05.03.

Günter Rehn, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Nur noch geringe Aufstiegschancen

Für die Sindelfinger Schachspieler haben sich die Chancen, den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga zu schaffen, weiter reduziert. Am vergangenen Sonntag gelang gegen Marbach nur ein mühevolles Unentschieden. Ein Aufstieg ist nur mit Glück möglich.

Dabei fing es gut an für die Sindelfinger in der Schillerstadt. Die Gegner mussten an Brett 1 den Punkt kampflos abgeben, da ihr Spieler wegen Krankheit kurzfristig absagte. Sindelfingen führte, und auch an den anderen Brettern sah es für die Gastmannschaft besser aus. Aber was nützt eine überlegene Stellung, wenn man sie durch kleine Unachtsamkeiten oder zaghaftes Spiel nicht zur Geltung bringt und den Gegnern zu einem glücklichen Ausgleich verhilft. Also einigten sich Dr. Fahnenschmidt, Hauke Meyerhoff und Walter Botta mit ihren Gegnern auf Remis, Sindelfingen lag weiterhin in Führung, und an den restlichen 4 Brettern hatten Horst Weisenburger und Günter Rehn vorteilhafte Stellungen, Andreas Carstens und Jochen Braun dagegen waren unter Druck.

Doch dann traf es die Sindelfinger hart, Weisenburger, total auf Gewinn stehend, verlor durch Zeitüberschreitung zwei Züge vor der Zeitkontrolle, obwohl er an solche Schwierigkeiten durchaus gewöhnt ist. Man muss sich eben die Bedenkzeit vorher besser einteilen. Auch Braun, der vorher einen Bauern verloren hatte, konnte das Endspiel nicht halten und musste aufgeben.

Nun hatte sich das Blatt vollständig gegen Sindelfingen gewendet. Carstens kämpfte tapfer mit Materialnachteil, glücklicherweise hatte sein Gegner wesentlich mehr Bedenkzeit verbraucht. Rehn hatte im Endspiel eine Mehrfigur, aber der Gegner spielte trickreich darauf, das letzte Bauernpaar zu beseitigen, was unweigerlich zum Remis führen würde. Aber diesmal behielt der Sindelfinger die Nerven, er tauschte soweit ab, bis er mit Springer und Bauer das Endspiel gewinnen konnte. Carsten kämpfte immer noch mit dem Rücken zur Wand, der Gegner indes geriet allmählich in Zeitnot und bot daher Remis an, was sofort akzeptiert wurde und zum Mannschafts-Unentschieden führte.

Der Traum vom direkten Wiederaufstieg scheint ausgeträumt, er ist bestenfalls theoretisch möglich und war wohl zu optimistisch, da einige gegnerische Mannschaften stärker besetzt sind als Sindelfingen und fast immer in Bestbesetzung antreten konnten.

 

 

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