen, zu übermächtig waren die Gegner. Aber die Jungs kämpften tapfer und gaben auch in den Rückspielen ihr Bestes. Bei der C-Jugend spielten alle acht Mannschaften im Modus "jeder gegen jeden" den Turniersieger aus. Dabei hatten es die JSG-Jungs mit Teams aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden sowie dem TSV Neckartenzlingen zu tun. Nach zwei Siegen gegen körperlich deutlich überlegene Gegner sprang ein guter sechster Platz heraus. Die männliche B-Jugend belegte nach der Vorrunde und teilweise überzeugenden Leistungen Rang drei. Das Platzierungsspiel wurde deutlich gewonnen, so dass sie am Ende Fünfter wurden.

Mit einer Disco im Valkenhuizer Sportzentrum ging ein schönes und gleichzeitig eindrucksvolles Handball-Osterwochenende zu Ende.

Presse | Handball | 27.03.2013

Vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft

Vertragsunterzeichnung der Aktivenspielgemeinschaft von SV Böblingen und VfL Sindelfingen im Ballsaal des Sensapolis

Die Handball-Hochzeit von SV Böblingen und VfL Sindelfingen ist besiegelt - die Vertragsunterzeichnung erfolgte symbolträchtig auf dem Flugfeld, im Ballsaal des Sensapolis, das schon einige Zeit Förderer der bereits 2007 gegründeten Jugendspielgemeinschaft ist.

Von Michael Stierle

Sechsmal mussten die beiden Geschäftsführer Harald Link (SVB) und Roland Medinger (VfL) unterschreiben. Böblingens Abteilungsleiter Ralf Maurer mit einem Schmunzeln: "Die beiden Herren haben das vorher natürlich auch durchgelesen." Harald Link dazu: "Nicht nur einmal." Auch Steuerberater und Juristen haben das Werk abgesegnet.

Es war der Mustervertrag des Handballverbandes Württemberg, angepasst an Böblinger und Sindelfinger Verhältnisse. "Wir haben auch die Regelungen zwischen den Vereinen mit reingepackt", erklärte Michael Eppard, Verantwortlicher für die Finanzen in der Handball-Spielgemeinschaft. "Dazu gehören die Zusammensetzung des Vorstandes, die paritätische Besetzung, das Vetorecht, damit nicht ein Verein den anderen über den Tisch ziehen kann, und die Kosten." An diesem Mittwoch bringt Inge Heinkele, stellvertretende Abteilungsleiterin der SVB, den Vertrag höchstpersönlich auf der Geschäftsstelle des Verbandes vorbei, wo er bis spätestens 1. April vorliegen muss. "Das ist Ostermontag", so Maurer, "und wir wollen uns nicht der Gefahr aussetzen, dass der Umschlag über die Feiertage bei der Briefverteilung liegen bleibt."

Der SVB-Abteilungsleiter, der zusammen mit Heinz Hornikel die Doppelspitze bilden wird, ist sich im Klaren darüber, "dass dieser erste Zusammenschluss einer großen Ballsportart der beiden Vereine links und rechts der Autobahn mit Interesse verfolgt wird". Auch für Böblingens OB Wolfgang Lützner, als "Trauzeuge" ebenfalls vor Ort wie Sindelfingens Erster Bürgermeister Christian Gangl, ist diese Spielgemeinschaft bei den Aktiven der richtige Weg. "Man wird sehen, ob das in den nächsten Jahren auch in anderen Bereichen des Sports funktionieren kann." Denn das Werben um den Nachwuchs werde immer umkämpfter, "und leistungsstarke Sportler sind oft auch beruflich gefordert". Erkenntnisse, die auch für Christian Gangl nach der in Sindelfingen stattgefundenen Jahrestagung der Deutschen Sportämter, nicht neu sind. "Wir haben da sehr viel über die künftigen Herausforderungen diskutiert, wie zum Beispiel

Das neue HSG-Trikot als Präsent für Bürgermeister und Geschäftsführer

die Vereinbarkeit von Sportverein und Ganztagesschule. Die HSG ist eine mögliche Antwort darauf." Er wollte die Vertragsunterzeichnung nicht gleich zu einem "historischen Moment" überhöhen, regte aber ebenfalls an, "dass sich dies vielleicht auch auf andere Modelle übertragen lässt".

Roland Medinger, Geschäftsführer des VfL Sindelfingen, zeigt sich in dieser Hinsicht offen. "Weil wir zum Beispiel in den wichtigen Ballsportarten die größten Mitgliederrückgänge zu verschmerzen haben", deutet er mögliche Nachahmer an. Auch wenn diese Entwicklung bei der benachbarten SVB so aktuell nicht zutrifft. "Da haben wir eher das Problem der fehlenden Trainer, Spielflächen und Hallenzeiten", erklärt Vereinsmanager Harald Link, der den beiden Handballabteilungen mit dem anfänglichen Zusammenschluss zur Jugendspielgemeinschaft einen "cleveren Beginn" bescheinigte. "Da sind die Berührungsängste nicht so groß. Und wenn man sieht, dass es funktioniert, kann man, wie jetzt geschehen, den nächsten Schritt machen." Ob das nur der Anfang einer ganzen Reihe von Kooperationen ist? "Wir denken eher in Möglichkeiten, nicht in Grenzen", so Link, für den eine Spielgemeinschaft aber in erster Linie auch Sinn machen muss. "Und das ist der Fall, wenn ein gemeinsamer Wille besteht und ein Effekt erzielt wird, beispielsweise beim Leistungssportgedanken."

Auch die Handballer peilen den Aufstieg in die Württembergliga an, wollen zweite Kraft im Kreis hinter der SG H2Ku Herrenberg werden. Die neuen Trikots dafür präsentierten sie schon mal im Ballsaal - für die beiden Bürgermeister und Geschäftsführer gab`s auch eines als Geschenk.

Presse | Handball | 27.03.2013

Der HSG-Vertrag ist unterschrieben

Die Geschäftsführer Harald Link (SVB) und Roland Medinger (VfL) besiegeln die Kooperation zwischen den beiden Vereinen

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Der Vertrag ist unterschrieben, die Tinte ist trocken. Wenn jetzt auch noch der Handballverband Württemberg (HVW) grünes Licht gibt, geht die Spielgemeinschaft zwischen der SV Böblingen und dem VfL Sindelfingen in der kommenden Saison an den Start.

Für die Unterschrift unter den HSG-Vertrag hatten sich Böblingens Handball-Abteilungsleiter Ralf Maurer und sein Sindelfinger Amtskollege Heinz Hornikel den festlichen Ballsaal im Sensapolis ausgesucht. Der Freizeitpark ist schon seit einigen Jahren Sponsor der Jugendspielgemeinschaft von SVB und VfL, die seit April 2007 Bestand hat.

„Das ist ein symbolträchtiger Ort auf dem Flugfeld und auf Sindelfinger Markung. Diese Handball-Ehe ist der erste Zusammenschluss einer großen Sportart über die Autobahn. Ich hoffe, sie hat lange Bestand", so Ralf Maurer.

Das hofft auch Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner: „Als Trauzeuge kann ich dieser Handball-Sieger-Gemeinschaft nur gratulieren. Ich denke, dass in den kommenden Jahren auch andere Sportarten der beiden Großvereine zusammenarbeiten werden."

Auch Sindelfingens Finanzbürgermeister Christian Gangl sparte nicht mit guten Wünschen für diese Handball-Kooperation: „Die HSG soll den Erfolg haben, den sie sich wünscht."

Die beiden Bürgermeister und die Geschäftsführer der beiden Vereine, Harald Link (SVB) und Roland Medinger (VfL), bekamen von Ralf Maurer und Heinz Hornikel ein neues HSG-Trikot überreicht. „Das werde ich bestimmt mit Stolz tragen", so Roland Medinger. Als er 1991 beim VfL Sindelfingen Geschäftsführer wurde, war an eine Kooperation mit der SV Böblingen nicht zu denken.

„Es ist gut, dass die Vorurteile gegenüber dem anderen Verein in den letzten Jahren kleiner geworden sind", sagt Roland Medinger. Für ihn gibt es zu der Spielgemeinschaft keine Alternative: „Das ist die Antwort auf die demografische Entwicklung. Bis zum Jahr 2025 werden den Vereinen 20 Prozent weniger Kinder zur Verfügung stehen." Vor allem die großen Ballsportarten wie Fußball, Handball, Basketball und Volleyball seien davon betroffen.

Der VfL-Geschäftsführer ist deshalb überzeugt, dass über kurz oder lang andere dem Beispiel Handball folgen werden: „Das wird nicht die letzte Abteilung gewesen sein." Roland Medinger rechnet damit, dass die Kinder durch die Ganztagesbetreuung an den Schulen immer stärker eingebunden werden und damit weniger Zeit für einen Sportverein haben.

Zusammen mit Harald Link unterschrieb der VfL-Geschäftsführer den HSG-Vertrag. Mit insgesamt acht Teams geht die Spielgemeinschaft im kommenden Herbst an den Start. Fünf bei den Männern, drei bei den Frauen.

Das Landesliga-Team werden Markus Schmid und Barbaros Özsöz trainieren. Um die Frauen III werden sich Gernot Mooshammer und Marco Garvia Garcia kümmern. In einem Trainingsspiel besiegte diese, in Sindelfingen neu zusammengestellte Truppe, kürzlich die Frauen des TSV Ehningen II.

Die Männer II in der Bezirksliga sollen von Marco Iker und Torsten Merlitz trainiert werden. Doch das ist noch nicht in trockenen Tüchern. „Es gibt noch weitere Namen, doch wir müssen erst einmal die Zusammensetzung der einzelnen Teams klären", so Heinz Hornikel.

Heute Vormittag bringt Inge Heinkele, stellvertretende Abteilungsleiterin der Böblinger Handballer, den Vertrag zum württembergischen Handballverband.

Zur Sicherheit hat Dr. Michael Eppard, künftiger Kassier der HSG Böblingen/Sindelfingen, gleich sechs Exemplare der Vereinbarung angefertigt. Schließlich soll bei dieser Ehe-Schließung nichts mehr schiefgehen.

Presse | Handball | 22.03.2013

Heinz Hornikel ist der erste Gratulant

Sechs Jahre nach der Gründung der Jugendspielgemeinschaft machen SV Böblingen und VfL Sindelfingen nun auch bei den Aktiven gemeinsame Sache

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Am Ende der rund zweistündigen Versammlung der Böblinger Handballer war die Erleichterung groß bei Abteilungsleiter Ralf Maurer: „Ich freue mich riesig über die große Zustimmung für die Spielgemeinschaft mit dem VfL Sindelfingen."

In dieses Moment vergaß der Böblinger Handball-Chef aber auch nicht jene 18, die zuvor in geheimer Wahl gegen die Kooperation mit dem VfL gestimmt hatten. „Ich hoffe, wir können alle mitnehmen", so Ralf Maurer.

Trotz einer intensiven Diskussion zuvor hatten sich 64 Mitglieder der SVB für die HSG ausgesprochen. Das sind rund 78 Prozent und kommt dem Wunschergebnis von Ralf Maurer von 80 Prozent ziemlich nahe.

Dafür musste sich der Böblinger Abteilungsleiter im überfüllten „Blauen Haus" zuvor allerdings mit den Kritikern der Spielgemeinschaft auseinandersetzen.

Kornelius Fritz, Torhüter der zweiten Böblinger Bezirksliga-Mannschaft, fürchtete sich um „die familiäre Atmosphäre" bei der SVB. „Wir geben unsere Selbstständigkeit für ein Experiment auf", sagte der 38-Jährige.

Ralf Maurer blieb die Antwort nicht schuldig: „Wir stoßen bei Mitgliedern und Sponsoren an unsere Grenzen. Wenn alles läuft, muss ich mir Gedanken machen, wie es in Zukunft weitergehen kann. Wenn ich die Chance einer Spielgemeinschaft ergreife, muss ich auch das Risiko eingehen. Natürlich muss der ein oder andere bei diesem Schritt raus aus der Komfortzone." Für den Böblinger Handball-Chef überwiegen aber ohnehin die Vorteile der Kooperation mit dem VfL Sindelfingen: „Künftig kennt das Derby zwischen SVB und VfL nur einen Sieger: die HSG."

Ralf Maurer weiß aber auch, dass der Start der Spielgemeinschaft klappen muss: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance." Am kommenden Dienstag, 26. März, wird um 10 Uhr im Sensapolis auf dem Flugfeld der Vertrag über die Kooperation zwischen beiden Vereinen offiziell unterzeichnet. Bis 1. April muss die Meldung über die Kooperation beim württembergischen Handballverband vorliegen.

Dann kann die HSG Böblingen/Sindelfingen in der kommenden Saison an den Start gehen. Die Teams verteilen sich bei den Männern dann auf die Landesliga, Bezirksliga, Bezirksklasse, Kreisliga B und Kreisliga C. Trainer des Landesliga-Teams bleibt Markus Schmid. Für die anderen Mannschaften sind Marco Iker, Marco Cece und Torsten Merlitz mögliche Kandidaten.

Bei den Frauen ist die HSG Böblingen/Sindelfingen in der Bezirksliga und mit zwei Teams in der Kreisliga vertreten. Hier stehen Jörg Steinlein, Marco Garvia Carcia und Gernot Mooshammer als Trainer bereit.

Ihre Heimspiele bestreiten die HSG-Teams nach geografischen Gesichtspunkten. „Das Landesliga-Derby gegen Magstadt findet sicherlich in der Sindelfinger Sommerhofenhalle statt. Die Partien auf beide Städte zu verteilen, ist ein Gebot der Fairness", sagte Ralf Maurer.

Die HSG plant das erste Jahr mit einem Etat von 106.500 Euro. Dabei sollen sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten. „Diese Zahlen sind nicht unrealistisch. Das ist ein konservativer Ansatz", so SVB-Kassier Klaus Hübl. Die Kasse der HSG wird künftig der Sindelfinger Dr. Michael Eppard führen. Die beiden Abteilungsleiter Ralf Maurer und Heinz Hornikel bilden bei der Kooperation eine Doppelspitze.

Sindelfingens Handball-Chef war am späten Mittwochabend froh, dass sich nach den VfL- nun auch die SVB-Mitglieder für den Zusammenschluss beider Vereine ausgesprochen haben.

Ich gratuliere den Böblingern zu dieser Entscheidung. Die Chance der HSG ist größer als das Risiko." Damit sprach er seinem Böblinger Amtskollegen aus der Seele.

Presse | Handball | 12.03.2013

Zwei unnötige Zeitstrafen

Bezirksliga: VfL Sindelfingen - Spvgg Mössingen 21:30

Von Christian Böhm

Die Sindelfinger Bezirksliga-Handballer haben auch die zweite Partie unter dem neuen Trainer Torsten Merlitz verloren. Das 21:30 gegen Tabellenführer Mössingen fiel aber deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten ließ.

Vom Anpfiff weg präsentierten sich die Gastgeber als ebenbürtige Gegner. Gestützt auf eine gute Abwehrarbeit zeigte der VfL Sindelfingen, dass er vor dem souveränen Tabellenführer keineswegs Angst hatte. „Defensiv haben wir fast das komplette Spiel über sehr gut gearbeitet. Mössingen hat sich jede Torchance schwer erarbeiten müssen", lobte Trainer Torsten Merlitz.

Auch nach einem kurzen Zwischenspurt der Gäste, als sich der Tabellenführer von 3:3 auf 3:8 absetzen konnte, blieb der VfL ruhig, kämpfte weiter und erspielte sich gegen die offensive Mössinger Deckung auch immer wieder gute Wurfgelegenheiten.

„Leider war unsere Chancenauswertung aber wieder einmal nicht die beste, sonst hätten wir bis zum Seitenwechsel gut und gerne auch auf Unentschieden dran sein können", bedauerte Merlitz.

Aber auch nach dem 11:14-Pausenrückstand witterten die Sindelfinger ihre Chance, konnten sogar auf ein Tor Rückstand verkürzen, ehe sich dann doch die Klasse der Mössinger durchsetzte. „Wir haben unsere Angriffe ab Mitte der zweiten Hälfte nicht mehr konsequent genug zu Ende gespielt", analysierte der VfL-Trainer, „und in manchen Situationen hatten wir auch einfach ein wenig Pech - beispielsweise als Manuel Rippl zweimal in Folge nur den Pfosten traf."

Die Gäste nutzten diese Schwäche eiskalt aus. Setzten sich vorentscheidend auf 18:23 ab und hatten am Ende keine Probleme, das Spiel sicher nach Hause zu bringen. Zumal sich die Sindelfinger in der Endphase auch noch selbst schwächten: Erst war es Marc Wankmüller, dann Darren Faißt, die sich wegen Meckerns für zwei Minuten auf der Bank wiederfanden. Torsten Merlitz: „Solche Undiszipliniertheiten müssen noch raus, dann ist in den restlichen Spielen der Saison alles drin."

VfL Sindelfingen:
Welker, Grob, Huck (4 Tore/davon 1 Siebenmeter), Garvia (2), Zimmert (1), Wankmüller (2), Merlitz (1), Propp, Speidel (1), Rippl (5/3), Richter (1), Faißt (4).

Presse | Handball | 04.03.2013

Fließen Gebühren bald wieder zurück?

Bei der Hauptversammlung der Sindelfinger Handballabteilung am Freitagabend wurde Torsten Merlitz noch genauso wie Michaela Baumgartl und Michael Zimmert von VfL-Vorstandsmitglied Andi Bonhage und Abteilungsleiter Heinz Hornikel mit der Verdienstnadel in Bronze ausgezeichnet, sein Einstand als Trainer der ersten Männermannschaft 24 Stunden später war dafür weniger erfolgreich. Gegen die TSG Reutlingen gab es eine 25:28-Heimniederlage, womit der Klassenerhalt in der Bezirksliga noch nicht gesichert ist.

Und das alles vor dem Hintergrund der eindeutigen Abstimmung für die Aktivenspielgemeinschaft mit der SV Böblingen (54:4, die KRZ berichtete in ihrer Samstagausgabe). Es war die wichtigste und die am weitesten in die Zukunft gerichtete Entscheidung im Parkrestaurant der Stadthalle, wo Heinz Hornikel und seinem Führungsteam eine gute Arbeit in ihrem ersten Jahr bescheinigt wurde. Eine überraschend gute Nachricht hatte auch noch Andi Bonhage mitgebracht, ist der VfL doch in Verhandlungen mit der Stadt wegen der Aussetzung der Sportstättennutzungsgebühren. "Die Chancen stehen gut, dass die Stadt sie nach Erhebung wieder komplett an den Verein zurückzahlt."

Presse | Handball | 04.03.2013

Der Kampf wird nicht belohnt

Mit hängenden Köpfen verließen die Bezirksliga-Handballer des VfL Sindelfingen die Sommerhofenhalle: Trotz guten Einsatzes verlor der Aufsteiger gegen die TSG Reutlingen mit 25:28. Im Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Martin Stiewe präsentierte sich der VfL sowohl im kämpferischen wie auch im spielerischen Bereich deutlich verbessert. „Der Wille war eindeutig zu erkennen und phasenweise haben wir auch richtig guten Handball gespielt", lobte daher Torsten Merlitz, der das Kommando auf der Bank übernommen hatte. Auch als die TSG Reutlingen Mitte des ersten Durchgangs mit zwei Toren in Front lag (7:9), steckten die Sindelfinger nicht auf und drehten die Partie bis zum Seitenwechsel in eine eigene 13:11-Führung. Ähnlich ausgeglichen verlief auch der zweite Durchgang: bis zum 22:21 rund acht Minuten vor dem Ende konnte sich kein Team entscheidend absetzen. „Dann haben wir uns leider einige unnötige Fehler erlaubt, die uns am Ende das Genick gebrochen haben", musste Merlitz in den Schlussminuten zu viele Fehlwürfe, technische Fehler und eine unnötige Zeitstrafe wegen Meckerns gegen Kreisläufer Dennis Hoffmann mit ansehen. Reutlingen nutzte dies aus und setzte sich vorentscheidend auf 23:26 ab.

VfL Sindelfingen:
Kevin Gsell, Daniel Grob, Stefan Seidler (2 ), Marco Garvia (4), Markus Schwab (1), Michael Zimmert (3/1), Marc Wankmüller (3), Dennis Hoffmann (3), Andreas Propp (1), Manuel Rippl (2/1), Felix Richter (4) und Darren Faißt (2).

Presse | Handball | 04.03.2013

Die erste Halbzeit ist gewonnen

Die Mitglieder des VfL Sindelfingen sprechen sich für eine Spielgemeinschaft mit Böblingen aus

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Die Mitglieder der Sindelfinger Handball-Abteilung haben sich am Freitagabend mit großer Mehrheit für eine Spielgemeinschaft mit der SV Böblingen ausgesprochen. Für Diskussionen sorgte nur ein möglicher Landesliga-Abstieg der SVB, doch der dürfte nach dem 32:26-Erfolg gegen Schwenningen vom Tisch sein.

Es war ein erfolgreicher Abend für Abteilungsleiter Heinz Hornikel. Seine Vorgänger sparten nicht mit Lob und Unterstützung. „Der neue Vorstand leistet ausgezeichnete Arbeit. Dabei war es nicht leicht, etwas Neues auf die Füße zu stellen", so Manfred Stock, seit vergangenem Frühjahr Ehren-Abteilungsleiter der Sindelfinger Handballer. Positive Zahlen gab es von Kassier Dr. Michael Eppard. Der VfL schloss das vergangene Jahr mit einem Gewinn von knapp 13€000 Euro ab. Auf der hohen Kante haben die Sindelfinger mittlerweile rund 26€000 Euro. „Wir können uns die Spielgemeinschaft mit der SV Böblingen leisten", sagte Dr. Michael Eppard.

Andrea Petri, stellvertretende Abteilungsleiterin bei den VfL-Handballern, stellte das Konzept der SG vor: „Bei der Gründung der Jugendspielgemeinschaft vor sechs Jahren haben wir den Nachwuchsspielern versprochen, dass wir auch bei den Aktiven eine Spielgemeinschaft gründen. Das wollen wir jetzt einlösen."

Seit September vergangenen Jahres laufen die Gespräche zwischen VfL und SVB. Im Moment liegt der Vertrag zur Prüfung bei den Rechtsanwälten und Steuerberatern der beiden Vereine. „Wir haben von Anfang an die Geschäftsführer Harald Link und Roland Medinger eingebunden", so Heinz Hornikel.

Auf die sportliche Situation haben die SG-Planer dagegen keinen Einfluss. Vor allem ein möglicher Abstieg der Böblinger Landesliga-Handballer erhitzte die Gemüter. Das gipfelte sogar darin, dass ein Mitglied die Abstimmung über die Spielgemeinschaft in geheimer Wahl durchführen lassen wollte. An der Entscheidung der VfL-Mitglieder änderte dies aber nichts mehr. Sie sprachen sich mit 54 Ja- und vier Nein-Stimmen für die Kooperation mit der SVB aus. „Die HSG-Gründung ist die logische Konsequenz der Jugendspielgemeinschaft", so der ehemalige VfL-Abteilungsleiter Reinhard Steinhübl.

Böblingens Handball-Chef Ralf Maurer: „Wir werden nur das Geld ausgeben, das auch da ist. Wir sind ja beide gebrannte Kinder. Da darf nichts schief gehen." So werden jeweils nur die ersten Mannschaften bei den Männern und Frauen mit neuen Trikots ausgestattet. Aufwandsentschädigungen für die Spieler soll es nicht geben. Einen 450-Euro-Job soll es nur für den künftigen Sport-Koordinator geben. Dr. Michael Eppard, der auch bei HSG die Kasse führen soll: „Wir haben den Etat mit 106€000 Euro sehr konservativ gerechnet."

Wenn jetzt auch noch die Mitglieder der Böblinger Handballer am 20. März für die Spielgemeinschaft stimmen, war der Freitagabend doppelt erfolgreich für Heinz Hornikel.

Presse | Handball | 02.03.2013

VfL Sindelfingen stimmt ganz eindeutig für die Spielgemeinschaft

Geheime Wahl bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend endet 54:4 - Möglicher Landesliga-Abstieg sorgt für Ungewissheit

Von Michael Stierle

Die erste Hürde auf dem Weg zu einer Handball-Spielgemeinschaft von SV Böblingen und VfL Sindelfingen im Aktivenbereich ist genommen. Auf ihrer Hauptversammlung am Freitagabend im Parkrestaurant der Stadthalle entschieden sich die anwesenden VfL-Mitglieder bei der geheim durchgeführten Abstimmung mit 54:4 Stimmen dafür. Für Abteilungsleiter Heinz Hornikel ein überzeugendes Ergebnis: "Darüber sind wir alle sehr glücklich."

Der Ball liegt jetzt bei der SV Böblingen, die Übergabe der Stimmbox von Ingrid Hornikel an SVB-Abteilungsleiter Ralf Maurer war mehr als ein symbolischer Akt vor der SVB-Mitgliederversammlung am 20. März (19.30 Uhr, Platzhirsch).

"Ich bin gespannt, wie viele Einwände kommen werden", hatte Heinz Hornikel zwar ein gutes Gefühl, aber natürlich keine Sicherheit, dass die von beiden Vereinen im Vorfeld angestellten Überlegungen und ausgearbeiteten Konzeptionen Gefallen finden würde. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass eine gute Aufbereitung, vorgetragen von seiner Stellvertreterin Andrea Petri, selbst glühende Verfechterin einer HSG, die halbe Miete ist. Aktuell liegt der Vertrag bei den Rechtsanwälten und Steuerprüfern, bis 1.April muss er unterschrieben beim Verband eingetroffen sein. Beruhigungspille von Ralf Maurer: "Von Beginn an waren die Geschäftsführer beider Vereine eingebunden, außerdem werden wir ein Controlling einrichten und damit auf keinen Fall Geld ausgeben, das wir nicht haben."

Diese finanzielle Situation war in der Vergangenheit immer wieder Hauptgrund für das Scheitern des Zusammengehens. "Deshalb haben wir die auch diesmal kritisch beobachtet" (Maurer). Wobei sich die Sindelfinger Bilanz sehen lassen kann: Im vergangenen Jahr gab`s einen Überschuss von knapp 13000 Euro, aktuell beläuft sich das Gesamtvermögen auf 26000. Was das für die Finanzplanung im ersten Jahr einer HSG bedeutet, machte Kassier Michael Eppard deutlich: Einnahmen von 106500 Euro stehen Ausgaben in derselben Höhe gegenüber, wobei Sponsorengelder künftig um 10000 Euro höher angesetzt werden.

Sollten die Böblinger am 20. März nachziehen, steht auch der erst mal bestellte Vorstand der Spielgemeinschaft fest, der sich im folgenden Jahr auch wählen lassen muss. Ihm angehören werden Ralf Maurer und Heinz Hornikel als Doppelspitze, Cornelia Fischer und Francisco Garvia (beide Controlling), Andrea Petri (Schriftührerin), Max Bonhage (Jugendspielgemeinschaft), Michael Eppard (Finanzen) und Markus Martinewsky (Öffentlichkeitsarbeit). Noch vakant: die Position eines sportlichen Koordinators. "Wir haben Kandidaten dafür ins Auge gefasst, die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", so Andrea Petri, die noch einmal betonte, "dass diese Spielgemeinschaft extrem wichtig ist und wir sie unseren Jugendlichen nach sechs Jahren JSG einfach schuldig sind".

Einziges Fragezeichen: Was passiert im Falle des Abstiegs der SV Böblingen aus der Männer-Landesliga? SVB-Trainer Markus Schmid, der auch in einer HSG das Sagen haben wird, hat sich für diesen Fall klar positioniert, spricht dann von "immensen sportlichen Einbußen für die einzelnen Mannschaften". Auch Ralf Maurer ist in dieser Frage gespalten, will dann erst mit den Spielern reden, ob sie ihre weitere Zukunft in einer HSG sehen, konnte die VfL-Mitglieder aber auch wieder beruhigen. "Wenn wir in zweieinhalb Wochen unsere Hauptversammlung abhalten, sehen wir sportlich bestimmt schon weiter."

Presse | Handball | 28.02.2013

Stiewe muss beim VfL gehen

Bezirksliga: Co-Trainer Torsten Merlitz übernimmt

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Paukenschlag beim VfL Sindelfingen: Der Handball-Bezirksligist trennt sich von Trainer Martin Stiewe. „Wir haben nicht mehr das Gefühl, dass er die Mannschaft noch erreicht", so VfL-Abteilungsleiter Heinz Hornikel.

Morgen Abend treffen sich die Mitglieder der Sindelfinger Handballer im Parkrestaurant der Stadthalle zu ihrer Jahreshauptversammlung. Tagesordnungspunkt sechs sieht dabei die Gründung einer Spielgemeinschaft mit der SV Böblingen vor.

Martin Stiewe war in dieser Kooperation für den Trainerposten der zweiten oder dritten Männermannschaft vorgesehen. Doch das ist nach der 24:39-Auswärtspleite bei der SG Tübingen vom vergangenen Wochenende hinfällig.

„Der Auftritt dort war desolat. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass Martin Stiewe die Mannschaft noch erreicht", sagt Heinz Hornikel. Leicht hat sich der Chef der Sindelfinger Handballer diese Entscheidung allerdings nicht gemacht. „Martin Stiewe hat in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet. Doch der Trainer ist eben das schwächste Glied in der Kette."

Fünf Spieltage vor Schluss trennen Sindelfingen nur noch fünf Punkte auf den vorletzten Tabellenplatz. Bis Rundenende soll nun der bisherige Co-Trainer Torsten Merlitz die Mannschaft betreuen und doch noch zum Klassenerhalt führen.

Heinz Hornikel (Bild: Photo 5/A): „Wir haben noch vier Heimspiele. Das werden aber keine Selbstläufer, schließlich wird auch in der Bezirksliga guter Handball gespielt." Zum Finale muss der VfL Sindelfingen am Samstag, 13. April, ausgerechnet bei der SV Böblingen II antreten. Bis dahin sollte der Klassenerhalt spätestens in trockenen Tüchern sein.

Den Anfang will Torsten Merlitz am Samstag um 19.30 Uhr gegen den Tabellenneunten TSG Reutlingen machen.

Handball: Ansprechpartner

Technische Leiterin:

Ingrid Hornikel, Tel. 07031 875499

Vorstand JSG BOESI:

Marco Cece, Telefon: 07157 721 36 27 und

Michaela Baumgartl, Telefon: 07031 38 69 17.

Weitere Informationen (Mannschaften, Trainingsdaten...) der weiblichen und männlichen Jugend unter:

Handball: JSG