11.08.

Quelle: KRZ-Online (www.bb-live.de)

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Reinhard Michelchen bei den Seniorenweltmeisterschaften erfolgreich
Silber und Bronze in der Goldgräberstadt

Reinhard Michelchen (VfL Sindelfingen)

Reinhard Michelchen: Medaille geholt.
Foto: red.

Bei den Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaften ab 35 Jahren in Sacramento war mit Reinhard Michelchen auch ein Athlet des VfL Sindelfingen unter den insgesamt 5000 Teilnehmern. Über 100 und 400 Meter zeigte er wieder einmal seine Stärke.

Seine Abreise in die USA stand jedoch unter keinem guten Stern. Beim finalen Training war der letzte Lauf wieder einmal zu schnell für den linken Oberschenkel. Zum Glück waren bis zum ersten 100-Meter-Vorlauf noch zwei Wochen Zeit. Die verging mit Besuchen in den schönen Nationalparks und bei leichtem Training am Pazifik wie im Fluge. Den 100-Meter-Endlauf erreichte Reinhard Michelchen nach schwerem Vor- und Semifinale. Mit Platz vier in 12,20 Sekunden hinter drei Sprintern aus den USA blieb zwar die Zeit unter seinen Erwartungen, aber einen vierten Platz bei einem Sprintfinale gegen einige ehemalige Olympiateilnehmer können nicht viele Deutsche vorweisen. Böiger Gegenwind verhinderte bessere Zeiten. Aber das Bein hatte gehalten und der 200-Meter-Lauf wurde vorsorglich gestrichen, um die Kräfte für die 400 Meter zu schonen.

Abends vor den 400 Metern gab es einen Empfang beim deutschen Generalkonsul für die Mannschaft. Er fragte Michelchen, ob er denn eine Chance auf eine Medaille habe? "Deswegen bin ich hier und daraufhin war mein Training ausgerichtet", war die Antwort. Entsprechend hochmotiviert ging es an den Vorlauf. Locker gewann der wieselflinke Sindelfinger in seiner Klasse M 55, und auch den Semifinallauf beendete er mit der schnellsten Zeit aller Teilnehmer. Das hat sich vielleicht im Endlauf ausgewirkt. Mit fünf Metern Vorsprung auf die Zielgerade einbiegend, wurde das Publikum immer lauter. Praktisch auf der Ziellinie kam ein USA-Läufer hauchdünn vorbei. 55,85 Sekunden für Mark Davis und 55,89 Sekunden für Reinhard Michelchen lautete der knappe Einlauf. Platz drei ging an Walley Franklyn aus Großbritannien.

Das Ziel war erreicht: Ein Platz auf dem Podium. Den Abschluss bildeten wie immer die Sprintstaffeln. Der Lohn war noch eine Bronzemedaille mit dem 4 x 100-Meter-Team hinter den USA und Großbritannien. Als Fazit blieb: Zwar kein Gold in der ehemaligen Goldgräberstadt, dafür aber zweimal verschiedenes Edelmetall zum Abschluss einer erfolgreichen Saison von Reinhard Michelchen.

 

 

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