|
VfL zieht zahlreiche Talente an Land
Beim VfL Sindelfingen dreht sich das Personalkarussell. Seit dem 1. Oktober läuft bei den Leichtathleten die zweimonatige Wechselfrist. Mit Samira Burkhardts Wechsel zum TV Wattenscheid musste der VfL Sindelfingen zwar den Abgang der erfolgreichen Kugelstoßerin verkraften, doch für die kommende Hallen- und Freiluftsaison werden jede Menge neue Gesichter im Trikot des VfL Sindelfingen zu sehen sein.
Saskia Drechsel
Der 800-Meter-Läufer Florian Bader wird die Mittelstreckler des VfL verstärken. In der vergangenen Saison litt er unter einer langwierigen Verletzung und konnte kaum Wettkämpfe bestreiten, nun will der Student im nächsten Jahr angreifen. Der 20-jährige Athlet absolviert derzeit viele Lauf-Kilometer gemeinsam mit Trainings-Kamerad Alexander Schwab. Von der TSG Schwäbisch Hall wechselte der Sportler, der unter Harald Olbrich trainiert, zum VfL Sindelfingen und hat schon einiges vorzuweisen. Im letzten Jahr erlief er sich bei den deutschen Jugend-Meisterschaften eine Bronzemedaille. Mit der 3x1000 Meter-Staffel reichte es gar zu Gold.
Silber bei der U20-WM
Von der LG Leinfelden-Echterdingen kommt Victoria von Eynatten zum VfL Sindelfingen. Die 20-jährige Stabhochspringerin ist die jüngere Schwester von VfL-Athletin Denise von Eynatten und hat in der vergangenen Sommersaison bei den deutschen Juniorenmeisterschaften eine überragende Leistung gezeigt. Mit übersprungenen 4,30 Metern sicherte sie sich die Qualifikation für die U23-EM in Ostrava. Auch 2010 war die Athletin international im Einsatz. Bei den U20-Weltmeisterschaften gewann sie die Silbermedaille. 2012 will sie nun ihre Bestleistung um 10 Zentimeter auf 4,40 Meter steigern. Im Januar geht es erstmal in die Vereinigten Staaten. Doch pünktlich zu den deutschen Junioren-Meisterschaften kehrt die Stabhochspringerin wieder zurück und wird dann für ihren neuen Verein an den Start gehen. „Ich freue mich auf den VfL Sindelfingen. Ich denke, es war die richtige Entscheidung zu wechseln. Irgendwann muss man eben weg von seinem kleinen Heimatverein“, sagt Victoria von Eynatten.
Auch Simon Rett ist ein neues Gesicht beim VfL Sindelfingen. Der 20-jährige Junior ist auf den Sprintdistanzen zwischen 100 und 400 Metern zu Hause und wird bei VfL-Trainer Hans Niethammer trainieren. Rett kommt vom SCL-Heel Baden-Baden und kann die VfL- Staffel verstärken.
Mit Sebastian Marcard hat der VfL Sindelfingen auch einen Trainer mit A-Lizenz verpflichtet. Er hat den 400-Meter-Hürden-Läufer Stephan Stoll schon unter seine Fittiche genommen und wird regelmäßig in Sindelfingen Trainingseinheiten leiten. „Ich bin super happy in Sindelfingen zu sein. Ich denke, dass wir hier eine richtig gute Gruppe beisammen haben“. Außerdem hat Marcard gleich sechs seiner Schützlinge mitgebracht. Die Sprinterin Eva Baur, in ihrem ersten Juniorenjahr gute Fünfte bei den deutschen Juniorenmeisterschaften, hat eine Bestzeit von 11,78 über 100 Meter zu Buche stehen und hofft, nach ihrer Umstellung vom Mehrkampf auf den Sprint von 2010, auf weitere Leistungsschübe.
Mit Malara Farinde wird eine weitere erfolgreiche Sprinterin das VfL-Trikot überstreifen. Nun sieht auch die Zukunft der Sindelfinger 4x100 Meter-Staffel der Frauen oder Juniorinnen rosig aus, Die Sprinter Fabian Slezak, Tobias Finkbeiner, Benjamin Bartel und Romed Guischard wechseln ebenfalls vom LAV Tübingen zum VfL Sindelfingen.
Eine Verstärkung im Wurfbereich ist Carolin Streipart. Die 21-jährige Juniorin gewann bei den deutschen Juniorenmeisterschaften dieses Jahres die Silbermedaille im Speerwurf. Mit ihrer Bestleistung von 50,92 Metern gehört sie zu den 20 besten deutschen Speerwerferinnen. Vom ASV Erfurt wechselte die Athletin zum VfL Sindelfingen. Sie trainiert unter Sabrina Werrstein am Olympiastützpunkt in Stuttgart und steht derzeit voll im Aufbautraining. Für die kommende Saison will sie sich besonders im athletischen Bereich noch weiterentwickeln: „Ich denke, dass ich da noch große Reserven habe. Steffen Sattelmaier, Mitglied des Teams Leistungssport beim VfL Sindelfingen, freut sich auf die vielen neuen Athleten. „Wir haben natürlich immer geschaut, dass die Sportler auch charakterlich gut bei uns reinpassen. Auf Söldner, die sich nicht mit dem VfL identifizieren, können wir verzichten, das Team zählt viel bei uns“, erklärt er.
|