Presse | Behindertensport | 07.05.2013
Vom Curling an die Platte und bereits etabliert
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Marcus Sieger vom VfL Sindelfingen Dritter bei den deutschen Rollstuhl-Meisterschaften
Für Rollstuhltischtennis-Spieler Marcus Sieger vom VfL Sindelfingen ging es zur deutschen Meisterschaft ins badische Lobbach bei Heidelberg. Der Spieler aus dem Kader des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationsverbands (WBRS), der sich schon 2012 in der Wettkampfklasse eins erfolgreich bis ins Finale vorspielte, schaffte es in einem stark besetzten Feld abermals aufs Treppchen.
Marcus Sieger spielt schon einige Jahre Rollstuhltischtennis. "Ich wollte mir eine Sportart aussuchen, die ich auch mit meiner Frau ausüben kann. Richtig aktiv mit regelmäßigem Training und Trainerengagement spiele ich allerdings erst seit 2010 beim VfL Sindelfingen", sagt der 37-Jährige, der sich 1997 bei einem Unfall beim Fallschirmspringen die Wirbelsäule brach und seitdem an den Rollstuhl gebunden ist. Zehn Jahre später schaffte es Marcus Sieger in die Curling-Nationalmannschaft, mit der er bei den Paralympics in Vancouver Achter wurde. Als er 2011 seinen Rücktritt vom Curlingsport erklärte, konzentrierte er sich ganz aufs Tischtennis und verzeichnete bald die ersten Erfolge auf nationaler Ebene. Ebenfalls 2011 wurde Marcus Sieger in den WBRS-Kader unter Leitung von Landestrainer Andreas Escher aufgenommen. Volker Ziegler aus Aidlingen-Lehenweiler ist Bundestrainer des Nationalkaders, sein Co-Trainer Charly Weber ist für die "Rollis" zuständig. "Ich trainiere mindestens einmal in der Woche in Sindelfingen mit anderen Rollifahrern und den Trainern Roland Lörcher und Gudrun Högemann, zudem drei- bis viermal pro Woche zu Hause am Tischtennisroboter", erläutert Sieger sein Pensum.
"Im Vorfeld der deutschen Meisterschaften habe ich mein Spielmaterial auf einen Noppenbelag auf der Rückhand verändert, daher war ich ein wenig nervös, wie es beim Turnier klappen würde. Der dritte Platz ist ein echter Erfolg", freute sich Marcus Sieger. Gleich zu Beginn überzeugte der gebürtige Spaichinger mit zwei Dreisatzerfolgen. Gegen Walter Kilger, Paralympic-Teilnehmer von Sydney, Athen und Peking, hatte er dann zwar mit 1:3 das Nachsehen, zeigte jedoch erneut eine gute Leistung.
Gegen den amtierenden Weltmeister und Paralympics-Sieger von London, Holger Nikelis aus Köln, machte Sieger sein bestes Spiel. Es reichte zwar nicht zum Satzgewinn, aber der Sindelfinger hielt mit seinem verbesserten Aufschlagspiel in allen drei Sätzen mit. Besonders spannend machte er es im Spiel um Platz drei. Gegen Alexej Faust vom VfR Ludwigsburg hatte der Sindelfinger im Entscheidungssatz den längeren Atem. Im Doppelwettbewerb schrammte Marcus Sieger mit Franz Kiermaier (RSV Plattling) nur knapp an einem Medaillenplatz vorbei und wurde Vierter.
Mit den zuletzt gezeigten Leistungen hat Marcus Sieger bewiesen, dass er in der nationalen Spitze angekommen ist. "Nun gibt es noch einige technische Feinheiten am Rollstuhl zu verändern - wie die Sitzposition, die Sitzhöhe sowie das Arretieren der Vorderräder. Und dann natürlich Training, Training, Training", wirft der 37-jährige einen Blick nach vorne. Rollstuhltischtennis wird in den Klassen eins bis fünf ausgetragen. Je höher die Klasse, desto geringer sind die durch die Behinderung resultierenden Einschränkungen beim Spielen.
Bereits in dieser Woche steht für Marcus Sieger der nächste Wettkampf auf dem Programm. Der Anwendungstechniker, der verheiratet ist und einen Sohn hat, geht vom 7. bis 12. Mai beim Weltranglistenturnier im slowenischen Lasko an den Start. Weitere Infos über ihn gibt es unter Marcus Sieger im Internet.
Presse | Behindertensport | 12.05.2012
Mutmacher und Schwungrad zugleich
Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)
Der Grafenauer Roland Lörcher ist eine der tragenden Säulen der Abteilung / SZ/BZ-Serie zum 150-jährigen Jubiläum des VfL Sindelfingen
Von unserer Mitarbeiterin Saskia Drechsel
Seit mehr als 40 Jahren hält Roland Lörcher der Behindertensportabteilung des VfL Sindelfingen die Treue. Zuerst als aktiver Sportler, der bei den Paralympics Medaillen für den VfL holte, dann als Schriftführer, Sportleiter und Trainer. „Ich habe alles immer gerne gemacht und mir gesagt, wenn es sonst keiner macht, zerbricht das, was wir uns aufgebaut haben", blickt der Grafenauer zurück.
Zurzeit betreut der 69-jährige Roland Lörcher zwei ganz starke Tischtennisspieler. Gudrun Högemann hat schon viele Turniere für den VfL bestritten. Vor wenigen Wochen trat sie - wegen einer Schulterverletzung angeschlagen - bei den deutschen Meisterschaften an. In Bielefeld sicherte sie sich im Doppel die Bronzemedaille.
Marcus Sieger ist der erfolgreichste Sindelfinger Behindertensportler der letzten Jahre. Der 36-Jährige wechselte erst 2010 zum VfL Sindelfingen, davor machte Sieger als erfolgreicher Curlingspieler auf sich aufmerksam. Bei den Paralympics 2010 in Vancouver wurde er Achter, eine Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften konnte sich Marcus Sieger ebenfalls sichern. „Dann war der Reiz beim Curling weg. Ich wollte mir etwas Neues aufbauen und habe mit dem Tischtennisspielen eine neue Herausforderung gesucht", sagt der 36-Jährige.
Für Roland Lörcher und die Behindertensportabteilung ist der Neuzugang ein Glücksfall, schließlich spielt Marcus Sieger inzwischen schon auf einem hohen Niveau, auch wenn es mangels internationaler Erfahrung für die Paralympics in London nicht reichte.
Außerdem senkt Sieger mit seinen 36 Jahren deutlich den Altersschnitt in der Abteilung. Denn der Anteil der Kriegsversehrten nimmt altersbedingt immer weiter ab. Leider scheuen sich aber viele Zivilbehinderte vor sportlicher Betätigung.
Vor 60 Jahren noch riefen die hauptsächlich aus kriegsversehrten bestehenden Gründungsmitglieder die Abteilung ins Leben und kamen regelmäßig zum Ballspielen oder zur Gymnastik zusammen. Bald wuchsen das Interesse und auch die Mitgliederzahl. Das sportliche Angebot wuchs unter der Leitung des damaligen Abteilungsleiters Kurt Klotz. Regelmäßig war der VfL Sindelfingen Gastgeber für zahlreiche Meisterschaften.
Auch die Athleten des Vereins selbst wurden zusehends erfolgreicher. Ab den Paralympischen Spielen 1976 in Toronto bis zu denen in Athen 2004 konnte der VfL Sportler schicken. Im Schwimmen, Radfahren, Bogenschießen, Tischtennisspielen und Judo hielten die Athleten die Flagge des VfL hoch.
1980 kam auch Roland Lörcher zu seinem Paralympics-Auftritt. In Arnheim trat er im Tischtennisspielen und Bogenschießen an. Und das mit Erfolg - Lörcher kehrte mit zwei Silbermedaillen zurück. Auch in den nächsten Jahren konnte der heute 69-Jährige weitere sportliche Höhepunkte feiern.
Neben zahllosen deutschen Meistertiteln krönte er mit zwei Weltmeisterschaftstiteln im Bogenschießen 1981 und 1982 seine Laufbahn. „Der Sport hat mir immer viel gegeben. Viele, die im Rollstuhl sitzen, kommen aus der Reha und haben keinen richtigen Lebensinhalt mehr", weiß er. Anders bei Roland Lörcher: „Ein Leben ohne Sport kann ich mir heute nicht mehr vorstellen."
Und diese Begeisterung am Sport will er weitergeben. Seit unzähligen Jahren engagiert sich der Grafenauer neben seiner Trainertätigkeit für die Leistungssportler im Verein in der Jugendarbeit. Doch auch Lörcher weiß um die Probleme seiner Abteilung: „Unsere Mitgliederzahl ist deutlich rückläufig. Deswegen haben wir unser Angebot im Reha-Sport erweitert, um neue Mitglieder dazu zu bekommen."
Das Angebot für Behindertensportler ist derweil überschaubar. Im ganzen Kreis gibt es keinen Verein mit vergleichbarem Programm. Die zehn aktiven Leistungssportler und vielen Hobbyathleten des VfL Sindelfingen kommen von überall her. Auch der Tuttlinger Marcus Sieger macht sich bis zu vier Mal in der Woche auf den Weg nach Sindelfingen. Der 36-Jährige profitiert vom Einsatz und enormen Fachwissen seines Trainers Roland Lörcher und ist derzeit der vielversprechendste Sportler der Sindelfinger Abteilung. „Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich auch mit Behinderung sportlich erfolgreich sein kann, außerdem tut mir der Sport auch gesundheitlich gut, so habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen", ist er mit Begeisterung bei der Sache.
Roland Lörcher gibt, gut 20 Jahre nach Ende seiner eigenen sportlichen Laufbahn, im Tischtennis immer noch einen guten Gegner für Schützling Marcus Sieger ab, Sport geht eben immer beim 69-Jährigen.
Presse | Behindertensport | 27.02.2012
VfL Sindelfingen holt Titel im Team
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Schießen: Behinderten-DM
Tolle Erfolge erzielten im wahrsten Sinne des Wortes die Bogenschützen der Behindertensportabteilung des VfL Sindelfingen am Wochenende in Bad Blankenburg bei der deutschen Meisterschaft im Bogenschießen.
Die vier Teilnehmer des VfL Sindelfingen, Ernst Ortlieb, Uwe Herter, Karl-Heinz Kniest und Reinhold Scharpf starteten in den Compound-Bogenklassen. Die herausragendste Leistung erbrachte Ernst Ortlieb in der Schützenklasse. Obwohl gesundheitlich angeschlagen, setzte er in seiner Klasse von Anfang an die Akzente und ließ seinem engsten Verfolger Belting aus Bocholt mit 571:562 Ringen keine Chance. Dies bedeutete für ihn nicht nur den DM-Titel, er verbesserte damit auch seinen bis dahin von ihm selbst gehaltenen deutschen Rekord von 568 auf 571 Ringe.
In der Klasse WI (Schützen mit besonders schwerer Behinderung) konnte Uwe Herter mit 556 Ringen seinen Vorjahrestitel vor Samuel Hayer (495 Ringe) vom BC Villingen-Schwenningen deutlich verteidigen. Karl-Heinz Kniest und Reinhold Scharpf schließlich starteten in der Compound-Altersklasse und belegten dort mit guten 546 und 544 Ringen Rang fünf und sechs. Mit dem sehr guten Ergebnis von Ernst Ortlieb reichte es für die drei auch noch zum Gewinn der Compound-Bogen-Mannschaftswertung mit insgesamt 1661 Ringen vor dem Team SVB Reken, das es auf 1653 Ringe brachte.

Presse | Behindertensport | 03.08.2011
Platz acht für Uwe Herter
Es war eine Weltmeisterschaft auf sehr hohem sportlichen Niveau. Insgesamt 266 Teilnehmer aus 42 verschiedenen Nationen nahmen daran teil.
Für die deutsche Mannschaft, die sich aus neun Bogenschützen zusammensetzte, war es allerdings eine Veranstaltung ohne Medaillen und ohne das Erreichen von Quotenplätzen für die Paralympischen Spiele 2012 in London.
In der Einzelwertung lief es bei Uwe Herter noch am besten: In seiner Klasse Compound W1 (Schützen mit besonders starker Einschränkung der Arm- und Fingerfunktionen) belegte er bei seinem ersten internationalen Start überhaupt mit 1258 Ringen den achten Rang von 18 Teilnehmern.
Sieger wurde der Finne Antonios mit 1343 Ringen. In der Finalrunde blieb er erneut an einem finnischen Schützen hängen und belegte hier ebenfalls Platz acht.
In der Compound-Schützenklasse mit über 70 Teilnehmern belegten Ernst Ortlieb und Otto-Walter Utz die Plätze 30 und 33 mit 1321 beziehungsweise 1311 Ringen. Sieger wurde der Schweizer Phillippe Horner mit 1374 Ringen.
Im Team-Wettbewerb wurden die Beiden zusammen mit Michael Arenz Siebte mit 3956 Ringen. Sieger wurde Südkorea (4052 Ringe). In der Finalrunde schieden die beiden jeweils in der zweiten Runde aus. Sieger wurde wieder der in dieser Klasse dominierende Schweizer Horner.
Eine Weltmeisterschaft, die teilweise geprägt war von großen organisatorischen Problemen: Die Italiener waren mit der Vielzahl von verschiedenen Klassen offenbar überfordert, aber auch die Wetterkapriolen wie extreme Hitze und starke Regengüsse, die den Platz total unter Wasser setzten, machten sowohl den Sportlern in gesundheitlicher Hinsicht als auch den Organisatoren hinsichtlich der Zeitplanung stark zu schaffen.
Das Fazit zog der neue Bundestrainer Rob Salden, der für seine kurze Amtszeit mit dem Abschneiden zufrieden war, nur eben mit dem bitteren Nachgeschmack, dass die Paralympics 2012 in weite Ferne gerückt sind.

Presse | Behindertensport | 24.06.2011
Vier Medaillen bei vier Starts
Nach zweijähriger Wettkampfpause startet VfL-Schwimmerin Ute Steinheber durch. Bei den württembergischen Meisterschaften der Behinderten meldete sie vier Starts bei den Senioren II und errang drei erste Plätze und einen zweiten Platz.
Der VfL meldete auch eine 4x50 Meter-Lagen-Staffel. Gemeinsam mit Werner Nothelfer (Ulm-Sölfingen) auf der Rückenlage, Ute Steinheber in der Brustlage, dem starken Schmetterlingsschwimmer Heinz Schlör (VSG Ludwigsburg) und Ralph Blanke (BSG Göppingen) im Kraulsprint gewann die Startgemeinschaft der BSA Sindelfingen den württembergischen Meistertitel vor der BSA Cannstatt in 3:50,8 Minuten.
Auf ihren Spezialstrecken, den 50 Meter Rücken und 100 Meter Rücken, erzielte sie trotz Schongangs ihre Qualifikationszeiten für die German Masters in Hannover, die vom 1. bis 3. Juli stattfinden. Gezielt trainiert wird Ute Steinheber seit April von der Triathletin Sandra Streckert.

Presse | Behindertensport | 09.04.2010
Uli Weiprecht zieht sich zurück
Der mit Medaillen reich dekorierte Pionier des Behindertensports, Uli Weiprecht, stellte sich als Kassier nicht mehr zur Wahl, nachdem er acht Jahre die Kasse der Behindertensportabteilung im VfL-Sindelfingen tadellos geführt hatte. Zuvor hatte er zehn Jahre das Amt des Schriftführers bekleidet.
In seiner sportlichen Laufbahn, die 1967 bei den württembergischen Meisterschaften begonnen hatte und von 1970 an auch regelmäßig die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft einschloss, errang Uli Weiprecht zahlreiche Titel und Medaillen im Schwimmen. 40-mal wurde er Württembergischer Meister und sechs Mal holte er sich den Titel des Deutschen Meisters als Einzelstarter. Seine Hauptlage war das Rückenschwimmen. Diese Lage schwamm er in zahlreichen Staffeln auf nationaler und internationaler Ebene.
So wurde er 1976 in Toronto Paralympicssieger mit der 4 x 50-m-Lagenstaffel. Diesen Erfolg konnte er bei den Paralympics 1980 in Arnhem (Niederlande) wiederholen, als er mit der Deutschen Mannschaft die 4 x 100-m-Lagenstaffel und die 4 x 100-m- Freistilstaffel gewann. Empfänge beim Bundeskanzler und Bundespräsidenten unterstrichen die Bedeutung der Erfolge.
Von 1978 an engagierte er sich als Schwimmfachwart auf Landesebene. Für den Württembergischen Behindertensportverband richtete er die Landesmeisterschaften aus und organisierte Trainingslehrgänge für Nachwuchsschwimmer und Kadermitglieder der Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes. 1992 zählte Weiprecht zu den führenden Köpfen bei der Ausrichtung der Deutschen Schwimmmeisterschaften des Behindertensportverbandes im Badezentrum in Sindelfingen, dem Ausscheidungswettkampf für die Paralympics in Barcelona.
Von 1985 bis 1994 war er Schriftführer im Württembergischen Behindertensportverband, in der Folge übernahm er dieses Amt in der Behindertensportabteilung des VfL. Im Jahr 2002 tauschte er es gegen das Amt des Kassiers ein.
Für den Rückzug Uli Weiprechts aus seinen Ehrenämtern hat der Vorstand der BSA volles Verständnis, wenngleich er es auch zutiefst bedauert.
Mit einem Essengutschein bedankte sich der ehemalige Abteilungsleiter und nunmehrige Kassier Andreas Maurer und die neue Abteilungsleiterin Ute Steinheber bei Uli Weiprecht für sein jahrelanges Engagement.
Presse | Behindertensport | 09.08.2009
Behindertensportabteilung bleibt selbständig
Sah es zu Jahresanfang noch so aus, als wenn die Behindertensportabteilung wegen fehlender Kandidaten für den Vorstandsposten aufgelöst werden müsste, so ergab die außerordentliche Jahreshauptversammlung am 7. November nun ein anderes Bild.
Andreas Maurer, der erst in diesem Jahr der BSA beigetreten war, kandidierte wie bereits im März für das Amt des Vorsitzenden und wurde, nach seiner erfolgreich absolvierten „Probezeit“, einstimmig wiedergewählt. Andreas unterstützt Montagabends die Tischtennisspieler.
Erfreulicherweise konnte mit Ute Steinheber das bisher freie Amt der stellvertretenden Abteilungsleitung nun auch besetzt werden. Ute wird sich wie im letzten Jahr um die gesellschaftlichen Aktivitäten der Mitglieder wie Stammtische, Ausflüge und die Jahresabschlussfeier kümmern.
Mit dem Kassier Uli Weiprecht ist ein „alter Vereinshase“ mit im Vorstand, denn er bringt drei Jahrzehnte ehrenamtliche Erfahrung als Schriftführer und Schwimmfachwart im Landesverband sowie Schriftführer und Kassier der BSA mit. Für den jetzigen Vorstand waren und sind sein Erfahrungsschatz und sein Wissen sehr wichtig.
Für den Posten des Schriftführers kandidierte erneut Dr. Petra Schad. Das Amt des Sportlichen Leiters übernahm wieder Roland Lörcher. Er ist die Kontaktperson für die Wettkampfsportler der BSA.
Auch die Delegierten für die Versammlung des Hauptvereins sowie Verantwortliche für die Krankenbesuche wurden bestimmt. Die Wahl der „Funktionäre“ erfolgte - wie nicht anders zu erwarten - immer einstimmig.
Für die nächsten zwei Jahre ist der Vorstand komplett, von 2010 an werden einige Posten neu zu besetzen sein. Aus dem Kreis der Anwesenden wurde ein aktives Bemühen um neue Mitglieder angeregt. Schön wäre es, wenn das Bemühen von Werner Lebsanft und Roland Lörcher auch mit Erfolg gekrönt wird. Heiß diskutiert wurde die mögliche Einführung eines Abteilungsbeitrags, der für ein Fortbestehen der BSA über kurz oder lang entscheidend sein könnte.
Presse | Behindertensport | 23.07.2009
Fahrt der BSA nach Straßburg
Erstmals führt der Jahresausflug der Behindertensportabteilung nach Frankreich.
Die für den 10. Oktober geplante Ausfahrt ins Elsass (Abfahrt 9h Glaspalast) ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet und beinhaltet eine längere Schifffahrt auf Rhein und dem Flüsschen Ill, wobei Straßburgs Kopfsteinpflaster gemieden wird und die Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus besichtigt werden. Das Mittagessen ist im Orangerie-Park vorgesehen, unweit des Europaparlamentgebäudes. Im Rollstuhl geeigneten Bus mit Hebebühne geht es weiter durch die Nordvogesen mit Kaffeepause und kleinem Abendessen mit Burgenblick zurück nach Sindelfingen gegen 20h30.
Um den teuren Bus auszulasten, bietet die Abteilung auch restliche freie Plätze für VfL-Mitglieder anderer Abteilungen an, die Angehörige im Rollstuhl haben (auch Kinder) oder gehbehindert sind. Selbstverständlich sind auch rüstige Seniorinnen und Senioren willkommen.
Auskünfte erteilt Organisatorin Ute Steinheber Tel: 07051/4810 oder noch lieber per E-Mail: ute.steinheber@web.de. Wir wünschen uns jetzt schon eine rege Beteiligung und einen goldenen Oktobertag, bevor wir uns in die Sommerpause verabschieden.

Presse | Behindertensport | 18.06.2009
Steinheber fischt drei Medaillen
Gleich drei Medaillen fischte Ute Steinheber von der Behindertensport-Abteilung des VfL Sindelfingen bei den internationalen deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin aus dem Wasser.
Die Wirbelsäulengeschädigte startete in der Startklasse AB der Allgemeinbehinderten über die 50 Meter und die 100 Meter Rücken sowie über 50 Meter Brust. In dieser Disziplin gewann sie an ihrem 53. Geburtstag die Goldmedaille und sicherte sich damit den Titel der Internationalen Deutschen Meisterin ihrer Altersklasse.
Über die 50 Meter Rücken belegte sie den zweiten Platz hinter der überragenden Deutsch-Amerikanerin Lucy Kunz, die für Schweinfurt startet. Über die 100 Meter-Rücken schob sich die Brasilianerin Rita Monica Veloso zwischen Lucy Kunz und Ute Steinheber, wurde aber wegen Tragens eines unerlaubten Schwimmanzugs disqualifiziert. Die Disqualifikation wurde später zurückgenommen, so dass Ute Steinheber die Silber- gegen die Bronzemedaille eintauschen musste. Dies trübte die herzliche persönliche Begegnung der Schwimmerinnen keineswegs. Schließlich war Rita Veloso dieses Jahr sogar auf eigene Kosten angereist, um Deutschland, Berlin und einen sportlich-fairen Wettkampf in der Europa-Sportpark-Arena zu erleben und zu genießen.



