Presse | Fußball (Frauen) | 20.05.2012

Freude pur bei den Sindelfinger Frauen

2. Frauen-Bundesliga-Süd: 1:2 gegen 1. FFC Frankfurt II nur eine Randnotiz

Die Fußballerinnen des VfL Sindelfingen waren während des Heimspiels gegen den 1. FFC Frankfurt II mit den Gedanken wohl schon bei der offiziellen Meisterfeier und unterlagen nach schwachen, tempoarmen 90 Minuten mit 1:2.

Die zweite Saisonniederlage tat der anschließenden Freude über die Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Bundesliga allerdings keinen Abbruch. Sindelfingens Spielführerin Merza Julevic nahm nach dem Schlusspfiff die Meisterschale entgegen.

"Schön, dass wir eine richtige Schale bekommen haben", freute sich hinterher Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis. "Beim letzten Mal gab`s nur einen Wimpel." Prompt wurde er von jubelnden Spielerinnen unterbrochen, die mit der Meisterschale in der Hand in die Stadiongaststätte stürmten. "Erste Liga, Sifi ist dabei", sangen sie im Chor. Rosalinde Kottmann, Mitglied des DFB-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, nahm nach dem Schlusspfiff die Ehrung des Süd-Meisters vor, gratulierte dem VfL zur Meisterschaft und überreichte die Schale. Von da an ließen die Fußballerinnen ihrer Freude freien Lauf. In einer Sindelfinger Pizzeria wurde die offizielle Meisterfeier im Anschluss fortgesetzt.

Die vorausgegangene Partie rückte dabei in den Hintergrund. Niko Koutroubis fand nach den 90 Minuten dennoch deutliche Worte: "Wir haben ohne Bewegung und ohne Tempowechsel gespielt, waren nicht aggressiv genug." Tatsächlich wirkte der Auftritt des Meisters über weite Strecken lustlos. Dabei räumte Sindelfingens Trainer eigene Fehler ein: "Ich hätte Spielerinnen aufstellen sollen, die sonst weniger zum Einsatz gekommen sind und heiß gewesen wären." Stattdessen schickte Koutroubis seine müden Stammspielerinnen aufs Feld, denen der Biss nach einer langen und erfolgreichen Saison fehlte.

Immerhin gingen die Gastgeber nach 15 Minuten in Führung: Elisabeth Tieber legte quer auf Natalia Mann, die sich frei vor Frankfurts Torspielerin Tara Zimmermann keine Blöße gab und ihren 16. Saisontreffer erzielte. Nach einer knappen halben Stunde hatte Julia Schneider das 2:0 auf dem Fuß. Ihren Schuss aus 20 Metern parierte Frankfurts Torhüterin zur Ecke.

In der 33. Minute gelang Jasmin Herbert der 1:1-Ausgleich per Distanzschuss aus etwa 30 Metern. Natalia Mann vergab drei Minuten später die Chance zur erneuten VfL-Führung. Nach Eckball und Kopfballvorlage von Susanna Höller schoss sie über die Latte. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel verfehlte Deniz Özer das Sindelfinger Tor bei ihrem Linksschuss aus aussichtsreicher Position nur knapp. In der Folge floss die Partie gemächlich vor sich hin, Torchancen hatten Seltenheitswert. Erst in der 84. Minute traf Deniz Özer nach Vorlage von Julia Losert zum entscheidenden 2:1 für die Gäste.

"Wir wissen, dass der VfL nicht mehr mit 100 Prozent gespielt hat. Dennoch ein Lob an meine Mannschaft, die nicht viel zugelassen hat", sagte Frankfurts Trainer Winfried Klein, der den Sindelfingerinnen ebenfalls zur Meisterschaft gratulierte. "Mit Sindelfingen hat sich die souveränste Mannschaft der Saison durchgesetzt. Ein verdienter Meister!", so Klein.

Janine Heck wird ab sofort neue hauptamtliche Geschäftsführerin

VfL-Trainer Niko Koutroubis wies unterdessen noch einmal darauf hin, dass dringender Bedarf an Verstärkung für die kommende Spielzeit in der 1. Bundesliga besteht. "Wir brauchen erfahrenere Spielerinnen, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen", sagte er. Namen? "Mit einigen Spielerinnen stehen wir kurz vor dem Abschluss. Im Laufe der nächsten Woche wird sich vieles entscheiden", so Abteilungsleiter Rudi Orban dazu. Die neue hauptamtliche Geschäftsführerin steht hingegen bereits fest: Janine Heck wird die Aufgabe übernehmen. Die 24-Jährige habe ihr Studium und ihre Ausbildung im Hauptverein absolviert. "Damit hat sie schon wichtige Kontakte geknüpft. Sie wurde uns vom Hauptverein empfohlen", so Orban.

VfL Sindelfingen:
Schnüll, Laich, Schwägler (74. Knöll), Tieber (66. Grimm), Mann, Julevic, Schneider, F. Dongus, Höller, Rädle (55. Loipersberger), T. Dongus.
Tore: 1:0 (15.) Mann, 1:1 (33.) Herbert, 1:2 (84.) Özer.
Schiedsrichterin: Plass (Augsburg).
Zuschauer: 250.

Presse | Fußball (Frauen) | 18.05.2012

Ganz heiß auf die Meisterschale

2. Fußball-Bundesliga Frauen: VfL Sindelfingen feiert am Sonntag offiziell den Aufstieg in die 1. Liga

Knapp drei Wochen ist es schon her, dass die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen die Meisterschaft mit dem 2:1-Sieg über Verfolger TSG Hoffenheim unter Dach und Fach gebracht und damit unter eine beinahe perfekte Saison den heiß ersehnten Schlusspunkt gesetzt haben.

Von Sandra Funk

Gebührend gefeiert wurde anschließend auf dem Stuttgarter Frühlingsfest, und gefeiert werden soll auch wieder am Sonntag, wenn es nach dem Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt II (Anpfiff 14 Uhr) von einem Vertreter des DFB die schwere Meisterschale gibt.

Seit der Titel und der damit verbundene Aufstieg klar ist, haben es die Sindelfingerinnen im Training weitaus lockerer angehen lassen. "Wir hatten vor allem eine Menge Spaß", sagt Trainer Niko Koutroubis, der gar nicht erst versucht, die Spannung vor dem letzten Saisonspiel hochzuhalten. "Der Druck ist weg. Wir wollen aber natürlich trotzdem gewinnen, denn mit einem Sieg lässt es sich noch besser feiern", so der Coach, der sich mit seiner Mannschaft unbändig auf die Schale freut, die der VfL nun endlich eingeheimst hat. Gegen wen es nächste Saison geht, konnten sich die Spielerinnen am vergangenen Wochenende beim DFB-Pokalfinale in Köln bereits anschauen, gestern war die Mannschaft mit ihrem Trainer beim Champions League-Finale zwischen Olympique Lyon und dem 1. FFC Frankfurt im Münchner Olympiastadion.

Während die Saison nun also zu Ende geht, laufen im Hintergrund die Drähte heiß, schließlich gilt es, für die 1. Bundesliga einen schlagkräftigen Kader zusammenzustellen. "Von vier, fünf neuen Spielerinnen haben wir bereits mündliche Zusagen", verrät Abteilungsleiter Rudi Orban. Allerdings müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. So wäre die Jobfrage bei allen schon so gut wie geklärt, nur in Sachen Wohnung muss der Verein in den kommenden zwei Wochen noch ranklotzen. "Wir stehen auch noch mit weiteren Spielerinnen im Gespräch. Da wird sich noch zeigen, was passiert", so Orban. Auch die vom DFB in der 1. Bundesliga geforderte Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers ist so gut wie besetzt. "Wir werden sie am Sonntag vorstellen", verrät Orban nur so viel über die 24-Jährige, die sich dann gleich im Feiern üben kann, denn nach dem Spiel soll es in einer Sindelfinger Pizzeria mit DJ noch bis in die Morgenstunden gehen.

Einladung aufs Schloss Solitudeund auf die Insel Mainau

Nicht ganz so lange war die Mannschaft unterwegs, als sie das Trikot mit der Abendgarderobe tauschte und der Einladung des Stuttgarter Gastronoms Jörg Mink in den Business Club Schloss Solitude folgte. Mit Teammanager Peter Klotz, Torwarttrainer Andi Bellon samt Ehefrau sowie VfL-Marketingleiter Gerhard Kluge und Horst Thome, Vorstandsmitglied des Hauptvereins, verbrachten die Spielerinnen einen launigen Abend.

Kluge stellte die Abteilung Frauenfußball vor, und VfL-Torhüterin Simone Holder gab einen Einblick in ihren Alltag mit Training, Arbeit und Punktspielen. Natürlich musste die Sindelfinger Delegation nicht hungrig nach Hause gehen. Im "Gelben Salon" kredenzte der Hausherr Pasta, Spargel und Club-Burger. Anschließend bekamen die Spielerinnen von Gräfin Sandra Bernadotte noch eine Einladung auf die Insel Mainau, die die Aufstiegsheldinnen dankend annahmen.

Presse | Fußball (Frauen) | 16.05.2012

Ein guter Schluss ziert alles

Oberliga, B-Juniorinnen: Sindelfingen besiegt Nürtingen im Saisonfinale deutlich mit 3:0

Die U17-Juniorinnen des VfL Sindelfingen schlossen die Saison in der Fußball-Oberliga mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den FV 09 Nürtingen ab.

Von Anfang an erspielten sich die Sindelfingerinnen Chancen beinahe im Minutentakt. Sie spielten dabei sehr variabel und suchten ihre Möglichkeiten nicht nur über lange Bälle aus der sicher stehenden Defensive, sondern kamen auch über sehenswerte Ballstafetten vor das gegnerische Tor. Doch eine in der ersten Hälfte gut agierende Nürtinger Torhüterin konnte die bis dahin mehr als verdiente Führung verhindern. Nach der Pause schalteten die Sindelfingerinnen noch einen Gang höher und drängten weiter auf die Führung. Kurz darauf war es Innenverteidigerin Bianca Blöchl vorbehalten nach einem Eckball von Hilal Genc per Kopfball das lang erwartete 1:0 zu markieren. Nun ging es Schlag auf Schlag, und Anna Vidovenyecz konnte mit zwei Toren innerhalb weniger Minuten auf 3:0 erhöhen. Die Nürtingerinnen waren nun auch kräftemäßig nicht mehr in der Lage, dagegen zu halten und Sindelfingen konnte mit angezogener Handbremse dieses Ergebnis über die Zeit bringen.

Für den VfL Sindelfingen spielten:
Hanemann, Brösamle, Blöchl, Uhl, Vorbeck, Ballach, Laukemper, Böhringer, Vidovenyecz, Hofmann, Genc.

Presse | Fußball (Frauen) | 14.05.2012

B-Juniorinnen stehen im WFV-Pokalfinale

Die Fußball-B-Juniorinnen des VfL Sindelfingen haben im Halbfinale des WFV-Pokals mit 2:0 (1:0) gegen den TSV Tettnang gewonnen.

Beide Tore für den VfL fielen nach krassen Abwehrfehlern der Gäste. Den Führungstreffer erzielte Anna Vidovenyecz, als sie den Ball der gegnerischen Torhüterin abluchste und danach seelenruhig einschieben konnte. Nach der Pause missachtete eine Tettnanger Abwehrspielerin die Rückpassregelung und zwang ihre Torspielerin zum Eingreifen. Den fälligen Freistoß drei Meter vor der Torlinie verwandelte Julia Schneider sicher.

Diesen Vorsprung ließen sich die kontrolliert spielenden VfL-Mädchen nicht mehr nehmen und haben somit die Chance, ihren Titel zu verteidigen. Endspielgegner wird der TSV Crailsheim sein, der die Sindelfingerinnen am Donnerstag, 17. Mai, um 14 Uhr auf eigenem Platz empfängt.

VfL Sindelfingen:
Geiger, Uhl, Blöchl, Utz, Laich, Laukemper, Ballach, Schneider, Böhringer, Schmid, Vidovenyecz, Hanemann, Genc, Vorbeck, Hofmann.

Presse | Fußball (Frauen) | 07.05.2012

Die weiße Weste hat einen Fleck

2. Frauen-Bundesliga Süd: 1. FC Köln - VfL Sindelfingen 1:0 (0:0)

Von unserem Redakteur Jürgen Wegner

Nichts wirds mit dem Punkterekord: Die Fußball-Frauen des VfL Sindelfingen kassierten im vorletzten Saisonspiel die erste Niederlage. Der Meister verlor in Köln mit 0:1 - und Kristina Schnüll musste ins Krankenhaus.

Die Torhüterin knallte mit einer Gegenspielerin zusammen. Diagnose: Gehirnerschütterung. Der Mannschaftsbus machte nach dem Spiel trotzdem einen Umweg über die Klinik und nahm die 35-Jährige mit nach Hause. Eine gute Nachricht gibt es vom Abschlusstraining, das der VfL auf dem Trainingsgelände der Geißböcke abgehalten hatte, nachdem der Abstieg der FC-Männer aus der Bundesliga feststand. „Es blieb ruhig", sagt Trainer Niko Koutroubis, der mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden war. Das entscheidende Tor erzielte Nicole Bender in der 90. Minute per Freistoß.

VfL Sindelfingen:
Schnüll (53. Minute A. Schmidt), C. Schwägler, Laich, Rädle, Rall (72. Minute Julevic), M. Schwägler, T. Dongus, N. Mann, F. Dongus, K. Schneider, Tieber (56. Minute Loipersberger).

Presse | Fußball (Frauen) | 06.05.2012

In Köln die erste Niederlage kassiert

2. Frauen-Bundesliga Süd: VfL Sindelfingen verliert 0:1 - Schnüll mit Gehirnerschütterung raus

Nun ist es doch passiert: Die Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen haben ihre erste Saisonniederlage kassiert. Beim 1. FC Köln unterlag der bereits feststehende Meister und Aufsteiger in die 1. Bundesliga mit 0:1. Eine verschmerzbare Niederlage angesichts der tollen Saison, mehr weh tat allerdings die Verletzung von Ersatztorhüterin Kristina Schnüll, die mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Es war in der 52. Minute, als Kristina Schnüll, die bis zum Saisonende für die rotgesperrte Simone Holder zwischen den Pfosten steht, eine starke Flanke von der Seite aufs Tor bekam. Diese wehrte sie gut ab, doch dann rauschte Tamar Dongus an, die den Ball weghauen wollte und stattdessen mit dem Fuß Kristina Schnüll am Kopf traf. Die ging zu Boden, verlor kurz sogar das Bewusstsein und musste mit dem Krankenwagen zum Arzt. "Einfach zur Sicherheit", sagte Abteilungsleiter Rudi Orban, der hinterher froh war, dass es sich um eine Gehirnerschütterung und nicht um etwas Schlimmeres handelte. Doch da Kristina Schnüll bereits als Ersatz im Tor stand und schon im Spiel gegen Hoffenheim Stürmerin Annika Schmidt auf der Bank saß, musste diese nun in Köln ihr Debüt zwischen den Pfosten geben und zeigte mit einer Riesenparade, dass das Torhütertraining mit Andi Bellon nicht umsonst war. "Sie hat ihre Sache richtig gut gemacht", meinte Trainer Niko Koutroubis, der Abwehrchefin Susanna Höller schonte und auch Merza Julevic erst in der 72. Minute brachte. "Susanna Höller laboriert seit Wochen an einer Sprunggelenksverletzung herum", erklärte Koutroubis.

An Annika Schmidt lag es jedenfalls nicht, dass der VfL am Ende mit 0:1 verlor, wenngleich sie es war, die den Freistoß aus dem Mittelfeld in der 90. Minute nicht mehr parieren konnte. "Vielleicht hätte eine gelernte Torspielerin die Finger noch drangehabt", mutmaßte der Coach. Doch der frischgebackene Meister hätte die zahlreichen Chancen, die sich während des gesamten Spiels geboten hatten, einfach besser nutzen müssen. So scheiterte Tamar Dongus in der ersten Halbzeit per Kopfball ebenso am Pfosten wie Marina Schwägler nach einer Ecke. Im zweiten Durchgang hatten dann Nicole Loipersberger und Fabienne Dongus jeweils zweimal die Chance, im Eins-gegen-eins die Führung zu erzielen. "Ich bin dennoch sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Dafür, dass der komplette Druck weg ist, haben wir gut gespielt. Und Köln war natürlich total motiviert, uns die erste Saisonniederlage beizubringen", so Koutroubis.

Vor dem letzten Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt II am 20. Mai, bei dem der VfL die Meisterschale überreicht bekommt, ist nun erst einmal spielfrei. Schließlich steigt am kommenden Samstag das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FFC Frankfurt im Kölner RheinEnergieStadion. Niko Koutroubis ist auf Einladung des DFB vor Ort,, einige Spielerinnen werden ihn begleiten und die künftige Konkurrenz begutachten.

VfL Sindelfingen:
Schnüll (53. A. Schmidt), C. Schwägler, Laich, Rädle, Rall (72. Julevic), M. Schwägler, T. Dongus, Mann, F. Dongus, Schneider, Tieber (56. Loipersberger).
Tor: 1:0 (90.) Bender.
Schiedsrichter: Dittmann (Stadthagen).

Oberliga-Mannschaft kommt über ein 1:1 nicht hinaus

Über ein 1:1 kamen die Oberliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen nicht hinaus. Dabei wollte die Mannschaft von Trainer Michael Maier beim SC Unterzeil-Reichenhofen eigentlich unbedingt drei Punkte holen. "Wir waren nicht zwingend genug vor dem Tor", meinte Maier, dessen Team in der 40. Minute in Rückstand geriet. Ein Foul führt zum Strafstoß, und den konnte Sindelfingens Torhüterin Anke Langwisch nicht verhindern. Dafür zog der VfL durch Corinna Hoffmann in der 80. Minute gleich, ebenfalls per Foulelfmeter. "Eigentlich wäre mehr drin gewesen", so Maier, der bereits den ersten Abgang zu beklagen hat. Ana-Maria Tomic wird ihre Kickstiefel erst einmal an den Nagel hängen.

Presse | Fußball (Frauen) | 05.05.2012

Die Jagd auf den SC-Rekord

Von unserem Redakteur Philipp Hamann

Die Meisterschaft ist unter Dach und Fach. Doch Niko Koutroubis, Trainer der Sindelfinger Zweitliga-Fußballerinnen, will die Saison nicht auslaufen lassen. „Jetzt wollen wir den Punkterekord des SC Freiburg knacken", so der VfL-Coach vor dem Spiel in Köln. Allerdings könnte es beim Abschlusstraining dort eine unliebsame Überraschung geben.

Eine Kaffeefahrt in die linksrheinische Metropole wird es für die Meister-Spielerinnen des VfL also nicht werden. „Wir wollen die 60 Punkte der Breisgauerinnen knacken, dafür müssen wir die letzten beiden Spiele gewinnen. Dann kommen wir auf 62 Zähler", so Niko Koutroubis.

Dennoch ließ es der Sindelfinger Coach im Training in dieser Woche etwas lockerer angehen. Im Vordergrund standen Spiel und Spaß. Doch die Spielvorbereitung auf Köln verläuft beim VfL seriös, deshalb werden sich Mannschaft und Trainer bereits heute auf den Weg nach Köln machen.

Gegen 17 Uhr ist das Abschluss-Training auf dem Gelände des FC geplant. Da sich das aber in der Nähe des Stadions befindet, wo Köln ab 15.30 Uhr gegen den FC Bayern München um den Klassenerhalt kämpft, könnte es dort unangenehm werden. Niko Koutroubis: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der ein oder andere Fan dorthin verirrt, wenn Köln absteigt. Ich hoffe, wir kommen heil aus der Sache raus."

Schließlich will sich der VfL am Sonntag ab 14 Uhr auf die Jagd nach dem Punkterekord des SC Freiburg machen. Im letzten Auswärtsspiel der Saison will der Sindelfinger der ein oder anderen Akteurin, die bisher nicht so oft zum Zug kam, die Chance von Beginn an geben. „Wer letztlich spielt, kann ich aber noch nicht sagen", so Niko Koutroubis.

Presse | Fußball (Frauen) | 03.05.2012

Ausgelassene Feier mit VfB-Profis im Festzelt

2. Fußball-Bundesliga Frauen: VfL Sindelfingen will trotz gesichertem Aufstieg auch in Köln punkten

Fünf Tage ist es jetzt her, dass die Zweitliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen ihre unglaubliche Saison mit dem Meistertitel gekrönt haben. Die anschließende Meisterfeier auf dem Stuttgarter Frühlingsfest konnte sich sehen lassen.

In entsprechende Wasen-Outfits gehüllt ging es gemeinsam ins Grandls-Zelt - und dort in den VIP-Bereich. "Ich habe zufällig meinen Cousin getroffen, der hat uns da reingeschleust", erzählt VfL-Trainer Niko Koutroubis. Tja, und wo es die eine Fußballmannschaft hinzieht, ist die andere nicht fern. Etliche Kicker des VfB Stuttgart hatten es sich dort ebenfalls gemütlich gemacht, und so feierten die einen den Einzug in die Europa-League, die anderen den Aufstieg in die 1. Bundesliga, den einen oder anderen gemeinsamen Schnappschuss mit Martin Harnik, Christian Gentner oder Julian Schieber inklusive. Die zwei trainingsfreien Tage diese Woche hat sich die junge Mannschaft um Trainer Niko Koutroubis also redlich verdient, ehe am Sonntag (14 Uhr) das vorletzte Saisonspiel beim 1. FC Köln ansteht. Los geht es nach zwei Trainingseinheiten am Samstagfrüh mit dem Mannschaftsbus. "Der Druck bei uns ist jetzt raus, und auch bei den Kölnerinnen geht es um nichts mehr", rechnet Koutroubis nicht mit einem allzu umkämpften Spiel. Herschenken wollen das die Sindelfingerinnen aber keineswegs, denn eine komplette Saison ohne Niederlage durchzukommen, wäre schon aller Ehren wert.

In Sachen Neuzugänge ist noch nichts spruchreif, wenngleich offenbar einige Spielerinnen in der engeren Auswahl stehen. "Die eine oder andere aus der Zweiten Liga ist interessant, aber auch welche mit internationaler Erfahrung", sagt Koutroubis, der seinen Vertrag bis 2013, mit Option auf Verlängerung bis 2014, auf jeden Fall erfüllen möchte. "Im Moment passt alles." Dann wird er erstmals in seiner Karriere eine Erstliga-Mannschaft trainieren, denn nach den Aufstiegen mit dem VfL Sindelfingen 2004/05 und dem TSV Crailsheim 2005/06 hat der Coach die Vereine jeweils verlassen. Doch apropos Training: Hier steht dem VfL demnächst ein Umzug ins Haus. "Wir haben bald mit der Stadt Sindelfingen ein Gespräch, denn am 20. Mai wird unser Trainingsplatz abgerissen. Ich hoffe, die Stadt hat sich schon Gedanken über Alternativen gemacht", so Koutroubis, der sich auf den versprochenen Kunstrasen freut.

Oberliga-Mannschaft hat nur vier Punkte Rückstand auf Platz eins

Gerade einmal vier Punkte Rückstand haben die Oberliga-Fußballerinnen des VfL Sindelfingen auf den Spitzenreiter Hoffenheim II. Noch wäre also alles drin für die Mannschaft von Trainer Michael Maier, die, inklusive des Spiels am Sonntag um 13 Uhr beim Sechsten SC Unterzeil-Reichenhofen, noch vier Partien in dieser Saison bestreiten muss.

Derlei Gedankenspiele stellt Trainer Michael Maier allerdings nicht an. "Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen. Wenn am Ende Platz drei herausspringt, ist das super. Eigentlich war unser Saisonziel Rang vier." Wer letztlich auf dem Platz stehen wird, entscheidet sich wie immer erst am Freitag.

Presse | Fußball (Frauen) | 02.05.2012

B-Juniorinnen sind in der Bundesliga

VfL Sindelfingen B-Juniorinnen - TSV Crailsheim 2:1 (0:1)

Die durch Verletzungen dezimierte Sindelfinger Mannschaft kämpfte aufopferungsvoll gegen engagierte Gäste, die unbedingt einen Dreier benötigten, um im Fernduell mit dem Tabellenvierten Albershausen, die ersten vier spielen künftig in der Bundesliga, nicht an Boden zu verlieren.

In der temporeichen Partie spielten sich die Sindelfingerinnen zahlreiche Chancen heraus, ohne jedoch das nötige Glück im Abschluss zu haben. Crailsheim hatte nach einer Viertelstunde die größeren Spielanteile, die klaren Torgelegenheiten fehlten jedoch. Die normalerweise in der ersten Crailsheimer Frauenmannschaft spielende U17-Nationalspielerin Luisa Scheidel wurde im Mittelfeld an die kurze Leine gelegt, dennoch gingen die Gäste Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Daraufhin verstärkte VfL-Trainer Niko Koutroubis den Angriff durch die schnelle Ungarin Anna Vidovenyecz. Mit ihr erhöhte sich der Druck auf die Gäste, und in der 48. Minute erzielte Vidovenyecz nach einer Hereingabe von Pia Schmid den verdienten Ausgleich. Obwohl dieser Punkt bereits für die Qualifikation gereicht hätte, wollten die VfL-Spielerinnen mehr, zumal sie konditionell stärker schienen. In der 62. Minute setzte sich Aline Böhringer in ihrem bisher besten Spiel durch und krönte ihre Leistung mit dem 2:1-Siegtreffer.

Danach verstärkte Koutroubis durch die Einwechslung von Julia Hofmann das zentrale Mittelfeld, Sonja Laukemper kümmerte sich wieder um Luisa Scheidel. Damit hielt Sindelfingen die verzweifelt drängenden Crailsheimerinnen auf Abstand, Torhüterin Alisa Geiger wurde nur durch Distanzschüsse geprüft. Am Samstag (16 Uhr) kann der VfL ganz entspannt beim FV Löchgau antreten.

VfL Sindelfingen:
Geiger, Brösamle, Blöchl, Uhl, Vorbeck, Ballach, Bessner, Laukemper, Rapp, Schmid, Böhringer, Vidovenyecz, Hofmann, Genc.

Presse | Fußball (Frauen) | 30.04.2012

Sindelfingen belohnt sich für perfekte Saison

2. Fußball-Bundesliga Frauen: Mit dem 2:1-Sieg über Hoffenheim holt die Mannschaft von Trainer Niko Koutroubis den Titel

Der Jubel bei den Sindelfinger Fußballerinnen kannte gestern keine Grenzen mehr. Hüpfend, schreiend, mit einer Sektflaschenarmee bewaffnet, feierten die jungen Spielerinnen nach dem 2:1-Sieg über Hoffenheim ausgelassen auf dem Spielfeld die vorzeitige Meisterschaft und den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Von Sandra Funk

Dabei schienen die letzten Minuten nur im Schneckentempo vorbeizugehen. Während die Ersatz-Spielerinnen ungeduldig auf- und abhüpften, hielt es auch das Trainerteam um Niko Koutroubis kaum mehr auf den Plätzen am Spielfeldrand aus. Mit dem Schlusspfiff brach sich dann aber alle Freude bann, schließlich wurde seit Wochen im Umfeld des Vereins von nichts anderem mehr als dem möglichen Aufstieg gesprochen, jetzt ist er perfekt.

Nach dem 1:1 in Saarbrücken vergangene Woche sollte der Coup vor eigenem Publikum gelingen, und dann auch noch gegen den stärksten Verfolger TSG Hoffenheim. Der VfL begann weitaus souveräner als noch vor Wochenfrist, gleich in der zweiten Spielminute hatte Lea Rädle nach Pass von Natalia Mann die Chance auf den Führungstreffer, doch die Kugel rollte knapp am Tor vorbei. Keine fünf Minuten später zeigten Fabienne Dongus und Natalia Mann ein glänzendes Doppelpassspiel, doch der Abschluss war viel zu lasch. In den nächsten Minuten entwickelte sich ein spannendes und vor allem schnelles Spiel, in dem nun auch Hoffenheim zur ersten Großchance kam. Und dies war genau der Moment, in dem Sindelfingens Ersatztorhüterin Kristina Schnüll, die für die rotgesperrte Simone Holder zwischen den Pfosten stand, sich zum ersten Mal auszeichnete. Mit einer super Parade lenkte sie den Schuss von Hoffenheims Annika Eberhardt, die sich ungewohnt unbedrängt durch die Abwehr des VfL mogeln konnte, über die Latte. Kurze Zeit später war es wieder Kristina Schnüll, die das 0:0 festhielt. Hoffenheim bekam nun Oberwasser, während die Sindelfinger Abwehr wieder an die schlechte Leistung in Saarbrücken anzuknüpfen schien.

Somit hätte das 1:0 des VfL zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Dafür musste wieder eine Ecke herhalten, geschossen von Standardspezialistin Merza Julevic. Im Getümmel vor dem Hoffenheimer Tor hatte Natalia Mann das beste Reaktionsvermögen und bugsierte den Ball über die Linie. "Jaaaaaaa, Tooooooor!!", machte VfL-Abteilungsleiter Rudi Orban einen riesigen Luftsprung. Doch die Freude hielt nicht lange, denn nur zwei Minuten später klaffte in der Sindelfinger Abwehr erneut ein Riesenloch, das Hoffenheims Christine Schneider eiskalt zum 1:1-Ausgleich nutzte. "Abseits!", brüllten einige Zuschauer übers Spielfeld. Schiedsrichterin Andrea Knauer ließ das Tor aber gelten. Hoffenheim witterte jetzt die Chance, aus Sindelfingen vielleicht doch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, schließlich wollten die Gäste den Meisterschaftsanwärter zumindest kräftig ärgern, wenn schon der eigene Aufstieg immer unwahrscheinlicher geworden ist. Doch der VfL stemmte sich dagegen, kam mit Fabienne Dongus und Natalia Mann nochmal vor, der Abschluss von Stefanie Grimm, die außen oft Probleme hatte, war allerdings zu zaghaft. "Ruhig bleiben", mahnte Koutroubis, der mit Beginn der zweiten Halbzeit Elisabeth Tieber brachte.

Statt das 1:1 über die Zeit zu retten, ging es beim VfL nochmal richtig offensiv zu, mit der Einwechslung von Nicole Loipersberger sowieso. Und die sorgte nach ihrer langen Verletzungspause und dem Kurzeinsatz in Saarbrücken für mächtig Wirbel im Hoffenheimer Strafraum. So dauerte es auch gerade einmal drei Minuten, bis sie die Vorlage für das 2:1 gab, erzielt von Fabienne Dongus. Jetzt war so richtig Fahrt im Spiel und der VfL hätte gleich mehrfach einen Knopf an den Sieg machen können. Doch sowohl Natalia Mann als auch Nicole Loipersberger und Elisabeth Tieber scheiterten an der Hoffenheimer Torhüterin Martina Tufekovic. In den allerletzten Minuten des Spiels war es auf Sindelfinger Seite Abwehrchefin Susanna Höller, die keinen Ball mehr durchließ, bis endlich der Schlusspfiff ertönte. Der Rest war unbändiger Freudentaumel.

VfL Sindelfingen:
Schnüll, Höller, C. Schwägler, Laich, Rädle (57. Loipersberger, 84. Hezel), M. Schwägler, T. Dongus, Mann, F. Dongus, Julevic, Grimm (46. Tieber).
Tore: 1:0 Mann (18.), 1:1 Schneider (20.), 2:1 F. Dongus (60.).
Schiedsrichterin: Knauer (Schwaigermoos).
Zuschauer: 400.