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Zwergentraining in Sindelfingen – heute mit Eltern
Am Freitag, 08.07.2011, ist die Aufregung in der Halle I der Hauptschule am Klostergarten fast greifbar. Nicht nur die Zwerge (Kinder zwischen 5 und 7 Jahren), wie auch die Trainer, Christina Bartel, Robin Doelker, Jani Bartel und Alexsander Pfister sind vor diesem Training etwas aufgeregt, sondern auch die Eltern. Es ist klar, dass man als Eltern überlegt, was das eigene Kind im Sportverein erwartet, ob es alles kann, Spaß und Erfolg hat, Freunde findet und mit den Lehrern zurechtkommt, diesmal trifft es die Eltern ganz persönlich: Sie dürfen aktiv am Training teilnehmen!
Dieses Eltern-Kind-Training soll einerseits die Schwellenangst nehmen, selbst mit dem Aikido zu beginnen, andererseits auch die Gelegenheit geben, sofort allgemeine Fragen zum Aikido stellen zu können.
Die in Baden-Württemberg einmalige Zwergengruppe findet wöchentlich jeden Freitag zwischen 15:45 und 16:30 Uhr statt und gibt den sehr jungen Kindern die Möglichkeit, sich ins Aikido einzufinden wie auch die komplexen Techniken in kindgerechter und spielerischer Form zu erlernen. Selbstverständlich haben die Eltern immer die Möglichkeit, vom Hallenrand ihren Kindern zuschauen zu können, die Fortschritte zu erkennen und am Erfolg der Kleinen teilzuhaben. Andererseits haben sie nur einmal im Jahr die Gelegenheit, selbst mit ihrem Kind auf der Matte zu stehen, mit ihm den Armstreckhebel zu üben, oder den Tenkan Ashi erklärt zu bekommen.
Auch sieht man den Stolz und die Freude in den Augen der Kleinen, wenn sie ihre Eltern als Gäste bei sich haben, und vielleicht sogar beweglicher und geschickter sind als die Eltern. Auf der anderen Seite sehen die Eltern, was die Kinder im Training leisten. Diesen Freitag bekommen nur die Aikidoka unter 8 Jahren zur Unterscheidung ein Blümchen auf die linke Hand gemalt, die Eltern schaffen den Unterschied zwischen links und rechts auch so.
Dann erklärt Trainerin Christina Bartel, warum man genau so im Zaho sitzt. Nach einer kurzen Aufwärmphase spielt die Gruppe das Spiel "verknoten", dessen Sinn es ist, die Berührungsängste zu mindern. Ebenso wird dabei die Wichtigkeit des Ma-ai, des korrekten wie auch harmonischen Abstands, deutlich. Diesen demonstrierte Christina mit der Unterstützung von Robin Doelker und Jani Bartel, indem sie damit vorführt, wie nahe man einen Freund und wie nahe man das eigene Kind an sich heran lässt – was von allen Eltern gut nachvollziehbar ist.
Dann übt die Gruppe das Tenkan ashi – eine ausweichende bzw. zurücknehmende Bewegung, ein Grundprinzip des Aikido. Durch Metaphern erklärt, hat die ganze Gruppe großen Spaß und Erfolg bei der Übung.
Da in der Zwergengruppe die relativ kurzen Trainingseinheiten durch kurze Spiele unterbrochen werden, traf man sich in Zweiergruppen zum "Zublinzeln". Um dieses bekannte Spiel aikidotauglich zu machen, reicht es nicht, nur zu blinzeln und dann zu rennen – nein, es wird eine Fallschule vorwärts eingebaut (allerdings erst bei den größeren Aikidoka).
Als Technik steht der Udeo-Osae auf dem Stundenplan: jedes Kind lässt sich von seinem Elternteil an der Hand greifen, und führt die Bewegung (als Gedächtnisstütze: den großen Hund streicheln, in den Spickzettel schauen, "L" in den Ellbogen geben, großen Kreis machen. Na, sind Sie neugierig geworden, was diese Bilder bedeuten? Im nächsten Zwergentraining werden sie erklärt :-))
Nachdem Christina mit Alexander und Robin noch ein paar Techniken für höher graduierte Aikidoka gezeigt hat, trifft sich die ganze Gruppe zum Laufmemory – die Gruppen sind in vollem körperlichen und geistigen Einsatz um jede einzelne gesuchte Karte zu erhalten.
Ein Vater brachte seine Verwunderung zum Ausdruck, dass jedes Training durch mindestens 3 Trainer begleitet wird. So hat er – berechtigter Weise - den Eindruck, dass sein Kind die optimale Unterstützung und Förderung erfährt – dies ist vor allem dem relativ großen Trainerteam (ausser den anwesenden Trainern sind im regelmäßigen Einsatz: Tanja Schön, Erik Schwämmle und Lukas Knoll) zu verdanken.
Natürlich wird gegen Ende des Trainings noch kurz auf das 10-jährige Bestehen der Zwergengruppe hingewiesen. Viele der ehemaligen Zwerge sind immer noch aktive Aikidoka – natürlich nicht mehr in der Anfängergruppe – ausser, wenn sie da als Trainerassistent im Einsatz sind. Vielen Dank allen dafür, die am Entstehen und Gelingen, aber vor allem am Fortbestand der Zwergengruppe beteiligt waren und sind! Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an die motivierten Eltern – empfehlen Sie uns weiter!
Tja: Und ehe man sich versieht ist es 16:30 Uhr und das Training zu Ende. Strahlende Gesichter auf der Matte, glückliche Kinder und Eltern sowie begeisterte Trainer!
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