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Das halbe Dutzend ist jetzt voll
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Da kann Sindelfingens Trainer Bruno Metzger (Zweiter von rechts) so viel reden, wie er will: Der VfL verließ mal wieder mit leeren Händen die Halle. Bild: Photo 5
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Die Volleyballer vom VfL Sindelfingen haben das halbe Dutzend voll gemacht. Im sechsten Spiel in Folge unterlag das Team von Trainer Bruno Metzger in der Landesliga dem PSV Reutlingen glatt mit 0:3 (20:25; 23:25; 14:25).
Philipp Gerber
Als die Motivations-Schlachtgesänge der Reutlinger von „punkten, punkten“ in „Punkt, Punkt“ übergingen, war die Weihnachtsgans für die Sindelfinger längst verputzt. Mit dem finalen 25:14 hatte sich der VfL längst abgefunden. Im Grunde hätte der dritte Satz schon gar nicht mehr gespielt werden müssen. Nach dem 20:25 im ersten Durchgang war das Spiel in Satz zwei Richtung Reutlingen gekippt.
Bis zum 7:7 hatte der VfL gut mitgehalten und war danach eingebrochen. Über 13:8 und 20:17 hangelte sich der PSV zum Satzgewinn und bereitete den Sieges-Ringeltanz mit skandiertem „drei zu null, drei zu null, drei zu null“ im letzten Spielabschnitt lediglich noch vor. „Dabei waren wir im dritten Satz auch nicht so schlecht“, ärgerte sich Bruno Metzger im Anschluss an die Begegnung. Vor der Partie in Flacht ist es jetzt am Coach, den nächsten Monat zu nutzen, um die Niederlagenserie „aus den Köpfen zu bekommen“. Tatsächlich war der VfL Sindelfingen mit dem PSV nicht nur aus Sicht des Trainers „auf Augenhöhe“.
Die Pleite gegen Reutlingen schmerzte Metzger im Nachhinein gar nicht so sehr. Der Aufstiegsfavorit ist personell wie spielerisch besser bestückt als der VfL. Allerdings machten die Gäste in der Sporthalle Stadtmitte die Schwächen der Sindelfinger offenbar: Der Block steht am Netz nicht gut genug, bringt zu wenig Punkte ein. „Da müssen wir besser werden“, fordert Metzger für die Zukunft.
Bange wird dem Coach vor selbiger jedoch nicht. In Sindelfingen wird langfristig gedacht, es soll ein echter Unterbau her. Deshalb wird demnächst neben der zweiten Mannschaft auch die C-Jugend am aktiven Spielbetrieb teilnehmen. Damit wird sich der VfL hoffentlich personell eine dickere Decke zulegen, um nicht – wie gegen Reutlingen – nur mit Sparbesetzung antreten zu müssen. Dann könnte Metzger aus einem breiteren Kader schöpfen und sein Ziel erreichen: „In solchen Begegnungen wie heute müssen wir versuchen, wieder ins Spiel zurückzukommen. Noch klappt das nicht.“
VfL Sindelfingen: Beckebans, Breuer, Dworschak, Wagner, Tischhäuser, Mättig, Kunkel, Reichenbach, Horvath. |