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Presse | Fußball (Frauen) | 24.08.2015

Nicht nur die neuen Besen kehren gut

3:0-Sieg für VfL Sindelfingen in 1. Runde des DFB-Pokal

Hochverdient sind die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen gestern Mittag in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Gegen einen schwachen ETSV Würzburg gelang der runderneuerten Mannschaft des Trainerduos Saban Uzun und Alexander Schick ein viel zu niedrig ausgefallener 3:0 (3:0)-Sieg.

VON SANDRA LANGGUTH

Gerade einmal vier Spielerinnen, die vergangene Saison in der Rückrunde dauerhaft im Einsatz waren, standen in der Startelf des VfL Sindelfingen: Bianca Blöchl, Carina Spengler, Jana Siegle und Stefanie Grimm. Der Rest der Mannschaft bestand aus Neuzugängen oder Rückkehrerinnen, die nach langer Verletzungspause nun wieder ihr erstes Spiel bestritten. Somit war "das Gesicht der Mannschaft", wie Saban Uzun es formulierte, ein gänzlich anderes als noch vor der Sommerpause.

Darüber, dass die Veränderungen dem Team gutgetan haben, ist man sich beim VfL Sindelfingen einig. Vor allem in den ersten 45 Minuten der Partie fanden die Würzburgerinnen, die ebenfalls in der 2. Bundesliga zuhause sind, überhaupt nicht statt. Alle gefährlichen Aktionen spielten sich in der Würzburger Hälfte ab. Die Gäste selbst hatten gerade mal einen Torschuss in Halbzeit eins zu verzeichnen. "Da haben wir alle unsere Unzulänglichkeiten aufgezeigt bekommen", schüttelte Würzburgs Trainer Christian Breunig nur den Kopf. Seine Spielerinnen hatten null Zugriff aufs Spiel und bewegten sich insgesamt einfach viel zu behäbig. Der VfL hingegen machte von der ersten Minute an Tempo. Man merkte, dass die Spielerinnen ihren Auftrag - Einzug in Runde zwei - erfüllen wollten. Vor allem die Dreierkette vorne sowie die Standards des VfL Sindelfingen bereiteten den Gästen große Probleme.

Nach gut zehn Minuten hatten die Hausherrinnen die erste richtig gute Chance, als Carina Spengler nach einer Ecke von Matea Bosnjak aufs Tor zielte, der Ball an der Torhüterin abprallte und Gina Rilling aus rund 15 Metern nur knapp das Tor verfehlte. Kurz darauf landete Jana Siegles Schuss nur am Außennetz, und Athanasia Moraitou zwirbelte die Kugel über die Latte. Die nächste gute Aktion ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten, als die in Halbzeit eins glänzend aufgelegte Kapitänin Anja Selensky für Neuzugang Joy Strähle auflegte, die den Ball aber vertändelte. Kurz darauf fehlte ebenso wenig, als Carina Spengler nach einer Ecke über den Kasten köpfte.

Athanasia Moraitou erzielt das erste Sindelfinger Tor der Saison

Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann die Sindelfingerinnen ihren ersten Treffer erzielen würden. In der 20. Minute war es schließlich soweit. Erst hatte Matea Bosnjak den Ball an die Latte gepfeffert. Von dort flog er ins Getümmel, wo Athanasia Moraitou am schnellsten schaltete und das längst überfällige 1:0 erzielte. Keine zwei Minuten später war es Kapitänin Anja Selensky, die ihre Gegenspielerin einfach stehenließ und ins lange Eck schoss. Die Würzburger Torhüterin konnte nur noch zuschauen, wie der Ball vom Innenpfosten hinter die Linie flog - 2:0 für den VfL Sindelfingen.

Und die Hausherrinnen ließen nicht locker, während die Gäste einfach nur hinterherzurennen schienen. Nach 30 Minuten hatte Würzburg noch keinen einzigen Standard zu Buche stehen. Erst fünf Minuten vor Schluss bekam auch Antonia Knupfer etwas zu tun. Die Keeperin, die vergangene Saison eher sporadisch im Tor ausgeholfen hatte, sich nun aber komplett auf die Position zwischen den Pfosten konzentriert, strahlte hinten Ruhe und Sicherheit aus und hatte auch mit dem Schuss der Würzburger Stürmerin keine Probleme. Von ihrem Gegenüber konnte man das allerdings nicht behaupten, denn Alexandra Hetterich im ETSV-Tor musste in der 39. Minute erneut hinter sich greifen. Ein kluger Pass von Anja Selensky war bei Steffi Grimm gelandet. Die Sindelfingerin, die vom Mittelfeld nach vorne gerutscht ist, verlängerte den Ball und schob ihn an der verdutzten Torspielerin vorbei. Gina Rilling hätte noch vor dem Halbzeitpfiff das 4:0 klarmachen können, zielte aber haarscharf drüber.

Im zweiten Durchgang nahm der VfL etwas Tempo raus, hätte das Ergebnis mit Stefanie Grimm, Sofia Borges und Anja Selensky, die kurz vor Schluss nur die Latte traf, allerdings weitaus deutlicher gestalten können. "Das hat mir nicht gefallen, wir hätten höher gewinnen müssen. Aber wir sind auf einem guten Weg", freute sich Uzun dennoch über den Einzug in Runde zwei. Diese wird am Wochenende des 26. und 27. September ausgespielt. Kommendes Wochenende beginnt für die Sindelfingerinnen der Ligaalltag. Am Sonntag geht es um 14 Uhr zum ersten Spiel nach Mainz.

VfL Sindelfingen:
Knupfer, Bogenschütz, Blöchl, Strähle, Rilling (46. Borges), Selensky, Bosnjak (65. Kronmüller), Siegle, Moraitou, Grimm (83. Tarmann), Spengler.
Tore: 1:0 (20.) Moraitou, 2:0 (22.) Selensky, 3:0 (39.) Grimm.
Schiedsrichterin: Christine Baitinger (Friesenheim).
Zuschauer: 76.

Schiedsrichterin Christine Baitingerkehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Ein im Frauenfußball weltweit bekanntes Gesicht war gestern ebenfalls im Sindelfinger Floschenstadion zu sehen, und zwar mitten auf dem Platz: Christine Baitinger. Die ehemalige Bundesliga-Spielerin des VfL Sindelfingen - damals noch als Christine Beck bekannt - war als Schiedsrichterin an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Die Verwaltungsfachangestellte, die bis vor wenigen Jahren noch in Magstadt arbeitete und inzwischen bei Offenburg lebt, erklärte das so: "In der ersten Pokalrunde kommt es schon mal vor, dass man im gleichen Landesverband pfeift. In der Liga werde ich hier aber nicht eingesetzt."

Die 41-Jährige, die schon bei Europa- und Weltmeisterschaften pfiff, bekam vor rund zwei Wochen Bescheid, dass es sie mal wieder nach Sindelfingen verschlagen würde. "Ich habe mich schon gefreut, mal wieder in die alten Gefilde zu kommen. Bis auf Torwarttrainer Andreas Bellon kenne ich hier allerdings niemanden mehr", gab sie zu. Inzwischen hat sich Christine Baitinger auch etwas aus der Schiedsrichterei zurückgezogen. "Letztes Jahr habe ich mit der Männer-Regionalliga und mit den internationalen Spielen bei den Frauen aufgehört. Ich wollte einfach auch den jungen Schiedsrichterinnen die Möglichkeit geben, sich zu beweisen."

Presse | Fußball (Frauen) | 25.06.2015

Jeden Sommer ein Umbruch

Sportgespräch: Saban Uzun, Trainer der Sindelfinger Fußballerinnen, über die Situation beim VfL und die WM der Frauen in Kanada

Saban Uzun, Trainer der Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen, schlägt sich bei der Frauen-WM derzeit die Nächte um die Ohren. „Ich versuche jedes Spiel zu sehen. Bei den Partien, die um 4 Uhr morgens angepfiffen werden, schlafe ich gelegentlich aber ein“, sagt der VfL-Coach.

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Die SZ/BZ hat sich mit Saban Uzun über seine Eindrücke von der Frauen-WM in Kanada und die Situation beim VfL Sindelfingen unterhalten.

Hauen Sie sich für die WM in Kanada die Nächte um die Ohren?

Saban Uzun: „Ja, ich versuche möglichst jedes Spiel zu sehen. Bei den Partien, die um 4 Uhr morgens deutscher Zeit angepfiffen werden, schlafe ich gelegentlich aber ein.“

Wie gefallen Ihnen die Spiele in Kanada?

Saban Uzun: „In der Vorrunde gab es interessante Spiele, wie das 3:3 zwischen Nigeria und Schweden oder der 3:1-Sieg der USA gegen Australien. Die WM geht mit den K.o.-Spielen doch jetzt erst richtig los. Ergebnisse wie das deutsche 10:0 gegen die Elfenbeinküste wird es jetzt nicht mehr geben.“

Was können Sie sich als Sindelfinger Trainer bei der WM abschauen?

Saban Uzun: „Die Spielerinnen werden immer athletischer und das Spiel insgesamt schneller und die Mannschaften taktisch flexibler. Das hat man auch schon bei der Männer-WM vor einem Jahr gesehen. Nach Ende der Titelkämpfe werden wir die Partien genau analysieren.“

Müssen Ihre Spielerinnen in der Saisonvorbereitung deshalb verstärkt im Ausdauerbereich arbeiten?

Saban Uzun: „Das machen wir mit unseren Athletiktrainern Malte Hofmann und Dominik Graf schon länger. Das Spiel, das wir spielen wollen, geht nur, wenn die Mannschaft im athletischen Bereich topfit ist.“

Wann starten Sie das Training für die kommende Spielzeit?

Saban Uzun: „Wir beginnen mit der Vorbereitung am Sonntag, 5. Juli. Die Spielerinnen haben aber jetzt schon individuelle Trainingspläne, damit wir nicht bei null anfangen müssen.“

Wie sieht die Mannschaft in der kommenden Saison aus?

Saban Uzun: „Wir sind dabei die Mannschaft zu verstärken. Da passiert sicher noch was. Wir haben allerdings viele Abiturientinnen im Kader, bei denen wir abwarten müssen, wo sie einen Studienplatz bekommen. Klar ist, wir wollen das Gesicht des Teams nicht verändern, sondern verstärken.“

Hoffe, dass Deutschland Weltmeister wird

Wann kann sich der VfL Sindelfingen wieder den Fleischtöpfen der Bundesliga nähern?

Saban Uzun: „Wir haben in Sindelfingen jeden Sommer einen personellen Umbruch. Der fällt manchmal klein und manchmal groß aus. Unsere derzeitige Mannschaft hat Potenzial. Wenn sie größtenteils zusammenbleibt und gezielt verstärkt werden kann, können wir den Bundesliga-Aufstieg in zwei bis drei Jahren in Angriff nehmen.“

Wie kann der Frauenfußball in Deutschland von der WM in Kanada profitieren?

Saban Uzun: „Das ist die goldene Frage, die sich alle stellen. Schon nach der Heim-WM 2011 hatten viele vergeblich anschließend auf steigende Zuschauerzahlen in der Bundesliga und der 2. Liga gehofft. Dieses Mal sind immerhin die Zuschauerzahlen bei den TV-Übertragungen recht hoch. Letztlich entscheidet aber die aktuelle sportliche Situation und die Attraktivität des Gegners über einen Stadionbesuch.“

Wer ist Ihr Titelfavorit in Kanada?

Saban Uzun: „Ich hoffe, dass Deutschland Weltmeister wird. Der Sieger des Viertelfinal-Duells gegen Frankreich am Freitagabend ist sicherlich neben den USA der Topfavorit auf den Titel.“

Presse | Fußball (Frauen) | 26.05.2015

Symptomatisch für die ganze Saison - 0:1

2. Fußball-Bundesliga Frauen: VfL Sindelfingen verliert in Aachen

VON SANDRA LANGGUTH

Mit einem Sieg im letzten Spiel wollten sich die Zweitliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen in die Sommerpause verabschieden. Lange sah es bei der Alemannia Aachen zumindest nach einem Punktgewinn aus, am Ende kassierte die Mannschaft von Trainer Saban Uzun aber doch noch ein Tor und musste die weite Heimreise mit leeren Händen antreten.

"Symptomatisch für die ganze Saison", schüttelte Uzun über den Gegentreffer in der 82. Minute den Kopf. "Wir waren die bessere Mannschaft, hätten durchaus gewinnen können und verlieren stattdessen." Immerhin wirkte sich die Niederlage nicht auf die Tabellensituation aus, denn den Klassenerhalt hatte der VfL schon in der Vorwoche perfekt gemacht. "Diese Ausgangssituation hat sich die Mannschaft erarbeitet", sagt Uzun stolz, auch wenn er gerne gejubelt hätte, als beispielsweise Anna Vidovenyecz eine Flanke von Sandra Borowski nur haarscharf verpasste, oder die trotz Schmerzen eingewechselte Athanasia Moraitou aus 25 Metern am Pfosten scheiterte. Besser machten es die Gastgeberinnen in der 82. Minute mit einem "Mülltor" (Uzun), durch das Aachen nun der Klassenerhalt geglückt ist. "Man hat schon gemerkt dass es bei denen noch um richtig viel ging", sagte Uzun, der sich in den nächsten Tagen voll in die Vorbereitungen auf die neue Saison stürzen will. Die Weichen dafür wurden bereits am Dienstag bei der Mitgliederversammlung gestellt. Dort wurde die bislang kommissarische Abteilungsleiterin Heike Hofmann offiziell gewählt. Außerdem gehören zum Vorstand: Herbert Hug (Kassierer), Marc Pflieger (Schriftführer), Sascha Bührer (Koordination Verbände), Hansdieter Kirchhoff (Beisitzer Organisation) und Mladen Kvesic (Beisitzer Sonderaufgaben). Ausgeschieden aus der Abteilung sind Ute Kraft und Janine Heck. Die gesamte Abteilung wurde einstimmig entlastet und präsentiert sich schuldenfrei. Außerdem liegt die Zulassung für die neue Saison vor. Beim Sicherheitskonzept muss der VfL nach dem Geschmack der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aber noch nachbessern.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Borowski, Kronmüller, Blöchl, Ballach (61. Knupfer), Vidovenyecz (61. Moraitou), Münz, Siegle, Brösamle, Grimm, C. Spengler.
Tor: 1:0 (82.) Zsolt.
Schiedsrichterin: Svenja Pleuß (Osnabrück-Land).
Zuschauer: 432.

Presse | Fußball (Frauen) | 18.05.2015

Trotz Niederlage: Der VfL bleibt drin

2. Frauen-Bundesliga, Fußball: VfL Sindelfingen – 1. FC Köln 0:1 (0:0)

Von unserem Mitarbeiter Daniel Krauter

Der couragierte Auftritt der Zweitliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen wurde nicht belohnt. Gegen den designierten Meister 1. FC Köln verloren die Blau-Weißen mit 0:1, dürfen sich aber trotzdem über den Klassenerhalt freuen.

„Den einzigen Vorwurf, den ich meiner Mannschaft heute machen muss, ist die mangelhafte Chancenverwertung. Wir hätten einen Sieg verdient gehabt“, sagte Saban Uzun, Trainer des VfL Sindelfingen.

Die Zweitliga-Fußballerinnen können sich trotz der 0:1-Niederlage gegen den 1.FC Köln freuen. Aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen hat der VfL einen Spieltag vor Rundenschluss den Klassenerhalt geschafft. Eine Unordnung in der Sindelfinger Defensive nutzte Lise Overgaard Munz in der 59. Minute zum 0:1. Kölns Nummer 24 erzielte damit ihren 26. Saisontreffer und entschied die Partie zugunsten des designierten Zweitliga-Meisters. Den Sieg im Sindelfinger Floschenstadion musste sich das Team aus der Domstadt hart erarbeiten. Der VfL präsentierte sich auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten und erspielte sich zahlreiche Torchancen.

Bereits im ersten Durchgang hätte der VfL in Führung gehen können. In der 26. Minute lief Aline Böhringer nach schöner Vorarbeit von Selin Münz alleine auf das Tor von Lena Nuding zu. Mit einer Fußabwehr konnte die ehemalige VfL-Torhüterin abwehren. In der 39. Minute verfehlte Sandra Borowski nach einem Pass von Aline Böhringer knapp. Vom 1.FC Köln hingegen war nicht viel zu sehen. „Köln hatte mehr Ballbesitz, wir aber die besseren Chancen“, fasste Saban Uzun den ersten Durchgang zusammen.

Auch in der zweiten Halbzeit schien der VfL auf dem besten Wege zu sein, dem großen Favoriten ein Bein zu stellen. Erst recht als Kölns Spielführerin Nicole Bender in der 50. Minute nach einer Notbremse gegen Sandra Borowski kurz vor dem Strafraum mit der Roten Karte vom Feld musste. Der fällige Freistoß von Jana Siegle blieb in der Mauer hängen. Nach 54 Minuten zielte Sandra Borowski aus spitzem Winkel knapp vorbei. In der 59. Minute blitzte dann das erste Mal die Klasse des 1. FC Köln auf. Zunächst konnte VfL-Torhüterin Nicole per Fußabwehr gegen Yvonne Zielinski klären, den Nachschuss verwertete Lise Overgaard Munk zum 1:0-Führungstreffer der Gäste. „Das zeichnet eben eine Spitzenmannschaft aus, mit der ersten richtigen Chance gleich in Führung zu gehen“, sagte Saban Uzun. Sein Team ließ sich zunächst von dem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und erspielte sich weitere Chancen. Mit zunehmendem Spielverlauf ließen allerdings die Kräfte nach bei den Blau-Weißen und der 1. FC Köln brachte den Arbeitssieg über die Zeit. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment für ihren couragierten Auftritt machen. Leider wurde dies nicht mit einem Punktgewinn belohnt“, sagte Saban Uzun.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Brösamle, Münz, Blöchl, Kronmüller, Siegle, Grimm, Spengler, Ballach (ab 72. Minute Vidovenyecz), Borowski, Böhringer.

Presse | Fußball (Frauen) | 27.04.2015

Remis im Abstiegskampf

2. Frauen-Bundesliga: Niederkirchen – Sindelfingen 1:1

Die Zweitliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen haben beim 1. FFC Niederkirchen 1:1 gespielt und einen direkten konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf Distanz gehalten. Allerdings gelang der erhoffte Befreiungsschlag nicht. Dabei sah es für den VfL zunächst gut aus. Athanasia Moraitou hatte Sindelfingen in der 34. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, Kristin Götz glich fünf Minuten später aus.
Sindelfingen spielte mit: Vuk, Borowski, Brösamle, Münz, Blöchl, Siegle, Moraitou, Grimm, Spengler, Schmid, Ballach.
 

Presse | Fußball (Frauen) | 27.04.2015

Wer weiß, wofür dieser eine Punkt noch gut ist - 1:1

2. Frauen-Bundesliga: VfL Sindelfingen kommt beim 1. FFC Niederkirchen trotz Führung nicht über ein Unentschieden hinaus

VON SANDRA LANGGUTH

Die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen haben schon das dritte Spiel in Folge nicht gewonnen. Dabei war beim 1. FFC Niederkirchen ein Dreier fest eingeplant. Am Ende kam die Mannschaft des Trainerteams Saban Uzun und Alexander Schick nicht über ein 1:1 hinaus. "Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden", musste Uzun anerkennen, dass seine Mannschaft am Sonntagmittag nicht die bessere auf dem Platz war.

Dabei gingen die Sindelfingerinnen wie schon vergangene Woche wieder in Führung. In der 34. Minute kam der Ball passgenau in die Schnittstelle, Athanasia Moraitou, nach längerer Verletzungszeit zum ersten Mal wieder dabei, nahm die Kugel mit und setzte sich im Eins-gegen-eins-Duell gegen die Torhüterin durch - 1:0 für die Gäste. Doch wie schon in der Vorwoche, als der VfL am Ende gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:5 unterging, bedeutete auch diese Führung kein Oberwasser. Im Gegenteil. Die Sindelfinger Abwehr war nach einer Flanke in den Sechzehner auf Tauchstation gegangen, Nicole Vuk im VfL-Tor wehrte den ersten Kopfball von Niederkirchen noch ab, der Nachschuss landete an der Latte, und Kristin Götz nickte nur fünf Minuten nach der Sindelfinger Führung zum Ausgleich ein.

Nach dem Seitenwechsel schwammen die Gastgeberinnen auf einer kleinen Euphoriewelle und hatten etliche gute Möglichkeiten. Doch Selin Münz und Bianca Blöchl tauchten im richtigen Moment auf und vereitelten die Chancen. Auch der VfL hätte mit etwas mehr Druck in Führung gehen können. Vor allem nach der 80. Minute hatte Sindelfingen zwei Riesenchancen. Erst war Aline Böhringer alleine Richtung Tor unterwegs, pfefferte den Ball aber direkt auf die Torhüterin. Später versuchte es Sandra Borowski, die sich von der Mittellinie aus alleine mit dem Ball zum gegnerischen Gehäuse aufmachte, kurz vor dem Sechzehner aber noch abgelaufen wurde. "Zufrieden können wir natürlich nicht sein", so Uzun, der andererseits aber auch nicht in einem Tränenmeer schwimmt. "Wir wollten drei Punkte holen, haben jetzt immerhin einen. Nach den Niederlagen zuletzt war es wichtig, dass wir nicht nochmal verloren haben."

Gegen den Vorletzten 1. FFC Montabaur kommenden Sonntag muss aber ein Sieg her, wenn die Abstiegsränge nicht noch näher rücken sollen. Der VfL liegt mit 18 Punkten auf Rang neun.

VfL Sindelfingen: Vuk, Brösamle, Blöchl, Münz, Grimm, Siegle, C. Spengler, Ballach, Schmid (56. Böhringer), Moraitou, Borowski.
Tore: 0:1 (34.) Moraitou, 1:1 (39.) Götz.
Schiedsrichterin: Alessa Plass (Augsburg).
Zuschauer: 120.

Presse | Fußball (Frauen) | 02.03.2015

Unnötiges Foul führt zu Sindelfinger Niederlage kurz vor Schluss

2. Fußball-Bundesliga Frauen: VfL verliert durch das 0:1 beim ETSV Würzburg auch die zweite Rückrundenpartie und steckt wieder hinten drin

VON MICHAEL SCHWARTZ

"Das war einfach kein schönes Spiel - für niemanden", fasste Saban Uzun zusammen. Punkte gab es für den Teamchef des VfL Sindelfingen und sein Team auch nicht. Weil Gastgeber ETSV Würzburg kurz vor Ende der Partie einen Foulelfmeter zugesprochen bekam und die Partie in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen 1:0 gewann.

Über weite Strecken plätscherte der Kellerkick vor sich hin. Tormöglichkeiten gab es auf beiden Seiten nicht zu notieren. Dafür Ballverluste in Hülle und Fülle. "Es war klar: Wer hier das erste Tor schießt, der gewinnt", ahnte Saban Uzun bereits. Allerdings hatte der Coach eher die Hoffnung, dass dies seine Elf sein würde. Denn dreimal waren die Sindelfingerinnen bereits ganz nah dran. So wie in der 70. Minute. Carina Spengler eroberte den Ball im Mittelfeld und trieb diesen zu Jana Siegle auf links. Die fackelte nicht lange und zirkelte die Kugel gen langen Pfosten. Allerdings hatte sie wohl zu genau gezielt, denn der Ball klatschte ans Aluminium und sprang wieder ins Feld. Zehn Zeigerumdrehungen später passierte dieses Unglück sogar doppelt. Einen langen Pass in den Sechzehner nahm die eingewechselte Nicole Loipersberger an und stocherte ihn aus dem Gewühl heraus an den Pfosten. Von dort hüpfte der Ball zu Jana Siegle, die freie Schussbahn hatte. Aber statt des Jubels hallte erneut nur das metallische Klatschen der seitlichen Torbegrenzung über den Platz. "Das ist doch wie verhext", schüttelte Saban Uzun an der Seitenlinie den Kopf.

Elfer in der 87. Minute: "So darf man nicht hingehen. Viel zu ungestüm"

Dann kam die 87. Minute. Die Würzburgerinnen hatten sich bis dahin offensiv in vornehmer Zurückhaltung geübt und blieben immer wieder im stabilen Sindelfinger Abwehrverbund hängen. Als dann allerdings eine Spielerin der Gastgeberinnen zum Dribbling ansetzte, verhielt sich Janina Kern nicht gerade clever und senste diese von hinten um. Elfmeter. "So darf man nicht hingehen. Viel zu ungestüm", haderte Uzun. Ein Foul sei es auf alle Fälle gewesen. Seine Kickerinnen monierten allerdings, dass der Tatort außerhalb des Sechzehners anzusiedeln wäre. Schiedsrichterin Svenja Pleuß sah das anders und gab Elfmeter. "Das spielt eigentlich auch keine Rolle mehr", meinte Saban Uzun. "Es ist und bleibt eine unglaubliche Niederlage." Denn Nicole Kreußer vom ETSV ließ sich nicht zweimal bitten und nahm die Einladung an - 1:0.

"Die Spielerinnen sind jetzt natürlich down", beschrieb der Trainer die Stimmung im VfL-Lager. "Weil sie selbst wissen, dass man dieses Spiel eigentlich nicht verlieren darf." Uzun wird nun gefordert sein, die Mannschaft wieder aufzubauen und nach vorne zu schauen. Denn nach der zweiten Rückrundenniederlage finden sich die Sindelfingerinnen im Abstiegssumpf wieder. Der Abstand auf den Relegationsrang beträgt nur noch zwei Punkte, auf den ersten Abstiegsplatz sind es immerhin noch vier. Und nächste Woche kommt der Tabellendritte TSV Crailsheim, gegen den es im Hinspiel ein 1:4 gesetzt hatte.

VfL Sindelfingen: Vuk, Rapp (58. Loipersberger), Borowski (61. Kern), Grimm, Brösamle, Spengler, Münz, Siegle, Blöchl, Ballach, Stecinsky.

Presse | Fußball (Frauen) | 02.03.2015

Verschärfte Lage im Abstiegskampf

2. Bundesliga, Frauen: ETSV Würzburg – VfL Sindelfingen 1:0 (0:0) / Spätes Gegentor

Von Edip Zvizdiç

Die Lage der Fußballerinnen des VfL Sindelfingen in der 2. Bundesliga Süd hat sich am gestrigen Sonntag deutlich verschlechtert. Nicht nur die bittere 0:1-Niederlage beim ETSV Würzburg schmerzte, auch die teils überraschenden Punktgewinne der Konkurrenten im Abstiegskampf haben die Situation zusätzlich verschärft.

Ohne VfL-Spielführerin Anja Selensky, die sich im Heimspiel gegen den 1. FFC Frankfurt II einen Innenbandriss zugezogen hatte, und Mittelfeldregisseurin Athanasia Moraitou, die in derselben Partie eine Innenbanddehnung davongetragen hatte, ging der VfL Sindelfingen das Auswärtsspiel beim ETSV Würzburg an.

Erschwerend hinzu kam, dass mit Pia Schmid, Lea Rädle und Aline Böhringer drei weitere Spielerinnen krankheitsbedingt passen mussten, so dass Saban Uzun und Alexander Schick praktisch ihr letztes Aufgebot ins Rennen schickten. Unter anderem zauberte das Sindelfinger Trainerteam die dauerverletzte Nicole Loipersberger aus dem Hut, die dann auch prompt eine halbe Stunde zum Einsatz kam. „Das war purer Zufall“, sagte Saban Uzun. „Nicole war schmerzfrei und wir haben sie als Notnagel mal mitgenommen.“

Unter diesen Umständen war kein spielerischer Leckerbissen im Duell beim Abstiegskandidaten ETSV Würzburg zu erwarten. Die Gastgeberinnen standen trotz der personellen Probleme des VfL sehr tief und waren von Beginn an nur darauf aus, das Unheil vom eigenen Tor fernzuhalten. Entsprechend hatte die zusammengewürfelte Sindelfinger Elf hinten keine Probleme. „Wir standen gut und haben gar nichts zugelassen“, war Saban Uzun zufrieden.

Der eigenen Offensivkraft aufgrund der vielen Ausfälle beraubt, war der VfL dennoch das aktivere Team und hatte im Spielverlauf auch die besseren Torchancen. Ganz nah dran war in der 64. Minute Jana Siegle, als sie nur den Pfosten traf. Gleich doppelt Pech hatten die Sindelfingerinnen in der 81. Minute. Zuerst scheiterte Nicole Loipersberger am Aluminium, ehe im Nachschuss auch Jana Siegle erneut nur den Innenpfosten anvisierte.

„Letztlich kam, was kommen musste“, kommentierte Saban Uzun den Gegentreffer in der 87. Minute. Ein einziges Mal in der gesamten Spielzeit lancierte Würzburg einen Konter, den Janina Kern im eigenen Strafraum ungestüm unterband. Den fälligen Strafstoß nutzte Nicole Kreusser zum schmeichelhaften 1:0-Sieg der Gastgeberinnen. „Janina darf in dieser Situation nicht so rangehen“, haderte Saban Uzun nach Spielschluss mit seiner Spielerin. Mit nun nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz hat sich die Lage für sein Team verschärft. „Wenn man sich die anderen Ergebnisse anschaut, dann kam heute alles Negative zusammen“, so Saban Uzun.

VfL Sindelfingen: Vuk, Brösamle, Blöchl, Münz, Grimm, Borowski (61. Minute Kern), Stecinsky, Spengler, Ballach, Rädle, Rapp (58. Minute Loipersberger), Siegle.

Presse | Fußball (Frauen) | 23.02.2015

Standards brechen dem VfL das Genick

2. Fußball-Bundesliga Frauen: Sindelfingen unterliegt Frankfurt II 0:2

Zwei Tore, fünf Gelbe Karten, ein Vielfaches mehr an Fouls und drei Punkte für eine Gastmannschaft, die vor allem nach Standardsituationen stark war. Ansonsten hätten die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen dem Tabellenzweiten FFC Frankfurt II durchaus einen Punkt abknöpfen können.

VON SANDRA LANGGUTH

"Wie bei den Kickers am Samstag. Eine Mannschaft macht das Spiel, die andere gewinnt", meinte ein aufmerksamer Beobachter am Rande des Kunstrasens hinterm Glaspalast, wo es wie schon vergangenen Sonntag beim 5:2-Testspielsieg gegen Regionenligist Derendingen zog wie Hechtsuppe. Doch während die 90 Zuschauer bibberten und froren, boten die jungen Frauen auf dem Spielfeld einen heißen Tanz, bei dem es mitunter ganz schön ruppig zur Sache ging. Und bei dem die Sindelfingerinnen in weiten Teilen alles andere als schlecht aussahen. Zweikämpfe wurden angenommen, Räume eng gemacht und auch an das Thema Balleroberung konnte Teamchef Saban Uzun ein Häckchen machen. Allerdings gab es auch unnötige Ballverluste in der eigenen Hälfte, und wenn sich die Sindelfingerinnen mühsam durch schöne Spielzüge über mehrere Stationen gut in Position gebracht hatten, fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. So wie bei Carina Spengler gleich zu Beginn der Partie oder bei Kapitänin Anja Selensky, die die Pille nach einem Freistoß daneben drosch. Auch Jasmin Ballach hatte aus der zweiten Reihe kein Glück vor dem Tor. Besser machten es die Gäste aus Frankfurt, die nach einer Ecke durch Jana Löber in Führung gingen. Viel zu frei stand die Frankfurterin im Strafraum, als ihr der Ball aus dem Getümmel heraus vor die Füße fiel und sie nur noch den Schlappen hinhalten musste. Eine tolle Aktion von Pia Schmid hätte noch vor der Pause den Ausgleich einleiten können, doch als sie vor dem Tor querlegte, war einfach niemand da.

Im zweiten Durchgang das gleiche Bild: Sindelfingen ackert, hat mehr vom Spiel, trifft halt nur das Tor nicht. Bis auf Pia Schmid, deren Treffer allerdings aus einer Abseitsposition heraus fiel. Auf der anderen Seite sorgte Bianca Brösamle für eine Schrecksekunde, als sie bei der Rückgabe auf Torhüterin Nicole Vuk beinahe ins eigene Tor traf. Die Sindelfingerinnen kämpften weiter, kamen mit Athanasia Moraitou, Lea Rädle und Anja Selensky zu guten Möglichkeiten, agierten in letzter Konsequenz aber zu harmlos. Und erneut in einer Phase, als der VfL am Drücker war, fiel ein Tor für die Gäste (82.). Wieder war es eine Standardsituation, wieder herrschte ein solches Durcheinander, dass Frankfurts Ebru Uzungüney nicht gerade zaubern musste, um den Ball über die Linie zu drücken.

Enttäuschte Gesichter bei den Gastgeberinnen. Doch Saban Uzun wollte sich nicht geschlagen geben, stellte um und ließ es seine Spielerinnen nun mit langen Bällen in die inzwischen dreiköpfige Sturmfront versuchen. Doch es half nichts. Frankfurt verwaltete das Ergebnis bis zum Ende und freute sich wie schon im Hinspiel über einen 2:0-Sieg.

Teamchef Saban Uzun: "Unter derWoche haben wir das noch trainiert"

"Unter der Woche haben wir noch Standards gegen uns trainiert", schüttelte Saban Uzun den Kopf. Auch wenn sich seine Mannschaft im Vergleich zum Hinspiel deutlich gesteigert hat, "spricht das Ergebnis nicht für uns. Uns fehlt einfach die letzte Durchschlagskraft. Und bei den Toren haben wir gepennt", sagte Uzun, der aber auch die verletzungsbedingten Auswechslungen von Jasmin Ballach und Kapitänin Anja Selenksy, die gleich mehrere Schläge aufs Bein bekommen hatte, für das Ergebnis verantwortlich machte. "Jetzt müssen wir nächste Woche dafür in Würzburg punkten", blickt Saban Uzun nach vorne.

VfL Sindelfingen: Vuk, Brösamle, Münz, Blöchl, Selensky (70. Borowski), Rädle, Moraitou (84. Rapp), Grimm, Spengler, Schmid, Ballach (46. Böhringer).
Tore: 0:1 (44.) Löber, 0:2 (83.) Uzungüney.
Schiedsrichterin: Annette Hanf (Stein).
Zuschauer: 90.

Presse | Fußball (Frauen) | 23.02.2015

Der VfL zeigt viele gute Ansätze

2. Bundesliga, Frauen: Sindelfingen – 1. FFC Frankfurt II 0:2

Von Edip Zvizdiç

Zwei Standardsituationen machten am Ende den Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten aus Frankfurt und dem Tabellensiebten aus Sindelfingen. Bei zwei Eckbällen waren die VfL-Spielerinnen nicht auf der Hut, wodurch sich der Erstliga-Absteiger mit 0:2 geschlagen geben musste. Saban Uzun war trotz der sechsten Saisonniederlage nicht unzufrieden. „Wir haben gut gespielt, waren heute keine zwei Tore schlechter. Die Niederlage ist völlig unnötig.“

In der Tat bestimmte der VfL über weite Strecken das Geschehen. Zwar wirkte das Spiel der Gäste technisch reifer, aber mit großem Einsatz stemmten sich die Sindelfingerinnen dem Favoriten entgegen. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. So musste VfL-Torhüterin Nicole Vuk nur in der 24. Minute gegen Jana Loeber ihr ganzes Können aufbieten. Machtlos war Vuk unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Ein Eckball der Frankfurterinnen landete in der 44. Minute erneut bei Jana Loeber, die aus zwei Metern keine Mühe hatte – 1:0 für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel intensivierte der VfL seine Angriffsbemühungen, jedoch fehlte es trotz ansehnlichem Spiel an der nötigen Durchschlagskraft in der Offensive. Die meiste Gefahr entfachte Sindelfingen bei ruhenden Bällen. Aber während Frankfurt ähnliche Situationen zu zwei Toren nutzen konnte, scheiterten die VfL-Spielerinnen in aussichtsreicher Position. So in der 59. und 77. Minute, als der FFC in zwei identischen Szenen jeweils drei Schüsse der Sindelfingerinnen aus dem Getümmel vor dem eigenen Tor blocken konnte. Des Weiteren wusste Frankfurts Torhüterin Cara Bösl in der 73. Minute einen 26-Meter-Freistoßhammer von Athanasia Moraitou zu entschärfen.

So kam letztlich, was kommen musste. In der 83. Minute machte Ebru Uzungüney nach einem neuerlichen Eckball mit dem 2:0 den Sack zu. Saban Uzun: „Aus dem Spiel heraus haben wir uns neutralisiert. Wir haben zwar verloren, aber die grundsätzliche Entwicklung meiner Mannschaft stimmt mich positiv.“

VfL Sindelfingen: Vuk, Brösamle, Blöchl, Münz, Grimm, Schmid, Spengler, Ballach (46. Minute Böhringer), Rädle, Selensky (70. Minute Borowski), Moraitou (83. Minute Rapp).

Presse | Fußball (Frauen) | 10.02.2015

Titelverteidiger scheidet schon in der Vorrunde aus

Frühes Aus für die Frauen des VfL Sindelfingen II bei der Verbandshallenmeisterschaft - Zweitliga-Mannschaft mit 4:2-Testspielsieg

Die Sindelfinger Fußballfrauen waren am Wochenende schwer im Einsatz. Während das Zweitliga-Team in Stuttgart-Wangen ein Testspiel gegen den FV Löchgau absolvierte, wollte die Regionalliga-Mannschaft in Wendlingen bei der Verbandshallenmeisterschaft ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Da der Platz in Löchgau unbespielbar war, hatte sich Sindelfingens Abteilungsleiterin Heike Hofmann hinters Telefon geklemmt und in Stuttgart-Wangen einen bespielbaren Platz ergattert. Dort zeigte die Mannschaft des Trainerduos Saban Uzun/Alexander Schick gegen den Regionalligisten Löchgau mit 4:2 (2:0) im ersten Vorbereitungsspiel eine gute Leistung. Frau des Tages auf dem Kunstrasenplatz war Pia Schmid, die alle vier Tore markierte. Die beiden Gegentore resultierten zum Ärgernis von Cheftrainer Uzun jeweils aus Standardsituationen. "Die Mannschaft hat ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Ich habe Licht und Schatten gesehen und wir haben noch viel Arbeit vor uns. Da wir im fußballerischen Bereich noch nicht intensiv trainiert haben, hat mich der Auftritt nicht überrascht", so Uzun, der dafür vor allem Pia Schmid lobte, aber auch Neuzugang Carina Spengler, die im Abwehrverbund die etatmäßige Innenverteidigerin Bianca Blöchl (Studium) ersetzte. "Carina hat es ordentlich gemacht und der Defensive Stabilität verliehen." Das nächste Testspiel ist kommenden Sonntag geplant, falls die Platzverhältnisse am Glaspalast es zulassen. Gegner ist um 14 Uhr der TV Derendingen.

Zwei Tore in fünf Partien sindin Wendlingen zu wenig

Für die zweite Mannschaft um Trainer Volker Schöck ging es in Wendlingen um die Titelverteidigung. Von Erfolg war dieses Unterfangen allerdings nicht gekrönt. "Ich war überhaupt nicht zufrieden", so Schöck über das Ausscheiden bereits in der Vorrunde. Während das erste Spiel gegen den SV Granheim mit einem 1:0-Sieg noch recht erfreulich ablief, kam der VfL gegen den FV Löchgau II nicht über ein 0:0 hinaus. "Ich glaube, die haben nicht einmal aufs Tor geschossen", so Schöck über den Gegner. Seine Mädels hingegen machten die eigenen Chancen selbst zunichte. "Da hat man sich vor dem Tor immer nochmal den Ball zugeschoben, keine wollte Verantwortung übernehmen", wurde Schöck nach der Partie erstmal ziemlich laut. Das fruchtete, gegen den SV Alberweiler, den späteren Turniersieger, zeigten die Sindelfingerinnen ihre stärkste Leistung. Nach dem 0:1-Rückstand ließ der VfL die Köpfe nicht hängen, sondern kämpfte sich wieder ran. Zumindest das 1:1 gelang nach dem Treffer von Julia Steger. "Da dachte ich - prima, jetzt läuft's", freute sich Volker Schöck auf das entscheidende Spiel gegen Obertürkheim, in dem es um den zweiten Platz in der Gruppe und den Einzug ins Halbfinale ging. "Aber dann sind wir wieder mutlos aufgetreten, sind viel zu wenig gelaufen", ärgerte sich der VfL-Trainer über die 0:1-Niederlage.

Und auch im letzten, inzwischen bedeutungslosen Spiel gegen den SV Heilbronn am Leinbach, war die Luft raus. "Immerhin hätten wir uns noch anständig aus dem Turnier verabschieden können. Aber wir waren einfach schlecht", so Schöck über die Nullnummer. "Für mich ist die Halle jetzt abgehakt und wir schauen nach vorne", hofft er, dass das Testspiel am Mittwoch um 19.30 Uhr bei der Männermannschaft der Filmakademie Ludwigsburg stattfindet. "Die sind immerhin deutscher Hochschulmeister geworden, ich erhoffe mir eine gute Laufeinheit für meine Mannschaft", sagt Schöck.

Presse | Fußball (Frauen) | 29.01.2015

Auf dem Platz ein gutes Gefühl

VfL Sindelfingen hat bald eigenen Fanklub

Schon zu Bundesligazeiten reisten Marc Eichberger, Samuel Schneider und Norman Leykam regelmäßig zu den Heimspielen der Fußball-Frauen des VfL Sindelfingen, um die Elf des Trainerteams Saban Uzun/Alexander Schick lautstark mit Gesängen und Trommeln zu unterstützen. Das Trio aus Filderstadt-Bernhausen ist begeistert vom Frauenfußball und plant die Gründung eines Fanklubs. Die VfL-Spielerinnen Carina Spengler, Stefanie Grimm und Kapitänin Anja Selensky gingen jüngst auf Tuchfühlung mit den Anhängern und sind von deren Planungen begeistert.

"Wir kennen die Jungs bereits von den letzten Heimspielen. Sie unterstützen uns seit einiger Zeit und geben uns auf dem Platz ein gutes Gefühl", erinnert sich Selensky. Die Verbindung zum Frauenfußball war allerdings eher dem Zufall überlassen. Janine Heck, ehemalige Geschäftsführerin des VfL Sindelfingen, traf das Trio hin und wieder in der gemeinsamen Stammkneipe. "Janine hat uns häufiger vom VfL Sindelfingen erzählt und uns für den Frauen-Fußball begeistert", erklärte Leykam. "Wir sind alle drei sehr fußballinteressiert und möchten uns für die Mädels weiter engagieren", so der Kaufmann für Groß- und Einzelhandel.

Eichberger, Schneider und Leykam haben sich zum Ziel gesetzt, einen VfL-Fanklub zu gründen. Sie möchten vor allem noch mehr Leute für den Frauenfußball in Sindelfingen gewinnen. Das Floschenstadion soll ein Ort des Begegnens werden. "So ein Fanklub ist eine tolle Geschichte, die wir von Vereinsseite unterstützen. Die Mädels sollen in Zukunft merken, dass sie im eigenen Wohnzimmer spielen", so Heike Hofmann, Abteilungsleiterin des VfL Sindelfingen.

Presse | Fußball (Frauen) | 08.12.2014

Die Überraschung war drin

2. Frauen-Bundesliga: 1. FC Köln – Sindelfingen 3:1 (0:1)

Von Peter Maier

Das konnte sich durchaus sehen lassen: Die Zweitliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen haben beim in dieser Spielzeit überragenden 1. FC Köln nicht nur gut mitgehalten, sondern auch noch lange geführt. Erst acht Minuten vor Spielende machte die Torjägerin Lise Munk den 3:1-Sieg für die Rheinländer perfekt.

„Die Mädels sollen das Wochenende am Rhein inklusive des Spiels beim designierten Aufsteiger genießen.“ Wenn ein Trainer solche Worte wählt, dann ist klar: Die Rollen sind klar verteilt. So wirklich hat sich Saban Uzun wohl auch nichts ausgemalt für seinen VfL Sindelfingen – und dann wurde er doch eines Besseren belehrt.

Natürlich hatte Köln mehr Ballbesitz und versuchte das Spiel an sich zu reißen. Doch als Michelle Wörner in der 14. Minute bei einer Chance für den VfL Sindelfingen eiskalt zuschlug, entwickelte sich ein ganz anderes Spielchen, als man vorher erwarten konnte.

Die VfL-Führung hielt bis in die zweite Hälfte hinein. Und auch nach dem Ausgleich durch Yvonne Zielinski nach knapp einer Stunde, roch es lange nach einer faustdicken Überraschung. Erst in der 77. Minute bröckelte das Sindelfinger Abwehrbollwerk zum zweiten Mal. Yvonne Zielinski schnürte ihren Doppelpack. In der 82. Minute machte dann Lise Munk mit ihrem 16. Saisontreffer alles klar.

Der Herbstmeister 1. FC Köln bleibt damit weiter auf Serienjagd. Nach dem 3:1 steht die Mannschaft von Trainer Willi Breuer auch nach dem zehnten Spieltag mit der optimalen Punktzahl da und untermauerte ihre Titelambitionen.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Brösamle, Münz, Blöchl, Selensky, Wörner (86. Minute Kern), Rapp, Moraitou, Grimm, Böhringer (80. Minute Vidovenyecz), Schmid

Presse | Fußball (Frauen) | 08.12.2014

Den Geißbock lange an den Hörnern gehabt - 1:3

2. Frauen-Bundesliga: VfL Sindelfingen unterliegt beim Tabellenführer 1. FC Köln, zeigt aber dennoch eine gute Leistung

VON SANDRA LANGGUTH

Sie wollten den Tabellenführer richtig ärgern, und das haben die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen auch geschafft. Beim 1. FC Köln lag die Truppe von Teamchef Saban Uzun bis zur 56. Minute mit 1:0 vorne, ehe dem Aufstiegsaspiranten Nummer eins der Ausgleich und in der letzten Viertelstunde des Spiels noch zwei weitere Treffer gelangen.

Doch trotz der - einkalkulierten - Niederlage, war Saban Uzun mit seiner Mannschaft höchst zufrieden. "Vor allem im ersten Durchgang haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, sind das hohe Tempo problemlos mitgegangen, haben gut verschoben und die Räume besetzt", war der Teamchef voll des Lobes. Folgerichtig gingen die Gäste aus Sindelfingen in der 13. Minute in Führung. Kapitänin Anja Selensky hatte im Mittelfeld den Ball erobert, spielte ihn zu Aline Böhringer, die ihn wiederum zu Michelle Wörner flankte. Wörner behielt die Nerven und schob den Ball an der Kölner Torhüterin Stina Lykke Petersen vorbei ins Tor. 1:0 für den Underdog aus dem Schwabenländle. Auch im weiteren Verlauf sahen die Zuschauer ein Spiel auf hohem Niveau, in dem den Kölnerinnen zunächst allerdings wenig einfiel. "In der ersten Halbzeit hatten sie viel Ballbesitz, aber keine einzige Torchance. Viele lange Bälle sind einfach nur ins Seitenaus geflogen", registrierte Uzun mit Genugtuung, wie die Nervosität rund um die Kölner Bank immer größer wurde. Die Sindelfingerinnen hätten sogar noch nachlegen können, als Emilie Rapp, die von Beginn an im Sturm spielte, alleine auf die Reise geschickt wurde. Doch ehe sie sich zum Schuss bereit machte, wurde sie von einer Kölner Verteidigerin abgedrängt. "Wenn sie da ein bisschen früher zum Abschluss kommt, steht es vielleicht 2:0", machte Uzun der jungen Spielerin aber keinen Vorwurf. Auch nicht nach dem Seitenwechsel, als den Kölnerinnen in der 56. Minute der Ausgleich gelang. "Die haben nach der Pause zweimal gewechselt und so Einfluss auf das Spiel genommen." Einfach nachzuziehen war für Uzun an diesem Tag nicht drin. "Wir sind mit 14 Spielerinnen angereist. Von den drei Auswechselspielerinnen ist eine Torhüterin, und Anna Vidovenyecz hat noch recht viel Trainingsrückstand", erläuterte der Teamchef die Personalmisere. Mehr als zwei Wechsel waren also gar nicht drin.

Nur beim 2:1 der Kölnerinnen in der 76. Minute sah die Sindelfinger Hintermannschaft nicht so gut aus. Yvonne Zielinski hat mit ihrer individuellen Klasse gleich drei Spielerinnen stehen lassen und ungehindert das 2:1 markiert. "Das darf uns natürlich nicht passieren", so Uzun. Beim 3:1 wiederum war der VfL machtlos. "Köln hat da richtige Ochsen vorne drin, die sind 1,80 Meter groß", wunderte es den VfL-Teamchef nicht, dass Lise Overgaard Munk nach einem Freistoß alle überragte und den Ball in die Maschen einnickte.

Personalsorgen sollen vor dem letzten Heimspiel kleiner werden

"Wir können dennoch sehr viel Positives aus diesem Spiel ziehen. Wir sind ja nicht mit dem Druck angereist, hier gewinnen zu müssen. Wir wollten frech und mutig aufspielen und die Leistung der letzten beiden Spiele erneut abrufen. Das ist uns gelungen", hofft Uzun, dass sich das Lazarett bis zum letzten Heimspiel dieses Jahres am kommenden Sonntag um 11 Uhr gegen Alemannia Aachen wieder lichtet.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Brösamle, Münz, Blöchl, Selensky, Wörner (86. Kern), Rapp, Moraitou, Grimm, Böhringer (80. Vidovenyecz), Schmid.
Tore: 0:1 (13.) Wörner, 1:1 (56.) Zielinski, 2:1 (76.) Zielinski, 3:1 (81.) Overgaard Munk.
Schiedsrichterin: Fabienne Michel (Gau-Odernheim).
Zuschauer: 305.

Presse | Fußball (Frauen) | 06.11.2014

Frauen wollen ein volleres Floschenstadion

Zweitliga-Mannschaft des VfL Sindelfingen bekommt im Training Besuch von Regio TV - Fernseh-Beitrag soll Zuschauer anlocken

Wirksame Medienpräsenz, deutlich mehr Zuschauer und den einen oder anderen neuen Sponsor - das sind nur einige der Ziele der Sindelfinger Fußballerinnen. Vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den 1. FFC 08 Niederkirchen schaute ein Team von Regio TV beim Zweitligisten im Training vorbei.

VON ANJA WICKERTSHEIM

In der Trainingseinheit vor dem Spiel gegen Niederkirchen gab es keine leisen Töne. "Zusammenarbeiten, Platz schaffen, das ist nicht das erste Mal, dass wir das ansprechen", tönen die lautstarken Ansagen von Teamchef Saban Uzun über den Sportplatz. In der 90-minütigen Einheit auf dem Platz beim Glaspalast sollen der Ballbesitz in Gleich- und Unterzahl sowie das Einstellen auf lange Bälle trainiert werden. Mit der Kamera dabei: Daniel Räuchle von Regio TV.

"Grundsätzlich geht es uns darum, mehr Zuschauer ins Stadion zu locken und finanziell konkurrenzfähig zu werden. Wir wollen wieder attraktiver für umliegende Vereine sein und wünschen uns mehr Kooperation. Die Vereine sollen wissen, dass ihre Spielerinnen bei uns gut aufgehoben sind", berichtet Abteilungsleiterin Heike Hofmann vom Spielfeldrand aus. Nicht nur der mittelfristige Plan, wieder in die erste Liga aufzusteigen, sondern auch Teamchef Saban Uzun und der sportliche Leiter Alexander Schick dienen als Motivationshebel für die Spielerinnen. "Ergebnisorientiert gesehen haben wir Punkte verschenkt und vier oder fünf Zähler zu wenig auf dem Konto. Trotzdem ist das Engagement der Mädchen top und sie sind deutlich besser als letzte Saison", lobt Alexander Schick.

Während diese unter Flutlicht um den Ball kämpfen, fängt Daniel Räuchle den Trainingsverlauf und die Gesamtatmosphäre mit der Kamera ein. Auch die bereitliegenden Ersatzbälle und der Dreiviertelmond am leicht wolkenverhangenen Himmel kommen in den Kasten. Zeitgleich fordert Saban Uzun gut vernehmbar: "Raus aus dem Loch. Wo soll der Ball hin?" In einem kurzen Break erinnert er die Mannschaft an das Wesentliche.

Laut Abteilungsleiterin Hofmann ist das gesamte Leben der Mädchen auf Fußball abgestimmt. Bei Anfahrtswegen von bis zu 80 Minuten nach Sindelfingen bleibt nur wenig Raum für Freizeit. Vier Mal die Woche Training und ein Spiel am Wochenende verlangen den Fußballerinnen so Einiges ab. Zur Verbesserung der Situation kooperiert der VfL Sindelfingen mit dem Schickhardt-Gymnasium in Stuttgart. Auch ein Anspruch auf Plätze im Internat am Olympiastützpunkt in der Landeshauptstadt fände Heike Hofmann hilfreich. "Den Jungs in der Leistungsklasse wird alles abgenommen. Wir brauchen zusätzlich zu unseren Stammsponsoren neue Förderer, damit wir Aufwandsentschädigungen, Trainingslager und zum Beispiel das Essen vor den Spielen bezahlen können."

Dass es beim VfL nach dem Abstieg aus der ersten Liga und den dadurch fehlenden Zuschüssen des DFB von rund 180000 Euro an Vielem fehlt, wird deutlich, als ein roter Ball fürs Training unter Flutlicht gebraucht wird. "Wir benötigen neue", ist die schlichte Antwort der Abteilungsleiterin. Auch Alexander Schick, der das Training begleitet, möchte ein neues Bewusstsein für Frauenfußball wecken. "Wir haben Toptalente, und aus der U17 kommt so Einiges raus. Im Moment ist es unser Ziel, 'ne gute Runde zu spielen. Mittelfristig aber wollen wir wieder in der ersten Bundesliga spielen."

Kick am Hochleistungssport treibt die Mädchen an

Für mehr Popularität und ein volleres Floschenstadion soll unter anderem der von Regio TV ausgestrahlte Bericht über die Trainingseinheit sorgen, der am Mittwoch zu sehen war und jederzeit im Internet auf http://www.regio-tv.de in der Mediathek abgerufen werden kann. Vielleicht sorgt dieser ja schon am kommenden Sonntag für ein paar mehr Zuschauer. "Momentan ist es nur der Kick am Hochleistungssport, der die Mädchen antreibt", resümiert Heike Hofmann.

Presse | Fußball (Frauen) | 08.09.2014

Endlich wieder ein Sieg für den VfL Sindelfingen

2. Frauen-Bundesliga: VfL Sindelfingen - ETSV Würzburg 4:2 (2:1)

VON SANDRA LANGGUTH

Wann hatte es eigentlich den letzten Sieg der Sindelfinger Fußballfrauen gegeben? Auf dem Zuschauerbalkon des Floschenstadions konnte sich gestern keiner mehr so recht daran erinnern, aber war ja auch egal. Viel wichtiger erschien das aktuelle 4:2 des Erstliga-Absteigers gegen den ETSV Würzburg. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen", schnaufte auch VfL-Teamchef Saban Uzun hinterher kräftig durch. Ein bisschen weniger spannend hätte er sich die Partie gewünscht, "aber heute will ich nur das Positive sehen", lobte er seine junge Truppe.

Und die machte ihre Sache nach dem verpatzten Saisonstart mit dem 1:7 im DFB-Pokal und dem 0:2 im ersten Punktspiel beim 1. FFC Frankfurt II richtig gut gegen körperlich robuste Würzburgerinnen, die in der ersten halben Stunde nicht so recht ins Spiel fanden. Das erste Ausrufezeichen setzte die 15-jährige Gina Rilling. Aus gut und gerne 30 Metern hielt sie einfach drauf und drosch den Ball unhaltbar in die Maschen. Im Gegenzug wäre fast der Ausgleich gefallen, als VfL-Torhüterin Janine Wesselsky zu weit aus ihrem Kasten herausgekommen war und umspielt wurde. Selin Münz kratzte den Ball gerade noch von der Linie.

Sindelfingen machte mit viel Ballbesitz und guten Aktionen weiter, auch wenn die Dreierkette in der Abwehr hin und wieder Lücken aufwies. So auch in der 27. Minute, als der Ball an der Latte landete. Bei der nächsten Aktion verletzte sich Würzburgs Karolina Teichmann so schwer, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Bruch des Fußwurzelknochens" lautete nach dem Spiel die Diagnose. Dem Spielfluss tat das keinen Abbruch, beide Teams hatten Chancen, die erste machte Athanasia Moraitou zum 2:0 rein. Doch das Ding war noch nicht gelaufen, Tesa Mc Kibben verkürzte noch vor der Pause auf 1:2.

Auch im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer ein munteres Spielchen und durften ein weiteres Mal für Sindelfingen jubeln, als Sandra Borowski mit einer Bogenlampe zum 3:1 traf. Gerade einmal drei Minuten später schlug es schon wieder im Kasten der Gäste ein. Dieses Mal war Aline Böhringer nach einem Zuckerpass von Michelle Wörner erfolgreich. Aus dem Getümmel heraus fiel in der 71. Minute noch das 2:4 durch Jennifer Röding. Ob sich die Sindelfingerinnen doch noch die Butter vom Brot nehmen lassen sollten? Nein, sogar das fünfte Tor wäre möglich gewesen, wenn Aline Böhringer das tolle Zuspiel von Gina Rilling kurz vor dem Schlusspfiff nicht verstolpert hätte. "Meine Mannschaft hat das richtig gut gemacht. Im ersten Heimspiel gleich mit einem Sieg zu starten, ist ein gutes Gefühl", fand Uzun keinen Grund mehr für Kritik.

Mit diesem Dreier haben sich seine Spielerinnen am kommenden Wochenende zwei freie Tage verdient, ehe es am 21. September zum TSV Crailsheim geht.

VfL Sindelfingen:
Wesselsky, Münz, Blöchl, Vidovenyecz (66. Ballach), Wörner, Moraitou, Rilling, Grimm, Böhringer, Schmid (75. Brösamle), Knupfer (42. Borowski).
Tore: 1:0 (10.) Rilling, 2:0 (29.) Moraitou, 2:1 (37.) Mc Kibben, 3:1 (57.) Borowski, 4:1 (60.) Böhringer, 4:2 (71.) Röding.
Schiedsrichterin: Duske (Brühl).
Zuschauer: 100.

Presse | Fußball (Frauen) | 08.09.2014

Das ist ein gutes Gefühl

2. Frauen-Bundesliga: Verdientes 4:2 gegen Würzburg

Von Edip Zvizdiç

Die Fußballerinnen des VfL Sindelfingen können doch noch gewinnen. Nach über einem Jahr hat der Bundesliga-Absteiger im Zweitligaduell gegen den ETSV Würzburg einen 4:2 (2:1)-Sieg feiern dürfen.

„Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen“, war VfL-Coach Saban Uzun nach der Partie gegen den ETSV Würzburg, die seine Elf verdient mit 4:2 gewonnen hatte, sichtlich erleichtert. „Das ist ein gutes Gefühl.“

Der VfL hatte sich dabei unbeeindruckt von den bisherigen Niederlagen präsentiert und gut ins Spiel gefunden. Schon nach zehn Minuten klingelte es das erste Mal im Würzburger Gehäuse. Die Jüngste im VfL-Verbund, Gina Rilling, nahm sich aus fast 30 Metern ein Herz und erzielte das wichtige und beruhigende 1:0 für den VfL. Die am ersten Spieltag in Frankfurt noch schmerzlich vermisste Athanasia Moraitou erhöhte nach knapp einer halben Stunde – ebenfalls aus der Distanz – auf 2:0.

Zwar kamen die Gäste noch vor der Pause durch einen Weitschuss der US-Amerikanerin Tesa Mc Kibben zum 1:2-Anschlusstreffer. Doch mit einem Doppelschlag in der 58. und 59. Minute war die Vorentscheidung zu Gunsten der Sindelfingerinnen gefallen. Zuerst traf die eingewechselte Sandra Borowski zum 3:1, ehe Aline Böhringer auf 4:1 stellte. Den Gästen gelang durch Jennifer Röding nur noch Ergebniskosmetik zum 4:2-Endstand. „Wir haben uns von den Dämpfern zuletzt nicht unterkriegen lassen“, zog Saban Uzun zufrieden Bilanz. Die Partie war spannend, etwas zu spannend. Ich hätte mir ein bisschen mehr Ruhe gewünscht.“

VfL Sindelfingen:
Wesselsky, Knupfer (42. Minute Borowski), Blöchl, Münz, Grimm, Rilling, Moraitou, Schmid (74. Minute Brösamle), Wörner, Böhringer, Vidovenyecz (66. Ballach).

Presse | Fußball (Frauen) | 01.09.2014

Zwei Unachtsamkeiten reichen aus - 0:2

2. Frauen-Bundesliga: VfL Sindelfingen verpatzt den Saisonstart - Sonderlob für Gina Rilling

VON SANDRA LANGGUTH

"Eigentlich ein typisches 0:0", hatte Trainer Saban Uzun in Frankfurt gesehen. Den Punkt hätte er auch gerne mitgenommen, doch seine Mannschaft ließ alle drei liegen. Die Zweitliga-Fußballfrauen des VfL Sindelfingen haben mit dem 0:2 beim 1.FFC Frankfurt II nach dem Pokaldebakel in Mainz (1:7) auch das erste Saisonspiel verloren.

Woran's lag? "Hach", wusste Uzun nicht so recht, wie er das Spielgeschehen beschreiben sollte. Im Grunde leistete sich seine junge Mannschaft in der Hessenmetropole nur zwei Unachtsamkeiten, doch die wurden von der Bundesliga-Reserve eiskalt ausgenutzt. In der 20. Minute hatte der VfL Sindelfingen Julia Matuschewski außer Acht gelassen, die sich einen langen Ball nach einer Ecke schnappte, zwei Sindelfinger Verteidigerinnen stehen ließ und zum 1:0 vollendete. Zwölf Minuten später ein ganz ähnliches Bild: Wieder kam ein langer Ball über die Viererkette geflogen, wieder schaffte es Julia Matuschewski, den Sindelfinger Abwehrverbund verdutzt zurückzulassen und auf 2:0 zu erhöhen.

Damit war das Spiel fast schon gelaufen. Die Frankfurterinnen investierten nicht mehr viel, die Sindelfingerinnen hielten zwar hinten dicht, vorne im Sturm wehte allerdings nur ein laues Lüftchen. Zu wenig, um die Niederlage gleich zum Saisonstart

Kapitänin Anja Selensky fehlt nach Gelb-Rot im ersten Heimspiel

noch abwenden zu können. Zu allem Überfluss handelte sich Kapitänin Anja Selensky kurz vor dem Abpfiff wegen wiederholten Foulspiels auch noch eine Gelb-Rote Karte ein und fehlt damit beim ersten Heimspiel der Saison am kommenden Sonntag gegen Würzburg. "Das ist bitter für uns, aber da müssen wir durch", so Uzun.

"Die Vorbereitung auf dieses Spiel ist nicht so ideal verlaufen", gab der VfL-Trainer zu. Denn während Anna Vidovenyecz und Athanasia Moraitou zu Beginn der Woche mit der Nationalmannschaft unterwegs waren, trainierten Selin Münz, Sandra Borowski, Bianca Brösamle, Janina Kern und Lena Sender bis Mittwoch mit der WFV-Auswahl. "Aber das soll keine Entschuldigung sein", so Uzun, der immerhin ein ganz anderes Auftreten seiner Mannschaft gesehen hat als zuletzt beim 1:7-Debakel in der ersten Runde des DFB-Pokals. "Die Mentalität war eine ganz andere, aber das alleine reicht nicht", fordert er daher hundertprozentigen Einsatz.

Immerhin mit U17-Spielerin Gina Rilling war er richtig zufrieden. "Mit Abstand die beste Spielerin auf dem Platz", lobte Uzun das Nachwuchstalent, das nun erst einmal in der Zweitliga-Mannschaft aushelfen soll.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Blöchl, Wörner, Selensky, Grimm, Ballach (46. Sender), Rapp (46. Brösamle), Böhringer, Rilling, Schmid (50. Kern), Knupfer.
Tore: 1:0 (20.) Matuschewski, 2:0 (32.) Matuschewski.
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot Selensky (VfL/87.) wiederholtes Foulspiel.
Schiedsrichterin: Kuchmann-Nowak (Martinroda).
Zuschauer: 150.

Presse | Fußball (Frauen) | 25.08.2014

Sindelfingen außer Rand und Band - 1:7

DFB-Pokal der Frauen

VON SANDRA LANGGUTH

Das hatte sich Saban Uzun anders vorgestellt. Ein guter Start in die neue Spielzeit stand für den Teamchef der Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen ganz oben auf der Agenda, mit der 1:7-Klatsche bei Regionalligist TSV Schott Mainz in der ersten Runde des DFB-Pokals ist das am Samstagnachmittag gehörig danebengegangen. Woran das lag? "Ich bin sprachlos", konnte Uzun das Geschehen auch drei Stunden nach der Partie noch nicht richtig einordnen.

Dabei hatte das Spiel für die Fohlentruppe des VfL gar nicht schlecht angefangen. "Der Gegner hatte Respekt vor uns, stand sehr tief und wollte gar nichts von uns", so Uzun über die ersten zehn Minuten der Partie. Doch auch seine Mannschaft war nervös und leistete sich viele Ballverluste. In der 15. Minute die vermeintliche Erlösung: Ein Einwurf von Michelle Wörner landete bei Sandra Borowski, die unbeirrt auf die Mainzer Torhüterin zulief und diese mit einem Lupfer gekonnt austrickste. Der Favorit führte 1:0. Doch anstatt sich mehr Sicherheit beim Erstliga-Absteiger einstellte, wurde es immer unkontrollierter. Es dauerte keine zehn Minuten, bis Mainz den Ausgleich erzielte. "Wir haben so gravierende Fehler gemacht, dass die Mainzerinnen gar nicht anders konnten als zu treffen", wusste Saban Uzun nicht, wie ihm geschah. Erst traf Meike Weber nach einem eklatanten Abstimmungsfehler zwischen VfL-Neuzugang Nicole Vuk im Tor und der Abwehr zum 1:1, dann brachte Chiara Loos die Gastgeberinnen noch vor der Pause in Führung. "Wir haben in der Halbzeit überlegt, ob wir den Rauch reinlassen oder ruhig bleiben sollen", so Uzun, der sich für die ruhige Variante entschied. "Wir wollten natürlich nochmal was reißen." Doch nichts funktionierte mehr so, wie es in den Testspielen zuvor eingeübt und besprochen worden war. "Man hat das Gefühl, als hätte man in den vergangenen Wochen nichts gemacht", konnte Uzun nicht fassen, was er in der zweiten Halbzeit mitansehen musste. "Es war nicht so, dass Mainz uns überrollt hätte. Wir haben zu viele Geschenke gemacht, bei denen der Gegner gar nicht anders konnte als Dankeschön zu sagen." In der 63. Minute nahm das Unheil seinen Anfang, als Sarah Schmitt auf 3:1 erhöhte. "Dann war der Bann gebrochen", schwante Uzun nichts Gutes, ehe die vier weiteren Tore zum 7:1-Endstand fielen.

Der positive Start in die Saison, die am Sonntag beim 1. FFC Frankfurt II beginnt, ist damit gehörig in die Hose gegangen. Entsprechend gedrückt war die Stimmung auf der Rückfahrt nach Ruit, wo die Mannschaft ein Trainingscamp absolvierte. "Nach dem Abendessen werden wir nochmal zusammensitzen und über das Spiel sprechen", kündigte Uzun an. "So können wir nicht in Frankfurt auftreten, da muss sich einiges ändern." Dafür hat die Mannschaft allerdings nur noch eine Woche Zeit.

VfL Sindelfingen:
Vuk, Brösamle, Münz, Blöchl, Wörner, Selensky, Grimm (68. Kern), Sender (77. Rapp), Schmid, Borowski, Ballach (46. Moraitou).
Tore: 0:1 (15.) Borowski, 1:1 (22.) Weber, 2:1 (39.) Loos, 3:1 (61.) Schmitt, 4:1 (71.) Leber, 5:1 (74.) Leber, 6:1 (87.) Liebetanz, 7:1 (89.) Schmitt.
Schiedsrichterin: Appelmann (Alzey).
Zuschauer: 130.

Presse | Fußball (Frauen) | 15.08.2014

Martina Schmid gibt die Zügel aus der Hand

Rücktritt vom Amt der Frauen-Abteilungsleiterin beim VfL Sindelfingen - Stellvertreterin Heike Hofmann übernimmt kommissarisch

In den vergangenen Wochen ist es ruhiger geworden um die Fußballfrauen des VfL Sindelfingen. Klar, es ist Sommerpause. Mehr als Training und Testspiele stehen nicht an. Doch der Schein trügt. Hinter den Kulissen sind die Verantwortlichen mächtig am Rotieren, denn der Abteilung ist die Leiterin abhanden gekommen.

VON SANDRA LANGGUTH

Vor einer Woche trat Martina Schmid von ihrem Amt zurück. "Es ist einfach alles zu viel geworden", musste die Holzgerlingerin, zweifache Mutter und Betreiberin einer Pferdepension, ihrer Mehrfachbelastung Tribut zollen. "Mir ist der Schritt nicht leicht gefallen, aber der heimische Betrieb geht vor."

Mitte 2012 hatte Martina Schmid, zu diesem Zeitpunkt Schriftführerin, das Amt der Abteilungsleiterin kommissarisch von ihrem Vorgänger Rudi Orban übernommen, der aus gesundheitlichen Gründen recht spontan zurückgetreten war. Damals hatten die Fußballfrauen unter Cheftrainer Niko Koutroubis nach einer fulminanten Zweitliga-Saison den Aufstieg ins Oberhaus geschafft, was für die Holzgerlingerin eine Riesenherausforderung darstellte. So war gleich eine ihrer ersten Tätigkeiten, sich mit Spielerberatern an einen Tisch zu setzen und die Konditionen für mögliche Neuzugänge zu verhandeln. Wobei die Abteilung finanziell ohnehin nicht gerade auf Rosen gebettet war, wie sich im Laufe der folgenden Wochen herausstellen sollte. Zwar bekam die Abteilung vom Deutschen Fußball-Bund rund 180000 Euro für die Saison, doch das Geld wurde in mehreren Tranchen ausbezahlt und konnte die noch aus der Vergangenheit stammenden Verbindlichkeiten nicht decken. Daher musste der Hauptverein mit einer vorübergehenden Finanzspritze von 40000 Euro in die Bresche springen. Außerdem stellte Martina Schmid einigen Spielerinnen ihr Haus zur Verfügung, damit die jungen Frauen ein Dach über dem Kopf hatten. In den Folgemonaten musste Martina Schmid einige unpopuläre Entscheidungen treffen und bei vielen Dingen den Rotstift ansetzen.

Während sich das finanzielle Chaos langsam lichtete, befand sich die Mannschaft auf sportlicher Talfahrt. Am Ende der Saison war der VfL seine Verbindlichkeiten los, aber auch die Klassenzugehörigkeit. Als Vorletzter stand der Abstieg fest. Martina Schmid, inzwischen offiziell zur Abteilungsleiterin berufen, plante bereits für die 2. Liga, als durch den Rückzug des SC Bad Neuenahr ein Platz im Oberhaus frei wurde und der VfL doch in der 1. Bundesliga bleiben konnte. Mit den gesammelten Erfahrungen aus der ersten Saison sollte dieses Mal alles besser laufen. Doch inzwischen hatten viele Spielerinnen den Verein verlassen, die Mannschaft bestand zum Großteil aus aufgerücktem Personal aus der eigenen Jugend. Hinter den Kulissen begann es zu brodeln. Vergangenen Dezember, kurz vor dem Jahreswechsel, trennte sich die Abteilung nach sechs Jahren mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Niko Koutroubis.

Höhen und Tiefen währendder Amtszeit überstanden

Martina Schmid habe sich die Entscheidung nicht einfach gemacht, erzählte sie damals. Differenzen habe es schon seit Längerem gegeben, über künftige Konzepte, aber wohl auch auf persönlicher Ebene. Ein Nachfolger war indes schnell gefunden: der 26-jährige Saban Uzun, der zuvor die zweiten U17-Juniorinnen des Vereins betreut hatte, nachdem er als Jugendtrainer im Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart tätig war. Dass er als Trainer-Duo mit Alexander Schick den erneuten Abstieg aus der 1. Liga nicht verhindern konnte, war den Verantwortlichen klar. Kopfzerbrechen bereiteten vielmehr die internen Probleme, die es in der Abteilung gab, denn Schriftführer Michael Handschuh hatte zum Putsch aufgerufen, wollte bei der Hauptversammlung im vergangenen April die Absetzung von Martina Schmid und deren Stellvertreterin Heike Hofmann erzwingen. Stattdessen wurde er von den anwesenden Mitgliedern selbst abberufen. "Wir haben im Vorfeld alles versucht, dieses Szenario abzuwenden", war die Holzgerlingerin sichtlich geschlaucht.

Nicht zuletzt diese Auseinandersetzung hatte ihre Spuren hinterlassen. Jetzt zog Martina Schmid die Reißleine. Für ihre Stellvertreterin Heike Hofmann bedeutet das nun, ihren Platz kommissarisch einzunehmen. Hilfe bekommt sie von Janine Heck, die während der zwei Erstliga-Spielzeiten als Geschäftsführerin angestellt war, der Abteilung als ehrenamtliche Helferin verbunden bleibt und nun das Amt der Kassiererin übernimmt. Schriftführerin ist jetzt Ute Kraft. "Damit haben wir alle relevanten Positionen besetzt", schnauft Heike Hofmann tief durch. "Wir bedauern diesen Schritt und bedanken uns für ihre Arbeit."

Der erste Einsatz steht den Fußballfrauen am 23. August bevor, wenn sie im DFB-Pokal zu Regionalligist TSV Schott Mainz müssen. Eine Woche später startet dann bereits der Betrieb der 2. Bundesliga mit dem Spiel beim 1. FFC Frankfurt II.