
Presse | Aikido | 18.05.2012
Prüflinge freuen sich über Urkunden
Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)
Aikido beim VfL Sindelfingen
Dionne Rother, Constanze Zimmermann, Feyza Aydin und Manuel Mezger vom Aikido-Club im VfL Sindelfingen waren zur Prüfung angetreten. Zuerst durften alle die rückwärtige Fallschule vor ihrem Prüfer Andreas Bartel (2. Dan) zeigen. Danach musste jeder mit seinem Partner die Technik Shionage aus den einzelnen Angriffen zeigen. Das klappte so gut, dass danach die Technik Udeosai begutachtet wurde. Die einzelnen Angriffe dabei sind Katate-tori, Ryote-tori, Katate-ryote-tori und Mune-tori. Jeder Prüfling, der auf Gelb geprüft wurde, musste die Techniken einmal in Irimi und einmal in Tenkan zeigen. Für Weiß-Gelb waren die Angriffe nur in Irimi erforderlich. Alle Prüflinge absolvierten die Prüfung erfolgreich.

Presse | Aikido | 05.04.2012
Wenn einer eine Reise tut
Quelle: Ch.Bartel
Wenn einer eine Reise tut,
wirklich, nicht jede Reise unserer Vereinskameraden wird hier für den VfL dokumentiert - obgleich, wir sehr reisefreudige Mitglieder haben - ein Jahr Australien, mehrere Wochen Uganda, China und vieles mehr, welches aber nicht unbedingt mit dem Aikido zu tun hat.
Anders bei Denise Mothes (15), sie reiste im Februar (Schüler hatten Faschingsferien) zum wiederholten Male nach Japan. Berufsbedingt lebt ihr Onkel für einige Zeit in Japan, und sie nutzt gelegentlich die Chance ihn und somit auch ein fremdes Land zu besuchen. Vermutlich ist so eine Reise total anders, als die, die man im Reisebüro buchen kann. Sicher hat man andere Verpflichtungen, aber auch ganz andere Möglichkeiten „hinter die Kulissen“ einer fremden Kultur zu schauen. Japan ist für uns Aikidoka praktisch eine Reise zu den Wurzeln unseres Sports, hier ist man der Wiege des Budo, des Aikido am nächsten, da der Gründer des Aikido, O-Seinsei Morihei Ueshiba, aus Japan stammt. Dort wuchs er auf, dort lernte er, dort fand er das Aikido, dort lehrte er es..
Über ihre Reise schreibt Denise:
Von meiner Japanreise im Februar habe ich in Asakusa eine Glocke gegen das Böse für unser Dojo mitgebracht. Asakusa ist ein Stadtteil von Tokyo. In dem dortigen Senso-ji, besser bekannt als Asakusa-Kannon-Tempel, wurde ich fündig. Auch Morihei Ueshiba, der Gründer des Aikido, lebte teilweise in Tokyo. Vielleicht hat auch er einmal in diesem Tempel gebetet. Mein Traum ist es, einmal in seinem Dojo in Tokyo zu trainieren. Dazu muss man noch erwähnen, so böse ist es in unserem Dojo gar nicht. Aikido ist eine reine Selbstverteidigung, sogar im Namen AI ist die Harmonie manifestiert.
Dojo ist ebenfalls Japanisch . DO bedeutet Weg, und JO Ort. Also, der Ort an dem man lernt seinen Weg zu gehen. Traditionell verehren japanische Aikidoka ihren Übungsraum ganz besonders. Aber auch in Europa gelten spezielle Etikette in einem Dojo - sobald wir vor dem Training unsere Tatami (Matten) in der Halle I der Hauptschule am Klostergarten auslegen, das Bild des Ueshiba aufstellen, verändert sich für die Aikidoka auch die Turnhalle zum Dojo - und wir versuchen die Etikette einzuhalten, Regeln zu beherzigen.
Über den Asakusa-Kannon-Tempel steht im Internet zu lesen:
Farbenfroher Trubel: Tausende strömen zum Tempel der barmherzigen Gottheit
Im Jahr 628, so will es die Legende, zogen zwei Fischer mit ihren Netzen eine kleine Statue der Barmherzigkeitsgöttin Kannon aus dem Miyato-Fluss. Als alle Versuche fehlschlugen, die Figur ins Wasser zurückzubefördern, lieferten die beiden den mysteriösen Fund bei ihrem Herrn ab. Dieser ließ alsbald eine Halle errichten - den Vorläufer des heutigen Tempels. Der spätere Bau von 1692 überstand zwar das große Kantō-Erdbeben von 1923, nicht aber die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Die Rekonstruktion aus Stahlbeton wurde 1958 eingeweiht. Die sagenumwobene Kannon-Statue ist freilich schon seit Jahrhunderten verschwunden. Der Sensōji bildet bis heute das geistige und bauliche Zentrum des Stadtteils Asakusa, der lange Zeit das größte Vergnügungsviertel der Stadt war. Wie eng hier geistige Funktion und weltlicher Handel und Wandel zusammenhängen, erfährt noch heute jeder Besucher, der an Wind- und Donnergott vorbei durch das mächtige Südtor Kaminarimon unter der gewaltigen roten Laterne hindurch die quirlige Ladenstraße Nakamise betritt, die auf den Sensōji zuführt. Mit dem Golddrachentanz wird zweimal im jahr (Mitte März und Mitte Oktober) am Sensōji die Entdeckung der Kannon-Figur gefeiert. Angrenzend befindet sich eine große Einkaufsstraße mit bunten Kiosken - also kein weiter Weg von den Sehenswürdigkeiten zu den Einkaufsmöglichkeiten.
Denise hat schon einen langen Weg im Aikido zurückgelegt - begonnen hat sie, mit ihrem Bruder, in unserer Zwergengruppe. Konnte sich immer weiter verbessern, so dass sie jetzt Freitagabend in der Fortgeschrittenengruppe bei Andreas Bartel, 2. Dan Aikido übt. Letzten Sommer konnte Denise mit einigen anderen Aikidoka ihre Jugendleiterkarte erwerben. Sie arbeitet schon lange erfolgreich als Bei-Trainer in der Kindergruppe am Dienstag mit.
Das Bild entstand bei der Offiziellen Übergabe der Glocke vor dem Training der Fortgeschrittenengruppe. Stellvertretend für den Aikido-Club nimmt Andreas Bartel das Geschenk entgegen.

Presse | Aikido | 12.09.2011
Haben Sie es schon entdeckt?
Im Mai 2001 wurde die in Baden-Württemberg (immer noch) einmalige Aikido-Zwergen-Gruppe gegründet.
Damals waren Klaus Hartl und Christina Bartel bereits seit mehreren Jahren engagierte Trainer im Sindelfinger Aikido. Es gab bis 2001 für Kinder ab 8 Jahren die Möglichkeit dienstags und freitags Aikido zu lernen. Oft hatte Klaus seine älteste Tochter Xenia dabei, die mit Christinas jüngster Tochter Jani am Mattenrand saß. Die beiden kleinen Mädchen spielten oder sahen sehnsüchtig den großen Kindern (bzw. Geschwistern) beim üben zu. Irgendwann „bauten“ sich die damals 5-jährigen vor ihren Eltern auf und erklärten, auch mitmachen zu wollen. Leider war eine Integration in eine Gruppe, in der auch 13-jährige Kinder üben nicht möglich. „Also schauen wir mal, ob wir etwas für die Kleinen hinkriegen“. Gesagt, und angefangen zu überlegen, auszuprobieren, modifizieren und ab Mai 2001 zu starten.
Von einigen auswärtigen Aikidoka skeptisch beobachtet - von vielen Kindern ausprobiert und geliebt: unsere Zwergengruppe. Ziel ist es, gerade jüngere Kinder an das anspruchsvolle Aikido zu gewöhnen, das Interesse zu wecken, den Anfang zu erleichtern und eine gute Vorübung für das „Anfängertraining“ zu schaffen. Liebevoll und in kindgerechter Form werden die Kleinen an diese japanische Selbstverteidigungsportart herangeführt, lernen erste Techniken und Regeln und wechseln später in eine andere altersadäquate Gruppe. In den letzten zehn Jahren hat sich dies bei vielen Kindern bewährt.
Aus Anlass dieses Jubiläums hat sich die Abteilungsleitung entschlossen weitere Anfängerkurse - natürlich nicht nur für „Zwerge“ anzubieten. Je nach Alter und Vorkenntnissen werden passende Kurse angeboten. Ein kostenloses Schnuppertraining in grundsätzlich möglich. Training ist immer in der Halle I der Hauptschule am Klostergarten, die Trainingszeiten sind auf der Homepage des VfL Sindelfingen Aikido oder telefonisch unter 07031-80 50 50 zu erfahren.
Auch wenn es sich aufgrund der Zwergengruppe so anhört, Aikido ist gerade auch für reifere Menschen geeignet, da wir nicht gezwungen sind Wettkampfleistungen zu erbringen, Punkte oder Platzierungen zu erlangen, Mannschaften zu stellen etc. Im Aikido haben Sie die Möglichkeit, sich zu finden, neue Bewegungsformen zu probieren, mit dem Partner Verteidigungsformen zu erlernen.
Wichtig ist nur, dass Sie Interesse und Freude am Aikido mitbringen, den Spaß im Training können wir (fast) garantieren.
Anfängerkurs für Erwachsene
Wann: Ab Dienstag, 27.09.2011, 19:30 Uhr
Wo: Hauptschule Klosterseegarten Halle-1, Leonberger Straße 1, 71063 Sindelfingen
Das Trainerteam des Aikido-Club freut sich sehr auf Ihr/dein Kommen.

Presse | Aikido | 31.07.2011
Erfolgreiche Prüfung der Aikidokas vom VfL Sindelfingen
Was haben die Gürtelfarben gelb, orange und grün gemeinsam? Es sind die Gürtelfarben der japanischen Verteidigungssportart Aikido.
Aikido ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst, die zum einen die Kraft eines gegnerischen Angriffs ableitet und zum anderen gleichzeitig dieselbe Kraft intelligent nutzt, um den Gegner angriffsunfähig zu machen.
Am 26. Juli 2011 war es soweit!
Unter den wachsamen und strengen Augen des Prüfers Andreas Bartel (48, 2ter Dan) haben die Prüfungsteilnehmer und Aikidokas Erik Schwämmle (18, orange ), Robin Dölker (16, gelb/orange) und Sabrina Kuom (14, gelb) ihre Gürtelprüfung zum nächsthöheren Gürtelgrad abgelegt und mit Bravour bestanden.
Die Prüfungen beinhalten entsprechende Wurf-, Hebel- und Würgetechniken mit melodisch klingenden Namen aus Japan, wie z.B. ShomenUshi oder UshiroKubiShime, die die drei Prüflinge gemeistert haben.
Der Schwierigkeitsgrad und die Anzahl der Wurf-und Haltetechniken zur Verteidigung ist von der jeweiligen Gürtelfarbe abhängig.
Deshalb geht ein besonderes Lob an die AngreiferInnen Michael Stolz (20, blau), Anja Lee (21, grün) und Jani Bartel (15, orange), die herausragende Angriffsarbeit für die Prüflinge leisteten.

Presse | Aikido | 13.07.2011
Zwergentraining in Sindelfingen - heute mit Eltern
Am Freitag, 08.07.2011, ist die Aufregung in der Halle I der Hauptschule am Klostergarten fast greifbar. Nicht nur die Zwerge (Kinder zwischen 5 und 7 Jahren), wie auch die Trainer, Christina Bartel, Robin Doelker, Jani Bartel und Alexsander Pfister sind vor diesem Training etwas aufgeregt, sondern auch die Eltern. Es ist klar, dass man als Eltern überlegt, was das eigene Kind im Sportverein erwartet, ob es alles kann, Spaß und Erfolg hat, Freunde findet und mit den Lehrern zurechtkommt, diesmal trifft es die Eltern ganz persönlich: Sie dürfen aktiv am Training teilnehmen!
Dieses Eltern-Kind-Training soll einerseits die Schwellenangst nehmen, selbst mit dem Aikido zu beginnen, andererseits auch die Gelegenheit geben, sofort allgemeine Fragen zum Aikido stellen zu können.
Die in Baden-Württemberg einmalige Zwergengruppe findet wöchentlich jeden Freitag zwischen 15:45 und 16:30 Uhr statt und gibt den sehr jungen Kindern die Möglichkeit, sich ins Aikido einzufinden wie auch die komplexen Techniken in kindgerechter und spielerischer Form zu erlernen. Selbstverständlich haben die Eltern immer die Möglichkeit, vom Hallenrand ihren Kindern zuschauen zu können, die Fortschritte zu erkennen und am Erfolg der Kleinen teilzuhaben. Andererseits haben sie nur einmal im Jahr die Gelegenheit, selbst mit ihrem Kind auf der Matte zu stehen, mit ihm den Armstreckhebel zu üben, oder den Tenkan Ashi erklärt zu bekommen.
Auch sieht man den Stolz und die Freude in den Augen der Kleinen, wenn sie ihre Eltern als Gäste bei sich haben, und vielleicht sogar beweglicher und geschickter sind als die Eltern. Auf der anderen Seite sehen die Eltern, was die Kinder im Training leisten. Diesen Freitag bekommen nur die Aikidoka unter 8 Jahren zur Unterscheidung ein Blümchen auf die linke Hand gemalt, die Eltern schaffen den Unterschied zwischen links und rechts auch so.
Dann erklärt Trainerin Christina Bartel, warum man genau so im Zaho sitzt. Nach einer kurzen Aufwärmphase spielt die Gruppe das Spiel "verknoten", dessen Sinn es ist, die Berührungsängste zu mindern. Ebenso wird dabei die Wichtigkeit des Ma-ai, des korrekten wie auch harmonischen Abstands, deutlich. Diesen demonstrierte Christina mit der Unterstützung von Robin Doelker und Jani Bartel, indem sie damit vorführt, wie nahe man einen Freund und wie nahe man das eigene Kind an sich heran lässt - was von allen Eltern gut nachvollziehbar ist.
Dann übt die Gruppe das Tenkan ashi - eine ausweichende bzw. zurücknehmende Bewegung, ein
Grundprinzip des Aikido. Durch Metaphern erklärt, hat die ganze Gruppe großen Spaß und Erfolg bei der Übung.
Da in der Zwergengruppe die relativ kurzen Trainingseinheiten durch kurze Spiele unterbrochen werden, traf man sich in Zweiergruppen zum "Zublinzeln". Um dieses bekannte Spiel aikidotauglich zu machen, reicht es nicht, nur zu blinzeln und dann zu rennen - nein, es wird eine Fallschule vorwärts eingebaut (allerdings erst bei den größeren Aikidoka).
Als Technik steht der Udeo-Osae auf dem Stundenplan: jedes Kind lässt sich von seinem Elternteil an der Hand greifen, und führt die Bewegung (als Gedächtnisstütze: den großen Hund streicheln, in den Spickzettel schauen, "L" in den Ellbogen geben, großen Kreis machen. Na, sind Sie neugierig geworden, was diese Bilder bedeuten?
Im nächsten Zwergentraining werden sie erklärt :-))
Nachdem Christina mit Alexander und Robin noch ein paar Techniken für höher graduierte Aikidoka gezeigt hat, trifft sich die ganze Gruppe zum Laufmemory - die Gruppen sind in vollem körperlichen und geistigen Einsatz um jede einzelne gesuchte Karte zu erhalten.
Ein Vater brachte seine Verwunderung zum Ausdruck, dass jedes Training durch mindestens 3 Trainer begleitet wird. So hat er - berechtigter Weise - den Eindruck, dass sein Kind die optimale Unterstützung und Förderung erfährt - dies ist vor allem dem relativ großen Trainerteam (ausser den anwesenden Trainern sind im regelmäßigen Einsatz: Tanja Schön, Erik Schwämmle und Lukas Knoll) zu verdanken.
Natürlich wird gegen Ende des Trainings noch kurz auf das 10-jährige Bestehen der Zwergengruppe hingewiesen. Viele der ehemaligen Zwerge sind immer noch aktive Aikidoka - natürlich nicht mehr in der Anfängergruppe - ausser, wenn sie da als Trainerassistent im Einsatz sind. Vielen Dank allen dafür, die am Entstehen und Gelingen, aber vor allem am Fortbestand der Zwergengruppe beteiligt waren und sind! Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an die motivierten Eltern - empfehlen Sie uns weiter!
Tja: Und ehe man sich versieht ist es 16:30 Uhr und das Training zu Ende. Strahlende Gesichter auf der Matte, glückliche Kinder und Eltern sowie begeisterte Trainer!

Presse | Aikido | 11.07.2011
60 Jahre - und die meisten davon auf der Aikido-Matte
Am Donnerstag, 07.07.2011 feierte Martin Glutsch, 6. Dan Aikido seinen 60. Geburtstag im Training in Böblingen.
Martin ist seit mehr als 30 Jahren im Aikido aktiv, als Lernender, als Lehrender, als Trainer, als Mitglied der Technischen Kommission, zeitweise als Leiter der Aikido-Abteilung im SVB, um einige zu nennen.
Da es nur sehr wenige 6. Dane in Deutschland gibt, nutzen viele andere Aikidoka regelmäßig die Gelegenheit um ihre Kenntnisse zu vertiefen und bei ihm Aikido zu lernen und üben. Wöchentliche Anreisen aus Calw, Stuttgart, Esslingen und Waiblingen sind dabei völlig normal, und natürlich auch aus Sindelfingen.
Andreas Bartel, 2. Dan Aikido und Leiter des Aikido-Club im VfL Sindelfingen trainiert wöchentlich bei Martin Glutsch, nicht nur, um seinen eigenen Weg (Do) im Aikido gehen zu können, sondern auch um als Cheftrainer, sein Wissen an die Vereinskameraden in Sindelfingen weiterzugeben. Dabei übernimmt er wöchentlich mindestens zwei Erwachsenentrainingseinheiten und alle Trainingsangebote für Jugendliche (jeweils in der Halle I der Hauptschule am Klostergaren, Sindelfingen).
Am Donnerstag überraschten seine Schüler Martin Glutsch dadurch, dass sie, als er sich während der traditionellen Begrüßung umdrehte, alle ein mitgebrachtes Stirnband mit der Aufschrift „60“ aufzogen und die üblichen Trainingswaffen (Holzschwert und Holzmesser) durch einen Kochlöffel austauschten. Dies war symbolisch gemeint, da Martin Glutsch - zu seinem baldigen beruflichen Ruhestand - einen Kochkurs von seinen Aikido-Schülern bekommen hat.
Auf diesem Weg gratuliert der Vorstand, im Namen des Aikido-Club im VfL Sindelfingen, ebenfalls herzlich Martin Glutsch zum 60. Geburtstag.

Presse | Aikido | 08.03.2011
Erste Aikidoprüfung im Jahr 2011 in Sindelfingen
Am Dienstag, den 18.02.2011 fand die erste Aikidoprüfung in diesem Kalenderjahr statt.
Das Trainerteam, bestehend aus Anja Lee, 3. Kyu, Denise Mothes, Jani Bartel und Klaus Hartl bereiteten die Kinder im Alter von 8-12 Jahren intensiv auf diese Prüfung vor. Wochen vorher wurden stets die Techniken eingeübt und routiniert. Fast jeden Dienstag in der anderthalbstündigen Übungsphase wurden die prüfungsrelevanten Techniken trainiert und spielerisch als Prüfung kontrolliert. Den Kindern fiel es vor allem schwer die Japanischen Begriffe der Angriffe auswendig zu lernen.
Trotz guter Vorbereitung ist man nicht vor krankheitsbedingten Ausfällen - sowohl bei Prüflingen, als auch bei Partnern gefeit. So unterstützte Jule Laudenbach gleich zwei Prüflinge als Uke (Angreifer). Sodass nicht nur Constanze Zimmerman sondern auch Nils Schabernack zur Prüfung antreten konnten.
Auch wenn das Problem der Partner damit gelöst war, bewahrte es die Prüflinge nicht vor der Aufregung. Nach anfänglicher Unsicherheit, zeigten sie schließlich ihr Können. Beide bestanden die Prüfung auf den weiß-gelben Gürtel. Daniel Smidt meisterte, unterstützt von seiner Schwester Diana, die erhöhten Anforderungen der Gelbgurtprüfung. Bewusst zeigte er seine Techniken in Iremi, sowie in Tenkan und bewies damit, dass er auch gegenüber bösen Partner antreten kann.
Dionne Rother und Maren Knopp wechselten die Positionen des Angreifers und Verteidigers und bewältigten diese Disziplinen in bewährter Weise. Alle Prüflinge waren konzentriert und begeistert in der Lage Aikido anzuwenden und sie auf Abfrage vorzuzeigen.
Voller Stolz der Trainer überreichte der Prüfer Andreas Bartel, 2. Dan Aikido, nach gut einer Stunde allen fünf Aikidoka Urkunden zur erfolgreich bestandenen Prüfung. Herzlichen Glückwunsch.

Presse | Aikido | 08.03.2011
Beim Udeo-sae muss man unten liegen!
Aikido ist nicht nur einfach ein Sport - körperliche Ertüchtigung - es ist auch lernen, üben, verinnerlichen, anerkennen der Budo-Etikette, Respekt vor anderen - man könnte die Liste noch um einiges vervollständigen.
Da Aikido aus dem Japanischen stammt, wäre es nicht richtig, die dort gebräuchlichen Begriffe den europäischen Aikidoka vorzuenthalten. Und so lernen schon die Kinder im Aikido-Club des VfL Sindelfingen auch die japanischen Bezeichnungen, der für ihre Prüfung relevanten Techniken.
Und so sucht auch (fast) jeder seine eigene Eselsbrücke zu finden, um sich die - zugegeben nicht einfachen - japanischen Worte zu merken.
Celine Braun, trat am Freitag 04. März 2011 mit ihrer Cousine Alina Kroschwald zur Geld-Gurtprüfung an. Alina versuchte sie nach Kräften zu unterstützen und merkte sich die Verteidungsformen - wie zu Anfang angedeutet - wie folgt „beim Udeo osae muss man unten liegen; aber beim Shio-nage muss man schneiden“. So zeigte Celine ihre beiden prüfungsrelevanten Techniken souverän in Tenkan und Iremi.“ Zeitgleich waren Anna Delisi und Dionne Rother auf der Matte - Dionne hatte bereits am Dienstag ihren weiß-gelben Gürtel errungen - Anna musste krankheitsbedingt auf den späteren Freitagstermin ausweichen. Besonders bemerkenswert war, bei diesem „Dienstagspaar“, dass sie keinerlei Berührungsängste zu den Freitagsaikidoka hatten - ob es auch mit daran lag, dass während der ganzen Prüfung mindestens ein „Dienstagstrainer“ (Anja Lee, Klaus Hartl, Jani Bartel und/bzw. Denise Motes) in der Halle war?
Aber auch die Trainer der Freitagsgruppe waren fast vollständig vertreten. Lukas Knoll bekam dabei gleich eine exponiertere Position, er stellte sich als Angreifer für Aaron Beijq zur Verfügung, ebenso wie Tabea Miller, die sich spontan zu einer Gruppe mit Brwa Gharib zusammen fand. Frederic Kirsch wurde von Yannik Kuom in die Prüfung begleitet, so dass er sehr gute Leistungen zeigen konnte. Selbstverständlich waren die anderen Trainer wie Michael Stolz, Erik Schwämmle, Tanja Schön und Christina Bartel persönlich oder wie Alexander Pfister, Sabrina Kuom und Robin Dölker in Gedanken bei ihren Schützlingen.
Man konnte allen Prüflingen und Angreifern die Anspannung und Aufregung ansehen - ebenso die Erleichterung, wenn ein Prüfungsteil bestanden, und ein Wechsel der Prüflinge anstand. Während so einer Verschnaufpause stellte ein Prüfling die bange Frage, „sind denn schon viele Aikidoka durch die Prüfung gefallen?“ - Diese Frage beantwortete sich gegen Ende der Trainingseinheit ganz von allein, denn der Prüfer, Andreas Bartel , 2. Dan Aikido, überreichte an 5 Prüflinge insgesamt 5 Urkunden - alle hatten bestanden. Herzlichen Glückwunsch.

Presse | Aikido | 03.01.2011
Das Farbenspiel im Aikido, als „grün“ gekommen mit „blau“ gegangen
Eigentlich ist in unserem Sprachgebrauch „blau sein“ doch recht negativ behaftet. Man denkt an Alkohol etc. in Budo-Sportarten ist man „grün“ - aber nicht unreif, „gelb“ etc. Ja und unser Vereinskamerad Michael Stolz, 19 Jahre jung, ist eben seit einigen Tagen „blau“. Wie es dazu kam?
Er legte, mit seinem Trainingspartner Erik Schwämmle - der ist „Orange“ - in Böblingen seine Prüfung zum 2. Kyu Aikido vor den strengen, aber gerechten Augen des Prüfers, Martin Glutsch 6. Dan, Aikido ab.
Michael trainiert seit seiner Kindheit regelmäßig und intensiv im Aikido-Club im VfL Sindelfingen. Engagiert sich seit langem in der Kinderarbeit, leitet ein Kindertraining, hilft und erklärt, unterstützt jüngere Aikidoka. Er verbringt wöchentlich viele Stunden im Dojo, auf der Trainingsmatte, verbessert seine Aikidotechniken und beschäftigt sich auch ideell intensiv mit diesem Sport. Das führte auch dazu, dass er das Aikido in seine Schule - als Thema seiner GFS - mitnahm und dort seinen Schulkameraden erfolgreich vorstellte. Auch hier unterstütze ihn Erik tatkräftig, indem er ihm als Uke (Angreifer) zur Verfügung stand.
Im Aikido finden regelmäßig Lehrgänge statt, so auch das monatliche Landestraining in Böblingen. Dieses wird von Martin Glutsch geleitet - ja, und Michael lies, seit er alt genug dafür war, praktisch keine Trainingsgelegenheit dort aus.
Als der Prüfungstermin in Böblingen im Dezember 2010 kam, reisten also keine „Fremden“ an, sondern ein Prüfling (mit seinem Uke und seinem Lehrer, Andreas Bartel, 2. Dan) der schon lange dem Prüfer bekannt war, so dass dieser seine Entwicklung hatte verfolgen konnte.
Trotzdem war die Aufregung spürbar. In den letzten Trainingseinheiten in Sindelfingen übten Michael und Erik intensiv das Prüfungsprogramm. Jeder Angriff, jeder Hebel, jedes Ausweichen wurde geübt und angewendet. Über viele Vorgaben nachgedacht und sie für sich fassbar begründet.
Über die Prüfung selbst berichtet Andreas Bartel, der zwar „nur“ als Zuschauer dabei sein wollte, aber kurzerhand als Prüfungsbeisitzer fungieren durfte und somit als Lehrer auch praktisch mit geprüft wurde, folgendes:
Wie fast jedes Jahr, kurz vor Weihnachten, wurde auch dieses Jahr in der Böblinger Aikido Abteilung eine Gürtelprüfung bei den Erwachsenen durchgeführt. Diesmal waren auch Prüfungsanwärter aus Sindelfingen und Waiblingen mit dabei. Auch wenn das Wetter eine Anreise erschwerte, Schneefall und daraus folgend Chaos auf den Straßen, waren alle Prüflinge pünktlich da. Nach einem kurzen selbstständigem Aufwärmen konnte Martin Glutsch (6.Dan Aikido) die Prüfung - wie geplant kurz nach 19:30 Uhr - beginnen. Um ihre Erfahrungen bei der Abnahme von Prüfungen zu erweitern, konnten Hans-Georg Schröder und Andreas Bartel (beide 2.Dan Aikido) als Beisitzer der Prüfung fungieren. Somit durften die Prüflinge ihr können nicht nur vor einem Prüfer sondern gleich vor dreien zeigen, ( „alle guten Dinge sind drei“, sagt man ja). Da das Fach Überprüfung für die Anwärter auf blau schon sehr umfangreich ist, durften die gleich als erstes mit vorzeigen. Was für die einen (auf blau, 2.Kyu) die Überprüfung ist, ist für die anderen schon ein Teil der Prüfung (auf gelb 5.Kyu) somit durften gleichzeitig weitere Prüflinge auf gelb ihr Können mit vorzeigen. Als diese ihre Techniken gezeigt haben, war für sie erst mal Pause; nicht aber für die Anwärter auf blau, die durften weiter ihre Techniken zeigen. Nach dem das Fach Überprüfung abgeschlossen war, hatten auch die künftigen Blaugurte eine kurze Pause, bevor es mit der eigentlichen Prüfung weiter ging. Zum Abschluss zeigten dann noch alle Prüflinge ihre Fallschule und die Anwärter auf blau durften noch zusätzlich ein Randori (Techniken auf einen Angriff innerhalb einer Minute) mit ihren Partner vorzeigen. Als auch diese Randori abgeschlossen waren konnte Martin nach kurzer Pause, denn Urkunden und Passeinträge schreiben sich nicht von alleine, allen Prüflingen zur bestandenen Prüfung Ihre Urkunden überreichen.
Wir gratulieren allen Prüflingen, natürlich ganz besonders unserem Michael zur bestandenen Prüfung und bedanken uns bei den Lehrern für die gute Vorbereitung und den Angreifern für ihren Einsatz.

Presse | Aikido | 30.11.2010
Der „Tag der Kampfkünste“ in Böblingen
Anlässlich des 40-jähigen Bestehens der Aikido-Abteilung in der SV Böblingen fand am 13. November ein besonderer Lehrgang statt. Dafür reisten nicht nur Aikidoka aus der ganzen Region an, sondern auch Teilnehmer aus vielen anderen Kampfkünsten, u. a. Wingchun, Aiki-Ken/Jo und Qi-Gong/Tai-Chi. Auch Aikidoka aus Sindelfingen waren darunter.
Das Ergebnis war ein „Tag der Kampfkünste“, an dem es den Teilnehmern tagsüber möglich war bei den Lehrern der verschiedenen Kampfkünste bei einer Art Probetraining zu schnuppern, zu üben oder einfach nur zuzuschauen. Auf 6 Trainingsflächen in der Hermann-Raiser-Halle in Böblingen wurden jeweils 45min lang Kampfkünste wie Karate, Iai-Do oder Jiu-Jitsu trainiert bzw. erfahren. Natürlich durfte auch Aikido dabei nicht fehlen! Unter der fachkundigen und anschaulichen Anleitung von Martin Glutsch, 6. Dan Aikido, fiel es auch „Nicht-Aikidoka“ leicht sich in die Bewegungsabläufe „hineinzufühlen“. Denn jede kleine Bewegung ist wichtig, um die Effektivität und den Bewegungsfluss zu erhalten, und dem Blick eines so erfahrenen Lehrers entgeht keine, wenn auch noch so winzige, Erweiterungsmöglichkeit.
Umso weiter man im Aikido fortgeschritten ist, desto kürzer, aber zugleich auch umso effektiver, werden die Techniken, was einem besonders deutlich wurde, wenn man selbst mal die Angreiferrolle übernahm. Die Gleichgewichtsbrechung war so für alle Teilnehmer des Aikido-Workshops durchaus spürbar. Durch die Aufteilung der Teilnehmer in Gruppen zu je etwa 16 Personen war die vorhandene Fläche gut genutzt und die Lehrer konnten bei jedem korrigierend eingreifen, sodass das zur Sicherheit anwesende Rote Kreuz nicht zum Einsatz kommen musste und selbst zuschauen konnte.
In den Pausen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten, die man sich ausgesucht hatte, war sowohl warmes als auch kaltes Essen in der Schulmensa bereitgestellt, sodass man sich wieder stärken konnte, um nach dem Essen konzentriert mit dem Training fortzufahren. An dieser Stelle ein großes Lob an die Organisation dieses Events!!
So verging die Zeit wie im Flug und öfters war zu vernehmen: „Was, die Dreiviertelstunde ist schon rum?!?“ Aber nicht nur in den Kampfkünsten, die für einen „neu“ waren, musste man aufmerksam und mit voller Konzentration dabei sein, um bei diesem kurzen Einblick nicht den Überblick zu verlieren. Auch in der eigenen Disziplin wurde man gefordert, denn das „Ende des Lernens“ gibt es in den Kampkünsten nicht, so wurden auch Bewegungen, die man zuvor schon kannte, zu einem ganz neuen Erlebnis, sei es auch nur, weil man plötzlich einen Partner gegenüber hat, der diese Bewegung noch nie zuvor durchgeführt hat, und sich daher ganz anders verhält, als man es „gewohnt“ ist. Aber genau dies macht den Reiz einer solchen Veranstaltung aus.
Am Abend konnte dann der Einblick in die über den Tag studierten Kampfkünste noch einmal vertieft werden bei einer „Kampfkunst-Gala“. Hierbei waren nun nicht mehr nur die Teilnehmer des Tages anwesend, sondern auch noch weitere Interessierte. Die Gala startete mit den Daiko-Trommlern aus Stuttgart, die auch noch weitere musikalische Einlagen während der Vorführung präsentierten. Nun führten die Lehrer vor, wie elegant und geschmeidig, aber auch in welchem Tempo die Techniken ausgeführt werden können. Dies war für die meisten Anwesenden äußerst beeindruckend und so faszinierend, dass man selbst ganz ruhig dasaß und die Vorführung einfach auf sich wirken lies.
Ein sehr gelungener Tag, der den Teilnehmern wahrscheinlich noch lange in guter Erinnerung bleiben wird!
Aikido
Aikido ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Morihei Ueshiba als Synthese aus unterschiedlichen Budo-Disziplinen, vor allem aber als Weiterentwicklung des Daitō-Ryu Aiki-Jujutsu begründet wurde. Ein Kampfkünstler, der sich im Aikido übt, wird als Aikidoka bezeichnet. Das Ziel beim Aikido ist, die Kraft eines im Anfängergrad vorher festgelegten, stilisierten, später willkürlichen gegnerischen Angriffs (Randori) abzuleiten (Abwehr), und dieselbe Kraft intelligent zu nutzen, um den Gegner vorübergehend angriffsunfähig zu machen (Absicherung), ohne ihn dabei schwer zu verletzen. Dies geschieht in der Regel durch Wurf- (nage waza) und Haltetechniken (osae waza oder katame waza), die den Hauptteil der Aikido-Techniken ausmachen. Das Besondere im Aikido ist, dass keine offensiven Angriffstechniken, sondern nur Abwehr- und Sicherungstechniken und dadurch eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung gelehrt werden.



