24.05.

Quelle: SZ/BZ-Online (www.szbz.de)

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Regionalliga-Frauen
Der VfL geht im Regen baden

Das Ungemach begann schon mitten in der Nacht. Dabei waren die dunklen Wolken, die später aufziehen sollten, da erst noch im Anflug. Vielmehr wurde schon die Anfahrt der slowakischen Spielerinnen zum unerwartet großen Problem. Gegen Mitternacht hätte der Tennis-Express mit dem Auto aus Bratislava gemütlich in Sindelfingen ankommen sollen, stattdessen traf die Pressburger-Fahrgemeinschaft erst um halb vier ein. Und dann gibt es eben diese Tage, die fangen schlecht an und genauso geht es weiter. Man kann sich auf den Kopf stellen, zu ändern ist es nicht.

Philipp Gerber

Knappe Angelegenheit zu Beginn

So war das Sonntag. In allen drei Auftaktbegegnungen gewannen die Sindelfinger Spielerinnen Satz Nummer eins. In allen drei Aufeinandertreffen ging der zweite Satz ganz knapp verloren – und in allen drei Partien reichte es am Ende, im als Match-Tie-Break ausgespielten Satz Drei, nicht zum Sieg. „Sogar unsere Gegnerinnen haben gesagt, dass das auch genau andersrum laufen kann“, ärgerte sich Jürgen Wacker später.

Es wäre zum Haare raufen gewesen, hätte der VfL-Sportwart die, ob des einsetzenden Regens nicht schnell unter einer Schirmmütze verpacken müssen. „Das Wetter hat Kapriolen geschlagen, das war nicht gut für unseren Rhythmus.“ Zuerst wechselten die Kontrahentinnen Platz und Belag und zogen in die benachbarte Halle um. Dann wieder zurück. Jürgen Wacker: „Unsere Slowakinnen sind die Halle nicht gewöhnt.“

Keine Ausrede, ein Mosaiksteinchen im Bild der deutlichen Schlappe. Schon nach den Einzeln war Sindelfingen geschlagen. Die Niederlage tut – vor allem in Korrespondenz mit der Pleite eine Woche zuvor – besonders weh, weil die letzten beiden Spieltage vermeintlich leichtere Konkurrenz auf dem Programm vorsah. Die dicken Brocken kommen erst noch.

Etwas ratlos ließ das Wacker schon zurück: „Wir wollten unbedingt gewinnen, um den Klassenverbleib unter Dach und Fach zu bringen.“ Ein weiterer Sieg sollte schon noch aufs Punkte-Konto kommen, will der VfL die Regionalliga sicher halten. Gegen Heidelberg und Ludwigshafen geht es gleich am Wochenende bei einem Doppelspieltag. Möglich, vielleicht auch nicht so unwahrscheinlich, ist ein Abstiegskrimi am 5. Juni gegen Andernach.

Jürgen Wacker äußert sich traditionell ungern über Etats und zur Verfügung stehendes Geld. Doch nach der Halbierung des nötigen Geldes im Verhältnis zu vergangenen Zweitliga-Zeiten gibt er an: „Wir haben noch Ressourcen.“ Siegprämien sind am Wochenende zumindest nicht in horrendem Maß angefallen. Deshalb wird sich Wacker schnell mit Trainerin Eva Birkle-Belbl zusammensetzen, um die Taktik der Mannschaftsaufstellung für die verbleibenden drei Spieltage festzurren.

Einen so rabenschwarzen Sonntag wie in der vergangenen Woche möchte der Sportwart mit allen Mitteln verhindern: „Da zweifelt man an vielen Dingen.“ Die Niederlage der zweiten Damenmannschaft in der Oberliga hat das nicht besser gemacht: Nach 4:2-Führung verloren die Sindelfingerinnen alle Doppel. Es war für den VfL ein Tag, der vom Regen in die Traufe geführt hat.

Die Ergebnisse:

Morgosova – Bachofer 6:3, 5:7, 10:12;
Sramkova – Schaeder 7:6, 6:7, 7:10;
Fitz – Willig 6:4, 5:7, 8:10;
Rommel – Götz 2:6, 0:6;
Kriem - Fuchs 1:6, 2:6;
Kovalova – Bär 5:7, 6:3, 8:10;
Morgosova/Sramkova – Bachofer/Mert 6:2, 6:4;
Fitz/Rommel – Willig/Götz 2:6, 1:6;
Kriem/Kovalova – Schaeder/Fuchs 7:5, 2:6, 9:11.

 

 

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